Aug 23

Frau am Rande des Vogelschießens sexuell belästigt: Polizei sucht diesen Mann

Foto: imago stock&people

Am Rande des Rudolstädter Vogelschießens soll ein noch unbekannter Mann vergangene Nacht eine Frau sexuell belästigt und genötigt haben. Die Polizei hat eine Personenbeschreibung veröffentlicht.

Rudolstadt. Gegen Mitternacht soll der Unbekannte die junge Frau am Haupteingang des Rummels angesprochen haben. Nachdem er ihr etwas zum Trinken anbot, sei er mit der 27-Jährigen in Richtung Heine-Park gelaufen. Im Bereich des dortigen Basketballplatzes sowie des benachbarten Parkplatzes soll der Mann der Frau dann plötzlich mehrmals an die Brüste gefasst haben. Die Frau blieb unverletzt, rannte nach eigenen Angaben schnell weg und alarmierte erst später die Polizei.

Da bei der Fahndung bisher kein Verdächtiger gestellt werden konnte, werden nun von der Polizei weitere Zeugenhinweise zum Täter erhofft.

  • Der Mann soll Anfang 40 sein.
  • Er besaß eine etwas dunklere Hautfarbe,
  • war auffallend kräftig,
  • mit einem Gewicht von über 100 kg und
  • nur 150 bis 160 cm groß.
  • Er trug ein weißes T-Shirt,
  • sprach gebrochen Deutsch und
  • gab sich als Schausteller aus.

Hinweise zur Identität des Verdächtigen nehmen die Beamten der Landespolizeiinspektion unter der Telefonnummer 03671/560 entgegen.

OTZ / 22.08.18

Quelle: otz

Aug 23

Gesucht! Hat dieser Mann ein 15-jähriges Mädchen sexuell genötigt?

Nach dem unbekannten Mann wird gefahndet.

Bremen – Die Polizei in Bremen fahndet mit einem Foto nach einem Mann, der im vergangenen Jahr in Walle eine Jugendliche sexuell genötigt haben soll.

Bereits am 30. April 2017 soll der Unbekannte eine 15-Jährige in der Waller Heerstraße in Bremen festgehalten und in einen kleinen Stichweg in Nähe der Helgolander Straße gezogen haben.

Dort berührte er die Jugendliche gegen ihren Willen an intimen Körperstellen, heißt es in dem Bericht der Polizei.

Das Mädchen konnte sich dann aber losreißen und flüchten. Nach intensiven Ermittlungen fahnden Staatsanwaltschaft und Polizei nun mit dem Foto einer Überwachungskamera nach dem mutmaßlichen Täter.

Er wird auf etwa 25 Jahre geschätzt, soll etwa 175 cm groß sein, hat eine dickliche Statur, schwarze Haare und einen dunklen Teint. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421/3623888 entgegen.

Fotos: Polizei Bremen

Quelle: Tag24

Aug 23

Kleidung auf B1 geworfen, Altöl ausgekippt, an Zapfsäule geraucht – Nigerianer randaliert an Tankstation Hemmerde

Die Tankstation Hemmerde an der B1/Werler Straße. (Foto: Privat)

Tumult am Donnerstagmorgen (23. 8. 18) an der B1-Tankstation Hemmerde. Noch vor dem ersten Kaffee musste Werkstattbetreiber Simon Schwarzenberg zusammen mit Tankstellenpächter Ahmet Imran einen randalierenden, augenscheinlich berauschten Besucher bändigen.

Um kurz vor 9 Uhr, schilderte uns Simon Schwarzenberg kurz nach dem Vorfall, stand auf einmal dieser Mann auf dem Tankstellengelände an der B1/Werler Straße.

