Mai 22

SPD will in drei Jahren ihre Stimmen verdoppeln – und wieder den Kanzler stellen

Rheinland-Pfalz, Mainz: Ein Mann geht im Hotel Hilton an einem übergroßen Partei-Logo der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vorbei

Mit erfolgreicher Regierungsarbeit ohne Dauergezänk wollen die SPD-Bundesminister Olaf Scholz und Hubertus Heil die Sozialdemokraten zurück auf Erfolgskurs bringen. Es gehe nicht darum, „dass man in Talkshows anderen Parteien auf die Glocke haut und das für Profilierung der Partei hält“.

Das sagte Arbeitsminister Heil der Deutschen Presse-Agentur. Finanzminister Scholz sagte der „Bild am Sonntag“, die SPD arbeite sich nun „Stück für Stück“ voran. Dagegen will SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel mehr Lautstärke, wie er der „Rheinischen Post“ sagte. Unterdessen streiten SPD, CDU und CSU über mehrere Projekte der großen Koalition.

Die CSU forderte Scholz und Heil zur Umsetzung von Steuersenkungen und Mütterrente auf. Umgekehrt mahnte die SPD die Union, Heils Gesetzentwurf für eine „Brückenteilzeit“, also das Arbeitsnehmerrecht auf Rückkehr in eine Vollzeitstelle, nicht zu blockieren.

Uneinigkeit beim dritten Geschlecht im Pass

Uneins ist die Koalition auch bei einer Kategorie im Pass und in Amtspapieren für Menschen, die weder weiblich noch männlich sind. Dem „Spiegel“ zufolge sieht ein Entwurf von Innenminister Horst Seehofer zum Personenstandsrecht die Kategorie „anderes“ vor. Justizministerin Katarina Barley und Familienministerin Franziska Giffey hielten das für herabsetzend und seien für „weiteres“, „divers“ oder „inter“ (lateinisch für zwischen).

Die SPD war nach der historischen Wahlschlappe von 20,5 Prozent im Herbst nur widerwillig erneut in eine Koalition mit der Union gegangen. Derzeit liegt sie in Umfragen bei 16 bis 20 Prozent. Viele Sozialdemokraten finden, dass ihre Partei in der vorigen großen Koalition unkenntlich geworden sei und wieder Profil gewinnen müsse.

„Dürfen uns nicht im Unterholz verlaufen“

„Die SPD muss die Probleme lösen, die den Menschen jetzt unter den Nägeln brennen und Vorstellungen über diese Legislaturperiode hinaus entwickeln“, sagte Heil. „Selbstbespiegelung und Ängstlichkeit stehen niemandem gut zu Gesicht.“ Er warnte vor Hickhack um Details: „Wir müssen uns in der Koalition auf die großen wesentlichen Linien konzentrieren und dürfen uns nicht im Unterholz verlaufen.“

Scholz sagte: „Der Weg, den wir vor uns haben, ist noch lang.“ Die Regierung stehe seit zwei Monaten, die neue SPD-Führung seit einem Monat. „Jetzt arbeiten wir uns Stück für Stück voran, damit wir bei der nächsten Bundestagswahl mehr als 30 Prozent der Wählerinnen und Wähler vor der SPD überzeugen können.“ Er sei „sehr zuversichtlich“, dass die SPD danach den Kanzler stelle.

SPD brauche mehr Lautstärke – aber keine Beteiligung an populistischen Debatten

Der SPD-Vizevorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel warb für eine etwas andere Strategie: „Der Mut und die Lautstärke bei unseren Themen müssen stärker werden“, forderte er. Parteichefin Andrea Nahles habe mit ihren Attacken auf die Union in ihrer Bundestagsrede gezeigt, wie es gehen könne. Auf polarisierende Äußerungen der Union in der Migrations- und Sicherheitspolitik will die SPD aber nicht in gleicher Weise reagieren. Die SPD steige „nicht in jede populistische Debatte ein, die die Union inszeniert“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil der „Welt“.

