Okt 23

Mann lockt Kind (9) auf Mädchenklo in Schule und missbraucht es

Ein 21 Jahre alter Pole wurde von einem Lehrer auf frischer Tat ertappt. (Symbolbild)

Augsburg – In Bayern ist es offenbar zu einem schrecklichen Übergriff gekommen: Auf der Toilette einer Augsburger Grundschule soll ein junger Mann ein Mädchen sexuell missbraucht haben.

Die Polizei wurde am Dienstag in den Mittagsstunden alarmiert, weil sich ein Mann unberechtigt in der Schule aufhalte und eine Schülerin belästige, berichtete das Augsburger Polizeipräsidium am Abend.

Als die Beamten an der Schule eintrafen, hielt ein Lehrer den 21-jährigen Polen fest.

Der Mann hatte nach ersten Ermittlungen eine Neunjährige angesprochen, war mit dem Kind auf die Mädchentoilette gegangen und hatte sich dort an ihr vergangen.

„Als das Mädchen um Hilfe schrie, reagierte eine Mitschülerin umgehend und verständigte einen Lehrer“, teilte die Polizei weiter mit. Der Lehrer schritt sofort und äußerst beherzt ein. Er überwältigte den Täter und hielt diesen danach fest, bis die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen.

Der 21-Jährige wurde vorübergehend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wird nun voraussichtlich einen Haftbefehl gegen den Mann beantragen. Die 9-Jährige wird von Schulpsychologen betreut.

Fotos: DPA

 

Quelle: Tag24

Okt 23

Ex-Freundin und ‚Nebenbuhler‘ mit Dönermesser niedergestochen: Täter legt Revision ein

Mit einem im Imbiss geklauten Döner-Messer ging der Täter auf die beiden los und verletzte sie schwer. (Symbolbild)

Neubrandenburg – Der sogenannte Dönermesser-Fall von Neubrandenburg könnte noch den Bundesgerichtshof beschäftigen. Eine Woche nach dem Urteil des Landgerichts Neubrandenburg hat der Verteidiger des 29-Jährigen Revision eingelegt, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte.

Der Asylbewerber aus der Türkei hatte gestanden, einen Landsmann – den er als Nebenbuhler sah – und seine deutsche Ex-Freundin mit einem Messer mit knapp 20 Zentimeter langer Klinge niedergestochen zu haben.

Zunächst stach er dem 31-jährigen in den Hals und verletzte ihn schwer. Nachdem sein Opfer nach einigen Metern bewusstlos zusammengebrochen war, knöpfte er sich die Frau vor.

Er rammte seiner Ex das Messer in den Rücken, was sie nur dank einer schnellen Not-OP im Klinikum Neubrandenburg überlebte.

Der Mann wurde deshalb wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu neun Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Verteidiger hatte eine mildere Strafe für seinen Mandanten angeregt, aber kein Strafmaß angegeben.

Die Bluttat hatte sich vor vielen Zeugen am 18. Mai – dem Freitag vor Pfingsten – an einem Dönerstand am Kino und Rathaus Neubrandenburg ereignet. Als Grund gab der 29-Jährige Eifersucht an.

Die Neubrandenburgerin und er hatten sich nach drei Monaten Beziehung Anfang 2018 getrennt.

Fotos: DPA (Bildmontage)

 

Quelle: Tag24

Okt 23

Schwangere schmuggelt sich in Güterzug nach Deutschland

Die 25-Jährige schnitt ein Loch in die Plane (Symbolfoto).

Zell am Main – Schwanger und ohne Schuhe – so ist eine Frau auf einem Güterzug von Mailand bis nach Zell am Main (Landkreis Würzburg) gereist.

Die 25-Jährige ist in Italien auf einen Waggon des Zuges geklettert, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Dort habe sie ein Loch in die Plane eines Lkw-Aufliegers geschnitten und sei so in dessen Inneres gelangt.

In Würzburg sah eine Passantin im Vorbeifahren die Frau unter der Plane des Wagens hervorlugen.

