Jun 04

Das Asyl-Versagen ist Merkels Versagen

Das Asyl-Versagen in Bremen ist kein Einzelfall! Wer das jetzt noch abstreitet, glaubt auch an Elfen oder bekommt Geld fürs Lügen. Die Wahrheit ist: Nichts, aber auch gar nichts hat funktioniert beim Abarbeiten der viel zu vielen Anträge, die auf die Asylbehörden eingeprasselt sind.

Die von BamS enthüllten Dokumente belegen eindeutig, dass man im Kanzleramt wusste: Es endet in einem Desaster, das BAMF ist komplett überfordert.

Und „im Kanzleramt“ heißt im Klartext: nicht nur Flüchtlingskoordinator Altmaier, sondern auch Kanzlerin Merkel. Sie war informiert. Das Thema war Chefsache.

Wenn Frau Merkel sich ehrlich macht, dann ist nach „Wir schaffen das“ jetzt der Zeitpunkt für „Ich wusste das“.

Diesen Skandal wird sie nicht aussitzen können. Den kann sie auch nicht bei Seehofer abwerfen. Die Suppe muss sie selbst auslöffeln.

Als Zeichen für „Ich hab’s jetzt auch verstanden“ sollte sie dafür sorgen, dass es wieder echte Grenzkontrollen gibt. Denn eines ist jetzt allen klar: Wer erst mal drin ist, der geht nicht wieder.

Quelle: BILD

Jun 04

Merkel wusste offenbar seit 2017 von BAMF-Missständen

Angela Merkel
Auf Bitten der Kanzlerin hatte Frank-Jürgen Weise im Oktober 2015 das BAMF übernommen und bis Ende Dezember 2016 geleitet. (Foto: AFP)

Der ehemalige BAMF-Chef Weise will die Kanzlerin im vergangenen Jahr persönlich über die Missstände in der Behörde informiert.

BerlinDer frühere Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, hat der Bundesregierung nach Medienberichten 2017 in einer Bilanz die Verantwortung für die Missstände bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise gegeben.

„Die Krise war vermeidbar“, schrieb er nach Berichten von „Bild am Sonntag“ und „Spiegel“ in einem Papier und kritisierte insbesondere das zuständige, von Thomas de Maizière (CDU) geleitete Bundesinnenministerium. „Ein funktionierendes Controlling hätte bereits im Jahr 2014 eine Frühwarnung gegeben.“

Laut vertraulichen Dokumenten, aus denen das Blatt zitiert, habe Weise Ende 2017 einen Abschlussbericht über seine Tätigkeit als Beauftragter für Flüchtlingsmanagement geschrieben. In einem Bericht Weises hieß es laut der Zeitung, dass die neue Leitung „in ihrer beruflichen Erfahrung noch nie einen so schlechten Zustand einer Behörde erlebt“ habe. Weise habe Bundeskanzlerin Angela Merkel zweimal im direkten Gespräch über Missstände informiert.

Quelle: Handelsblatt

Jun 04

Gesetzentwurf in Ungarn – Strafe für Helfer illegaler Migranten

Der ungarische Innenminister Sandor Pinter (Archivbild)
Quelle: Laurent Dubrule/EPA/dpa

Die Regierung in Budapest verschärft seit Jahren den Umgang mit Flüchtlingen. Jetzt nimmt ein Gesetzesentwurf auch diejenigen ins Visier, die illegal Eingereisten helfen.

Die rechtsnationale ungarische Regierung will Menschen, die illegal ins Land gekommenen Flüchtlingen helfen, bald strafrechtlich verfolgen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf legte Innenminister Sandor Pinter im Parlament vor.

Dieser sieht für Mitarbeiter von Organisationen Arrest und sogar Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr vor, die Menschen helfen, die irregulär ins Land gekommen und nicht asylberechtigt sind. Der Entwurf könnte vor dem Sommer vom Parlament gebilligt werden.

Jun 03

Facebook schaltet zahlreiche konservative Newsseiten scheinbar einfach stumm – was jetzt?

UPDATE 05.06.2018: Die Facebook Page wurde nach unserer Beschwerde scheinbar wieder lautgestellt bzw. der Fehler repariert. Wir sind froh auch weiterhin wieder ehrliche und unabhängige Pressearbeit auf Facebook leisten zu können.

