Apr 09

Massenschlägerei unter Jugendlichen, dann zückt einer den Schlagstock

Die Polizei jagte anschließend den mutmaßlichen Täter und konnte ihn stellen. (Symbolbild)

Hamburg – Ein 16 Jahre alter Junge hat am Freitag einen 17-Jährigen mit einem Schlagstock am Kopf verletzt. Wie die Polizei erst am Sonntag mitteilte, ging dem eine Prügelei zwischen sechs Jugendlichen voran, die zu einer Massenschlägerei ausartete.

So sollen an der Auseinandersetzung am Norderschulweg zwischenzeitlich 20 Personen beteiligt gewesen sein.

Wie ein Zeuge vor Ort den Beamten berichtete, hatte er beobachtet, dass sich sechs Jugendliche gegen 14.05 Uhr in Finkenwerder prügelten. Im Laufe des Streits kamen immer mehr Menschen hinzu.

Trauriger Höhepunkt war der Angriff des Afghanen auf den 17-Jährigen. Er musste ins Krankenhaus. Noch bevor die Polizei eintraf, flüchteten alle Beteiligten in unbekannte Richtung.

Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte er jedoch von der Polizei geschnappt werden und wurde anschließend seinen Eltern übergeben.

Über den Auslöser der Massenschlägerei ist noch nichts bekannt, das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Apr 09

Wie besessen: Mann mit Eisenstange niedergeprügelt

Der niedergeschlagene Security-Mann wurde in die Uniklinik von Würzburg gebracht (Symbolbild).

Würzburg – Männer eines privaten Sicherheitsdienstes versahen in der Nacht zu Sonntag ihre Arbeit vor der Event-Location „Posthallen“.

Gegen 3 Uhr in der Nacht bemerkten die Sicherheitskräfte, wie eine junge Frau von zwei Männern angepöbelt wurde. Die Belästigte wandte sich hilfesuchend an die Security-Angestellten, wie die Polizei in Unterfranken am Sonntag mitteilte.

Die Sicherheitsfachleute griffen ein und es kam zu einem heftigen Streitgespräch mit den beiden jungen Männern. Einer der beiden Streithähne bedrohte einen Security-Mann mit einem Glas, daraufhin setzte der Bedrohte Pfefferspray zur Abwehr ein.

Der zweite Mann zerbrach eine Flasche und bedrohte die Sicherheitskräfte mit den scharfen Kanten. Sein Begleiter verschaffte sich unterdessen eine Eisenstange und prügelte damit wie besessen auf einen Security-Mitarbeiter ein. Auch als das Opfer bereits zu Boden ging, hörte der Angreifer nicht mit den Schlägen auf, wie ein Polizeisprecher erläuterte.

Erst als Polizeibeamte vor Ort eintrafen, flohen die beiden aggressiven Männer. Nur wenig später konnten die Beamten aber zwei Tatverdächtige fassen. Es handelt sich laut Polizei um zwei Syrer im Alter von 21 und 29 Jahren, beide waren „leicht alkoholisiert“.

Der Niedergeschlagene Security-Mann kam in die Uniklinik von Würzburg, glücklicherweise waren seine Verletzungen leichter als zunächst angenommen. Gegen die beiden Tatverdächtigen laufen nun Ermittlungen „in Richtung eines versuchten Tötungsdeliktes“, wie die Polizei weiter mitteilte.

Fotos: dpa/Jens Kalaene

Quelle: Tag24

Apr 08

Christlicher Bischof will Gott „Allah“ nennen


Soll künftig nicht nur in Moscheen, sondern auch in Kirchen zu Allah gebetet werden?
Quelle: dpa/Matthias Ernert

Der Vorschlag besticht durch seine Einfachheit: Die Christen nennen ihren Gott auch „Allah“, und der Konflikt mit den Muslimen ist vergessen, meint ein niederländischer Bischof. Ein US-Theologe weist den Vorschlag zurück: Allah hat keinen Sohn, Gott aber schon.