Die Polizei stoppte den Zug und nahm die aus Nigeria stammende Frau fest. Gegen sie wird unter anderem wegen unerlaubter Einreise nach Deutschland ermittelt.

Fotos: DPA

 

Quelle: Tag24

Okt 23

Jobbilanz für Flüchtlinge: Wirtschaftsministerin schönt Erfolge auf dem Arbeitsmarkt

Hat mit überhöhten Zahlen zu sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlingen einen falschen Eindruck erweckt: Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.
Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wie viele Flüchtlinge haben bereits einen Job? Bei der Frage hat es Baden-Württembergs Wirtschafsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) unlängst nicht so genau genommen.

Stuttgart – Bei einem Kongress zur Integration von Flüchtlingen in das Erwerbsleben hat Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mit überhöhten Zahlen zu sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlingen einen falschen Eindruck erweckt. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Stuttgart auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sind unter den von der Ministerin genannten rund 28 000 Menschen aus Syrien, Pakistan, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia, Nigeria und Eritrea auch solche, die keine Flüchtlinge sind und schon länger in Baden-Württemberg arbeiten.

Ende des Jahres 2014, also vor der Zeit der großen Flüchtlingswelle in den Jahren 2015 und 2016, gingen im Südwesten bereits 9664 Personen aus den acht Hauptasylherkunftsländern einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Das entspricht mehr als einem Drittel der aktuellen Zahl.

FDP : Nicht mit Zahlen tricksen

Eine Ministeriumssprecherin verteidigte ihre Chefin. Man habe lediglich die von der BA veröffentlichten Zahlen übernommen. Deren Hinweise, dass es sich um alle Staatsangehörige der acht Länder handle und man zum Aufenthaltsstatus keine Angaben machen könne, wurden im Ressort von Hoffmeister-Kraut aber offensichtlich nicht berücksichtigt. In der Pressemitteilung zum Kongress war jedenfalls von „28 000 Geflüchteten“ die Rede.

Der Fraktionschef der FDP im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, forderte Hoffmeister-Kraut auf, nicht mit Zahlen zu tricksen. Die respektable Integrationsleistung vieler Betriebe und die gesellschaftliche Sensibilität des Themas vertrügen sich eindeutig nicht mit einem „saloppen Umgang“ mit Statistiken. „Von einer Wirtschaftsministerin erwarte ich akkurate Zahlen“, sagte Rülke.

Quelle: StN

Okt 22

„Ich werde dich fressen“ Flüchtling verstümmelt Gesicht: Opfer (18) nahezu blind

Das Opfer ist seit der Attacke des Angeklagten (links) nahezu blind.

Hanau – Im Revisionsprozess um eine Gesichtsverstümmelung hat das Opfer erstmals von seinem Martyrium berichtet. Als Zeuge sagte der 20-Jährige am Montag vor dem Landgericht Hanau aus, wie der mutmaßliche Täter auf ihn eingestochen und dann in seine Ohren gebissen habe.

Er habe Kaugeräusche des auf ihm sitzenden Angreifers wahrgenommen und könne sich an Todesdrohungen erinnern: „Ich werde dich umbringen“.

Und: „Ich werde dich fressen“. Zudem habe der Täter ihm mit einem Messer nach Hieben in den Hals auch in die Augen gestochen.

Zu der brutalen Tat soll es im Oktober 2016 in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) zwischen den beiden Flüchtlingen gekommen sein. Das Opfer aus Somalia besuchte den befreundeten Flüchtling aus Eritrea in dessen Wohnung. Dort soll der Täter laut Anklage mit zwei Messern in den Hals des damals 18-Jährigen gestochen haben.

Danach soll er ihm mit Stichen und Schnitten das Gesicht entstellt haben. Augen und Ohren wurden schwer verletzt. Das Opfer ist seither nahezu blind. Der Angeklagte konnte sich an die vom Opfer geschilderten Details nicht erinnern, wie er am Montag über seinen Rechtsbeistand angab.

