Jan 20

Syrer über Wienerin hergefallen: Dreieinhalb Jahre Haft – Am Heimweg verfolgt

Bild: Thinkstockphotos, stock.adobe.com, krone.at-Grafik (Symbolbild)

Schon in der U-Bahn habe sie „anzügliche Blicke“ bemerkt, daraufhin mehrfach den Waggon gewechselt – doch der Mann folgte ihr, schließlich sogar bis vor ihr Wohnhaus. Dort sprach er sie an, sie versuchte, ihn abzuwimmeln. Der Mann drückte sie daraufhin gewaltsam gegen die Mauer und versuchte laut Anklage, über sie herzufallen. Die eintreffende Polizei dürfte Schlimmeres verhindert haben. Wegen versuchter Vergewaltigung wurde der Angeklagte, ein 30 Jahre alter Syrer, am Freitag in Wien zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Vorfall hatte sich am 12. Oktober des Vorjahres in Wien abgespielt. Das Opfer, eine 19 Jahre alte Wienerin, war kurz vor Mitternacht vom Fitnessstudio nach Hause gefahren. Schon in der U-Bahn fielen der 19-Jährigen die anzüglichen Blicke des ihr unbekannten Mannes auf. Sie wechselte daher mehrfach den Waggon. Er folgte ihr, jedes Mal.

 

Freundin via WhatsApp um Hilfe gebeten
Als sie die U-Bahn verließ, verfolgte der Fremde sie weiter. Die 19-Jährige schrieb daraufhin ihre Freundin via WhatsApp an und bat um Hilfe. Vor ihrem Wohnhaus sprach der Verfolge die junge Frau schließlich an. Sie sei „so schön“ und er liebe sie, meinte der 30-Jährige. Die Frau versuchte, den zudringlichen Mann abzuwimmeln, während sie über WhatsApp ihre Freundin aufforderte, die Polizei zu rufen.

 

Sie versuchte danach, den Mann zu ignorieren, doch der Angeklagte drückte sie gegen eine Mauer, presste sich an sie, griff ihr in die Hose und war offensichtlich auf geschlechtliche Handlungen aus, so die Anklage. Die 19-Jährige wehrte sich jedoch heftig, vor allem aber hatte sie das Glück, dass die von der Freundin alarmierte Polizei rasch am Tatort eintraf. Die Beamten zogen den verdächtigen Syrer mit Gewalt von ihr weg und sprachen die Festnahme aus.

 

Angeklagter: „Vergewaltiger stellen sich nicht vor“
„Ich wollte nur neue Freunde haben“, gab der 30-jährige Angeklagte beim Prozess am Freitag zu Protokoll. Um seine schlechten Deutschkenntnisse zu verbessern, habe er Kontakt gesucht. Die junge Frau sei plötzlich vor ihm gestanden: „Ich habe sie gegrüßt. Ich habe ihr gesagt, wer ich bin.“ Er habe nichts Böses gemacht: „Vergewaltiger stellen sich normalerweise nicht vor.“ Auf einmal sei die Polizei da gewesen: „Ich bin nicht weggerannt, weil ich nichts gemacht habe. Ich hatte keinen Grund wegzulaufen.“

Vor der Einvernahme der 19-Jährigen wurde auf Antrag ihres Rechtsbeistands Lian Kanzler die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Senat schenkte in vollem Umfang der Darstellung der Zeugin und nicht der Version des Angeklagten Glauben. Der Syrer wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die junge Frau bekam als Wiedergutmachung 1000 Euro zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Verteidiger bat um Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab vorerst keine Erklärung ab.

Quelle: Kronenzeitung

Jan 20

Diskriminierung: TU Dresden trennt sich von Politikprofessor und CDU-Berater Patzelt

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt wird nicht mehr an der TU Dresden dozieren. Quelle: dpa

Für seine Nähe zur AfD und Pegida wurde der CDU-Berater Werner Patzelt häufig kritisiert. Jetzt beendet die TU Dresden die Zusammenarbeit mit dem Politikwissenschaftler.

