Aug 25

Haben diese jungen Männer Prostituierte aus Berlin entführt?

Die Angeklagten Enis J. (35, links) und Silvestar Z. (22) vor Gericht, im Vordergrund ihre Anwälte Foto: Mofoto

Wegen der Entführung von Prostituieren aus Berlin stehen zwei Frauen und drei Männer vor dem Landgericht.

Eine Serie von Entführungen Prostituierter – das gab es auf Berlins Straßenstrich so noch nicht. Bis an einem Novemberabend 2017 ein Auto mit Bielefelder Kennzeichen in der Genthiner Straße hält. Darin zwei Männer und eine Frau. Sie sprechen eine junge Ungarin an, locken sie für einen angeblichen Freier-Termin in ihr Auto und düsen mit ihr ab nach Bielefeld (NRW). Sie zwingen sie, dort für sie zu arbeiten…

Ein Schicksal, dass nach ihr noch mehrere Frauen teilen mussten. So jedenfalls steht es in der Anklage gegen vier Bulgaren und einen Kosovaren in einem Prozess um erpresserischen Menschenraub, Freiheitsberaubung, Zwangsprostitution, Zuhälterei, Vergewaltigung, der am Freitag vor dem Landgericht begann.

Zwei Paare und ein Sohn stehen vor Gericht

Die mutmaßlichen Haupttäter: Nadka A. (26) und Silvestar Z. (22). Sie sollen damals in Bielefeld ein Paar gewesen sein und den Entführungsplan entworfen haben. Während sie im Gerichtssaal angestrengt und nervös wirkt, grinst er („Ich habe keinen Beruf, habe nur Fußball gespielt“) übers ganze Gesicht.

Derweil sich vorn der Richter bemüht, Licht in die Familienverhältnisse der drei übrigen Angeklagten zu bringen und nach zwanzig Minuten Hin und Her notieren kann: Der Kosovare Enis J. (35) und Tsvetanka J. (44) sind auch ein Paar. Und der Angeklagte neben ihr ist ihr Sohn Sevdim I. (25). Beide gehören zur türkischen Minderheit in Bulgarien. So müssen drei Dolmetscher gleichzeitig in drei Sprachen simultan übersetzen – ein ziemliches Stimmengewirr in Saal 500, das die Staatsanwältin bei Verlesung der Anklage durchdringen muss.

Danach musste die entführte Ungarin Katia M.* zwei Monate lang für einen unbekannt gebliebenen Zuhälter in Bielefeld anschaffen („Du kannst gehen, wenn du das Benzingeld für die Fahrt hierher bezahlt hast.“) Z. fuhr sie zum dortigen Straßenstrich, seine Ehefrau diktierte ihr die Preise, kümmerte sich um Freier. Beschwerten sich welche über ihre Dienste, bekam sie Tritte und Schläge von beiden.

Am 30. Januar 2018 fuhren das Paar und zwei der Mitangeklagten erneut nach Berlin. Diesmal lockten sie gleich zwei Ungarinnen (eine erst 18) von der Kurfürstenstraße ins Auto. Silvestar Z. versprach ihnen, sie nach einer Woche zurückzufahren. Bedingung: Sie machen alles, was verlangt wird und gehen nicht zur Polizei.

Für 40 Euro pro Freier angeschafft

Während die 18-Jährige vier Tage lang eingesperrt und dann auf dem Bielefelder Strich für 40 Euro pro Freier anschaffen musste, wurde die Freundin vergewaltigt und dann vom Angeklagten J. nach Frankreich gefahren, um das gleiche auf einer Autobahnzufahrt nahe Belfort zu tun. Und immer wurde ihnen gedroht: „Arbeite für mich oder ich verkaufe dich weiter.“

Seine Ehefrau bewachte die Frauen 24 Stunden täglich. Am 23. Februar 2018 gelang der jungen Frau dennoch die Flucht.