CSU-Generalsekretär Markus Blume kritisierte die SPD als „bleiern“. „Die Sozialdemokraten müssen jetzt in den Liefermodus kommen“, forderte er in der „Welt am Sonntag“. Von Scholz und Heil erwarte er die Umsetzung von Steuersenkungen und Mütterrente.

Quelle: Focus

Mai 22

Asylwerber als Dealer: 480 Kilo Drogen verkauft

Bild: © Harald Dostal / 2018

Seit 2017 war die Linzer Polizei den Dealern auf der Spur. Nun wurde der Drogenring gesprengt, elf Vedächtige wurden festgenommen. Der Bande rund um ihren „Boss“, einem Asylwerber aus Afghanistan, wird der Verkauf von 480 Kilo Drogen zur Last gelegt.

Schlag gegen Drogendealer in Linz: Nach monatelangen Ermittlungen durch das Stadtpolizeikommando Linz gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich, der Staatsanwaltschaft Linz und tschechischen Polizeibehörden gelang es, einen aus afghanischen Asylwerbern bestehenden Drogenring zu sprengen. Elf Personen wurden festgenommen.

„Boss“ baute Drogenring auf
Als Kopf der Bande gilt ein 31-jähriger Afghane, der im Verdacht steht, seit 2015 mithilfe von Landsleuten einen österreichweiten Suchtgiftring aufgebaut zu haben und nur „Boss“ genannt wurde.

Bild: © Harald Dostal / 2018

480 Kilo verkauft
Der Gruppe wird vorgeworfen, 480 Kilo Cannabiskraut aus Tschechien eingeführt und verkauft zu haben. Zudem wurden beim Haupttäter bei der Festnahme 10.000 Euro in bar sowie ein halbes Kilo Drogen gefunden.

Quelle: Krone

 

Mai 21

Pfarrer trägt aus Protest gegen Alice Weidel Kopftuch in der Messe

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier setzt in seiner Pfingstmesse ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung. (Foto: Reinhold Schneider)

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier hat mit einem Kopftuch während der Pfingstmesse am Sonntag in der Aalener Marienkirche für Aufsehen gesorgt. Die Gemeinde klatschte nach seiner Pfingstpredigt Beifall. Wer Menschen wegen ihrer aus Glaubensgründen gewählten Kopfbedeckung diskriminiere, verstoße gegen die Menschenwürde und damit gegen den Geist des Pfingstevangeliums, so Sedlmeier.

Um seinem Protest gegen solche in jüngster Zeit öffentlich geäußerten Diskriminierungen Ausdruck zu verleihen, zog er sich nach seiner Predigt selbst ein Kopftuch über und trat damit an den Altar. Seine Kritik richte sich, so sagte er, „gegen eine Abgeordnete, also eine gewählte Frau, die in herablassender und beleidigender Weise im Bundestag von Kopftuch-Trägerinnen“ gesprochen habe.

Pfarrer kritisiert AfD-Fraktionsvorsitzende

Sedlmeier bezog sich offensichtlich, ohne den Namen der Abgeordneten zu nennen, auf die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel, die sich, wie berichtet, in der Generaldebatte des Bundestags am Mittwoch vergangener Woche in folgender Weise geäußert hatte: „Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern“. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rügte dies, weil die Verbindung von „Kopftuchmädchen“ und „Taugenichtse“ eine Diskriminierung sei.

In seiner Predigt distanzierte sich Pfarrer Sedlmeier von Menschen, die andere verurteilen, nur weil sie eine Kipa, ein Kopftuch oder eine Burka trügen. Nach der Messe stand Sedlmeier wie üblich am Kirchenausgang bereit, um sich von den Gottesdienstbesuchern zu verabschieden – diesmal allerdings mit Kopftuch. Er hörte viel Zustimmung und Dankesworte für seine mutige Stellungnahme.

