Nov 26

Messermord in Fredenbeck: Sudanese sticht Mann mit Messer kaltblütig nieder

Symbolbild

Ein 47 Jahre alter Mann ist am Dienstagmorgen in Fredenbeck (Landkreis Stade) nach einer Auseinandersetzung ums Leben gekommen.

Gegen 9 Uhr erschien der Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen vor dem Geschäft einer Unternehmerin. Bevor die Frau die verschlossene Tür öffnen konnte, lief der Mann davon. Einige Meter weiter stürzte er vor einem Supermarkt zu Boden. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt brachte ein Krankenwagen den Mann in eine Klinik. Dort verstarb das Opfer wenig später.

Polizei sucht mehrere Stunden

Der Mann aus Nigeria lebte in einer Unterkunft für Asylbewerber. Dort kam es nach ersten Erkenntnissen zu dem Streit, bei dem er mit einem Küchenmesser verletzt worden war. Der aus dem Sudan stammende mutmaßliche Täter kam aus einer benachbarten Unterkunft. Die Polizei suchte mehrere Stunden nach dem 29-Jährigen und nahm ihn gegen Abend fest. Auch das Messer wurde gefunden, doch der genaue Tatablauf und der Anlass des Streits sind unklar. Eine Obduktion am Mittwoch soll die Umstände des Todes klären.

Quelle: ndr

Nov 26

Waldbröl: Frau (28) erstochen – rumänischer Ehemann (41) festgenommen

Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Waldbröl (NRW) – Drama in einem Mehrfamilienhaus in Waldbröl! Eine Bewohnerin eines Hauses am Curt-Projahn-Weg erlitt Schnittwunden, wurde schwer verletzt – sie starb wenig später im Krankenhaus!

In der Wohnung fanden sie seine Frau. Sie kam in eine Klinik, erlag dort ihren Verletzungen.

Polizisten nahmen den rumänischen Ehemann fest, stellten ein Messer sicher, das er bei sich hatte. Notfallseelsorger betreuten Angehörige. Eine Mordkommission ermittelt.

Quelle: BILD

Nov 26

Germersheim: Schwarzafrikaner attackiert Frau vor Studentenwohnheim sexuell

Oft gesehenes Bild in Deutschland seit der ungebremsten Moslemschwämme: Araber belästigen eine Frau

Schon wieder attackierte ein Armutsasylant eine junge Frau unvermittelt sexuell

Bereits am 21.11.2019, gegen 19:20Uhr, lief eine 21jährige vom Germersheimer Studentenwohnheim auf dem Weg in Richtung Schwanenweiher bzw. Trommelweg. Plötzlich näherte sich ihr von hinten ein ihr unbekannter Afrikaner. Während sich die 21jährige umdrehte, griff der Sexasylant ihr mit der linken Hand in ihre Haare und mit der rechten Hand an ihr Gesäß. Die 21jährige schrie direkt so laut, dass der Unbekannte sofort von ihr abließ und in Richtung In der kleinen Au weglief. Der Afrikaner wird wie folgt beschrieben: dunkelhäutig, ca. 180 – 185 cm groß, schlank, trug eventuell eine Kapuze.

Zeugen, welche die Tat beobachtet und Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Germersheim unter 07274/958-0 zu melden.

Quelle: Truth24.net

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Nov 25

Mazedonier greift schlafender Frau in Bahn zwischen die Beine | Düsseldorf

Symbolbild. Credits: pexels

Düsseldorf / Essen. Der Armutsmigrant aus dem Osten griff einer schlafenden Frau in der S- Bha zwischen die Beine, zwei Zeugen schauten zu, riefen zwar die Polizei, ansonsten trauten sie sich aber nicht einzugreifen

Zu einer sexuellen Belästigung kam es am Samstagmorgen (23. November) in einer S-Bahn zwischen Düsseldorf und Essen. Dank der Aufmerksamkeit von zwei couragierten Zeugen, konnten Bundespolizisten einen 26-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen.

Eine 21-jährige Frau aus Heiligenhaus nutzt zusammen mit einer 19-jährigen Bochumerin die S 1 von Düsseldorf nach Essen. Beide Frauen schliefen in der S-Bahn ein. Nach Angaben von Zeugen nutzte dies ein 26-Jähriger mazedonischer Staatsangehöriger aus, setzte sich neben die beiden Frauen und soll der 21-Jährigen zwischen die Beine gefasst haben. Diese schlief tief und fest und bekam nach eigenen Angaben von dem Vorfall nichts mit.

Verweichlichte deutsche Männer telefonieren lieber statt den Flegelmigranten zusammenzuprügeln

Das „Treiben“ des Mannes beobachteten unabhängig voneinander, ein 28-jähriger Mann aus Essen und ein 57-jähriger Marler und wählten den Polizeinotruf. Nach Ankunft im Essener Hauptbahnhof hinderten sie den Tatverdächtigen wenigstens daran, den Zug zu verlassen. Bundespolizisten nahmen ihn vorläufig fest und brachten ihn zur Wache.