Der Angeklagte war Ende Juni 2017 zu neuneinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Das Landgericht muss sich erneut mit dem Fall befassen, weil der Bundesgerichtshof das erste Urteil wegen Rechtsfehlern aufhob.

Quelle: tag24

Okt 22

Syrer jetzt drittgrößte Ausländergruppe in Deutschland

In der Bundesrepublik leben so viele Menschen ohne deutschen Pass wie noch nie. Die größte Gruppe bilden Menschen, die ursprünlich aus der Türkei stammen. Auf Platz zwei folgen Migranten aus Polen. Quelle: WELT/Kevin Knauer

In Deutschland leben so viele Ausländer wie noch nie.

  • Ende 2017 waren laut Statistischem Bundesamt rund 10,6 Millionen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst.

  • Die Zahl wuchs damit um 585.000 oder 5,8 Prozent im Vergleich zu 2016. Syrer stellen die drittgrößte Ausländergruppe.

Durch die Ausnahmesituation der vergangenen Jahre stellen Syrer inzwischen die drittgrößte Ausländergruppe in Deutschland. 699.000 Zuwanderer aus dem Bürgerkriegsland lebten im Jahr 2017 hier, wie aus der am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Jahresstatistik hervorgeht.

Größte Ausländergruppen bleiben Polen (867.000) und Türken (1,48 Millionen). Letztere sind die einzige größere in der Bundesrepublik vertretene Zuwanderergruppe, deren Anzahl kontinuierlich zurückgeht – vor allem weil sich seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vor 18 Jahren mehr Türken einbürgern lassen und hier geborene Kinder türkischer Eltern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Insgesamt leben in Deutschland so viele Ausländer wie noch nie. Ende 2017 waren rund 10,6 Millionen Personen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst, wie die Wiesbadener Statistiker mitteilten. „Das ist ein Höchststand“, hieß es zu den Daten des Ausländerzentralregisters. Die Zahl wuchs damit um 585.000 oder 5,8 Prozent im Vergleich zu 2016. Seit 2009 nimmt die Zahl der Ausländer kontinuierlich zu.

Hauptgrund ist die zunehmende Zuwanderung aus der Europäischen Union (EU) – vor allem aus den Staaten der EU-Erweiterungen seit 2004 wie Polen, Rumänien und Bulgarien. Hier gab es 2017 einen Zuwachs von 439.000 Personen.

Quelle: Infografik WELT

Im Jahr 2017 stammten rund 5,92 Millionen der im Ausländerzentralregister registrierten Ausländer aus Staaten außerhalb der EU. Seit vielen Jahren wandern die meisten Nicht-EU-Bürger irregulär, also ohne Visum, unter Berufung auf das Asylsystem zu, beziehungsweise über den Familiennachzug.

Schon in den 60er-Jahren begann die Entwicklung, dass sich die Gesellschaft zunehmend auch aus Zugewanderten zusammensetzt – mit oder ohne deutschen Pass. Inzwischen haben rund 23 Prozent der 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen einen Migrationshintergrund, wie eine Auswertung des Mikrozensus für das Jahr 2016 durch das Statistische Bundesamt ergab, darin sind neben Ausländern auch Doppel- oder Mehrfachstaatler und Personen mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit, die mindestens ein ohne deutschen Pass geborenes Elternteil haben, erfasst.

Im Gegensatz zur Zuwanderung über das Asylsystem ist die legale Zuwanderung aus EU-Mitgliedstaaten 2017 deutlich gestiegen. Die höchste Nettozuwanderung wurde aus Polen (85.000) und Rumänien (85.000) verzeichnet, gefolgt von Bulgarien (45.000).

Die Entwicklung der letzten zehn Jahre verdeutlicht die steigende Bedeutung der Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedstaaten. „Zwischen 2007 und 2017 ist die ausländische Bevölkerung mit der Staatsangehörigkeit eines neuen EU-Mitgliedstaats von 919.000 auf 2,6 Millionen gewachsen“, erklärte das Statistikamt. Die größten Wachstumsraten über diesen Zeitraum hatten Rumänen (plus 636 Prozent) und Bulgaren (plus 563 Prozent).