Noch einmal waren Nadka A. und Silvestar Z. nach Berlin gefahren. Doch diesmal ging die Sache schief. Kaum in Bielefeld angekommen, wurden die beiden Opfer von Freunden aus der Wohnung befreit.

Die Angeklagten schweigen

Silvestar Z. versuchte es noch einmal – diesmal in Münster auf dem Straßenstrich „Streele“. Und sie änderten ihre Taktik, um an Geld zu kommen: Sie nahmen das Opfer als Geisel und forderten von Verwandten 1500 Euro Lösegeld. Doch da war ihnen die Polizei längst auf der Spur. Noch am selben Tag wurde das Paar festgenommen und nach und nach auch die Mitangeklagten.

Die Angeklagten schwiegen Freitag zu diesen Vorwürfen. Nur ein Anwalt erklärte sie für „unzutreffend“. Fortsetzung: Montag (27. August). Geladen ist das erste der Opfer. Vor der Polizei hatten alle Frauen ausgesagt.

*Namen geändert

Quelle: bz

Aug 25

Wegen Hausverbot: Jagdszenen am Regensburger Hauptbahnhof

Hauptbahnhof Regensburg.

Ein 49-jähriger Äthiopier bekam von einem Mitarbeiter eines Discounters am Bahnhof Hausverbot erteilt. Daraufhin passte der Mann den Peruaner ab, schlug und beleidigte ihn. Jetzt ermittelt die Polizei.

REGENSBURG Am Samstagabend, 18. August, erteilte ein Mitarbeiter eines Lebensmitteldiscounters am Hauptbahnhof in Regensburg einem 49-jährigen Äthiopier mündlich ein Hausverbot, weil dieser im Kassenbereich herumgeschrien und mehrere Personen belästigt hatte. Als der Mitarbeiter des Discounters, ein 22-jähriger Peruaner, kurz darauf die Filiale über einen Seiteneingang verließ, beleidigte der Äthiopier den 22-Jährigen mit unflätigsten Worten, lief hinter ihm her, schlug ihn mit der Faust auf den Rücken und packte ihn schließlich am Kinn. Eine alarmierte Streife der Bundespolizei traf sowohl den Beschuldigten als auch den Geschädigten am Tatort an. Zudem stellte sie zwei Zeugen fest. Der 49-Jährige gab die Taten im Wesentlichen zu, wollte aber keine weiteren Aussagen dazu machen. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle beim Beschuldigten ergab einen Wert von über 1,3 Promille. Den Äthiopier erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung.

Quelle: Wochenblatt

Aug 25

Nächstes Land weigert sich, illegale Migranten reinzulassen

Theo Francken ist Mitglied der Mitte-Rechts-Partei Nieuw-Vlaamse Alliantie (N-VA).

Auch Belgien will keine Flüchtlinge vom Schiff „Diciotti“ aufnehmen. Brüssel – Inzwischen soll auch Belgien erklärt haben, keine illegalen Migranten mehr aufnehmen zu wollen.

„Belgien wird keine illegalen Einwanderer akzeptieren“, zitiert das polnische Nachrichtenportal „Interia“ den belgischen Staatssekretär für Asyl und Immigration, Theo Francken (40).

Francken habe damit auf die Drohung des italienischen Vize-Premiers, Luigi di Maio (32), im Zusammenhang mit der Krise um das Schiff „Diciotti“ reagiert.

Di Maio hatte gedroht, Italien werde seine jährlichen Zahlungen in Höhe von 20 Milliarden Euro an die EU einstellen, wenn am Freitag beim Treffen von EU-Vertretern in Brüssel keine Lösung gefunden wird, wie die übrigen 150 Migranten der „Diciotti“ verteilt werden.

Dem belgischen Sender VRT sagte Francken, dass er sich von Italien nicht „einschüchtern“ lasse. Er bleibe dabei: Belgien werde „keine illegalen Einwanderer von Booten aus Nordafrika aufnehmen.“

Zuvor hatte sich bereits Malta geweigert, die 177 Menschen, die noch an Bord der „Diciotti“ sind, auf maltesischen Boden zu lassen. 13 Personen, die dringend ärztliche Hilfe brauchten, wurden inzwischen auf die italienische Insel Lampedusa gebracht.

