Mrz 18

Türke erschoss drei Menschen in Utrecht: Killer in Wohnung festgenommen

Quelle: BILD/ DUIC

Der Täter ist gefasst – und doch steht die Polizei vor einem Rätsel.

Warum erschoss Gökmen Tanis (37) am Montag in einer Straßenbahn in Utrecht (Holland) drei Menschen und verletzte weitere fünf – drei davon lebensgefährlich?

Der in der Türkei geborene Tanis wurde am frühen Abend bei einer Wohnungsdurchsuchung im Norden der Innenstadt festgenommen, berichtete die Polizei, nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt. Es sei außerdem ein weiterer Mann festgenommen worden, der mit der Tat in Verbindung stehen soll.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung untersucht die Wohnung, in der Tanis festgenommen wurde
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung untersucht die Wohnung, in der Tanis festgenommen wurde Foto: PIROSCHKA VAN DE WOUW / Reuters
In einer Wohnung in diesem Haus wurde Tanis von der Polizei gestellt. Polizisten sperren den Eingang ab, Schaulustige versuchen, einen Blick auf die Fenster zu erhaschen
In einer Wohnung in diesem Haus wurde Tanis von der Polizei gestellt. Polizisten sperren den Eingang ab, Schaulustige versuchen, einen Blick auf die Fenster zu erhaschenFoto: Peter Dejong / dpa

Der polizeibekannte Mann war seit der Tat um 10.45 Uhr auf der Flucht gewesen. Die Polizei hatte vier Stunden nach der Schießerei ein Foto von Tanis veröffentlicht – aufgenommen von einer Überwachungskamera in der Straßenbahn.

Der Ort des Verbrechens: Neben der Straßenbahn, die in Höhe des Platzes des 24. Oktobers zum Stehen kam, liegt auf einer Trage ein abgedeckter Körper
Der Ort des Verbrechens: Neben der Straßenbahn, die in Höhe des Platzes des 24. Oktobers zum Stehen kam, liegt auf einer Trage ein abgedeckter Körper Foto: RICARDO SMIT / AFP

Die Polizei suchte mit Helikoptern, Hunden, führte Razzien durch, durchsuchte Wohnungen und vernahm Tanis‘ Bruder. Dann wurde mit Hilfe der Öffentlichkeit ein roter, verlassener Renault Clio gefunden, den Tanis gestohlen und dann als Fluchtfahrzeug benutzt hatte.

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Schießerei in Utrecht | info.BILD

Erschoss Tanis seine Tante?

Auch nach seiner Festnahme blieb die in der Provinz Utrecht ausgerufene Terrorwarnstufe bestehen – wurde nur von 5 auf 4 heruntergestuft. Die Polizei in den Niederlanden und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen blieb in Alarmbereitschaft. Ein Terroranschlag? Es deuten auch einige Hinweise auf ein Familiendrama hin.

Die Polizei in Utrecht bezieht vor einem Haus Stellung. Ein Roboter soll helfen, das Haus sicher zu stürmen
Die Polizei in Utrecht bezieht vor einem Haus Stellung. Ein Roboter soll helfen, das Haus sicher zu stürmenFoto: Peter Dejong / AP Photo / dpa

Ein Nachbar von Tanis sagte BILD: „Er ist überhaupt nicht religiös oder radikal. Es geht um einen Streit in seiner Familie. Er wollte von einer Tante Geld. Das hat sie ihm aber nicht gegeben.“

Ein Augenzeuge der Tat hatte zuvor berichtet, dass Tanis zunächst nur auf eine Frau geschossen habe. Als Zeugen ihr zur Hilfe eilten, eröffnete der Täter das Feuer auch auf die Helfer. Die niederländischen Medien spekulieren über die Opfer.

