Mai 06

Gericht hebt Hausverbote gegen AfD-Politiker in München auf

Darf nun doch am Sonntag in München bei der Jungen Alternative Bayern sprechen: Björn Höcke
Quelle: dpa-infocom GmbH

Die Hausverbote für Redner auf einer Veranstaltung des AfD-Nachwuchses sind rechtswidrig.

  • Das Verwaltungsgericht München entschied am Samstag gegen die Entscheidung der Stadt.

  • Die Initiative „München ist bunt!“ hat Gegenproteste für den Sonntag angekündigt.

Noch am Freitag hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erklärt: „Veranstaltungen, die Rassismus und Antisemitismus schüren, die Grundwerte unserer Verfassung angreifen oder den Nationalsozialismus relativieren wollen, haben in städtischen Räumen keinen Platz.“

Begründet hatte er damit ein Hausverbot für mehrere Redner der AfD, die bei der örtlichen Veranstaltung des Parteinachwuchses Junge Alternative Bayern sprechen wollten. Betroffen von dem Verbot waren etwa der Thüringer Parteichef Björn Höcke und die Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner.

Ebner-Steiner kündigte daraufhin an, dagegen juristisch vorgehen zu wollen – mit Erfolg: Am Samstag erklärte das Verwaltungsgericht München die Entscheidung der Behörden für rechtswidrig. Die Stadt habe nicht ausreichend nachweisen können, dass die Veranstaltung eskalieren könnte und dass Störungen vonseiten der AfD zu erwarten seien, erklärte eine Sprecherin.

Die Stadt teilte mit, sie werde gegen die Entscheidung keine Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen. In der Mitteilung erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter weiter: „Selbstverständlich respektieren wir die heutige Gerichtsentscheidung, auch wenn wir natürlich enttäuscht darüber sind.“

Die Landeshauptstadt München vertrete allerdings auch weiterhin die Auffassung, dass Veranstaltungen, „die Rassismus und Antisemitismus schüren, die Grundwerte unserer Verfassung angreifen oder den Nationalsozialismus relativieren wollen, in städtischen Räumen keinen Platz haben sollten“. Für die Zukunft würden die städtischen Regelungen dahingehend überarbeitet, dass auf städtischen Sportanlagen derartige Veranstaltungen nicht mehr zugelassen sind.

„München ist bunt!“ will protestieren

Der Landesvorsitzende der Jungen Alternative Bayern, Sven Kachelmann, begrüßte das Urteil. Die Richter hätten „die Versuche der Verzerrung des politischen Wettbewerbs vorbildlich zurückgewiesen“, teilte er mit.

Die Initiative „München ist bunt!“ hat Gegenprotest am Sonntag angekündigt, „um der rechtsextremistischen Partei AfD und ihren Brandstiftern zu zeigen, dass sie in München nicht willkommen sind“, wie sie am Samstagabend mitteilte.

Der bayerische AfD-Chef Martin Sichert forderte den Rücktritt des Rathauschefs. „Wer gewählten Abgeordneten in Wahlkampfzeiten das Recht abspricht, öffentlich aufzutreten, der entpuppt sich als Anti-Demokrat“, teilte er mit.

Quelle: welt

 

Mai 06

AfD-Spitze wird von Berliner Nobel-Restaurant nicht bewirtet

Die Parteispitze der AfD wollte sich recht kurzfristig in einem Berliner Restaurant treffen. Die Reservierung wurde allerdings abgelehnt. Die Begründung des Restaurants kommt bei den Rechtspopulisten gar nicht gut an.
Quelle: WELT/Christoph Hipp

Wegen der Annahme, dass Mitglieder der AfD-Fraktion Menschen „diskriminieren und diskreditieren“, hat sich ein Berliner Restaurant geweigert, AfD-Spitzenpolitiker zu empfangen. Deren Fraktionssprecher nannte das „undemokratisch und dumm“.

Wegen der Annahme, dass Mitglieder der AfD-Fraktion Menschen „diskriminieren und diskreditieren“, hat sich ein Berliner Restaurant geweigert, AfD-Spitzenpolitiker zu empfangen. Deren Fraktionssprecher nannte das „undemokratisch und dumm“.

