Mai 13

Junger Held rettet Linzerin vor brutalem Sextäter

Bild: stock.adobe.com

Ein 16-jähriger Nachtschwärmer rettete in der Linzer Innenstadt eine 36-Jährige vor einem Vergewaltiger. Dieser hatte sein Opfer beim Oberlandesgericht in einen Park gezogen, wollte sich an der Linzerin vergehen. Der Bursch versetzte dem ausländischen Angreifer einen Schlag und verhalf der 36-Jährigen zur Flucht!

In der Nacht zu Christi Himmelfahrt war der Syrer oder Afghane, so vermutet zumindest das Opfer, der 36-Jährigen gegen 1.20 Uhr ab der Kreuzung Pruner- und Ledererstraße gefolgt. Nach nur wenigen Hundert Metern, direkt beim Oberlandesgericht, packte der Angreifer die Linzerin von hinten, zog sie ins Gebüsch.

Hose zerrissen
Dabei war er so brutal, dass die Hose der 36-Jährigen, die aber laut um Hilfe rufen konnte, zerriss. Die Schreie hörte ein 16-jähriger Nachtschwärmer, der mit Anlauf dem Angreifer das Knie in den Körper rammte. Der Sextäter flog ins Gebüsch und lief dann stadteinwärts davon.

Täterbeschreibung
Nur Sekunden später kam zufällig eine Polizeistreife vorbei, die sofort auf die geschockte Frau aufmerksam wurde. Der Täter war aber nicht mehr zu finden. Jetzt hofft man auf Hinweise, um den laut Opfer etwa 25-jährigen stämmigen Täter, der etwa 1,70 Meter groß ist und kurze dunkle Haare hat, zu erwischen. Er könnte auch eine Verletzung im Gesicht haben, da ihn das Opfer geschlagen hat.

Hinweise unter der Telefonnummer 059/133-45-3333!

Quelle: Krone

Mai 13

Wildschwein stürmt Moschee und greift Moslems an

Foto: TheStar/Twitter

In Malaysia ist es am Mittwoch zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall in einem islamischen Gotteshaus gekommen. Ein aggressives Wildschwein ist Medienberichten zufolge während des Abendgebets in eine Moschee nahe Kuala Lumpur eingedrungen und hat das gesamte Haus in helle Aufruhr versetzt.

Das Tier war zunächst in das Gelände eingedrungen und anschließend in das Gotteshaus galoppiert. Zu dem Zwischenfall ist es gekommen, als gerade mehrere Gläubige nach dem verpflichtenden Abendgebet noch einige Verse sprachen, wie Imam Ungku Ahmad Hazwan Ungku Kamarudin gegenüber The Star berichtet.

Das Wildschwein soll angeblich gezielt Jagd auf Besucher und Kinder gemacht haben, so der Imam weiter. Dabei soll auch eine Person von dem Tier am Nacken verletzt worden sein.

Während zahlreiche Menschen geflüchtet seien, hätten einige der Anwesenden noch versucht, das Tier aus dem Gotteshaus zu scheuchen. Als das Borstenvieh schließlich wieder aus der Moschee verschwunden war, wurde es von einem Gläubigen mit einer Schrotflinte niedergestreckt.

Gotteshaus fast vollständig entweiht

Laut Ungku Ahmad Hazwan wurden durch das Wildschwein zwei Drittel der Gebetshalle „verunreinigt“. Aus diesem Grund musste eine Krisensitzung von der Glaubensgemeinschaft einberufen werden, zu der sogar der oberste Mufti des Bundesstaates herangezogen wurde.

Wie The Star berichtet, wurden bereits sämtliche Teppiche, die mit dem Blut des Tieres in Berührung gekommen sind, aus der Moschee entfernt. Mehrere Gläubige haben bereits sieben Mal Wände und Böden gereinigt – unter anderem mit einer Mischung aus Erde und Wasser, um alle vermeintlichen Unreinheiten zu entfernen.

Die Säuberungen wurde von zwei Imamen persönlich überwacht und das Gotteshaus abschließend erneut gesegnet. Da das Schwein im Islam als „unrein“ gilt, handelt es sich hierbei um einen extremen Fall der Entweihung einer Moschee.

