Aug 27

Der neue Antisemitismus

Deutsche Vergangenheit, deutsche Gegenwart. Das Holocaust-Mahnmal in Berlin, dahinter der Reichstag. Bild: Keystone

Links-grüne Antiamerikanisten und rechte Islamisten verbinden sich in Deutschland zu einem üblen Bündnis.

Kürzlich sprach ich an der Oxford University (St. Jones College) über Antisemitismus. Ich unterschied dabei drei Spielarten von Antisemitismus:

> den alten Nazi-Antisemitismus;

> den «New Antisemitism», der in der Welt des Islam und seiner Diaspora in Europa gedeiht;

> den in Europa florierenden linken Antisemitismus.

Ich konzentrierte mich auf den Fall Deutschland, wo die Linken in der Solidarität mit Islamisten als angebliche Opfer der Juden versuchen, sich von der deutschen Schuld des deutschen Mordes an sechs Millionen Juden reinzuwaschen. Der neue Antisemitismus, sowohl der Linken als auch der Islamisten, verkleidet sich als Anti- Zionismus und als «Israel Bashing». Die Opfer von gestern, also die Juden, werden zu Tätern.

Die Links-Grünen haben bisher den moralischen Druck der Flüchtlingskrise 2015/2016 dazu ausgenutzt, Andersdenkende als Nazis zu stigmatisieren. Selbst diejenigen Demokraten, die die links-grüne Veredelung des Fremden nicht mitmachten und auf die Tatsache hinwiesen, dass die Newcomer aus Nahost mehrheitlich Antisemiten seien, wurden so behandelt.

Langsam zerbröckelt dieses Narrativ, und die Menschen nehmen wahr, dass die Links-Grünen über den neuen Antisemitismus schweigen. Der jüdische Wissenschaftler Michael Wolffsohn prangert in der NZZ «die radikalisierte muslimische Minderheit» und ihren «wachsenden Antisemitismus» an und gibt zu bedenken: «Viele Juden wollen auswandern.»

Beschämende Geschehnisse

Plötzlich wird die deutsche Presse wach. FAZ und Welt berichten nach einem antisemitischen Angriff, dass sich unter den zehn Tätern syrische Flüchtlinge befänden. Früher hat man «von Personen» gesprochen. Die Bild-Zeitung veröffentlichte einen Bericht unter der Überschrift «Antisemitischer Übergriff: Ich schlitze dir die Kehle auf, Scheiss-Jude».

Selbst die Süddeutsche Zeitung, die militant dem links-grünen Narrativ folgt, kann über die Schande nicht schweigen und berichtet von Brennpunkt-Schulen: «Muslimische Jugendliche sind in den Fokus gerückt. In Berlin wurde ein jüdischer Junge von muslimischen Mitschülern bedroht und geschlagen.»

Im europäischen Ausland wird das Merkel-Deutschland als das bessere Deutschland gefeiert, selbst der zurückhaltende Economist spricht positiv von «Cool Germany». Die FAZ fragt, ob dies zutreffe, und schreibt: «In Deutschland geschieht heute, was man vor wenigen Jahren noch für undenkbar gehalten hätte. Der Davidstern wird verbrannt, jüdische Schüler werden bedroht …» Ist das cool?

Von diesen beschämenden Geschehnissen möchte ich in diesem Artikel ausgehen und die Frage stellen, ob die Deutschen ihren Mord an sechs Millionen Juden aufrichtig aufarbeiten. Deutschland nach 1945 bekommt ein neues Gesicht durch zwei Prozesse: erstens Verwestlichung und zweitens Entnazifizierung durch Ächtung eines jeglichen Antisemitismus.

Veröstlichung Deutschlands

Was habe ich als Muslim aus Damaskus damit zu tun? Ich habe mit dieser Geschichte nichts zu tun. 1962 kam ich als antisemitisch sozialisierter Syrer nach Deutschland. Das Studium bei zwei grossen jüdischen Professoren, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, veränderte mein Leben dermassen, dass ich 1994 mit dem Rabbiner Albert Friedlander den jüdisch-islamischen Dialog gründete. In jenen Jahren war es normal, gegen den Antisemitismus zu sein.