Gegen den in Solingen gemeldeten Mann leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung ein. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Truth24.net

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Nov 25

Einbruch im Grünen Gewölbe in Dresden: Führt die Spur zu Berliner Clans?

Nach dem Einbruch in das „Grüne Gewölbe“ in Dresden gibt es eine erste mögliche Spur. Offenbar könnte ein Berliner Clan involviert sein. Das Berliner LKA hat Ermittlungen aufgenommen, so interne Kreise gegenüber RTL. Die Polizei bestätigt, dass es Hinweise der Dresdner Kollegen gab.

Die Einbrecher müssen sich gut ausgekannt haben

Am Montagmorgen um kurz vor 5 Uhr hat die Polizei der Anruf ereilt, dass ein Einbruch im Grünen Gewölbe in Dresden stattgefunden hat. Die Diebe haben mehrere wertvolle Gegenstände gestohlen. Die Höhe des Schadens ist laut Polizei nicht zu beziffern. Mittlerweile ist bekannt, was die Diebe geklaut haben: zwei Diamanten- und eine Brillant-Rautengarnitur. Die Vitrinen, aus denen die Gegenstände entwedet wurden, bestehen aus Sicherheitsglas. Bei Berührungen wird ein Alarm ausgelöst. In diesen befanden sich rund 100 einmalige Stücke. Aufgrund ihrer Einzigkartigkeit können sie schnell identifiziert werden. Das wirft Fragen auf, denn die Diebe könnten deshalb nur schwierig ihre heiße Ware los werden.

Trotzdem haben sie gezielt nur diese kompletten Schmuck-Sätze gestohlen, die eine historische Seltenheit darstellen. Die Einbrecher müssen sich also sehr gut ausgekannt – oder sehr genaue Anweisungen erhalten haben.

In der TVNOW-Doku „Clans in Deutschland“ zeigen wir exklusive Einblicke in die Welt der kriminellen Großfamilien, die die Unterwelt Berlins beherrschen.

Quelle: rtl

Nov 25

Abboud will Deutscher werden: So lebe ich mit drei Frauen und 13 Kindern

Abboud Sweid hat drei Ehefrauen und bald 14 Kinder. In BILD spricht er über seine Vielehe und sagt: „Ich würde mich freuen, wenn ich Deutscher werden könnte.“

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Nov 24

Nigerianische Mafia: Menschenhandel mitten in Deutschland

Nigerianische Mädchen aus prekären Verhältnissen fallen besonders häufig Menschenhändlern zum Opfer – Kontaktpersonen sind oft Frauen in der Heimat. (pa/dpa/Chinafotopress)

Jungen Nigerianerinnen wird in der Heimat ein Job in Europa angeboten. Kaum angekommen, werden sie zur Prostitution gezwungen – in Deutschland mit steigender Tendenz. Polizei- und Justizbeamte klagen, dass Mittel zur Kriminalitätsbekämpfung auf internationaler Ebene nicht konsequent genutzt werden.

Die Vulkanstraße in Duisburg. Hier und in der Umgebung erstreckt sich eines der größten Rotlichtviertel in Deutschland mit etlichen Bordellen. Hier und in den Rotlichtvierteln anderer deutscher Städte landen immer mehr Frauen aus Nigeria. Die meisten von ihnen wurden von nigerianischen Menschenhändlern eingeschleust, sagt Barbara Wellner von Solwodi, einer Organisation, die Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution hilft.

„Die typische Geschichte einer jungen Nigerianerin ist eigentlich, dass das ein Mädchen oder eine junge Frau ist, in der Regel wirklich aus prekären Verhältnissen. Die häufig kaum die Schule besuchen konnten, ganz früh bei ihren Eltern mit auf einer kleinen Farm oder auf einem Marktstand arbeiten mussten, häufig Mädchen, die nur einen Elternteil oder keine Eltern mehr haben.“

So erging es auch Anna, die nicht erkannt werden will. Sie wohnte mit Mutter und Geschwistern in Nigeria im Haus der Großmutter, konnte die Schule nur vier Jahre lang besuchen und musste dann auf dem Feld arbeiten.

„Als ich 16 Jahre alt war, entschied die Familie, dass ich beschnitten werden sollte. Ich wollte das nicht, hatte Angst und weigerte mich. Meine Mutter schlug mich, weil ich der Tradition nicht folgen wollte. Ich sah keine andere Möglichkeit, der Beschneidung zu entgehen, als wegzulaufen. Ich hatte kein Zuhause mehr, lief auf der Straße herum und suchte Hilfe.“

Weit verzweigtes Netz mit vielen Stationen

Genau solche Mädchen haben nigerianische Menschenhändler im Visier. Eines der lukrativsten Geschäftsmodelle der Organisierten Kriminalität.

Die Kontaktpersonen sind häufig Frauen, oft sogar Verwandte, erzählt Barbara Wellner. In der Regel arbeiten sie im Auftrag anderer Nigerianerinnen, die das Geschäft im Zielland kontrollieren.