Es scheint soweit zu sein, Facebook hat zahlreiche konservative Newsseiten durch die Hintertür zensiert, indem es die Reichweite der Posts einfach einschränkt und die Pages stumm schaltet – so könnt ihr unsere News weiterlesen

Es war gestern, Samstag der 2. Juni, als plötzlich unsere Posts der Facebook Newspage Wahrheitspresse einfach fast niemand mehr erreichten. Nicht nur Fehlermeldungen kamen in dem Zusammenhang, sondern auch die Möglichkeit Posts zu „boosten“ war abgeschaltet worden. Nicht, dass wir als eine der größten unzensierten Newsmagazine es jemals nötig gehabt haben, diese Funktion zu nutzen, unsere News sharen sich auch so, aber die Maßnahme zeigt doch klar was geschehen ist.

Facebook macht mit seiner Zensur ernst. Seiten werden nicht einfach gelöscht, sondern stumm geschaltet – oder ist das alles nur ein Softwarefehler?

Nach unseren Recherchen hat es nicht nur unsere Seite geroffen, sondern zahlreiche weitere Newsseiten berichten ähnliche Probleme, selbst Seiten in den USA sind nach ersten Informationen betroffen, allerdings scheint es dort einen Hinweis zu geben sowie eine Beschwerdemöglichkeit.

Ob es sich hierbei um eine Fehlfunktion, einen sogenannten „Bug“ handelt, kann nicht ausgeschlossen werden.

Was könnt ihr tun? Bei uns direkt informieren und Sharen Sharen Sharen!

Solange die Reichweite unserer Facebook Seite eingeschränkt ist, werden wir dort nicht weiter posten. Unseren zahlreichen Usern empfehlen wir sich wie gehabt direkt bei www.truth24.net zu informieren, sowie anderen Platformen. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten, niemals. Wir machen weiter!

Was könnt ihr tun? Unsere Posts und die postst der anderen Seiten die betroffen sind einfach in den einschlägigen Gruppen immer wieder sharen, die ihr zuvor auf www.truth24.net gelesen habt.

Quelle: Truth24.net

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Jun 03

Nwz-Analyse Zur Un-Migrationspolitik: Grenzenlose Einwanderung?

Geht es nach den Vereinten Nationen, werden Grenzen für Einwanderer durchlässiger.
Bild: dpa

Während in Deutschland darüber gestritten wird, wie der Staat Einwanderung und Asyl besser regeln und auch begrenzen kann, werden die Weichen für eine neue, grenzenlose Migrationspolitik diskret im Rahmen internationaler Organisationen gestellt. Die steht unter dem Motte „Migration ist immer für alle gut“, schreibt NWZ-Nachrichtenchef Alexander Will.

Oldenburg. Asyl und Einwanderung – es gibt in Deutschland kaum Probleme, die leidenschaftlicher diskutiert werden. Mit dem Skandal im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat die Kontroverse an Schärfe gewonnen. Kritiker sehen massives Staatsversagen und fordern Korrekturen, die im Kern mehr Härte und Konsequenz des deutschen Staates bedeuten.

Doch diese Vorstellungen laufen einem Trend zuwider, der sich – von der Öffentlichkeit unbemerkt – seit Beginn des Jahrtausends entwickelt hat: Einwanderung, geregelt im internationalen Rahmen, der mit (freiwilliger) Einschränkung der Souveränität der Nationalstaaten verbunden ist. Noch in diesem Jahr sollen im Rahmen der UN ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden.

Das brisante Papier trägt den Titel „Globale Vertrag über sichere, geordnete und regelgerechte Migration“. Der Vertrag atmet zwar den Geist eines Kompromisspapiers. So wird er etwa als nicht rechtlich bindend bezeichnet, und auch die Souveränitätsrechte der Staaten werden erwähnt. Im Detail jedoch enthält er starken Tobak für all jene, die Migration und Einwanderung nicht für eine ausschließliche Segnung halten. Genau das ist jedoch Grundtenor: „Migration … ist eine Quelle der Prosperität, Innovation und nachhaltiger Entwicklung in unserer globalisierten Welt.“

Der Entwurf formuliert 23 Ziele, zu denen der Kampf gegen den Menschenhandel ebenso zählt wie die Schaffung neuer Möglichkeiten zur legalen Migration und die Öffentlichkeitsarbeit für ein positives Image der Einwanderung in den Aufnahmeländern. Da geht es etwa darum, „Verfügbarkeit von Wegen für sichere, geordnete und legale Migration auszuweiten und breiter zu fächern“. Im Klartext: Illegale in legale Einwanderung zu verwandeln. Als Instrumente werden unter anderem die organisierte Umsiedlung von Migranten sowie „Visa-Optionen“ genannt. Zudem soll die „Familienzusammenführung für Migranten aller Qualifikationen durch die Überarbeitung von Regeln ermöglicht werden“.

