Dez 07

Streit in Bönener Asylunterkunft: Asyltourist (24) soll Messer gezückt haben

© dpa

Bönen – Mit einem langen Messer soll ein 24-Jähriger in einer Bönener Asylunterkunft in das Zimmer eines anderen Bewohners gegangen und vor dessen Augen mit einer Schachtel Zigaretten wieder verschwunden sein. Ein Vorwurf, den der junge Mann so nun im Prozess vor dem Amtsgericht Unna keinesfalls stehenlassen wollte.

Am späten Abend des 20. Juli soll es in der Unterkunft zu dem Vorfall gekommen sein, mit dem sich nun der Strafrichter in Unna befasst. Laut Anklage tauchte der junge Mann plötzlich in dem Zimmer auf, hielt ein Messer mit etwa 30 Zentimeter Klingenlänge in der Hand und nahm sich die Zigarettenschachtel im Wert von sechs Euro, bevor er wieder ging.

Das mutmaßliche Opfer verständigte daraufhin die Polizei. Die Version, die der Angeklagte vor Gericht ablieferte, klang gänzlich anders. Demnach sprach ihn der Andere an und forderte ihn, der mit freiem Oberkörper dort stand, auf, sich etwas anzuziehen. „Bist Du mein Vater?“, habe er den Mann daraufhin gefragt und ihn geschubst. Dabei sei die Zigarettenschachtel des Anderen zu Boden gefallen.

Richter will Polizisten befragen

Er habe sie aufgehoben und weggeworfen. Mehr nicht. Und ein Messer sei auch nicht im Spiel gewesen. Überhaupt habe ihn der Mitbewohner ja schon einmal vor Gericht gebracht. Der fange immer Streit an, zeige dann irgendwelche Wunden und behaupte, dass er sie ihm zugefügt habe. Aber das stimme nicht.

Der Betroffene wurde gehört und bestätigte den Vorwurf. Nach der Aussage wandte sich Richter Jörg Hüchtmann erneut an den Angeklagten. Im Protokoll der Polizei stehe, dass die Zigarettenschachtel in seinem Zimmer gefunden worden sei. Er habe auch Zigaretten, parierte der 24-Jährige und wenn die Polizei behaupte, dass es die Schachtel von dem Anderen gewesen sei, stimme das nicht.

Das Gericht könne die Beamten ja befragen. Hüchtmann entgegnete trocken: „Dem Wunsch werde ich gerne entsprechen.“ Deshalb wird der Fall neu aufgerollt – mit den Polizisten im Zeugenstand.

Quelle: wa

Dez 06

Sexasylant fällt über Lüneburgerin her- Polizei sucht den Sexualstraftäter

Lüneburg – Phantombild . Wer erkennt den Armutsmigranten wieder?“ – junge Frau bedrängt – Sexasylant reißt Frau um und flüchtet in der Folge – Jogger mit gelber Weste als Zeuge gesucht

Nach dem Vorfall mit möglicherweise sexuellem Hintergrund in den Abendstunden des 04.12.19 im Bereich des Radwegs parallel zur Uelzener Straße – Höhe Munstermannskamp – veröffentlicht die Polizei nun in Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Lüneburg eine Phantomskizze des Täters. Parallel ermittelt die Polizei weiterhin mit Nachdruck wegen Nötigung und des Verdachts eines möglichen versuchten sexuellen Übergriffs (siehe auch Pressemitteilung v. 05.12.19).

Der Unbekannte hatte gegen 20:00 Uhr eine 21 Jahre alte Lüneburgerin, die zu Fuß im Bereich unterhalb der Uelzener Straße – Radweg – unterwegs war, unvermittelt an die Schultern gegriffen und diese an der Jacke zu Boden gerissen. Die Frau setzte sich zur Wehr und fing an zu schreien, so dass der Unbekannte, möglicherweise auch aufgrund eines Joggers, der sich näherte, die Flucht Richtung Ilmenau ergriff. Der 21-Jährige rannte Richtung Uelzener Straße und alarmierte die Polizei. Fahndungsmaßnahmen verlief bis dato ohne Erfolg. Die Ermittlungen dauern an.

Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben:
– männlich – Alter: ab Mitte 20 – 30 – ca. 175 cm groß – Statur: breit wirkend, kräftig, nicht dick – südländisches Aussehen, gepflegt – Kopfform: kantig, viereckig, markant, nicht rund, – Haare: schwarz, auf wenige cm rasiert, kurz – sprach deutsch ohne Akzent – Bekleidung: dicke schwarze Winterjacke über Hüfte, Mantel, Kapuze mit Fellkragen
Parallel suchen die Ermittler den Jogger (mit gelber Weste) als Zeugen. Hinweise nimmt die Polizei Lüneburg, Tel. 04131-8306-2215 bzw. 8306-2445, entgegen.

Quelle: Truth24.net

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Dez 06

Asyltourismus: Bayerischer Innenminister lässt Abschiebe- Migranten aus Flugzeug holen

  • Mitte dieser Woche sind 25 in Bayern lebende Flüchtlinge nach Kabul abgeschoben worden. Das teilte das bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen mit.

  • Wie SZ-Recherchen ergaben, hat Innenminister Joachim Herrmann offenbar selbst noch mindestens drei Afghanen wieder aus dem Flugzeug holen lassen.

Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Asyl und Rückführungen vom Donnerstag sind Mitte dieser Woche erneut in Bayern lebende Flüchtlinge abgeschoben worden. In der Charter-Maschine nach Kabul, die am Mittwoch vom Flughafen Leipzig abhob, saßen der Behörde zufolge auch 25 afghanische Flüchtlinge aus Bayern, deren Asylantrag abgelehnt worden war. Elf von ihnen seien rechtskräftig verurteilte Straftäter gewesen, darunter zwei Sexualstraftäter.

Bei den übrigen handelte es sich demnach um unbescholtene Personen. Mit Empörung reagierten deren Unterstützer auf die Abschiebung ihrer Schützlinge. „Wir sind alle fassungslos, dass Sie selbst im Advent und Weihnachtsfrieden gute Menschen ins Verderben schicken“, schrieb Stephan Theo Reichel, der Geschäftsführer und Kurator des Vereins „Matteo – Kirche und Asyl“, an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Wie SZ-Recherchen ergaben, hat Herrmann offenbar selbst noch mindestens drei Afghanen kurz vor dem Abschiebeflug wieder aus dem Flugzeug holen lassen – einen davon auf Intervention der früheren Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Dabei handelt es sich um einen 22-Jährigen, der gerade in einer Altenpflegeschule im unterfränkischen Erlenbach eine Ausbildung zum Pflegehelfer absolviert. Er wurde, wie seine Schulleiterin Beate Höltermann berichtet, „direkt aus dem Unterricht heraus abgeholt“ und in Gewahrsam genommen.

Auf den jungen Afghanen lässt Höltermann nichts Schlechtes kommen: Er sei mit den alten und dementen Menschen sehr geduldig, sei geschickt und zeige viel Empathie. „Er wird hier gebraucht“, betonte Höltermann in einem Schreiben an Jens Marco Scherf, den Landrat des Kreises Miltenberg.

Stephan Dünnwald – einer der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrates – zeigte sich verwundert darüber, dass aus Bayern nach wie vor auch Afghanen abgeschoben werden, die in Pflegeschulen eine Ausbildung absolvieren. „Das geht eindeutig gegen die Vorgaben, die Minister Herrmann in einem Schreiben an Bayerns Ausländerbehörden ausgegeben hat“, sagte Dünnwald. Demnach seien unbescholtene, in der Pflege tätige Personen nicht abzuschieben, weil ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse sei.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in München kritisierten Dünnwald und Bernd Mesovic, der rechtspolitische Referent des Vereins „Pro Asyl“ die rund 30 Abschiebeflüge nach Afghanistan, die in den zurückliegenden drei Jahren stattgefunden haben. Die Sicherheitslage in dem seit 40 Jahren vom Krieg zerrütteten Land sei „extrem gefährlich“. Seit Oktober 2016 sind nach Angaben des Innenministeriums bei den 32 Sammelabschiebungen des Bundes 448 Afghanen abgeschoben worden, für die Bayerns Ausländerbehörden zuständig waren. Die wenigsten von ihnen hätten sich schwere Straftaten zuschulden kommen gelassen, sagte Dünnwald.

