Apr 04

Noch mehr Terroristen auf dem Weg nach Europa?

Mitarbeiter der Hilfsinitiative SOS Mediterranee werfen Flüchtlingen im Januar 2018 im Mittelmeer Rettungswesten zu.

Rom – Kommen mit einer neuen Flüchtlingswelle weitere gewaltbereite Kämpfer nach Europa? Davor warnte Italiens Innenminister Marco Minniti (61) am Sonntag in einem Interview mit der Tageszeitung „Il Giornale“.

Die Terroristen vom so genannten Islamischen Staat (IS) würden sich unter die Flüchtlinge mischen und mit dieser „Tarnung“ unter anderem auf Booten nach Europa kommen. Die Bedrohung sei laut Minniti real.

Wie außerdem die Nachrichten-Plattform „Interia Fakty“ berichtet, glaube Minniti, dass sich die Situation an der Front des IS verändert habe. Viele Kämpfer sollen dem IS regelrecht davon laufen. Doch dafür würden sich dem IS mehr kampfbereite Ausländer anschließen. Dazu zählten derzeit auch knapp 120 Italiener.

Deshalb sei wichtig, auf künftige Flüchtlingswellen besser vorbereitet zu sein und die Schleuser-Kriminalität zu bekämpfen. Außerdem müsse die Liste namentlich bekannter IS-Kämpfer ständig auf dem aktuellen Stand sein.

„Das Risiko ist und bleibt hoch“, zitiert „Interia“ den Innenminister. Er versichere seinen Landsleuten, dass „vermeintliche Dschihadisten, die in Italien leben, überwacht werden“.

Fotos: Laurin Schmid/SOS Mediterranee/dpa

Quelle: Tag24

Apr 04

24-Jähriger betatscht Frauen am Po: Als die Polizei kommt, stellt er sich einfach tot

Am Münchner Hauptbahnhof hatte es die Polizei mit einem 24-jährigen Eritreer zu tun. (Symbolbild)

Muenchen – Die Bundespolizei München hatte zu Ostern in Zügen und rund um den Münchner Hauptbahnhof alle Hände voll zu tun. Ein 24 Jahre alter Mann aus Eritreer begrapschte am Bahnhof in der Nacht zum Ostersonntag zwei Frauen am Po.

Zwei Augenzeugen beobachteten den Gesäßzwicker bei seinem Werk und informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die den 24-Jährigen baten, den Hauptbahnhof zu verlassen. Dieser dachte allerdings nicht daran und beleidigte die Bahnangestellten.

Am Taxistand Arnulfstraße setzte der Grapscher noch einen drauf. Er legte sich einfach auf den Boden und stellte sich scheinbar tot.

Als Bundespolizisten eintrafen und ihm aufhelfen wollten, attackierte er die Beamten mit Fäusten und Tritten.

Er wurde in Gewahrsam genommen, pöbelte jedoch munter weiter gegen die Polizei. In Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme für den Mann angeordnet.

Zudem erhielt er Hausverbot am Münchner Hauptbahnhof. Gegen ihn wird außerdem wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Fotos: DPA (Bildmontage)

Quelle: Tag24

Apr 04

Brandanschlag auf Moschee: Tatverdächtige kamen als Flüchtlinge nach Deutschland

Nach dem Anschlag waren die Rußspuren noch deutlich zu sehen.

Ulm – Die nach einem Brandanschlag auf eine türkische Moschee in Ulm verhafteten vier Syrer sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Das habe sich im Zuge der Ermittlungen bestätigt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Jan Holzner, am Dienstag. Einer der Beschuldigten habe die Tat bereits in der vergangene Woche eingeräumt. Von den anderen drei Verdächtigen gab es bislang keine Geständnisse.

Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung dauerten weiter an, sagte Holzner. Aufgrund des Verdachts auf ein politisches Motiv werden die Ermittlungen von der dafür zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt.

Zwei der Syrer sind 18, die beiden anderen 24 und 27 Jahre alt. Die Männer aus Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und den Landkreisen Ravensburg und Neu-Ulm (Bayern) waren am Mittwoch vor Ostern festgenommen worden. Ein Richter erließ Haftbefehle.

