Mai 27

Nach Gewaltorgie in Leipzig-Möckern: Afghane soll in Untersuchungshaft

Ein Mann hat in Leipzig Möckern seine Ex-Partnerin und sechs weitere Menschen verletzt. (Symbolfoto) Quelle: André Kempner

Am Freitagabend ist im Leipziger Stadtteil Möckern ein Streit eskaliert. Dabei verletzte ein Mann sechs Menschen und sich selbst. Unter den Opfern waren auch zwei Kinder und drei Polizisten. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Am frühen Freitagabend ist in einer Privatwohnung in der Leipziger Friedrich-Bosse-Straße ein Streit eskaliert. Zunächst kam es gegen 17.10 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Mann und seiner Ex-Partnerin. Der 31-jährige Afghane drang zunächst gewaltsam in die Wohnung seiner früheren Partnerin ein. Er ließ sich auch von der zur Hilfe gerufenen Polizei, die zuvor die Tür eingetreten hatte, nicht beruhigen.

Der Mann drehte völlig durch und verletzte zwei Beamte leicht, einen Polizisten schwer, seine Ex-Partnerin sowie eine weitere Frau, ein Kind (2), die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielten. Außerdem brachte er sich selbst Blessuren bei. Der Täter sei anschließend auf ein Nachbargrundstück geflüchtet, so die Beamten. Dort wurde trotz heftiger Gegenwehr festgenommen. Laut Polizeiangaben gebrauchte der Täter keine Waffen oder andere Gegenstände.

Alle Verletzten mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten bis in die Nacht an. Am Sonnabend entscheidet nun ein Richter über einen Haftbefehl.

Quelle: Leipziger Volkszeitung

Mai 27

16-Jährige sexuell belästigt

16-Jährige sexuell belästigt

Eine 16-jährige Jugendliche wurde am frühen Sonntagmorgen im Kleinen Warnowdamm in Rostock-Groß Klein sexuell belästigt – die Polizei sucht Zeugen

Am 27.05.2018 befand sich die Geschädigte gegen 5 Uhr morgens nach einem Discobesuch auf dem Nachhauseweg.

Im Kleinen Warnowdamm (Groß Klein) wurde sie dann von einem derzeit noch unbekannten Täter sexuell belästigt.

Die Geschädigte wehrte sich jedoch sofort und schlug dem Täter einmal ins Gesicht. Von dieser Reaktion sichtlich überrascht, flüchtete der Täter in Richtung Segelmacherring/Blockmacherring.

Die Person wurde wie folgt beschrieben:

  • männlich, ca. 25 Jahre alt, schlanke Statur, ca. 1,80 m groß
  • schwarze, schulterlange, lockige Haare
  • südländisches Aussehen
  • bekleidet mit einem braunen Pullover und schwarzen Joggingschuhen

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst in Rostock unter der 0381 4916-1616 entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

Quelle: rostock-heute

Mai 27

Magdeburger Asylantin erhält Bundesverdienstkreuz – wofür eigentlich?

Sie setzt sich für alle afrikanischen Migranten ein die kommen, legal oder illegal – dafür erhält man in Deutschland neuerdings das Bundesvedienstkreuz. Für echte Helden ist da kein Platz mehr

Für Tapferkeit in der Verteidigung des Landes, für ehrenhaften Einsatz in Krisengebieten oder bei der Terrorabwehr, dafür vergeben Länder in der ganzen Welt Ehrenmedaillen. Nicht so in Deutschland. Da muss man (meist illegalen) Asylbewerbern helfen, um dieses „Bundesverdienstkreuz“ zu bekommen.

Keine Frage, Juliana Luisa Gombes Historie scheint dramatisch. Als Angehörige eines Mitglieds einer kommunistischen Partei erhielt sie Asyl, was durchaus verständlich scheint, aber wofür wurde diese Frau am Dienstag eigentlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet?