Ein prominenter Wortführer der Baptisten in den USA hat die Idee des niederländischen Bischofs Martinus Muskens zurückgewiesen, dass Christen anstelle von „Gott“ die arabisch-islamische Bezeichnung „Allah“ übernehmen könnten.

Dafür seien die theologischen Unterschiede zwischen Islam und Christentum zu groß, schreibt R. Albert Mohler, Präsident des einflussreichen Southern Baptist Theological Seminary in Louisville, Kentucky, auf seiner Webseite. Wichtigstes Hindernis für eine Gleichsetzung von Gott und Allah sei, dass die Muslime Jesus nicht als Gottes Sohn anerkennten.

Der Koran betont mehrfach die strenge Einheit Allahs. Dieser könne weder einen menschlichen Sohn haben, noch sei zwischen Vater und Heiligem Geist zu trennen. Christen würden aber gemäß dem Auftrag Jesu „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft. Eine Taufe im Namen Allahs sei demnach undenkbar und Muskens Vorschlag daher völlig verfehlt, so Mohler. Er gehört in den USA mit einer landesweiten religiösen Radiosendung zu den wichtigsten Vertretern der Baptisten, nach den Katholiken zweitgrößte Konfession des Landes.

Der katholische Bischof von Breda hatte zuletzt in einem Interview des niederländischen Fernsehens erklärt, er fände es gut, wenn Gott generell mit dem arabischen Wort Allah bezeichnet würde.

Gott würde dies wohl nicht stören, so der 71-Jährige: „Er steht über solchen Fragen.“ Die religionsübergreifende Verwendung des Namens „Allah“ würde seiner Meinung nach die Toleranz und den interreligiösen Dialog unterstützen. – Nicht nur Muslime, sondern auch Arabisch sprechende Juden und Christen verwenden das arabische Wort „allah“ für Gott.

Quelle: welt

Apr 08

Polizei jagt mutmaßliche Messerstecher: Ein wichtiges Detail stoppt ihre Flucht

Die Polizei jagte drei Männer, bis ein wichtiges Detail die mutmaßlichen Messerstecher verriet.

Hamburg – Dramatische Szenen müssen sich bereits am Freitag in Hamburg Eimsbüttel abgespielt haben. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, fanden die Beamten zwei schwer verletzte Männer.

Gegen 21.35 Uhr wurden die Beamten an die Gustav-Falke-Straße gerufen. Dort fanden sie einen Mann (20), der stark an der Hand blutet und dort so schwer verletzt war, dass er im Krankenhaus operiert werden musste.

Offenbar war es davor zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der mehrere Messer und Schlagwerkzeuge eingesetzt wurden.

Im Rahmen der Fahndung konnte die Polizei drei Männer auf der Gustav-Falke-Straße stoppen. Der 20 Jahre alte Syrer, der 23 Jahre alte Türke und der 26 Jahre alte Gunieer wurden überprüft und hatten frische Blutspuren an ihrer Kleidung. Sie wurden vorläufig festgenommen.

Noch während der sofort eingeleiteten Fahndung meldete die Feuerwehr ein weiteres Opfer mit Stichverletzungen in der Hüfte. Der 21-Jährige befand sich in Grindelberg und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

Da laut Polizei keine offensichtlichen Haftgründe vorlagen, mussten die Beamten die drei Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß setzen.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die mit den Taten im Zusammenhang stehen könnten, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040428656789 zu melden.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Apr 08

„Schüler lehnen westliches Denken ab“ – Lehrerin empört

© APA/dpa/Monika Skolimowska

In der feministischen Zeitschrift „Emma“ verfasste eine deutsche Lehrerin einen Gastbeitrag zum Unterricht an deutschen Schulen. Die Frau, die anonym bleiben wollte und sich Andrea F. nannte, arbeitet in einer „Brennpunktschule mitten im Ruhrpott“ – Genaueres erwähnt sie nicht – und klagt die Missstände an.