Für Deutschland ist dieser Punkt brisant, tobt doch ein Streit um die Regelung des Familiennachzuges. Geht es nach dem UN-Vertrag, wäre der entschieden: zugunsten unbegrenzten Nachzugs. Weitere Punkte des Vertrages betreffen den vollen Zugang aller Einwanderer zum Rechtssystem des Aufnahmelandes sowie die Verpflichtung, neue Möglichkeiten zu schaffen, illegalen Aufenthalt in legalen zu verwandeln. Zudem will man sich auf einen weitgehenden Zugang von Einwanderern zum Sozialsystem des Aufnahmelandes einigen.

Das Abkommen hat eine lange politische Vorgeschichte, die mindestens bis zum Jahr 2000 zurückreicht. Verglichen mit dem jetzt verfügbaren Entwurf waren die ersten Vorstellungen radikaler. Das Grundprinzip „Migration = ausnahmslos gut“, zieht sich allerdings ohne Bruch durch die vergangenen 18 Jahre.

Im Jahr 2000 veröffentlichten die UN ein Papier zur „Replacement Migration“. Darin geht es um die alternden Gesellschaften der Industrienationen, die dringend Einwanderung benötigten, um das Schrumpfen ihrer Bevölkerung aufzuhalten, da sonst die Sozialsysteme kollabierten. Der englische Titel war mit äußerstem Ungeschick gewählt: „Replacement“ muss in diesem Zusammenhang als „Bestandserhaltung“ verstanden werden, bedeutet aber auch „Austausch“. Hier liegt die Wurzel der Verschwörungstheorie vom „Großen Austausch“, einem angeblichen Plan, die Bevölkerung des Nordens durch Einwanderer aus dem Süden zu ersetzen.

Die „New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten“ der UN-Generalversammlung formulierte 2016 das Prinzip „Vielfalt bereichert jede Gesellschaft“. Zudem sollen die Staaten „die Prüfung von Regelungen erwägen, die grenzüberschreitende Bewegungen unter Strafe stellen“. Das bedeutet nichts weniger, als die verklausulierte Forderungen nach gänzlich offenen Grenzen. Der Ruf nach ausgedehnten Umsiedlungsprogrammen schließt sich hier an.

Die klarsten Aussagen zur Stoßrichtung einer internationalisierten Migrationspolitik finden sich jedoch im Bericht des UN-Generalsekretärs, António Guterres, aus dem Dezember vergangenen Jahres. Es gehe darum, „den Nutzen von Migration zu maximieren, anstatt sich obsessiv mit der Minimierung von Risiken zu befassen“, schreibt Guterres. Es folgt ein offensichtlicher Widerspruch: Die Staaten hätten zwar das Recht, „darüber zu entscheiden, wer ihr Hoheitsgebiet betreten und darin bleiben darf“. Eine „kontraproduktive Politik, die Migration einschränken will“ untergrabe jedoch die „Fähigkeit der Staaten diesen vorrangigen Anliegen gerecht zu werden“. Guterres scheint hier die Rechnung aufzumachen, mehr Einwanderung bedeute auch mehr Kontrolle über diese. Klar ist für ihn, dass illegale in legale Einwanderung verwandelt werden muss: „Vieles spricht eindeutig für eine Förderung der regulären Migration. … Die freiwillige und sogar die erzwungene Rückkehr sind zwar mögliche Optionen, sie sind aber in vielen Fällen weder wünschenswert noch durchführbar.“ Auch die deutsche Debatte über konsequentere Abschiebungen hätte sich damit erledigt.

Diese Sicht auf Migration und die daraus entwickelten Schlussfolgerungen, die schließlich in einen Vertragsentwurf gegossen wurden, sind aus einer Reihe von Gründen höchst problematisch:

Zum einen soll zwar vordergründig die Souveränität der Staaten erhalten bleiben, in Wirklichkeit aber würde eben diese unterhöhlt. Staaten würde es erschwert zu entscheiden, welche Art Einwanderung sie wünschen.

Die einseitige Gewichtung der Vorteile von Migration lässt die Schattenseiten aus dem Blick.