Seit Montag liegt das Schiff im Hafen von Catania. Lediglich 27 Kinder konnten an Land gehen, die übrigen Geflüchteten dürfen aber nicht von Bord.

Migranten an Bord der „Diciotti“ sitzen im Hafen von Catania (Italien).
Fotos: Orietta Scardino/ANSA/dpa, Olivier Hoslet/EPA/dpa, Olivier Hoslet/EPA/dpa, Orietta Scardino/ANSA/dpa

Quelle: Tag24

Aug 25

Baby nach Kokain-Konsum im Krankenhaus

Ein Vorfall, der sich bereits im März abgespielt, jedoch erst jetzt publik wurde, lässt Ermittler den Kopf schütteln. Eine Rumänin (30) brachte ihr fünf Monate altes Kind in Salzburg ins Spital, weil es zuvor mit Kokain in Kontakt gekommen war. In der Wohnung wurden mehr als sieben Kilo Drogen sichergestellt.

Noch ist unbekannt, wie schwer der Grad der Vergiftung tatsächlich war. Allerdings dürfte das fünf Monate alte Baby Kokain und womöglich auch Cannabiskraut gekostet haben, das offen in der Wohnung in Salzburg-Stadt gelegen war. Auch wie ein in diesem Alter eigentlich nicht besonders mobiles Kind an die Substanzen gelangen konnte, ist bisher nicht ganz geklärt.

Fakt ist: Die Mutter brachte das Baby ins LKH Salzburg. Doch Spitalsmitarbeiter wurden aufgrund des bedenklichen Zustandes skeptisch und riefen die Polizei. Die Beamten rückten an, nahmen die Rumänin fest und ordneten eine Untersuchung der Wohnung an. Die Menge an Drogen, die sie dort sicherstellten, waren enorm. Frei zugänglich lagen ganze sieben Kilo Cannabis, geringe Mengen Kokain und Suchtgiftutensilien in den Räumlichkeiten.

 

Drogen für Schwager gebunkert?
Die 30-Jährige wies jegliche Schuld von sich. Sie behauptete, dass das Rauschgift ihrem Schwager gehöre, sie deren Verwahrung nur in ihrer Wohnung dulde. Dafür bekomme sie von dem 31-jährigen Kosovaren Bargeld. Ihr Schwager stritt auch ab, woraufhin beide angezeigt wurden. Die Mutter erhielt ebenso eine Anzeige wegen Körperverletzung und Quälen eines Unmündigen, das Jugendamt wurde umgehend verständigt.

Erst vergangenes Jahr schluckte ein Bub (1) in Innsbruck das Kokain seines Vaters. Die Drogen waren beim Spielen aus seiner Tasche gefallen, das Kind kostete davon, weil das Pulver wie ein zerbröselter Keks aussah.

Quelle: Kronenzeitung

 

Aug 25

533 Schafe aus Rumänien geliefert, um auszubluten | Muslimisches Opferfest

Tierschützer haben am Mittwoch vor dem Hof eines niederösterreichischen Fleischbetriebs protestiert: 1200 Schafe werden dort nämlich dieser Tage für das muslimische Opferfest geschächtet. 533 von ihnen stammen aus Rumänien und sind per Lkw nach Niederösterreich gebracht worden. Ein krone.at-Lokalaugenschein bei einem Betrieb in Bruderndorf bei Stockerau.

Herr G. hat eine aufrechte Schächtgenehmigung für 1200 Schafe. Vorigen Dienstag sind die Tiere angeliefert worden. Die Dauer des Transports: circa 15 Stunden bis nach Österreich. Seitdem warten sie zusammengepfercht auf ihr Ende.