„Völlig gehirngewaschen“

„Die Schule gehört zur Kategorie ‚Standort 5‘, also: bildungsferne Elternhäuser, Eltern meist Hartz IV-Bezieher und oft nicht der deutschen Sprache mächtig, mit einem sehr hohen Anteil muslimischer Schülerinnen und Schüler“, so die Autorin. In den Klassen gebe es oftmals Probleme, da die Schüler teilweise „völlig gehirngewaschen aus den umliegenden Moscheen in den Unterricht“ kommen würden.

Einige der Kinder würden das „westliche Denken ablehnen“, behauptet Andrea F. In einer 10. Klasse habe sie stark zu kämpfen gehabt, als das Thema „Entstehung der Welt“ behandelt wurde: „Wir hatten einen Film über Darwin und die Evolutionstheorie gesehen und der wurde geradezu ausgebuht“, so die Autorin des Artikels. Die muslimischen Schüler hätten darauf bestanden, dass „Allah die Welt erschaffen hat und basta“.

Thema Koran: Keine Einsicht

Als die Lehrerin ihre Schüler darauf hingewiesen habe, dass der Koran von Menschen geschrieben wurde und damit kritisierbar sei, „tobte der ganze Kurs: Nein, Allah hat Mohammed den Koran in die Feder diktiert!“, so die Pädagogin.

Die Schüler würden nicht einsehen, dass der Koran historisch zu lesen und nicht auf heute umzulegen sei, schreibt Andrea F.

Hoffnungsschimmer

Doch noch sei nicht alle Hoffnung verloren: Immer wieder gelinge es ihr, mit ihren Argumenten zu manchen Schülern durchzudringen. Ein junger Muslim sei nun auf dem Weg, Finanzbeamter zu werden. „Seine Eltern haben ihm von Anfang an gesagt, dass er die Lehrer hier wie seine zweiten Eltern sehen soll. Kinder und Jugendliche, die diese Botschaft von zu Hause aus mitbekommen, sind – mit Abstrichen – integrierbar“, schreibt die Pädagogin.

Die Politik müsse jedoch härter durchgreifen und Schulen dazu „zwingen, dafür Sorge zu tragen, dass der Islamismus und all seine Folgen aktiv bekämpft werden.“

Quelle: oe24

Apr 08

Stadt Köln zahlt das Siebenfache an Miete für Flüchtlinge

Stadt Köln zahlt Monatsmiete für Flüchtlingsfamilie von etwa 6.700 Euro. Langfristige Verträge mit privatem Vermieter. Stadt nennt Wohnungsmangel als Grund. Die Flüchtlingsfamilie lebt in einer Einzimmerwohnung in einem Boardinghaus in der Nähe des Kölner Schokoladenmuseums. Die Jahresmiete an den privaten Vermieter beträgt mehr als 81.000 Euro.

Das siebte Kind ist unterwegs

Flüchtlingskinder in Kölner Mietshaus

Hala Qaidi ist verzweifelt. Die 36-jährige Irakerin erwartet ihr siebtes Kind, kommt aber einfach nicht zur Ruhe. Keine Nacht kann sie schlafen. Die Familie wohnt mit sechs Kindern und den Eltern auf vielleicht 30 bis 35 Quadratmetern Wohnfläche. Ständig ist Krach. Ihr jüngstes Kind ist sechs, das älteste elf Jahre alt.

„Ich bräuchte mehr Freiraum.“

Auch für die Kinder. Wir hocken hier so sehr aufeinander, sagt sie dem WDR-Reporter. Gastfreundschaft wird großgeschrieben im Irak. Auch, wenn das Geld überaus knapp ist, werden dem Gast Speisen und Getränke angeboten.

Stadt zahlt 200 Euro Miete pro Quadratmeter

Angeblich, so sagt es die Stadt, hat die Wohnung nach ihren Unterlagen mehr als 50 Quadratmeter. Etwas mehr als 30 Quadratmeter messen Flüchtlingshelfer, die die Familie unterstützen. Platz fehlt überall. Die Abstellkammer ist genauso voll geräumt wie die Schränke. Was dort nicht reinpasst, hängt an den Stockbetten. Für dieses Angebot zahlt die Stadt nach dem WDR vorliegenden Dokumenten 28 Euro pro Tag und Person. Das ergibt eine Monatsmiete von 6.720 Euro.

