Apr 22

Mietvertrag läuft aus: Neubau für Flüchtlinge geplant

Zur Unterbringung von Flüchtlingen hat das Amt den Falkenhof in Brux mangels Alternativen teuer gemietet. In neun Monaten endet der Vertrag, jetzt werden Alternativen für die Unterbringung der 30 Bewohner gesucht. Quelle: Sven Janssen

Rund 455000 Euro gibt das Amt Achterwehr jährlich für die Flüchtlingsunterbringung aus. Knapp die Hälfte der Kosten verursacht alleine der Falkenhof in Brux, den man zu Hochzeiten teuer gemietet hat. Zum 31. Januar 2020 läuft der Vertrag aus. Jetzt wird nach Alternativen für die 30 Bewohner gesucht.

Achterwehr. Um die Menschen unterzubringen, will das Amt neu bauen. Das wird aber zwei bis drei Jahre dauern. Für die Übergangszeit könnte es eine Containerlösung geben, wenn sich nicht genügend andere Wohnungen finden, die das Amt mieten kann.

Einzelvermietung fördert Integration

97 Geflüchtete werden im Amtsgebiet beherbergt. In den großen Unterkünften wie dem Falkenhof in Brux, dem Felder Seegarten und in Jägerslust leben derzeit 51 Menschen, die andere Hälfte ist in Einzelvermietungen im gesamten Amtsgebiet untergekommen. „Für mich ist diese Form die beste Lösung“, sagt Brand. Auf dieser Ebene sei Integration deutlich einfacher möglich. Der Amtsdirektor geht davon aus, dass die Zahl der Geflüchteten, konstant bleibt. „Ich rechne damit, dass die Menschen länger hier bleiben“, sagt Brand. „Deshalb ist es wichtig, dass wir vom reinen Unterbringen der Geflüchteten zum Wohnen kommen.“

Gebäude nach dem Kieler Modell

Die Idee sei, zwei neue Gebäude mit Wohncharakter für jeweils 30 Menschen nach dem Kieler Modell zu errichten. Sollten sie nicht mehr für die Geflüchteten genutzt werden, könnten sie als bezahlbare Wohnraum auch vermietet werden. Standorte für die Idee gibt es noch keine konkreten. „Wir suchen derzeit nach Möglichkeiten und führen auch Gespräche“, so Brand. Einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren zur Fertigstellung halte er für realistisch.

Containerlösung für die Übergangszeit

Am Felder Seegarten, dessen Mietvertag ebenfalls 2020 ausläuft, will das Amt festhalten. „Dort ist vertraglich schon eine Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre enthalten, bei der sich der Mietpreis halbiert“, sagt Brand. Für Brux gibt es eine solche Option nicht, deshalb sei dort in neun Monaten Schluss.
Für die schlimmsten Fall, dass sich keine anderen Alternativen finden, prüft das Amt eine Unterbringung in Wohncontainern. Man sei mit einem Anbieter im Gespräch, der eine komplette Lösung anbietet. Aus vielen Containern entsteht dabei quasi die Unterkunft mit Wohn-, Sanitär- und Waschräumen und auch Küchen. „Es werden rund 400 Quadratmeter Fläche benötigt, einen konkreten Standort gibt es dafür noch nicht“, so Brand, der damit rechnet das Projekt in neun Monaten realisieren zu können.

Vermieter gesucht

Besser wäre es allerdings, so Brand, wenn man für die Menschen echten Wohnraum findet. „Wir suchen nach Zimmern, Wohnungen oder auch ganzen Häusern, die wir mieten können.“ Wer Wohnraum vermieten möchte, sollte sich beim Flüchtlingsbeauftragten Frank Deisemann (Telefon 04340/409021) im Amt Achterwehr melden. Auch eine Anmietung außerhalb des Amtsbereiches ist möglich.

Quelle: kn

Apr 22

Nur wenige Syrer gehen mit staatlicher Förderung zurück – Weniger als 500 Rückkehrer 2018

Syrische Flüchtlinge kommen im Grenzdurchgangslager Friedland an Foto: Swen Pförtner / dpa

Von den nach Deutschland geflüchteten Syrern sind bisher nur sehr wenige in die Heimat zurückgekehrt.

2017 stellten bundesweit 199 Menschen einen Antrag auf eine finanzielle Förderung ihrer „freiwilligen Ausreise“ nach Syrien. 2018 bezuschusste der Bund die Rückkehr von 466 Menschen nach Syrien. Im ersten Quartal dieses Jahres nahmen 77 Flüchtlinge diese Hilfe in Anspruch. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.