Das Innenministerium betont indes, es sei „oberste Priorität, Straftäter und Gefährder abzuschieben“. 40 Prozent der Abgeschobenen hätten Straftaten begangen – darunter offensichtlich auch kleinere Delikte. Die Schwere der Delikte sei aber gar nicht das Kriterium: „Sie werden abgeschoben, weil sie vollziehbar ausreisepflichtig sind“, hieß es.

Quelle: Sueddeutsche.

Dez 06

Augsburg: Tätersuche nach Vergewaltigungsattacke auf 23-Jährige

Wer kenn diesen Mann? Er wird nach einem sexuelen Übergriff in Augsburg im September 2019 gesucht.

Am Samstag, 07.09.2019 kam es zwischen 04.30 Uhr und 04.40 Uhr auf der Toilette im Obergeschoss einer Bar in der Heilig-Grab-Gasse 1 in Augsburg zu einem sexuell motivierten Übergriff auf eine 23-jährige Frau.

Ein bislang unbekannter Mann ging zusammen mit der Frau nach oben und folgte ihr in die Toilettenkabine. Dort nahm er sexuelle Handlungen an der 23-Jährigen gegen ihren Willen vor.

Täterbeschreibung:
Ca. 175 bis 180 cm groß, schlanke Statur, er soll Deutsch gesprochen haben. Der Mann trug dunkle Kleidung, u.a. ein dunkles Shirt mit heller Aufschrift „Calvin Klein Jeans“ sowie eine dunkle Cappi mit heller Aufschrift „adidas“.

Der Vorfall fand am letzten Wochenende des Herbstplärrers statt. Am Vorabend der Tat (Freitag, 06.09.2019) gab es dort ein großes Feuerwerk. Weiter fand am Vorabend des Vorfalls das AEV-Heimspiel in der Champions Hockey League gegen die schwedische Mannschaft „Lulea Hockey“ statt.

Hinweise werden erbeten an die Kripo Augsburg unter der Telefonnummer 0821/323-3810 oder an jede andere Polizeidienststelle.

Bitte teilen sie diese Meldung in den sozialen Medien.

Content retrieved from: https://www.bsaktuell.de/113243/augsburg-taetersuche-nach-sexuellem-uebergriff-auf-23jaehrige/.

Dez 05

Albaner soll getötet haben: Polizei fasst Straftäter auf A8 bei Raubling

Raubling – Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Raubling ging am Dienstag ein w egen eines Tötungsdelikts gesuchter Straftäter ins Netz.

Meldung im Wortlaut:
Bei der Kontrolle eines italienischen Reisebusses auf der A8 Richtung Salzburg wurde ein albanischer Staatsangehöriger überprüft. Dabei bewiesen die Beamten ihre Spürnase: Umfangreiche Recherchen, auch über seine Fingerabdrücke, ergaben, dass sich der 31-jährige Mann gleich zwei Alias-Personalien zugelegt hat. Nunmehr war er mit einer legal geänderten Identität und entsprechenden Papieren unterwegs.
Die Fahnder klärten auch, warum: Gegen ihn lag ein griechischer, internationaler Haftbefehl wegen eines Tötungsdelikts vor. Unter der zweiten Alias-Identität sind ihm zudem die Einreise und der Aufenthalt im Schengengebiet untersagt.

Der Mann wurde festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Im Anschluss lieferten die Beamten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim ein, von wo er wohlnach Griechenland ausgeliefert wird.

Pressemeldung der Grenzpolizeiinspektion Raubling

Quelle: Rosenheim24

Dez 05

Schwerkriminelle nach Syrien abschieben? Doch nicht, Abschiebestopp verlängert!

Bislang sind Abschiebungen nach Syrien vollständig ausgeschlossen. Die Innenminister von Bund und Ländern möchten wenigstens Schwerverbrecher und Gefährder in deren Heimat zurückschicken. Doch es gibt ein großes Problem.

Wenn Ausländer in Deutschland schwere Straftaten begehen, aber trotzdem nicht abgeschoben werden, mag das zwar oft gute Gründe haben – in weiten Teilen der Bevölkerung stößt das aber auf größtes Unverständnis. Noch unverständlicher ist es, wenn es sich bei den Straftätern um Schutzsuchende handelt. Also um solche Menschen, denen von der Gesellschaft ein auskömmliches Leben finanziert wird, bis sie keinen Schutz mehr brauchen – weil in der Heimat wieder Frieden eingekehrt ist und keine Verfolgung mehr herrscht.

