Mai 01

Polizei nimmt drei Jungen nach brutaler Schulhofschlägerei fest

Banaler Anlass, große Wirkung: Nachdem in Schwerin ein Junge mit einem Mitschüler in Streit geriet, rief er seinen Bruder. Daraufhin eskalierte die Situation so sehr, dass die Polizei eingreifen musste.

n Schwerin hat eine Schulhofschlägerei einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der ursprüngliche Grund ein Streit zwischen zwei 14 und 17 Jahre alten Jungen, die eine Schule im Zentrum der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern besuchen. Der Jüngere habe daraufhin seinen Bruder angerufen und ihm von dem Vorfall erzählt.

Der zog sofort Konsequenzen: Gemeinsam mit einem Kumpel eilte er zu der Schule, um seinem Bruder beizustehen. In einer Pause kam es dann zur Eskalation: Mit einem Schlagring bewaffnet, prügelten die Jungs auf den 17-Jährigen ein, berichtete die Polizei. Dabei wurde der Angegriffene im Gesicht verletzt. Zudem soll er mit einem Messer bedroht worden sein.

Auch eine 17 Jahre alte Mitschülerin wurde verletzt. Sie hatte versucht, den Streit zu schlichten. Daraufhin erhielt sie selbst einen Schlag ins Gesicht.

Anschließend flüchteten die drei Angreifer. Mittlerweile wurden sie aber von der Polizei ermittelt. Bei ihnen soll es sich um Zuwanderer aus Syrien handeln. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Quelle: WELT

Mai 01

Guerilla-Aktion: AfD lässt Flugzeug über Angela Merkel kreisen

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im Landtagswahlkampf in Schleswig-Holstein unterwegs. Bei einem Auftritt in einem Freizeitpark hat die AfD es geschafft, trotzdem um Wähler zu werben.

„AfD wählen“ steht auf einem Banner, das ein Flugzeug über einen Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Schleswig-Holstein zog Quelle: Stern

Die Botschaft ist klar: “ AFD wählen“ stand auf dem Banner, das ein Flugzeug über dem Hansapark in Schleswig-Holstein hinter sich herzog – genau, als Bundeskanzlerin Angela Merkel dort den CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein, Daniel Günther, unterstützen wollte. Volker Schnurrbusch, stellvertretender Vorsitzender der AfD Schleswig-Holstein, bestätigte dem stern die Aktion: „Das ist eine Werbung, die wir uns überlegt haben, weil unser Wahlkampf am Boden so stark behindert wird“, sagt Schnurrbusch. „Für uns ist es schwierig, Räume für Veranstaltungen zu finden.“ Daher wirbt die AfD nun aus der Luft. „Das Flugzeug wird das ganze Wochenende unterwegs sein“, sagte Schnurrbusch dem stern.

Unter den CDU-Anhängern am Boden kam die Aktion nicht so gut an. Das berichtet der Stern-Reporter vor Ort.

AfD-Wahlkampftermin geplatzt

Dass die AfD tatsächlich Probleme hat, Veranstaltungsorte zu finden, zeigt ein Vorfall als Heikendorf (Kreis Plön). Dort ist eine AfD-Wahlkampfveranstaltung mit der Bundestagspitzenkandidatin Alice Weidel kurzfristig geplatzt. Der örtliche Sportverein untersagte, das Sportheim für die Veranstaltung an diesem Samstag zu nutzen. „Der Sportverein hat das Hausrecht, damit ist die Sache entschieden“, sagte der Pächter André Schneider, der den Saal der AfD zunächst zugesagt hatte, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die AfD wollte sich noch um Ersatzräumlichkeiten bemühen. „Das wird aber so kurzfristig schwierig werden“, sagte Schnurrbusch. Neben Weidel sollten auch die AfD-Politikerin Beatrix von Storch und der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 7. Mai, Jörg Nobis, in Heikendorf sprechen.