Berlin

Der neue Wahlkampfberater der sächsischen CDU, der Politikwissenschaftler Werner Patzelt, verliert seine Anbindung an die Technische Universität Dresden. Patzelt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), der Dekan der Universität habe ihm mitgeteilt, dass sein Antrag auf eine Seniorprofessur nicht unterstützt werde. Patzelts bisherige Professur endet regulär Ende März. Er hatte sich um eine Anschlussverwendung als Seniorprofessor beworben.

Patzelt hatte sich unter anderem als Experte für die AfD und die Pegida einen Namen gemacht. Seine Kritiker werfen ihm zu große Nähe zu seinem Untersuchungsgegenstand vor.

Für die CDU soll er das Wahlprogramm für die Landtagswahl im September mit entwerfen. Die AfD hat gute Chancen, bei der Wahl auf einen der vorderen Plätze zu kommen. Sachsens Ministerpräsident und CDU-Chef Michael Kretschmer hatte Patzelt Anfang Januar überraschend als Vize-Vorsitzenden der Programmkommission nominiert.

Patzelt sagte, die Universität habe ihre Ablehnung damit begründet, dass er „auf unzulässige Weise die wissenschaftliche und die politische Rolle vermenge“. Diesen Vorwurf weise er zurück: „Ich habe keine Rollen vermengt. Ich habe mich immer nur für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eingesetzt – auch gegenüber seinen Feinden und Gegnern.“ Ein zweiter Vorwurf der Universität sei, dass er Universitätsleitung und Landeswissenschaftsministerin in der Debatte um die Gründung eines Universitätsinstituts öffentlich kritisiert habe. Damit habe er nach Darstellung der Universität „gegen das Mäßigungsverbot verstoßen“, dem er als Professor unterliege. Patzelt sagte, er habe nur Fakten beschrieben.

Quelle: lvz

Jan 20

Moslem- Schächtung: Toter Schafbock am Straßenrand gefunden | Lübeck

Das Tier hatte ein auffällig geschwungenes GehörnFoto: Polizei

Lübeck – Grausiger Fund am Straßenrand! Beamte der Autobahn-Polizei entdeckten in der kleinen Seitenstraße Bockholter Baum nahe der B76 in Süsel (Schleswig-Holstein) einen toten Schafbock. Der Kadaver lag auf dem Grünstreifen neben der Straße.

Als sich die Polizisten den Tierkadaver genauer ansahen, stellten sie fest, dass die Innereien vollständig entfernt worden waren. Vermutlich war das Tier mit einem Schnitt oder Stich in den Hals getötet worden. Das Tier wurde vermutlich geschächtet und dann am Straßenrand abgelegt.

Nicht der erste Fund dieser Art in diesem Jahr

In der zweiten Januarwoche 2019 wurde ein ähnlicher Fund gemeldet. Diesmal im Bereich des Braaker Mühlenwegs in Bosau (Schleswig-Holstein). Dort lagen zwei blaue Müllsäcke, in denen die Überreste von mehreren vermutlich Heidschnucken lagen. Weil die Säcke offenbar schon länger dort lagen, konnte nicht mehr ermittelt werden, wie die Tiere ums Leben gekommen waren.

Im Falle des toten Schafbocks in Süsel erhoffen sich die Ermittler Zeugenhinweise, da es sich um ein auffälliges älteres Tier mit ausgeprägtem, geschwungenem Gehörn gehandelt hat.

Die Beamten hatten das Tier bereits am 11. Januar gegen 11 Uhr entdeckt. Zeugen, die Hinweise über die Herkunft des Tieres geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 04524/7077-0 zu melden. Aufgrund von Verstößen unter anderem gegen das Tierschutzgesetz und Kreislaufabfallgesetz hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: BILD

Jan 19

Armutsaraber sticht Ehefrau und drei Kinder nieder und zündelt – Wahn und Wahrheit

Mohamed A. O. wird im Rollstuhl in den Gerichtssaal geschobenFoto: Jürgen Mahnke

Gießen – Er schluchzt laut auf, sie geht zu ihm, hält liebevoll die Hände des Rollstuhlfahrers. Wie geht man mit diesem Vater um, der krank ist und im Wahn seine gesamte Familie auslöschen wollte?