Um in einem Land wie Deutschland mit dieser Medaille ausgezeichnet zu werden, bedarf es nicht etwa außerordentlicher Tapferkeit und Mut, oder gar stoischen Werten, sondern vor allem einer nicht deutschen Staatsbürgerschaft oder einer ausländisichen Abstammung, einer linksaktivistischen- bis kommunistischen Vergangenheit und, das scheint zuletzt Voraussetzung: Man muss sich für Asylbegehrende und illegale Migranten einsetzen, sei es verbal oder aber durch Proteste, beziehungsweise mit oder ohne körperlichen Einsatz. – Das reicht! Manchmal genügt es sogar, wenn man für die staatlichen Medien ordentlich die Propagandatrommel als Journalist rührt, als Propagandist wird man nämlich ebenso ausgezeichnet, wenn die Berichterstattung für diese sogenannten „Flüchtlinge“ besonders wohlwollend ist, so geschehen zuletzt mit der Journalistin Dunja Hayali.

Vergabe der Bundesverdienstkreuz inflationär, man muss ausländische Abstammung haben, die Propagandatrommel für Asylanten rühren, oder illegalen Asylbewerbern helfen – was denken da eigentlich die echten Helden? Will derjenige, der sich für sein Land wirklich einsetzt, diese Auszeichnung überhaupt noch haben?

Es ist kaum zu glauben, wer heute alles diese Auszeichnung erhält und vor allem: wofür. Für echte Helden scheint da kein Platz mehr zu sein. Was denkt eigentlich der Polizist, der tapfere Soldat der seine Angehörigen oder Kameraden im Einsatz verloren hat, um sein Land vor Terroristen zu schützen, wenn eben linksaktivistische Leute eine Medaille bekommen, die sich für illegale Massenmigration zahlreicher Terroristen und Schwerverbrecher ohne Pass einsetzen, die mit der Araberflut nach Deutschland nachweislich einreisen? Da muss man diese Auszeichnung doch zukünftig nur ablehnen, denn neuerdings steht sie nicht mehr für die Werte, die dieses einst so stolze Deutschland ausmachten.

Quelle: Truth24.net

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Mai 27

Afghanischer Drogenboss kassierte Sozialhilfe | Asylwerber in Linz

Drogenboss Adam M. kassierte Geld aus dem Sozialtopf.
Bild: Dostal

Er hat in zweieinhalb Jahren im Raum Linz Drogen um 4,8 Millionen Euro umgesetzt – und nebenbei Hilfe aus dem Sozialtopf kassiert: Ein afghanischer Dealer (31) bekam pro Monat auch 215 Euro Grundversorgung.

Der nun – wie berichtet – samt zehn Komplizen verhaftete Verdächtige hatte bereits am 13. März 2011 in Österreich um Asyl angesucht. Sein Antrag wurde abgelehnt, derzeit läuft seine Beschwerde dagegen. Deshalb bekam der mittlerweile 31-jährige Afghane Adam M. sechs Jahre lang monatlich 215 Euro Grundversorgung – bis er im vergangenen Dezember verhaftet wurde. Jetzt versorgt ihn das Justizministerium.

480 Kilo Cannabis nach Österreich geschmuggelt

Dem Asylwerber wird vorgeworfen, in den vergangenen zweieinhalb Jahren 480 Kilogramm Cannabis von Tschechien nach Österreich geschmuggelt zu haben. Hier verkaufte er das Rauschgift – vorwiegend mit Unterstützung von anderen afghanischen Flüchtlingen – auf Linzer Drogenhotspots.

Quelle: Kronenzeitung

Mai 27

Syrer begeht 400 Straftaten in zwei Jahren in Deutschland | Da geht einem doch der Hut hoch!

Hatem H. (21) ist Mitglied der Plauener „Tunnelgang“. Der anerkannte Flüchtling tyrannisierte monatelang den PostplatzFoto: Frank Vacik

Plauen/Zwickau – Drogen, Schlägereien, Diebstahl und Raubüberfälle. Plauen hat ein Kriminalitätsproblem mitten in der City. Besonders der Bereich um den Postplatz – „Tunnel“ genannt – wird von einer gefürchteten Gang terrorisiert.