Sportverein begründet Absage

Der Vorstand des Heikendorfer Sportvereins begründete auf Facebook die Absage: „Die Erfüllung unserer sozialen Verpflichtung in der Gemeinde Heikendorf ist für uns oberstes Gebot. Die Integration von Flüchtlingen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir stehen für Solidarität und Menschenwürde.“

Quelle: Stern

Mai 01

Polizei warnt vor Willkür! Chemnitzer warnen und ermitteln auf Facebook

Das Foto der jungen Frau, die über ihr Leid klagt und bettelt, hat eine Bürgerin auf einer Chemnitzer Facebook-Seite veröffentlicht. BILD hat das Gesicht unkenntlich gemacht. Foto: privat

Chemnitz – Die Kriminalität in der Chemnitzer Innenstadt steigt stetig, so die neue Kriminalstatistik. Es geht um Raubüberfälle, Einbrüche, Autoknacker.

Doch auch im Alltag fühlen sich viele Bürger unwohl in der City, sie fühlen sich belästigt und gefährdet.

 

 So auch im Einkaufstempel, der Galerie Roter Turm.

Jetzt fahnden und warnen dort die Bürger selbst!

Auf einer Facebook-Seite, auf der fast 6000 Chemnitzer ihre Fotos und Neuigkeiten austauschen, tauchte jetzt ein Foto auf, das eine junge Frau in der Galerie zeigt, dazu die Warnung:
„Achtung! Dreiste Betrugsmasche!“

Die junge Frau, so heißt es, erschleiche sich das Vertrauen älterer Menschen und überrede sie, für sie Einkäufe zu tätigen. Sie sei arm, habe ein Baby und brauche z.B. Bekleidung. Oft werde ihnen wirklich etwas gekauft, u.a. Babykleidung – und die werde später in den Geschäften zurückgegeben, um das Geld zu kassieren.

Foto: privat

 

Mehr als 100 Kommentare kamen auf Facebook als Reaktion: Die Masche und die junge Frau seien bekannt, man müsse warnen und die Polizei einschalten.

Facebook-Kommentar
Facebook-Kommentar

Kommentare auf Facebook zu dem Warn-Hinweis

Fotos: Privat

Das ist passiert. Eine Geschäftsinhaberin bestätigte der Polizei drei Fälle, bei denen der jungen Frau etwas gekauft wurde. Das Ordnungsamt übernahm.

Kommentare auf Facebook zu dem Warn-Hinweis
Hunderte User beschwerten sich. Foto: Privat

Polizeisprecherin Jana Kindt: „Eine Öffentlichkeitsfahndung obliegt ausschließlich den Strafverfolgungsbehörden“Foto: Klemens Körner

Polizeisprecherin Jana Kindt warnt vor den Facebook-Warnungen und Fahndungen: „Wer so etwas tut, begibt sich rechtlich auf sehr dünnes Eis.“ Der Urheber könnte sich der Verleumdung strafbar machen.
Und: „Wenn jeder meint, privat auf eigene Faust ermitteln zu können oder zu dürfen, brauchen wir keine Strafverfolgungsbehörden mehr. Das jedoch würde bedeuten, Willkür Tür und Tor zu öffnen.“

Quelle: BILD

Apr 30

In den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten! | Prien zwischen Fassungslosigkeit und Maibaum-Feierlichkeiten

Prien am 30. April 2017: Trauernde Mitbürger am Lidl-Supermarkt (links) und gemütliches Beisammensitzen am Marktplatz. © mb (Montage)

Prien am Chiemsee – Nach der schrecklichen Bluttat vor einem Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße, bei der ein Afghane (29) eine Landsfrau (38) erstach, säumen Blumen und Kerzen den Gehweg. Die kleine Marktgemeinde ist hin- und hergerissen zwischen Trauer, Wut und Maibaum-Feierlichkeit.

Unfassbare Szenen am Sonntagnachmittag in der Franziska-Hager-Straße in Prien: Passanten sammeln sich am Lidl-Parkplatz und halten weinend inne. Der Schock vom Messermord am Samstagabend auf offener Straße steht ihnen noch deutlich ins Gesicht geschrieben.