In keinen Staat ist es aber so schwer abzuschieben wie nach Syrien: Es ist schlicht ausgeschlossen. Das vom Bürgerkrieg verheerte Land ist das einzige weltweit, für das ein vollständiger Abschiebungsstopp durch die Bundesrepublik gilt. Selbst Schwerverbrecher und Terroristen unter den rund 800.000 hier lebenden Syrern können nicht wieder in ihr Heimatland zurückgebracht werden.

Diesen vollständigen Abschiebestopp würden die Innenminister von Bund und Ländern gerne etwas auflockern, wie auf ihrer Konferenz in Lübeck zunächst zu hören war. Doch in der nächsten Zeit sehen sie dafür keine Chancen, deswegen wird dieser generelle Abschiebungsstop um zunächst weitere sechs Monate verlängert. Darauf hätten sich die Vertreter der SPD- und der Unionsminister verständigt, sagte Schleswig-Holsteins Ressortchef Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag in Lübeck bei der Innenministerkonferenz (IMK).

Grote hatte zunächst gesagt, der Stopp solle mit Ausnahmen gelten: „Es bleibt dabei: Es gibt einen Abschiebestopp nach Syrien, mit Ausnahme von schweren Straftaten. Ich glaube, anders wäre es auch den Menschen hier nicht zu vermitteln, dass jemand, der schwere Straftaten begeht, dennoch den Schutzstatus des Flüchtlings hat.“ Irgendwann würden diese Rechte, die Deutschland gewähre, auch verwirkt. Ihm zufolge hatten sich die Minister von Union und SPD bereits darauf verständigt. „Wir wollen das morgen abschließend beschließen“, sagte er.

Später relativierte Grote, der Gastgeber der Konferenz, seine Aussagen. „Der Abschiebungsstopp soll bis zum 30.6.2020 ohne Einschränkungen verlängert werden“, sagte er. Das bedeutet: die Innenminister der Länder werden frühestens Mitte des kommenden Jahres über Lockerungen etwa für Straftäter entscheiden. Grote erklärte: „Die Innenminister sind sich einig: Die Bundesregierung soll gebeten werden, bis zur Frühjahrssitzung der IMK 2020 eine Fortschreibung der Lagebewertung in Syrien vorzunehmen. Die Bundesregierung soll zudem aufgefordert werden, die Voraussetzungen für die Rückführung von bestimmten Personengruppen – beispielsweise Gefährder und Straftäter – nach Syrien zu schaffen.“

Laut der Beschlussvorlage, über die am Freitag formell abgestimmt werden soll, möchten die Innenminister perspektivisch Abschiebungen in Sonderfällen ermöglichen, wenn eine Einzelfallprüfung feststellt, dass diesen Personen keine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben in Syrien droht.

Wörtlich heißt es, Abschiebungen nach Syrien sollen nur unter „Beachtung der Menschenrechte und bei differenzierter Betrachtung im Einzelfall“ möglich sein. Doch noch nicht bald: Zunächst muss nach dem Willen der Innenminister die Bundesregierung die Lage in Syrien prüfen und die Voraussetzungen für Abschiebungen herstellen.

Herbert Reul fordert sorgfältige Prüfung in jedem Einzelfall

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) gab sich im Gespräch mit WELT optimistisch. „Wenn man einen Weg finden will, findet man auch einen.“ Im Einzelfall und nach sorgfältiger Prüfung müssten bei Schwerkriminellen auch Abschiebungen nach Syrien möglich sein. Gleiches müsse auch für Syrer gelten, die für Urlaube in die Heimat flögen. Bisher habe man immer damit argumentiert, dass man keine Ansprechpartner in Syrien habe, um sich erst gar nicht ernsthaft mit Abschiebungen zu befassen. Dies stellt für Reul keine befriedigende Lösung dar.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ist hingegen „sehr skeptisch“, ob bald tatsächlich einige Schwerkriminelle abgeschoben werden können. „Ich habe dem auch nur schweren Herzens zugestimmt, um überhaupt einen Abschiebestopp hinzubekommen“, sagte er mit Blick auf Syrer, die keine Straftaten begehen. Bei Abschiebungen von Straftätern könne es perspektivisch nur um Einzelfälle gehen, „und vor allen Dingen nicht jetzt“, so Pistorius.