Das Wiedersehen von Mohamed O. A. (36) und seiner Samah A. (31) vor dem Landgericht ist anrührend. Dabei hatte er vor einem halben Jahr noch versucht, die ganze Familie auszulöschen.

Rückblick: Am 3. Juli 2018 gegen 7.55 Uhr sticht der Fotograf mit einem Küchenmesser auf seine schlafende Frau ein. Sie erwacht, schützt die gemeinsame Tochter (20 Tage alt) mit ihrem Körper vor der Klinge, schafft es, sie ihm zu entreißen. Mohamed O. A. holt ein weiteres Messer, attackiert die drei Söhne (3/6/7), schreit: „Ich bringe euch alle um.“

Er legt Feuer in der Wohnung in der Krofdorfer Straße, springt aus dem ersten Stock. Wie durch ein Wunder überleben alle. Obwohl die beiden ältesten an der Bluter-Krankheit leiden. Mohamed O. A. ist seit dem Sturz halbseitig gelähmt.

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus kommt er nicht in Haft, sondern in die Psychiatrie in Haina. Seit Februar leidet er an einer schweren paranoiden Störung, glaubt, er werde abgehört, ausgespäht, verfolgt. Deshalb geht es vor dem Schwurgericht auch nicht um eine Haftstrafe, sondern seine dauerhafte Einweisung in die Nervenklinik.

Hauburger: „Er ist eine Gefahr für die Allgemeinheit.“

Mohamed O. A. versteht, dass er krank ist, gibt aber dem Jugendamt die Schuld an der Tat: „Das hat mich so unter Druck gesetzt, gedroht, uns die Kinder wegzunehmen, wenn ich mich nicht behandeln lasse.“

Samah A.: „Er war ein sehr guter Mann und hat sich sehr gut um die Kinder gekümmert. Gewalt gab es nie.“

Das Verfahren geht weiter.

Quelle: BILD

Syrer sticht Frau samt 3 Kinder ab und versucht Säugling zu verbrennen – lebendig!

Jan 19

Pfandflaschen-Sammlerin vergewaltigt und erwürgt: Afrikanischer-Killer stand unter Bewährung

Kripo-Beamte erkunden den Tatort auf dem Spielplatz Gartenstraße in der OststadtFoto: Frank Tunnat

Hannover – Das Verbrechen geschah mitten in Hannover: Ende Juli 2018 wurde eine Pfandflaschen-Sammlerin auf dem Spielplatz an der Gartenstraße erst vergewaltigt, dann erwürgt.

In einer Woche steht der mutmaßliche Täter wegen Mordes vor dem Landgericht. Traurig: Opfer Susanne M. († 63) hätte noch leben können, wenn die Justiz härter zugepackt hätte. Angeklagter Mohamad A. (48) stand zur Tatzeit wegen Sexualdelikten unter Bewährung!

Der Sudanese reiste vermutlich im Jahr 2015 ein, verfügte über elf Aliasnamen.

► Sein Asylantrag wurde abgelehnt (Duldung bis November 2018).

► Immer wieder fiel er mit Straftaten auf, u.a. Drogendelikte.

► Zuletzt verurteilte ihn das Amtsgericht Hannover wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen zu drei Monaten Haft auf Bewährung. Weitere Ermittlungsverfahren gegen ihn (Hehlerei, sexuelle Belästigung) wurden Ende Juni von den Behörden auf Eis gelegt, weil der Ostafrikaner unauffindbar war.