„Es war unfassbar schrecklich!“

Eine Prienerin wollte gerade einkaufen und stand am Flaschenautomaten, als die Rangelei am Parkplatz begann und die Situation plötzlich wie aus dem Nichts eskalierte: „Ich hörte angsterfüllte Schreie wie ‚Er hat ein Messer, er will sie abstechen!‘ Das war schlimm. Ein mutiger Bürger, ich weiß nicht, ob das der Polizist war, versuchte noch dazwischen zu gehen und die Frau zu retten. Alles war voller Blut, es war unfassbar schrecklich!“ Die Prienerin blickt fassungslos auf den Gehweg, stellt die vom Wind umgefallenen Blumenvasen am Gehweg wieder auf. „Dass so etwas auf offener Straße am helllichten Tag passieren kann, das werde ich nie verstehen.“

Blumen und Kerzen auf dem Gehweg vor dem Supermarkt. © mb

Ein junger Feuerwehrmann kann es auch noch nicht fassen: „Wir waren am Abend noch da und haben die Blutspuren von der Straße entfernt“, erzählt er mit stockender Stimme. Die ganze Nacht habe er nicht schlafen können und hätte Albträume gehabt. „Wenn man nur daran denkt, wie klein Prien ist und jetzt passiert so etwas schon bei uns, das ist unglaublich traurig. Es traut sich ja niemand mehr wirklich aus dem Haus!“

„In den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten“

Freunde des Feuerwehrmanns hätten die schrecklichen Szenen beobachtet. Demnach habe der mutmaßliche Täter zunächst auf einer Bank gegenüber des Supermarkt-Eingangs gesessen. Von dort sei er wie aus dem Nichts auf die Frau, die gerade mit dem Einkaufswagen und den beiden Kindern den Supermarkt verließ, losgegangen, so hätten es Freunde des jungen Feuerwehrmannes geschildert: „Er sei dann von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten. Wie in Trance soll er dann weiter auf sein Opfer eingestochen haben. Eine unfassbar grausame Bluttat!“

Auf dieser Bank gegenüber des Lidl-Parkplatzes soll der mutmaßliche Mörder gesessen haben, ehe er auf seine afghanische Landsfrau einstach.  © mb

Eine junge Mutter legt zusammen mit ihren beiden Kindern Blumen am Ort des grausamen Geschehens nieder: „Ich bin fassungslos“, erklärt sie mit gesenktem Kopf. „Das Ganze ist so bereits schlimm genug, aber wenn dann auch noch Kinder involviert sind, nimmt einen das sehr mit. Ich wohne nur fünf Minuten von hier und gehe jeden Tag zum Lidl – ich hätte niemals gedacht, dass so etwas hier in der kleinen beschaulichen Marktgemeinde passieren kann.“

Ein weiterer Priener schildert, er habe wütende Aussagen von Bürgern aufgefasst: „Viele schimpfen jetzt über Merkel und die Flüchtlinge, dabei liegen doch genaue Details der Tat noch komplett im Dunklen. Ich war selber schon oft als Helfer in den Asylbewerberunterkünften unterwegs, kleine Reibereien gab es ab und zu, aber nichts Ernstes. Dass sowas Schlimmes jetzt in Prien geschieht, ist unfassbar.“

„Das war ein gezielter Anschlag!“

Auch Freunde und Angehörige des Opfers kommen zum Ort des Schreckens, ihr Weinen ist markerschütternd. „Das war ein gezielter Anschlag, aber keine Beziehungstat“, ist sich eine Bekannte des Opfers sicher. „Brutaler geht es nicht. Ich habe die verstörten Kinder in Empfang genommen.“

Ein Priener kann die Szenen in seiner Heimatgemeinde nicht fassen: „Da bekommt man eine richtige Gänsehaut, so schrecklich ist das alles!“

Trauernde Angehörige an dem Ort, an dem die grausame Bluttat geschah. © mb

Kein Verständnis für Maibaum-Feierlichkeiten

Ein Mord auf offener Straße. Angehörige, Freunde und unbeteiligte Menschen trauern – und rund 500 Meter weiter finden die Feierlichkeiten rund um den Maibaum statt. Die trauernden Menschen am Supermarkt haben hierfür kein Verständnis: „Ich könnte heute nicht feiern gehen und Spaß haben.“

Am nahegelegenen Marktplatz steigt einem indes der Geruch von Bratwurst und Leberkäse in die Nase. Die Blasmusik spielt, Trachtler tanzen um den Maibaum. Der Eindruck nach den Szenen am Supermarkt: Verkehrte Welt!