Zu der Annahme, dass die Brandstiftung aus Rache für das militärische Vorgehen der Türkei gegen Kurden im syrischen Afrin verübt wurde, wollten sich die Ermittler bisher nicht äußern.

Laut Polizei traf in der Nacht zum 19. März eine Brandflasche ein Fenster im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Hauses, in dem sich die Räume der türkischen Moschee befinden. Zur Tatzeit hielten sich demnach acht Menschen in dem Gebäude auf. Mehrere nicht genutzte Brandsätze waren am Tatort gefunden worden.

Fotos: DPA

Apr 03

Frau sieht merkwürdigen Mann, der sie plötzlich begrapscht

Die Kasseler Polizei fahndet nun nach dem bislang unbekannten mutmaßlichen Grapscher (Symbolbild).

Kassel – Sie wollte nur seelenruhig eine Ampel überqueren, doch plötzlich wurde eine 22-jährige Frau dreist von einem entgegenkommenden Passanten begrapscht. Die Kasseler Kriminalpolizei sucht nun mit Hochdruck nach dem mutmaßlichen Sittenstrolch.

Wie ein Sprecher der Polizei erst am Dienstag bekannt gab, ereignete sich der unsittliche Vorfall bereits am Gründonnerstag (29. März) an einer Ampelanlage an der Sternkreuzung. Laut Aussagen der jungen Dame aus Niestetal, sei der Übeltäter auffällig gekleidet gewesen und ihr bereits auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehend merkwürdig vorgekommen.

Als sie sich dann am Morgen gegen 8.30 Uhr entgegen kamen, betatschte der etwa 25 bis 30 Jahre alte Mann sie im Bereich des Oberkörpers, wie der Polizeisprecher weiter berichtete. Völlig unbeirrt ließ er sein Opfer daraufhin zurück und setzte seinen Weg in Richtung Holländische Straße fort.

Die 22-Jährige beschrieb den mutmaßlichen Täter als zirka 1,65 Meter groß, schlank und mit arabischem Äußeren. Er trug volles, schwarzes Haar und einen Vollbart. Gekleidet war er mit einem schwarz-grauen Schal, den er sich über den Kopf gebunden hatte sowie eine khakifarbene Übergangsjacke, ausgewaschene Jeans und ein Oberteil in Camouflage-Optik.

Hinweise, die zur Ergreifung des Grapschers führen, nehmen die Ermittler der Kasseler Polizei unter der Rufnummer 0561/9100 entgegen

Quelle: Tag24

Apr 03

Mitten in der City! Eritreer von Landsmann erstochen

Zeugen alarmierten die Polizei (Symbolfoto).

Wetzlar – In der Innenstadt von Wetzlar ist am Samstag ein 44-jähriger Mann nach einem Streit mit einem jüngeren Mann mit mehreren Messerstichen getötet worden.

Der lebensgefährlich Verletzte wurde noch ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden, wie die Polizei mitteilte.

Der mutmaßliche 30-jährige Täter wurde festgenommen, nachdem Zeugen die Polizei alarmiert hatten.

Opfer und mutmaßlicher Täter sind eritreische Staatsbürger. Tatablauf und mögliche Motive sind noch nicht bekannt.

Staatsanwaltschaft und Polizei haben weitere Zeugen des Streits am Samstagmittag aufgerufen, sich zu melden: „Wer hat die Auseinandersetzung heute Mittag in der Moritz-Hensoldt-Straße beobachtet? Wer hat sonst in diesem Zusammenhang Beobachtungen gemacht?“

Zeugen sollen sich unter Tel.: (06441) 9180 mit der Wetzlarer Polizei in Verbindung setzen.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Apr 03

17-Jährige in Holzminden überfallen und bedrängt – Polizei veröffentlicht Phantombild

Wer kennt diesen Mann? Die Polizei Holzminden bittet um Hinweise. | © Polizei Holzminden

Holzminden. Am Dienstag, 19. Dezember, gegen 20.15 Uhr wurde an der Straße „Bleiche“ in Holzminden eine 17-Jährige von einem unbekannten Mann überfallen und bedrängt. Nun liegt der Polizei eine Phantomzeichnung des mutmaßlichen Täters vor und geht damit an die Öffentlichkeit.