Passanten entdeckten die Leiche von Susanne M. († 63)
Passanten entdeckten die Leiche von Susanne M. († 63) Foto: Polizei

Einen Monat später traf er auf die alleinstehende Seniorin. Nach dem Mord auf dem Spielplatz wurde A. in seiner DRK-Gemeinschaftsunterkunft in Helmstedt gefasst. DNA-Spuren am Opfer überführten ihn.

Laut Anklage soll sich Susanne M. angeblich freiwillig mit dem Sudanesen eingelassen haben. Als sie ihm Sex verweigerte, hätte er ihn mit Gewalt erzwungen und die Kehle zugedrückt. Sein Verteidiger Clemens Anger zu BILD: „Mein Mandant wird sich eventuell im Prozess zum Vorwurf äußern.“

Quelle: BILD

Jan 18

München: Wie Sulaiman S. seiner kleinen Frau 3 Mal das Messer in den Kopf rammte

Messer in einem Schädel einer Frau, symbolhafte Verwendung

Man mag sich das gar nicht vorstellen: Er, ein kräftiger Mann von 110 Kilogramm, seine Frau zwei Köpfe kleiner, beide über 60 Jahre alt. Ja, sagt die Frau, er habe sie ständig geschlagen, mit der Hand, mit der Faust, mit den Füßen getreten und zuweilen auch gebissen. „Dass man geschlagen wird, ist normal im Irak“, sagt die 64-Jährige.

Aber dass Sulaiman S. ihr ein Küchenmesser zwei- oder dreimal in den Kopf gerammt hat, das war selbst der gepeinigten Frau zu viel. „Warum hast du mir das angetan“, fragt sie den Angeklagten immer wieder und weint. Und: „Mit ihm möchte ich nicht mehr leben.“ Wenn die große Schwurgerichtskammer am Landgericht München I den 67 Jahre alten Sulaiman S. des versuchten Mordes für schuldig befindet, könnte sich das Thema Zusammenleben für die nächsten drei bis 15 Jahre ohnehin erledigt haben.

Es sind unterschiedliche Sprachen und Sitten, die am Freitag in Saal B 175 aufeinandertreffen. Da ist zum Beispiel ein irakischer Zeuge, der am Tag der Tat im März 2018 in der Wohnsitzlosenunterkunft in Riem in der Küche zugange war und die blutüberströmte Frau über den Gang flüchten sah. „Ich habe ihr eine Tischdecke gegeben wegen dem Blut“, erzählt er. „Ruf meine Kinder an, ich sterbe“, habe sie gesagt. „Aber ich hatte keine Nummer. Ich ging dann wieder in die Küche“, sagt der Mann vor Gericht. Es sei ein Streit zwischen einem Ehepaar gewesen. Später habe er an der Türe von Sulaiman S. geklopft, er habe aber nichts gesagt und sei ruhig gewesen. „Es ist ja schön, dass man in ihrem Kulturkreis Älteren Respekt zollt. Aber hier geht es um die Wahrheit“, sagt Richter Michael Höhne eindringlich. Denn bei der Polizei hatte der Zeuge ausgesagt, Sulaiman S. sei aggressiv und seine Augen gerötet gewesen.

Ja, ihr Mann habe getrunken. Und besonders schlimm sei es noch im Irak gewesen, wenn er beim Glücksspiel Geld verloren hatte und er schlecht gelaunt nach Hause kam, erzählt die Ehefrau im Zeugenstand. Auch am Tattag hatte er getrunken. Sie sei auf ihrem Bett gesessen und habe ihre Gebetskette in der Hand gehalten. Sulaiman S. sei am Tisch gesessen, wo noch das Geschirr vom Abendessen stand. Dann sei er zu ihr gegangen und habe mit der einen Hand ihren Kopf zu ihm gezogen. Im Krankenwagen soll die Frau später ihrem Enkel erzählt haben, dass Sulaiman S. gesagt habe, er wolle ihr aus Ehrerbietung einen Kuss auf den Kopf geben. Tatsächlich habe S. ein Messer hinter dem Rücken gehalten.

