Apr 24

Gehirnwäsche- Kinderbuch: Zum Glück haben wir einen Flüchtling

Forschungsgruppe Erbsensuppe oder wie wir Omas großem Geheimnis auf die Spur kamen (Knesebeck Verlag)Cover: Knesebeck Verlag

Die Neue in der Klasse kommt aus Syrien. Eine Geflüchtete. Die Kinder nehmen sie in ihre Bande auf. So gelingt Integration

Endlich ein Flüchtling. So lange hatten die Drittklässler sich einen gewünscht, nun hatte es geklappt. Ältere Schüler profitierten schon länger davon und gewannen plötzlich Fußballturniere. Lina aber, das Flüchtlingsmädchen aus Syrien, war klein, dünn und sah nicht so aus, als ob es Tore schießen oder verhindern könnte. Bald saß Lina zwischen Evi („laute Stimme, unordentliche Zippelfrisur“) und Nils („ausgleichendes Gemüt“). Frau Schmidt, die Lehrerin, hatte das so angeordnet, und das war keine schlechte Idee. Denn vor allem Evi machte es allen nicht einfach. „Ihre Rippenstöße sind in der ganzen Schule gefürchtet“ – und sogar Nils, der friedfertige Ich-Erzähler, hatte schon welche abbekommen.

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In der Klasse gibt es bereits eine Bande mit dem Namen „22 Fragezeichen“– und nur Evi und Nils gehören nicht dazu. Beide waren am Gründungstag der Gang krank, und Evi wollten die anderen sowieso nicht dabeihaben. Nils hatte einfach Pech. Grund genug für Evi, jetzt mit Nils selbst eine Bande zu bilden. Die braucht natürlich eine Aufgabe, wie zum Beispiel Tiere aus dem Zoo holen. Aber so etwas gab es schon. Man könnte auch Gefangene befreien, die unschuldig im Knast sitzen. Aber wie findet man heraus, wer unschuldig ist und wer nicht? Schließlich hat die schlaue Evi die zündende Idee: „Wir machen Integration.“ Und bei Lina kann man ja gleich anfangen.

Bei Oma stapeln sie Dosen von Erbsensuppen

So gehen sie bald zu dritt zu Nils netten Großeltern, nicht zuletzt, weil die Oma so lecker kochen kann. Milchreis etwa oder Spaghetti mit Tomatensoße. Aber Opa mit seiner gemütlichen Art ist auch klasse. Kein Wunder, dass Lina schnell Deutsch lernt und en passant erzählt, dass sie zu Hause in Syrien Chefin einer Detektivbande war. Ob sie seltsame Dinge aufklären kann, muss sich jetzt rausstellen. Denn bei den Großeltern geschehen merkwürdige Dinge. Immer mehr Dosen mit Erbsensuppe stapeln sich in der Wohnung, auch werden Koffer mit langen Unterhosen, Kleidern und Decken gepackt. Wozu bloß?

Lina wird zum Bandenmitglied erkoren

Wie das mit dem Krieg zusammenhängt, den die Großeltern erlebten und durch den sie selbst Flüchtlinge wurden, kommt Stück für Stück heraus. Lina, inzwischen zum Bandenmitglied erkoren, versteht das alles viel besser als Nils und Evi. Keine schlechte Idee, Vergangenheit und Gegenwart auf diese Weise zu verknüpfen. In einem Plot, in dem sich so viel um Krieg dreht, sollte sensibel auf Wortwahl geachtet werden. Da patzt die Autorin leider. „Die Bombe platzte in der großen Pause“, schreibt sie an einer Stelle, als Lina eine überraschende Neuigkeit verrät.

Manches in der Geschichte wirkt ein bisschen arg konstruiert. Langweilig aber ist sie nicht, und Kinder können sich mit den Mitgliedern der „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ sicher sehr gut identifizieren. In der Klasse eine Bande zu bilden, ist ja nicht aus der Mode gekommen. Und wenn diese noch Gutes tut, umso besser.

Rieke Patwardhan: Forschungsgruppe Erbsensuppe Oder wie wir Omas großem Geheimnis auf die Spur kamen. Illustrationen Regina Kehn. Knesebeck Verlag, München 2019. 144 Seiten. 13 €. Ab acht Jahren.

der Tagesspiegel empfiehlt wieder…

Apr 24

Flüchtlinge und ihre Zukunftsperspektiven: Kein Interesse an Integration?