Sedlmeier, der seit rund eineinhalb Jahren Pfarrer in Aalen ist, liebt spektakuläre Dinge und Aktionen, wie er oft selbst betont. Der gebürtige Allgäuer, der in Weingarten (Landkreis Ravensburg) groß geworden ist, musste sich von seinem Bischof überreden lassen, nach Aalen zu gehen. Er hatte eigentlich nach Ulm gewollt, da ihm die Spannungen in den Gemeinden auf der Ostalb zu groß waren. Mittlerweile hat er diese aber zur Ruhe gebracht.

Beifall und teils heftige Kritik

Mit seinem Statement löste er spontane Beifallsstürme bei seiner Gemeinde während der Messe aus. Man habe gemerkt, dass die Leute hinter den Ausführungen des Pfarrers standen, beschrieb es ein Kirchgänger. „Der Beifall war riesig.“

In den sozialen Netzwerken hat die Meldung des kopftuchtragenden Pfarrers hingegen teils heftige Kritik ausgelöst. „Dieser katholische Priester verteidigt das Kopftuch, das ein Symbol für die Unterdrückung der Frau ist“, schreibt eine Nutzerin bei Facebook.

Andere solidarisieren sich, zeigen sich selbst mit Kopftuch auf Fotos: „Die Unterdrückung der Frau findet genau dort statt wo man ihr verbieten möchte ein Kopftuch zu tragen oder ihr verbieten möchte ohne Kopftuch zu sein.“

Quelle: Schwäbische

Mai 21

Schaffhausen: Neue Erdogan-Moschee erhält Baubewilligung

Noch diesen Sommer soll in Schaffhausen der Bau einer türkischen Grossmoschee starten. Deren Hintermänner haben einen direkten Draht nach Ankara.

Schaffhausen erhält eine neue Moschee. Die Planung dafür läuft seit Jahren. 1,5 Millionen soll das islamische Gebetshaus kosten. Ein Neubau, knapp 30 Meter lang, 16 Meter breit und zwölf Meter hoch.

Das Projekt war lange blockiert. Die Stadt verlangte Nachbesserungen am Konzept. Nach vielem Hin und Her hat Schaffhausen das Vorhaben nun aber abgesegnet. «Das Baugesuch wurde bewilligt», bestätigt Stadtschreiber Christian Schneider gegenüber SonntagsBlick.

Bereits in den nächsten Wochen soll die Baufreigabe erteilt werden, der Spatenstich erfolgt Mitte 2018.

Die neue Aksa-Moschee ersetzt ein altes Haus, in dem bereits seit mehreren Jahren ein kleiner Gebetsraum einquartiert ist.

Auch eine Kinderkrippe wird es geben

Gemäss Unterlagen sind in dem geplanten Gebäude neben zwei prunkvollen Gebetsräumen – ­einer für Frauen, einer für Männer – auch ein Jugendlokal, ein Schulungsraum sowie eine muslimische Kinderkrippe geplant.

Hinter dem Projekt steht der Türkisch-Islamische Verein Schaffhausen. Dort beteuert man, dass das Gebäude ausschliesslich mit eigenen Mitteln finanziert werde. Geld aus dem Ausland soll keines fliessen.

Die internationalen Verbindungen sind aber unübersehbar. Das Grundstück gehört der Türkisch-Islamischen Stiftung für die Schweiz (TISS), einem direkten Ableger des Religionsministe­riums Diyanet in Ankara. TISS-Vorsitzender ist laut Handelsregister Ali Erbas. Der islamische Theologe gilt als Vertrauter von Recep Tayyip Erdogan und amtet gleichzeitig als Präsident der obersten türkischen Religionsbehörde.

Ankara hat das Sagen

Klar ist auch: Die Imame, die künftig in der Aksa-Moschee predigen, werden direkt von Ankara entsandt und bezahlt – so, wie es in mehreren Dutzend anderen türkischen Moscheen in der Schweiz schon der Fall ist.