Ich beobachte jedoch, dass unter dem Merkel-Regime ein neues Deutschland beginnt, in dem sowohl die Verwestlichung als auch die Ächtung des Antisemitismus aufhören zu existieren. In einem BaZ-Artikel 2017 sprach ich sogar von einer Veröstlichung Deutschlands unter Merkel. Es ist nicht so, als würden deutsche Politiker den Antisemitismus verleugnen, aber Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue Generalsekretärin der CDU, sieht in der Bild am Sonntag die Gefahr nur bei «alten Nazis, Neonazis und Rechtspopulisten». «Diese Leute sind eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland.»

Noch skandalöser äussert sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zwar räumt er ein: «Die Verantwortung für die Vergangenheit ist Inhalt und Massstab unseres heutigen Denkens und Handelns.» Er spricht auch von «Aufarbeitung der Schuld». Wie reagiert aber dieser Bundespräsident auf den zunehmenden Antisemitismus? Er redet den islamischen Antisemitismus klein: «Es gibt zwar Antisemitismus bei denen, die zugewandert sind, aber im Kern ist Antisemitismus unser deutsches Problem.»

Kein deutsches Problem

Derselbe Bundespräsident, der den islamischen Antisemitismus nicht zum deutschen Problem rechnet, griff danach einen europäischen Politiker an, der zwar jünger, ihm aber haushoch überlegen ist. Das ist der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Grund des Angriffs ist, dass Kurz von der «Achse der Willigen» spricht. Steinmeier fordert «Disziplin bei der Sprache». Anders als Steinmeier hat Sebastian Kurz folgende Leistungen erbracht: Er fuhr zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem nach Israel, mit einem Millionen-Geschenk und Bekenntnis zur Schuld. Parallel dazu hat Österreich sieben antisemitische Moscheen geschlossen und ein paar Dutzend antisemitische Imame ausgewiesen.

Und was tut Deutschland? Es duldet im Namen der Religionsfreiheit den islamischen Antisemitismus. Der Modedesigner Karl Lagerfeld hat Angela Merkel mutig angegriffen. Auf der Frontseite der Bild-Zeitung war zu lesen: «Lagerfeld rechnet mit Flüchtlingspolitik ab. Ich hasse Madame Merkel.» Er sagte: «Man kann nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen.» Heute wütet der islamische Antisemitismus überall in Deutschland. Selbst im kleinen Göttingen, in dem ich lebe, ist die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Jacqueline Jürgenliemk, über «Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit» in den Flüchtlingsheimen besorgt.

Es gibt, wie schon erwähnt, drei Spielarten von Antisemitismus: den alten Nazi-Antisemitismus und zwei Formen des neuen Antisemitismus. Eine davon ist links und wird von Europäern vertreten, die andere ist rechts und wird von Muslimen und Islamisten vertreten. Der neue Antisemitismus ist auffälliger, massiver und virulent. Geprägt hat den Begriff «the new antisemitism» der jüdische Historiker Bernard Lewis, der im Mai 2018 verstarb.

Unsinnig und ignorant

Der Umgang der Deutschen mit dem zugewanderten neuen Antisemitismus ist im höchsten Masse ein «deutsches Problem», das der deutsche Bundespräsident verleugnet. Ich beobachte zwei Mischungen von deutsch und muslimisch:

>links-grüne Antiamerikanisten und rechte Islamisten finden zueinander in einem gleichermassen abscheulichen und beängstigenden Bündnis.

>die Deutschen instrumentalisieren die Neuankömmlinge sowohl zur Sühne als auch zur Verleugnung von Schuld. Das Resultat ist eine Verteidigung beziehungsweise Verleugnung des neuen Antisemitismus.

Auf dieser Basis finde ich es äusserst störend, wenn ein umstrittener Antisemitismus-Forscher, Wolfgang Benz, in der FAZ Antisemitismus und Islamophobie gleichsetzt, um dann folgende Verleugnung im Namen der Wissenschaft kundzutun: «Es gibt keinen neuen Antisemitismus in Deutschland. Er ist der alte, der Bodensatz in der Gesellschaft.» Eine arabisch-islamische Bedrohung für Juden existiert für Professor Benz nicht. Im selben Bericht ist noch zu lesen: «Benz sagte mit Blick auf muslimische Flüchtlinge, es sei schrecklich einfach von hausgemachtem Antisemitismus abzulenken, indem man mit dem Finger auf andere zeigt.»