„Das sind die Madames. Das Netz der Personen, die mit diesem Menschenhandel zu tun haben, also mit dem Weg von dem ersten Ansprechenden in Nigeria, bis das Mädchen hier vielleicht im dritten Bordell hier in Oberhausen irgendwo arbeitet, das ist wirklich ein weit verzweigtes Netz mit ganz vielen Stationen, aber im Zentrum stehen tatsächlich die sogenannten Madames – weibliche Zuhälterinnen.“

Schon in Nigeria wird den jungen Frauen klar gemacht, dass ihre Reise viel Geld kosten wird, dass sie später zurückzahlen müssen – was aber kein Problem sei, denn sie würden ja einen guten Job haben. Um der Abmachung, das Geld zurückzuzahlen mehr Nachdruck zu verleihen, werden die Frauen mit einem Juju-Zauber belegt.

„Das ist für unsere Vorstellung wirklich ein martialisches Ritual. Juju ist so etwas, was wir hier manchmal von früher unter dem Begriff Voodoo kennen. Ein Priester nimmt an einem besonderen Ort dem Mädchen einen Schwur ab, in Verbindung mit Ritualen wie dem Schlachten von Tieren, Trinken von Tierblut, Trinken von anderen merkwürdigen Flüssigkeiten, Essen von rohen Eingeweiden von Tieren.“

Den Frauen wird gedroht, dass sie oder ihre Verwandten sterben oder krank werden oder etwas anderes Schlimmes passiert, wenn sie ihre Schulden nicht begleichen oder irgendetwas von den Abmachungen verraten würden.

Zahl der Opfer in Deutschland steigt

Im Januar fällte das Duisburger Landgericht mehrere Urteile wegen Menschenhandel und Zwangsprostitution, bei denen es um Nigerianerinnen ging. Eine Frau, eine der nigerianischen Madames, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die deutschen Behörden sind wachsamer geworden. So warnte der BND laut eines Spiegel-Berichts in einem inoffiziellen Papier Anfang des Jahres vor einem Anwachsen der Zitat: „äußerst brutal agierenden nigerianischen Strukturen der Organisierten Kriminalität.“

Und im kürzlich veröffentlichten „Bundeslagebild „Menschenhandel und Ausbeutung“ 2018“ des Bundeskriminalamtes heißt es:

„Die Anzahl festgestellter Opfer mit nigerianischer Staatsangehörigkeit stieg im Jahr 2018 auf 61 Personen deutlich an […], womit sich der bereits im Vorjahr festgestellte (ansteigende) Trend fortsetzte.“

Auch die Zahl der nigerianischen Tatverdächtigen stieg nach BKA-Angaben im Vergleich zum Jahr 2017 an und zwar um 41,4 Prozent.

Auf internationaler Ebene beteiligt sich Deutschland seit dem Jahr 2012 am EU-Projekt „ETUTU“. Die EU-Staaten ergreifen dabei in Abstimmung mit Nigeria Maßnahmen gegen international agierende nigerianische Täternetzwerke im Bereich Menschenhandel.

Martyrium beginnt meist in Italien

Wie wichtig ein länderübergreifender Blick ist, zeigt das Beispiel Italien. Hier betreten die meisten Nigerianerinnen das erste Mal europäischen Boden.

In der sizilianischen Hafenstadt Catania hat sich eine Gruppe junger Nigerianerinnen in der Großküche von Casa Agata versammelt. Konzentriert bearbeiten sie riesige Mengen Nudelteig, um hieraus Spaghetti, Tagliatelle und Ravioli zu formen.

Helen Okoro ist vor mehr als zwanzig Jahren nach Italien gekommen. Genau wie die jungen Frauen, die hier als Köchinnen ausgebildet werden, ist auch sie damals in die Hände von Menschenhändlern geraten. Doch der Nigerianerin gelang die Flucht in ein katholisches Frauenhaus. Heute arbeitet Helen Okoro als Beraterin in der Einrichtung. Sie hat hautnah miterlebt, wie sich der Menschenhandel in den letzten Jahren verändert hat. Inzwischen bitten so viele Frauen hier um Hilfe, dass die Mitarbeiterinnen den Andrang kaum bewältigen können.

„Früher bin ich um vier Uhr nachmittags nach Hause gegangen. Aber seit einiger Zeit – seit etwa 2015 inzwischen – schaue ich gar nicht mehr auf meine Uhr. Manchmal schlafe ich hier, wenn es die Situation erfordert.“

Weit mehr als 20.000 nigerianische Frauen – viele von ihnen minderjährig – sind in den vergangenen drei Jahren über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass rund 80 Prozent von ihnen Opfer von Menschenhändlern sind oder sich in akuter Gefahr befinden, zu Opfern zu werden.

Kaum Chancen auf erfolgreiches Asylverfahren

Konkret bedeutet dass, sie werden sexuell ausgebeutet oder müssen sich zwangsprostituieren. Und auch die 20 Prozent, die nicht in die Fänge von Menschenhändlern geraten und es nach Europa schaffen, haben kaum Chancen auf ein erfolgreiches Asylverfahren. Die Anerkennungsquoten für die Herkunftsländer in Afrika liegen nach der aktuellen Statistik von Pro Asyl fast ausschließlich im einstelligen Bereich.