Der Türkisch-Islamische Verein distanziert sich jedoch von jeglichen politischen Ambitionen. Und: Der Vorstand stehe für Integration ein, nicht für Abschottung.

Kritiker zeigen sich allerdings skeptisch. Sie werfen vor allem der TISS und den Imamen aus der Türkei vor, als verlängerter Arm des türkischen Machthabers Recep Tayyip Erdogan zu agieren und die Freitagspredigten für staatliche Propaganda zu missbrauchen.

Wann das neue Gebäude eröffnet werden kann, ist derzeit noch nicht klar. Das beauftragte Architekturbüro rechnet mit einer Bauzeit von knapp eineinhalb Jahren.

Quelle: Blick.ch

Mai 21

Mann zieht 23-Jähriger in U-Bahn den Rock hoch – Freunde filmen mit Smartphone

Eine junge Frau ist am Samstag Opfer einer Gruppe von Männern geworden. Während einer sie streichelte und den Rock hochzog, halfen ihm seine Freunde und filmten die Belästigung.

München – Am Samstag gegen 22.40 Uhr war eine 23-jährige Frau gemeinsam mit einer Freundin in der U-Bahnlinie U3 und fuhr von der Brudermühlstraße nach Moosach. In der U-Bahn wurde die Frau laut Polizei von einer Gruppe dunkelhäutiger Männer bedrängt. Ein Mann aus der Gruppe streichelte gegen den Willen der Frau deren Bein und zog ihren Rock nach oben. Außerdem wurde sie von den Männern beleidigt.

Während dieser Belästigungen standen etwa fünf weitere männliche Personen in bedrängender Weise um die Frau. Etwa vier Personen aus der Gruppe filmten das Geschehen. Ein unbekannter Zeuge schritt schließlich ein und die Männer ließen daraufhin von der Frau ab. Die Gruppe stieg im Anschluss geschlossen am U-Bahnhof Münchner Freiheit aus.

Täterbeschreibung der Polizei München: Sechs unbekannte Männer, ca. 20 Jahre alt, dunkelhäutig, hager, bekleidet mit Jeans.

Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum in der U3 Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere der unbekannte Mann, welcher der Frau zu Hilfe kam, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Quelle: merkur

Mai 21

Fasten-Knigge: So helft ihr euren Freunden im Ramadan | Quelle: Bayerischer Rundfunk

Schonmal auf Süßes oder Alkohol verzichtet? Noch krasser ist es, tagsüber gar nichts zu essen und zu trinken, wie eure muslimischen Freunde während des Ramadan. So könnt ihr sie dabei unterstützen.

Die richtigen Worte finden

Wenn ihr eure muslimischen Freunde beeindrucken wollt, dann haut einfach mal ein „Ramadan Mubarak“ oder „Ramadan Kareem“ zur Begrüßung raus. Damit zeigt ihr nicht nur, dass ihr Bescheid wisst, sondern ihr zeigt auch Respekt. Und wenn der Ramadan vorbei ist, könnt ihr „Alles Gute zum Bayram!“ wünschen.

Ganz wichtig: Muslime fasten freiwillig und das gerne. Keiner wird gezwungen, viele fiebern sogar auf den Ramadan hin. Also dürft ihr da gerne mal ein paar nette Worte darüber verlieren. Kommentare wie „Ey, hat dich gerade ein Lastwagen überrollt?! Du siehst ja mega fertig aus“ solltet ihr euch aber sparen.

In der Kantine einfach alles wie immer

Ihr dürft wie gewohnt beim Mittagessen zuschlagen. Auch wenn ein Muslim mit knurrendem Magen daneben sitzt. Denn es gehört zum Ramadan dazu, genau in diesen Situationen zu widerstehen. Aber übertreibt’s nicht. Einfach wie immer verhalten. Und fangt bitte bloß keine Diskussion über den Sinn des Fastens an. Darauf rum zu reiten, dass der arme Muslim jetzt hungern muss, kommt eher schlecht an.