Die Schülerin war am genannten Abend auf dem Heimweg vom Holzmindener Weihnachtsmarkt. Zunächst war sie in Begleitung eines Bekannten. Später setzte sie allein ihren Weg nach Hause fort. Dazu benutzte sie die Straße „Bleiche“.

Hier wurde sie plötzlich und überfallartig von einem unbekannten Mann angegriffen, berichtet die Polizei. Der Unbekannte packte die Schülerin am Arm und drückte sie an ein geparktes Fahrzeug. Um nicht nach Hilfe rufen zu können, presste der Täter eine Hand an Mund und Hals des Opfers.

Fahndung am selben Abend war erfolglos

Geistesgegenwärtig zog die 17-Jährige ihr Bein hoch und rammte ihr Knie zwischen die Beine des Täters. Der sich dann zusammenkauernde Mann ließ von der Schülerin ab, so dass sie flüchten konnte. Sie lief nach Hause, von wo aus der Vater die Polizei verständigte.

Eine Fahndung verlief an dem Abend erfolglos.

Neben der jetzt vorliegenden Phantomzeichnung eines LKA-Zeichners, deren Veröffentlichung vom Amtsgericht Hildesheim angeordnet wurde, gibt es ergänzend noch folgende Täterbeschreibung:

Der Mann war etwa 20 Jahre alt und kleiner als 1,75 Meter. Er hatte einen Drei-Tage-Bart und dunkle, kurze Haare. Er war leicht dunkelhäutig und hatte insgesamt ein südländisches Erscheinungsbild. Er war zur Tatzeit mit einer blau-schwarzen Winterjacke und einer Jeans-Hose bekleidet. Der Täter sprach kein Deutsch. Er nuschelte unverständliche Worte und wirkte aufgeregt.

Die Ermittler der Polizei Holzminden suchen nicht nur Zeugen vom Tatabend, sondern fragen zusammen mit der Veröffentlichung der Zeichnung die Bevölkerung: Wer kennt den auf der Phantomskizze abgebildeten Mann? Hinweise bitte unter Tel. (0 55 31) 95 80 an das Polizeikommissariat Holzminden.

Quelle: nw

Apr 03

Gehört das Messer noch zu Deutschland?

Hans Zippert, Quelle: Katrin Binner

Als Verteidigung gegen wilde Tiere ist es überflüssig. Bis die ersten Wolfsrudel im Prenzlauer Berg oder in Ottensen auftauchen, wird es noch Jahrzehnte dauern.

Deutschland ist das Land der Dichter, Denker und Messerstecher. Es vergeht kein Tag, ohne eine Nachricht über ein Verbrechen, an dem ein Messer beteiligt war. Die Polizeigewerkschaft fordert höhere Strafen und die Bürger fragen sich, gehört das Messer eigentlich noch zu Deutschland?

Müssen Messer waffenscheinpflichtig werden oder sollte man Messer vollständig verbieten? Angeblich greifen junge Männer mit Migrationshintergrund bevorzugt zum Messer, möglicherweise in Ermangelung eines Krummsäbels.

Das Essen ist weich, wir brauchen kein Messer

Sollten Messer also nur noch an alte weiße Männer verkauft werden? Eigentlich muss niemand in der Stadt mit einem Messer herumlaufen. Die angebotenen Speisen-to-go sind so weich, dass sich ein Messer erübrigt, im Restaurant könnte man die Messer anketten.

Als Verteidigung gegen wilde Tiere ist es überflüssig. Bis die ersten Wolfsrudel im Prenzlauer Berg oder in Ottensen auftauchen, wird es noch Jahrzehnte dauern. Und die Kampfhunde auf den Straßen werden immer kleiner und könnten zur Not mit einem gezielten Fußtritt zerquetscht werden.