Die regionale Verteilung der Ausländerinnen und Ausländer aus den neuen EU-Mitgliedstaaten ähnelt jener der gesamten ausländischen Bevölkerung. Der Großteil ist in Bayern (21 Prozent), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (19) und Baden-Württemberg (17) registriert. In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) haben Staatsangehörige der neuen EU-Mitgliedstaaten mit 26 Prozent einen deutlich höheren Anteil als jene aus den alten EU-Mitgliedstaaten mit acht Prozent.

Quelle: WELT

Okt 22

Ex-Freundin mit 11 Messerstichen hingerichtet: Warum ist das nur Totschlag?

Vor ihrer Haustür in der Rumannstraße stach Bülent I. (57) auf seine 22 Jahre jüngere Ex-Freundin elfmal ein. Sie starb später in der KlinikFoto: POLIZEI, Kai Zaengel

Hannover – Sie wollte früh zur Arbeit, ahnte nichts Böses. Ihr Killer wartete da bereits vor der Haustür.

Mit einem Klappmesser attackierte Bülent I. (57) seine Ex-Freundin (35), stach der Frau elfmal in Kopf, Brust, Schulter und Lende. Dann ließ er sie zum Sterben auf der Straße zurück.

Am selben Tag war Bülent I. in Bielefeld festgenommen worden. Mit seiner Ex soll er vor der Haustür gestritten haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte sie ihn wegen Bedrohung und Vergewaltigung angezeigt, die Ermittlungen liefen.

Bülent I. bekam Besuch von der Polizei. Seine Wohnung wurde durchsucht, die Beamten hielten eine Gefährderansprache – genutzt hatte es nichts. „Du hast mein Leben zerstört!“, soll er sie angebrüllt haben. Die 35-Jährige, auf dem Weg zur Arbeit, wollte keine Diskussion führen. Bülent I. ging zu seinem Auto zurück, holte das Messer…

Für die Anklagebehörde aber kein eiskalt geplanter Mord. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge: „Der Angeklagte soll aus dem Gefühl der Verzweiflung und Ausweglosigkeit gehandelt haben. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kein niedriger Beweggrund.“ Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.

Quelle: BILD

Okt 21

221 Jahre für 20 Vergewaltiger

Mehr als ein Dutzend Mädchen wurden während sieben Jahren vergewaltigt. (Symbolbild/Gestellte Aufnahme) Bild: Hans Klaus Techt/APA/Keystone

Sie vergingen sich an Mädchen, manche nicht älter als elf Jahre. Nun ist das Urteil für mehrere Briten südasiatischer Herkunft bekannt.

Wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs zahlreicher junger Mädchen sind 20 Männer in Grossbritannien zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Laut «Sun» ist von gesamthaft 221 Jahren Gefängnis die Rede.

Die Schuldsprüche seien in mehreren Verfahren seit Januar gefällt worden, erklärte die britische Anklagebehörde CPS am Freitag. Wegen eines Verbots habe zuvor nicht über die Verbrechen berichtet werden können. «Diese schrecklichen Verbrechen sind widerlich», erklärte Innenminister Sajid Javid. Er lobte den Mut jener Opfer, welche die Übergriffe gemeldet hatten.

Laut CPS missbrauchten die Männer zwischen 2004 und 2011 in der nordenglischen Stadt Huddersfield mehr als ein Dutzend Mädchen, zum Teil nicht älter als elf Jahre. Bei den Tätern handelt es sich um britische Staatsbürger südasiatischer Herkunft, zumeist mit pakistanischen Wurzeln.

Mindestens 18 Jahre für Anführer

Die Männer hätten ihre Opfer «für ihre eigene sexuelle Befriedigung ausgenutzt. Manchmal mithilfe von Drohungen und Gewalt», sagte CPS-Sprecher Michael Quinn. Die Mädchen wurden demnach mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht. Wie der «Mirror» schreibt, hätten manche Plastiksäcke als Kondome verwendet.