 

Nun sind nur noch 600 bis 800 Schafe übrig, rechnet Tierschutzaktivist Tom Putzgruber (50) vor. 533 davon stammen aus Rumänien und sind per Lkw nach Niederösterreich gebracht worden. Alle Tiere sind vorreserviert. „Die Ohrmarkennummer eines Schafes wird registriert und dann im Laufe der Schächttage abgeholt“, so Putzgruber.

 

Platzmangel und zu wenig Wasser: Tierschützer haben Anzeige erstattet
Er kritisiert vor allem die Haltung und den Platzmangel. Auch Wasser sollen die Schafe zu wenig bekommen haben. Für den Hitzeschutz der Tiere haben die Aktivisten gesorgt, diese erstatteten auch Anzeige gegen den Betreiber. „Wir haben Fotos gemacht. Manche Schafe haben Schaum vor dem Mund, ein Anzeichen dafür, dass sie dehydriert sind oder Lungenprobleme haben.“ Dem Verein liegt nur das Wohl der Tiere am Herzen, „egal bei welchem Anlass auch immer“.

 

Mit „Selamün Aleyküm“ und Handschlag werden die Familien herzlichst begrüßt. Im Minutentakt kommen Kunden aus Wien und Umgebung, um sich ihr vorbestelltes und geschächtetes Schaffleisch abzuholen. Die meisten Kunden bringen dafür ihre eigenen Plastikboxen mit und bekommen vom Hof sogar Mistsäcke zum Abdecken des Kofferraums.

 

„Filmen Sie lieber in Syrien und im Irak“
Die Betreiber haben zudem einen Sichtschutz zum Hof angebracht – im Sinne der Kunden. Unter ihnen finden sich zahlreiche Taxifahrer, aber auch Diplomaten. „Filmen Sie lieber in Syrien und im Irak“, teilt uns ein verärgerter Käufer mit, als er sein Fleisch einräumt. Besitzer G. und sein Personal wollen krone.at weder ein Interview noch irgendeine Auskunft geben. Der Anwalt hat allen zu „keinem Kommentar“ geraten.

Aug 24

Grenzzaun überwunden: Spanien schiebt 116 Migranten direkt aus Ceuta wieder ab


Am Mittwoch hatten dutzende Migranten gewaltsam den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta überwunden. Nur einen Tag später beginnt Spanien damit, 116 Migranten zurück nach Marokko abzuschieben. Quelle: WELT/Thomas Laeber

Spanien hat in einer ungewöhnlichen Aktion 116 Flüchtlinge nach nur rund 24 Stunden wieder nach Marokko zurückgeschickt.

  • Die Migranten wurden in einzelnen Gruppen von bis zu zehn Menschen den marokkanischen Behörden übergeben.
  • Die Flüchtlinge waren am Mittwoch bei einem Massenansturm von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta gelangt.

Spanien hat offenbar 116 afrikanische Migranten aus seiner Nordafrika-Enklave Ceuta nach Marokko abgeschoben. Das meldete die spanische Tageszeitung „El País“ am unter Berufung auf Polizeiquellen.

Die abgeschobenen Migranten waren erst am Mittwoch in das Territorium der spanischen Exklave Ceuta eingedrungen. Laut Polizeiberichten überwanden sie den Grenzzaun und bewarfen die Grenzbeamten mit Ätzkalk, Batteriesäure und Exkrementen. Mehrere Personen wurden verletzt.

Bislang waren Migranten, die es über die Grenzzäune nach Ceuta oder in die Enklave Melilla geschafft hatten, nach einigen Monaten auf das spanische Festland gebracht worden.

Grundlage dieser „außergewöhnlichen“ Abschiebung sei ein spanisch-marokkanisches Abkommen aus dem Jahr 1992, wonach Marokko auch Migranten aus Drittländern zurücknimmt, die über sein Staatsgebiet auf spanisches Territorium gekommen sind, hieß es.