Der Fernsehsender RTV berichtet, bei einem der Toten handele es sich um einen Vater von schulpflichtigen Kindern. Ein weiteres soll eine 19 Jahre alte Frau sein. Das „Algemeen Dagblad“ schreibt, das dritte Opfer sei eine Frau, die aus dem gleichen Viertel wie Tanis stammte.

Die Polizei hat sich bislang noch nicht zur Identität der Opfer geäußert.

Vater fordert Strafe

Der Vater des Tatverdächtigen, Mehmet Tanis, forderte die Bestrafung seines Sohns, sollte sich dessen Schuld erweisen, wie die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete. Der Mann kehrte demnach nach seiner Scheidung von seiner Frau 2008 in die Türkei zurück. Die Frau und Gökmen blieben in den Niederlanden. “Wenn er es getan hat, muss er bestraft werden“, zitierte DHA den Vater.

Ermittler sichern Spuren am Tatort
Ermittler sichern Spuren am TatortFoto: marc vollmannshauser

Tanis war polizeibekannt

Tanis war der Polizei wohl bekannt. 2013 war er wegen versuchten Mordes angeklagt worden, als er auf eine Wohnhaus schoss. Vor zwei Wochen erst hatte er sich wegen der Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2017 vor Gericht verantworten müssen. Sein Vorstrafenregister umfasst weiterhin: Vandalismus, Beleidigung, Bedrohung von Polizisten, Einbruch und Diebstahl.

Beamte arbeiten am Tatort, am rechten Bildrand ist eines der Todesopfer zu sehen – abgedeckt mit einem Tuch
Beamte arbeiten am Tatort, am rechten Bildrand ist eines der Todesopfer zu sehen – abgedeckt mit einem Tuch Foto: marc vollmannshauser

In Utrecht hatte die Tat für einen Ausnahmezustand gesorgt. Die Menschen waren angehalten, ihre Häuser nicht zu verlassen. Universität, Schulen und Kindergärten schlossen ihre Türen. Auch die Moscheen machten – vor dem Hintergrund des rassistischen Anschlags in Christchurch (Neuseeland) mit 50 Toten am Donnerstag – dicht. Erst nach dem Bekanntwerden von Tanis‘ Festnahme kehrte etwas Leben in die Stadt zurück.

Derweil ringen drei seiner Opfer im Krankenhaus weiter um ihr Leben.

Quelle: BILD

Mrz 17

Stückelmörder Nhat T. vor Gericht: Wo ist die Leber? Hat er Opfer aufgegessen?

Nhat T. (li.) wird am Landgericht in Gera der Prozess gemacht
Foto: Bodo Schackow

Gera/Jena – Ist der Stückelmörder von Jena ein Kannibale? Aß er die Leber seines Opfers? Die Anklage des Staatsanwalts lässt den furchtbaren Verdacht aufkommen.
Seit gestern steht Physikstudent Nhat T. (24) vor dem Landgericht Gera. Er tötete am 24. August 2018 seinen Kommilitonen Chenxi L. (27), zerteilte ihn.

Das Vorbild des Angeklagten: Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“. Wollte Nhat T. sein wie der berühmte Film-Kannibale?

Rechtsanwalt Christian Stünkel, der die Eltern des Opfers vertritt, zu BILD: „Hannibal Lecter war das große Idol des Angeklagten, er hat sich alle Filme und Serien immer wieder angesehen.“

Taucher suchten im August 2018 in der Saale nach Leichenteilen
Taucher suchten im August 2018 in der Saale nach LeichenteilenFoto: Johannes Krey

So schilderte der Staatsanwalt im Prozess die Horror-Tat: Unter dem Vorwand, ein Paket angenommen zu haben, lockte Nhat T. den Chinesen in seine Studentenwohnung. Der Vietnamese verschloss die Tür, drehte die Musik auf. Als sich Chenxi L. (studierte Germanistik) runterbeugte, zertrümmerte Nhat T. mit einem Hammer seinen Kopf.