Quelle: unsertirol24

Mai 13

Bundesumweltministerin Schulze will nachts weniger Licht zum Schutz von Insekten

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dpa/Bernd von Jutrczenka

Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert weniger nächtliche Beleuchtung zum Schutz von Insekten. Sie warnte zudem davor, die Folgen des Insektenschwunds zu unterschätzen.

„Es ist immer mehr Licht dauerhaft an. Übermäßige Beleuchtung bei Nacht bedroht Insekten“, sagte die SPD-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitagausgaben). „Daher meine ich: Licht aus, wo es nicht gebraucht wird“, forderte Schulze und sprach sich für den vermehrten Einsatz von fokussierteren Straßenlaternen aus.

Die Bundesumweltministerin warnte davor, die Folgen des Insektenschwunds zu unterschätzen. „Es geht nicht um das Wegbleiben lästiger Mücken“, so Schulze. „Das Insektensterben ist in seinen Auswirkungen für Mensch und Natur nicht zu unterschätzen“, betonte sie.

Quelle: Focus

Mai 13

Arzt quittiert Job in Transitzentrum: Viele keine Flüchtlinge, sondern Medizintouristen

Wohncontainer für Asylbewerber in Deggendorf (Symbolbild)

„Da kommen Leute, die wollen Viagra“ – Jahrelang kümmerte sich ein Arzt im niederbayerischen Deggendorf um Flüchtlinge, bot Behandlungen und Beratungen an. Jetzt schmeißt der Mediziner hin: Denn das Klientel der Flüchtlinge habe sich verändert, sagt er. Wo er früher verwundete Menschen und ausgemergelte Kinder behandelt habe, werde er jetzt von Medizintouristen auf der Suche nach einer neuen Hüfte belästigt.

Wie er der „Zeit“ erzählte, arbeite der Arzt seit einiger Zeit in einem sogenannten Transitzentrum, von denen es insgesamt vier in Bayern gibt. In diesen Zentren sind Flüchtlinge untergebracht, denen nur eine geringe Bleibeperspektive eingeräumt wird, weil sie aus Ländern kommen, in denen ihnen weder Krieg noch Verfolgung drohen. Im Deggendorfer Zentrum leben vor allem Asylbewerber aus Sierra Leone und Aserbaidschan.

Bewohner dieser Transitzentren bekommen keine Sprachkurse und dürfen nicht arbeiten, sie haben aber Anspruch auf medizinische Grundversorgung. Um die sei es aber oft nicht gegangen, wie der Arzt der „Zeit“ erzählte: „Da kommen jetzt Leute, die wollen Viagra.“ Manche Asylbewerber verlangten ein neues Gebiss oder eine neue künstliche Hüfte. Oder sie kämen „motorisch völlig unauffällig“ in das Behandlungszimmer und klagten über starke Schmerzen, für die sie dringend Schmerzmittel benötigten. Fünfzig Prozent der Asylbewerber stellen Forderungen dieser Art, schätzt er.

„Bis aufs Fleisch wund gelaufene Füße“

Vor zwei, drei Jahren sei das noch anders gewesen, erzählt der Arzt der „Zeit“. Damals habe er sich auf dem Höhepunkt der Zuwanderung von Flüchtlingen um Tausende Neuankömmlinge gekümmert. Die meisten von ihnen seien zu Fuß nach Niederbayern gekommen und hätten teilweise schwere Kriegsverletzungen aufgewiesen: „Bis aufs Fleisch wund gelaufene Füße, Beine voller Granatsplitter, Kinder in kachektischem Zustand, also ausgelaugt und abgemagert.“

Nun verdächtige er aber vor allem die Asylbewerber aus Aserbaidschan, mittlerweile Medizintouristen zu sein und keine Flüchtlinge im eigentlichen Sinne. Sie legten angeblich ausführliche, perfekt gepflegte Krankenakten aus der Heimat vor und bitten dann um eine neue Hüfte oder eine Bandscheiben-OP.

„Die Leute wissen, wie schleppend die Verfahren hier laufen“, sagte der Mediziner der „Zeit“, „und sie glauben, sich in der Zwischenzeit von deutschen Spezialisten behandeln lassen zu können.“ Werde ihnen diese Behandlung verweigert, würden einige der Aserbaidschaner sogar aggressiv, berichtet der Arzt: Ein Patient habe einen seiner Kollegen mit einem Stuhl beworfen und zwei Tage später mit einem Messer bedroht. Nun schmeißen der Arzt und sein Kollege hin: Sie lassen ihre Verträge mit der Regierung auslaufen.