Hatem H. (21), der sich jetzt vor dem Zwickauer Landgericht verantworten muss, ist Mitglied dieser „Tunnelgang“. Diesmal wirft ihm die Staatsanwaltschaft nur 13 Straftaten vor. Peanuts, wenn man bedenkt, dass Polizei und Staatsanwaltschaft in 400 Fällen gegen den anerkannten Flüchtling ermitteln!

BILD erzählt die Geschichte des jungen Syrers. Eine Geschichte, die Ihnen den Hut hochgehen lassen wird…

Im Oktober 2015 reiste H. nach Deutschland ein. Seit November 2015 wohnt er in Plauen. Sein bevorzugter Aufenthalts- und Tatort: der „Tunnel“. Hier schikaniert er Leute, raubt, prügelt – immer wieder.

Auch als Hatem H. im Oktober 2017 vom Amtsgericht Plauen wegen gefährlicher Körperverletzung zu 8 Monaten auf Bewährung verurteilt wird, macht er weiter.

Seit November sitzt der Syrer nun in U-Haft. Nach einem internen JVA Führungsbericht vom Mai gilt H. als „aggressiv“. Er hat Streit mit Gefangenen, randaliere in seiner Zelle, bedrohe Justizbeamte…

Im aktuellen Prozess wirkt der Intensivtäter tiefenentspannt. Erst als ein Wachtmeister ihn darauf hinweist, nimmt er sein Basecap ab, lümmelt auf der Anklagebank.

Die 13 gerichtsreif aufgearbeiteten Fälle stammen aus der Zeit zwischen Juli und Oktober 2017. Der 21-Jährige soll laut Anklage Leute bedroht, beraubt, körperlich angegriffen und verletzt haben.

Mit dabei hatte H. meist sein Messer. Unter anderem soll er nach einem Streit einen Passanten in den Bauch gestochen, einem anderen eine abgebrochene Bierflasche über den Kopf geschlagen haben.

Den vorbestraften Gewalttäter drohen bis zu 15 Jahren Haft. Ein Gerichtssprecher: „Ob er nach seiner Strafe abgeschoben wird, muss die Ausländerbehörde entscheiden.“

Quelle: BILD

Mai 27

Sieben Verletzte bei Attacke auf Sicherheitsleute in Asyl-Unterkunft

Die Polizei musste mit einem massiven Aufgebot anrücken, um die Situation zu beruhigen.
© Weber

Erstaufnahme am Brucker Fliegerhorst. Bei tumultartigen Szenen sind am Freitagvormittag sieben Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in der Asylunterkunft am Brucker Fliegerhorst verletzt worden. Es kam zu einem massiven Polizeieinsatz.

Fürstenfeldbruck –   Ersten Erkenntnissen zufolge eskalierte die Lage in der Unterkunft bei der Essensausgabe am Freitag. Ein Nigerianer rastete nach einem verbalen Streit völlig aus. Er schlug laut Polizei mit Fäusten und Mülltonnendeckeln auf drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein. Außerdem bedrohte er sie mit einer Eisenstange. Der 26-Jährige flüchtete, die Sicherheitsleute verfolgten ihn, um ihn zu beruhigen. 30 bis 40 Nigerianer machten dann aber ihrerseits in den Fursty-Fluren regelrecht Jagd auf die Security-Leute.

Einer der Sicherheitskräfte wurde nach Tagblatt-Informationen von einer Eisenstange von hinten am Kopf getroffen. Dabei stürzte er eine Treppe hinab und verletzte sich dabei wohl auch am Bein. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und muss stationär versorgt werden. Sechs weitere Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen, die laut Polizei ambulant versorgt wurden. Im Zuge der Tumulte sei es auch zu Sachbeschädigungen an Fensterscheiben und Türen gekommen, so die Regierung. Eine als äußerst rabiat beschriebene 22-Jährige aus der Asylbewerbergruppe, die ein Kind bei sich hatte, habe außerdem versucht, nach einem Polizisten zu schlagen. Dieser konnte aber ausweichen.

