Sep 20

Mann richtet vom „Teufel“ geleitet Blutbad am Frankfurter Hauptbahnhof an

Der Hauptbahnhof-Täter war früher Konzertmeister eines Kurorchesters. (Symbolbild)

Frankfurt – Ein Mann, der in einem Schnellrestaurant im Frankfurter Hauptbahnhof ein Blutbad angerichtet hat, soll dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen werden.

Am ersten Verhandlungstag begründete die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Frankfurt einen entsprechenden Antrag mit der Allgemeingefährlichkeit des laut Gutachten schizophrenen früheren Berufsmusikers.

Der 48-jährige Bulgare hatte am 28. Dezember 2017 zunächst einen Mitarbeiter des Restaurants ohne Vorwarnung mit dem Messer angegriffen. Kurze Zeit später griff er einen 75 Jahre alten Rentner an, der von hinten 95 Messerstiche erhielt und mehr als zehn Stunden an seinen lebensgefährlichen Verletzungen operiert werden musste.

Rechtlich wertete die Staatsanwaltschaft die Taten als zweifachen Mordversuch. Der Beschuldigte räumte die Taten ein. Es sei ihm darum gegangen, in Haft zu kommen, um vor dem „schwarzen Magier“ in Sicherheit zu sein, der ihn verfolge.

Ein „Teufel“ habe ihm die Taten befohlen. Der Rentner schilderte im Zeugenstand, wie er – nach einer längeren Busfahrt nach Frankfurt – eigentlich nur einen Kaffee habe trinken wollen. Plötzlich habe er nichts mehr mitbekommen und sei erst zehn Stunden später in der Klinik wieder wach geworden.

Nach der Tat wurde der frühere Konzertmeister eines Kurorchesters bereits vorläufig in der Psychiatrie untergebracht. Mit einer abschließenden Entscheidung der Schwurgerichtskammer wird Ende Oktober gerechnet.

Fotos: DPA

 

Quelle: Tag24

Sep 20

Öffentliche Fahndung: Kriminalpolizei sucht zwei Männer

Gesucht: Die Kriminalpolizei verdächtigt diese beiden Männer, in ein Haus in Heiligenstadt eingebrochen zu sein. © Polizei/nh

Heiligenstadt. Die Polizei Nordhausen sucht zwei Männer (Foto). Sie stehen im Verdacht, am 8. Juni in ein Einfamilienhaus in Heiligenstadt im Obereichsfeld eingebrochen zu sein.

Laut Polizei hatten sich die Unbekannten dem Wohnhaus in der Dr.-Hermann-Iseke-Straße über ein Nachbargrundstück genähert. Anschließend warfen sie die Scheibe der Terrassentür ein. Nachdem sie in das Innere des Hauses gelangt waren, durchsuchten sie sämtliche Räume. Dabei erbeuteten sie Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Hundert Euro.

Die Polizei schließt nicht aus, dass die Täter während des Einbruchs gestört worden sind. Die Tat ereignete sich zwischen 13.06 und 13.11 Uhr. Die Männer sind vermutlich zwischen 25 und 30 Jahre alt, schlank und haben ein südländisches Erscheinungsbild.

Die Kriminalpolizei Nordhausen fragt: Wer hat den Einbruch bemerkt? Wer kann Angaben zu den Personen auf dem Foto respektive zu deren Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Nordhausen, Tel.: 03631/960 entgegen.

Quelle: hna

Sep 19

19-Jähriger sticht in Amsterdam auf Touristen ein: Tatwaffe kaufte er in Deutschland

Die Polizei sperrte den Bahnhof in Amsterdam weiträumig ab.

Ingelheim/Amsterdam – Der mutmaßliche Messerstecher von Amsterdam soll einen Tag vor dem Angriff an seinem Wohnort Ingelheim das Tatmesser gekauft haben.