„Ich habe natürlich von den Vorfällen gehört“

Der Deggendorfer CSU-Landrat Christian Bernreiter reagierte gegenüber der „Bild“-Zeitung (Samstag) nicht überrascht: „Ich habe natürlich von den Vorfällen gehört.“ Sollten die Vorwürfe stimmen, sei „die Kritik des Arztes natürlich gerechtfertigt“. Der Staat könne „nicht alles zahlen“.

Tut er aber auch nicht: Nicht anerkannten Flüchtlingen gewährt der Staat gemäß des Asylbewerberleistungsgesetz Behandlungen bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen, die „zwingend notwendig und unaufschiebbar“ sind. Chronische Probleme mit der Hüfte oder den Zähnen fallen in den allermeisten Fällen nicht darunter. Einige Flüchtlinge versuchen es womöglich trotzdem – eine Belastung für die Ärzte.

Quelle: Focus

Mai 13

Prostituierte von Asylbewerber erwürgt

Der wegen Mordes sowie Raub mit Todesfolge Angeklagte sitzt am 11. Mai 2018 im Gerichtssaal des Landgerichts Regensburg.

Regensburg – Ein Dreivierteljahr nach der Tötung einer Prostituierten in Regensburg hat der Angeklagte zum Prozessauftakt am Freitag vor dem Landgericht die Tat gestanden.

Der junge Mann teilte über seinen Anwalt mit, die Frau niedergeschlagen zu haben, um sie zu bestehlen. Ihren Tod habe er nicht gewollt. Weil die Frau aber schrie, habe er sie gewürgt. Der Mann sei nach dem Übergriff davon ausgegangen, die Frau sei lediglich bewusstlos, sagte der Anwalt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord sowie Raub mit Todesfolge vor. Er soll sein 33-jähriges Opfer Ende August aus Habgier erwürgt haben.

Der heute 22-Jährige war fünf Tage nach der Tat festgenommen worden. Die Ermittler entdeckten bei ihm ein Handy, das er der Prostituierten gestohlen haben soll. Er gab die Tat damals zu und kam in Untersuchungshaft.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Asylbewerber aus Mali. Über seinen Anwalt sagte er aus, dass er aus Geldnot gehandelt habe. Ein Bekannter aus der Flüchtlingsunterkunft habe ihm den Tipp gegeben, eine Prostituierte niederzuschlagen und zu bestehlen. Darüber habe er fünf Tage nachgedacht und sei schließlich zu der 33-Jährigen gegangen.

Er habe die Frau für Sex bezahlt und – weil er sie sympathisch fand – dann doch nicht überfallen wollen. Das habe er sich angesichts seiner finanziellen Lage wieder anders überlegt und die Frau doch niedergeschlagen. Jedoch sei sie dadurch nicht bewusstlos geworden, sondern habe geschrien. Daraufhin drückte er ihr erst ein Kissen auf das Gesicht und dann den Hals zu. Als er die Wohnung verließ, habe er geglaubt, die Frau sei lediglich weggetreten, nicht aber tot. Von ihrem Tod habe er erst später durch die Vernehmung bei der Polizei erfahren, gab er an.

Er habe das Geld für sich und seine in Italien lebende Partnerin und das gemeinsame Kind benötigt, das – wie er selbst – unter einer Knochenkrankheit leide. Der vor Gericht stark angespannt wirkende Mann, der nach eigenen Angaben vor seiner Flucht in Mali ein Informatikstudium abgeschlossen hatte, ließ über seinen Verteidiger ausrichten, er bedauere die Tat zutiefst. Er könne mit der Schuld kaum leben.

Fotos: Armin Weigel/dpa

 

Quelle: Tag24

Mai 12

Mann springt plötzlich aus Gebüsch und attackiert Ordnungshüter

Auch ein Messer wurde am Tatort gefunden (Symbolfoto).

Aschaffenburg – Zusammen mit mehreren Polizisten war ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Park Schöntal auf Streife, als er von einem Unbekannten angegriffen wurde.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, waren die Einsatzkräfte gegen 23.15 Uhr am Mittwochabend in dem Park unterwegs. Während zwei Polizisten gerade mit einer Personengruppe sprachen, wandte sich der Mitarbeiter des Ordnungsamtes einem jungen Mann zu, der auf einer Parkbank an der Schöntal-Ruine saß.