Die durch Einwanderung verursachten Veränderungen von Gesellschaften sowie politischer Mehrheitsverhältnisse, kulturell und religiös motivierte Konflikte, die begrenzte Leistungsfähig der Sozialsysteme sowie die mögliche Verschärfung sozialer Konflikte in Aufnahmeländern werden nicht angesprochen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Bürger der Aufnahmeländer die Kosten klaglos tragen. Das Problem von „Pull-Faktoren“, also die Anziehungskraft hoch entwickelter Sozialsysteme, wird vernachlässigt.

Migration wird rein quantitativ betrachtet. Es findet keine qualitative Betrachtung statt. Dass viele Einwanderer unterqualifiziert sind und genau deswegen in den Industrie- und Wissensgesellschaften nicht Fuß fassen können, wird nicht problematisiert.

Die Staaten werden in den verschiedenen Dokumenten sowie im Vertragsentwurf dazu aufgerufen, Kritik an Einwanderung zu unterbinden. Im Vertragsentwurf werden Kritiker durchgehend mit Rassisten gleich gesetzt. Hier ist der Konflikt mit der Meinungsfreiheit sowie demokratischer Willensbildung programmiert.

Während die EU und auch Deutschland dazu tendieren, derartige internationale Abkommen zur Grundlage politischen Handelns zu machen, haben die Amerikaner bereits ihre Entscheidung getroffen: Sie werden den Vertrag über Migration nicht zu unterzeichnen. In Deutschland wird das Abkommen dagegen voraussichtlich zu einer mächtigen politischen Waffe der Befürworter grenzenloser Einwanderung.

Dokumente zur internationalen Migrationspolitik

Darstellung der EU-Einwanderungspolitik (Deutsch): http://bit.ly/EUeinwa

UN-Papier zur „Replacement Migration“ (pdf, Englisch): http://bit.ly/dokrep1

New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten (pdf, Deutsch): http://bit.ly/erkmig1

Bericht des UN-Generalsekretärs (pdf, Deutsch): http://bit.ly/berichtGensek

Kommentar des UN-Generalsekretärs zur globalen Einwanderungspolitik (Deutsch): http://bit.ly/GutKom

Globale Vertrag über sichere, geordnete und regelgerechte Migration, Entwurf vom 28. Mai 2918 (pdf, Englisch: http://bit.ly/compactMig

Quelle: nwz

Jun 03

Afrikaner verprügelt Polizisten auf Bahnhofsvorplatz und demoliert Streifenwagen

Symbolbild

Gießen. Eine Horde Schwarzafrikaner prügelte sich auf dem Bahnhofsvorplatz, ein Armutsmigrant ging dabei auf die herbeieilende Polizei los und verletzte die Einsatzkräfte – den Polizeiwagen demolierte er auch noch

Zwei verletzte Polizisten hatte ein Einsatz am frühen Freitagmorgen in der Bahnhofstraße zur Folge. Zum einen wurde ein Beamter der Polizeistation Gießen Süd von einem 18 – Jährigen Asylbewerber aus Eritrea offenbar angegriffen und leicht verletzt; zum anderen stürzte eine Wachpolizistin bei der darauffolgenden Festnahme. Auch sie erlitt leichte Verletzungen.

Zunächst war gegen 00.30 Uhr ein Anruf bei der Polizei eingegangen. Demnach soll es am Bahnhofsvorplatz eine Schlägerei gegeben haben. Als kurz danach mehrere Streifenwagen die Bahnhofstraße entlang fuhren, sprangen mehrere Personen auf der Fahrbahn herum. Die Gruppe soll sich gestritten und geschupst haben.

Mehrere Schwarzafrikaner sprangen auf der Straße herum und prügelten sich

Als die Streifenwagen stoppten, verließen fast alle aus dieser Gruppe die Straße. Eine Person lief jedoch auf einen Streifenwagen zu. Anschließend trat er unvermittelt gegen die Stoßstange und schlug auf die Motorhaube. Die Polizisten stiegen dann aus. Die Person, die auch zuvor die Sachbeschädigung an dem Streifenwagen begangen hatte, lief dann auf einen der Polizeibeamten zu und trat ihm gegen das Bein. Den Beamten gelang es dann, den Angreifer zu Boden zu bringen und zu fesseln. Bei dem Gerangel stürzte eine Wachpolizistin und verletzte sich.