Zweimal habe ihr Mann plötzlich zugestochen, dann habe sie versucht, nach dem Messer zu greifen, wobei sie noch Schnittwunden an den Händen erlitt. Im Gerangel sei das Messer zu Boden gefallen, sie habe es ergriffen und sei aus dem Zimmer geflohen. Ob Sulaiman S. ihr nicht nachsetzte, weil er seine Unterschenkelprothese nicht trug, konnte das Gericht mit Hilfe der Ehefrau nicht klären. Im Freien sackte die Frau auf den Boden und weinte. Der Sicherheitsdienst verständigte Polizei und Rettung.

Was das Wort „psychisch“ bedeutet, weiß die 64-Jährige nicht. Sie habe immer noch Schmerzen, starke Konzentrationsprobleme. „Ich zittere ständig, habe immer Angst“, sagt sie. „Vor was?“, fragt Höhne. „Ich weiß es nicht“, antwortet sie, „die Angst ist in mir.“

Quelle: Süddeutsche

Jan 18

Prozess in München: Wollte Armutsmigrant seine Ex-Freundin ermorden?

Prozessbeginn gegen einen 26 Jahre alten Mann, der laut Staatsanwaltschaft seine ehemalige Freundin in Unterföhring töten wollte. Der Anklage zufolge soll er sie in ihrer Wohnung mit einem Messer angegriffen haben. Als sie fliehen wollte, soll er die Frau im Windfang niedergeschlagen haben.

Mordversuch unter Drogeneinfluss?

Zu den Vorwürfen selbst will der Angeklagte nichts sagen. Aber er hat am Mittwoch geschildert, wie die Tage vor diesem 23. Dezember 2017 ausgesehen haben. „Komisch“ gefühlt habe er sich. Er habe „gekifft, Koks gezogen, Marihuana gegessen und getrunken ohne Ende.“ Was er denn tun würde, wenn er jetzt in seiner Zelle Alkohol und Drogen bekäme, wollte der Richter wissen. Der Angeklagte antwortete: „Ich würde alles auf einmal nehmen.“

Angeklagter war schon in Jugendhaft

Seit über einem Jahr ist der Angeklagte in Untersuchungshaft. Es ist nicht sein erster Gefängnisaufenthalt: Schon als Teenager hatte er Probleme mit dem Gesetz, nach einem Raub kam er dann mehrere Jahre in Jugendhaft. Er stand noch unter Bewährung, als er über eine Dating-App die Frau aus Unterföhring kennen lernte, die seinen Worten nach ebenfalls Drogen nahm.

Der Angriff auf sie war nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eine Bestrafung. Sie hatte einen neuen Partner und soll ihm nach einem Streit mit einer Anzeige gedroht habe. Er habe gefürchtet, dass er wieder ins Gefängnis müsse.

Quelle: BR

Jan 18

Spanien winkt Migranten durch – „Klarer Verstoß gegen EU-Recht“

Über 2000 Migranten sind in diesem Jahr bereits über das Mittelmeer nach Spanien gekommen. Das sind jetzt schon mehr als im gesamten Vorjahresmonat, der schließlich in einem Allzeithoch mündete.
Quelle: WELT/Kevin Knauer

Die Zahl der irregulären Einreisen aus Marokko steigt weiter. Recherchen zeigten, dass Spanien die Weiterreise von Migranten fördert. Die FDP sieht einen klaren Verstoß gegen EU-Recht. Das Innenministerium reagiert zurückhaltend.

Das neue Jahr geht an der Südküste Spaniens so weiter wie das alte aufgehört hat: Die Zahl der irregulär Einreisenden aus Marokko bleibt auf Rekordniveau. Für 2018 hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR insgesamt 58.569 Migranten gemeldet, dreimal so viele wie im Vorjahr.

In 2019 sind nun bis zum 13. Januar bereits 2140 Menschen übers Mittelmeer gekommen – und damit jetzt schon mehr als im gesamten Vorjahresmonat, der schließlich in dem Allzeithoch mündete.