Ein Berliner Restaurant hat sich geweigert, Spitzenpolitiker der AfD zu empfangen. Eine Tischbestellung für ein Abendessen am Montag sei abgewiesen worden, teilte das Restaurant auf dpa-Anfrage mit.

An dem spontan anberaumten Abendessen hätten Parteichef Jörg Meuthen, Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland, Co-Fraktionschefin Alice Weidel und der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann teilnehmen sollen, wie Fraktionssprecher Christian Lüth sagte. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Lüth, die Absage sei „undemokratisch und dumm“. Stattdessen wollten sich die Politiker nun in der Parlamentarischen Gesellschaft treffen.

Auf die Frage nach dem Grund für die Absage betonte einer der Betriebsleiter des noblen italienischen Restaurants Bocca di Bacco, Martin Birnbaum, es gebe die Annahme, dass Mitglieder der AfD-Fraktion Menschen aufgrund ihrer Herkunft „diskriminieren und diskreditieren“. Ihm zufolge hatte das Restaurant im vergangenen Jahr schon einmal eine Reservierung der AfD abgewiesen.

Es ist nicht das erste mal, dass die Partei Ärger mit einem Berliner Restaurant hat. Im November 2016 erregte das Restaurant „Nobelhart & Schmutzig“ mit AfD-Verbots-Aufklebern Aufmerksamkeit. So klebte ein Schild mit durchgestrichenen AfD-Buchstaben am Eingang. Die Aktion löste damals heftige Reaktionen in den sozialen Medien aus. Die Meinungen reichten von Verständnis bis hin zur Frage, wie der Gastwirt im Falle der AfD wissen wolle, welche politische Einstellung seine Restaurantgäste haben.

Quelle: welt

Mai 05

Versuchter Mord: Asylbewerber rammt Vermieter Messer in den Hals

Tatort Kreuzheide: In dem Stadtteil fügte ein Asylbewerber seinem Vermieter schwerste Verletzungen zu. Quelle: Boris Baschin

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen versuchten Mordes: Ein 23-jähriger Asylbewerber soll seinem Vermieter ein Messer in den Hals gerammt und diesem schwerste Verletzungen zugefügt haben. Das Motiv ist noch völlig unklar, der Syrer ist laut einem Gutachten psychisch krank.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen versuchten Mordes: Ein 23-jähriger Asylbewerber soll seinem Vermieter ein Messer in den Hals gerammt und ihm schwerste Verletzungen zugefügt haben. Das Motiv ist noch völlig unklar, der Syrer ist laut einem Gutachten psychisch krank.

Der Vorfall ereignete sich laut Staatsanwalt Hans Christian Wolters bereits am 18. Dezember. Der Asylbewerber rief seinen Vermieter nach derzeitigem Ermittlungsstand wegen eines Defekts an einer Toilette in die Wohnung im Stadtteil Kreuzheide. Als sich der Eigentümer vor Ort umsah, soll der damals noch 22-Jährige unvermittelt zugestochen haben.

Halswirbel verletzt, Opfer aber nicht gelähmt

Die Klinge verletzte einen Halswirbel des 50-Jährigen, der dann zunächst im Klinikum und später in der Medizinischen Hochschule Hannover behandelt wurde. Der Verdacht des behandelnden Arztes auf Querschnittslähmung bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Laut Wolters habe es keine „Vorgeschichte“ oder Streit vor der Attacke gegeben. Gleichwohl gab der Asylbewerber gegenüber den Ermittlern an, sich von seinem Vermieter verfolgt zu fühlen. Ein Gutachter attestierte inzwischen eine schizophrene Psychose bei dem Mann.

Nach der Tat wurde der Syrer festgenommen, zehn Tage später erließ ein Richter einen Unterbringungsbefehl. Seitdem befindet sich der 23-Jährige im Psychiatriezentrum in Königslutter und steht unter rechtlicher Betreuung.

Schuldfähigkeit muss noch festgestellt werden

Ob es in dem Fall zur Anklage kommt, steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft hat die dazu erforderliche „Abschlussentscheidung“ bislang noch nicht getroffen. Inwiefern der Mann nur vermindert schuldfähig ist, könnte dann bei einer möglichen Gerichtsverhandlung eine entscheidende Rolle spielen.