Die Polizei, mit massivem Aufgebot zu der Unterkunft am Fürstenfeldbrucker Fliegerhorst angerückt, beruhigte die Situation . Leider sei es wieder zu einem Solidarisierungseffekt unter den Geflüchteten gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Situation sei eskaliert, es seien auch „Werkzeuge“ im Spiel gewesen – sprich: die Auseinandersetzung wurde nicht nur mit Fäusten ausgetragen, sondern auch mit Gegenständen.

Die 22-Jährige, ein weiterer Nigerianer (19) und der 26-Jährigen seien vorläufig festgenommen worden, berichtet die Polizei. Die Staatsanwaltschaft prüfe einen Haftantrag gegen den 26-Jährigen. Die Regierung stockte am Freitag den Sicherheitsdienst auf.

Seit Ende vergangenen Jahres kommt es in der Unterkunft immerwieder zu Unruhen, einmal schwärmten rund 200 Geflüchtete sogar zu einer Demo in die Innenstadt aus, nach der die Polizei viel Zuspruch bekam.

 Konflikte entstehen auch deshalb, weil gerade die Nigerianer praktisch kaum eine Chance auf Bleiberecht haben. Die Enge der Verhältnisse, die große Belegungszahl der Unterkunft, die Qualität des Essens und die Streichung von Zuwendungen wurden auch immer wieder als Gründe für Konflikte genannt.(st)

Eindrücke vom Leben in der Unterkunft aus dem Jahr 2015. Die Umwandlung der Einrichtung in eine Kurzaufnahme hatte der Stadtrat abgelehnt.

Quelle: Merkur

Mai 27

Tuttlingen: Flüchtling griff CDU-Mann mit Holzlatte an – Haftbefehl!

Said K. prügelte auf Sozialdezernent Bernd Mager (55, CDU) ein. Jetzt wurde Haftbefehl gegen ihn erlassenFoto: privat

Tuttlingen (Baden-Württemberg) – Jetzt kann er in Deutschland keine Straftaten mehr verüben!

Dienstag ging der abgelehnte Asylbewerber Said K. (48) mit zwei mit Nägeln und Schrauben gespickten Dachlatten vor dem Tuttlinger Landratsamt zuerst auf eine Autofahrerin und dann auf den Sozialdezernenten Bernd Mager (55, CDU) los, verletzte ihn im Gesicht.

Sozialdezernent Bernd Mager musste seine Gesichtsverletzungen vom Arzt behandeln lassen

Quetsch- und Risswunden im Gesicht: Sozialdezernent Bernd Mager nach dem AngriffFoto: Alexander Ehrmann

Said K. drohen bis zu zehn Jahre Haft

Die Polizei nahm den Pakistaner fest, brachte ihn ins Gewahrsam. Jetzt erließ das Amtsgericht Rottweil (Baden-Württemberg) Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Said K. soll noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Warum wurde der Angreifer nicht längst abgeschoben? Mager gegenüber BILD: „Er kann nicht abgeschoben werden, weil er keinen Pass hat. Die pakistanische Botschaft sagt, dass er frühestens in einem Jahr Papiere bekommt.“

Quelle: BILD

Mai 26

Geschwächt im Ramadan: Lenker (17) stürzt von Mofa

Das strenge Fasten im Ramadan hat für einen 17-Jährigen am Donnerstag im Burgenland ein schmerzhaftes Ende genommen: Der junge Afghane war mit seinem Mofa unterwegs, als er einen Schwächeanfall erlitt und zu Sturz kam.

Der Bursch war am Nachmittag auf der Bundesstraße von Henndorf kommend Richtung Jennersdorf unterwegs, als ihn im Gemeindegebiet von Rax plötzlich die Kräfte verließen. Der Lenker kam mit seinem Moped rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenpfeiler. Er stürzte über die steil abfallende Böschung und blieb dort verletzt liegen.