„Keine Ahnung, wo er plötzlich herkam. Er stand hier plötzlich, trug nur Hose und Jacke, der Oberkörper war frei. Er fing sofort an zu randalieren.“

Was konkret hieß: „Er kippte Altölkanister aus, schmiss seine Kleidung auf die B1, pöbelte Mitarbeiter an. Dann setzte er sich neben eine Zapfsäule und zündete sich eine Zigarette an.“

Zusammen mit Ahmet Imran machte Schwarzenberg dem renitenten Besucher energisch klar, dass er das Grundstück zu verlassen habe; sofort. „Er verstand offensichtlich nichts und konnte kaum ein Wort Deutsch. Das Einzige, was er sagen konnte, war: ,Ich arbeiten und what’s the problem´“.

Kurzum: „Wir haben ihn rausgeworfen, und er machte weiter. Ging an die Mülleimer, kippte Wassereimer aus, setzte sich in die Waschstraße. Dann wollte er ein Fahrzeug beschädigen. Daraufhin haben wir ihn außer Gefecht gesetzt.“

Die beiden Männer überwältigten also gemeinsam den Randalierer, in diesem Moment kam die alarmierte Polizei auf den Hof gefahren. Sie übernahm den aggressiven Mann, legte ihm Handschellen an und verfrachtete ihn in den Streifenwagen.

Die erste Vermutung des Werkstattbetreibers war, dass es sich hier wieder um den intensivkriminellen Asylbewerber aus Fröndenberg handeln könnte. Dieser sitzt jedoch weiterhin in Untersuchungshaft.

Polizeipressesprecherin Vera Howanietz.

Polizeisprecherin Vera Howanietz bestätigte uns den Einsatz auf Nachfrage wie folgt:

„Bei der Polizei ging um 8.50 Uhr ein Anruf ein, dass ein Dunkelhäutiger an der Tankstelle andere Personen anpöbeln und neben der Zapfsäule rauchen würde. Zudem würde er das Personal angehen und dort alles auseinandernehmen.

Er trat gegen Wassereimer und einen Altölbehälter und wollte einen Spiegel eines Motorrades abbrechen. Der Aufforderung, das Gelände der Tankstelle zu verlassen, kam er nicht nach.

Da der Beschuldigte offensichtlich unter Einwirkung von Alkohol und/oder anderen berauschenden Mitteln stand, wurde er zur Durchsetzung des Platzverweises von der Polizei in Gewahrsam genommen. Über den Zeitpunkt der Entlassung wird ein Richter entscheiden.

Es handelt sich bei dem Beschuldigten um einen 34 jährigen in Nigeria geborenen und in Bergkamen wohnhaften Mann.“

Quelle: Rundblick Unna

Aug 23

Mehrere Identitäten, intensiv kriminell – erst jetzt in U-Haft: Die mangelnde Handhabe gegen gewalttätigen Asylbewerber

Die Polizeiwache in Unna. (Foto: Rundblick)

Der am Montag (13. 8.) in Untersuchungshaft genommene afrikanische Asylsuchende aus Fröndenberg hat neben zwei Identitäten und einem verschwundenen Ausweis ein ellenlanges Straftatenregister.

Trotz seines zigfach bewiesenen Gewaltpotenzials sitzt er erst seit Montag (13. 8.) hinter Schloss und Riegel, und offen ist, wie lange er dort bleibt.

Ute Hellmann, Sprecherin der Kreispolizeibehörde Unna, listete im Rundblick-Gespräch am späten Montagnachmittag einen Überblick der beeindruckende Ansammlung von Straftaten auf, die sich der junge Mann allein seit Frühsommer in der näheren und weiteren Fröndenberger Umgebung aufs Kerbholz geladen hat.

Er ist bei der Unnaer Polizei sattsam bekannt, wurde dort bisher als „23-jähriger Guineer“ geführt. „Mit seinen Aliaspersonalien ist er 28 Jahre und von der Elfenbeinküste, also Ivore“, sagte Hellmann.

Diese letztere Identität ist offenbar seine richtige, das prüft die Ausländerbehörde des Kreises jetzt zusammen mit den Botschaftern der Elfenbeinküste nach. Das kann, wie berichtet, Monate dauern, erst Ende des Jahres findet eine Sammelanhörung mit den Botschaftern statt.