Ungeheuerlich ist, dass diese Kombination von Unsinn, Verleugnung und Ignoranz mit dem Satz eingeleitet wird: «Die Wissenschaft sagt …» Im heutigen Deutschland scheint der Unterschied zwischen Wissenschaft und Propaganda verwischt zu sein. Aber glücklicherweise steht Deutschland nicht über allem, und so gibt es eine andere Wissenschaft als die deutsche von Professor Benz. In Oxford zeigt die Wissenschaft, dass es einen neuen Antisemitismus gibt, den der zitierte Professor nicht sehen will. Dies war auch der Gegenstand meiner dortigen Vorlesungen.

Flüchtlingskrise

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise hat die Zeit im Januar 2016 eine Titelgeschichte mit der Frage aufgemacht: «Sind die Deutschen verrückt? Oder ist es der Rest der Welt, der keine Flüchtlinge aufnimmt?» In dem Artikel von Matthias Krupa und Bernd Ulrich steht: «Warum das Land sich diesem Irrsinn zunächst willig ergeben hat? … Antwort: Die an ihrer traumatischen Vergangenheit leidenden Deutschen wollten sich von ihrem Makel befreien und haben sich darum in eine völlig irrationale Willkommenskultur gestürzt. Gewissermassen von Auschwitz direkt zum Münchner Hauptbahnhof.»

Ich habe als muslimischer Damaszener von 1962 bis heute in Deutschland gelebt und kann diese deutschen Irrationalitäten nicht nachvollziehen, die Karl Lagerfeld angeführt hat. Erst sechs Millionen Juden ermorden und dann ihre potenziellen Mörder auf der islamischen Seite als Sühne aufnehmen. Mit meinem jüdischen Kollegen, dem Deutschland-Historiker Jeffrey Herf, habe ich voriges Jahr das Buch «Antisemitism before and since the Holocaust» veröffentlicht. Wir beide sind der Überzeugung, dass ein neuer Holocaust im Nahen Osten lauert und dort durch den Schutz von Israel zu verhindern ist.

Das scheinen die Deutschen nicht zu verstehen, was ich am Beispiel der Sorgen der jüdischen Schauspielerin Susan Sideropoulos veranschaulichen will. Für sie war ein jüdisches Leben in Deutschland «bislang kein Problem», wie sie sie in der Welt sagt. Nach dem zugewanderten islamischen Antisemitismus hat sie «Zweifel, ob meine Kinder in Deutschland noch sicher sind». In Berlin erlebte sie eine Anti-Israel-Demo. Linke und Palästinenser forderten «die Abschaffung des zionistischen Kolonialsystems». Einer rief: «Alle ins Gas.»

Was ich heute in Deutschland erlebe, weckt bei mir nur Zweifel daran, ob die politische Kultur des links-grünen Deutschland westlich im liberalen Sinn ist, und steigert meine Zweifel an der Seriosität und Ehrlichkeit der deutschen Aufarbeitung der Vergangenheit. Im letzten und abschliessenden Schritt des vorliegenden Artikels will ich zeigen, wie die Deutschen den neuen Antisemitismus entweder verdecken, kleinreden oder schlicht verleugnen. Dies geschieht in vier Bereichen: Statistik, Justiz, Medien und Politik, wobei ich vor allem auf Statistik und Justiz eingehe.

Rias

Die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) hat herausgefunden, dass antisemitische Straftaten von muslimischen Personen als «politisch motivierte Kriminalität rechts» zugeordnet werden. Die Quelle des islamischen Antisemitismus verschwindet. Die Welt schreibt in dem Artikel «Wenn Hizbollah in Statistiken als rechtsextrem auftaucht»: «Der islamistische Anteil an antisemitischen Delikten in Polizeistatistiken wird offenkundig unterbewertet.» Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Mariam Lau in der Zeit: «Antisemitische Taten werden, wenn sie von Zuwanderern begangen werden, als politisch motivierte Ausländerkriminalität verbucht und tauchen in der Antisemitismus-Statistik gar nicht auf.»

Ein weiterer Bereich der Vertuschung des neuen Antisemitismus ist die deutsche Justiz. Jüngste Schandtat dieser Justiz ist die Order des Oberverwaltungsgerichts von Münster, der ehemalige Leibwächter von Osama bin Laden habe das Recht, den deutschen Rechts- und Sozialstaat zu geniessen. Seine Deportation nach Tunesien sei «grobe Verletzung des Rechtsstaats», und er solle auf Kosten der Steuerzahler zurückgeholt werden. Glücklicherweise hat der tunesische Staat geantwortet: «Nein, wir behalten ihn.» Und das ist gut so.