Den Toten zerstückelte er in der Badewanne, legte die in Plastiksäcken verpackten Leichenteile später an der Saale und der B 7 ab. Mögliches Motiv: Nhat T. wollte sich mit der Identität seines Opfers hochwertige elektronische Geräte im Internet bestellen.
Laut Anklage entnahm der Vietnamese der Leiche fachgerecht die Leber. Bis heute ist das Organ verschwunden.

Nach der Tat stellte sich Nhat T. selbst, gab den Mord zu. Seitdem schweigt er. Muss er womöglich nicht ins Gefängnis? Die Anklage geht von Schizophrenie. Der Prozess geht am 8. März weiter.

Der geständige Stückelmörder kurz nach seiner Verhaftung im August 2018
Der geständige Stückelmörder kurz nach seiner Verhaftung im August 2018Foto: Johannes Krey

Quelle: BILD

 

Mrz 17

Asylanten festgenommen: Restaurant-Gast bei Raucher-Pause niedergestochen

Vor diesem Restaurant wurde ein Gast (51) von zwei Männern mit einem Messer angegriffen
Foto: Daniel Bothe

Düsseldorf – Ein Restaurant-Gast (51) wollte mit seiner Freundin nur eine Zigarette nach dem Essen rauchen … und wurde niedergestochen!

Vor dem Steakhouse „Marli“ an der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf-Golzheim gab es gegen 23 Uhr plötzlich Streit mit zwei Männern (23, 25) aus dem Irak.

Die Polizei konnte 45 Minuten nach der Attacke die Angreifer stellen
Die Polizei konnte 45 Minuten nach der Attacke die Angreifer stellenFoto: Daniel Bothe

Die Polizei konnte die Tatverdächtigen durch mehrere unabhängige Zeugenaussagen schnell identifizieren und um 23.45 Uhr in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Golzheim festnehmen.

Von der Tatwaffe fehlt noch jede Spur. Die Ermittlungen im Fall des versuchten Tötungsdeliktes dauern an. Der 51-Jährige kam in eine Klinik, wurde sofort operiert und ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Quelle: BILD

Mrz 17

Frau hingerichtet: Ist dieser Afghane der Messermörder von Halle?

Mohammad Suliman N. soll eine Frau hingerichtet haben
Foto: POLIZEI HALLE

Halle – Fünf Tage nach dem bestialischen Messermord im Plattenhochhaus am Florentiner Bogen in Halle jagt die Polizei den mutmaßlichen Killer jetzt öffentlich!

Die Kripo glaubt: Der Afghane Mohammad Suliman N. (24) meuchelte die ebenfalls aus Afghanistan stammende Homa (26) mit dem Messer nieder.

In diesem Hochhaus am Florentiner Ring in Halle wurde die Frau ermordet
In diesem Hochhaus am Florentiner Ring in Halle wurde die Frau ermordet

Die Leiche der Jungen Frau war am 10. März, gegen 12.15 Uhr, von Verwandten in der Wohnung eines Landsmannes entdeckt worden. „Ursächlich für den Tod der Frau waren mehrere Messerstiche“, sagte Polizeisprecher Ralf Karlstedt am Freitag.

Anfänglich hatte die Kripo nach BILD-Informationen einen 33 Jahre alten Afghanen im Visier. Mittlerweile steht jedoch der 24 -jährige Mohammad Suliman N. als Mörder im Verdacht.

Die Kriminaltechnik sicherte Spuren in der Wohnung
Die Kriminaltechnik sicherte Spuren in der Wohnung

Der in Halle lebende Afghane ist seit der bestialischen Bluttat spurlos verschwunden. Wer hat den Mann seit dem 9. März gesehen oder weiß, wo er sich aufhält? Hinweise unter: 0345/ 224 1291.