Nach Angaben von Flüchtlingshelfern hat die Abschiebung im Aufnahmelager von Ceuta, in dem mit 1.200 Flüchtlingen derzeit doppelt so viele Menschen wie vorgesehen leben, Panik ausgelöst. Zahlreiche Migranten hätten das Lager aus Angst vor weiteren Abschiebungen verlassen, hieß es. Die Flüchtlingslager von Ceuta und Melilla sind keine geschlossenen Einrichtungen. Die Migranten dürfen die Städte allerdings nicht verlassen.

Quelle: welt

Aug 24

Nach Mord an Arzt: Ziehen sich Mediziner aus Flüchtlingshilfe zurück?

Kerzen und Blumen vor der Praxis des getöteten 51-Jährigen.

Offenburg – Nach dem gewaltsamen Tod eines Arztes in Offenburg (Baden-Württemberg) am Donnerstag vergangener Woche erreichen die Ärztekammer im Südwesten zahlreiche Anrufe und Zuschriften besorgter Mediziner.

„Die Ärzteschaft ist aufgewühlt, zutiefst erschrocken und bestürzt“, sagte der Vorsitzende der Landesärztekammer Baden-Württemberg, Ulrich Clever. Die Kollegen in Offenburg seien sehr engagiert, die Familie des Getöteten zu unterstützen und dessen Patienten zu versorgen.

Die Mediziner diskutierten derzeit, mit welchen Vorkehrungen sich derartige Angriffe vermeiden ließen. „Dass auch Praxen, Notfallpraxen und Kliniken sich für Notfälle mit Gewaltpotential in Übungen und Ablaufszenarien vorbereiten, ist jetzt natürlich in aller Munde und sicherlich sinnvoll“, sagte Clever.

Am Donnerstag vergangener Woche war ein 51 Jahre alter Arzt in seiner Offenburger Praxis erstochen worden. Die Polizei verhaftete kurz darauf einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia, der nun unter Mordverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Das Motiv der Tat war unklar, der Verdächtige hat sich nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Ob Ärzte sich in Folge der Tat nun verstärkt aus der Flüchtlingshilfe zurückziehen, sei unklar, sagte Clever. Das Gefühl der Ärzte bewege sich zwischen Angst vor ähnlichen Angriffen und „Jetzt erst recht“.

Generell seien medizinische Berufe aber helfende Berufe und die Bereitschaft, Flüchtlingen zu helfen, seit Jahren sehr hoch.

"Die Ärzteschaft ist aufgewühlt, zutiefst erschrocken und bestürzt", sagt Ulrich Clever.
„Die Ärzteschaft ist aufgewühlt, zutiefst erschrocken und bestürzt“, sagt Ulrich Clever.

Fotos: DPA

Quelle: tag24

 

Aug 24

Kasselerin stürzte Klippe am Meer hinab: Sollte Alena S. sterben?

Kassel. Tragödie im Urlaub: Die 21-jährige Alena S. aus Kassel ist im italienischen Sanremo womöglich Opfer einer Gewalttat geworden. Die junge Frau liegt seither im Koma.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung und wegen des Verdachts des versuchten Mordes, bestätigt Torsten Werner, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Die Mutter der jungen Frau hatte auf Anraten des Auswärtigen Amtes auch Anzeige bei der Polizei in Kassel erstattet. Über das Bundeskriminalamt stünden die Behörden in Kassel und Marburg, dem letzten Wohnort der 21-Jährigen, mit den italienischen Kollegen in Kontakt, sagt Werner. Der Zustand der gebürtigen Kasselerin, die für ihr Jura-Studium nach Marburg gezogen war, ist weiter kritisch. Nach Erkenntnissen der italienischen Polizei war sie am 31. Juli eine Klippe am Ligurischen Meer heruntergestürzt und hatte sich schwerste Verletzungen zugezogen. An dieser Stelle geht es bis zu 70 Meter hinab. Die 21-Jährige war nicht bis zum Boden gerutscht.