Auf Stoßstange eingetreten und Motorhaube eingeprügelt – dann attackierte der Armutsflüchtling die Polizisten

Der festgenommene Verdächtige wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Offenbar hatte er sich bereits vor dem Angriff auf den Beamten und seiner Festnahme Verletzungen am Kopf zugezogen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten eingeleitet. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Quelle: Truth24.net

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Jun 03

Beim Testspiel werden Gündogan und Özil ausgepfiffen

Mesut Özil und Ilkay Gündogan wurden bei Deutschlands 1:2-Pleite gegen Österreich in Klagenfurt ausgepfiffen. Teamkollegen wie unter anderem Joshua Kimmich äußerten sich im Anschluss dazu.

Es war für das ganze deutsche Team ein Abend zum Vergessen. Besonders enttäuschend verlief er aber für Ilkay Gündogan und Mesut Özil. Die beiden Nationalspieler wurden von Teilen der Fans ausgepfiffen.

Es passte irgendwie zu diesem Abend, dass das Testspiel der DFB-Elf gegen Österreich mit hundert Minuten Verspätung angepfiffen worden war. Ein schweres Unwetter war über das Wörthersee-Stadion hinweggezogen und hätte die Partie beinahe zunichtegemacht. Dass das Spiel schließlich doch noch stattfinden konnte, darauf hätten die Deutschen im Nachhinein wohl gerne verzichtet.

Kurz vor dem Weltturnier erlebte der große Favorit ein Debakel in den Alpen. Mit 1:2 ging der Titelverteidiger gegen die nicht für die WM qualifizierten Nachbarn baden. Es war Österreichs erster Sieg gegen Deutschland seit 32 Jahren.

Einer musste sich bei der Regenschlacht von Klagenfurt besonders begossen vorgekommen sein: Ilkay Gündogan. Der Mittelfeldspieler sah sich von Beginn der Partie an dem Unmut einiger Fans ausgesetzt. Schon bei der Nationalhymne gab es vereinzelt Pfiffe, später dann wurde Gündogan bei beinahe jeder Ballberührung ausgepfiffen.

Der 27-Jährige blieb davon nicht unbeeindruckt. Er wirkte auf dem Platz angefressen, leistete sich in der ersten Hälfte ein Frustfoul, legte sich mit dem Schiedsrichter an und ließ in der Folge die defensive Stabilität in seinem Spiel vermissen. Auf der Kroos-Position war er überfordert, machte viel zu viele Fehler.

Insgesamt war es ein schwacher Auftritt des Stars von Manchester City, was an diesem Abend allerdings für so ziemlich jeden im deutschen Team galt. In der 56. Minute erlöste Bundestrainer Joachim Löw den Gelsenkirchener und wechselte ihn für Leon Goretzka aus. Als Gündogan vom Platz ging, erntete er erneut Pfiffe.

Müller nimmt die Kollegen in Schutz

Offenbar nimmt ihm ein Teil der DFB-Anhänger immer noch übel, dass er gemeinsam mit Mesut Özil zu einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan gegangen war. Fotos von dem Treffen hatten vor drei Wochen ein harsches Echo ausgelöst.

Auch Özils Auswechslung quittierte mancher Zuschauer im Wörthersee-Stadion mit Pfiffen – obwohl der Mittelfeldspieler zunächst das Führungstor der Deutschen in der 11. Minute erzielt hatte. Doch dann tauchte auch Özil ab und konnte dem Offensivspiel seiner Mannschaft keine entscheidenden Impulse mehr verleihen.

Nationalstürmer Thomas Müller nahm seine beiden Teamkollegen in WELT AM SONNTAG gegen übermäßige Kritik in Schutz. Er könne zwar verstehen, dass der Auftritt der beiden einige Leute irritiert habe, aber man habe sich intern ausgesprochen und sämtliche Unklarheiten ausgeräumt. „Für uns ist das Thema nun abgehakt“, so Müller.

Auch Teammanager Oliver Bierhoff hatte vor weiterer Kritik an Özil und Gündogan gewarnt. „Mesut und Ilkay sind junge Menschen. Man muss sie nicht auf ewig verdammen“, sagte Bierhoff der „Süddeutschen Zeitung“.

„Es passiert auch hoch qualifizierten und erfahrenen Politikern, dass sie ins Fettnäpfchen treten, dass sie Fehler machen oder falsche Symbole aussenden – und danach geht’s weiter. Für Fußballer sollten keine anderen Maßstäbe gelten“, mahnte Bierhoff.