Viele wissen gar nicht, was in der Franziska-Hager-Straße passiert ist. „Ich habe beim Vorbeifahren die Blumen gesehen und dachte, die Frauen dort verkaufen die Blumen“, entfährt es einer erschrockenen Prienerin im Dirndl.

Priens Bürgermeister Jürgen Seifert. © mb

Auch Priens Bürgermeister Jürgen Seifert zeigt sich in Tracht und mit seinem Amtskollegen aus der italienischen Partnerstadt aus Valdagno. Neben dem Maibaum-Fest gibt es auch noch das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft beider Gemeinden zu feiern. Seifert selbst wurde am Samstagabend über den schrecklichen Mord informiert. „Alles, was ich weiß, ist, dass es sich wohl um eine Beziehungstat handelt. Wenn dem so ist, ist das sehr traurig, schrecklich und tragisch, kann aber leider jederzeit auf der ganzen Welt passieren.“

Prien am Chiemsee ist am 30. April 2017 zwiegespalten: auf der einen Seite Trauer, Verzweiflung und Fassungslosigkeit, auf der anderen Seite ausgelassene Stimmung bei den Feierlichkeiten rund um den Maibaum. 

Quelle: Chiemgau24

Apr 30

Beraterfirma berechnet Flüchtlingsamt 2000 Euro Tagessatz für Praktikanten

Die Beratungsfirma McKinsey hat bei Aufträgen für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Praktikanten eingesetzt und sie zum Tagessatz von mehr als 2000 Euro abgerechnet. Und das ist nicht der einzige Vorwurf, der dem Unternehmen gemacht wird.

Ein Unternehmenssprecher erklärte, McKinsey habe aufgrund der Bild-Anfrage „nochmals die im Rahmenvertrag mit dem BAMF abgezeichneten Leistungsnachweise“ geprüft.

Sprecher Kai Peter Rath sagte gegenüber der Bild: „Tatsächlich wurden Teams um Praktikanten erweitert und in zwei Fällen versehentlich zum standardisierten Tagessatz abgerechnet – bei über 30 Projekten und mindestens 370 eingesetzten Personen“.

Darüber hinaus setze McKinsey bei staatlichen Projekten auch kostengünstige Berater einer Tochterfirma und Hilfskräfte als Experten ein, um einen durchschnittlichen Tagessatz pro Berater von 200 bis 3000 Euro darstellen zu können, so die BamS.

Dazu sagte McKinsey-Sprecher Rath: „Wenn Mitarbeiter unserer Tochtergesellschaft Orphoz zum Einsatz kommen, hat dies fachliche Gründe. Deren Berufsprofile sind in vielen Projekten – gerade im öffentlichen Sektor – eine sinnvolle und gewünschte Abrundung des Gesamtspektrums unserer Teams.“

Quelle: Focus

Apr 30

Arnsdorf-Prozess: “Ist schon schade, dass man ’ne Bürgerwehr braucht, oder?“

In einem Wald wurde die verweste Leiche eines jungen Flüchtlings entdeckt. Eigentlich sollte der Iraker vor Gericht aussagen: Mitglieder einer Bürgerwehr sollen ihn an einen Baum gefesselt haben. Quelle: N24/ Kevin Knauer

Sie nennen es Zivilcourage, Notwehr und Bürgermut. Vier Männer aus Sachsen fesseln einen Flüchtling mit Kabelbindern und kommen vor Gericht. Daraufhin bedrohen Rechtsradikale die Staatsanwaltschaft.

Arnsdorf ist ein Dorf im Dresdner Umland, umgeben von Orten, die man wegen fremdenfeindlicher Übergriffe aus den Abendnachrichten kennt: Bautzen, Freital, Hoyerswerda, Heidenau. In der 5000-Seelen-Gemeinde gibt es, was es im Dorf so gibt: Fußballplatz, Motorradclub, Wirtshaus, Imbiss. Eine geplante Flüchtlingsunterkunft wurde hier nie gebaut. Viele sind argwöhnisch gegenüber Fremden, der Presse, Ausländern.