Was Syrer und vormals in Syrien ansässige Palästinenser zur Rückkehr bewegt, wird statistisch nicht erfasst. Häufig würden „Heimweh, Integrationsschwierigkeiten oder die Erkrankung von Familienangehörigen“ als Gründe genannt, heißt es in der Antwort.

Die meisten Anträge auf Förderung der Rückkehr kamen 2018 den Angaben zufolge von Menschen aus Syrien, die in Niedersachsen, Bayern oder in Hessen gelebt hatten. In der Regel werden die Anträge von den Ausländerbehörden weitergeleitet, in seltenen Fällen auch von Vereinen und Wohlfahrtsverbänden.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 haben etwa 5,7 Millionen Menschen das Land verlassen. In Deutschland wurden rund 780 000 von ihnen aufgenommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 2019 insgesamt 11,7 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. 6,2 Millionen Syrer sind Binnenvertriebene im eigenen Land.

Die Bundesregierung teilt die Einschätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks, dass die Bedingungen für eine Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien „in Sicherheit und Würde“ bislang nicht gegeben sind.

Bis zu 560 000 Menschen kamen bislang in Syrien ums Leben. Mehr als 220 000 waren zivile Opfer, und für fast 92 Prozent dieser Toten sind Assad und sein Verbündeter Putin verantwortlich, die Zehntausende Bomben auf Wohngegenden, Krankenhäuser und Schulen warfen.

Quelle: BILD

Apr 21

Allahu Akbar- Somalier platzt in Ostermesse in München und löst Massenpanik aus

Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat bei einem Oster-Gottesdienst in München eine Massenpanik ausgelöst. 24 Menschen wurden dabei verletzt. Nun nennt die Polizei weitere Details zum Täter.

Update, 19.28 Uhr:

Die Polizei München nennt in einer Pressemitteilung neue Details zu der Massenpanik bei einem Ostergottesdienst einer kroatisch-katholischen Gemeinde in der Paulskirche in München:

Am Samstag, 20.04.2019, gegen 21:33 Uhr störte ein Mann die Ostervesper der kroatisch katholischen Gemeinde München in der St.-Pauls-Kirche. Er betrat die Kirche durch den Haupteingang, während er gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte rief.

Zudem soll er mehrere Steine im Kirchenraum geworfen haben. Ob der Beschuldigte tatsächlich „Allahu Akbar“ gerufen hat, oder es sich hierbei um eine Fehlinformation handelt, wird derzeit noch geprüft. Einige Messebesucher verließen daraufhin fluchtartig die Kirche. Daraufhin folgten ihnen weitere Besucher in Richtung der Ausgänge.

Hierbei verletzten sich nach derzeitigem Stand neun Personen leicht. Davon wurden vier Personen zur weiteren Abklärung in Münchener Krankenhäuser transportiert.

Der Mann wurde zunächst durch Gottesdienstbesucher festgehalten und schließlich durch Polizeikräfte festgenommen. Es handelt sich bei ihm um einen 36-jährigen Somalier.

Gegen den Mann wurde zwischenzeitlich Haftbefehl u.a. wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und versuchter gefährlicher Körperverletzung erlassen. Für die Dauer der Messe betreute die Münchener Polizei Zeugen des Vorfalls im Bereich des Gotteshauses. Bei dem Mann wurden keine pyrotechnischen Gegenstände und Waffen gefunden. Die Ermittlungen führt derzeit das Kommissariat 45.

Update, 15.17 Uhr: Wie die Polizei München gegenüber unserer Redaktion bestätigt, wird der offenbar geistig verwirrte Mann nun zu dem Vorfall befragt. Auch die in der Kirche anwesenden Zeugen werden zu dem Vorfall befragt, über das Motiv ist demnach noch nichts bekannt.

Massenpanik in Paulskirche: Mann platzt in Oster-Gottesdienst – 24 Verletzte

München – Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat in der St.-Pauls-Pfarrkirche in München Panik bei einem Oster-Gottesdienst ausgelöst. „Er rief gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte, wodurch sich die Messebesucher, die sich in Hörweite befanden, erschraken“, teilte die Polizei in der Nacht zu Sonntag mit.

Weil einige Kirchenbesucher daraufhin fluchtartig das Gotteshaus verlassen wollten, wurden 24 Menschen „minimal“ verletzt. Der Mann wurde von Beamten am Samstagabend in der Kirche gestellt und festgenommen. Nach derzeitigem Stand ging von dem Mann keine Gefahr für die Besucher des Gottesdienstes aus.