Für die Asylanträge der Menschen ist Spanien zuständig. Dort müssten die Migranten erst einmal bleiben. So lauten die EU-Regeln. Recherchen von WELT AM SONNTAG zeigten jedoch, dass mancher von ihnen weiter nach Mitteleuropa reist – und der Bruch der internationalen Abmachung durch den spanischen Staat mindestens befördert wird, indem er Bustransfers von Andalusien bis in den Norden des Landes organisiert und bezahlt. Von dort flogen Personen weiter nach Brüssel, andere nahmen einen weiteren Bus nach Frankreich. Mancher will nach Deutschland.

Aus der Opposition kommt deshalb die Forderung an die Regierung, konsequent zu reagieren. „Egal, ob es sich um Verstöße einzelner Beamter handelt oder um systematischen Rechtsbruch durch spanische Behörden: Die Bundesregierung und die Europäische Kommission müssen diese Praxis dringend unterbinden“, sagt Linda Teuteberg, migrationspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion.

Sie spricht von einem „klaren Verstoß gegen europäisches Recht“. Der Vorgang zeige, dass die Strukturprobleme des europäischen Asylsystems noch immer nicht gelöst worden seien. Teuteberg bringt daher strengere Kontrollen an der deutschen Grenze ins Spiel: „Wenn eine echte europäische Lösung nicht möglich ist, müssen wir in Deutschland die Voraussetzungen für nationale Maßnahmen schaffen, um im Falle einer erneuten Krise die Migration in den Griff bekommen zu können.“

Linda Teuteberg, migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion
Linda Teuteberg, migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion

Quelle: picture alliance/dpa

Das Bundesinnenministerium reagierte zurückhaltend. Man verweist darauf, dass man etwa durch Bundespolizisten vor Ort Erkenntnisse sammele: „Die Erfahrungen und Erkenntnisse des an den Frontex-Einsätzen beteiligten Personals werden vor Ort unmittelbar und im Nachgang, sowohl innerhalb der Bundespolizei als auch durch Frontex, nachbereitet“, erklärte ein Sprecher. „Insbesondere aus operativen Gründen erfolgt von hier keine Kommentierung“ der in dem Artikel „geschilderten Einzelerkenntnisse“.

Aus Sicherheitskreisen hieß es zu den Vorwürfen, man könne nicht beurteilen, inwiefern die Beobachtungen auf „individuelles (Fehl-)Verhalten der eingesetzten Kräfte zurückzuführen waren“.

Die öffentliche Zurückhaltung ist mit einem Stichwort verbunden. Das lautet Sekundärmigration, also die Bewegung von Migration innerhalb des Schengen-Raums, in dem es eigentlich keine Grenzkontrollen geben soll. Die Bundesregierung schaut sich an, was in diesem Bereich passiert. Ob Staaten sich an die Verpflichtungen halten – oder ob sie im Grunde durchwinken. So wie 2015 die Länder entlang der Balkanroute. Und so wie jetzt offenbar Spanien.

Migranten auf dem Weg in eine Unterkunft in Südspanien Quelle: Tim Röhn

Allerdings: Genaue Zahlen gibt es kaum. „Sekundärbewegungen bleiben einer der Migrationsbereiche, die am schwierigsten zu analysieren sind“, heißt es zum Beispiel in der aktuellsten Risikoanalyse von Frontex. Die Bundesrepublik scheint von der Sekundärmigration jedoch in besonderer Weise betroffen: Monatlich kommen zwischen 10.000 und 15.000 Asylsuchende.

Experten halten die Zahl für einen guten Indikator für das Ausmaß der irregulären Zuwanderung nach Deutschland – auch wenn ein Teil direkt per Flugzeug kommt oder zunächst mit Touristen- oder Arbeitsvisum einreist, um dann einen Asylantrag zu stellen.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist die Balkanroute weiterhin am bedeutendsten für die illegale Einreise in Deutschland – weitaus mehr als die westmediterrane Route.