Von Armin Schuster (CDU), Obmann der Unionsfraktion im Innenausschuss des Bundestags, bekommen die Innenminister Unterstützung für ihre gewünschte Auflockerung des kompletten Abschiebeverbotes. „Das einzige echte Problem, was ich wirklich sehe, ist ein diplomatisches und logistisches. Wo fliegt man sie hin, wem übergibt man sie?“ Das müsse Außenminister Heiko Maas (SPD) bald klären, sagte Schuster WELT.

„Ich halte es für erforderlich, die gefährlichsten unter den Zuwanderern nach einer Verhältnismäßigkeitsabwägung abzuschieben, auch wenn ein gewisses Risiko für den Straftäter in seiner Heimat besteht.“

Wahrscheinlich wird es so bald aber wohl zu keinen Abschiebungen nach Syrien kommen. Denn Deutschland unterhält dort schon seit 2012 keine Botschaft mehr. Um die Abschiebungen umzusetzen, müssten die deutschen Behörden erst einen Kanal zum Regime von Machthaber Baschar al-Assad aufbauen. Dies widerspricht außenpolitischen Interessen, die aktuell als wichtiger eingestuft werden als die Umsetzung von Abschiebungen.

Erst Anfang Dezember hatte das Auswärtige Amt in seinem Zwischenbericht zur Sicherheitslage gewarnt: „Immer wieder sind Rückkehrer, insbesondere – aber nicht nur – solche, die als oppositionell oder regimekritisch bekannt sind oder auch nur als solche erachtet werden, erneuter Vertreibung, Sanktionen, Repressionen bis hin zu unmittelbarer Gefährdung für Leib und Leben ausgesetzt.“ Auch eine im September verkündete Generalamnestie für Deserteure bleibe in der Umsetzung „bislang wirkungslos“.

Content retrieved from: https://www.welt.de/politik/deutschland/article204085130/Innenminister-Schwerkriminelle-nach-Syrien-abschieben-So-bald-nicht.html.

Dez 05

Brutale Überfälle auf Frauen: Staatsanwältin fordert lange Haft

Der 30-jährige Angeklagte hat gestanden, mehrere Frauen in Augsburg überfallen zu haben.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Momodou J. hat seine Opfer in Augsburg gewürgt und geschlagen. Nun steht der Prozess gegen den Mann aus Gambia vor dem Abschluss. Am Landgericht wurde plädiert.

Seine Opfer leiden bis heute unter den Taten. Momodou J., 30, ein Asylbewerber aus Gambia, hat im vergangenen Jahr in Augsburg sechs junge Frauen überfallen. Er hat sie gewürgt, geschlagen und ins Gesicht gebissen; er hat ihnen aufgelauert, als sie nach Partys oder einer Zugfahrt nach Hause wollten oder auf dem Weg zur Arbeit waren.

Er quatschte die Frauen an, bedrängte sie, wurde schließlich teils gewalttätig, als sie versuchten, ihn abzuwimmeln oder ihn ignorierten. Seit Oktober ist der Mann vor der 3. Strafkammer des Augsburger Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Roland Christiani angeklagt, er hat die Vorwürfe gegen ihn eingeräumt. Am Dienstag wurden die Plädoyers gehalten. Den Anfang machte am Vormittag Staatsanwältin Martina Neuhierl, die eine längere Gefängnisstrafe für Momodou J. forderte.

Die Taten des Angeklagten, sagte Neuhierl, hätten bei vielen Menschen in Augsburg große Unsicherheit und Angst verursacht, vor allem bei Frauen: die Angst, nachts von einem Unbekannten attackiert und verletzt zu werden. Zwar habe Momodou J. gestanden, und dieses Geständnis decke sich auch mit den Beweisergebnissen – unter anderem DNA-Spuren. Doch der Angeklagte habe auch „weit überzogen“, als es um seinen Rauschmittelkonsum gegangen sei, um eine Ausrede für seine Taten zu finden.