Ein weiteres Foto des Tatverdächtigen Mohammad Suliman N.
Ein weiteres Foto des Tatverdächtigen Mohammad Suliman N.Foto: POLIZEI HALLE

Polizeisprecher Karlstedt warnt: „Von Versuchen, die Person selbst festzuhalten, wird dringend abgeraten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann sich in diesem Fall aggressiv verhalten wird.“

Quelle: BILD

Mrz 17

Oberfranken: Araber rammt 22-Jährigem Messer in den Oberschenkel | Coburg

In Coburg (Oberfranken) wurde am Freitagabend ein junger Mann leicht verletzt. Symbolbild: Christopher Schulz

Im oberfränkischen Coburg ist am Freitagabend ein 22-Jähriger mit einem Messer angegriffen worden. Er wurde dabei verletzt. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Mann sticht 22-Jährigem in Coburg Messer in den Oberschenkel: Am Freitagabend (15. März 2019) wurde ein 22-jähriger Mann im oberfränkischen Coburg mit einem Messer angegriffen. Gegen 21 Uhr war er von der Neustädter Straße in Richtung der Innenstadt unterwegs. Laut örtlicher Polizei kam ihm eine Gruppe von drei Männern entgegen.

Einer der Männer stach ihm unvermittelt ein Messer in den Oberschenkel. Er wurde dadurch leicht verletzt. Die Polizei beschreibt die Täter wie folgt:

  • circa 25 Jahre alt
  • orientalisches Aussehen
  • dunkel gekleidet
  • Einer trug eine schwarze Wollmütze

Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Diese werden unter 09561/645-209 entgegen genommen.

Quelle: infranken

Mrz 17

Ausländische Ladendiebe attackieren Polizisten mit Messer | Karlsfeld

Der Ladendieb ging mit einem Messer auf die Polizisten los. (Symbolbild)© picture-alliance/ dpa / Ingo Wagner

Zwei Ladendiebe werden in Karlsfeld auf frischer Tat ertappt und von Kunden und Mitarbeitern gestellt. Als die Polizei hinzukommt, zückt einer ein Messer.

Karlsfeld – Am Samstag, gegen 12.30 Uhr, wurden zwei Ladendiebe im Norma Einkaufsmarkt in Karlsfeld von Kunden und Mitarbeitern des Geschäfts gestellt, das berichtet die Polizei. Sie hatten versucht Lebensmittel und Gebrauchsartikel im Wert von rund 150 Euro zu stehlen.

Die beiden Ladendiebe versuchten noch zu flüchten, wurden aber nur wenige hundert Meter weiter von Beamten der Polizei Dachau festgenommen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei Weißrussen im Alter von 32 und 33 Jahren. Beide haben keinen festen Wohnsitz in  Deutschland. Der Grund ihres Aufenthalts konnte bislang nicht näher geklärt werden.

Tatverdächtiger geht mit Messer auf Polizisten los

Während sich der 33-Jährige kooperativ zeigte, widersetzte sich der äußerst aggressive 32-jährige Tatverdächtige vehement seiner Festnahme. Er griff unvermittelt einen Polizeibeamten an und schlug ihm mit  seiner Faust ins Gesicht. Seiner Festnahme versuchte er sich gewaltsam zu widersetzen – unter anderem mit einem Messer. Mehrere Streifen der Polizei Dachau waren erforderlich, um den Angreifer zu bändigen. Bei dem Einsatz wurden drei Polizeibeamte verletzt. Einer  erlitt eine Schnitt-/Stichverletzung am Oberschenkel und musste im Klinikum Dachau behandelt werden.

Gegen den 32-jährigen Tatverdächtigen wird wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in mehreren Fällen, Körperverletzung, Beleidigung, Diebstahl mit Waffen und Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft stellt Haftantrag und er wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der 33-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl geführt.

Quelle: merkur

Mrz 16

Wenn Familien- Bürgschaften für Flüchtlinge nicht gedeckt sind, zahlt der Senat!