Für wirklich besorgniserregend hält Helen Okoro, wie viel brutaler das Geschäft geworden ist.

„Manchmal bekomme ich selbst Angst. Sehen Sie das, den hohen Zaun dort vor dem Fenster? Früher brauchten wir hier keine Zäune.“

55.000 Euro, so die Schätzung von Fachleuten, erwirtschaftet eine Zwangsprostituierte pro Jahr – und immer mehr kriminelle Gruppen wollen an dem Geschäft mitverdienen. Bis vor einigen Jahren waren die Netzwerke der Madames eher kleine, relativ lose Verbindungen. Oft kamen alle Beteiligten aus dem weiteren Familienumfeld. Inzwischen, so Helen, hätten sich professionellere – und deutlich skrupellosere – kriminelle Netzwerke gebildet. Diese schreckten auch nicht vor Gewalt in der nigerianischen Heimat der Frauen zurück.

„Sie sind gut organisiert, und manche Hintermänner haben viel Geld. Sie haben ihre Leute, die zu den Familien der Frauen nach Hause gehen und sie verprügeln. Es kommt auch oft vor, dass sie die Häuser der Familien abbrennen.“

Behörden erkennen mafiöse Strukturen nicht

So entsteht eine Mauer des Schweigens. Ein Problem, das auch Dario de Luca kennt. Er arbeitet als  Investigativjournalist  für die sizilianische Zeitung ‚MeridioNews‘ und hat sich über die Grenzen der Insel hinweg in internationalen Rechercheprojekten zur Organisierten Kriminalität einen Namen gemacht, zum Beispiel für das Organized Crime and Corruption Reporting Project, ein Netzwerk aus Journalisten unterschiedlicher Länder. Vor ihm liegen Hunderte Seiten Ermittlungsakten der sizilianischen Staatsanwaltschaft. Sie zeigen Fotos von mehreren observierten Nigerianern, die sich zu einem Treffen in der Kleinstadt Caltanissetta im Hinterland Siziliens versammeln. Es sei bemerkenswert, so der Journalist, wie sehr die Bilder an klassische Versammlungen der sizilianischen Mafia, der Cosa Nostra, erinnerte. Und ähnlich wie bei den nigerianischen Gruppen von heute habe vor 30, 40 Jahren auch noch niemand die Strukturen der einheimischen Mafia verstanden.

„Es wurde damals eher von einzelnen ‚Kriminellen Gruppen‘ gesprochen. In Wahrheit waren diese Gruppen bereits damals bestens organisiert. Es brauchte aber viele Morde und andere Taten, bis die Strafverfolger und die Öffentlichkeit erkannten, dass wir es mit hervorragend vernetzten Kriminellen zu tun haben.“

Deshalb sprechen aus Sizilien einige von der „Neuen Mafia“ oder auch von der „Mafia Nigeriana“. Momentan existiert nach den Recherchen von Dario de Luca eine Art Waffenstillstand zwischen den kriminellen Organisationen, der auf zwei Prinzipien beruht: Menschenhandel ist traditionell etwas, bei dem sich die Cosa Nostra ungern selbst die Finger schmutzig macht. Bei anderen kriminellen Aktivitäten kennen die Nigerianer genau ihre Grenzen.

„Es gibt da offensichtlich eine Form von friedlicher Koexistenz. Die Nigerianische Mafia hat sich in populären Migranten-Bezirken wie Ballarò und San Berillo ausgebreitet, oft zusammen mit gambischen Dealern. Die sizilianische Mafia hingegen beherrscht weiterhin das Geschäft in ihren traditionellen Bezirken. Es gab meines Wissens bisher nie einen wirklichen Konflikt.“

Brutale, transnationale Verbrechernetze

Eine kriminelle Organisation, bei der nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer aus dem Ausland kommen und am Rande der Gesellschaft leben. Dies sei der Grund, warum die italienischen Behörden bisher kaum Anstrengungen gezeigt hätten, die Strukturen der „Neuen Mafia“ zu durchdringen.

Diesen Vorwurf will Staatsanwältin Lina Trovato nicht auf sich sitzen lassen. Man beobachte das Phänomen der Organisierten Kriminalität aus Nigeria schon sehr lange, so Trovato. Es existiere auch nicht erst seit ein paar Jahren, seitdem sich tausende Flüchtlinge aus Afrika auf den Weg nach Europa machen. Auch den Begriff „Neue Mafia“ mag die Staatsanwältin nicht. Der berühmte italienische Mafia-Paragraph 416 sei bei nigerianischen Gruppen als eine „nicht lokale“ Mafia bereits zum Einsatz gekommen – zum ersten Mal in der Geschichte Italiens: 2010 bei einem Prozess in Turin und 2017 bei einem Verfahren in Palermo. Allerdings sei die sogenannte „Neue Mafia“ aus Nigeria keine Einheit, sondern setze sich vielmehr aus einer Vielzahl einzelner Geheimbünde und krimineller Gangs zusammen, etwa der Schwarzen Axt, den Wikingern und der Supreme Eiye Bruderschaft, wie sie sich nennen.