Quelle: welt

Jun 02

Ultra-harter Kurs der neuen Regierung: Italien will halbe Million Migranten abschieben

Seit Freitag ist der Rechtspopulist und Euro-Hasser Matteo Salvini Italiens neuer Innenminister. Er will angeblich eng mit seinen EU-Kollegen zusammenarbeiten – aber vor allem in großem Stil Migranten abschieben Foto: Claudio Peri / AP Photo / dpa

Italiens neuer Innenmister Matteo Salvini (45) will ernst machen mit den Wahlversprechen seiner fremdenfeindlichen Partei Lega. Er erklärte, eine der Top-Prioritäten der populistischen Regierung sei es, Migranten „nach Hause zu schicken“.

Wenige Stunden nach seiner Ernennung kündigte er einen harten Kurs gegen über Einwanderern an: „Offene Türen in Italien für gute Menschen und ein Einweg-Ticketfür die, die nach Italien kommen, um Aufregung zu stiften und denken, man wird sich um sie kümmern“, so der Chef der rechtspopulistischen Partei.

Im Wahlkampf hatte Salvinis Lega angekündigt, 500 000 illegal in Italien lebende Migranten abschieben zu wollen. Ob das tatsächlich durchgesetzt werden kann, ist allerdings fraglich.

Bedenken über Salvinis Plan

Experten halten den Plan für unrealistisch, da Italien weder über die nötigen Ressourcen noch über den nötigen rechtlichen Spielraum verfüge, um derartige Massenabschiebungen durchzuführen. 

Einer Studie der Zeitschrift L’Espresso zufolge würden die 500 000 Abschiebungen in etwa 1,5 Milliarden Euro kosten, da laut Gesetz jeder Einwanderer beim Transport im Flugzeug von zwei Beamten begleitet muss (Kosten: etwa 3000 Euro pro Abschiebung).

Italien neue Regierung steht nach langem Hin und her

Italien neue Regierung steht nach langem Hin und Her. Neuer Premierminister ist der parteilose Giuseppe Conte (2.v.l.), den Innenminister stellt mit Matteo Salvini (l.) die ehemalige Seperatistenpartei Lega. Die 5-Sterne-Bewegung stellt als Wahlsiegerin den Vize-Premier und Arbeits- und Industrieminister Luigi Di Maio (2.v.r.) Foto: ANDREAS SOLARO / AFP

Migrationsexperten und Hilfsorganisationen sind besorgt über Salvinis Rhetorik.

„Falschmeldungen über Einwanderer haben sich während dem Wahlkampf in ganz Italien ausgebreitet. Meine Sorge gilt den künftigen Asylsuchenden, Menschen, denen der Flüchtlingsstatus zusteht. Was wird aus ihnen unter der Lega?“, sagte Calogero Santoro, Chef der NGO Girasoli, gegenüber der Nachrichtenseite The Guardian

Italien könnte mit den Abschiebungen außerdem Völker- und EU-Recht, wie etwa die Genfer Konvention, brechen.

Politikexperte Pierre Vimont vom Thinktank Carnegie Europe erklärt dem Guardian: „Wenn die neue italienische Regierung sagt: ‚Das interessiert mich nicht, ich nehme keine Flüchtlinge auf‘, könnte sie im Widerspruch und in Verletzung dieser internationalen Konvention stehen.“

Er halte es zudem für „etwas lächerlich“, wenn die Regierung denke, sie hätte die Antwort auf die Probleme, die andere europäische Regierungen seit 20 Jahren nicht gefunden haben.

Quelle: BILD

Jun 02

Gauland bezeichnet NS-Zeit als „Vogelschiss in der Geschichte“


Der AfD-Vorsitzende hat die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland relativiert und damit Empörung ausgelöst. Zum wiederholten Mal sorgt die AfD damit durch Thesen zum Umgang mit der deutschen Geschichte für Aufregung. Quelle: WELT/Sebastian Plantholt

AfD-Chef Gauland hat erneut die Hitler-Zeit relativiert: Die Nazis seien „nur ein Vogelschiss“ in 1000 Jahren deutscher Geschichte. CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer verurteilt seine Äußerung scharf: „Das macht fassungslos.“

Der Partei- und Fraktionschef der AfD, Alexander Gauland, hat die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland relativiert. „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“, sagte Gauland am Samstag beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) im thüringischen Seebach.