Sollte bei dem Mann in einem Prozess die Schuldunfähigkeit festgestellt werden, könnte dieser dauerhaft in einer Klinik untergebracht werden. In diesem Fall würde der Zustand des Mannes dann jährlich untersucht und über seine Perspektive entschieden werden.

Quelle: Wolfsburger Allgeimeine

Mai 05

Clan-Fehden eskalieren in NRW: Verfolgungsjagden im Ruhrgebiet, Massenschlägerei in Köln

Einsatzfahrzeug der Polizei (Symbolbild): In Unna, Kamen und Köln eskalierten am Wochenende länger schwelende Konflikte. (Quelle: imago images)

Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen und innerhalb von Großfamilien halten die Polizei in Nordrhein-Westfalen in Atem. Opfer flüchteten zur Polizei, in Köln wurde eine Straße gesperrt.

Fehden zwischen verfeindeten Familien und innerhalb eines Clans sind an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen eskaliert. Es gab Verletzte und Festnahmen. In zwei Fällen in Unna und Kamen verfolgten Angehörige einer Großfamilie am Freitag Mitglieder eines verfeindeten Clans mit Autos, rammten ihre Fahrzeuge und bedrohten sie mit Schusswaffen und Baseball-Schlägern, wie t-online.de bereits berichtete. Die Beteiligten haben ihre Wurzeln laut Polizei im ehemaligen Jugoslawien.

Einsatz in Köln-Kalk

Doch auch in Köln prügelten sich etwa 20 Männer am Freitagabend. In diesem Fall schließt die Polizei nicht aus, dass Streitigkeit unter Mitgliedern einer libanesischen Großfamilie Auslöser der Gewalt waren. Die Männer seien nach Angaben von Zeugen auf der Hauptstraße im Kölner Stadtteil Kalk laut schreiend mit Waffen aufeinander losgegangen. Daraufhin schickte die Polizei schickte 18 Streifenwagen und sperrte die Straße zeitweise.

Zwei 35 und 41 Jahre alte Männer wurden vorläufig festgenommen. Fünf Schlägerei-Beteiligte wurden ins Krankenhaus gebracht, einer verblieb dort stationär. Die Ermittler stellten mehrere Messer, Baseballschläger und Pfefferspray-Waffen sicher und schrieben Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Autos im Ruhrgebiet abgedrängt

In den Ruhrgebietsstädten Unna und Kamen hatten Mitglieder einer Großfamilie Angehörige eines verfeindeten Clans in Autos verfolgt und bedroht. Die beiden Fälle ereigneten sich am Freitagmittag zeitlich parallel. Die Verfolgten seien auch mit Schusswaffen bedroht worden. Verletzt wurde niemand. Beide Male wurden Autofahrer abgedrängt. Die Angreifer schlugen den Angaben zufolge mit Baseballschlägern auf die Fahrzeuge der Opfer ein.

Die Polizei nahm bei den Einsätzen im Ruhrgebiet insgesamt sechs Beteiligte fest. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Beamten stellten zudem die Fahrzeuge sowie diverse Schlag-, Hieb- und Stichwaffen sicher. Schusswaffen wurden bislang keine gefunden.

Verwendete Quellen:

Mai 05

Großfamilie macht im Ruhrgebiet Jagd auf verfeindeten Clan

Einsatzfahrzeug der Polizei: Im Straßenverkehr spielten sich in Unna und Kamen am Freitag Verfolgungsjagden ab. (Quelle: Friso Gentsch/dpa)

Zeitgleich in zwei Städten haben offenbar Mitglieder einer Großfamilie Angehörige eines verfeindeten Clans attackiert. Sie drängten ihre Fahrzeuge von der Straße ab und griffen an. 

Mitglieder einer Großfamilie aus dem ehemaligen Jugoslawien sollen in Unna und Kamen Angehörige eines verfeindeten Clans in Autos verfolgt und bedroht haben. Die beiden Fälle ereigneten sich demnach am Freitagmittag zeitlich parallel, wie die Polizei mitteilte. Die Männer hätten ihre Opfer auch mit Schusswaffen bedroht. Verletzt wurde allerdings niemand.