Sogar trinken ist während des Ramadans tagsüber verboten. Das klingt krass, aber es gehört eben zur spirituellen Disziplin dazu. Also fang nicht an Studien rauszukramen, dass der Mensch doch mindestens drei Liter am Tag trinken muss.

Warum nicht mal mitfeiern?

Jeder ist bei den Ramadan-Feiern willkommen, egal ob Muslim oder Nicht-Muslim. Je mehr desto besser, Hauptsache alle sitzen zusammen. Es ist also kein rein muslimisches Familienfest. Um Respekt gegenüber dem Islam zu zeigen, könntet ihr euch überlegen vielleicht auch mal zu einem Iftar, also einem Fastenbrechen, einzuladen. Da gibt’s nämlich keine anderen Regeln als sonst. Alle Gerichte die Halal sind, sind erlaubt. Es gibt aber den Brauch das Iftar mit einer Dattel und etwas Wasser oder Milch zu beginnen.

Wundert euch nicht, wenn euch mal ein dezenter Mundgeruch entgegen schlägt. Das ist eben der Nebeneffekt, wenn man den ganzen Tag nichts isst und trinkt. Und noch was: Beim Fasten geht es auch um innere Besinnung und Reinigung. Also spart euch den dreckigen Witz den ihr sonst vielleicht raushauen würdet.

Sendung: Freundeskreis, 26.05.2017 – ab 10 Uhr

Quelle: Bayerischer Rundfunk (Staatspropaganda)

Mai 21

Was die Flüchtlingskrise Deutschland kostete – und wieviel noch oben drauf kommt

Ein Flüchtling in einer Unterkunft (Symbolbild)

Die großen Flüchtlingsströme von 2015 und 2016 haben abgenommen, doch für die Betreuung und Integration der bereits in Deutschland lebenden Asylsuchenden steigen die Ausgaben. Die Bundesregierung hat nun in einem Bericht die Asyl-Kosten für das vergangene Jahr aufgeschlüsselt und gibt einen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Wie die „Bild“-Zeitung aus dem Bericht zitierte, lagen die Kosten für die Flüchtlinge in Deutschland im Jahr 2017 bei 20,8 Milliarden Euro. Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 habe die Bundesregierung damit mindestens 43,25 Milliarden Euro für Asylzwecke ausgegeben. Voraussichtlich sollen in den nächsten vier Jahren weitere 80 Milliarden Euro hinzukommen.

Der Grund für die steigenden Kosten liegt in den sich verändernden Anforderungen. Am Höhepunkt der Flüchtlingskrise ging es vor allem darum, Unterkünfte zu bauen unddie Verwaltung zu regeln. Nun steht die Integration und Betreuung der Asylsuchenden und auch um die Bekämpfung der Fluchtursachen in der ganzen Welt und die Finanzierung von Programmen vor Ort im Fokus.

Mehr Geld für Integration

Wegen der geringeren Zahl der Neuankömmlinge sanken nach Angaben der „Bild“-Zeitung die Ausgaben für Aufnahme, Registrierung und Unterbringung. Während dafür im Jahr 2015 noch zwei Milliarden Euro Soforthilfe ausgegeben wurden, seien es im vergangenen Jahr nur noch 1,07 Milliarden Euro gewesen.

Dagegen stiegen die Ausgaben für Sprach- und Integrationskurse rasant an: von 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf 2,64 Milliarden Euro im Jahr 2017. Die Kosten sollen weiter auf drei Milliarden Euro steigen. Da hunderttausende Flüchtlinge den Asylprozess nun abgeschlossen haben, bekommen sie Hartz IV: Die Kosten lagen hier zuletzt bei 3,69 Milliarden Euro und werden weiter steigen.