Senatorin für Arbeit Elke Breitenbach im Interview mit Florian Schmidt

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hat offenbar keinen Überblick über ausstehende Forderungen, will sie aber auch gar nicht eintreiben, kritisiert Gunnar Schupelius.

Auf dem Höhepunkt der Einwanderungswelle 2015 unterzeichneten viele engagierte Bürger eine Bürgschaft für Flüchtlinge. Sie verpflichteten sich zu Unterhaltszahlungen. Ende Januar 2019 wurde bekannt, dass viele Bürgen ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sind. Die Bundesagentur für Arbeit zum Beispiel blieb auf Forderungen in Höhe von 21 Millionen Euro sitzen. Auch in den Sozialbehörden der Bundesländer sind viele Rechnungen offen.

In Berlin hat der Senat keinen Überblick darüber, in wie vielen Fällen die öffentliche Hand einspringen muss, weil die Bürgen ausfallen. Auf Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Burkard Dregger gab Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) bekannt: „Die erfragten Daten werden von den Leistungsbehörden nicht erhoben.“

Ganz anders sieht es hingegen in der Berliner Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit aus. Die arbeitet als Bundesbehörde unabhängig vom Senat. Hier werden die erfragten Daten durchaus erhoben und also gab es eine klare Antwort: Genau 799.770 Euro aus insgesamt 180 Bürgschaften wurden nicht gezahlt und müssen aus Steuergeld ersetzt werden. Das sind pro Bürgschaft etwa 4400 Euro.

Es ist überaus bedauerlich, dass die Berliner Sozialverwaltung unter Frau Breitenbach solche Daten nicht präsentieren kann, denn man muss ja schließlich wissen, wie hoch die Ausfälle sind. Sie könnten sehr hoch sein, denn seit 2015 werden in Berlin pro Jahr bis zu 30.000 Bürgschaften unterzeichnet, die in der Behördensprache „Verpflichtungserklärungen“ genannt werden. 2018 waren es genau 27.204.

Diese Verpflichtungserklärungen werden überwiegend für Kurzaufenthalte von Angehörigen unterzeichnet, die für ihre Familienmitglieder oder Freunde bürgen, wenn sie Berlin besuchen.

Sie werden aber auch für Fremde und für längere Zeiträume unterzeichnet. Es gibt in der Berliner Verwaltung auch keine Daten darüber, wann aus einem Familienbesuch ein Asylverfahren wird, wenn zum Beispiel der eingereiste Onkel beschließt, nicht wieder auszureisen und sich als Flüchtling meldet.

Wenn man die Daten der Bundesagentur für Arbeit zugrunde legen und auf die Zahl der Bürgschaften übertragen würde, so käme dabei heraus, dass Berlin pro Jahr auf 130 Millionen Euro an Forderungen aus nicht erfüllten Bürgschaften sitzen bleibt. Das wäre eine Menge Geld. „Der Senat befindet sich im völligen Blindflug“, sagt Dregger. „Er kennt seine Zahlen nicht.“

Eine Entscheidung allerdings hat der Sozialsenat unter Frau Breitenbach dennoch getroffen: Sie strebt „die Niederschlagung einer Erstattungsforderung nach Prüfung des Einzelfalls an“, wegen des „Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit. Denn die Bürgen hätten helfen wollen, dabei aber die „finanziellen Folgen unterschätzt“. Im Klartext heißt das: Wenn ein Bürge nicht zahlt, zahlt die öffentliche Hand. Der Bürge muss gar nicht mehr bürgen. Der Steuerzahler übernimmt. Der aber wurde gar nicht gefragt.

Quelle: bz

Mrz 16

Bundesamt stellt Strafanzeige gegen Sprachschulen für Flüchtlinge

Mehrere Anbieter von Sprachkursen für „Geflüchtete“ legen wenig Wert auf Qualität und nehmen es auch mit der Zahl der Teilnehmer – für die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ja zahlt – nicht so genau. Nun haben diese Geschäftspraktiken rechtliche Folgen.