Verfolgungsjagden in Unna und Kamen

Den Angaben zufolge wurde zunächst gegen 12.30 Uhr in Unna ein 36 Jahre alter Autofahrer von weißen Kastenwagen bedrängt und in einem Kreisverkehr zum Halten gezwungen. Zwei Kontrahenten seien ausgestiegen und hätten mit einem Baseballschläger auf das Auto des 36-Jährigen eingeschlagen. Als er in seinem Wagen flüchten wollte, rammte ihn ein silberner Mercedes. Beide Autos verfolgten dann das Fahrzeug des Mannes und rammten ihn erneut. Schließlich konnte sich der Mann in eine Polizeiwache retten.

Zur selben Zeit wurde der Polizei zufolge auch ein 31 Jahre alter Autofahrer in Kamen Opfer der möglicherweise koordinierten Verfolgungsjagd. Dort versuchten Insassen eines schwarzen Audis ihn abzudrängen. Noch während der Fahrt habe ein Mitfahrer ebenfalls mit einem Baseballschläger auf das Auto des Verfolgten eingeprügelt, hieß es. Auch er flüchtete zu einer Polizeiwache.

Die Polizei nahm bei den Einsätzen sechs Beteiligte vorläufig fest. Die Beamten stellten zudem die Fahrzeuge sowie diverse Schlag-, Hieb- und Stichwaffen sicher. Schusswaffen wurden bislang keine gefunden. Gegen die Festgenommenen laufen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Es sei zum gegenwärtigen Stand der Ermittlungen derzeit nicht zu sagen, ob weitere Verkehrsteilnehmer bei den Verfolgungen gefährdet worden seien. Die Großfamilie und der Clan seien seit Jahren verfeindet.

Update, 5.5.2019, 14.55 Uhr: Auch in Köln kam es am Wochenende zu Auseinandersetzungen – vermutlich innerhalb einer libanesischen Großfamilie. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Quelle: t-online

Mai 05

NRW: Türkischer Korso schießend und mit quietschenden Reifen an Polizeiwache vorbei

Eine türkische Hochzeit, die Straße blockiert und Polizeieinsatz, hier in Hamburg

Unmittelbar an der Hauptwache der Kölner Polizeiinspektion 3 in Ehrenfeld sind am Samstagnachmittag (4. Mai) Teilnehmer eines türkischen Hochzeitskorsos vorbeigefahren. Mehrere Anrufer meldeten der Leitstelle, dass zumindest ein Teilnehmer an der Venloer Straße Schüsse in die Luft abgegeben habe.

Gegen 17 Uhr wurde es laut: Hupend, mit aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen immer wieder anfahrend waren etwa ein Dutzend Pkw vor der Wache in Richtung stadtauswärts unterwegs. Wohl angesichts der folgenden Einsatzkräfte löste sich der Korso im Bereich Leyendecker Straße auf und versuchte, sich in den dortigen Seitenstraßen zu verflüchtigen. Dort jedoch kontrollierten Streifenwagenbesatzungen insgesamt 11 Autos und deren Insassen. Wie sich dabei herausstellte, hatten die Kolonnenfahrer eine Hochzeitsfeier in einem Veranstaltungssaal an der Wilhelm-Mauser-Straße zum Ziel. Eine Schusswaffe wurde nicht aufgefunden. Die Polizisten erteilten Gefährderansprachen und entließen die Korso-Teilnehmer nach durchgeführter Kontrolle vor Ort. Konkrete Gefährdungen oder Behinderungen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer oder Passanten wurden nicht festgestellt.

Auf der Venloer Straße stellten die Beamten mehrere Patronenhülsen sicher und fertigten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die dahingehenden Ermittlungen dauern an.

Quelle: Truth24.net

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Mai 04

Mohammed ist der zweit- beliebteste Babyname in Bremen


Elias und Sophie an der Spitze
Mohammed nicht mehr der beliebteste Babyname in Bremen

Von Platz sieben auf Platz eins: Elias ist der beliebteste Jungenname bei Neugeborenen in Bremen im vergangenen Jahr gewesen. Bei den Mädchen hat Sophie die Spitzenposition verteidigt.