Aber: Die Behörden blicken genau auf die Auswirkungen. Für die meiste Zeit im vergangenen Jahr haben die „grenzpolizeilichen Feststellungen an den westlichen Grenzen Deutschlands“ laut Sicherheitsbehörden „(noch) keinen Anlass“ gegeben, „eine Auswirkung der gestiegenen Seeanlandungen in Spanien anzunehmen“, wie es zum Beispiel in einem internen Papier heißt. „Die illegale (Sekundär-)Migration aus Spanien wirkt sich (noch) nicht auf die Migrationslage in Deutschland aus.“

Wahrscheinlich werde sich die illegale Migration an den westlichen Grenzen Deutschlands zunächst auf dem bisherigen Niveau fortsetzen, folgern die Experten.

Dennoch erheben die deutschen Sicherheitsbehörden bereits jetzt erhebliche Vorwürfe gegen Spanien. Demnach soll der Registrierungsprozess für Migranten nur bedingt die Anforderungen an die Qualität erfüllen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Zum Beispiel würden Angaben zur Nationalität trotz begründeter Zweifel nicht weiter überprüft werden: „Insofern können falsche Angaben im Rahmen des Registrierungsprozesses einen Einfluss auf die Nationalitätenverteilung haben.“

Quelle: Welt

Jan 17

Rentner Kehle im Schlaf durchtrennt: Mörderischer Asylant hat beim Alter gelogen

In dem Haus ist ein 85 Jahre alter Mann mit einem Messer getötet worden.

Ein Gutachten bestätigt Zweifel am Alter des mutmaßlichen Mörders von Wittenburg. Das hat Auswirkungen auf das Strafmaß des abgelehnten Asylbewerbers.

Im Fall des Messermordes von Wittenburg hat die Staatsanwaltschaft ein Altersgutachten in Auftrag gegeben. Demnach sei der Beschuldigte nicht, wie auf seinem Personaldokument angegeben, 20 Jahre alt, sondern soll mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tatzeitpunkt schon über 21 gewesen sein, meldet die Staatsanwaltschaft.

Der abgelehnte Asylbewerber wird verdächtigt, vergangenen November einem 85-Jährigen in dessen Bett die Kehle durchgeschnitten haben, nachdem er angeblich wegen Hilfsarbeiten ins Haus des Rentners eingedrungen war.

Stutzig wurden die Behörden schon bei der Haftvorführung, zudem habe der Verdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft sein Alter im Asylverfahren bereits mit 24 angegeben. Nun ist gutachtlich bestätigt, dass die Dokumente offenbar gefälscht sind. Der mutmaßliche Täter falle damit nicht mehr unter das Jugendstrafrecht, berichtet die dpa weiter.

Die Ermittlungen und die Auswertung der gesicherten Spuren dauern weiter an. Die Motive des mutmaßlichen Mörders, der sich bislang nicht zur Tat geäußert hat, sind bislang unklar. Hinweise auf eine politische Motivation gebe es aber nicht, so die Staatsanwaltschaft. Im Anschluss an den Mord hatte die AfD mehrere Demonstrationen in der Stadt organisiert.

Quelle: Nordkurier

Jan 17

Asylbewerber wegen Vergewaltigung einer Behinderten vor Gericht | Nürnberg

Ein 25 Jahre alter Asylbewerber muss sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Er soll eine körperlich behinderte Flüchtlingsbetreuerin vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Frau im Dezember 2017 nach verschiedenen Behördengängen in ihrer Wohnung auf eine Flasche Wein eingeladen hat. Dort habe er die Sozialpädagogin vergewaltigt.

Angeklagter bestreitet die Tat

Nicht zuletzt weil die Frau an einer linksseitigen Spastik leidet, sei sie dem jungen Mann körperlich unterlegen gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Der 25-Jährige bestreitet die Tat. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: BR

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Close