Der Anführer der Gruppe, der 35-jährige Amere Singh Dhaliwal, wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt, von der er mindestens 18 Jahre wird absitzen müssen. Er wurde in 54 Fällen schuldig gesprochen, darunter 22 Vergewaltigungen elf verschiedener Mädchen. (roy/AFP)

Quelle: Tagesanzeiger

Okt 21

Haftbefehl gegen Syrer – Frau mit Messer bedroht und Hose herunter gezogen

der mutmaßliche Tatort an der Löbauer Straße.
© Danilo Dittrich

Görlitzer Politiker verurteilen den Übergriff an der Löbauer Straße. Auch die syrische Gemeinde meldet sich nun zu Wort.

Görlitz. Nach der Attacke auf eine 33-Jährige hat das Amtsgericht Görlitz Haftbefehl gegen einen Syrer erlassen. Vorausgegangen war ein entsprechender Antrag der Staatsanwaltschaft. Das bestätigt die Polizeidirektion Görlitz. Der 43-Jährige soll die Frau in der Nacht zum Donnerstag im Flur eines Mehrfamilienhauses an der Löbauer Straße angegriffen, mit einem Messer bedroht und ihr die Hose heruntergezogen haben. Nur das Eingreifen eines Hausbewohners verhinderte Schlimmeres. Sowohl er als auch der Angreifer wurden verletzt. Letzterer ist gegenwärtig in einem Haftkrankenhaus untergebracht, heißt es von der Polizeidirektion.

Inzwischen sorgt der Fall für Aufsehen auf politischer Ebene. Octavian Ursu, Görlitzer CDU-Landtagsabgeordneter: „Der Zivilcourage eines Einzelnen ist zu verdanken, das Schlimmeres vermieden werden konnte.“ Die schnelle und koordinierte Fahndung der Polizei habe am Ende dazu geführt, dass der Täter unmittelbar gefasst werden konnte. „Durch solche Einzelfälle wird die Toleranz der Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft schwer auf Probe gestellt“, so Octavian Ursu. Er vertraue darauf, dass die Justiz in diesem Fall neben einem schnellen Verfahren alle Rechtsmittel bis hin zur Ausweisung prüfe. Octavian Ursu: „Wer als Gast die Regeln des Zusammenlebens unserer Gesellschaft auf eine solch gravierende Art und Weise missachtet, muss die harte Reaktion des Rechtsstaates klar zu spüren bekommen. Nach meiner Auffassung hat der Straftäter sein Recht, hier bei uns zu leben, damit verwirkt.“ Alles andere wäre ein falsches Zeichen, auch gegenüber den anderen Flüchtlingen, die versuchen, sich in Deutschland zu integrieren, so der Görlitzer CDU-Landtagsabgeordnete.

Thorsten Ahrens, Fraktionschef der Linken im Görlitzer Stadtrat spricht von einem „sehr bedauerlichen“ Vorfall. „Jetzt sind die Behörden gefragt, die die genauen Umstände ermitteln müssen“, sagt er. Generell sei das Thema Gewalt gegen Frauen eines, „das wir im Auge behalten müssen“. Thorsten Ahrens warnt davor, die Nationalität des mutmaßlichen Täters in den Vordergrund zu stellen. „Die Nationalität ist in Fällen von Gewalt gegen Frauen nicht ausschlaggebend“, sagt er und bezieht sich auf die Me-Too-Debatte. „Wir müssen über Gewalt von Männern gegenüber Frauen generell reden“, so der Fraktionschef der Görlitzer Linken. Natürlich gebe es auch Gewalt von Frauen gegenüber Männern. Aber generell gesehen seien die umgekehrten Fälle doch in der Mehrheit.