Die fragwürdigen Geschäftspraktiken von Sprachkursanbietern für Geflüchtete haben nun auch rechtliche Folgen: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat nach eigenen Angaben drei Strafanzeigen gegen Sprachschulen gestellt. Das bestätigte die Behörde am Freitag auf Anfrage des rbb.

Vorwurf: Zu viele Teilnehmer abgerechnet

Bei diesen Anzeigen gehe es vor allem um Urkundenfälschung und Betrug, teilte die Behörde mit. Insider beurteilen die Geschäftspraktiker der Anbieter als eine „Gelddruckmaschine für Sprachschulen“. So würden mehr Teilnehmer abgerechnet, als tatsächlich anwesend seien, berichtete etwa eine Lehrerin dem ARD-Mittagsmagazin. Die Teilnehmer würden als Karteileichen geführt, für die das BAMF dann die Teilnahme an den Kursen zahle.

Im Jahr 2018 hatte das BAMF 875 Millionen Euro für Integrationskurse in den Sprachschulen zur Verfügung gestellt. 2015 waren es noch 267 Millionen Euro.

Experten sehen BAMF-Kontrollen kritisch

Auch seien die Dozenten der Kurse oft schlecht oder gar nicht qualifiziert, berichtet die Lehrerin weiter. So gebe es etwa Dozenten, deren Muttersprache nicht Deutsch sei und die selber noch Fehler machten oder eine schlechte Aussprache hätten.

Das BAMF verwies auf rbb-Nachfrage auf Kontrollen vor Ort. Doch Experten und Insider sehen systemische Kontrollfehler: Das BAMF kontrolliere vor allem Anwesenheitslisten, statt den echten Lernerfolg der Teilnehmer auch zu überprüfen. Der Vorstandsvorsitzende des Fachverbands Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Matthias Jung, wies darauf hin, dass das BAMF eine Verwaltungsbehörde sei, deren Mitarbeiter überwiegend nicht pädagogisch qualifiziert sei.

Quelle: rbb

Mrz 16

Linksfaschismus: Techniken sozialer und moralischer Tyrannei

Der Geist der Freiheit weht überall, nur typischerweise nicht bei denen, die gerade an der Macht sind, meint Dieter Schönecker. (imago/Ikon Images/Gary Waters )

Der Siegener Philosoph Dieter Schönecker wurde unter Druck gesetzt, als er im Rahmen einer Vorlesungsreihe Thilo Sarrazin und Marc Jongen einlud. Er meint, dass die Redefreiheit schon durch subtile Techniken der Einschüchterung bedroht sei.

Die Philosophie liebt Gedankenexperimente – machen wir eins: In 30 Jahren hat die Neue Rechte ihren Marsch durch die Universitäten abgeschlossen. Bundesbildungsminister Marc Jongen hat schon längst die Gender Studies auf den Scheiterhaufen der Ideengeschichte geschickt. Die AfD-Stiftung finanziert an den Universitäten Graduiertenkollegs; man assoziiert nicht mehr drauf los wie der Medientheoretiker Erhard Schüttpelz, sondern denkt wie der Althistoriker Egon Flaig.

Eine Zensur, heißt es in Artikel 5, findet nicht statt

Man ist nun rechts. Man ist unter sich, und kaum jemand vermag sich noch vorzustellen, es könnte auch anders sein. Eine Politologin kommt dennoch auf die Idee, einen Marxisten zu einem Vortrag einzuladen. Warum auch nicht, denkt sie. Immerhin gilt Artikel 5 des Grundgesetzes. Er schützt die Meinungsfreiheit und auch die Freiheit der Wissenschaft; eine Zensur, so heißt es da, findet nicht statt.

Aber die Kollegin ist naiv. Sie hat nicht bedacht, dass die Feinde der Freiheit, wie Karl Popper sie nennen würde, feinere Techniken sozialer und moralischer Tyrannei anwenden als nur die Brechstangen von Zensur und Verbot.