Ute Hellmann beschreibt die Handhabe bzw. mangelnde rechtliche Handhabe, die ihre Behörde in einem solchen Fall hat. Die Polizei kann noch so oft gerufen werden und kann einen notorischen Wiederholungstäter noch so oft kurzzeitig in Gewahrsam nehmen: Über Haftgründe entscheidet nicht sie, sondern der jeweils zuständige Haftrichter.

Daher entwickelt sich ein Fall wie dieser für die Polizei oft zur Sisyphusarbeit.

Die Polizeisprecherin listete (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) die kriminellen Aktivitäten auf, die bei dem offenbar 28 (und nicht 23) Jahre alten Asylsuchende allein im Mai aktenkundig geworden sind:

  • Am 12. des Monats randaliert er in Unna, beschädigt einen Zug.
  • Für denselben Tag notiert: „Widerstand und Bedrohung in Menden“ – der Afrikaner rastet im Bordell an der Fröndenberger Straße aus und drohte mit einer abgebrochenen Glasflasche. 
  • Zwei Tage später wird er bei einem Diebstahl in Bönen erwischt, widersetzt sich aggressiv seiner Festnahme und leistet erheblichen Widerstand.
  • Mitte Mai randaliert er in seiner Unterkunft in der Fröndenberger Stadtmitte. Seine Aggressionen richten sich nicht nur gegen das Mobiliar, sondern auch gegen seine dortigen Mitbewohner: Er begeht Körperverletzung. Die Stadt Fröndenberg verlegt ihn daraufhin in eine Unterkunft außerhalb der Stadtmitte.
  • Das hindert den kräftigen Mann nicht an weiteren Gewalttaten in der Innenstadt: So kreuzt er am 20. Mai mit einem „schwertähnlichen Gegenstand“, so Hellmann, am Fröndenberger Bahnhofscafé auf. Das „Schwert“ entpuppt sich als Gardinenstange, oben spitz zulaufend und durchaus gefährlich.

So läuft es den Sommer über weiter, und keine Handhabe gibt es für die Polizei, den gewalttätigen Dauerkunden zumindest mittelfristig aus dem Verkehr zu ziehen.

Bis die Situation jetzt vor zwei Wochen eskaliert:

  • Am Abend des 31. Juli demoliert der Ivore einen Dienstwagen der Stadt Fröndenberg mit einem enormen Stein – von dieser Attacke wird ein privates Video gedreht und liegt auch der Polizei vor. Es verbreitet sich rasend schnell im Internet.
  • Und einen Tag später beginnt der – vermutlich – 28-Jährige dann mit seiner Belagerung des BMW-Autohauses Procar in Unna, wo er zum Höhepunkt am vorletzten Freitag vier Mitarbeiter mit einem schweren Eisenpoller angreift.  – HIER noch einmal der ausführliche Bericht darüber.

Nach dieser Attacke nimmt die Polizei Kontakt mit dem Ordnungsamt der Stadt Unna auf, die uns Rathaussprecher Oliver Böer am heutigen Morgen in einem ausführlichen Telefonat bestätigte.

Das gemeinsame Ziel: eine Einweisung nach PsychKG – eine sofortige Unterbringung in eine Fachklinik, die jedoch an strenge Voraussetzungen gebunden ist. In Absatz 2 des Gesetzes heißt es:

“ (2) Nimmt die örtliche Ordnungsbehörde eine sofortige Unterbringung vor, ist sie verpflichtet, unverzüglich beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Unterbringung zu stellen. In diesem Antrag ist darzulegen, warum andere Hilfsmaßnahmen nicht ausreichten und eine gerichtliche Entscheidung nicht möglich war. Ist die Unterbringung und deren sofortige Wirksamkeit nicht bis zum Ablauf des auf den Beginn der sofortigen Unterbringung folgenden Tages durch das Gericht angeordnet, so sind die Betroffenen von der ärztlichen Leitung des Krankenhauses, bei selbstständigen Abteilungen von der fachlich unabhängigen ärztlichen Leitung der Abteilung (ärztliche Leitung), zu entlassen.“

Die LWL-Klinik in Dortmund-Aplerbeck, in die der Mann gebracht wurde, sah augenscheinlich (Auskünfte unterliegen dem Datenschutz) keine Grundlage, ihn länger dazubehalten. Im Übrigen hat er sich auch in der Klinik bereits wieder hochaggressiv gebärdet, weiß die Polizeisprecherin.