Paul, Alexander und Maximilian führen 2018 erneut die Liste der beliebtesten Jungennamen in Deutschland an – allerdings nicht in Bremen. In der Hansestadt gibt es mit Elias und Ben zwei Neueinsteiger in den Top 3 bei den Gesamtnamen. Mohammed, gemeinsam mit Leon der Spitzenreiter 2017, landet im Ranking 2018 auf dem dritten Platz. 87 Neugeborene hießen im vergangenen Jahr mit Erst- oder Folgenamen Elias, 86 Ben und 83 Mohammed.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist Bremen jedoch nicht das einzige Bundesland, in dem Mohammed in den Top 3 auftaucht. In Berlin ist der arabische Name der beliebteste Erstname bei Neugeboren, in Bremen liegt er bei den Erstnamen auf Platz zwei. Mit Henry taucht zudem ein neuer Name in den zehn am häufigsten vergebenen Vornamen auf. „Henry ist in den Top Ten ein absoluter Neuling und der erste anglophone Name seit Jahren“, sagt Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).

Für die Auswertung der Listen der Standesämter verwendet die GfdS einen linguistischen Ansatz, bei dem es um die Homofonie geht. Namen, die trotz unterschiedlicher Schreibweise gleich ausgesprochen werden, werden in der Liste zusammengefasst. Damit unterscheidet sich die Statistik deutlich von den Auflistungen der Standesämter in Bremen, wo man zunächst nur auf die Schreibweise achtet. Ben und Elias nehmen bei den Standesämtern Mitte und Nord zwar auch die Spitzenpositionen ein, Mohammed ist aber nicht unter den zehn häufigsten Vornamen zu finden.

Der Unterschied bei der Auswertung ist aber auch im Unterschied der Sprachen begründet. Als indogermanische Sprache bedient sich das Deutsche am lateinischen Alphabet. Die arabische Sprache hingegen gilt als Konsonantensprache. „Ein Name und ein Wort bestehen im Normalfall nur aus drei bis vier Konsonanten. Mohamed wird im Arabischen beispielsweise nur Mmd geschrieben“, erklärt Ewels. Vokale entstünden nur durch die Aussprache oder den Zusammenhang eines Wortes. Die Folge: Das Wort weist eine gewisse Flexibilität auf. „Dadurch entstehen Namen, die gleich ausgesprochen werden, aber eine unterschiedliche Schreibweise haben“, erläutert die Geschäftsführerin der GfdS. Muhammad, Mohamed und Muhammed fließen beispielsweise in die Statistik für Mohammed ein.

„Allein in Bremen gibt es acht bis zehn unterschiedliche Schreibweisen von Mohammed“, vermutet Ewels. Es sei eine falsche Statistik, wenn man die Variationen nicht linguistisch berücksichtigen würde. „Auch bei deutschen Namen wie Hannah und Hanna oder Fynn und Finn verfahren wir so“, sagt sie. Hinzu kommt noch, dass man im arabischen Raum aus einem deutlich kleineren Namensvorrat schöpfen kann, als im deutschen. Der Sprachforscher Knud Bielefeld verwies in einem Artikel der „Welt“ darauf hin, dass Eltern mit arabischen Wurzeln zusätzlich gerne den Namen des islamischen Propheten bevorzugen würden.

Dass die beliebtesten Vornamen dennoch nur einen geringen Anteil der Gesamtnamen ausmachen, zeigt eine andere Statistik. So war Marie der bundesweit beliebteste Vorname für Mädchen. Mit 2,61 Prozent macht sie aber nur einen marginalen Anteil der Vornamen aus. Paul als Spitzenreiter bei den Jungen kommt gar nur auf einen Anteil von 1,32 Prozent. „Wir haben in diesem Jahr rund 65.000 Vornamen erfasst, darunter 300 neue“, fasst Ewels die Vielfalt zusammen.

Kaum eine Veränderung gab es im Vorjahr erneut bei den Mädchennamen. Dort nehmen Sophie und Marie erneut die beiden Spitzenplätze ein. Alleine 143 neugeborene Mädchen hießen im Vorjahr Sophie, 140 Marie. Mit deutlichem Abstand folgt Emilia auf Rang drei: 83 Kinder mit diesem Namen wurden geboren. Auf der Beliebtheitsskala nach oben geschossen ist Mathilda, die mit 57 Nennungen im Erst- oder Folgenamen auf Rang neun in Bremen geführt wird. „Klassische Namen werden in den letzten zehn Jahren immer beliebter“, erklärt Ewels. Die Trendsetter bei den Namen seien dabei die neuen Bundesländer, wo Sandy, Mandy oder Kevin bei weitem nicht mehr im Trend lägen, stattdessen aber vermehrt klassische deutsche Namen wie Frieda, Charlotte, Karl und Oskar häufig zu finden sind.