„Eine Mafia muss die volle Kontrolle über einen Ort haben, so dass jeder an diesem Ort Angst hat und das tut, was der Vertreter der Mafia vorgibt. Man kann diese Kategorie nur schwer auf die geheimen Gangs aus Nigeria übertragen. Sie haben nicht die Kontrolle über einen bestimmten Ort – aber sie haben immerhin die Kontrolle über eine bestimmte Community, eine ethnische Gemeinschaft. Deshalb müssen wir das Gesetz hier anders auslegen. Das Ziel ist jedoch letztlich das gleiche: Wir müssen herausfinden, ob Menschen Angst haben und sich auf eine bestimmte Art verhalten, weil sie unterdrückt werden.“

Man habe es mit brutalen, transnationalen Verbrechernetzen zu tun, so Trovato. Und obwohl es geeignete Rahmenbedingungen für eine grenzübergreifende Zusammenarbeit gebe, sei dies in der alltäglichen Ermittlungsarbeit noch immer ausbaufähig.

Wichtige Aufklärungsarbeit in Lagos

Die Nigerianische Behörde zur Verhinderung von Menschenhandel, NAPTIP, hat ihren Sitz mitten in einem belebten Geschäftsviertel von Lagos. Auch hier, in der westafrikanischen Megacity mehr als 4.000 Kilometer südlich von Sizilien, beobachtet man die zunehmende Brutalität der Menschenhändler-Gangs mit Sorge.

Daniel Atokolo, der Regionalchef der Behörde, sieht darin einen paradoxen Effekt des bisherigen Erfolgs im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung. In den letzten Jahren habe man viel Aufklärungsarbeit geleistet. Sogar der sogenannte Oba von Benin, das traditionelle Oberhaupt der Region, aus der mehr als drei Viertel der betroffenen Frauen kommen, gehe inzwischen gegen den Missbrauch des Juju-Glaubens für den Zweck des Menschenhandels vor. Er habe alle Juju-Schwüre, die zum Ziel der sexuellen Ausbeutung ausgesprochen werden, für wirkungslos erklärt. Das nehme den Madames ein wichtiges Mittel der psychologischen Kontrolle über ihre Opfer. Und in diese Lücke drängen nun verstärkt die Geheimbünde ein, die in Europa neuerdings als Nigerianische Mafia bezeichnet würden.

„Diesen Jungs geht es nicht mehr um psychologische Konditionierung mit irgendwelchen Schwüren. Das ist nur noch blanker Terror. Es gibt also einen klaren Zusammenhang zwischen der Rücknahme der Juju-Schwüre und dem verstärktem Auftreten dieser Gangs, die die Opfer zu absolutem Gehorsam zwingen.“

Es sei nicht nur so, dass Mitglieder der kriminellen Vereinigungen den Madames ihre brutalen Dienste anböten. Sie übernähmen teilweise gleich das ganze Geschäft. Während früher trotz aller Grausamkeit ein paar Regeln galten, wie die Möglichkeit der Frauen, nach dem Abzahlen ihrer Schulden selbst zur Madame aufzusteigen, ginge es jetzt nur noch um endlose Ausbeutung.

Politiker und Geschäftsleute als Teil krimineller Netzwerke

Mehr als 50 verschiedene Geheimbünde gibt es inzwischen in Nigeria. Zu ihren Mitgliedern sollen selbst einflussreiche Politiker und Geschäftsleute zählen. Über ihre internen Strukturen ist wenig bekannt. Nur, dass die Ursprünge einiger dieser Gruppen bis in die Zeit der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen der 50er und 60er-Jahre zurückgehen, als sich geheime, politisch aktive Studentenverbindungen an vielen Universitäten des Landes gründeten. Doch im politischen Chaos Nigerias wurden wichtige Posten in der strengen Hierarchie der geheimen Gruppierungen schnell von kriminellen Elementen unterwandert. Gleichzeitig wurden für niedere Positionen immer mehr junge, gewaltbereite Männer von der Straße rekrutiert.

John Omoruan sitzt entspannt in der Lobby eines gehobenen Businesshotels in Lagos. Der Aussteiger hat sich trotz aller Gefahren entschieden, über das Innenleben der Geheimbünde zu sprechen. Die einzige Bedingung für das Interview: Keine Namen von Personen. Omoruan war viele Jahre lang ein hochrangiges Mitglied einer der berüchtigtsten Geheimorganisationen: der Schwarzen Axt.

Für ihn begann das Abdriften der Gruppe in die Organisierte Kriminalität bereits, als Ende der 80er-Jahre einige reiche Nigerianer den Schmuggel von Marihuana nach Europa für sich entdeckten. Sie unterwanderten die Schwarze Axt, weil sie hier genau die richtige Strukturen für ihre kriminellen Geschäfte fanden: Eine klare hierarchische Ordnung und absolute Geheimhaltung. Seitdem seien die Organisationen immer skrupelloser geworden – an ihrem Prinzip habe sich aber nicht viel verändert.