Bekämpfung der Fluchtursachen

Gleichzeitig versucht die Bundesregierung aber auch, die Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Dafür wurden laut „Bild“-Zeitung im Jahr 2017 rund 6,75 Milliarden Euro ausgegeben, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Mit dem Geld werden Hilfswerke, Ernährungsprogramme und Flüchtlingslager auf der ganzen Welt unterstützt. Damit sollen neue Flüchtlingsströme verhindert werden.

Diese Aufschlüsselung der Kosten durch die Bundesregierung halten die Bundesländer laut „Bild“ jedoch für zu niedrig. So würden die tatsächlichen Kosten durch den enormen Anstieg der Asylklagen und Probleme bei der Abschiebung deutlich steigen.

Quelle: Focus

Mai 21

Nur noch 16 Prozent Zustimmung: Warum die SPD ins Bodenlose stürzt

So schöne Bilder. SPD-Chefin Andrea Nahles lächelnd auf der sonnigen Zugspitze, eingerahmt von Alexander Dobrindt (CSU) und Volker Kauder (CDU) – Koalitionsharmonie. In ihrer Partei kamen die Fotos bei vielen nicht gut an.

In sozialen Medien ergoss sich Spott: Die kostspielige Klausur der Fraktionsspitzen auf dem höchsten Berg Deutschlands zeige die Abgehobenheit der Politik. In den zehn Tagen seither ist wieder einiges passiert.

Fraktions- und Parteichefin Nahles und ihr Vizekanzler Olaf Scholz wollen mit guter Regierungsarbeit Vertrauen zurückgewinnen. Das Motto: Sacharbeit statt Springen über jedes Stöckchen, etwa wenn Dobrindt gegen eine Anti-Abschiebe-Industrie wettert. Die Einbringung des Bundeshaushalts sollte die SPD wieder in die Offensive bringen, zeigen, was man für die Menschen bewegt, von Milliarden für die Bildung, Entlastungen und sozialem Wohnungsbau bis zu Verbesserungen für Arbeitnehmer und Mieter. Doch stattdessen verstärkt sich gerade internes Genöle.

16 Prozent – obwohl Schulz weg ist

In einer neuen ARD-Umfrage liegt die älteste demokratische Partei Deutschlands nur noch bei 17 Prozent, beim Institut gms ist es sogar das Allzeittief von 16 Prozent. Was wohl der geschasste Martin Schulz denken mag? Hieß es doch, dass es nach ihm nur aufwärtsgehen könne.

Sicher, Umfragen sind Momentaufnahmen, in anderen schafft die SPD noch die 20-Prozent-Marke – aber es gibt eine gewaltige Diskrepanz zwischen den Funktionären und den klassischen SPD-Wählern – die sind zum Beispiel in der Flüchtlingsfrage oft näher bei der Union als bei der Parteispitze.

„Ich finde, dass Angst und Panik immer ein falscher Ratgeber ist in der Politik“, sagt Arbeitsminister Hubertus Heil im dpa-Interview. Man müsse jetzt die Fragen anpacken, „die den Menschen unter den Nägeln brennen“. Etwa die Zukunft der Arbeit, Renten und innere Sicherheit.

SPD-Krise verschärft sich

Doch ein Blick über Berlin hinaus zeigt, dass sich die SPD-Krise eher verschärft. In der Herzkammer Nordrhein-Westfalen, wo man früher mal absolute Mehrheiten holte, liegt sie derzeit bei 22 Prozent, in Bayern und Baden-Württemberg zwischen 12 und 13 Prozent, in Berlin nun hinter Linken und CDU. Im Osten ist vielerorts die AfD längst an ihr vorbeigezogen.

Ungeklärte Positionen gibt es zur Flüchtlingspolitik und auch bei der Frage, ob die Russland-Sanktionen nicht abgemildert werden sollen. Strittig ist auch, ob Hartz-IV reformiert werden müsste. Das verstärkt den Eindruck eines mitunter diffusen Kurses.