Quelle: Welt

Apr 03

Randalierender Arabermob attackiert und bespuckt Polizei mitten in Wiesbaden

Muslimischer Armutsflüchtling spuckt einfach Frauen an (Situation als Symbolbild verwendet)

Total daneben verhielt sich am Wiesbadener Kochbrunnenplatz ein Mob an Armutsflüchtlingen, dann gingen sie auf die Polizei los und bespuckten diese sogar

Zu massivem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte kam es in Wiesbaden, Kochbrunnenplatz Zeit: 24.03.2018, 00.40 Uhr In den frühen Morgenstunden des 24.03.2018 führte die Stadtpolizei eine Kontrolle von mehreren Personen am Kochbrunnenplatz in Wiesbaden durch. Da einige der Personen auf dem Kochbrunnen herumkletterten wurden sie aufgefordert dieses zu unterlassen. Der Großteil der Gruppe, bis auf zwei, verließ nach der Kontrolle die Örtlichkeit.

Die Araber klettertern einfach auf dem Stadtbrunnen herum – kein Respekt vor Kultur und Sachgegenständen

Die zwei zurückgebliebenen, stark alkoholisierten, Personen grölten laut auf dem Kochbrunnenplatz herum. Eine der beiden männlichen Personen ging dann auf die Mitarbeiter der Stadtpolizei zu und rempelte eine Mitarbeiterin an. Hierbei fiel die Person selbst zu Boden.

Laut truth24 Informationen attackierte ein Iraker die Polizistin bis sie zu Boden ging und bespuckte sie dann noch

Obwohl die Mitarbeiter der Stadtpolizei der Person aufhelfen wollten verhielt diese sich der Stadtpolizei gegenüber aggressiv, schlug nach diesen und spuckte in deren Richtung. Daraufhin wurde die Landespolizei hinzugezogen, welche die Person zu 1. Polizeirevier zwecks Identitätsfeststellung und Blutentnahme verbrachten. Tatverdächtig ist laut Angaben der Polizei gegenüber unserer Redaktion vor allem ein Irakischer Staatsbürger, dieser soll auch gespuckt haben. Auf Grund der Alkoholisierung musste die Person im Anschluss an die Maßnahmen dem Polizeigewahrsam zugeführt werden.

Quelle: Truth24.net

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Apr 02

Zwei Tiermörder schlachteten Ziege Lilly: „Wir hatten einfach Hunger“

Ein letztes Foto: Angora-Ziege Lilly (rechts) wurde die Kehle durchgeschnitten, ein Bein abgetrennt. Schaf Emma (li.) lebt jetzt allein im Gehege
Foto: Timo Beurich

Berlin – Sie war im Streichelzoo Berlin-Neukölln der Liebling der Kinder: Lilly (3), eine trächtige Angoraziege mit weißen Locken. Ausgerechnet die wurden ihr zum Verhängnis. Denn die Einbrecher, die sie am 18. Februar töteten, hatten sie glatt mit einem Schaf verwechselt, ihr die Kehle durchgeschnitten und ein Bein abgetrennt.

Die Killer saßen am Mittwoch vor dem Amtsgericht: Nicusor-Razvan V. (29) und Mihaiti-Iulian B. (29), zwei Rumänen ohne festen Wohnsitz in Berlin. Der Hauptvorwurf: Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund.

„Es ist richtig, was in der Anklage steht“, sagten sie.Dass das ein Zoo war, hätten sie nicht gewusst. „Wir hielten es für einen Bauernhof.“ Mit Bauernhöfen kannten sie sich aus. Als Kinder haben sie ihren Eltern auf dem Land geholfen.

Die beiden Angeklagten waren gestern im Amtsgericht geständig

Die beiden Angeklagten am Mittwoch im Amtsgericht Foto: Olaf Wagner

Anfang 2018 sind sie beide nach Berlin gekommen: „Doch das wenige Geld, das wir als Bauhelfer bekamen, ging für Miete drauf. Wir hatten schon mit Bier versucht, den Hunger zu betäuben.“ Bis sie im Park die Schafe entdeckt hätten. „Wir wollten kein ganzes Tier, nur ein Bein.“ Leiden habe Lilly nicht müssen: „Wir wissen, wie man ohne Leiden tötet.“

Zoopfleger André F. (31): „Lillys Tod war ein Schock für uns. Wir wollten mit ihr eine Zucht aufbauen.“

Quelle: BILD

Apr 02

„Meine Frau ist tot, weil die Behörden versagt haben“ Witwer über Mord im Tiergarten

Berlin – Auf dem Heimweg von einem Treffen mit Freundinnen begegnete Susanne Fontaine (60) am späten Abend des 5. September 2017 ihrem Killer. Passanten fanden die tote Frau Tage später in einem Gebüsch des Berliner Tiergarten. Jetzt, knapp sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod, steht der mutmaßliche Mörder Ilyas A. (18) seit Mittwochmorgen vor dem Landgericht. Zum Auftakt verweigerte er die Aussage.