Zum Vergleich: Auf der Homepage des Anbieters werden die Appartements im Kölner Boarding Home Kunden offiziell für 950 Euro im Monat angeboten.

„Im Preis inbegriffen ist die Pflege der Zimmer mit reichlich Handtüchern und Wäsche und W-Lan“,

heißt es dort.

Stadt Köln: „Wir haben genommen, was wir kriegen konnten“

Flüchtlingsunterkunft in Köln

Die Unterkunft gilt als Hotel beziehungsweise Beherbergungsbetrieb. Daher die Tagessätze, erklärt Josef Ludwig, Leiter des Amtes für Wohnungswesen der Stadt Köln. Es gibt aber weder Zimmerservice, noch Portier, noch irgendetwas, das an Beherbergung erinnert. Nur der Preis.

1,5 Millionen Euro Miete für 157 Menschen

Josef Ludwig schildert, dass in diesem Boardinghaus in der Kölner Südstadt derzeit 157 Menschen leben. Die Stadt zahle rund 1,5 Millionen Euro Miete jährlich, sagt Ludwig, rund 4.200 Euro täglich. Während der Flüchtlingswelle habe die Stadt genommen, was zu bekommen war. Mit dem Boardinghaus läuft der Vertrag noch bis 2020.

Mit dem siebten Kind steigt die Miete weiter

Die Familie Qaidi hat keine Ahnung, welche Mietkosten sie verursacht. Sie möchte endlich in menschenwürdigen Verhältnissen leben. In drei Monaten kommt das siebte Kind der Qaidis auf die Welt. Dann muss die Stadt noch mehr an den Vermieter überweisen. Das Zimmer aber wird nicht größer.

Quelle: wdr

Apr 08

FPÖ streicht Asylwerber nach Tat Grundversorgung – Polizisten attackiert

Ein Polizist wurde bei dem Angriff verletzt. (Bild: Archiv/Symbolbild)

Ein irakischer Asylwerber (32) hatte in der Nacht auf Donnerstag in Rosenburg (Horn) einen Polizisten angegriffen und verletzt. Für die FPÖ ist das Maß voll.

FPÖ-Sicherheitslandesrat Gottfried Waldhäusl zieht nach der Attacke des Irakers auf die heimische Exekutive Konsequenzen. „Ich habe die zuständige Abteilung angewiesen, ihm die Grundversorgung zu streichen“, so Waldhäusl. Gleichzeitig kündigt er an, dass der mutmaßliche Täter von der Privatunterkunft in einen kontrollierten Vollzug übersiedelt und das Verfahren zur Aberkennung der Asylberechtigung beschleunigt wird.

„Nachdem die Justiz auch beim diesem Vorfall nur mit einer Anzeige auf freiem Fuß reagieren konnte“, drängt Gottfried Waldhäusl darauf, „dass die gesetzliche Handhabe zum Schutz unserer Landsleute rasch verbessert werden muss“. Das „Wegsperren solcher Menschen“ sei für ihn „die einzige Möglichkeit, um unsere Landsleute zu schützen.“

Nicht die erste Konsequenz

Wie berichtet wurde die Polizei nach Randalen zu einer Wohnung in Rosenburg gerufen. Als die Beamten von Ali A. den Ausweis verlangten, schimpfte er auf die „Scheiß Polizei“, zeigte sich aggressiv, spuckte die Polizisten an. Bei der Festnahme wehrte er sich so heftig, dass ein Polizist verletzt wurde. Folge: Anzeige auf freiem Fuß wegen schwerer Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsanwalt und Sachbeschädigung.

Waldhäusl ist für solche Streichungen bekannt. Erst kürzlich ließ er wissen, dass die beiden Asylwerber aus dem Tullner Vergewaltigungsprozess keine Leistungen aus der niederösterreichischen Grundversorgung bekommen. Die beiden Flüchtlinge waren wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen angeklagt. Sie wurden im Zweifel freigesprochen.