Flüchtlinge in Deutschland – wie groß ist der Intergrationswille? (picture alliance / Markus Scholz)

„Der Großteil der Zugewanderten hat an unseren Angeboten kein Interesse.“ Mit dieser Aussage trat der Präsident des deutschen Städte- und Gemeindebundes und Bürgermeister der niederbayrischen Stadt Abensberg, Dr. Uwe Brandl, an die Öffentlichkeit. Doch ist der Zweifel am Integrationswillen von Flüchtlingen berechtigt?

In Abensberg selber macht Bürgermeister Brandl die Erfahrung, „dass es nur einen verschwindend geringen Prozentsatz echter Integrationswilliger gibt“. Sind damit viele Integrationsbemühungen zum Scheitern verurteilt?

Wir fragen in der heutigen Ausgabe der Länderzeit nach: Welche Integrationsangebote sind von Flüchtlingen angenommen worden? Wer war bereit zur Integration und hat sich integrieren können, wer (noch) nicht? Und wie soll man mit denen umgehen, die unsere Gesellschaft mehr oder weniger offen ablehnen?

Gesprächsgäste:

  • Dr. Uwe Brandl, Bürgermeister und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Abensberg
  • Katrin Koller-Ferch, Leiterin der VHS, Abensberg
  • Nour Homsi, Flüchtling
  • Dani Askari, Flüchtling
  • Talal Ali, Auszubildender als Groß- und Außenhandelskaufmann, Abensberg
  • Christina Kranz-Kohl, stellvertretende Integrationsbeauftragte, Sprecherin des Asyl-Helferkreises, Abensberg
  • Markus Stiegler, Leiter der schulischen Nachmittagsbetreuung/ Schulsozialarbeiter, Abensberg
  • Anita Brunner, Malermeisterin, Abensberg

Quelle mit Audio: Deutschlandfunk

 

Apr 24

Würgemörder Mohammed O. – War Mord in Nordstetten von Anfang an geplant?

Der Prozess um den Mord an Michael Riecher beginnt am 2. Mai. Foto: Lück

Horb – Wie und warum musste der Horber Unternehmer Michael Riecher sterben? Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter Mohammed O. seinen „väterlichen Freund“ erwürgte, um mit dem von ihm geplanten Raub nicht in Verbindung gebracht werden zu können. Der am 2. Mai beginnende Prozess muss aber noch einige Fragen beantworten.

Die Pressemitteilung des Landgerichts Rottweil bringt neue Details ans Tageslicht:

Mohammed O. war derjenige der beiden Täter, der den Raub geplant haben soll. Er habe den Entschluss gefasst, das Opfer zu berauben, heißt es im vom Gericht veröffentlichten Vorwurf.

Mohammed O. war auf Suche nach Komplizen

Der „Freund“ von Riecher machte sich, so die Ermittlungsergebnisse, auf die Suche nach einem Komplizen und wurde beim staatenlosen Palästinenser B. fündig. Nach Informationen unserer Zeitung lernten sich beide in der Flüchtlingsunterkunft in der Kreuzerstraße kennen. Der Komplize B. ist abgelehnter Asylbewerber. Er klagte dagegen. Das Verfahren war zum Zeitpunkt der Tat noch nicht beendet. Er lebte zuletzt in einer Unterkunft für sozial schwache Bürger in Ludwigsburg.

Der Komplize begann zunächst alleine mit dem Raub. Er ging durch eine nicht abgeschlossene Tür – wahrscheinlich die von Riecher stets offen gelassene Terrassentüre – und forderte Geld.

Riecher wehrte sich kurz, aber erklärte sich schließlich zur Herausgabe des Geldes bereit. Der Komplize sperrte den Unternehmer dann in ein Zimmer ein. Erst dann kam Mohammed O. in die Wohnung. Blieb aber wohl erst mal unerkannt im Hintergrund.

Riecher übergab 3000 Euro. Das reichte dem Täter-Duo aber wohl nicht. B. forderte noch mehr Geld.

Jetzt trat Mohammed O. in Erscheinung: Er erwürgte seinen „väterlichen Freund“, um nicht mit dem Raub in Verbindung gebracht zu werden.

Der Komplize sah dem Mord zu, ohne einzuschreiten. Deshalb wird auch er wegen Mordes angeklagt. Offiziell lautet die Anklageschrift: gemeinschaftlich begangener räuberischer Erpressung mit Todesfolge in Tateinheit mit Mord.