Die lediglich 66 Prozent Ja-Stimmen bei Nahles‘ Wahl zur neuen SPD-Chefin waren auch Ausdruck eines Misstrauens, dass es mit der erneuten großen Koalition wieder läuft wie immer – trotz gegenteiliger Beteuerungen. Die Furcht: Man arbeitet den Koalitionsvertrag ab, gewinnt aber kaum Profil.

Kühnert über Scholz: „Kommunikativ ganz alte Schule“

Ausgerechnet Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), selbst im Umfragtief, war es, der eine aus Sicht führender Genossen unnötige Debatte über ein solidarisches Grundeinkommen anzettelte und Scholz offen kritisierte. Auch Scholz zieht gerade einigen Unmut auf sich. Zum Beispiel, weil der frühere Hamburger Bürgermeister im Bundestag die Ausgabenpläne recht defensiv, mit der Nüchternheit eines Buchhalters, vorstellte.

„Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat“, sagt etwa Juso-Chef Kevin Kühnert. Der hatte vehement vor dem Gang in die große Koalition gewarnt, da dann eine echte „linke“ Erneuerung ausbleiben werde. Und nachdem Nahles auf der Zugspitze noch mit Dobrindt einen Kuschelkurs gefahren war, schwenkte sie nun auch im Bundestag um, warf ihm vor, dem Land zu schaden.

„Der Versuch, Opposition in der Regierung zu machen, scheitert immer“, meint ein Unions-Politiker. Man könne die rechte AfD nur bekämpfen, wenn man geschlossen und geräuschlos regiere.

Sogar Merkel sorgt sich

So weit ist es schon gekommen, dass die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sich um die SPD sorgt, früher der größte Konkurrent, jetzt gefangen in der Angst vor einer Neuwahl in einer Schicksalsgemeinschaft mit der Union. Die Frage spaltet die SPD: Gut und ruhig regieren? Oder mehr Lautstärke, wie Kühnert es einfordert?

„Wir haben aber während der letzten Großen Koalition gesehen, dass braves und konzentriertes Arbeiten allein nicht genügt“, sagt er. Die SPD müsse den Spagat schaffen, Sachthemen anzusprechen, diese aber „lautstark, fordernd und emotional in die Öffentlichkeit zu tragen“.

Zur Nagelprobe wird etwa die Durchsetzung eines Rückkehrrechts von Beschäftigten auf eine Vollzeitstelle, die zum Beispiel zur Erziehung von Kindern, einige Zeit Teilzeit arbeiten. Dies soll aber erst ab Betrieben mit 45 Beschäftigten gelten. Und Kühnert fordert ein Hartbleiben bei der Abschaffung des Paragrafen 219 a – der Werbung für Abtreibungen bisher untersagt. Das sei ein „echter Prüfstein“ für die Erneuerung und Abgrenzung zur Union. Doch selbst wenn die SPD sich da durchsetzt: Sind das die Themen, die Millionen bewegen und am Ende Wähler zurückbringen?

Nach einigen Wochen der Ruhe gärt es, in Nordrhein-Westfalen ist mit Thomas Kutschaty ein erklärter Gegner der großen Koalition neuer Fraktionschef. 2019 beim Bundesparteitag der SPD könnte über einen Abbruch der Koalition abgestimmt werden – auf Drängen der Partei gibt es eine Revisionsklausel.

Quelle: focus

Mai 20

Armutsflüchtling fällt über Großmutter (66) her und versucht sie zu vergewaltigen

Symbolbild

Die Polizei Hannover sucht einen Armutsmigranten, der am Montag, 14.05.2018, gegen 20:30 Uhr, eine 66-Jährige zuerst unsittlich angefasst und schließlich versucht hat sie zu vergewaltigen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Frau auf dem Gehweg der Tresckowstraße unterwegs, als sie im Bereich der Stadtbahnhaltestelle „Tresckowstraße“ von dem Mann angesprochen wurde. Völlig unvermittelt erklärte er dann der 66-Jährigen Sex mit ihr haben zu wollen. Im weiteren Verlauf umklammerte der Täter das Opfer, berührte es oberhalb der Bekleidung an den Brüsten sowie Schritt, ehe er die Frau versuchte in Richtung eines Gebüsches zu zerren. Als die 66-Jährige laut um Hilfe schrie und sich zur Wehr setzte, ließ er von ihr ab und flüchtete in Richtung der Stadtbahnhaltestelle „Tresckowstraße“.