Zwar untersagt man ihr nicht die Veranstaltung, aber es geht ja auch anders: Sie darf finanzielle Mittel, die andere nutzen, nicht nutzen, in den Gremien wird sie an den Pranger, auf Twitter in die linksextreme Ecke gestellt, ein Forschungssemester wird abgelehnt, der DFG-Antrag, den sie gerade gestellt hatte, fällt durch, und die „Deutsche Gesellschaft für Normative Politikwissenschaft“ verweigert ihr jede Unterstützung. Sogar ihre frisch promovierte Doktorandin wird angesprochen, was sie eigentlich für eine exzentrische Doktormutter habe, die sogar Morddrohungen erhalte.

Auch Schikanierungen bedrohen die geistige Freiheit

So könnte es kommen, und so ist es, unter anderen Vorzeichen, schon jetzt. Der Philosoph John Stuart Mill hat sehr deutlich gesehen, dass die Meinungsfreiheit nicht nur durch direkte staatliche Sanktionen wie die Zensur beschränkt wird, sondern auch durch Schikanen, die auf das physische und seelische Wohlergehen derjenigen zielen, die frei ihre Meinung äußern wollen.

Natürlich muss man einiges aushalten, keine Frage.

Aber wer wird seine Meinung äußern, wenn er damit rechnen muss, seinen Job zu verlieren oder auch nur die Mitgliedskarte in seinem Fußballverein? Wer wird sie kundtun, wenn danach ein Abendessen im Restaurant nur noch unter Polizeischutz möglich ist? Welche junge Akademikerin wird es wagen, in einem Bewerbungsvortrag für, sagen wir, Patriotismus zu argumentieren, wenn sie doch weiß, dass sie damit das Ende ihrer Karriere einleitet?

Die Schere wird hingehalten, und nicht nur, wer schwache Nerven hat, gebraucht sie im eigenen Kopf. Natürlich darf jeder sagen, was er will. Aber man muss es auch wollen können.

Daran sollten alle denken, die, wie etwa die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, bei der moralischen Polizei mitmarschieren und den Diskurs verweigern. Roth hat im Sommer 2018 einen Vortrag zur Meinungsfreiheit gehalten und dieses Recht auch verteidigt.

Das Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit

Aber meine Bitte, mir ihren Vortragstext zuzuschicken, lehnte ihr Büro ab: „Wir (…) unterstützen keine Veranstaltungen, auf denen rechtsextremen und rassistischen Positionen eine Bühne gegeben wird.“ Dabei hatte ich als Liberaler nur von meinem Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit Gebrauch gemacht und dabei auch Marc Jongen und Thilo Sarrazin zu Vorträgen eingeladen.

Der Geist der Freiheit weht überall, nur typischerweise nicht bei denen, die gerade an der Macht sind, und sei es auch nur an der Universität. Das kann sich ändern. „Behandle andere so, wie Du auch gerne in der gleichen Situation behandelt werden möchtest.“ Um zu verstehen, was aus dieser goldenen Regel folgt, reicht schon ein kleines Experiment mit den Gedanken.

Dieter Schönecker ist Professor für Praktische Philosophie an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Praktische Philosophie Kants, die Metaethik und die analytische Religionsphilosophie. Er ist Autor und Mitherausgeber zahlreicher Bücher und Aufsätze. Zuletzt erschienen „Der Schutz der Freiheit“ im „Schweizer Monat“.

Quelle: DLF – Kultur

Mrz 16

Mit Faust ins Gesicht geschlagen: Nigerianische Schwarzfahrer attackieren Kontrolleure

Ein schwarzafrikanischer Wirtschaftsflüchtling bei der Festnahme

Bei einer brutalen Schlägerei am S-Bahnhof Puchheim sind am Donnerstagvormittag zwei Kontrolleure des MVV verletzt worden. Die Polizei nahm die beiden Täter in Gewahrsam.