In Tunesien, das eine demokratisch gewählte Regierung hat, ist Folter per Gesetz verboten, aber die deutschen Richter der Münsteraner Provinz stellen sich über das tunesische Gesetz und unterstellen, dass der ehemalige Leibwächter von bin Laden Schutz benötige. Der Einspruch des deutschen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wurde vom Münsteraner Gericht abgewiesen, weil die deutschen Richter auf ihrer Fehlinformation über Tunesien bestehen.

Kleinreden, nicht bestrafen

Ähnlich wie der ehemalige Leibwächter von bin Laden geniessen islamische Antisemiten den Schutz des deutschen Rechtsstaats. Der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der von seiner Partei abgesetzt worden ist, hat in der FAZ berichtet, dass Übergriffe antisemitischer Muslime auf jüdische Einrichtungen als Empörung über Israel kleingeredet und nicht bestraft werden. Er schlussfolgert: «Diese Richter gehören zu den 40 Prozent der Deutschen, die die Aussage bejahen: ‹Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.›»

Die deutsche Justiz verdeckt nicht nur den neuen Antisemitismus, sondern beweist auch, dass sie nicht von Auschwitz gelernt hat. Mein jüdischer Lehrer, Theodor Adorno, hat in seinem Aufsatz «Erziehung nach Auschwitz» die Erkenntnis vorgetragen: Solange die Deutschen nicht aufhören, Menschen in Kollektive einzuordnen, lauert die Barbarei von Auschwitz weiterhin.

Der neue Antisemitismus der Linken ist gesamteuropäisch, nicht nur deutsch. Doch in Deutschland ist der neue Antisemitismus gleichermassen der der Muslime und der der deutschen neuen Linken – und deshalb die besorgniserregendste Erscheinung des Phänomens, weil hier sechs Millionen Juden ermordet wurden. Es ist ein deutsches Problem, wenn muslimische Demonstranten in Berlin mit Spruchbändern «Juden ins Gas» auftreten und dafür nicht bestraft werden.

Die FAZ berichtete von einem Angriff auf einen jüdischen Professor in Bonn; der Täter, ein Palästinenser, rief «kein Jude in Deutschland». Eine Frage an Bundespräsident Steinmeier: Ist dies kein deutsches Problem? Eine andere Frage an Professor Benz: Ist es eine Ablenkung vom Nazi-Antisemitismus, über diesen islamischen Antisemitismus zu reden?

Ich schliesse diesen Artikel mit einem Experten-Bericht, von dem die Welt mit der Überschrift «Juden in Deutschland sehen sich von Muslimen bedroht» berichtet, und verbinde dies mit der Frage: Was ist aus der deutschen Aufarbeitung der Vergangenheit übrig geblieben?

Bassam Tibi ist emeritierter Professor für Internationale Beziehungen in Göttingen.

Quelle: Basler Zeitung

Aug 27

Nach tödlicher Messerstecherei in Chemnitz: Haftbefehle erlassen

Am Sonntagnachmittag legten Trauernde am Tatort Blumen und Kerzen ab.

Chemnitz – Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Chemnitz hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige wegen gemeinschaftlichen Totschlags beantragt.

Wie die Behörde am Montag mitteilte, wurden am Nachmittag ein 23-jähriger Syrer und ein 22 Jahre alter Iraker dem Haftrichter vorgeführt.

Sie sollen am frühen Sonntagmorgen in der Chemnitzer Innenstadt „nach einer vorangegangenen verbalen Auseinandersetzung ohne rechtfertigenden Grund mehrfach mit einem Messer auf einen 35-jährigen Deutschen eingestochen haben“.

Das Opfer starb kurz darauf im Krankenhaus. Die Verdächtigen flüchteten vom Tatort, wurden wenig später am Schloßteich festgenommen.

Ingrid Burghart, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz: „Es gibt widersprüchliche Aussagen der Beschuldigten. Die Zeugenaussagen und die Erkenntnisse der Polizei haben uns aber veranlasst, die Haftbefehle zu beantragen.“ Offenbar wurden auch entsprechende Fingerabdrücke an der Tatwaffe entdeckt. Das Messer war noch in der Nacht auf dem Stadtfestgelände hinter einer Showbühne gefunden worden.

Die Ermittlungen zum Tatmotiv, zum genauen Ablauf der Tat und zur Tatwaffe dauern an, hieß es.