München: Massenpanik in Paulskirche – Augenzeugen schildern Szenen

Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich die Nachricht noch am Abend, viele Augenzeugen berichteten von dramatischen Momenten. Wie einige von ihnen erzählen, habe es einen Knall gegeben. Wodurch dieser ausgelöst wurde, ist nicht bekannt. Auf Videos der Augenzeugen ist ein Chaos innerhalb der Kirche zu sehen. Viele durch die Massenpanik aufgeschreckte Menschen ließen ihre Habseligkeiten und Osterkörbe in dem Gotteshaus zurück.

Die Feuerwehr und mehrere Großraumrettungswagen kümmerten sich um die verletzten Personen und betreuten die Anwesenden des Gottesdienstes. Der Bavariaring musste aufgrund der vielen Einsatzfahrzeuge für knapp zwei Stunden in beide Richtungen gesperrt werden. In der Kirche sollen sich etwa 500 Personen befunden haben.

München: Panik bei Oster-Gottesdienst in Kirche – Video zeigt Auswirkungen

Wie eine Augenzeugin weiter berichtet, sei die Messe jedoch nach der Festnahme fortgeführt worden. „Allen Mamas die ihre Kinder geschnappt haben und geflüchtet sind um diese zu retten, wünsche ich, dass sie dieses fürchterliche Gefühl schnell wieder vergessen können“, schildert eine Userin die Situation. Ein Video zeigt nun die dramatischen Momente nach der Festnahme.

Quelle: tz

Apr 21

Gewalt unter Migrantengangs: Polizei kontrolliert über 280 Personen am Marzahner Eastgate

Vermehrte Durchsuchungen: Polizisten kontrollieren Jugendliche vor dem Eastgate.
Foto: Richard

Berlin –

Massenschlägereien, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und Diebstahl: Die Polizei bekämpft gezielt rivalisierende Jugendbanden im Marzahner Einkaufszentrum Eastgate. Bereits seit zwei Jahren gehen dort nach Angaben der Polizei zunehmend größere Gruppen männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund aufeinander los. Zudem wurde das Einkaufszentrum immer mehr zu einem Trefffpunkt für Jugendliche aus anderen Bezirken. Händler und Kunden fühlten sich nicht mehr sicher. Die Polizei hatte daraufhin in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, dem Jugendamt und dem Wachschutz im März die Präsenz deutlich verstärkt. Der KURIER hat eine erste Bilanz der Polizei vorliegen.

Demnach wurden vom 1. März 2019 bis zum 9. April 2019 rund um das Einkaufszentrum Eastgate 281 Personen kontrolliert, teilte die Poliei auf Anfrage mit. „Aufgrund waffenrechtlicher Verstöße wurden drei Einhandmesser, ein Teleskopschlagstock und ein Schlagring beschlagnahmt. Vorläufige Festnahmen gab es nicht“, sagt ein Polizeisprecher dem KURIER.

Eastgate1

Polizisten laufen Streife vor dem Einkaufszentrum Eastgate in Marzahn.

Foto:

Richard

Auch im Einkaufszentrum Forum Köpenick gebe es seit Monaten ähnliche Probleme mit rivalisierenden Jugendbanden. Ende März hatten sich zwei bewaffnete Gangs über soziale Medien zu einer Massenschlägerei verabredet. Die Polizei schritt rechtzeitig ein und verhinderte Schlimmeres. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei beiden verfeindeten Jugendgangs um eine Gruppe deutscher Jugendlicher und um eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Die Beteiligten beider Gangs würden im Umfeld des Forum Köpenick wohnen. Nach Angaben der Polizei kennen sie sich aus der Schule, aus Clubs und Jugendeinrichtungen.

Der zuständige Polizeiabschnitt 62 war bereits 2017 vom Centermanagment des Einkaufszentrums auf die Probleme aufmerksam gemacht worden. Seitdem hatte die Polizei die Entwicklungen im Blick. Als sich die Situation nicht besserte, wurde am 11. März 2019 die Polizeipräsenz rund um das Eastgate deutlich erhöht. Zusätzlich gibt es gemeinsame Streifen mit dem Außendienst des Ordnungsamtes Marzahn-Hellersdorf. Zusätzlich werden durch den Sicherheitsdienst des Einkaufzentrums bei Zuwiderhandlungen konsequent Hausverbote ausgesprochen. Die Polizei Berlin, insbesondere der Abschnitt 62, steht mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, sozialen Einrichtungen und Vereinen in Kontakt.