Dieser Satz fiel nach einem Bekenntnis von Gauland zur Verantwortung der Deutschen für den Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. „Nur wer sich zur Geschichte bekennt, hat die Kraft, die Zukunft zu gestalten“, sagte der AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzende. „Ja, wir bekennen uns zur Verantwortung für die zwölf Jahre.“

Er machte aber auch deutlich, dass das nur ein Teil der deutschen Geschichte sei. Gauland: „Wir haben eine ruhmreiche Geschichte – und die, liebe Freunde, dauerte länger als die verdammten zwölf Jahre.“

Viele der anwesenden JA-Mitglieder klatschten, einige erhoben sich nach der Rede, riefen „Gauland, Gauland, Gauland“.  JA-Chef Damian Lohr verteidigte Gauland als „Grandseigneur der Partei“.

Später sagte Lohr WELT, dass er die Kritik an Gaulands Zitat für überzogen halte. „Ich glaube, Gauland hat das einfach nicht präzise genug formuliert.“ Es sei Gauland wohl nicht darum gegangen, die Bedeutung des Nationalsozialismus für die deutsche Geschichte kleinzureden. „Aber rein zeitlich betrachtet ist der Anteil der zwölf Jahre an der deutschen Geschichte natürlich gering.“

Lohr deutete an, dass er sich selbst nicht so ausgedrückt hätte.  „Ich bin grundsätzlich dagegen, über Geschichte zu reden, auch wenn wir natürlich die Gedenkkultur beibehalten wollen.“ Seiner Jugendorganisation gehe es darum, Deutschland und Europa zu verändern. „Das erreiche ich nicht dadurch, dass ich Seminare über die Vergangenheit halte.“

„Das macht einfach fassungslos“

Mit ähnlichen Äußerungen hatte Gauland bereits im September für Empörung gesorgt. Damals sagte er bei einem „Kyffhäuser-Treffen“ der AfD in Thüringen: „Man muss uns diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr. Und das sprechen wir auch aus. Deshalb haben wir auch das Recht, uns nicht nur unser Land, sondern auch unsere Vergangenheit zurückzuholen.“

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer verurteilte Gaulands neuerliche Aussage scharf. „50 Millionen Tote im Weltkrieg, Holocaust, totaler Krieg – und das alles zu bezeichnen mit einem Vogelschiss, das ist ein solcher Schlag ins Gesicht der Opfer. Und eine Relativierung dessen, was in deutschem Namen passiert ist“, sagte sie WELT am Samstag am Rande ihrer „Zuhörtour“ im thüringischen Rohr.

Gauland lasse mit einer solchen Aussage die Masken fallen: „Wer so etwas als Vorsitzender einer Partei sagt und dann sagt, das sei eine bürgerliche Partei, das macht einfach fassungslos.“ Das solle auch möglichen Wählern eine Warnung sein: „Jeder, der Sympathien für die AfD hat, muss sich genau überlegen, was er sich hinter der bürgerlichen Fassade wirklich einkauft.“

Auch der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, verurteile Gaulands Aussage zur Nazi-Zeit. „Gauland unterschreitet wieder jedes Niveau“, schrieb er auf Twitter. Hitler stehe unter anderem für die Ermordung von sechs Millionen Juden. „Wie kann man das einen ‚Vogelschiss‘ der Geschichte nennen?“ SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil warf Gauland vor, den Nationalsozialismus zu verharmlosen. „Es ist eine Schande, dass solche Typen im Deutschen Bundestag sitzen.“

Scharfe Kritik kam auch von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt: „Es ist ein unfassbarer Schlag ins Gesicht von allen Überlebenden des Holocaust, ihren Nachfahren und Angehörigen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe laut einem Vorabbericht. „Unsere deutsche Geschichte hat gezeigt, wie Nationalismus, Hass und Hetze in den Abgrund führen.“ Die Parteivorsitzenden der Linken, Katja Kipping, sagte der Deutschen Welle: „So redet ein Faschist über die Verbrechen des Faschismus.“

AfD-Fraktionssprecher Christian Lüth hingegen reagierte auf die Debatte via Twitter mit einem weiteren Zitat von Gauland: „Vogelschiss ist das, was ich von der Nazi-Zeit halte. Quantitativ auf die rund tausend Jahre deutsche Geschichte gesehen.

Auschwitz Komitee: Gaulands Äußerungen sind widerlich

Das Internationale Auschwitz Komitee kritisierte Gaulands Äußerungen scharf. Diese seien unerträglich und würdelos, hieß es in einer Erklärung vom Samstag.