Staatsanwältin fordert Haftstrafe nach Überfällen auf Frauen in Augsburg

Weder hätten polizeilichen Durchsuchungen in seiner Unterkunft Hinweise auf regelmäßigen Alkohol- und Drogenkonsum erbracht, noch gehe dies aus den Zeugenaussagen hervor, die ein sehr koordiniertes und kontrolliertes Verhalten des Angeklagten beschrieben hätten. Neuhierl forderte sechs Jahre Haft für den Mann, unter anderem wegen sexueller Nötigung, Bedrohung, Raub und vorsätzlicher Körperverletzung. Einen ursprünglichen Anklagevorwurf, versuchte Vergewaltigung, ließ die Staatsanwaltschaft fallen. Neuhierl betonte die teils massiven psychischen Folgen, die die Taten bei den Opfern hinterlassen haben. Der Angeklagte sei bewusst vorgegangen, um Macht und Dominanz gegenüber Frauen zu demonstrieren. Neuhierl bemängelte auch, die Einlassungen des Angeklagten seien „von Selbstmitleid“ geprägt gewesen.

Die Vertreterinnen zweier Opfer, die Anwältinnen Marion Zech sowie Isabel Kratzer-Ceylan, schlossen sich dem Plädoyer der Staatsanwältin an. Was sie fassungslos mache, sei der „Gewaltexzess“ im Falle ihrer Mandantin, sagte Marion Zech. Momodou J. hatte die junge Frau im November vergangenen Jahres nahe dem Uniklinikum zu Boden gestoßen, ihr Mobiltelefon genommen und sie mit enormer Brutalität geschlagen und gewürgt. Kurz darauf war der Mann von der Polizei festgenommen worden, seither sitzt er in Untersuchungshaft. Ceylan-Kratzer sagte, der sexuelle motivierte Übergriff auf ihre Mandantin sei „der Wirklichkeit gewordene Albtraum einer jeden Frau“. Der Angeklagte hatte sie in der Innenstadt begrapscht, ihr gegen ihren Willen einen Zungenkuss gegeben und sie gewürgt.

Helmut Linck, der Verteidiger des Angeklagten, plädierte auf eine Haftstrafe nicht über vier Jahren. Sein Mandant habe den Sachverhalt vollumfänglich zugegeben und klar gemacht, dass es ihm leidtue, er sei bislang auch nicht vorbestraft. Zudem müsse man berücksichtigen, dass Momodou J. sich in einer schwierigen Lage befunden habe und zumindest subjektiv einem großen Leidensdruck ausgesetzt gewesen sei:, der Verzweiflung hervorgerufen habe: alleine in einem fremden Land, getrennt von der Familie, die in Italien lebt. Sein Mandant habe auch jedem Opfer eine Entschuldigung angeboten und sitze seit über einem Jahr in U-Haft, was in seinem Fall eine besonders schwere Situation sei, da er aufgrund seiner familiären Situation anders als andere Häftlinge keinen Besuch empfange.

Die Strafkammer will ihr Urteil am Freitag verkünden.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Dez 04

Deutsch wird in vielen Gefängnissen zur Fremdsprache

„Ein Blick in die Untersuchungshaftanstalt Moabit in Berlin. Der Ausländeranteil in Gefängnissen der Hauptstadt ist deutschlandweit der zweithöchste; nur in Hamburg sind prozentual mehr Ausländer inhaftiert. “ Foto: Rolf Kremming/dpa

Die Zahl der Ausländer in den deutschen Haftanstalten steigt. In Berlin beträgt ihr Anteil 47 Prozent. Das bringt Probleme mit sich.

Berlin.  Man spricht nicht unbedingt deutsch im Knast. Der Anteil ausländischer Häftlinge steigt seit 2012 an. Er ist am höchsten in Stadtstaaten wie Hamburg (58 Prozent) und Berlin (47 Prozent), im Westen auffälliger als im Osten.

In Thüringen (187 Häftlinge) beträgt er zwölf Prozent, in Bayern 42,3 Prozent. 2012 lag er dort bei 30,5 Prozent. In Nordrhein-Westfalen sitzen 5835 ausländische Gefangene ein, in Niedersachsen 1543. Wohlgemerkt, darunter fallen nicht Deutsche mit Migrationshintergrund oder Spätaussiedler.

Hat die verstärkte Zuwanderung eine Auswirkung?

„Zumindest für Rheinland-Pfalz hat sich der Trend mit dem Jahr 2015 verstärkt. Die Annahme liegt nahe, dass die Zuwanderungswelle damit zu tun hat“, wie der Mainzer Experte Horst Hund, Vorsitzender des Strafvollzugsausschusses der Länder, unserer Redaktion sagte.