Mai 04

Mohammed beliebtester Erstname in Berlin – Namen-Ranking 2018

Foto: Getty Images

Welche Namen bekommen in Deutschland geborene Kinder am häufigsten? Diese Frage beantwortet die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) jedes Jahr. Ihre Ergebnisse für 2018 veröffentlichte sie heute.

Überraschend: In Berlin war Mohammed (in allen Schreibvarianten) im vergangenen Jahr der beliebteste Erstname! Gefolgt von Louis (Platz 2) und Emil (Platz 3). Auch in Bremen landete er weit vorne: Mohammed lag hinter Ben und vor Elias auf Platz 2. Betrachtet man die Gesamtliste der Vornamen (werden also auch alle Zweit-, Dritt- und andere Folgenamen hinzugerechnet), landete Mohammed in Bremen auf dem 3. Platz.

Was das in absoluten Zahlen bedeutet, erklärt Dr. Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. gegenüber BILD: „Von den insgesamt 22 177 Jungen, die 2018 in Berlin geboren wurden, bekamen genau 280 den Namen Mohammed.“

Louis wurden laut Ewels insgesamt 244 in Berlin geborene Jungen genannt. Den Namen Emil bekamen 234 Berliner Neugeborne.

Die beliebtesten Vornamen 2018

Ganz vorn in der Liste der beliebtesten Babynamen (Gesamtliste der Vornamen) 2018 steht bei den Mädchen Marie, bei den Jungen sichert sich Paul den ersten Platz.

Wichtig: Die GfdS unterscheidet in ihrer Auswertung zwischen insgesamt beliebten Vornamen – dazu zählen alle Vornamen, neben Erstnamen also auch weitere Namen – und ausschließlich Erstnamen.

Beispiel: Heißt ein Kind Marie Paula, ist Marie der Erstname, Paula der Zweitname. Beide Namen zählen in die Gesamtliste mit ein. In die Liste der Erstnamen zählt jedoch nur Marie.

Um zu erfahren, welche Namen im letzten Jahr die beliebtesten waren, wurden Daten von über 700 Standesämtern mit insgesamt mehr als einer Million Erst- und Zweitnamen ausgewertet.

Die Top Ten bei den Mädchen (Gesamtliste):

1.Marie: 2,61 Prozent

2.Sophie/Sofie: 2,39 Prozent

3.Maria: 1,67 Prozent

4.Sophia/Sofia: 1,46 Prozent

5.Emilia: 1,34 Prozent

6.Emma: 1,25 Prozent

7.Hannah/Hanna: 1,20 Prozent

8.Mia: 1,15 Prozent

9.Anna: 1,11 Prozent

10.Johanna: 0,97 Prozent

Die Top Ten bei den Jungen (Gesamtliste):

1.Paul: 1,32 Prozent

2.Alexander: 1,30 Prozent

3.Maximilian: 1,29 Prozent

4.Elias: 1,23 Prozent

5.Ben: 1,17 Prozent

6.Louis/Luis: 1,14

7.Leon: 1,09 Prozent

8.Noah: 1,07 Prozent

9.Henry/Henri: 1,03

10.Felix: 0,96 Prozent

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache bereitet die Daten nach Geschlecht, Bundesländern sowie nach Nord-Süd- und Ost-West-Vergleichen auf. Betrachtet man nur die vergebenen Erstnamen liegen bundesweit bei den Mädchen Emma (1. Platz), Hannah/Hanna (2. Platz) und Mia (3. Platz) ganz vorne. Bei den Jungen sind es 1. Ben, 2. Paul und 3. Leon.

Die geringe Prozentzahl lässt sich so erklären: Die Deutschen geben ihren Kindern laut GfdS rund 65 000 verschiedene Namen. Marie und Paul kommen also zwar am häufigsten vor. Dennoch heißt nur ungefähr jedes 38. Mädchen, das 2018 geboren wurde, Marie, und jeder 76. Junge Paul.