Dieser ergriff jedoch beim Herannahen des Ordnungshüters die Flucht, woraufhin der Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihm hinterherging. Im Bereich einer Treppe sprang der Geflüchtete plötzlich aus einem Gebüsch und griff den Anderen an. Wie die Polizei mitteilte, könnte dabei auch ein Messer eingesetzt worden sein.

Der Ordnungshüter wehrte die Attacke jedoch mit einem Schlagstock ab, woraufhin der junge Mann in Richtung Platanenallee/Hofgartenstraße davonrannte.

Der Geflüchtete wird wie folgt beschrieben:

  • Etwa 175 cm groß
  • dunkle Hautfarbe
  • Drei-Tage-Bart
  • bekleidet mit einem auffälligen gelben T-Shirt.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Aschaffenburg unter der Telefonnummer 060218571731 zu melden.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Mai 12

Schwerer Vorwurf: Asyl-Manipulationen schon lange bekannt?

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Bremen/Nürnberg – Die Affäre rund um mutmaßlich manipulierte Asylentscheidungen in Bremen weitet sich möglicherweise weiter aus.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg schon 2014 erste interne Hinweise auf Unregelmäßigkeiten erhalten.

Demnach habe der Leiter der Außenstellen Friedland und Oldenburg mehrere Führungskräfte über Auffälligkeiten informiert. Konsequenzen für die damalige Leiterin der Bremer Bamf-Stelle habe es jedoch nicht gegeben.

Fortan soll der Mann auffällige Asylentscheidungen der Bremer Kollegin dokumentiert und mit den Aktenzeichen nach Nürnberg geschickt haben. „Dort geschah offenkundig nicht viel“, schreibt das Magazin.

Mitte April war bekannt geworden, dass eine frühere Leiterin der Bremer Bamf-Stelle zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen Asyl gewährt haben soll, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren (TAG24 berichtete).

Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen die Frau und fünf weitere Beschuldigte wegen Bestechlichkeit und missbräuchlicher Asylantragstellung. „Die Auswertung der Akten dauert an, die Zeugen werden vernommen“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Claudia Kück am Freitag.

Sollten die Beschuldigten verurteilt werden, drohen ihnen bis zu zehn Jahren Haft. Unter den Beschuldigten sind außerdem drei Rechtsanwälte und ein Dolmetscher.

Das Bamf in Nürnberg gerät zunehmend in Erklärungsnot. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums verwies am Freitag darauf, seine Behörde sowie das Bamf arbeiteten mit Hochdruck an der Aufarbeitung der Vorgänge.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) forderte jüngst einen umfassenden Bericht von seinem Bundeskollegen Horst Seehofer (CSU).

„Das Chaos in der Bamf-Außenstelle schadet nicht nur dem Ruf Bremens, sondern hat auch Auswirkungen auf unsere Ausländerbehörden und ihre Arbeit“, so Mäurer.

Fotos: DPA

 

Quelle: Tag24

Mai 12

Krass: So stark mischen Flüchtlinge in der Drogenszene mit

Gambier machen unter den Flüchtlingen über ein Drittel aller Tatverdächtigen bei Rauschgiftdelikten aus. (Symbolbild)

Stuttgart – Flüchtlinge aus Gambia sind bei Rauschgiftdelikten in Baden-Württemberg stark überrepräsentiert.

Landesweit seien für das Jahr 2017 bei Rauschgiftkriminalität mehr als 2700 tatverdächtige Asylbewerber oder Flüchtlinge in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst, sagte Landeskriminaldirektor Klaus Ziwey der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Über 800 dieser Tatverdächtigen waren Gambier, die vielfach Mehrfachtäter seien. „Gambier machen in diesem Deliktsfeld mehr als ein Drittel aller tatverdächtigen Flüchtlinge aus und handeln vor allem mit Cannabis“, erklärte Ziwey. Neben den Gambiern handeln auch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Algeriern mit Drogen.

Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 579.953 Straftaten verübt (minus 4,8 Prozent), in 39.459 Fällen waren Flüchtlinge und Asylbewerber verdächtigt (minus 7,5 Prozent). Was die Kriminalität bei den Flüchtlingen insgesamt anbetrifft, sind Syrer weiter auf Platz 1.