Der Gesuchte ist zirka 20 bis 25 Jahre, etwa 1,75 Meter groß, sehr schlank und hat ein ungepflegtes Erscheinungsbild. Er hat einen dunklen Teint, dunkle Haare und spricht Deutsch mit ausländischem Akzent. Bei der Tat trug der Unbekannte ein weißes T-Shirt und ein Basecap.

Hinweise zu dem Täter nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

Quelle: Truth24.net

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Mai 20

Neubau einer weiteren Flüchtlingsunterkunft am Standort Lehmgrube in der Kernstadt Ditzingen

Nach der im Januar erfolgten Fertigstellung und Inbetriebnahme einer weiteren Unterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen am Hirschlander Weg im Stadtteil Schöckingen, konnte Mitte April der Bau einer weiteren Unterbringungsmöglichkeit am Standort Lehmgrube in der Kernstadt Ditzingen aufgenommen werden.

Im Zuge der Umsetzung des Konzeptes der dezentralen Unterbringung von der Stadt Ditzingen zugewiesenen Flüchtlingen, hatte der Gemeinderat im März des vergangenen Jahres eine weitere Tranche an baulichen Maßnahmen beschlossen. Neben den Maßnahmen im Bereich des Hirschlander Wegs am Standort Schöckingen sowie in der Brühlstraße im Stadtteil Hirschlanden hatte der Gemeinderat auch dem Bau einer Unterkunft an der Lehmgrube in der Kernstadt Ditzingen zugestimmt.

Mit dem Vorhaben wird eine Anlage bestehend aus einem Doppel- und einem Einzelhaus verwirklicht. Die Doppelanlage mit einer Gesamtfläche von 614,81 m² hat eine Wohnfläche von 354,42 qm und eine Nutzfläche von 260,39 qm. Mit dem Einzelgebäude werden Wohn- und Nutzflächen mit insgesamt 263,23 qm geschaffen. In der Einrichtung können 53 Personen untergebracht werden. Beide Häuser sind unterkellert. Die Heizung erfolgt über eine Luft-/ WasserWärmepumpe.

Ende September 2018 soll der Neubau fertiggestellt sein. Die Kosten für beide Gebäude inkl. die Außenanlagen mi 4 PKW Stellplätzen und 40 Fahrradstellplätzen belaufen sich auf 2.232.783 €.

Bislang leben in Ditzingen ca. 340 Flüchtlinge in insgesamt 27 städtischen und angemieteten Gebäuden sowie Wohnungen.

Mit dem Bezug der Einrichtung in Schöckingen wurden 2018 dreiundzwanzig Flüchtlinge untergebracht. Bis Ende des Jahres müssen nach gegenwärtigem Stand noch 143 Flüchtlinge aufgenommen werden. Um der Verpflichtung der Unterbringung von Flüchtlingen nachkommen zu können hat der Gemeinderat weitere Standorte für die Errichtung von Unterkünften beschlossen.

In Kürze werden in einer Anlage im Bereich der Dieselstraße weitere 50 Flüchtlinge einziehen.

Gegenwärtig im Bau befindet sich auch das Wohngebäude in der Brühlstraße im Stadtteil Hirschlanden. Die Fertigstellung des Gebäudes zur Unterbringung von ca. weiteren 40 Flüchtlingen ist für den Spätsommer des laufenden Jahres geplant.

Quelle Focus

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