Update 16:30 Uhr

Jetzt live aus der Polizeidirektion Chemnitz. Sachsens Innenminister Prof. Roland Wöller gibt gemeinsam mit der Chemnitzer Polizeipräsidentin Sonja Penzel ein Statement zu den gestrigen und aktuellen Ereignissen in Chemnitz ab.

Update 16.16 Uhr:

Das Amtsgericht Chemnitz hat am Nachmittag auch gegen den 22-jährigen Iraker einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Beide Beschuldigten befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Update 15.52 Uhr:

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat das Amtsgericht Chemnitz einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlags gegen den 23-jährigen Syrer erlassen. Der zweite Tatverdächtige wird noch verhört.

Fotos: Sven Gleisberg

Quelle: Tag24

Aug 27

Schleuser schmuggelt 14 Migranten in Transporter über Grenze

14 Personen waren in dem Transporter – teilweise waren sie auf der Ladefläche untergebracht.

Mittenwald – Auf der B2 bei Mittenwald (Bayern) haben Bundespolizisten einen mutmaßlichen Schleuser geschnappt. Der Pakistaner soll 14 Migranten nach Deutschland geschmuggelt haben.

Wie die Bundespolizei München am Montag mitteilte, stoppten Beamte den Transporter am Sonntag bei Mittenwald (Bayern) auf einer Bundesstraße.

Der Fahrer konnte sich (nur) mit einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen.

Die 14 Personen, die teilweise auf der Ladefläche des Transporters die Fahrt von Italien nach Deutschland zubringen mussten, hatten keine Papiere bei sich. Sie gaben an, aus dem Irak beziehungsweise aus dem Iran zu stammen.

Vier der Migranten mussten das Land bereits wieder verlassen, da es ihnen nicht auf Schutz oder Asyl in Deutschland ankam.

Die restlichen Personen wurden in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht.

Die Bundespolizei Rosenheim geht davon aus, dass die Schleusung in Italien organisiert wurde.

Der 36-jährige Fahrer sitzt in Untersuchungshaft. Der Transporter wurde sichergestellt.

 

Quelle: Tag24

Aug 27

Schüsse auf Hochzeitsfeier lösen Alarm aus

Zahlreiche Schüsse fielen bei einer Hochzeitsfeier in Kassel (Symbolbild).

Kassel – Gleich mehrere Dutzend Schüsse wurden am Wochenende in der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße in Kassel abgefeuert. Die Polizei war alarmiert und binnen kürzester Zeit vor Ort.

Bei ihrem Einsatz am Samstagnachmittag in Kassel stellten die Beamten fest, dass in der Straße eine türkische Hochzeit stattfand, wie das Polizeipräsidium Nordhessen am Montag mitteilte.

„Zahlreiche leere Patronenhülsen fanden sich auf der Straße und zeugten davon, dass tatsächlich Schüsse abgefeuert worden waren“, ergänzte ein Polizeisprecher.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass ein 24-Jähriger aus Kassel, der als Gast der Hochzeitsfeier angehörte, die Schüsse mutmaßlich mit einer Schreckschusswaffe abgegeben hatte.

Da er die Waffe ohne behördliche Erlaubnis führte und sie zudem anscheinend außerhalb einer dafür vorgesehenen Schießstätte abfeuerte, muss der junge Mann mit einer Geldbuße rechnen, die stattlich ausfallen könnte: Bis zu 10.000 Euro sind laut Polizei möglich.

Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt, die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen dauern an.

Fotos: 123RF/DPA (Fotomontage)

Quelle: Tag24

Aug 26

Albaner stach vor Linzer Lokal Gast Messer in Hals

Bild: Christof Birbaumer/Kronen Zeitung

Brutal „überfielen“ zwei Albaner ein Ex-Jugoslawen-Café in Linz: Sie stänkerten Gäste an, wurden daraufhin aus dem Lokal geworfen und schlugen einem Mann brutal ins Gesicht. Kaum war die Polizei wieder weg, kamen sie wieder – und stachen einem Opfer ein Messer in den Hals. Einer der Täter konnte gefasst werden.

In dem beliebten Lokal in der Wiener Straße in Linz-Kleinmünchen waren die beiden Albaner Samstagfrüh gegen 2.30 Uhr aufgetaucht, waren offenbar nur auf Stänkern aus. „Unsere Security hat sie zum Schutz unserer Gäste sofort aus dem Lokal gewiesen“, berichtet der Manager. Vor dem Café schlugen die Täter einem Gast brutal ins Gesicht, brachen ihm ein Nasenbein.