Dann sei der 19-jährige Afghane den Ermittlungen zufolge mit dem Zug alleine in die niederländische Metropole gefahren, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Montag mit. Jawed S. soll am 31. August zwei US-Touristen im Hauptbahnhof von Amsterdam mit einem Messer schwer verletzt haben.

Er wurde von Polizisten mit Schüssen niedergestreckt und verletzt. Er sitzt in den Niederlanden in Untersuchungshaft.

Die Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus Rheinland-Pfalz der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat wegen des Messerkaufs in Ingelheim (Kreis Bingen) eigene Ermittlungen eingeleitet – in Abstimmung mit den niederländischen Untersuchungen.

Am 6. September tauschten sich Ermittler beider Staaten in Amsterdam aus. „Hinweise auf weitere Tatbeteiligte in Deutschland liegen derzeit ebenso wenig vor wie Erkenntnisse, dass der Verdächtige in Deutschland einen Anschlag geplant haben könnte“, hieß es weiter.

Die Ingelheimer Wohnung des 19-Jährigen war nach den Angaben noch am Abend des Tags der Messerattacke durchsucht worden. Dort wurden laut dem Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) elektronische Kommunikationsmedien, Datenträger und Schriftstücke sichergestellt und den niederländischen Behörden übergeben.

Der Asylbewerber hatte ausgesagt, er sei in die Niederlande gekommen, weil dort der Prophet Mohammed, der Koran, der Islam und Allah beleidigt würden. Er war 2015 nach Rheinland-Pfalz gelangt.

Sein Asylantrag wurde im August 2017 abgelehnt, dagegen klagte er im September 2017. Er war nach Angaben der Mainzer Landesregierung strafrechtlich nicht aufgefallen.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Sep 19

Aus Judenhass: Freundliches Gespräch eskaliert zu Attacke

Der 20-Jährige wurde in der Nähe der Hauptwache angegriffen (Symbolbild).

Frankfurt – Mitten in der Mainmetropole soll es zu einer judenfeindlichen Attacke gekommen sein. Ein 20-Jähriger wurde nachts um 4 Uhr in der Nähe der Hauptwache von zwei Männern angegriffen.

„Aufgrund der Aussage des Opfers gehen wir von einer antisemitischen Attacke aus“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagabend. Zuvor hatte die Bild-Zeitung über den Vorfall vom frühen Morgen des 7. September berichtet.

Laut Polizei wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, da es zwei Männer waren, die den 20-Jährigen, der allein war, angriffen. Der 20-Jährige kam unverletzt davon.

Das Opfer beschrieb die Täter laut Polizei als südländisch beziehungsweise arabisch. Zu der Attacke kam es laut Bild, nachdem ein zunächst freundliches Gespräch nach einem Clubbesuch in der Frage an den 20-Jährigen mündete, welcher Landsmann er sei.

Der 20-Jährige gab sich daraufhin als „halber Israeli“ zu erkennen und auch bejahte, Jude zu sein.

Update, 13.28 Uhr: Sind die Täter zwei Palästinenser?

Der Staatsschutz ist mit den Ermittlungen betraut (Symbolbild).
Der Staatsschutz ist mit den Ermittlungen betraut (Symbolbild).

Die Polizei in Frankfurt hat die Informationen der Bild-Zeitung bestätigt und ergänzt.

Demnach sprachen die beiden Täter das spätere Opfer an und baten um eine Zigarette. Bei dem späteren Angriff sollen sie geäußert haben, dass sie Palästinenser seien.

„Aufgrund des mutmaßlichen antisemitischen Hintergrunds ist der Staatsschutz mit den Ermittlungen betraut“, sagte ein Polizeisprecher. Ein rechtsextremistischer Hintergrund sei bislang jedoch nicht erkennbar.

Die Beamten fahnden nach den beiden Tätern. Sie hatten jeweils kurze schwarze Haare und einen Bart. Beide sollen zwischen 170 und 180 Zentimeter groß sein.

Ferner trugen beide bei der Attacke jeweils eine schwarze Jacke, Jeans und mutmaßlich weiße Schuhe. „Das Erscheinungsbild sei südländisch gewesen“, ergänzte der Sprecher weiter.