Eastgate wird zum Treffpunkt für Jugendliche aus ganz Berlin

„Die verschiedenen Gruppen bestehen zumeist aus männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden mit Migrationshintergrund und weiblichen Jugendlichen überwiegend aus dem Wohnbereich des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf“, erklärt der Polizeisprecher. Zumindest ein Teil der männlichen Jugendlichen soll auch aus anderen Bezirken Berlins nach Marzahn kommen, um sich dort zu treffen. Laut Polizei handelt es sich dabei um Personen arabischer, mittel- und nahöstlicher Herkunft – hauptsächlich aus Syrien, Irak und Afghanistan. „In den Gruppen befinden sich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aber auch Jugendliche mit Migrationshintergrund, deren Erziehungsberechtigte sich im Bezirk Marzahn-Hellersdorf aufhalten“, so der Polizeisprecher.

Quelle: Berliner Kurier

Apr 20

Massentumult nach Verkehrskontrolle: 50 Moslems bedrängen Polizei in Mülheim

Die Polizei rückte schließlich mit einem größeren Aufgebot anFoto: Klaus Felder

Die Polizei wollte nur eine Verkehrskontrolle durchführen, doch dann eskalierte die Situation …

Mülheim – Karfreitag gegen 20 Uhr: Eine Streifenbesatzung der Polizei will ein Auto mit vier Insassen auf der Oberhausener Straße in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) kontrollieren. Eigentlich Routine! Doch plötzlich umzingeln rund 50 Männer die Beamten …

Die Polizisten, die zuvor bei dem Fahrer Alkoholgeruch wahrgenommen hatten und ihn für eine Blutprobe mit auf die Wache nehmen wollten, fühlten sich bedroht! Immer mehr Männer strömten aus den Wohnungen und Geschäften des Viertels.

„Die Stimmung wurde zunehmend aggressiver gegenüber den Beamten, die daher Verstärkung von umliegenden Wachen und Städten anfordern mussten“, so Polizeisprecherin Judith Herold.

Die Männer hatten Widerstand geleistet und wurden von der Polizei festgesetzt
Die Männer hatten Widerstand geleistet und wurden von der Polizei festgesetztFoto: Klaus Felder

Damit war die Lage aber noch nicht unter Kontrolle: Die Männer – laut Polizei hauptsächlich mit osteuropäischem Hintergrund – leisteten teils erheblichen Widerstand! Acht Personen mussten schließlich mit Kabelbindern festgesetzt werden, drei von ihnen wurden festgenommen und aufs Revier gebracht. „Wir haben mehrere Anzeigen aufgenommen“, so Herold.

Um einen weiteren Zulauf von Freunden und Bekannten zu verhindern, sperrte die Polizei sämtliche Zufahrtswege zum Tatort auf der Oberhausener Straße ab. Erst am späten Abend war der Einsatz beendet.

Quelle: BILD

Apr 20

Asylmissbrauch der Bundesregierung: Früherer Verfassungsrichter warnt vor „Erosion der Rechtsstaatlichkeit“

Der frühere Verfassungsrichter beklagt in der Migrationspolitik eine Diskrepanz zwischen Rechtslage und Staatspraxis. Für Menschen, die auf dem Landweg nach Deutschland einreisten, sei „das Grundrecht auf Asyl schlichtweg abgeschafft worden“.

Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, warnt vor einer „Erosion der Rechtsstaatlichkeit“ in Deutschland. Er beobachte, „dass geltendes Recht nicht überall und durchgehend hinreichend durchgesetzt wird“, sagte Papier der „Welt“. So gebe es „im Bereich der Migration und der Asylgewährung eine Diskrepanz zwischen Rechtslage und Staatspraxis“. Die sogenannte Dublin-III-Verordnung sei von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union „über Jahre weitgehend an die Wand gefahren worden. Dieses Recht gilt, wird aber nach wie vor nicht immer ernst genommen – ein andauerndes Defizit.“

Wer die illegale Migration eindämmen wolle, müsse bei Anwendung und Durchsetzung der Dublin-Regeln in Deutschland und anderen Mitgliedstaaten ansetzen, so Papier. Auf das Asyl-Grundrecht des Grundgesetzes könne sich niemand berufen, der über den Landweg nach Deutschland einreise: „Um das einmal ganz deutlich zu sagen: Für diese Gruppe ist das Grundrecht auf Asyl schlichtweg abgeschafft worden.“

Als weitere rechtsstaatliche Defizite nannte Papier „die Clan-Kriminalität, die über Jahre in den Großstädten hingenommen wurde“, sowie die Diesel-Affäre. „Politik und Unternehmen haben über nahezu zehn Jahre geltendes deutsches und europäisches Recht schlicht ignoriert.“ Papier mahnte Staat, Unternehmen und Bürger, das Recht wieder stärker zu achten: „Ansonsten sehe ich die erhebliche Gefahr, dass das Vertrauen der Bürger in unser parlamentarisches Regierungssystem schwindet und der politische Verdruss wächst.“