Im Ergebnis ist er bereits wenige Tage später wieder draußen. 

Anzeigen liegen reichlich vor, auch ohne die jüngste Aktion an der Alleestraße in Fröndenberg – Geschäftseinbruch mit einem Steinwurf am hellen Sonntagmittag, 12. August.

Für Mitte des Monats, sprich für folgende Woche, ist die Verhandlung angesetzt.

Zur Motivation für seine gewalttätigen Übergriffe sagte der Asylbewerber übrigens gegenüber der Polizei: Er wolle zurück nach Afrika. Und er wolle vorher sein Geld.

Quelle: Rundblick Unna

Aug 23

Tausende Migranten im Mittelmeer: Italien spricht von einem „Flüchtlings-Tsunami“

Die italienische Marine hat binnen 48 Stunden etwa 4000 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Der Notstand werde immer größer, das könne Italien nicht alleine meistern, mahnt Innenminister Alfano: „Die EU muss helfen“.

Tausende Flüchtlinge sind binnen 48 Stunden von der italienischen Marine und von Handelsschiffen im Mittelmeer an Bord genommen worden. Italiens Innenminister Angelino Alfano gab die Zahl der Migranten aus Eritrea, Äthiopien und Syrien, die aus den teils seeuntüchtigen Booten gerettet wurden, am Mittwoch in Rom mit 4000 an und fügte hinzu: „Der Strom der Boote reißt nicht ab; der Notstand wird immer größer“.

Auch ein Toter sei geborgen worden. Es warteten in Libyen weitere 300.000 bis 600.000 Menschen auf Boote nach Europa. „Italien tut, was es kann; aber die EU muss helfen“, sagte Alfano.

Marine im massiven Einsatz

Nach den Frühlingstürmen sei mit einem „Flüchtlings-Tsunami“ zu rechnen, meinte ein Sicherheitsoffizier im Radio. Allein 90.000 Syrer warteten in Libyen. 2013 zählte Italien insgesamt 43.000 Migranten; jetzt seien schon 15.000  Bootsflüchtlinge vor Italiens Küsten abgefangen worden, sagte Minister Alfano.

Die Routen (orange) der Flüchtlinge nach Europa

Die Routen (orange) der Flüchtlinge nach Europa

Offenbar lockt auch die sicherer gewordene Überfahrt. Nach Unglücken mit bald 400 Toten 2013 startete die italienische Regierung die Aktion „Mare Nostrum“ und setzt verstärkt Kriegsschiffe, Drohnen und Hubschrauber mit Infrarot- und optischer Ausrüstung ein, um Flüchtlingsboote rechtzeitig ausfindig zu machen.

Migranten „ohne menschenwürdige Bleibe“

Auch wenn Italien seine Asylplätze von 20.000 wie geplant auf 40.000 erhöhe, reiche das nicht, sagte ein Sprecher des Innenministerium. Rom fordere seine Präfekturen in den Regionen auf, weitere Plätze bereit zu stellen.

Doch die Caritas klagt, der Staat ließe die Migranten „ohne menschenwürdige Bleibe“. Die Kommunen seien überfordert. Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR verlangte bei einer Anhörung im Parlament von der Regierung, endlich einen Flüchtlingsplan für 2014 festzulegen und auch privaten Hilfsgruppen Geld zu geben.