Im Mai vergangenen Jahres haben in Arnsdorf vier Männer einen 21-jährigen irakischen Asylbewerber aus einem Supermarkt gezerrt und mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt. Der Fall löste Empörung aus – und Solidaritätsbekundungen von rechten Aktivisten. Die Staatsanwaltschaft klagte die vier wegen Freiheitsberaubung an.

Der Gefesselte war Patient im psychiatrischen Krankenhaus von Arnsdorf und am 21. Mai bereits zweimal von der Polizei des Supermarkts verwiesen worden. Der Mann hatte Probleme mit einer gekauften Prepaid-Karte, er fühlte sich übers Ohr gehauen, stellte die Mitarbeiter immer wieder zur Rede, sechs Stunden lang sei das so gegangen, erzählt eine Angestellte. Schließlich stand er im Supermarkt mit zwei Weinflaschen hinterm Rücken.

Für die Angeklagten ist der Tod des Mannes ein glücklicher Umstand

Der Iraker ist inzwischen tot, im Januar ist er erfroren. Ein Jäger fand seine Leiche Monate später, am Ostermontag, in einem Wald an der Bahnlinie von Dresden nach Chemnitz. Die Polizei hat Fremdeinwirkung in dem Todesfall ausgeschlossen. Ganz in der Nähe war der Flüchtling, nach mehreren Krankenhausaufenthalten in Dresden ,,in einer dezentralen Unterkunft“ untergebracht gewesen und dort zuletzt am 2. Januar gesehen worden. Für die Angeklagten ist der tragische Tod des jungen Mannes jedoch ein glücklicher Umstand.

Denn der Prozess gegen die vier am Amtsgericht Kamenz wurde am Montag eingestellt. Zehn Verhandlungstage waren angesetzt, doch weil der Iraker – er war als Hauptbelastungszeuge vorgesehen gewesen – nun nicht mehr aussagen konnte, einigten sich Richter, Staatsanwälte und Verteidiger darauf, „die Verfolgung der Straftat wegen geringer Schuld einzustellen“. Ein Freispruch ist das aber nicht: Die vier Angeklagten bleiben auf ihren Anwaltskosten von angeblich rund 20.000 Euro sitzen.

Einer der Angeklagten ließ sich anschließend trotzdem von Pegida-Anhängern feiern. Seine Frau hatte bereits vor drei Wochen bei einem Dresdner Pegida-Aufmarsch um Unterstützung für ihren Mann geworben. Mit einem so schnellen Prozessende hat hier jedenfalls keiner gerechnet.

Vor der Gerichtsverhandlung waren bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Görlitz zwei Schreiben mit Todesdrohungen eingegangen – in Sachsen kein Einzelfall. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) beklagt, dass in den vergangenen Jahren der Ton rauer geworden sei. Justizbedienstete würden beleidigt und bedroht, es gebe Einschüchterungsversuche und Drohbriefe an Privatadressen.

Für die sächsische Linke sind solche Bedrohungen gar die Regel: Allein im letzten Jahr habe die Partei 45 Vorfälle registriert, in denen Mitglieder bedroht oder Räumlichkeiten angegriffen wurden. Ende März wurde in Leipzig das Büro einer Landtagsabgeordneten kleinkalibrig beschossen.

Klaus Bartl, rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der Linken, verlangt Aufklärung. Am Mittwoch will er „endlich klare Antworten darauf, was da los war“. Man dürfe es nicht zulassen, „dass Vertreter des Rechtsstaates eingeschüchtert werden und die Strafverfolgung dadurch beeinträchtigt wird“.

Wegen der Einschüchterungsversuche rund um den Arnsdorf-Prozess ermittelt nun das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei. Die rechte Szene ist gut organisiert in Sachsen, ihre Kampagne „Solidarität für Arnsdorf“ hat bei Facebook mehrere hundert Unterstützer und trägt die Handschrift der Identitären Bewegung, die durch spektakuläre Aktionen auf sich aufmerksam macht und vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Im Internet kursiert ein zweieinhalbminütiges Video von dem Vorfall, bei dem der Iraker aus dem Supermarkt geschleppt wurde. Am Ende des Films hört man eine Frau sagen: „Es ist schon schade, dass man ’ne Bürgerwehr braucht, oder?“

Die Arnsdorfer halten zu den Tätern

Die vier Männer, gegen die deshalb ermittelt wurde, sind im Ort bekannt: ein CDU-Gemeinderat, ein Führungsmitglied des Motorradclubs sowie ein Angestellter und ein Lagerist, die beide schon öfter mit asylkritischen Äußerungen aufgefallen sein sollen. Angeblich waren die vier zufällig vor Ort, als sie von Mitarbeitern des Supermarkts zu Hilfe gerufen wurden.