Fotos: DPA

 

Quelle: Tag24

Mai 12

Ellwangen: Bundespolizei muss Togoer nach Abschiebung wieder einreisen lassen

Mit mehr als 100 Beamten musste die Polizei in Ellwangen anrücken, um einen Togoer in Abschiebehaft zu nehmen – im zweiten Versuch. Laut eines Medienberichts dürfte der 23-Jährige aber anstandslos wieder einreisen.

Erst im zweiten Versuch konnte die Polizei einen Togoer in einem Flüchtlingsheim in Ellwangen festnehmen, seitdem sitzt der 23-Jährige in Abschiebehaft. Doch selbst nach einer Abschiebung nach Italien wird die Bundespolizei den Togoer anstandslos wieder einreisen lassen müssen.

Die Bundespolizei bestätigte auf Anfrage der „Rheinischen Post“ die derzeit geltende Regel, wonach „Drittstaatsangehörigen ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente und mit Vorbringen eines Asylbegehrens die Einreise zu gestatten“ sei.

Grundsätzlich erhält ein Drittstaatsangehöriger, der aus dem Bundesgebiet abgeschoben wurde, ein zeitlich befristetes Einreiseverbot nach Deutschland. Geregelt sei dies im Paragraf 11 des Aufenthaltsgesetzes, sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Ein Drittstaatsangehöriger, der nach Italien abgeschoben wurde, darf somit eigentlich nicht erneut ins Bundesgebiet einreisen.

Doch gilt dem Bericht zufolge für die Arbeit der Bundespolizei weiterhin die mündliche Anordnung des damaligen Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) vom September 2015: Diese sieht vor, von einer „Einreiseverweigerung bis auf Weiteres aus humanitären Gründen abzusehen“. Jeder Drittstaatler ohne Papiere, aber mit Asylbegehren ist danach an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weiterzuleiten.

Der Togoer wehrt sich mithilfe seines Anwalts mit allen möglichen Rechtsmitteln gegen seine Abschiebung nach Italien. Der erste Versuch, den 23-Jährigen abzuschieben, war in der Nacht zum 30. April am Widerstand von 150 bis 200 Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft gescheitert. Öffentlich wurde dies erst am 2. Mai. Am 3. Mai gab es einen Großeinsatz der Polizei in Ellwangen, bei dem der Mann schließlich gefasst wurde. Er sitzt nun in Abschiebehaft.

Quelle: welt

Mai 11

Haben Wahlhelfer AfD-Stimmen bei der Bundestagswahl manipuliert?

Bei der vergangenen Bundestagswahl soll es zu Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung gekommen sein – und zwar möglicherweise zu Lasten der AfD. So behauptet es zumindest der Politikwissenschaftler Uwe Wagschal in einem Gastbeitrag in der „FAZ“.

Der Grund für seine Vermutung: Ende Januar wurden die Daten der repräsentativen Wahlstatistik veröffentlicht. Dafür waren rund 2.250 Wahlbezirke ausgewählt worden, in denen die abgegebenen Stimmen stichprobenartig untersucht wurden. Hinzu kamen 500 Briefwahlbezirke. Damit deckt die Statistik rund 2,2 Millionen Wahlberechtigte ab.

Die Analyse zeige, dass es einen „signifikanten Zusammenhang zwischen dem Prozentanteil der ungültigen Zweitstimmen sowie dem Zweitstimmenanteil der AfD“ gebe, mutmaßt Wagschal. Kurzgefasst heiße das: Je stärker die AfD in einem Wahlkreis war, desto mehr ungültige Stimmzettel gab es dort – und zwar zu Lasten der AfD, wenn man Wagschal Glauben schenkt. Die auffälligsten Wahlkreise, schreibt er, seien meist Großstädte mit starken Universitäten – also mit vielen jungen, gebildeten Wählern und vergleichsweise hohem Einkommen.

1. These: Wähler machten eigene Stimme aus Protest ungültig

Der Politikwissenschaftler lässt offen, ob er glaubt, dass junge, gut situierte Wahlhelfer Stimmzettel zu Lasten der AfD manipuliert haben. Er liefert jedoch drei Erklärungsversuche, die er für plausibel hält – und in zweien von ihnen schwingt dieser Vorwurf mit.