Hinweise nimmt die Frankfurter Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 06975553111 entgegen.

Fotos: TAG24/DPA (Fotomontage), dpa/Carsten Rehder

Quelle: Tag24

Sep 18

Versuchte Tötung: 18-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt

Die Polizei konnte den Tatverdächtigen in seiner Wohnung festnehmen. (Symbolbild)

Hamburg – Am Samstagabend kam es in Hamburg-Harburg zu einem versuchten Tötungsdelikt. Wie die Polizei am erst Montag mitteilte, sei dabei ein 18-Jähriger durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden.

Ein 24-jähriger Afghane, der im Verdacht steht, den Geschädigten verletzt zu haben, wurde vorläufig festgenommen. Er solle noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen kam es am Samstag gegen 23.40 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Vor einer Shisha-Bar in Hamburg-Harburg soll es neben Beleidigungen auch zu Handgreiflichkeiten gekommen zu sein.

Daraufhin wurden die Männer von den anwesenden Gästen der Bar getrennt. Der 24-Jährige und ein Begleiter flüchteten zunächst in die Bar und verließen diese durch einen Hintereingang.

Die Begleiter des 18-Jährigen bemerkten nun, dass dieser offenbar Stichverletzungen erlitten hatte und brachten den Geschädigten in ein Krankenhaus. Anschließend wurde die Polizei alarmiert.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg beantragte auf dem Eilwege Durchsuchungsbeschlüsse. Beamte nahmen den 24-Jährigen dann um 14.50 Uhr an seiner Wohnanschrift fest. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde neben der zur Tatzeit getragenen Kleidung auch das vermutliche Tatmesser aufgefunden und sichergestellt.

Der Geschädigte erlitt unter anderem eine Lungenverletzung. Zwischenzeitlich bestand Lebensgefahr. Aktuell ist der Gesundheitszustand des jungen Mannes stabil.

Fotos: DPA

 

Quele: Tag24

Sep 18

Mann denkt es sei eine Verkehrskontrolle, dann wird er an sein Lenkrad gefesselt

Mit einem aufgesetzten Blaulicht auf dem BMW gaben sich die Männer als Polizisten aus. (Symbolbild)

Oberschleißheim – Mit einem aufgesetzten Blaulicht auf ihrem Wagen haben zwei Ganoven eine Verkehrskontrolle vorgetäuscht, das Auto eines Uhrenhändlers gestoppt und den 54-jährigen Mann aus Italien ausgeraubt.

Nach Polizeiangaben vom Montag zwangen sie am Vortag mit einer Pistole ihr Opfer, in Oberschleißheim bei München aus dem Wagen auszusteigen und ihnen einen Koffer mit drei Uhren auszuhändigen.

Dann nahm einer der unbekannten Räuber dem 54-Jährigen noch dessen Armbanduhr ab, wie es weiter hieß. Danach fesselten die Täter ihn an einem Haltegriff in seinem Auto und konnten unerkannt entkommen.

Der Händler, der über das Wochenende eine Uhrenmesse in Unterschleißheim (Landkreis München) besucht und sich auf dem Heimweg befunden hatte, konnte Passanten auf seine missliche Lage aufmerksam machen, die sofort die Polizei alarmierten. Diese hofft nun auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Die Täter werden laut Polizei wie folgt beschrieben:

Täter 1:

  • Männlich, ca. 30-35 Jahre alt, ca. 170 cm groß, kräftige Statur,
  • südosteuropäische Erscheinung, dunkler Hauttyp, sprach Deutsch,
  • kurze, schwarze Haare, dunkle Augen, rasiert,
  • Bekleidung: Jeans, dunkles T-Shirt, Latex-Handschuhe,
  • führte eine Handfessel mit

Täter 2:

  • Männlich, ca. 35-40 Jahre alt, ca. 175 cm groß, kräftige Statur,
  • südosteuropäische Erscheinung, dunkler Hauttyp, sprach Deutsch,
  • kurze, schwarze Haare, dunkle Augen, rasiert,
  • Bekleidung: T-Shirt,
  • hatte eine schwarze Pistole bei sich

Beim Täterfahrzeug handelt es sich vermutlich um einen schwarzen BMW (3er), dieser hatte auch ein Blaulicht auf dem Dach.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Sep 18

Brutaler Faustschlag: Verliert 22-Jähriger sein Augenlicht?