Christoph Heubner, der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees, sagte dazu: „Für Auschwitz-Überlebende wirken die kühl kalkulierten und hetzerischen Äußerungen Gaulands nur noch widerlich.“

Quelle: welt

Jun 02

Grundstein für Familienhaus auf dem Gelände der Ausländerbehörde gelegt

Festakt: Innenminister Ralf Holzschuher und Staatssekretärin Daniela Trochowski versenken die Kartusche. © Foto: MOZ

Eisenhüttenstadt. Modernes Flüchtlingsheim. Der Bau des neuen Familienhauses in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt hat bereits vor Wochen begonnen. Am Mittwoch aber ist durch den Innenminister des Landes der offizielle Grundstein für das Millionenprojekt gelegt worden.

„Es ist ein guter Tag für die Einrichtung und ein guter Tag fürs Land“, sagt Innenminister Ralf Holzschuher, kurz bevor die Kartusche mit aktueller Tageszeitung in einem gemauerten Pfeiler versenkt wird. Der Bau des 6,4 Millionen Euro teuren Familienhauses zeige, dass das Land nicht bereit sei, Zustände zu dulden, die keine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen ermögliche. Das neue, moderne Gebäude soll Ende 2015 fertiggestellt werden. Um den Termin halten zu können, hat der Bau bereits begonnen. „Das Familienhaus wird die Wohnsituation der Asyl suchenden Familien, Frauen und Kinder spürbar verbessern“, betont der Innenminister. Sie hätten das Recht darauf, mit Respekt behandelt zu werden.

Etwas abseits beäugen die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) das Treiben auf der Baustelle, wo sonst nie so viele Herren in Anzug und Damen im Kleidchen zu sehen sind. Lediglich ein kleiner Flüchtlingsjunge hat sich unter die illustre Gästeschar gemischt und schaut genau hin, als diese zu Walzerklängen die Kupferkartusche unter Steinen verschwinden lassen und dann auch noch mit dem Hammer oben drauf klopfen.

Einer, der den Hammer schwingt, ist ZABH-Leiter Frank Nürnberger. Man wolle Asylbewerber hier nicht erfolgreich verwalten, sondern Menschen in Not helfen, erklärt er. Der Neubau bietet auf vier Etagen Platz für 237 Menschen – vor allem Familien, aber auch Frauen. Genau so groß ist die Kapazität des bisherigen Familienhauses, das Nürnberger zufolge abgerissen werden soll. Schon jetzt sei es rein brandschutztechnisch kaum noch akzeptabel. Dabei ist es erst nach der Wende gebaut worden. Die modernsten Wohnbedingungen würden derzeit die sieben Übergangscontainer bieten, so Nürnberger. Die wurden aufgestellt, weil die Betten für die vielen Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt nicht mehr ausgereicht haben. Normalerweise nämlich hat die ZABH eine Kapazität von 500 Plätzen. Gegenwärtig leben aber 693 Menschen, darunter 113 Kinder, dort – die meisten aus Syrien und der Russischen Förderation. „Ich habe schon das Gefühl, dass sich das Klima unter den Bewohnern verbessert hat, seitdem sie sehen, dass sich hier etwas tut“, sagt Nürnberger.

Daniela Trochowski, Staatssekretärin des Finanzministeriums, erklärt beim Festakt, dass es sich bei dem Familienhaus mit einer Nutzfläche von 1900 Quadratmetern um einen der bundesweit ersten Neubauten für eine Erstaufnahmeeinrichtung handelt. Die bessere Unterbringungssituation löse natürlich nicht die vielfältigen Sorgen, die die Flüchtlinge haben, allen voran die Frage, ob sie in Deutschland bleiben können, sagt sie. „Aber es ist das Mindeste und sollte selbstverständlich sein, dass sie anständig untergebracht sind.“

Zeitgleich zum Neubau läuft übrigens die Sanierung des Männerhauses der ZABH. Insgesamt wird das Land von 2011 bis 2016 mehr als 12 Millionen Euro in Um- und Neubauten auf dem Gelände investiert haben, informiert die Staatssekretärin. Und der Innenminister betont: „Brandenburg muss sich auf eine weiter steigende Zahl von Asylsuchenden einrichten.“ Zuversichtlich fügt er hinzu: „Wir sind vorbereitet.“

Quelle: moz 2014

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