Beispiel Bayern: Innerhalb von sechs Monaten wurden 2015, im Jahr der Flüchtlingskrise, rund 800 Schleuser in Untersuchungshaft genommen. „Auf eine solche Entwicklung war aus meiner Sicht niemand vorbereitet“, glaubt Hund.

Der Bedarf an Sprachkursen und Dolmetscherleistungen steige, „und auch die Kompetenz im Umgang mit anderen Kulturen ist gefordert“, weiß der Vorsitzende der Justizministerkonferenz, Dieter Lauinger (Grüne) aus Thüringen.

Die Gewerkschaft beklagt, die Ausländer verstünden Anweisungen nicht

Die Länder bemühen sich zwar über Dolmetscher – auch Telefon- oder Videodolmetscher –, die Kommunikation hinzubekommen, „optimal ist das aber nicht und noch dazu teuer“, gibt Praktiker Hund zu bedenken.

Die Gefangenengewerkschaft GG/BO beklagt, oftmals könnten die ausländischen Gefangenen Anweisungen nicht verstehen. Im Gespräch mit Stationsleitern komme es zu Konflikten, weil ihnen Regeln einfach nicht in ihrer Muttersprache erklärt würden.

Wertvolle Hilfe leisten laut der bayerischen Justiz Aufseher, die selbst einen Mi­grationshintergrund hätten, nicht nur als Dolmetscher, sondern auch, weil sie „kulturelle Besonderheiten aus eigener Erfahrung heraus noch besser einschätzen können“.

Gerichte sehen bei ausländischen Beschuldigten die Gefahr, dass sie sich in ihre Herkunftsländer absetzen – Richter verordnen U-Haft. Schleuser sind reisende Tätergruppen ohne festen Aufenthalt. Ihre Inhaftierung ist nahezu zwingend.

Content retrieved from: https://www.morgenpost.de/politik/article214113157/Deutsch-wird-in-vielen-Gefaengnissen-zur-Fremdsprache.html.

 

Dez 04

Bar-Sozialleistungen und Krankenscheine nicht gut genug: Armutsasylanten protestieren

Protest von Flüchtlingen in Diedersdorf, Märkisch Oderland. (Quelle: rbb)

 

Content retrieved from: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/av7/video-fluechtlinge-diedersdorf-protest-ueberweisung-sozialleistungen.html.

Dez 04

AfD-Abgeordnete Baum: Kreuz mit Morddrohung gefunden

Vor der Zahnarztpraxis der AfD-Landtagsabgeordneten Christina Baum in Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) ist am Mittwoch ein Holzkreuz gefunden worden.

Das berichtet die AfD in einer Mitteilung. Darauf standen nach Parteiangaben sowohl obszöne Beschimpfungen als auch die Drohung: „gestorben am 31.12.2019“.

Kreuz vor der Zahnarztpraxis der AfD-Abgeordneten Christina Baum (Foto: Pressestelle, AfD) Kreuz vor der Zahnarztpraxis der AfD-Abgeordneten Christina Baum (Foto: Pressestelle, AfD)

Nach eigenen Angaben wurde das Kreuz vor der Zahnarztpraxis der AfD-Abgeordneten Christina Baum im Main-Tauber-Kreis gefunden Pressestelle AfD
Die Polizei in Heilbronn bestätigt den Vorfall, die Hintergründe seien aber noch völlig unklar, heißt es. Auch einen konkreten Verdacht habe man noch nicht. Die Staatsanwaltschaft Mosbach und die Kriminalpolizei Heilbronn haben die Ermittlungen aufgenommen.

AfD-Büro in Tauberbischofsheim attackiert

Bereits im Oktober wurde das Büro der AfD-Landtagsabgeordneten Baum in Tauberbischofsheim attackiert. Die Täter warfen laut Polizei Steine und Einmachgläser gefüllt mit roter Farbe gegen das Gebäude. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Über die Verursacher ist noch immer nichts bekannt.

Content retrieved from: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/Kreuz-vor-Zahnarztpraxis-in-Lauda-Koenigshofen-Bekam-AfD-Abgeordnete-Baum-Morddrohung,afd-kreuz-102.html.

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