In Arnsdorf kennt man sich. Da hilft man sich, wenn es brennt. Und da steht man zusammen, wenn Leute kommen und unbequeme Fragen stellen. Die Arnsdorfer verstehen nicht, wie die Presse darauf komme, dass in ihrem Ort eine Bürgerwehr existieren soll.

Sie zeigen sich solidarisch mit dem Quartett, das den Iraker aus dem Supermarkt holte und fesselte, sie sprechen von Zivilcourage, Notwehr und Bürgermut. Dass man wegen solcher Eigenschaften vor Gericht gezerrt werde – das sei der wahre Skandal, über den man in den Zeitungen aber nichts lesen könne.

Quelle: Welt

Apr 30

S-Bahn München: 10 Afrikaner attackieren Mutter sexuell – keiner hilft

Tatort und Symbolbild

Am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) kam es zu einer sexuellen Attacke gegen eine 40-Jährige. Beteiligt daran war eine Gang afrikanischer Wirtschaftsmigranten – Mitreisende ignorierten Hilferufe!

Eine 40-Jährige aus Allach saß am Samstag kurz nach 23 Uhr auf einer Bank am Mittelbahnsteig des S-Bahn-Haltepunkts Karlsplatz und wartete auf die S-Bahn. Währenddessen befanden sich ihr Mann und dessen Freund noch oben am Stachus im Freien und rauchten dort. Zunächst näherten sich der Frau zwei ihr unbekannte Männer, sprachen sie an und begannen sie zu bedrängen. Im weiteren Verlauf wuchs die Gruppe, der die Frau bedrängenden, ihr unbekannten Männer, auf etwa zehn Personen an.

Es kamen immer mehr Afrikaner und bedrängten die Mutter sexuell – Mitreisende ignorierten die Situation und halfen nicht

Nach Aussage der Allacherin berührten die Männer sie am Arm und sprachen sie u.a. mit „schöne Frau“ an. Auf Hilferufe reagierten anwesende andere Reisende nicht! Der Allacherin gelang es per Handy ihren Mann zu alarmieren. Als der ihr, zusammen mit dem Freund zu Hilfe kam, gerieten beide mit der Personengruppe in eine körperliche Auseinandersetzung. Hierbei wurde der Freund des Ehemannes, vermutlich durch Schläge im Gesicht getroffen und leicht verletzt. Anschließend flüchtete die unbekannte Tätergruppe.

Eingetroffene Beamte der Bundespolizei konnten vor Ort nur noch den Freund feststellen. Im Nachgang konnte über diesen das Ehepaar ermittelt werden, das sich bereits auf dem Heimweg befand. Nach Aussage der 40-Jährigen handelte es sich bei den Unbekannten vermutlich um nordafrikanische Staatsangehörige, die teilweise relativ gut Deutsch sprachen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Nötigung, Beleidigung auf sexueller Basis und Gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: Truth24.net

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Apr 30

Bluttat in Duisburg-Marxloh: Attacke mit Beil und Messer – warum musste Aleksandar sterben?

Der Duisburger Stadteil Marxloh – in manche Ecken traut sich selbst die Polizei nicht mehr ohne Verstärkung. dpa

Am Ostersonntag kam es im Duisburger Stadtteil Marxloh zu einer blutigen Auseinandersetzung. FOCUS Online gibt einen Überblick, was bisher über Tathergang, Opfer und Täter bekannt ist.

Der Fall

Am späten Sonntagabend wurde die Polizei zu einem Streit in Duisburg Marxloh gerufen. Als die Beamten eintrafen, war der 14-jährige Aleksandar M. bereits lebensgefährlich verletzt.

Was wissen wir über den Tathergang?