Schlüsselbein gebrochen
Eine nachkommende Autolenkerin wurde Zeugin des Unfalls und leistete sofort Erste Hilfe. Der 17-Jährige wurde mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht – er erlitt einen Schlüsselbeinbruch. Der junge Mann hatte wegen des Ramadan den ganzen Tag weder gegessen noch getrunken. Er dürfte deshalb einen Schwächeanfall erlitten haben.

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und dauert heuer vom 16. Mai bis zum 14. Juni. Während dieses Zeitraums essen und trinken Muslime von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts.

Quelle: krone

Mai 26

Tödliches Feuer in der Dachauer Straße – Freispruch für Mohamed E.

Ein Vater und seine zwei Töchter sind im November 2016 bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Dachauer Straße verbrannt. Der mutmaßliche Brandstifter Mohamed E. wurde nun freigesprochen.

Im Prozess um einen Brand in einem großen Münchner Mietshaus mit drei Toten ist der 44-jährige Angeklagte vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Bis zuletzt seien Zweifel an der Ursache für das Feuer und den Verantwortlichen geblieben, begründete der Vorsitzende Richter Michael Höhne das Urteil am Freitag am Münchner Landgericht I. Eine brennende Matratze im Treppenhaus des Gebäudes nahe dem Hauptbahnhof hatte im November 2016 das verheerende Feuer ausgelöst. Ein 37 Jahre alter Bewohner und dessen 9 und 16 Jahre alte Töchter kamen ums Leben.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten mit libyscher und tunesischer Staatsangehörigkeit vorgeworfen, das Feuer aus Ärger über die Wohnverhältnisse in dem Haus und die häufigen Bewohnerwechsel gelegt zu haben. Sie hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Handfeste Beweise gab es aber nicht – es handelte sich um einen reinen Indizienprozess. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Der Mann hatte die Vorwürfe von Beginn an abgestritten. Er saß seit März 2017 in Untersuchungshaft. Dafür soll er dem Urteil zufolge nun entschädigt werden.

Quelle: München.tv

Mai 26

Italiens nächster Finanzminister: Die Deutschen sind an allem schuld

Paolo Savona auf einem Archivbild von 2011.
(Foto: REUTERS)

Immer mehr Italiener machen Deutschland für die Misere ihres Landes verantwortlich. Und immer mehr prominente Ökonomen bestärken sie in dieser Überzeugung. Darunter auch der mögliche nächste Finanzminister Paolo Savona.

„Wie kann es sein, dass Italien trotz der darauf folgenden gravierenden Konsequenzen dreimal in seiner Geschichte der Faszination der deutschen Kultur erlag? Das erste Mal 1882, als es mit Deutschland und Österreich-Ungarn den defensiven Dreibund schloss, das zweite Mal 1939, als es den Stahlpakt unterschrieb, das dritte Mal als es der EU beitrat. Wie kann es sein, dass wir aus unseren Fehlern nie lernen?“ Das sind Fragen, die nicht ein italienischer Wutbürger im Internet stellt, sondern der Wirtschaftswissenschaftler Paolo Savona, Wunschkandidat der rechtspopulistischen Lega für das italienische Finanzministerium.

Das Zitat stammt aus Savonas Buch „Wie ein Alptraum, wie ein Traum“, das heute erscheint. Angesichts der Tatsache, dass die Lega gerade dabei ist, mit der Fünf-Sterne-Bewegung eine Regierung zu bilden, wird man das Erscheinungsdatum als eher suboptimal bezeichnen müssen. Es sei denn, man gehört zu jenen, die überall Intrigen wittern. Dann könnte man das Buch als bewusste Unhöflichkeit gegen Staatspräsident Sergio Mattarella verstehen. Dieser tut sich nämlich besonders schwer, Savona an der Spitze des wichtigsten Ministeriums zu akzeptieren. Der Grund: Savona hat als Ökonom zwar durchaus internationales Renommee. Aber er ist ein Euroskeptiker. In einer Regierung zweier Parteien, die die Europäische Union im Grunde ablehnen, könnte das aus Sicht des Präsidenten der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Schließlich enthält das Regierungsprogramm von Lega und Fünf-Sterne-Bewegung genug Vorhaben, die geeignet sind, den Euro zu gefährden.