Derweil hat sich auch die syrische Gemeinde zu dem Fall zu Wort gemeldet. „Die angegriffene Frau hat unser ganzes Mitgefühl und wir wünschen ihr zutiefst, dass sie sich von dem Geschehnis bald erholt. Ihrem mutigen, couragierten Helfer gilt unser aufrichtiger Dank“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Gruppe „Syrlitz-deutsch-arabische Kulturfreundschaft“ und dem Verein Assalam. Mit der ihm zu Last gelegten Tat habe der mutmaßliche Täter auch die Hand gegen alle in Görlitz lebenden arabischen Menschen, gleich, ob sie Moslems oder Christen sind, erhoben. „In unserer arabischen Kultur wird die praktizierte und erfahrene Gastfreundschaft als überaus wichtig angesehen. Wir Geflüchteten erleben in dieser Stadt sehr viel Gastfreundschaft und sind dafür außerordentlich dankbar“, so die syrische Gemeinde weiter. Eine solche Tat wie die jetzt geschilderte sei unerträglich. Und: „Jeder Geflüchtete, der in Görlitz lebt und sich nicht an die Regeln dieses Landes hält, stellt sich außerhalb unserer eigenen arabischen Gemeinschaft.“

Aus welchen Gründen genau es zu der Tat kam, ob sich Opfer und mutmaßlicher Täter kannten, ist derweil noch völlig unklar. Die Ermittlungen laufen, teilt Polizeisprecher Thomas Knaup am Freitag auf eine entsprechende Nachfrage der SZ mit. Auch zur Nationalität der angegriffenen 33-Jährigen gibt es keine Aussage. „Die Polizei wird aus Gründen des Opferschutzes zur Identität der betroffenen Frau keine weiterführenden Angaben machen“, so Thomas Knaup.

Quelle: Sächische Zeitung

Ehrlichgemacht: Die Zeitung hat die Überschrift vergessen richtig zu schreiben, oder diese zensiert, wir haben das korrigiert, daher weicht die Überschrift von dem Original ab, der Rest wurde nicht verändert

Okt 21

Nachts in Wiesbaden – Ein ungutes Gefühl seit der Asylflut bei jungen Frauen

Foto: Photographee.eu – stock.adobe.co

Viele junge Frauen sind abends nicht gern allein in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs. Woher rührt dieses ungute Gefühl und was tut die Polizei, um mehr Sicherheit zu gewährleisten? Eine Betrachtung.

WIESBADEN – Blitzumfrage der Polizei am vergangenen Samstagabend in der Innenstadt. Von 130 jungen Mädchen und Frauen, die zwischen halb neun und halb zwölf dort unterwegs sind, fühlen sich mehr als die Hälfte unsicher. Die allermeisten dann, wenn sie Gruppen junger Männer begegnen, die zu dieser Uhrzeit auch oft in der Innenstadt unterwegs sind. Es muss gar nichts passieren, trotzdem haben die jungen Frauen kein gutes Gefühl, wenn sie durch die Stadt laufen. Vor allem am Platz der Deutschen Einheit und im Inneren Westend, geben sie an, sind sie nicht gerne unterwegs. 37 Prozent der befragten 17- bis 30-Jährigen fühlen sich sicher. Mehr als die Hälfte berichtet den Polizisten von „unsicherer oder belästigender Situation“, fast immer geht es um ständiges Ansprechen, um Hinterherlaufen, bis zum Festgehalten- und Bedrängtwerden. „Wir müssen hier etwas tun“, sagt Polizeipräsident Stefan Müller.
Bürgermeister Oliver Franz (CDU) und Müller präsentierten eine Zwischenbilanz des Projekts „Gemeinsam Sicheres Wiesbaden“, ein Konzept, bei dem Stadt und Landespolizei seit einem halben Jahr verstärkt zusammenarbeiten und das nach Ansicht beider erfolgreich ist. Es gehe, betont Franz, nicht nur um „Law and Order“, es gehe auch um Stadtentwicklung, darum, die Innenstadt zu beleben, auch in den Abendstunden eben nicht nur Jugendliche, sondern auch andere Leute in die City zu locken, auch, um die soziale Kontrolle zu erhöhen. Franz nennt als gelungenes Beispiel einer abendlichen Belebung die „Winterstubb“ am Mauritiusplatz und erinnert an den Biergarten, der dort vor Jahrzehnten mal war.
Zurück zu den jungen Frauen, die befragt wurden. Sie ziehen Konsequenzen aus ihren Ängsten: 61 Prozent gehen nicht alleine oder nur sehr ungern alleine abends weg. Mehr als die Hälfte, nämlich 56 Prozent, möchten mehr uniformierte Kräfte in der City, 22 Prozent wollen mehr Kontrollen, 19 Prozent finden die Beleuchtung nicht ausreichend. „Präsenz und Kontrolldruck sind wichtig“, bilanziert Müller und untermauert dies mit vielen weiteren Zahlen zur Sicherheit in Wiesbaden.
Von 21 bis 5 Uhr keine gefährlichen Gegenstände:
Am 13. Dezember wird die Stadtverordnetenversammlung aller Wahrscheinlichkeit nach eine Waffenverbotszone beschließen, die dann von Januar an gelten soll, und zwar in der Fußgängerzone und in Teilen des Inneren Westends bis zur Höhe Hellmundstraße (wir berichteten). In diesem Areal ist dann das Tragen von Waffen und gefährlichen Gegenständen, die nicht offiziell als Waffen deklariert sind, von 21 bis 5 Uhr verboten. In dieser Zone darf die Polizei dann ohne Anlass kontrollieren. Als gefährliche Gegenstände sollen unter anderem auch Äxte, Hämmer und Baseballschläger definiert werden. Die Sitzungsvorlage von Ordnungsdezernent Oliver Franz geht jetzt in die politische Abstimmung. Das Gebiet war nach einer Analyse von Straftaten in den Jahren 2016 und 2017 bestimmt worden.