Quelle: heute.at

Apr 08

Maas pocht auf Nachzug für 1000 Flüchtlinge

Maas mahnt beim Familiennachzug Einhaltung des Koalitionsvertrags an.
(Foto: dpa)

Zwischen Union und SPD herrscht Uneinigkeit über die Regelung zum Familiennachzug für Flüchtlinge. Außenminister Maas beharrt beim Besuch in Jordanien darauf, das Kontingent von 1000 Flüchtlingen pro Monat auszuschöpfen – das allerdings will die CSU nicht.

Außenminister Heiko Maas hat die Union davor gewarnt, von dem vereinbarten Kompromiss zum Familiennachzug von Flüchtlingen abzurücken. Bei seinem Jordanien-Besuch pochte der SPD-Politiker mit Blick auf den von CSU-Innenminister Horst Seehofer vorgelegten Gesetzentwurf darauf, das beschlossene Kontingent von 1000 Flüchtlingen pro Monat auszuschöpfen.

„Wir werden ganz sicherlich keinen Entwürfen zustimmen, von denen wir der Auffassung sind, dass sie in erster Linie gedacht sind, das Kontingent eher zu verringern“, sagte er. Zudem werde die SPD keine Regelung mittragen, die für die Bearbeiter von Anträgen in den deutschen Botschaften vor Ort nicht praktikabel seien. Maas besuchte in Amman die Visastelle der Botschaft, die im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Anträge auf Einreise nach Deutschland bearbeitet hat – viele davon auf Familiennachzug.

Er wolle sich ein Bild vom Ablauf der Bearbeitung von Anträgen machen, sagte Maas. „Denn es nützt nichts im fernen Berlin schöne Gesetze zu schreiben, die vor Ort dann nicht mehr praktizierbar sind.“ Darauf werde man den vorliegenden Gesetzentwurf prüfen. Maas besuchte am Nachmittag auch das zweitgrößte Flüchtlingscamp in Jordanien mit 37.000 Bewohnern in Al-Asrak. Der Hilfsorganisation Care sagte er 1,5 Millionen Euro zusätzliche Hilfe zu.

CSU will Zuwanderung senken

Seehofers Entwurf soll den Familiennachzug für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus ab August regeln. Diese Gruppe kann derzeit praktisch keine Angehörigen nachholen. Union und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, maximal 1000 Familienangehörigen pro Monat den Nachzug zu erlauben. Die Zuwanderung soll jährlich eine Spanne von 180.000 bis 220.000 Menschen nicht übersteigen.

„Der Koalitionsvertrag definiert beim Familiennachzug eine Obergrenze für Einzelfälle ausschließlich aus humanitären Gründen. Wer jetzt danach ruft, das Kontingent zwingend auszuschöpfen, versucht eine humanitäre Sonderregelung für mehr Zuwanderung in unsere Sozialsysteme zu missbrauchen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. „Die Botschaft des Koalitionsvertrags ist klar: Wir wollen weniger, nicht mehr Zuwanderung.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Harbarth, forderte Vorrang für integrationswillige Flüchtlinge beim Familiennachzug. „Wer sich anstrengt und fleißig ist, wer Deutsch lernt und seinen Lebensunterhalt durch Arbeit sichert, muss beim Nachzug seiner Familien deutlich besser gestellt werden als der, der das nicht tut“, sagte der CDU-Politiker der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Flüchtlingsorganisationen und Sozialverbände kündigten Widerstand gegen Seehofers Pläne an. Der Paritätische Wohlfahrtsverband bezeichnete den Gesetzentwurf aus dem Innenministerium als „Gipfel der Inhumanität“. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider klagte, mit derart hohen Hürden werde der Familiennachzug nahezu abgeschafft.

Quelle: ntv

Apr 07

Zwangsehe nach islamischem Recht: So schlimm war das Leben mit einem Mörder

Das kleine hilflose Mädchen wurde vom eigenen Vater fast enthauptet.