Der Angeklagte Ilyas A. (18) saß hinter Panzerglas, versteckte am Mittwoch zum Prozessauftakt sein Gesicht hinter einem Ordner. Seinen Bart trägt er jetzt abrasiert
Foto: dpa

Ein Bild, Blumen und eine Kerze erinnern an der Fundstelle an Susanne Fontaine

Ein Bild, Blumen und eine Kerze erinnern an der Fundstelle im Berliner Tiergarten an Susanne Fontaine Foto: Fabian Matzerath

Der abgelehnte Asylbewerber aus Tschetschenien soll die Kunsthistorikerin auf ihrem Heimweg attackiert, erwürgt und ausgeraubt haben. Der 18-Jährige ohne festen Wohnsitz in Deutschland soll mit dem Handy seines Opfers und mindestens zwei Euro geflohen sein.

►Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus Habgier und Verdeckungsabsicht.

Knapp sieben Monate nach dem Mord an Susanne Fontaine (60) begann am Mittwoch der Prozess in Berlin

Knapp sieben Monate nach dem Mord an Susanne Fontaine (60) beginnt am Mittwochmorgen der Prozess in Berlin Foto: Berliner Morgenpost/Massimo Roda

Der Ehemann des Opfers, Klaus Rasch, ist im Prozess Nebenkläger. Er betrat am Mittwochmorgen schweigend den Gerichtssaal. Im BILD-Gespräch in der Prozesspause sagte Rasch, dass vieles für die Schuld des Angeklagten spreche, er ihn aber nicht „per se als Schuldigen bezeichnen“ würde. 

Der Witwer sagte mit zittriger Stimme: „Ich bin mit dem Gefühl und der Erwartung in diesen Prozess gegangen, endlich die Wahrheit zu erfahren“. Er habe sich gewünscht, eine Regung beim Angeklagten erkennen zu können. Aber: „Ich hatte eher den Eindruck, dass ihm der ganze Prozess nicht sonderlich nahe geht“. Auch auf die BILD-Reporter wirkte der Angeklagte ruhig und entspannt.

Trotz der permanenten Versuche des Witwers hätte der 18-Jährige ihm nicht in die Augen gesehen.

Witwer Klaus-Dieter Rasch (66) an der Stelle, wo seine geliebte Frau tot aufgefunden wurde

Witwer Klaus-Dieter Rasch (67) an der Stelle, wo seine geliebte Frau tot aufgefunden wurde Foto: Fabian Matzerath

Karte/Map: Schloss-Herrin verschwindet im Berliner Tiergarten auf dem Weg vom Schleusenkrug zum Hardenbergplatz – BILD Infografik

Die Tat im Berliner Tiergarten

Susanne Fontaine war am 5. September 2017 nach einem Treffen mit Freundinnen im Lokal „Schleusenkrug“ allein zu Fuß Richtung Bahnhof Zoo aufgebrochen. Nur rund 50 Meter vom Bahnhof entfernt, schlich sich ein Mann an sie heran. Es soll sich um Ilyas A. handeln. Mehrfach einschlägig vorbestraft. Und illegal in Deutschland.

Ab Mittwoch muss sich Ilyas A. vor dem Berliner Landgericht verantworten

Der Tschetschene Ilyas A. (18) soll Susanne Fontaine aus Habgier ermordet haben Foto: Privat

►Laut Anklage packte der mutmaßliche Mörder die 60-Jährige unvermittelt von hinten, stieß sie nieder. Dann soll er ihren Kopf genommen und ihn mehrfach auf den gepflasterten Boden geschlagen haben. Laut Staatsanwaltschaft hockte er dabei auf dem Rücken der 1,63 Meter großen Frau. Susanne Fontaines Rippen brachen.