„Du musst dich anpassen. Heute machen wir eben das Geld mit jungen Mädchen und Kokain. Die nötigen Strukturen sind ja da. Folge den Anweisungen. Das ist oberstes Gesetz.“

„Europa ist hungrig nach verbotenen Dingen“

Omoruan gibt sich als Geläuterter – er bereue viele seiner Taten. Trotzdem sieht er beim Thema Menschenhandel einen erheblichen Teil der Schuld bei den Europäern. Sie seien es doch, die immer preiswertere und immer jüngere Mädchen wollten.

„Am Ende geht es doch nur ums Geld. Europa ist hungrig. Hungrig nach verbotenen Dingen. Drogen, minderjährige Mädchen, alles Verbotene. Und Nigeria hat eben das passende Angebot dafür. Solange ihre Waren gefragt sind, werden die Schwarze Axt und all die anderen Geheimgruppen weiter Erfolg haben und viel Geld machen.“

Das sieht auch der deutsche Autor Sandro Mattioni so, der sich seit Jahren mit dem Thema Mafia beschäftigt und Vorsitzender des Vereins „Mafia? Nein danke!“ ist. Solange es eben auch in Deutschland Nachfrage gebe nach Drogen und Prostituierten, von denen die Freier oft wüssten, dass es Zwangsprostituierte seien, habe Organisierte Kriminalität schlicht einen Markt. Auch er registriert, dass die nigerianische Mafia in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen ist.

Im Vergleich zu anderen Gruppen der Organisierten Kriminalität sei sie aber noch nicht so stark wie etwa die russische-eurasische Organisierte Kriminalität oder auch die klassischen italienischen Mafia-Organisationen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sei es für Politik und Sicherheitsbehörden wichtig, entschlossen zu handeln, meint Mattioni.

„Unser Staat ist leider sehr nachlässig im Umgang mit Organisierter Kriminalität. Wir haben wesentliche Gesetzeslücken, die, vor allem was Geldwäsche anbelangt, sehr gefährlich sind.“

Lücken in der deutschen OK-Bekämpfung

Eine des Menschenhandels und Zuhälterei angeklagte Frau sitzt im Juni 2019 im Saal des Landgerichts Braunschweig. Der Angeklagten wird vorgeworfen, für Zwangsprostituierte aus Nigeria in ganz Deutschland Wohnungen angemietet zu haben. Die Frauen sollen mit einem Vodoo-Zauber zur Prostitution gezwungen worden sein. (dpa/Peter Steffen)

Eine des Menschenhandels und Zuhälterei angeklagte Frau sitzt im Juni 2019 im Saal des Landgerichts Braunschweig. Ihr wird vorgeworfen, für Zwangsprostituierte aus Nigeria in ganz Deutschland Wohnungen angemietet zu haben. (dpa/Peter Steffen)

Das sind Graubereiche, die Staaten wie Deutschland attraktiv machen für die Organisierte Kriminalität, auch die aus Nigeria. Zwar gibt es immer wieder punktuelle Erfolge. So wurde bereits 2016 ein hochrangiges Mitglied einer nigerianischen Mafia in Nordrhein-Westfalen verhaftet. Mit Hilfe spanischer Ermittler konnte der Gruppierung nachgewiesen werden, im großen Stil Landsleute nach Deutschland eingeschleust zu haben – mit gefälschten Ausweisen und mit mehr als 4.000 Bahntickets, die sie mit gestohlenen Kreditkartendaten besorgt hatten.

Trotzdem werden die vorhandenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf europäischer und internationaler Ebene noch nicht konsequent genutzt. Es gebe zwar die EU-Agenturen Europol und Eurojust und zahlreiche bilaterale Abkommen zur Kriminalitätsbekämpfung – unter anderem auch mit Nigeria. Oft, so klagen Beamten in Polizei und Justiz hinter vorgehaltener Hand, scheitere es bereits an vermeintlichen Banalitäten wie mangelnden Sprachkenntnissen von Mitarbeitern oder fehlenden Budgets für Dienstreisen.

„Wenn ein Staat auf breiter Ebene gegen Organisierte Kriminalität vorgeht, dann ist dieser Staat für solche Gruppen nicht attraktiv. Und da gibt es unterschiedliche Ebenen, auf denen man Organisierte Kriminalität bekämpfen kann. Und idealerweise bekämpft man sie auf allen Ebenen – von relativ dumpfer Organisierter Kriminalität, von Leuten, die Geld mit Prostitution und Straßen-Drogenhandel machen, bis zu hoch komplex organisierter Wirtschaftskriminalität, die durchaus auch mit Mafia zu tun haben kann. Und letztlich brauchen wir Konzepte, die zum einen alles, was in diesem Bereich passiert, überhaupt erst mal in den Blick nehmen und dann auch entsprechend bekämpfen.“

Quelle: DLF

Nov 24

Düsseldorfer Uniklinik: Libanesischer Clan stürmte die Notaufnahme

Die Notaufnahme der Düsseldorfer Uniklinik: Hier kam es in der Nacht zur der Randale durch Clan-Mitglieder. Foto: dpa

Düsseldorf – Großer Polizeieinsatz in der Nacht auf Sonntag um kurz vor 4 Uhr in der Düsseldorfer Uniklinik: Eine größere Gruppe hatte die Notaufnahme gestürmt.