Pater Giovanni La Manna vom Jesuiten-Flüchtlingswerk Astalli in Rom, das Papst Franziskus im Herbst besuchte, sagte, von den 42.925 Migranten 2013 hätten nur 27.830 Asyl beantragt; die anderen seien untergetaucht oder weitergereist. In Italien hätten nur 695 Syrer Asyl beantragt; in der Schweiz aber 16.317 und in Deutschland 11.851. Das „zeigt das Scheitern des Systems“ in Italien.

Quelle: faz

Aug 23

Nur noch 28 Prozent – Union fällt auf Rekordtief

© pa/dpa/Bernd von Jutrczenka In einer aktuellen Sonntagsfrage erreicht die Union nur noch 28 Prozent

Wäre die Bundestagswahl am nächsten Sonntag, würde die SPD in der neuen Insa-Umfrage nur ganz knapp die zweitstärkste Kraft werden – die AfD ist nicht mehr weit entfernt. Auch die Union verliert weiter.

Rekordtief für die Union: In der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa kamen CDU und CSU auf nur noch 28 Prozent und büßten damit im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein, wie die „Bild“ berichtete. Auch die SPD verlor einen Punkt und kam auf 16,5 Prozent.

An dritter Stelle rangiert die AfD mit 16 Prozent, die jedoch ebenfalls einen Punkt verlor. Die anderen Oppositionsparteien waren stärker als in der Vorwoche: Die Linke (zwölf Prozent) und die Grünen (13,5 Prozent) gewannen einen Punkt, die FDP (zehn Prozent) einen halben. Damit kommen die Parteien der regierenden großen Koalition auf 44,5 Prozent und sind in der Umfrage weit von der parlamentarischen Mehrheit entfernt. Eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen erreicht in der Wählergunst mit 51,5 Prozent eine Mehrheit.

Zum Vergleich: In den Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute der vergangenen drei Wochen liegt die Union zwischen 29 und 31 Prozent, die SPD zwischen 17 und 20 Prozent, die AfD zwischen 14,5 und 17 Prozent, die Grünen zwischen 12,5 und 15 Prozent, die Linke zwischen neun und elf Prozent und die FDP zwischen sieben und zehn Prozent.

Für die Umfrage befragte Insa vom 16. bis zum 20. August insgesamt 3129 Bürger. Die Fehlertoleranz liegt bei 1,8 Prozentpunkten.

Quelle: msn

Aug 23

Fotos sollen Durchbruch bringen 46-Jährige am Berliner Tor beraubt – war er der Täter?

Mithilfe der Aufnahmen aus der S-Bahn versucht die Polizei den mutmaßlichen Räuber zu fassen. Foto: Polizei Hamburg / hfr

St. Georg – Bringen diese Bilder den Durchbruch? Bereits seit über einem Jahr ermittelt die Hamburger Polizei in einem Raubfall, der sich in der S1 am Berliner Tor zugetragen hat. Nun veröffentlichten die Beamten Bilder des mutmaßlichen Täters und erhoffen sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Laut Angaben der Polizei soll der abgebildete Mann einer 46-Jährigen am 8. Mai 2017 gegen 22.50 Uhr ihr Handy aus der Hand gerissen haben, kurz bevor sich die Bahn in Richtung Poppenbüttel auf den Weg machte. Er konnte in unbekannte Richtung fliehen und seitdem nicht gefunden werden.

Mutmaßlicher Räuber

Eine weitere Aufnahme des mutmaßlichen Täters.

Foto: Polizei Hamburg / hfr

Nun versucht die Polizei den Tätern durch die Veröffentlichungen von Aufnahmen aus der S-Bahn auf die Spur zu kommen. Wie die Polizei mitteilt hat der Mann dunkle Haare, eine schlanke Statur und trug bei der Tat eine helle Jeans und einen dunklen Kapuzenpullover, den er über den Kopf gezogen hatte. Außerdem habe er eine ungepflegte Erscheinung, sowie ein „südländisches“ Erscheinungsbild.

Hinweise zur Tat oder dem Täter nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Tel. 4286 56789 entgegen.