Neben dem gerichtlichen Nachweis, dass es sich um die beiden Täter handelt, sind noch mindestens zwei wichtige Fragen zu beantworten:

Hat Mohammed O. den Mord schon von Anfang einkalkuliert? Oder warum entschloss er sich dazu, den Unternehmer zu erwürgen, obwohl er eigentlich für Riecher nicht offensichtlich mit dem Raub zu tun hatte?

Der Prozess beginnt schon nächste Woche – am Donnerstag, 2. Mai, um 9 Uhr  vor der 1. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Rottweil. Bisher sind neun weitere Verhandlungstage terminiert.
Vorsitzender Richter ist Karlheinz Münzer, er hatte unter anderem den Prozess gegen den Kaufland-Messerstecher geführt. Es gibt drei Nebenkläger, zwei Sachverständige und zwei Dolmetscher – obwohl Mohammed O. laut seines früheren Umfeld fließend Deutsch sprechen soll.

Quelle: Schwarzwälder Bote

Apr 24

In Asylquartier: Afghane (23) verpasste Landsmann (20) Bauchstich

Bild: Kronen Zeitung/Chris Koller

Ein 23-jähriger Asylwerber aus Afghanistan steht im Verdacht, am 22. April 2019 gegen 5.15 Uhr zwei Mitbewohner des Asylquartiers in Naarn mit einem Messer attackiert und verletzt zu haben. Ein dritter Asylwerber wurde durch Schläge im Rücken- und Kopfbereich verletzt.

Die Männer dürften nach einem Zeltfest betrunken nach Hause gekommen und in Streit geraten sein. Bei dem Konflikt dürfte es um Drogen gegangen sein. Als die Polizisten am Tatort eintrafen, konnte eine stark verängstigte Person im Außenbereich angetroffen werden.

20-Jähriger wurde ins Linzer UKH eingeliefert
Ein 20-jähriger Afghane hatte einen tiefen Bauchstich erlitten und wurde nach der Erstversorgung in das Unfallkrankenhaus Linz eingeliefert. Die beiden anderen Asylwerber aus Afghanistan bzw. aus dem Iran verzichteten auf eine medizinische Versorgung. Der 23-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen und einvernommen.

Tatverdächtiger kommt in Untersuchungshaft
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wird der 23-Jährige heute im Laufe des Tages in die Justizanstalt nach Linz überstellt.

Quelle: Kronenzeitung

Apr 24

Polizeieinsatz in Neubrandenburg: Moslems prügeln sich an Ostern nach einem Foul

Polizisten und Rettungswagen auf dem Neubrandenburger Datzeberg.
Felix Gadewolz

Bei einem Fußballspiel auf dem Datzeberg sind einigen Spielern die Nerven durchgegangen. Nun ermittelt die Polizei.

Am Ostermontag ist ein Fußballspiel auf dem Neubrandenburger Datzeberg so eskaliert, dass der Einsatz von Polizisten und Rettungssanitätern notwendig wurde. Wie es von der Polizei hieß, war ein harmloses Foul der Auslöser für die Schlägerei. Nach dem unfairen Einsatz auf dem Spielfeld sollen sich zunächst ein 16-jähriger Türke und zwei 18 Jahre alte Syrer geprügelt haben, als zwei 18-jährige Deutsche den Versuch unternahmen, die Klopperei zu beenden. Das hat wieder ein anderer Syrer als einen Angriff auf seine Landsmänner gesehen und er hat in seiner Landessprache etwas in Richtung Spielfeldrand gerufen. Daraufhin sind weitere syrische Jugendliche auf das Spielfeld gerannt und haben auf die beiden 18-Jährigen eingeschlagen. Zwei Zeugen vom Spielfeldrand sind dann eingeschritten und haben versucht, die Gruppe zu trennen. Auch diese zwei Zeugen wurden dann durch die tatverdächtigen Jugendlichen angegriffen.

Fußballspieler und Zeugin müssen ins Krankenhaus

Erst als die Tatverdächtigen die Polizeisirenen gehört haben, haben sie von den vier Personen abgelassen und sind geflüchtet. Alle vier Geschädigten klagten anschließend über Schmerzen. Ein 18-jähriger Fußballspieler sowie eine 46-jährige Zeugin, die eingeschritten war, mussten aufgrund ihrer starken Schmerzen in das Klinikum gebracht werden.