Vergleich zu früheren Jahren

2017 hatten Eltern ihre Kinder am häufigsten Marie und Maximilian genannt.

Auf den weiteren Plätzen der Liste aller Erst- und Zweitnamen folgten im letzten Jahr Sophie oder als Variante Sofie und Maria. Bei den Jungen ging Silber an Alexander. Paul folgte 2017 auf dem dritten Platz.

Die Liste der beliebtesten Vornamen wird seit 1977 jährlich veröffentlicht.

Vor 42 Jahren wurden die Top-Ten-Listen noch von Stefanie und Christian angeführt, auf den zweiten und dritten Plätzen folgten Christina und Sandra, beziehungsweise Michael und Stefan.

Vor 30 Jahren nannten frisch gebackene Eltern ihre Mädchen am häufigsten Katharina, Sarah und Anna oder Anne, die Jungen hießen am häufigsten Christian, Daniel und Alexander.

Vor 20 Jahren hatten sich die Namen auf den ersten drei Rängen dann schon deutlich gewandelt: 1999 waren es bei den Mädchen Marie, Maria und Sophie, bei den Jungen Lukas, Alexander und Maximilian.

Die GfdS wird regelmäßig von den Standesämtern um Rat gebeten, wenn Eltern für ihre Kinder ungewöhnliche Namen eintragen lassen wollen.

Dabei entscheidet nicht der Geschmack der Experten, sondern beispielsweise, ob sich für die Wunschnamen historische Belege finden.

Der Verein wird von der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz der Länder gefördert.

Quelle: BILD

Mai 03

Obdachloser ins Koma getreten: Polizei Köln nimmt mutmaßlichen Kopftreter (15) fest

Quelle: Youtube

Augenscheinliche Jugendliche mit Migrationshintergrund treten einen 68- Jährigen Obdachlosen ins Koma – einfach so!

Nachdem ein Video im Internet tausendfach geteilt wurde, ist einem breiten Publikum die Schandtat zur Kenntnis gekommen. Bei einer Kontrolle konnten die Kölner Beamten beide Halbstarken stellen. Der Hauptverdächtige wurde festgenommen und vernommen.

Der Komplize des Hauptverdächtigen hatte den offensichtlich Bewusstlosen noch am Boden liegend in die Hoden getreten.

 

https://www.youtube.com/watch?v=OzK4Pqph-6w

Quelle: Truth24.net

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Mai 03

Islam- Unterricht: Wo Intoleranz täglich auf dem Stundenplan steht

Eine Schule in Herat, Afghanistan. Hier werden Schulbücher auch mit deutschen Finanzhilfen erstelltFoto: UIG via Getty Images

Seine Bücher sind Bestseller: Mit seinem Moschee-Bericht („Inside Islam“) über Hassprediger in Deutschland löste „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber (39) bereits 2017 eine Riesen-Debatte aus.

Für sein neues Buch – „Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen“ – hat Schreiber über 100 Schulbücher aus muslimischen Ländern übersetzt und analysiert. Stets der Frage nachgehend: Welches Weltbild vermitteln Schulbücher in Afghanistan, Iran oder Ägypten?

Autor Constantin Schreiber: Gestern erschien sein neues Buch („Kinder des Koran“)
Autor Constantin Schreiber: Am 2. Mai erschien sein neues Buch („Kinder des Koran: Was muslimische Schüler lernen“)Foto: dpa Picture-Alliance

Was dort gelehrt wird, betrifft auch Deutschland: Allein seit 2014 kamen fast zwei Millionen Menschen in die Bundesrepublik – ein großer Teil davon aus muslimischen Ländern. Schreibers bedrückende Ergebnisse: Viele Schulbücher vermitteln Hass auf Juden und Ungläubige – und begründen ihre Thesen mit dem Islam.

Besonders bitter: U. a. in Afghanistan fließt deutsche Entwicklungshilfe in die Finanzierung der Bücher.

Schreibers Fazit: „Deutsche Finanzhilfe trägt zur Produktion und Verbreitung antisemitischer Inhalte an afghanischen Schulen bei.“

Lehrer-Chef besorgt über Islam-Unterricht in Deutschland

Auch an deutschen Schulen wird der Islam gelehrt. Einer Umfrage des Mediendienstes Integration vom Frühjahr 2018 zufolge bieten bundesweit 800 Schulen islamischen Religionsunterricht an. Teilnehmende Schüler: 55 000.