 

Täter kamen zurück
Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet. Kaum waren die Beamten nach der Sachverhaltsaufnahme wieder weg, kamen die Gewalttäter gegen 4.20 Uhr zurück. „Dass gerade viele Polizisten da waren, schien sie überhaupt nicht zu beeindrucken, diesmal waren sie bewaffnet. Einer hatte ein Messer, der andere laut einem Gast sogar eine Schusswaffe bei sich, hoffentlich nur eine Schreckschusspistole“, erzählt der Lokalmanager.

 

Flucht in den Wald
Am Parkplatz stach das Duo plötzlich einem anderen Albaner in den Hals – dieser hatte zuvor gegen seine Landsleute Stellung bezogen gehabt und zu den Lokalbesuchern gehalten. Die Wunde des Opfers blutete stark, dürfte aber nicht lebensbedrohend sein. Der Manager und einige Gäste verfolgten die Täter, sahen, wie einer der beiden in einen nahen, kleinen Wald lief, während wieder Polizeistreifen anrückten. Dieser Täter konnte schließlich dank den Hinweisen der Verfolger von den Einsatzkräften gestellt werden.

 

„Wollen nur stänkern“
„Immer wieder schleichen sich Albaner, teils mit falschen Ausweisen, in unser Lokal – nur mit dem Ziel, zu stänkern und mit Gästen Streit anzufangen“, ärgert sich der Lokalmanager.

Quelle: Kronenzeitung

Aug 26

„Kartoffeln und Kanacken“: Bericht deckt drastische Spaltung des DFB-Teams auf

Mats Hummels soll innerhalb der Nationalelf ganz und gar nicht unumstritten sein.

München – Joachim Löw musste am Freitag zum Rapport antreten. In einem Münchner Hotel gab es eine erneute Aufarbeitung des WM-Debakels. Sportlich lief es nicht, auch menschlich soll es Probleme gegeben haben. Innerhalb des Nationalteams soll eine drastische Grüppchenbildung vorhanden sein.

Den brisanten Fakt legt ein exklusiver Spiegel-Bericht über das DFB-Team offen. Insider aus dem Umfeld der Mannschaft berichten über eine Zweiteilung. Auf der einen Seite stünden die Deutschen Spieler, auf der anderen die Kicker mit Migrationshintergrund.

Für diese Unterscheidung in Deutsche und Ausländer soll es sogar zwei Begriffe geben: „Kartoffeln“ und „Kanacken“.

Beide Gruppen sollen „kaum Berührungspunkte miteinander“ und eine unterschiedliche Lebenswelt haben.

Die Spaltung der Mannschaft wäre auch auf dem Platz nur schwer überwindbar gewesen, heißt es im Spiegel, da es im Gegensatz zur Weltmeisterschaft 2014 an einem akzeptierten Führungsspieler – wie beispielsweise Bastian Schweinsteiger- bei der WM 2018 in Russland gemangelt hätte.

Insbesondere Mats Hummels wäre innerhalb des Teams eher umstritten, soll als „Klassensprecher“ verhöhnt worden sein.

Auch seine Nominierung soll nicht bei allen Beteiligten gut angekommen sein. Es scheint also als hätte der Bundestrainer einiges an Arbeit vor sich.

Spaltung beim DFB? Sind Mario Gomez (links) und Julian Brandt (rechts) das deutsche Lager, während Mesüt Özil und Ilkay Gündogan der ausländischen Fraktion angehören?
Spaltung beim DFB? Sind Mario Gomez (links) und Julian Brandt (rechts) das deutsche Lager, während Mesüt Özil und Ilkay Gündogan der ausländischen Fraktion angehören?

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Aug 26

Platzvergabe nach Eingang der Anträge – „Ausländer bei Kita-Plätzen bevorzugt“: Essener Mutter kritisiert Stadt – die wehrt sich

Georg Wendt/dpa Kinder beim Essen in einer Kita.

Die Vorwürfe haben es in sich: Eine Essener Mutter beschwert sich öffentlich darüber, dass bei der Vergabe von Kita-Plätzen ausländische Kinder bevorzugt würden. Zudem fühle sich ihr Sohn in der Kindergartengruppe „wie ein Ausländer“, weil dort 23 von 25 Kindern Deutsch weder sprechen könnten noch verstünden.