Der Polizei sind noch nicht alle Personalien der Tatverdächtigen bekannt, da die Suche am Tatort ohne Erfolg blieb. Zeugen, die Angaben machen können, mögen sich bei der Polizei in Neubrandenburg unter der Nummer 0395-5582 5224 melden, bitten die Ermittler.

Quelle: nordkurier

Apr 23

Marburg: Syrer sticht Ehefrau im Bad mit zahlreichen Stichen nieder

Familienrama in Marburg: Ehemann sticht mehrfach auf seine Frau ein
Foto: picture alliance / Patrick Seege

Marburg – Am vergangenen Samstag spielte sich in Marburg-Cyriaxweimar ein blutiges Familiendrama ab. Ein 44 Jahre alter Syrer stach im Badezimmer des gemeinsamen Hauses mehrfach mit einem Messer auf den Oberkörper seiner 33-jährigen Ehefrau ein.

Nach der grauenvollen Tat flüchtete der Mann mit seinen vier Kindern im Alter von 5, 7, 10 und 13 Jahren mit dem Auto. Seine schwer verletzte Ehefrau wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und notoperiert.

Die gute Nachricht: Aktuell besteht für die Frau keine akute Lebensgefahr mehr.

Die Staatsanwaltschaft Marburg fahndete mit einem Haftbefehl intensiv nach dem Täter und konnte ihn schließlich in Schleswig-Holstein festnehmen. Die gemeinsamen Kinder des Ehepaars konnten unverletzt in Obhut genommen werden.

Aktuell gehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei von Eifersucht als Tatmotiv aus.

Quelle: BILD

Apr 23

Ehrenmord in Lebenstedt: Ermittler fanden Schmauchspuren

Am Rande eines Parkplatz an der Berliner Straße fanden Polizisten Ende Januar den reglosen Körper eines jungen Mannes. Er war von Schüssen getroffen worden.
Foto: Erik Westermann / BZV

Lebenstedt.  Die Staatsanwaltschaft arbeitet an der Anklage gegen einen Syrer (33). Er ist dringend verdächtig, den Freund seiner Schwester erschossen zu haben

Knapp drei Monate sind seit den tödlichen Schüsse in einem Hinterhof an der Berliner Straße in Lebenstedt vergangen. Seitdem sitzt ein 33-jähriger Syrer in Untersuchungshaft. Er hat den 25 Jahre alten Partner seiner Schwester getötet, glauben die Ermittler. Das mutmaßliche Motiv: Bei dem Opfer,…

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Apr 23

Syrer stechen jungen Afghanen wegen Liebschaft nieder – Prozess

Samir M. (53) muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. © Frank Vacik

Im vogtländischen Auerbach war im Juni 2017 ein Afghane (25) niedergestochen worden. Er hatte einer syrischen Familie offenbart, dass er die Tochter (17) heiraten will. Vater und Bruder waren dagegen, sie verletzten den jungen Liebhaber laut Anklage schwer. Seit Dienstag stehen die Männer in Auerbach wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Beide schwiegen zum Prozessauftakt. Mittlerweile wohnt die syrische Familie in Mannheim.

Quelle: radiozwickau

Apr 23

Angeklagte gestehen schwere Angriffe in Amberg – Bewährung!

Im Prozess um Angriffe auf Passanten und Polizisten im bayerischen Amberg haben die vier angeklagten Asylbewerber umfassende Geständnisse abgelegt. Drei von ihnen kommen nun mit Bewährungsstrafen davon.

Die Angeklagten gestanden die Übergriffe und entschuldigten sich für ihre Taten. Als wesentlichen Auslöser gaben sie den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln an.

Zum Prozessauftakt kam es zu einer Verständigung zwischen dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern der zur Tatzeit zwischen 17 und 19 Jahren alten Asylbewerber. Die Beteiligten einigten sich dabei auf die Festlegung der Strafmaße im Gegenzug für Geständnisse. Demnach erhalten die drei aus Afghanistan stammenden Angeklagten Bewährungsstrafen zwischen sechs Monaten und eineinhalb Jahren. Dem als Hauptbeschuldigten geltenden Iraner sicherte das Gericht eine Jugendstrafe zwischen 26 und 30 Monaten zu.

Die Staatsanwaltschaft hatte die zuletzt in unterschiedlichen bayerischen Städten lebenden Flüchtlinge wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte, Nötigung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz angeklagt. Zum Abschluss der Ermittlungen hatte es geheißen, die Taten seien nicht auf die Herkunft der Heranwachsenden zurückzuführen. Die Mischung aus Langeweile, Alkohol- und Drogenkonsum führe immer wieder zu Problemen mit jungen Männern. Allerdings sahen die Ermittler eine ungewöhnliche Massivität der Attacken.