Hamburg – Antidepressivum, Antipsychotikum, Schlaf- und Beruhigungsmittel – die Liste der Medikamente, die die Mutter seit dem Tag einnimmt, an dem ihre kleine Tochter bestialisch ermordet wurde, ist lang.

Die 33-Jährige wirkt gefasst, berichtet vor dem Hamburger Landgericht am Freitag differenziert und sachlich von dem Zusammenleben mit ihrem ehemaligen Lebensgefährten, der sich nun wegen Mordes und fünf weiterer Straftaten verantworten muss.

Um ihr ein Zusammentreffen mit dem mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter zu ersparen, wird sie im Prozess per Video-Schaltung vernommen. Der 34 Jahre alte Pakistaner soll das kleine Mädchen am 23. Oktober vergangenen Jahres im Stadtteil Neugraben-Fischbek mit einem Messer fast enthauptet haben (TAG24 berichtete). Der Angeklagte, ein untersetzter Mann mit kurzen schwarzen Haaren und gekleidet in eine knallblaue Daunenjacke, nimmt die Aussagen seiner ehemaligen Lebensgefährtin zunächst regungslos entgegen.

Rückblende: Das Paar heiratet 2014 nach islamischen Recht. Es ist eine arrangierte Ehe, vorher haben sich beide lediglich ein einziges Mal gesehen. „Meine Familie hat mir nahegelegt, ihn zu heiraten. Ich wollte es nicht“, schildert die junge Frau mit den langen schwarzen Haaren. Schließlich habe sie aber doch ihre Zustimmung gegeben. „Am Anfang war alles gut und ich war sehr glücklich mit ihm“, berichtet sie.

Kurz nachdem die Frau schwanger wird, verändert sich der Mann

Der Mann muss sich seit dieser Woche vor dem Gericht in Hamburg verantworten.
Der Mann muss sich seit dieser Woche vor dem Gericht in Hamburg verantworten.

Kurz nachdem sie schwanger geworden sei, habe er sich jedoch verändert, angefangen sie zu beleidigen, sei „mal böse, mal nett“ gewesen. Körperliche Gewalt habe er zunächst nur gegen ihren Sohn gerichtet, den die Frau mit in die Beziehung gebracht hatte.

Er habe dem Jungen, der zum Zeitpunkt als seine Schwester starb fünf Jahre alt war, grundlos „sehr wuchtige Ohrfeigen“ gegeben, ihm verboten zu spielen. „Am liebsten wollte er, dass der Junge den ganzen Tag auf der Couch sitzt und nichts macht“, berichtet sie.

Als die gemeinsame Tochter zur Welt kommt, seien die Wutausbrüche zunächst weniger geworden. „Er hat sie sehr, sehr geliebt“, sagt die ganz in schwarz gekleidete Frau aus.

Als das Mädchen sechs Monate alt ist, zieht der Angeklagte von Darmstadt, wo er zuvor noch in einer Asylunterkunft gelebt hat, zu seiner Familie nach Hamburg. Kurz darauf sei er auch seiner Frau gegenüber gewalttätig geworden. „Man wusste nie, wann seine Laune umschlägt“, erzählt sie.

Einmal habe er sie so stark gegen den Rücken geschlagen, dass sie „eine Woche lang Schmerzen hatte“, berichtet die 33-Jährige. Ein anderes Mal „drückte er mir etwa eine Minute meinen Hals zu“, fährt sie fort. „Ich bekam keine Luft mehr und konnte nicht mehr sprechen“. Nur weil sie ihm versöhnliche Handzeichen gegeben habe, hätte er schließlich von ihr abgelassen. „Ich weinte, als ich mich im Spiegel sah. Ich war ganz blau ins Gesicht“.

Bereits bevor er seiner Tochter die Kehle durchtrennt, droht er mit dem Tod

In diesem Haus brachte der Vater seine Tochter um.
In diesem Haus brachte der Vater seine Tochter um.