Puchheim

Update 15. März: Polizei sucht Zeugen

Am Donnerstag gegen 10.20 Uhr kontrollierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn in einer S4 Richtung Geltendorf Fahrscheine bei den Reisenden, berichtet die Bundespolizei am Freitag. Ein 26-Jähriger stand nach der Frage nach seinem Fahrschein einfach auf und ging zur Tür, wo er die S-Bahn kurz darauf am nächsten Haltepunkt in Puchheim verließ. Die beiden Prüfer stiegen mit ihm aus und fragten am Bahnsteig erneut nach einem Ticket. Der 26-Jährige aus Nigeria gab an, seinen Geldbeutel verloren zu haben und machte Anstalten, den Bahnsteig verlassen zu wollen. Hier stellten sich ihm ein weiteres Prüf-Team in den Weg. Im Zuge dessen entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung am Bahnsteig. Durch das Einmischen weiterer am Bahnsteig befindlicher Personen, die versuchten den 26-Jährigen zu befreien, brauchte es bis zu einer letztendlichen Fixierung des in München lebenden Nigerianers, mehrere Anläufe. Zwischendurch hatte er sich auch selbst in den Gleisbereich gerollt, war aber auch wieder herausgeklettert.

Informierte Beamte der Landespolizei übernahmen den Sachverhalt am Bahnsteig und legten dem 26-Jährigen und seinem 30-jährigen Bekannten, der versucht hatte seinen Landsmann zu befreien, Handschellen an. Wenig später übernahm die örtlich zuständige Bundespolizei den Fall.

Zwei der Fahrscheinkontrolleure verletzten sich in dem Gerangel und wurden mittels Rettungswagen direkt in ein Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigem Ermittlungsstand zog sich einer eine Platzwunde im Gesicht und der andere ein geprelltes Handgelenk zu. Auch der 26-Jährige ging nach der Sachverhaltsklärung bei der Bundespolizeiinspektion München zur Behandlung in ein Krankenhaus. Verletzungen konnten jedoch keine festgestellt werden.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die beiden Nigerianer wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht nach Zeugen des Vorfalles. Wer war am 14. März zwischen 10:20 und 10:40 Uhr am S-Bahnhaltepunkt Puchheim und hat die Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig mitbekommen? Die Bundespolizei bittet Zeugen sich unter der Telefonnummer 089/515550 – 111 zu melden.

Das war die Erstmeldung:

Vier Kontrolleure des MVV hatten vorher in der S 4 Richtung Fürstenfeldbruck einen in Gauting gemeldeten Nigerianer (26) beim Schwarzfahren erwischt, wie ein Sprecher der Polizei aus Germering auf Nachfrage berichtete.

Schwarzfahrer in S-Bahn: Männer greifen MVV-Kontrolleure in Puchheim an

Am Bahnsteig bekam der 26-Jährige Unterstützung von einem in München gemeldeten Landsmann (30). Die beiden Flüchtlinge griffen die Kontrolleure massiv an. Einer der MVV-Mitarbeiter, ein 38-Jähriger Münchner, erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Weil der 26-jährige Nigerianer Ringe an der Hand trug, hatte das eine Platzwunde zur Folge. Ein zweiter Kontrolleur (35), ebenfalls aus München, erlitt bei dem Kampf am Bahnsteig vermutlich einen Handbruch. Beide mussten ärztlich versorgt werden.

Schlägerei an Bahnhof erregte Aufmerksamkeit: Notrufe bei Polizei eingegangen

Die vier Kontrolleure hatten die beiden Aggressoren bereits überwältigt, als die Germeringer Polizei kam, die die Täter dann an die zuständige Bundespolizei übergab. Auch wegen des Geschreis erregte die Schlägerei einige Aufmerksamkeit. So erreichten die erst seit kurzem für Puchheim zuständige Polizei Germering diverse Notrufe.

Quelle: Merkur

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