Offiziell machte die Polizei noch keine Angaben zum Tathergang. „Die Ermittlungen laufen und gestalten sich schwierig, da die involvierten Personen nur Bulgarisch sprechen und wir daher mit Dolmetschern arbeiten müssen“, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage von FOCUS Online.

Der Vater des Jungen Dimitar M. sagte der „Bild“-Zeitung, die Familie habe beim Abendessen gesessen, als es geklingelt habe. Als er die Tür öffnete habe ein Nachbarsjunge von unten um Hilfe gerufen. M. sei daraufhin sofort hinuntergelaufen. Auf der Straße angekommen sei er sofort angegriffen worden. „Ich kann nicht sagen, was dort los war. Es gab Tumult, es war dunkel“, sagte der 40-Jährige der „Bild“. Ein Messer habe ihn am Rücken getroffen.

Sein Sohn sei ihm gefolgt, schildert der Mann weiter. „Er sagte: ‚Papa, was ist da los?‘ Er hatte mir wohl helfen wollen. Im nächsten Moment lag er auf dem Rücken, ein Beil hatte ihn getroffen“, schildert M. in der Zeitung den schrecklichen Abend.

Laut „WAZ“ berichteten Augenzeugen, dass die Stimmung am Tatort „sehr angespannt und aggressiv“ gewesen und es nach der Tat zu Tumulten vor Ort gekommen sein soll, die von Einsatzkräften einer Hundertschaft beendet wurden.

Die Opfer

Der 14-jährige Aleksandar wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er an seinen schweren Verletzungen starb. Der Vater des Jungen sowie ein 39-jähriger Mann erlitten leichte Blessuren.

Im Video: Polizistinnen sollen nur noch mit Männern auf Streife gehen Die Täter

Täter und möglicher Hintergrund

Als die herbeigerufenen Beamten am Tatort eintrafen, waren die Täter bereits geflüchtet. Wie die Polizei gegenüber FOCUS Online mitteilte, sollen offenbar auch die Angreifer bulgarischen Ursprungs sein. Eine Familienfehde könne daher als Anlass für den tödlichen Kampf auf der Straße nicht ausgeschlossen werden. Über die Zahl der Angreifer machte die Polizei bislang keine Angaben. Möglicherweise ist der ganze Angriff aber auf Video festgehalten worden. Laut „WAZ“ soll die Polizei Aufnahmen der privaten Überwachungskamera einer Imbissstube beschlagnahmt haben.

Die Waffen

Nach Angaben der „WAZ“ sollen die Angreifer mit Messern, einer Axt und „mindestens einer Metallstange“ bewaffnet gewesen sein. Bestätigt wurde offiziell bislang lediglich, dass „Schlagwerkzeuge“ sichergestellt wurden.  Die Polizei teilte am Dienstamorgen lediglich mit, dass die Obduktion am Dienstag Aufschluss über die Todesursache geben solle.

Problemviertel Duisburg Marxloh

Marxloh gilt als eines der berüchtigsten Problemviertel von Duisburg. Vor allem die Kriminalität ausländischer Großfamilien-Clans und Gewalt bringen den Stadtteil, in dem eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, immer wieder in die Negativschlagzeilen. Der Ausländeranteil in Marxloh liegt weit über dem Durchschnitt: Mehr als jeder zweite Einwohner hat keinen deutschen Pass.

Apr 30

Heidelberger Landgericht: Afghane mit einem Messer am Kopf schwer verletzt

Symbolfoto: dpa

Das Heidelberger Landgericht verurteilte den Täter zu über vier Jahren Haft – Die Staatsanwalt forderte mehr als sechs Jahre wegen versuchten Totschlags

eidelberg/Wiesloch. Ein Asylsuchender aus Algerien ist zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Heidelberger Landgericht befand den 26-Jährigen der gefährlichen und vorsätzlichen Körperverletzung für schuldig.

Der Angeklagte hatte einen Afghanen mit einem Teppichmesser schwer verletzt. Dieses sei „scharf wie ein Skalpell“, sagte der Vorsitzende Richter Edgar Gramlich. Das Opfer erlitt eine 25 Zentimeter lange und drei Zentimeter tiefe Schnittwunde von der Schläfe bis zum Hals. Der Mann hatte unglaubliches Glück, dass nicht die Halsschlagader geöffnet wurde. Das hätte dessen Tod bedeutet, sagte Gramlich.