Quelle: mopo

Aug 22

Pöbel-Bande zeigt Frauen im Zug den Penis

Am Sonntag wurden zwei junge Frauen in einem Zug belästigt. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Am Sonntag wurden zwei Frauen zwischen Gossau und Flawil von einer Männergruppe belästigt und attackiert. Das Zugpersonal habe nicht eingegriffen.

«Einer der Männer zeigte den Frauen seinen Penis. Es war einfach nur primitiv», sagt P. H.* Der Ostschweizer war am Sonntag kurz nach 5 Uhr mit dem IC von St. Gallen nach Uzwil unterwegs. H. und seine Freunde setzten sich ins Oberdeck des Zuges, wo sich ausser ihnen noch zwei junge Frauen befanden.

«Kurz nach Abfahrt hörten wir polternde Geräusche. Es klang wie immer lauter werdende Schläge», so der Unternehmer. Wenig später wurde klar, dass es sich um eine Männergruppe handelt: «Da standen plötzlich rund zwölf Typen zwischen 20 und 30 Jahren », sagt H.

Als Erstes seien sie zu den beiden Frauen hingegangen und hätten diese blöd angemacht, so der Augenzeuge. Einer der Männer habe sich darauf entblösst und den Frauen den Penis entgegengehalten. Als die Frauen nicht darauf reagiert hätten, sei es handgreiflich geworden: «Einer der Männer schlug einer Frau den Handballen gegen die Stirn», so H.

«Das Personal unternahm nichts»

Danach sei es in Beschimpfungen übergegangen, so der 48-Jährige. «Die Männer schrien die Frauen an, sie sollten ihren Platz für sie räumen, obwohl der Zug halb leer war.»

Einer von H.’s Begleitern habe die Männer darauf zu Ruhe und Anstand gemahnt. «In der Folge wurden wir massiv bedroht und beleidigt», so der 48-Jährige. «Sie nannten uns in gebrochenem Deutsch Schwuchtel und Hurensohn.»

In Flawil hätten die Pöbler H. und seine Begleiter aufgefordert auszusteigen. «Sie sagten, sie würden uns fertig machen.» Darauf bekamen es der 48-Jährige und seine Kollegen mit der Angst zu tun: «Die Männer haben auch den Kontrolleur angeschrien und laut verkündet, sie würden alle ohne Billett reisen.» Weder der Kontrolleur noch der anwesende Security hätten etwas unternommen. «Der Sicherheitsmann hetzte an der Gruppe vorbei und versteckte sich irgendwo», so H.

Der Ostschweizer ist empört über das Verhalten der beiden Bahnmitarbeiter. «Es hätte Möglichkeiten gegeben, etwas zu unternehmen», findet der Unternehmer. «Zumindest hätte man die Polizei verständigen können.» Gewalt gegen Frauen dürfe niemals toleriert werden, egal in welcher Situation.

SBB hat keine Kenntnis

Bei der SBB ist der Vorfall unbekannt: «Weder bei unserem Zugpersonal, noch bei unserer Transportpolizei ist aus dem besagten Zug eine Rückmeldung eingegangen», so SBB-Sprecher Oliver Marc Dischoe. Im Zug hätten sich ab St.Gallen jedoch überdurchschnittlich viele betrunkene Passagiere befunden. In St. Gallen war an jenem Abend Stadtfest. Auch bei der Kantonspolizei St.Gallen gingen keine entsprechenden Meldungen ein.

Quelle: 20min

Aug 22

Geständnis bei Prozessauftakt um Messerattacke

Vor dem Landgericht Hannover hat am Dienstag der Prozess gegen zwei Jugendliche aus Syrien begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem älteren der Teenager unter anderem versuchten Totschlag vor.