Die junge Mutter, die in dem Video mit leuchtend violett gefärbten Haaren erscheint, habe ihren Anspruch auf einen Kita-Platz sogar einklagen müssen. Dies hätten die Eltern der 23 anderen Kinder, die zum Beispiel „Kenan, Mohamed und Ali“ hießen, nicht tun müssen, behauptet sie. Untereinander verstünden sich die 23 Kinder „super“, ihr Sohn verstehe sie jedoch nicht und fühle sich deshalb isoliert. Sie habe Angst davor, dass ihr Sohn „islamisiert“ würde und denke daher darüber nach, auszuwandern. Bei dem Kindergarten handelt sich um eine katholische Kita in Essen-Leithe.

In Essen fehlen derzeit 2000 Kita-Plätze

Das Essener Jugendamt, das für die Vergabe der Kindergartenplätze zuständig ist, weist einen Großteil dieser Darstellungen jedoch entschieden zurück. „Bei dieser Gruppe handelt es sich um eine ‚Notgruppe‘, die der katholische Träger auf Bitten der Stadt Essen eingerichtet hat und die mit öffentlichen Geldern finanziert wird“, erklärt Jugendamtsleiter Ulrich Engelen gegenüber FOCUS Online.

Insgesamt habe die Stadt für das neue Schuljahr 2018/19 bislang sechs Kita-Notgruppen einrichten können. Neben den 18.000 regulären Kita-Plätzen in Essen würden aktuell „etwas mehr als 2000 fehlen“, so Engelen. Dies liege vor allem daran, dass Essen seit drei Jahren „einen verstärkten Zuwachs aus anderen europäischen Ländern“ sowie einen Anstieg der Geburtenrate verzeichne. Hinzu kämen auch Flüchtlingskinder. Die Stadt Essen plane, auch diese 2000 fehlenden Plätze bis zum Jahresende bereitzustellen.

Jugendamt weist Sprach-Vorwurf der Mutter energisch zurück

Den Vorwurf der Mutter, 23 von 25 Kindern würden Deutsch weder sprechen noch verstehen, wies Engelen jedoch energisch zurück. In sprachlicher Hinsicht sei die betroffene Gruppe durchaus „eine Herausforderung“, so der Jugendamtschef. Aber zum einen befänden sich die Kinder in der Kita-Gruppe noch in der „Eingewöhnungsphase“, da der Betrieb erst seit dem 1. August laufe. „Und zum anderen kenne ich genügend Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund, die Deutsch besser beherrschen als Kinder von Eltern ohne Migrationshintergrund“, sagte Engelen.

Kita: „Die Hälfte der Kinder spricht Deutsch“

Auch der katholische Kita-Zweckverband des Bistums Essen, der den Kindergarten betreibt, reagierte ähnlich auf die harsche Kritik. Zwar sei es korrekt, dass nur zwei der 25 Kinder allein die deutsche Staatsbürgerschaft besäßen. Unter den 23 Kindern befänden sich auch Flüchtlinge, bei denen es mit den Deutschkenntnissen noch hapere, sagte Petra Struck vom Zweckverband der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). Doch die andere Hälfte der Jungen und Mädchen spräche Deutsch, „weil schon ihre Eltern hier geboren sind“, so Struck.

Und auch den Vorwurf der jungen Mutter, ausländische Kinder würden bei der Vergabe von Kita-Plätzen bevorzugt, weist der Jugendamtsleiter deutlich zurück. „Es besteht wie überall sonst auch in Deutschland ein gesetzlicher Anspruch auf einen Kita-Platz.“ Um diesen Anspruch zu sichern, genüge es in Essen, „sich sechs Monate vor Beginn des neuen Schuljahres zum Beispiel online auf unserem Internetportal ‚Little Bird‘ zu registrieren“, so Engelen. Wer dann keinen Platz erhalte, könne diesen Anspruch auf dem Rechtsweg einklagen.

„Keine Bevorzugung von ausländischen Kindern“

„Von einer Bevorzugung ausländischer Kinder deutschen Kindern gegenüber kann jedoch keine Rede sein“, sagte Engelen zu FOCUS Online. Denn „in der Regel“ richte sich der Vergabe der Kindergartenplätze in den Notgruppen „nach dem Eingangsdatum der Antragstellung“, die nacheinander abgearbeitet würden, ganz gleich, woher die Kinder kämen. Wann genau die betroffene Mutter den Antrag auf einen Kindergartenplatz gestellt habe, wollte Engelen nicht sagen, da er die Privatsphäre der Mutter respektiere.