Das wiederum ist dem Lega-Vorsitzenden Matteo Salvini vermutlich herzlich egal. Dieser ließ die EU – und zur Sicherheit vermutlich auch den designierten Ministerpräsidenten Giuseppe Conte – noch einmal wissen: „Wir werden beweisen, dass Savona keine Gefahr darstellt, denn unser Ziel ist es, Italien wieder auf Vordermann zu bringen. Dass dies denjenigen missfällt, die Italien nur als eine Kolonie Frankreichs oder Deutschlands sehen, ist verständlich.“

Der 81-jährige Savona hat sich in letzter Zeit gern als Mann des „Wandels“ und Gegner des Establishments profiliert, auch wenn er diesem in der Vergangenheit immer wieder gedient hat: der italienischen Zentralbank, dem privaten Bankensektor, der amerikanischen Notenbank. Er war Generalsekretär des italienischen Industrieverbands Confindustria und Industrieminister unter dem überzeugten Europäer Carlo Azeglio Ciampi, um nur an einige seiner Karriereetappen zu erinnern. Und doch: Sollte er Finanzminister werden, dürfte das vor allem in Berlin massives Stirnrunzeln auslösen. Schon einmal hat ein Finanzminister versucht, die Architektur der Eurozone auf den Kopf zu stellen: der Grieche Yanis Varoufakis. Er wurde ausgebremst. Doch Italien ist nicht Griechenland, das Land gehört zur G7 und ist die drittstärkste Volkswirtschaft der Eurozone. Ein italienischer Varoufakis wäre ein anderes Kaliber.

Zwischen der deutschen und der italienischen Politik gibt es einen fundamentalen Dissens: Berlin macht, vereinfacht gesprochen, die Staatsverschuldung Italiens in Höhe von 130 Prozent für die Probleme des Landes verantwortlich – Rom dagegen die Austeritätspolitik, die vielfach als deutsches Diktat gesehen wird.

Denn Savona steht mit seiner Meinung beileibe nicht allein, in den italienischen Medien finden sich immer wieder entsprechende Kommentare. Dahinter steckt wohl auch eine Enttäuschung: Als Deutschland noch der kranke Mann Europas war, hieß es in Italien: „Wenn sich die deutsche Lokomotive wieder in Bewegung setzt, geht es auch mit Italien wieder bergauf.“ Der deutsche Aufschwung kam, doch Italien kämpft bis heute mit seinen strukturellen Problemen.

Auch Savonas um fast 30 Jahre jüngerer Kollege Luca Zingales, der ebenfalls als möglicher Finanzminister gehandelt wird, steht der deutsch-französischen EU-Führung skeptisch gegenüber. Schon vor zwei Jahren plädierte er in seinem Buch „Europa oder nicht“ für einen Umverteilungsmechanismus der Steuereinnahmen in der EU. Sollte dies nicht möglich sein, dann müsse man zu Plan B übergehen: dem Ausstieg aus dem Euro.

Nach Zingales‘ Vorstellungen sollte es nicht Italien sein, das sich von der Gemeinschaftswährung verabschiedet, sondern Deutschland, da angesichts der stärkeren Währung die Deutschen der Ausstieg weniger kosten würde. Dass diese Option einen Haken hat, weiß allerdings auch Zingales: Warum sollten die Deutschen aus der Währungsunion aussteigen? „Die Lage könnte für sie nicht besser sein“, schrieb er. „Sie zahlen für die Rettung Europas nichts. Das Land ist ein sicherer Hort für die Anleihen anderer Staaten, die Zinsen in Deutschland sind niedrig, das treibt den Export an und schafft Arbeitsplätze. Fazit: Deutschland profitiert, Italien verliert.“

Quelle: n-tv

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