Clan in der Notaufnahme: Schwestern und Ärzte in Angst

„Nachts stürmten plötzlich eine große Gruppe Südländer in die Notaufnahme und zeigten, dass sie sich an keine Regeln halten“, berichtet ein Augenzeuge. „Sie gingen in den mit einer verschlossenen Tür gesicherten Behandlungsbereich und nahmen auf niemanden Rücksicht. Bei den Krankenschwestern und Ärzten war deutliche Angst erkennbar.“

Randale an Uniklinik: Sicherheitsdienst sprach von Clan

Nach Angaben des Zeugen sorgte das für erhebliche Verunsicherung: „Ich weiß nur, dass viele weitere Besucher und Patienten im Warteraum äußerst verängstigt waren. Wir konnten alle nicht sagen, was passiert war und wieso diese plötzlich in den gesperrten Bereich gingen. Es war dort nur lautes Rufen, ja fast Schreie hörbar. Als wir zur Behandlung in eine andere Klinik fuhren, hörten wir den Sicherheitsdienst sagen: ‚Das sind Al-Zein, da machst du nichts.‘ Sowohl ich als auch meine Freundin wussten nicht, wer diese Gruppe ist. Erst als wir heute im Internet recherchiert haben, konnten wir lesen, dass es sich offenbar um einen ‚Libanesen Clan‘ handeln solle.“

Randale in Düsseldorfer Notaufnahme: Vorausgegangen war eine Schlägerei

Laut „Bild“ soll der Hintergrund des Vorfalls eine Schlägerei in einer Shisha-Bar gewesen sein, nach der sich zwei Kontrahenten in der Uniklinik behandeln lassen wollten. Diese seien dann in der Notaufnahme erneut aufeinander losgegangen. Bei einem der Männer solle es sich tatsächlich um ein Mitglied des Al-Zein-Clans gehandelt haben.

Nach Randale in Düsseldorfer Notaufnahme: Polizei nahm drei Anzeigen auf

Nachdem Polizei und Sicherheitsdienst die Lage beruhigt hätten, seien drei Anzeigen aufgenommen worden.

Der Sprecher der Uniklinik, Tobias Pott, wird mit den Worten zitiert: „Dass Leute aufgebracht sind und verbal ausfällig werden, ist leider trauriger Alltag für das Team.“

Quelle: express

 

Nov 24

Weil die Eltern AfD-Anhänger sind: Tagesmütter lehnen einjährigen Jungen ab

  • In Brandenburg haben Tagesmütter die Aufnahme eines kleinen Jungen abgelehnt.

  • Die Begründung hat mit der politischen Einstellung der Eltern zu tun.

  • Die fühlen sich ungerecht behandelt.

Eine ungewöhnliche Absage hat eine Familie in Brandenburg auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihren ein Jahr alten Sohn bekommen: Statt einer Einladung zu einem Kennenlerngespräch hat die Familie Nimmrich eine Absage per SMS erhalten, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ). Darin hieß es, die Tagesmütter täten sich mit Veröffentlichungen der Nimmrichs im Internet schwer. „Wir sind beide politisch anders eingestellt und haben große Bauchschmerzen“, so die Tagesmütter. Die Elternarbeit sei wichtig und komme auch den Kindern stark zugute. Ein Kennenlernen sei daher wenig sinnvoll. „Wir wünschen euch dennoch weiterhin viel Erfolg bei der Suche.“

Es wurden offenbar mehrere AfD-Beiträge geteilt, außerdem befinden sich AfD-Mitglieder in der Freundesliste.

Die Tagesmütter wollten sich auf „MAZ“-Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Sie ließen aber durchblicken, dass sie ihre Nachricht im Nachhinein für einen Fehler halten. Die Nimmrichs fanden inzwischen eine neue Tagesmutter, bei der sie bald ein Vorstellungsgespräch haben.

Quelle: rnd

Nov 23

Verfassungsschutz warnt vor linken Attacken auf Kreuzfahrtschiffe und SUV

Köln: Ausgebrannte Porsche im Juni 2019.

Der Verfassungsschutz schlägt Alarm: Linksextremisten könnten unter dem Deckmantel der „Klima-Proteste“ deutschlandweit neue Anschläge verüben. Mögliche Ziele gewaltsamer Aktionen sind PS-starke Autos, Luxusschiffe, Flughäfen und große Tierhaltungs-Betriebe. Eigentliche Absicht der Täter: Der Sturz des Kapitalismus.

Der Verfassungsschutz warnt vor einer Welle von Gewalttaten, die Linksextremisten unter dem Deckmantel von „Klima-Protesten“ deutschlandweit verüben könnten.

In einer Analyse des Bundesamts für Verfassungsschutz heißt es: „Neben den Protesten gegen den Braunkohleabbau und für den Erhalt des Hambacher Forstes rangieren vor allem hochpreisige und hubraumstarke Kraftfahrzeuge verstärkt im Fokus von gewaltorientierten Linksextremisten.“

Mit Sorge verfolgt das Bundesamt, dass auch Kreuzfahrtschiffe und Flughäfen zunehmend ins Visier radikaler „Umweltschützer“ geraten.