Eine Strandaufsicht hatte die 21-Jährige erst zwei Stunden nach dem Sturz entdeckt. Mysteriös: Ihr vormals langes Haar war abgeschnitten. Mit einem Hubschrauber wurde sie in ein Krankenhaus geflogen. Sie habe gravierende Verletzungen an Hüfte, Beinen und Füßen erlitten. Ferner hätten die Ärzte Hirnverletzungen diagnostiziert, berichtet die Mutter der Studentin. „Nach drei Wochen im künstlichen Koma gibt es noch kein Zeichen, dass sie etwas wahrnimmt.“ Die Familie, die im Stadtteil Wehlheiden lebt, wartet unterdessen darauf, dass die 21-Jährige zurück nach Deutschland gebracht werden kann.

Bei dem Vorfall an der Küste ist auch ein 32 Jahre alter Mann mit in die Tiefe gestürzt. Auch er wurde verletzt. Ermittelt wird nun, welche Rolle er bei dem Geschehen spielte. Laut italienischen Medienberichten soll es sich um einen Tunesier handeln, der sich illegal in Italien aufhielt und nun in Untersuchungshaft ist.

Quelle: hna

Aug 24

Indien: Zwei Mädchen sollen vergewaltigt werden – als Strafe für ein Vergehen ihres Bruders

Die 23-jährige Meenakshi Kumari sollte dem Urteil eines Dorfgerichts zufolge zusammen mit ihrer 15-jährigen Schwester vergewaltigt werden © Anindito Mukherjee/Reuters

Ein neuer Höhepunkt barbarischer Dorfjustiz in Indien: Weil ein junger Mann mit einer Frau aus einer höheren Kaste durchbrannte, sollen seine Schwestern massenvergewaltigt und nackt durchs Dorf gejagt werden.

Der Ältestenrat eines indischen Dorfes hat eine Massenvergewaltigung von zwei Mädchen angeordnet. Wenn es nach dem Willen des Dorfgerichts geht, sollen die 23-jährige Meenakshi Kumari und ihre 15-jährige Schwester zuerst missbraucht und anschließend nackt mit geschwärzten Gesichtern durch das Dorf gejagt werden.

Das berichtet die britische Zeitung „The Telegraph“. Der Grund des barbarischen Rituals ist nicht einmal ein eigenes Vergehen. Vielmehr ist der Bruder der jungen Frauen mit einer verheirateten Frau aus einer höheren Kaste weggelaufen. Das sollen nun die Schwestern büßen.

Die Tragödie nahm ihren Lauf als der junge Mann sich in eine Frau der mächtigen Jat-Kaste verliebte. Er selbst und seine Familie gehören hingegen der Dalit-Kaste an, deren Angehörige auch als „die Unberührbaren“ bekannt sind. Es ist die niedrigste Kaste in Indien. Eine solche Verbindung kam für die Familie der Frau nicht in Frage und sie wurde zwangsverheiratet. Die Verliebten brannten dennoch durch.

Polizei foltert Familie des Mannes

Ihre Flucht war jedoch nur von kurzer Dauer. Das Paar kehrte zurück, nachdem Polizisten die Familie des Mannes gefoltert haben. Aber das war für den Ältestenrat des Dorfes nicht genug. Die beiden Schwestern des Mannes sollten für dieses „Vergehen“ büßen und grausam geschändet werden, um die Schande, die der Jat-Familie in den Augen des Rates zugefügt wurde, zu sühnen.

Der Ältestenrat, der dieses Urteil verhängte, besteht nur aus Männern. Um der Vollstreckung zu entgehen, floh die Familie aus ihrem Dorf Sankrod in die Hauptstadt Delhi, wo sie auf den Schutz des Obersten Gerichtshofs hofft.