Der Angeklagte habe aus „nichtigem Anlass“ zugestochen und „seinen Zorn abreagieren wollen.“ Zunächst war er mit einem anderen Afghanen aneinandergeraten. Dieser hatte sich geärgert, dass der Algerier zu nah an ihm vorbeigeradelt sei. Als er ihn deshalb zur Rede stellte, schlug der Angeklagte mit einer Halskette auf ihn ein. Kurz darauf bekam der 26-jährige Streit mit einem befreundeten Landsmann des Afghanen.

Der Algerier habe „die Auseinandersetzung gesucht“, ist Richter Gramlich überzeugt. Ein Sicherheitsmann konnte die beiden zunächst trennen. Doch plötzlich zog der Angeklagte das Messer und verpasste dem Kontrahenten einen Schnitt über eine Gesichtshälfte bis zum Hals. Dann radelte er davon und setzte sich nach Frankreich ab. Dort wurde er Wochen später verhaftet. Die Bluttat ereignete sich am 3. Juli 2016 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Wiesloch, wo der Angeklagte Freunde besuchen wollte. Er sei dort von mehreren Personen angegriffen worden und habe sich gewehrt, behauptete er. Das hat ihm das Gericht jedoch nicht abgenommen.

Staatsanwalt Thomas Bischoff beantragte eine Strafe von sechs Jahren und drei Monaten. Das Opfer sei „dem Tod von der Schippe gesprungen“. Den Messerangriff wertete Bischoff als versuchten Totschlag.

Dem ist die Strafkammer nach längerer Beratung wegen „schwieriger Rechtsfragen“ nicht gefolgt. Zwar habe der Angeklagte zunächst mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt, sei dann aber von seinem Vorhaben „zurückgetreten“. So habe er nicht noch mal zugestochen, obwohl er das hätte tun können.

Das Messer durchtrennte den Kaumuskel des Afghanen, der deshalb bis heute Schmerzen beim Essen hat. Dank ärztlicher Kunst seien keine entstellenden Narben zurückgeblieben, sagte Richter Gramlich.

Verteidiger Matthias Diefenbacher beantragte für seinen Mandanten eine bewährungsfähige Strafe wegen gefährlicher sowie einfacher Körperverletzung. Einen Tötungsvorsatz sieht er nicht. „Ich habe so was nie beabsichtigt“, sagte der Angeklagte in seinem Schlusswort. Der Algerier ist in Deutschland geduldet. Nach der Verbüßung seiner Haftstrafe droht ihm deshalb die Abschiebung in seine nordafrikanische Heimat.

Quelle: rnz

Apr 30

Gruppe Wirtschaftsflüchtlinge sticht Mann Messer ins Gesicht | Hauptbahnhof Stuttgart

Symbolbild

Es ist ein heißes Pflaster, immer wieder kommt es am HBF zu Vergewaltigungen und schweren Messerstechereien durch arabische Gangs

Heute Morgen soll ein 27 Jahre alter syrischer Asylbewerber am Hauptbahnhof, Treppenabgang zur Klett-Passage, von drei bislang unbekannten Männern angegriffen und mit einem Messer verletzt worden. Er erlitt dabei Schnittverletzungen im Gesicht, Hals sowie im Brustbereich.

Brutal ins Gesicht, Hals und Hände gestochen – der Mann schleppte sich noch verletzt in das Flüchtlingsheim

Lebensgefahr besteht nicht. Der Geschädigte fuhr nach der Tat zur Flüchtlingsunterkunft in die Wagrainstraße, wo Bewohner die Rettungskräfte alarmierten. Hintergründe der Tat sind bislang nicht bekannt. Die Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben: Haupttäter: ca. 30 Jahre, 175-180 cm, Südländer, dünner Kinnbart, kurze schwarze Haare Mittäter: 25-30 Jahre, ca. 160 cm, nach hinten gekämmte mittellange Haare, Mittäter 2: ca. 180 cm, kräftige Statur, blonde Haare, europäisches Aussehen Zeugen werden gebeten, sich bei den Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei unter der Rufnummer +4971189905778 zu melden.

Quelle: Truth24.net

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