Gemeinsam Passanten niedergeprügelt 

Laut der von der Staatsanwaltschaft verlesenen Anklage schlugen die jungen Männer aus Afghanistan und dem Iran am 29. Dezember 2018 auf mehrere Opfer gemeinschaftlich ein, womit sich die Gefährlichkeit der Angriffe erhöht habe. Eines der Opfer erlitt eine Schädelprellung und Gehirnerschütterung.

Insgesamt sollen die Angeklagten willkürlich 21 Menschen attackiert haben, darunter vier Polizisten. 15 Personen wurden verletzt. Der Gewaltexzess der Männer verteilte sich über einige Stunden. Die Angeklagten sitzen seit dem Vorfall in Untersuchungshaft.

Deutschland Amberg Bahnhof (picture-alliance/dpa/A. Weigel) In der Nähe des Bahnhofs von Amberg griffen die jungen Männer die Passanten an

Keine Abschiebung bis Prozessende

Laut den Ermittlern gibt es keine Hinweise darauf, dass die Beschuldigten aus Frust über ihre abgelehnten Asylanträge gehandelt haben. Bei zwei von ihnen liegen laut den Behörden bereits die rechtlichen Voraussetzungen für eine Abschiebung vor.

Die Staatsanwaltschaft will jedoch bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens keine Zustimmung zu einer Abschiebung erteilen. Für den Prozess sind 25 Verhandlungstage bis Juli angesetzt. Zahlreiche Zeugen sollen zum Tathergang aussagen.

Diskussion über Verschärfung des Asylrechts

Die Angriffe hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Rechtspopulisten versuchten, den Fall zu instrumentalisieren. Die CSU diskutierte über eine weitere Verschärfung des Asylrechts, um Abschiebungen zu erleichtern. Bundesinnenminister Horst Seehofer drang auf Konsequenzen.

Inzwischen hat sich die politische Debatte beruhigt, auch in der Region ist wieder Ruhe eingekehrt, wie Ambergs Bürgermeister Michael Cerny (CSU) jüngst im Bayerischen Rundfunk sagte.

Einzelnen Opfern der Attacke geht es allerdings bis heute nicht gut – sie leiden seit dem völlig unerwarteten Angriff unter anhaltenden Schlafstörungen.

Quelle: dw

Apr 22

Neubau: Protest gegen Flüchtlingsheim | Wahrburg

Demonstration der „Bürgerbewegung Altmark“ in Wahrburg (Landkreis Stendal). Foto: Nora Knappe

40 Demonstranten zogen durch Wahrburg. Die Polizei sagt, dass alles friedlich verlaufen ist. Einige Wahrbuger trafen sich zum Friedensgebet.

Wahrburg l Die Demonstration gegen den Bau der Landesaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wahrburg blieb am Sonnabend nach Angaben der Polizei störungsfrei und friedlich. Rund 40 Teilnehmer der „Bürgerbewegung Altmark“ waren am frühen Nachmittag vom Denkmalsplatz zur Landesaufnahmestelle an der Gardelegener Straße marschiert. Später verweilten sie bis zum Abend in der Ortsmitte und hatten dort ein Zelt aufgebaut.

Weitere Proteste angekündigt

Die Demonstranten beteuerten, „wir sind keine Nazis“, sondern „wir sind gegen die Zast“ (Zentrale Aufnahmestelle; Anm.d.Red.). Sie kündigten eine Unterschriftensammlung für einen Bürgerentscheid an und weitere Demonstrationen. Allerdings befindet sich die Einrichtung mittlerweile im Bau und ist nicht mehr zu verhindern, sie soll Mitte 2022 fertig sein und für bis zu 1000 Flüchtlinge ausgelegt sein.

In der Wahrburger Kirche hatten sich um 14 Uhr knapp 20 Menschen versammelt, um am Friedensgebet teilzunehmen. Pfarrer Martin Schuler erinnerte an die in den 1970ern in der DDR entstandenen Friedensgebete, die sich aus einer „zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft“ entwickelt hätten. „Es hat letztlich viel bewirkt und so wollen wir auch heute beten und uns auf den Frieden besinnen.“ Leitspruch dafür war: „Eine linde Antwort stillet Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“

Quelle: Volksstimme

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