Das Ziel des Unterrichts: muslimischen Kindern einen Islam beibringen, der im Einklang mit Grundgesetz und Demokratie funktioniert. Aber klappt das auch? „Bei allen Lehrplänen und -materialien muss die jeweilige Kulturbehörde zustimmen“, versichert Lehrerverbands-Chef Hans-Peter Meidiniger.

Dennoch ist er besorgt: „Die andere Frage ist, was im Unterricht passiert. Nicht alle, die an deutschen Schulen den Islam unterrichten, haben ihre Qualifikation dafür an deutschen Universitäten erworben.“

Meidinger fordert: „Der Staat hat hier eine besondere Verantwortung. Er muss sicherstellen, dass alles, was in der Schule passiert, auf dem Boden des Grundgesetzes steht.“

Auszüge aus Schulbüchern

Afghanistan, Religionsbuch, 10. Klasse : „Insbesondere die Juden (…) änderten aber aufgrund von Vorurteilen und Rache das Recht, um die Menschen vom rechten Weg abzuhalten (…)“

Schreiber erklärt: „Juden werden also als falsch dargestellt, als Gefahr.“ Den Schülern wird vermittelt, dass Juden Muslime willentlich in die Irre führen wollen: ein typisches antisemitisches Klischee vom hinterlistigen, böswilligen Juden.

Ägypten, Geschichtsbuch, 6. Klasse: „Israel nutzte die Gelegenheit aus und verwickelte die arabischen Länder in einen Krieg, auf den sie nicht vorbereitet waren.“

Das Buch stellt Israel stets als Aggressor dar – hier im Sechs-Tage-Krieg 1967. Fakt ist: Ägypten bereitete sich jahrelang auf einen Krieg mit Israel vor. Ägyptens Machthaber Gamal Abdel-Nasser versprach schon 1965, Israel „mit blutgetränktem Boden zu betreten“.

Iran, Ethik-Buch, 9. Klasse : „Eine Muslimin genießt mehr Respekt und Rechte als eine nicht muslimische Frau.“

So wird eine vorgebliche Deutsche (Dörte) zitiert, die zum Islam konvertiert ist. Als Schreiber eine Frau namens Dörte kontaktiert, die im Netz über ihren Übertritt zum Islam schreibt, antwortet ein türkischer Mann – ein Betreiber einer „extrem konservativen islamischen Webseite“.

Afghanistan, Religionsbuch, 10. Klasse: „Die Aufrufer zu Gott (Muslime) sind das beste Volk“

Schreiber erklärt: „Das Buch teilt die Welt in Gut und Schlecht, und gut seien die Muslime und schlecht die anderen.“

Afghanistan, Religionsbuch, 10, Klasse : „Diejenigen, die neben Gott an andere Götter glauben, haben keinen Grund dafür. Sie verdienen es also, bestraft zu werden.“

Immer wieder richtet sich das Schulbuch gegen sogenannte „Ungläubige“, also Menschen anderen Glaubens – mit feindlicher Haltung.

Afghanistan, Religionsbuch, 10. Klasse: „Wenn der Befehl (…) der Herrscher gegen das Gesetz Gottes sind, ist es niemandem gestattet, ihnen zu gehorchen oder zu folgen.

Der Satz richtet sich direkt gegen das Leben in westlichen Demokratien. Schreiber erklärt: „Muslime haben also nichtmuslimischen Anführern ohnehin nicht zu folgen. In letzter Instanz sind religiöse Gebote bindend, nicht weltliche Gesetze.“

Iran, Ethik-Buch, 9. Klasse: „Eine angemessene Kleidung der Frau (Hidschab) schützt ihre Schönheit vor den Blicken der lüsternen Männer und ihrer Gier.

Ein doppelt verqueres Weltbild: Frauen hätten sich zu verhüllen, weil Männer ihre Triebe nicht im Griff hätten. Frauen seien im Schulmaterial stets schön und schützenswert, Männer immer gierig, erklärt eine Expertin.

Quelle: BILD

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