 

In der Innenstadt sind viel mehr Streifen unterwegs: Seit Januar wurden an 82 Kontrolltagen 2000 Personen kontrolliert. 45 von ihnen sind polizeibekannt, die bereits mehr als fünfmal kontrolliert worden waren, unter ihnen 19 sogenannte Intensivtäter, also solche, die immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Und genau auf diese habe man jetzt viel mehr ein Auge als früher. Sie werden so früh wie möglich identifiziert, was letztlich auch dazu führt, dass sie früher Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekommen. Isabel Müller, stellvertretende Leiterin der Polizeidirektion Wiesbaden, stellte vor, was hier seit Januar 2018 passiert ist.

Froh über schnelle Fahndungserfolge

Insgesamt gibt es in Wiesbaden 128 polizeibekannte Intensivtäter. 26 fallen in die Kategorie „Besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahre“ (Basu 21), junge Leute, bei denen die Polizei doch noch von einer günstigen Sozialprognose ausgeht. 102 Intensivtäter fallen in die Kategorie MIT (Mehrfach- und Intensivtäter), die wenig kooperativ sind und eine ungünstige Prognose haben. Von diesen sind 42 jünger als 21 Jahre, 60 sind älter. Im vergangenen halben Jahr wurden zehn Neue dieser Gruppe zugeordnet. 25 Intensivtäter wurden seit Januar inhaftiert. Wenn der Druck steigt, Festnahmen schneller erfolgen als früher, „dann spricht sich das in der Szene herum“, weiß ein Insider.

Isabel Müller nennt zwei Beispiele schneller Festnahmen: Am 19. August hatte ein Mann zwei andere Männer am Platz der Deutschen Einheit mit einem Messer bedroht. Es gab schnell einen Tatverdacht, einer der Bedrohten erkannte ihn auf einem Bild, er wurde festgenommen und kam am 24. August in Untersuchungshaft. Kranzplatz, 13. Oktober: gefährliche Körperverletzung und versuchter schwerer Raub. Auch hier ein Messer im Einsatz. Um 0.30 Uhr wurde der Tatverdächtige festgenommen, er saß bereits von Juni 2017 bis September 2018 in Haft, wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr ist er jetzt wieder im Gefängnis.
Ehrlichgemacht: Die Zeitung hat die Überschrift vergessen richtig zu schreiben, oder diese zensiert, wir haben das korrigiert, daher weicht die Überschrift von dem Original ab, der Rest wurde nicht verändert

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