Linke Feindbilder: Braunkohle, Luxusschiffe, Flugzeuge

So verhinderten am Pfingstsonntag linke Aktivisten über mehrere Stunden die Abfahrt eines Kreuzfahrtschiffes aus Kiel; die Polizei nahm 46 Blockierer vorübergehend in Gewahrsam. Am 10. November protestierte eine Gruppe am Berliner Flughafen Tegel gegen die „klimaschädliche Flugindustrie“ und forderte die sofortige Einstellung aller Inlands- und Kurzstreckenflüge.

Laut Verfassungsschutz waren dies nur Vorboten einer Entwicklung, die sich möglicherweise bald im gesamten Bundesgebiet ausweitet: „Im Rahmen ihrer antikapitalistischen Proteste gegen ‚Klimakiller‘ könnten Linksextremisten künftig weitere Feindbilder wie Flughäfen oder Großbetriebe der Massentierhaltung verstärkt in den Blick nehmen – möglicherweise auch durch gewaltsame Aktionen“, so die Sicherheitsbehörde.

50 Oberklasse-Autos in Köln und Hessen abgefackelt

Dass Linksextremisten die aktuelle Klima-Debatte für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, zeigen etliche Beispiele aus den vergangenen Wochen und Monaten.

So wurden die in der Szene besonders verhassten Sport Utility Vehicles (SUV) mehrfach Ziel von Sabotageaktionen, etwa beim Anschlag auf dem Gelände eines Porsche-Zentrums in Köln, wo Mitte Juni 2019 vier hochwertige Autos ausbrannten.

Ende August 2019 zerstörten linke Gewalttäter 46 Oberklasse-Autos eines Jaguar-Händlers in Kronberg (Hessen) und verursachten dabei einen Millionen-Schaden.

„So viele Luxuskarren wie möglich kaputt schlagen“

Wenige Stunden nach der Tat erschien auf einer von Linksextremisten genutzten Internetplattform ein Bekennerschreiben.

Darin wird der Anschlag auf die „zerstörerische Technologie“ in den Kontext des Klima- und Umweltschutzes gerückt. Es sei an der Zeit, „sichtbare Fakten zu schaffen“ und „einfach mal anzufangen, diese Dreckschleudern zu entsorgen“. Man habe versucht, „so viele Luxuskarren wie möglich kaputt zu schlagen“.

In dem Schreiben werden sowohl die Automobilindustrie, die weiterhin „ungebremst ihre Protzschlitten an die scheinbaren Gewinner des kapitalistischen Wirtschaftssystems“ verkaufe, als auch die Fahrzeugkäufer selbst stark kritisiert:

Klare Kampfansage an Automobilindustrie und Händler

„Je größer die Klimakrise wird, je weiter sich die soziale Schere öffnet, desto größer und monströser werden die Autos der Oberklasse. Völlig losgelöst von ihrem Gebrauchswert dienen sie als Statussymbol. Sie sollen symbolisieren: Ich habe im kapitalistischen Überlebenskampf stets die Pole Position inne. Ich bin stärker und fahr dich mit meinem Stadtpanzer platt … Wir sagen: Es reicht!“

Nach dem Anschlag auf das Porsche-Zentrum in Köln hieß es auf der gleichen Internetplattform:

„Wir fordern Euch auf, möglichst viele SUV (Selten Unsinnige Vehikel) kaputt zu machen.“ Gesinnungsgenossen werden zu Zerstörungen aller Art angestachelt: „Lack zerkratzen, Scheiben einschlagen, Reifen abstechen, Besprühen, Bauschaum in den Auspuff oder einfach anzünden.“ Angeblicher Hintergrund der Gewaltaktionen: „Wir wollen uns mit dieser konkreten Maßnahme friedlich für die Begrenzung der klimaschädlichen CO2-Emissionen einsetzen.“

Verfassungsschutz: Linksextremisten wollen Systemwechsel

Linksextremisten propagieren, dass stetiges wirtschaftliches Wachstum und Kapitalismus mit den Anliegen des Klimaschutzes nicht vereinbar seien. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, sei deshalb ein „Systemwechsel“ nötig („System Change, not Climate Change!“).

Dabei verstehen sie unter Systemwechsel keinen Politikwechsel oder die Investition in innovative Technologien, so der Verfassungsschutz. „Vielmehr geht es um den Sturz des kapitalistischen Gesellschaftssystems und eine politische Neuordnung im Sinne ihrer jeweils vertretenen Ideologie.“

Dass diese Einschätzung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein aktueller Aufruf des „Aktionstreffens Klimagerechtigkeit Stuttgart“.  Im Internet ruft die Gruppe Gleichgesinnte in ganz Deutschland zu Protesten beim globalen Klimastreik am 29. November 2019 auf. In dem Text heißt es unmissverständlich: „Wir brauchen keinen Neustart der Regierung oder der Politik in diesem System. Was wir brauchen, ist ein anderes System!“

 

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