Der jüngere Angeklagte muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der 17-jährige Hauptangeklagte soll im März nach einem Streit in einem Supermarkt in Großburgwedel (Region Hannover) eine 24-Jährige mit einem Messer schwer verletzt haben. Der 14-Jährige habe die Tat gestanden, sagte ein Gerichtssprecher zu NDR 1 Niedersachsen. Der 17-Jährige habe zwar den Ablauf bestätigt, jedoch nicht gestanden, dass er die junge Frau mit dem Messer attackiert habe. Er könne sich nicht mehr genau an alles erinnern, sagte er dem Gerichtssprecher zufolge.

Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil beide Angeklagten noch minderjährig sind. Im Laufe des Tages hätten mehrere Zeugen ausgesagt, unter anderem die beiden Opfer des Angriffs. Die junge Frau habe unter Tränen ausgesagt. Sie erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Verletzungen und lag anschließend tagelang im Koma. Der Messerstich verletzte Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse, Niere und Darm. „Ihre Milz und ein Teil der Bauchspeicheldrüse mussten entfernt werden“, sagte der Anwalt der Frau, Dimitrios Kotios. Sie müsse noch heute Schmerzmittel nehmen und leide auch psychisch unter den Folgen der Tat.

Opfer lag im Koma

Laut Gericht sollen der damals 14-jährige Angeklagte und sein 13 Jahre alter Cousin – der nicht vor Gericht steht – in einem Supermarkt gerangelt haben. Das spätere Opfer und deren Freund sprachen die Jugendlichen daraufhin an und baten sie, etwas respektvoller zu sein. Daraufhin holten die beiden laut Gericht den 17-jährigen Verwandten, der dann später, außerhalb des Ladens, mit den beiden anderen den Lebensgefährten der Frau mehrfach mit der Faust ins Gesicht und an den Oberkörper geschlagen haben sollen. Außerdem wird dem 17-Jährigen vorgeworfen, ein Messer gegriffen zu haben, um den Lebensgefährten anzugreifen. „Als sie das Messer sah, hatte sie Angst, dass ihr Lebensgefährte getötet würde, und ging dazwischen“, sagte Kotios. Zwei weitere Verhandlungstage sind für Mitte September angesetzt, dann wird auch ein Urteil erwartet.

Quelle: ndr

Aug 22

Deutschland hat ein Clanproblem

Es rumort in der Berliner Rapperszene: Ein Streit um Bushido, der hier an einem Konzert in Frauenfeld zu sehen ist, heizt den Konflikt zweier verfeindeter Grossfamilien an. (Bild: Ennio Leanza / Keystone)

Etwa 20 kriminelle Grossfamilien gibt es in Deutschland, teilweise sind sie für spektakuläre Straftaten verantwortlich. Seit kurzem geht der Staat härter gegen sie vor. Gleichzeitig eskaliert die Fehde zwischen zwei Berliner Clans, in der auch Rapper Bushido eine wichtige Rolle spielt.

Die Familie R. ist gerade dabei, eine der bekanntesten Familien Berlins zu werden – allerdings aus zweifelhaften Gründen. Sie steht im Verdacht, aufsehenerregende Straftaten begangen zu haben, wie etwa den Einbruch in das Bode-Museum. Dort wurde vergangenes Jahr eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze gestohlen. Drei Mitglieder der Familie R. sitzen deswegen in Untersuchungshaft. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion sollen sie die Münze mit einer Schubkarre geraubt haben.

Ähnlich dreist ist der Einbruch in eine Berliner Bank im Jahr 2014, der ebenfalls Familie R. angelastet wird. Die Täter plünderten dabei mehr als 300 Schliessfächer und erbeuteten so rund 9 Millionen Euro. Sie legten Feuer, um Spuren zu verwischen. Dabei kam es zu einer Explosion, die einen der Täter verletzte und das Gebäude schwer beschädigte.