Zudem sei es generell nicht möglich, die Besetzung der Notgruppe des katholischen Kindergartens nach Sprachkenntnissen oder Nationalitäten umzuverteilen, wie dies in den regulären städtischen Kindergartengruppen der Fall sei. Denn die Notgruppe sei auf ein Jahr befristet von der Stadt eingerichtet worden, hatte Struck der WAZ gesagt.

 

Quelle: focus online

Aug 26

Verfassungsschutz beobachtet Herstellerin: In Köln werden Kinder mit salafistische Puppen indoktriniert

WDR/ Facebook Der Verfassungsschutz beobachtet den Vertrieb der Puppen

In Köln werden nach Recherchen des WDR salafistische Puppen zur Indoktrination von Kindern hergestellt.

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums bestätigte dies am Donnerstag: „Der Verfassungsschutz weiß davon und beobachtet dies auch.“

Rechtlich gebe es gegen den Vertrieb der Puppen keine Handhabe.

Die gesichtslosen Puppen werden nach WDR-Informationen über soziale Netzwerke zum Teil unter dem Namen „Jundullah“ (Soldaten Gottes) vertrieben. Die Frauenpuppen seien vollverschleiert. Die Herstellerin schreibe auf Facebook, Ziel sei es, „dass unsere kleinen Löwen und Löwinnen bereits beim Spielen die natürliche Schamhaftigkeit kennenlernen“.

Der Verfassungsschutz hatte bereits vor radikalisierten Müttern gewarnt, die mit ihren Kindern aus Islamisten-Kampfgebieten zurückgekehrt sind. Sie seien eine wachsende Gefahr.

 

Quelle: focus online

Aug 26

Frau von Kindern beraubt

Zu einem Raub auf eine 29-jährige Frau kam es am Mittwoch, 22. August, gegen 13.30 Uhr. Die Hernerin verließ zum Tatzeitpunkt ein Geldinstitut an der Edmund-Weber-Straße.

Plötzlich wurde ihr von einem Jungen gewaltsam die Geldbörse aus der Hand gerissen. Überrascht von der Tat, konnte die Frau den Kinderräuber nicht festhalten. Dieser flüchtete mit einem weiteren Kind auf einem Fahrrad in Richtung Königsgruber Park.

Der südländisch aussehende Tatverdächtige ist circa 12 Jahre alt, trug eine schwarze kurze Hose und ein rotes T-Shirt. Sein ebenfalls südländisch aussehender Begleiter auf dem Fahrrad ist circa 8 Jahre alt. Das Bochumer Kriminalkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizei

 

Quelle: Lokalkompass

Aug 25

Nach erfolgloser Reanimation: Großfamilie bedrängt Retter in Berlin-Neukölln

Die Retter versuchten eine Stunde lang, den leblosen Mann zu reanimieren. Foto: spreepicture

Es waren bis zu 75 Menschen beteiligt! Berlin – In der Siegfriedstraße im Bezirk Neukölln kam es am Freitagabend zu einem Zwischenfall mit Mitgliedern einer arabischen Großfamilie.

Gegen 19.15 Uhr waren Rettungssanitäter der Feuerwehr vor Ort, um einen leblosen Mann in einer Wohnung zu reanimieren. Nach etwa einer Stunde brachen die Retter die Reanimation ohne Erfolg ab. Der Mann war tot. Wie die Polizei mitteilte, soll die Familie, die sich inzwischen mit bis zu 75 Personen zahlreich in der Wohnung und im Treppenhaus versammelt hatte, daraufhin die Retter bedrängt und zum Weitermachen aufgefordert haben.

Die Berliner Polizei musste die Retter vor Ort schützen

Die Berliner Polizei musste die Retter vor Ort schützen

Erst die hinzugerufene Polizei konnte die Situation im Haus unter Kontrolle bringen, verletzt wurde niemand. Bei dem zuvor Verstorbenen soll es sich ebenfalls um eine Person aus einer bekannten arabischen Großfamilie bzw. aus deren Kreisen handeln.

Als ein Arzt feststellte, dass es sich um eine natürliche Todesursache handelt und keine Obduktion nötig sei, entspannte sich die Lage auch auf Seiten der Betroffenen.

Quelle: BILD

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