Einen Monat später sei es zu einer erneuten Bedrohung gekommen und sie habe schließlich bei der Polizei Anzeige erstattet. Das Jugendamt sei zuvor schon von einem Kinderarzt hinzugezogen worden, dem sich die Frau anvertraut hatte. Nach einer weiteren Auseinandersetzung mit der Zeugin habe der Angeklagte dem kleinen Mädchen ein Messer an den Hals gehalten und gedroht, sie umzubringen.

Kurz darauf habe er jedoch von ihr abgelassen und beteuert, dass es sich lediglich um einen Scherz gehandelt habe, berichtet die Mutter. Sie habe ihm geglaubt, schließlich habe er sie vorher „weder geschlagen noch bedroht“. Die junge Frau habe das Jugendamt gebeten, der Ausländerbehörde von den Übergriffen zu berichten und dadurch seine Abschiebung zu erwirken.

Als die Mutter schließlich vom Tattag berichtet, wird ihre Stimme immer leiser. Ihr Lebensgefährte habe einen Termin bei seinem Anwalt gehabt, der ihm ein Schreiben der Ausländerbehörde vorlegte, in dem die Übergriffe aufgeführt gewesen seien. Der Angeklagte sei sehr aufgebracht gewesen, berichtet die Zeugin. Er habe ihr gesagt, sie solle sich entscheiden: entweder ziehe sie die Anzeige gegen ihn zurück oder sie händige ihm die Tochter aus und er gehe freiwillig mit dem Mädchen nach Pakistan zurück. „Er drohte, dass er uns beide umbringt“, berichtet die Frau. Da er ihr die Tochter nicht geben wollte, habe sie die Wohnung allein verlassen, sei zunächst zu ihren Eltern und dann mit ihrem Bruder zur Polizei gegangen.

Die Beamten hätten sie daraufhin zu der gemeinsamen Wohnung begleitet, sie habe draußen warten müssen. „Aus der Wohnung habe ich einen Schrei gehört. Die Polizei sagte mir, dass er mein Kind getötet hat“, sagt sie stockend. Daraufhin sei sie zusammengebrochen. Als die junge Frau dies erzählt, bricht er Angeklagte in Tränen aus und schluchzt lauthals, der Prozess muss für kurze Zeit unterbrochen werden.

Auf die Frage des Vorsitzenden Richters, wie es ihr heute gehe, antwortet die Mutter: „Sie können mir meine Tochter nicht zurückgeben.“ Und nach einer kurzen Pause fährt sie fort: „Ohne Medikamente kann ich nicht einschlafen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Am kommenden Prozesstag, den 9. April (13 Uhr), sollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung der Mutter weitere Fragen stellen können.

Fotos: DPA

Quelle:Tag24

Apr 07

Jugendlicher verschanzt sich mit Messer in Asyl-Heim

Die Polizei konnte den Jugendlichen schließlich zum Aufgeben bewegen.

Regensburg – Ein mit einem Messer bewaffneter Jugendlicher hat sich am Freitag in einer Regensburger Flüchtlingsunterkunft verschanzt.

Die von beunruhigten Anwohnern alarmierten Polizeibeamten hätten daraufhin die benachbarten Zimmer de Wohnheims geräumt und versucht, mit dem jungen Ausländer Kontakt aufzunehmen, sagte ein Sprecher.

Diesen habe der Jugendliche mehrfach verweigert. Erst Kripo-Spezialisten sei es gelungen, den jungen Mann dazu zu bewegen, die Tür zu öffnen und aufzugeben. Beamte hätten den Jugendlichen schließlich in Gewahrsam genommen und in eine Klinik gebracht. Bei der Aktion sei niemand verletzt worden, betonte die Polizei in einer Mitteilung.

Warum sich der junge Mann verschanzt hatte, war zunächst ebenso unklar wie seine genaue Identität. Sicher sei nur, dass es sich um einen russisch-sprachigen Bewohner der Unterkunft handelt und er aus einem Land der früheren Sowjetunion stammt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Quelle: Tag24

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Close