Zeugen wollen Schreie gehört haben. Sie waren sich aber nicht sicher, ob diese vielleicht von Tieren aus dem nahen Zoo stammten – und unternahmen nichts.

Kunsthistorikerin Susanne Fontaine kam gerade von einem Treffen mit Freundinnen, als sie ihrem Mörder begegnete

Die Kunsthistorikerin kam gerade von einem Treffen mit Freundinnen, als sie ihrem Mörder begegnete Foto: Christin Wahl

Anschließend soll der Killer sein Opfer in den Schwitzkasten genommen haben, Susanne Fontaine erstickte dabei qualvoll.

Ilyas A., 1,70 Meter groß und Kampfsportler, soll die leblose Frau dann ins Unterholz gezogen haben. Etwa sechs Meter vom Weg entfernt, unter einem großen Busch, wurde Susanne Fontaines Leiche zweieinhalb Tage später von zwei Passanten gefunden.

An ihrer rechten Hand trug Susanne Fontaine den Ehering

An ihrer rechten Hand trug Susanne Fontaine den Ehering und einen Schmuckring – anhand der Ringe konnte ihr Mann seine tote Frau sofort identifizieren Foto: Polizei

Kriminaltechniker suchten nach dem Fund der Leiche stundenlang nach Spuren

Kriminaltechniker suchten nach dem Fund der Leiche im September stundenlang nach Spuren Foto: Timo Beurich

Verteidigungslinie: Leiche gefunden und durchsucht

Aus einer zu Prozessbeginn am Mittwoch verlesenen früheren Stellungnahme des 18-Jährigen ging hervor, dass er die Vorwürfe bestritten hatte. Er habe den Leichnam der Frau gefunden, nach Wertsachen durchsucht und das Handy der Toten sowie etwas Kleingeld an sich genommen, hatte der Angeklagte vor drei Wochen bei einem Haftprüfungstermin am 7. März erklärt.

In der Erklärung damals hieß es weiter, er sei zur Tatzeit in einem Internetcafé gewesen und habe erhebliche Mengen Alkohol konsumiert. Am frühen Morgen nach 5 Uhr habe er den Tiergarten durchquert und in einem Gebüsch einen Körper entdeckt. Als ihm klar geworden sei, dass es sich um eine Leiche handelte, habe er „Panik” bekommen. Später habe er aus Angst, mit der Toten in Verbindung gebracht zu werden, Berlin verlassen.

Der Schwager des Angeklagten sagte hingegen in BILD, A. hätte zugegeben, die Frau angegriffen zu haben, er habe sie aber nicht getötet. 

A. war eine Woche nach dem Verbrechen in Polen in der Nähe von Warschau festgenommen worden. Auf die Schliche kamen die Fahnder dem Tschetschenen, weil sie Susanne Fontaines Handy nach der Tat in einer der polnischen Stadt Pruszkow orten konnten. Ilyas A. war dort in der Wohnung seiner Schwester Fatima (21) zu Gast.

Außerdem wurde eine DNA-Spur vom linken Handrücken und einem Finger der Ermordeten eindeutig Ilyas A. zugeordnet.

Das Handy von Susanne Fontaine, ein französiches Fabrikat, hat Ilyas A. auf Russisch umgestellt

Im Suchverlauf des geraubten Handys wurden Schlagwörter wie „Tote Frau in Zoo“ entdeckt Foto: Privat

Die Gewalttat hatte auch eine erneute Debatte über den Umgang mit ausländischen Kriminellen ausgelöst, die eigentlich ausreisen müssten, aber nicht abgeschoben werden, so wie Ilyas A.

Witwer Rasch sagte am Mittwoch: „Es wäre am einfachsten gewesen, wenn man ihn unmittelbar nach seiner Haftentlassung in Abschiebehaft genommen hätte. Dann wäre das nicht passiert. (…) Meine Frau ist tot, weil die Behörden versagt haben.“

Für den Prozess vor einer Jugendstrafkammer sind bis Mitte Juni elf Verhandlungstage vorgesehen. Wenn Ilyas A. nach Jugendstrafrecht verurteilt wird, drohen ihm maximal 15 Jahre Haft.

Quelle: BILD

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