Anfangs bestand nur der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, doch es war viel schlimmer (Symbolbild).

Mainz – Nach einer sinnlosen und äußerst brutalen Attacke könnte ein 22-Jähriger dauerhaft erblinden. Es bestehe ein erhöhtes Risiko, dass er die Sehkraft seines linken Auges verliert.

Der Angriff erfolgte bereits am Freitagabend in der Erfurter Straße in Mainz-Gonsenheim, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Das spätere Opfer parkte demnach gegen 19.50 Uhr sein Auto in der Nähe der Weserstraße. Als der junge Mann aus dem Wagen ausstieg, wurde er völlig überraschend von einem Unbekannten mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Die Attacke muss extrem heftig gewesen sein. Mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung begab sich der 22-Jährige in ein Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte jedoch Erschreckendes fest.

„Multiple Frakturen im Bereich der linken Augenhöhlen, des linken Oberkiefers und des linken Jochbeins“ wurden bei der Untersuchung diagnostiziert. Der junge Mann soll am Montag operiert werden. Es bestehe ein hohes Risiko, dass sein linkes Auge dauerhaft erblindet.

Die Polizei in Mainz fahndet nach dem brutalen Schläger. Von dem Täter ist leider nur bekannt, dass er eine „dunklere Hautfarbe“ hatte und bei dem Angriff einen schwarzen Kapuzen-Pullover trug.

Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06131654210 entgegen.

Fotos: dpa/Jens Kalaene

Quelle: Tag24

Sep 18

Skurriler Fall: Täter stellt sich, aber wo ist das Opfer?

Die Kripo Leipzig sucht nach dem Opfer und Zeugen der Tat. (Symbolbild)

Leipzig – Dieser Vorfall überraschte sogar die Bundespolizei: In der Dienststelle auf dem Hauptbahnhof erschien am Sonntagabend ein 40-jähriger Syrer und gab bekannt, zuvor einen Mann bestohlen zu haben. Das Skurrile: Von dem Opfer fehlt jede Spur.

Der Vorfall soll sich zwischen 18 und 20 Uhr in einer Parkanlage an der Einertstraße ereignet haben. Wie der 40-Jährige mit Hilfe eines Dolmetschers erklärte, war er dort seinem Opfer begegnet, so die Polizei.

Der Syrer habe den ebenfalls arabischen Mann mit einer Schere bedroht und Geld von ihm gefordert. Nachdem er einen unteren zweistelligen Bargeldbetrag erhalten hatte, habe er von seinem Opfer abgelassen, so der 40-Jährige gegenüber der Polizei.

Die Beamten stellten bei ihm die Schere sowie zudem eine EC-Karte sicher, die ihm nicht gehörte. Dazu laufen nun weitere Überprüfungen.

Die Kripo Leipzig hat die Ermittlungen übernommen. Sie sucht nun dringend nach dem Opfer und Zeugen der Straftat. Diese sollen sich unter Tel. 0341 96646666 oder bei der Polizeidirektion Leipzig, Dimitroffstraße 1, melden.

Fotos: 123rf.com/federicofoto

Quelle: Tag24

Sep 17

Er zog ihn in seine Duschkabine: 34-Jähriger belästigt Jugendlichen in Schwimmbad

 

Die Polizei nahm den Mann kurze Zeit später fest. (Symbolbild)

Stuttgart – Sex-Attacke auf einen Teenager im Schwimmbad!