Seine erste These ist, dass viele Wähler aus Protest ihre Stimme ungültig gemacht haben könnten. Das schließt er daraus, dass die Bundestagswahl 2017 generell als „Protestwahl“ galt – auch als Reaktion auf die Flüchtlingspolitik Angela Merkels. Eine Protestwahl ist zwar statistisch nur schwer zu erfassen. Sie zeichnet sich aber dadurch aus, dass besonders viele Wähler ihrem Unmut Ausdruck verleihen, indem sie sich für Parteien am rechten oder linken Rand entscheiden – im September 2017 entschieden sich 12,6 Prozent für die AfD – und andere könnten eben mit ungültigen Wahlzetteln protestiert haben. Schleierhaft bleibt bei dieser These jedoch, wie das der AfD geschadet haben sollte.

2. These: Wahlhelfer manipulierten Stimmen der AfD

Seine zweite These belastet die Wahlhelfer. Sie legt nahe, dass während der Auszählung oder der Übermittlung der Wahlergebnisse manipuliert wurde. Das führt Wagschal darauf zurück, dass die AfD am stärksten polarisiert. Eine Möglichkeit wäre demnach, „dass einzelne Wahlhelfer, welche die AfD ablehnen, Stimmen für die Partei (bewusst oder unbewusst) für ungültig erklärt oder Ergebnisse nicht korrekt gemeldet haben könnten.“

3. These: Wahlhelfer werteten ungültige Stimmzettel als gültig

Und zuletzt hält der Politikwissenschaftler es für möglich, dass ungültige Stimmzettel zugunsten einer anderen Partei als gültig gewertet worden sein könnten. Auch hierfür wären die Wahlhelfer zur Verantwortung zu ziehen.

Bei dieser letzten These beruft er sich auf einen Fall aus der Landtagswahl in Bremen 2015. Damals sei „ein Wahlbezirk nach Einsprüchen der AfD komplett nachgezählt“ worden, behauptet Wagschal. Daraus hätten sich „zusätzlich 34 Stimmen“ für die rechte Partei ergeben.

Diesen Vorwurf konnte Jürgen Wayand jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Er war 2015 als Landeswahlleiter in Bremen tätig. Ebenfalls in einem Gastbeitrag in der „FAZ“ kritisierte er die Behauptungen des Politikwissenschaftlers. Dessen Argumentation fehle es an „Stringenz“ und „unangreifbar recherchierter Faktenlage“, kontert er.

Anders als von Wagschal behauptet, sei in Bremen nicht ein Wahlbezirk nach Einsprüchen der AfD komplett nachgezählt worden. Vielmehr habe die AfD Einspruch eingelegt und selbst Nachzähler rekrutiert, die explizit nach Zählfehlern zu Lasten der AfD suchen sollten. Untersucht hatten sie allerdings nur etwa 60 Prozent der Stimmzettel. Dabei seien zwar tatsächlich 34 zusätzliche Stimmen gefunden worden.

Doch eine darauf folgende Überprüfung aller Stimmzettel des Staatsgerichtshofs ergab, dass auch alle anderen Parteien von solchen Zählfehlern betroffen waren. Der Staatsgerichtshof teilte daraufhin mit, dass „eine Fehlerquote dieser Größenordnung“ normal sei. Insbesondere „wegen des erheblichen Zeitdrucks, unter dem sich die Auszählung am Wahlabend vollzieht“. Die zusätzlichen Stimmen hätten am Wahlergebnis nichts geändert.

Schon die Grundlage der Argumentation hält Wahlleiter für falsch

Doch schon die Grundlage für Wagschals komplette Argumentation hält Wayand für falsch. Er sieht in der Statistik überhaupt keine Auffälligkeiten zu Lasten der AfD. Gerade in Großstädten, in denen der Wissenschaftler diese Tendenzen vermutet, seien Wahl-Abweichungen dieser Art normal. In Großstädten gebe es immer Teile eines Stadtgebiets, in denen besonders viele Stimmen als ungültig gewertet werden. Das hänge mit Einkommens- und Sozialfragen zusammen: „Je besser situiert der Ortsteil ist, in dem ein Wahlbezirk liegt, umso niedriger ist der Anteil der ungültigen Stimmen – und umgekehrt.“

Ob es in Einzelfällen tatsächlich zu Wahlmanipulation gekommen ist, lässt sich im Nachhinein schwer nachweisen. Glaubt man Wayand, gibt es dafür jedoch keine fundierten Beweise. Für den Wahlleiter bewegen sich die Behauptungen Wagschals „im Reich der Spekulation“.

Quelle: Focus

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