Etwa zwanzig kriminelle Grossfamilien gibt es in Deutschland, zwölf davon leben in Berlin. Es handelt sich dabei vor allem um palästinensisch-libanesische Grossclans. Ihre Mitglieder zählen zur Minderheit der sogenannten Mhallamiye-Kurden und kamen in den achtziger und neunziger Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland. Einige Angehörige der kriminellen Familien gelten offiziell als arbeitslos und beziehen Sozialleistungen. Die Clankriminalität ist ein überregionales Phänomen, das besonders in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ausgeprägt ist. Laut Schätzungen aus dem Jahr 2015 beläuft sich das sogenannte Personenpotential der kriminellen Grossfamilien auf etwa 200 000 Menschen. Davon sind längst nicht alle Straftäter, einige haben aber mit den Verbrechen zu tun oder decken diese zumindest.

Drogenhandel und Mord

Der Familie R. werden Hunderte Delikte zur Last gelegt; von Nötigung bis hin zum Mord. Die Justiz konnte einzelne Mitglieder wegen Drogenhandel und Gewalttaten hinter Gitter bringen. Weil die Familie angeblich mehrere hundert Menschen umfasst, tat das deren Treiben aber kaum Abbruch. Ermittler kommen nur schwer an die Clanstrukturen heran. Die Clans sind verschwiegen, schüchtern Zeugen ein und leisten sich schlagkräftige Anwälte.

Kürzlich räumte die Anwältin der Familie R. ein, ihre Mandanten würden die deutsche Bevölkerung als «Beutegesellschaft» betrachten. In der Öffentlichkeit verfestigt sich das Bild eines Rechtsstaats, der den Grossfamilien hilflos gegenübersteht. Die Politik hat das Problem erst spät erkannt und die Polizei ist oft überfordert, weil es ihr an Personal und Möglichkeiten fehlt, um diese Sonderform der organisierten Kriminalität einzudämmen.

Dabei helfen könnte eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2017. Seitdem muss der Staat nicht mehr nachweisen, dass die Grossfamilien ihr Vermögen illegal erworben haben. Vielmehr müssen diese belegen, auf legalem Wege an das Geld gelangt zu sein. Im Juli bekam die Familie R. die Folgen dieser Gesetzesnovelle zu spüren. In einer jahrelang vorbereiteten Aktion beschlagnahmte die Polizei 77 Immobilien des Clans im Wert von 9 Millionen Euro. Gegen 16 Mitglieder laufen nun Ermittlungen wegen Geldwäsche.

Rapper Bushido spielt wichtige Rolle

Die zwölf Berliner Grossfamilien sind für 25 Prozent der organisierten Kriminalität in der deutschen Hauptstadt verantwortlich. Die Polizei scheint sich derzeit auf die aus zahlreichen Medienberichten bekannte Familie R. zu konzentrieren. Anfang August stürmte ein Sondereinsatzkommando das Haus eines wichtigen Familienmitglieds. Die Beamten wollten bei der Aktion offenbar eine Waffe sicherstellen, mit der 15 Schüsse auf ein Restaurant der Grossfamilie Abou-C. abgefeuert worden waren. Diese trägt einen Konflikt mit der Familie R. aus. Die Ursache dafür liegt in der Berliner Rapperszene, die zum Teil mit den Clans verflochten ist.

«Vom Bordstein zur Skyline» hiess das erste Album des Berliner Rappers Bushido. Jahrelang erklärte er seinem Publikum die Welt der Strasse, doch für den Streit zwischen den Grossfamilien R. und Abou-C. ist Bushido selbst die Erklärung. Bis vor Kurzem waren er und die Familie Abou-C. befreundet und millionenschwere Geschäftspartner. In der fürs Kino verfilmten Biografie Bushidos spielte der Schauspieler Moritz Bleibtreu den Clanchef Arafat Abou-C. Mittlerweile hat sich Bushido mit ihm überworfen und macht nun gemeinsame Sache mit der Familie R. Seitdem gibt es Spannungen zwischen den Familien. Der Streit wird von wütenden Beiträgen auf der Bilderplattform Instagram begleitet. Dort richtete Arafat Abou-C. nach dem Beschuss des Lokals seiner Familie eine Botschaft an den Täter: «Möge Allah dich und der dich geschickt hat vernichten.»

Quelle: Neue Züricher

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