Die Tat geschah am Samstag gegen 18 Uhr, so die Polizei. Tatort: die Gemeinschaftsdusche eines Hallenbads im Stuttgarter Osten.

Ein 15-Jähriger war in der Dusche, als ihn ein 34 Jahre alter Iraker ansprach. Der Junge sollte in die Duschkabine des Mannes kommen. Dies lehnte der Jugendliche ab. Da schnappte der 34-Jährige den Teenager am Handgelenk, zog ihn zu sich und verriegelte die Kabinentür.

Dann berührte er den Jungen im Intimbereich.

Der 15-Jährige konnte schließlich den Mann wegstoßen und aus der Duschkabine flüchten. Er verständigte sofort das Badepersonal und wenig später konnte der Täter im Bad von Polizisten festgenommen werden.

Der Iraker wird am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Sep 17

War Siegaue-Vergewaltiger vermindert schuldfähig? Fall wird neu verhandelt

Die Siegaue bei Bonn: Hier fand das Verbrechen statt.

Bonn – Elf Monate nach der Verurteilung des sogenannten Siegaue-Vergewaltigers beschäftigt die Tat ab dem kommenden Dienstag (18. September) erneut das Bonner Landgericht.

Ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana war im vergangenen Oktober wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden (TAG24 berichtete).

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch teilweise auf. Nach Ansicht der obersten Strafrichter hatte das Landgericht außer Acht gelassen, dass der Angeklagte vermindert schuldfähig sein könnte. Nun muss eine andere Kammer des Landgerichts dieser Frage nachgehen und über die Höhe der Strafe neu entscheiden.

Der 32-Jährige hatte laut Urteil im April 2017 ein junges Paar aus Freiburg beim Campen in der Siegaue bei Bonn überfallen. Er schlitzte nachts das Zelt der beiden mit einer Astsäge auf und verlangte zunächst Geld. Dann zwang er die Studentin das Zelt zu verlassen und vergewaltigte sie.

Die Polizei fahndete bundesweit mit einem Phantombild nach dem Täter. Wenige Tage später wurde der Ghanaer nach dem Hinweis eines Passanten festgenommen. DNA-Spuren überführten ihn eindeutig als Täter (TAG24 berichtete).

Vergewaltiger verhöhnte Opfer im Gerichtssaal

Der Angeklagte wird am 25. September 2017 im Landgericht in Bonn an Händen und Füßen gefesselt in den Saal geführt.
Der Angeklagte wird am 25. September 2017 im Landgericht in Bonn an Händen und Füßen gefesselt in den Saal geführt.

Der Richter sagte in der Urteilsbegründung, das Paar habe eine Horrornacht erlebt und Todesangst gehabt. Der Angeklagte bestritt die Tat im Prozess.

Sein Verhalten im Gerichtssaal löste zusätzliche Empörung aus – unter anderem hatte er das Opfer als „Prostituierte“ verhöhnt. Gegen das Urteil legte er Revision ein.

Dass der heute 32-Jährige die Tat begangen hat, steht auch für den BGH zweifellos fest. Somit geht es in dem neuen Prozess nicht mehr um den Schuldspruch, sondern allein um das Strafmaß.

Denn laut Urteil des Landgerichts lag bei dem Angeklagten eine Persönlichkeitsstörung vor. Dennoch sei seine Steuerungsfähigkeit bei der Tat nicht eingeschränkt gewesen. Dies sah der BGH nicht ausreichend belegt.

Das Bonner Landgericht hat nach Angaben eines Sprechers eine neue Gutachterin beauftragt, die den Angeklagten psychologisch untersucht hat.

Sollten die Richter in dem Revisionsprozess zu dem Ergebnis kommen, dass der Mann bei der Tat vermindert schuldfähig war, könnte seine Strafe geringer ausfallen.

Für die Verhandlung vor der 3. Großen Strafkammer sind vier Termine angesetzt. Das Urteil soll nach jetziger Planung spätestens am 5. Oktober fallen.

Fotos: dpa Montage, DPA

Quelle: Tag24

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