„Vergewaltigung ist ein grauenhaftes Verbrechen“

Eine Chance auf eine Wiederkehr in ihr Dorf sieht die Familie nicht. „Wenn wir zurückkehren, werden sie uns vergewaltigen oder sonst etwas antun. Wenn nicht heute, dann morgen“, sagte die 23-jährige Meenakshi Kumari der britischen News-Plattform „Metro“. Die Dorfältesten würden die Demütigung nie vergessen, fürchtet sie. „Sie wollen Rache.“

Die Hilfsorganisation „Amnesty International“ hat eine Petition initiiert, damit die indischen Behörden die beiden Schwestern in Schutz nehmen. „Nichts kann diese abscheuliche Strafe rechtfertigen. Sie ist nicht gerecht. Sie ist nicht gerechtfertigt. Sie ist gegen das Gesetz“, heißt es auf der Website der Hilfsorganisation. „Vergewaltigung ist ein grauenhaftes Verbrechen, keine Methode der Bestrafung“, sagte ein Sprecher von „Amnesty International“ gegenüber „The Telegraph“. „Diese Dorfgerichte ordnen regelmäßig sexuelle Gewalt gegen Frauen an. Die Regierung des Bundesstaates Uttar Pradesh ist in der Pflicht, die Sicherheit der Familie zu gewährleisten.“

Quelle: Stern 2015

Aug 24

Marokko: Bande entführt Mädchen, foltert, vergewaltigt und tätowiert es am ganzen Körper


Hakenkreuze und Beleidigungen: In Marokko wurde ein Mädchen mit erniedrigende Tattoos gebrandmarkt
© Action Press

Der Horror, den ein 17-jähriges Mädchen aus Marokko ertragen musste, lässt sich kaum in Worte fassen: Einen Monat lang wurde sie von 13 Männern vergewaltigt und gefoltert. Aber das war den Sadisten noch nicht genug.

In Marokko ist ein Mädchen offenbar Opfer eines grausamen Verbrechens geworden. Eine Gruppe von 13 jungen Männern hat lokalen Medienberichten zufolge in der Stadt Oulad Ayad, in der zentralen Provinz  Beni Melal, eine 17-Jährige verschleppt und sie einen Monat lang gefangen gehalten. Während dieser Zeit hätten die Männer sie unzählige Mal vergewaltigt, berichtete Buchra Abdou, die Gründerin der Menschenrechtsorganisation Tahadi Association for Equality and Citizenship.

Den Tätern reichten die Vergewaltigungen aber nicht aus. Sie folterten das Mädchen offenbar zusätzlich, drückten Zigaretten auf ihrem Körper aus. Brandnarben zeugen von den Misshandlungen. Um ihr Opfer zusätzlich zu quälen, dachten sich die Männer außerdem noch eine andere, unglaublich grausame Methode aus: Sie tätowierten das Mädchen. Hakenkreuze, pornografische Darstellungen, Beleidigungen und Schmierereien brandmarken die 17-Jährige nun für den Rest ihres Lebens. Beine, Arme, Hände, Rücken – es gibt kaum einen Körperteil, der nicht mit den zutiefst erniedrigenden Bemalungen bedeckt wurde.

Acht Verdächtige bereits festgenommen

„Das ist eine der grausamsten Taten, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe“, zitieren britische Medien Abdou. Ihre Organisation hat dem Opfer nicht nur gerichtlichen, sondern auch psychologischen Beistand zugesichert.

Medienberichten zufolge sollen acht der 13 mutmaßlichen Täter bereits festgenommen worden sein. Nach den anderen fünf wird gefahndet. Die Ermittler stehen nun auch vor der Aufgabe, zu klären, wie das Mädchen einen Monat lang gefangen gehalten werden konnte, ohne dass es jemandem aufgefallen ist. Die Menschenrechtsaktivistin Abdou vermutet, dass die Dorfbewohner sich aus Angst nicht an die Polizei gewandt haben.

Sexuelle Gewalt in Marokko

Sexuelle Gewalt ist in Marokko trauriger Alltag. Einer Studie aus dem vergangenen Jahr zufolge wurden 73 Prozent der Frauen bereits Opfer sexueller Belästigung – und zwar im öffentlichen Raum. Was hinter verschlossenen Türen passiert, bleibt wie so oft im Verborgenen. Die staatliche Studie geht jedoch davon aus, dass 5,7 Millionen Frauen allein 2017 Opfer von Gewalttaten geworden sind.

Quelle: Stern

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