Quelle: FAZ

Apr 20

Drahtseil-Anschlag auf ICE: Bahn-Attentäter soll Befehle vom IS bekommen haben

Die Sicherheitsbehörden halten es nach einem Medienbericht für wahrscheinlich, dass die einige Monate zurückliegenden Anschläge mit Stahlseilen auf Bahnstrecken von einem IS-Schläfer verübt wurden. Als Tatverdächtiger war im März in Wien ein 42-jähriger Iraker festgenommen worden.

Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass der festgenommene Tatverdächtigte von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gezielt für Anschläge nach Deutschland geschickt worden sei, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Dazu zu passen scheint ein Bericht der britischen „Sunday Times“ vom vergangenen Wochenende. Das Blatt berichtete, dass es eine nach Kämpfen in Syrien entdeckte Festplatte von IS-Mitgliedern habe einsehen können, die unter anderem einen Brief an den IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi vom vergangenen Dezember enthalten habe. Darin habe ein IS-Kommandeur Abu Taher al-Tadschiki von einer Operation gegen einen Hochgeschwindigkeitszug in Deutschland geschrieben. „Er wird – mit Allahs Hilfe und Stärke – angegriffen werden mit Sprengstoff, den die Brüder in Europa aus einfachem verfügbaren Material hergestellt haben“, zitiert die „Times“ aus dem Brief.

Sicherheitsbehörden äußern sich nicht

Allerdings waren die Anschläge teilweise bereits vorher ausgeführt worden und auch nicht mit Sprengstoff, sondern mit Stahlseilen, die über die Gleise gespannt waren. Zwei Züge waren beschädigt worden, Menschen wurden aber nicht verletzt. In Tatortnähe wurden jeweils arabische Schriftstücke und eine IS-Flagge gefunden. Der Iraker hat nach Angaben seines Anwalts die Tat gestanden, laut österreichischer „Kronen Zeitung“ aber ein Terrormotiv bestritten.

Die „Sunday Times“ berichtete darüber hinaus von einem anderen Schreiben von IS-Führern an ihren Chef al-Bagdadi, in denen von zwei Terrorzellen in Deutschland und einer in Russland die Rede ist. Diese sollten ungläubige Kapitalisten töten, Banken hacken und Überfälle verüben, um Geld für den IS zu erbeuten. Außerdem sollten sie Attacken mit Fahrzeugen verüben, zitiert die Zeitung aus dem Festplatten-Material.

Stellungnahmen von Sicherheitsbehörden waren dazu am Montagabend zunächst nicht zu erhalten.

Quelle: focus

Apr 19

Kölner Studentin erzählt, wie sie Asylanten-Vergewaltigung verarbeitet: Angst vor Schwarzen

Der Ort, wo die Tat geschah: Der Vorplatz der Kölner Uni.

Köln. Immer mehr Frauen zeigen Sexualstraftaten an. Eine Kölnerin ist den Weg gegangen und erzählt, wie es ihr heute geht.

Es waren vielleicht 300 Meter bis zu ihrem Zuhause im Kölner Stadtteil Lindenthal, als Sarah W. (Name geändert) in einer Mainacht vor drei Jahren von hinten gepackt wurde. „Im ersten Moment dachte ich, es sei ein Freund“, sagt die 24-Jährige. Doch dann sah sie das Messer vor ihrem Bauch. Der Täter nahm sie in den Schwitzkasten und zog sie vom Uni-Campus hinter das Philosophikum.

„Erst wollte er Geld, ich hatte aber nur 20 Euro und hab ihm angeboten, am Automaten mehr zu holen.“ Die meiste Angst habe sie vor dem Messer gehabt. Vom Täter sah sie die ganze Zeit nur eine Hand, er hielt sie vor sich fest, als er plötzlich verlangte, dass sie ihre Hose auszieht. „Ich hab gesagt: Mach, was du willst, aber schmeiß das Messer weg“, erzählt sie. Der Täter legte das Messer erst auf dem Boden ab und warf es dann hinter sich. Sarah W. nutzte den Augenblick und lief los, doch der Mann holte sie ein. „Ich dachte, jetzt ist alles vorbei.“ In Todesangst ließ sie die Vergewaltigung über sich ergehen und dachte immerzu an das Messer. „Ich hab mich gefragt: Was passiert hier gleich? Was macht er, wenn er fertig ist?“

Anzeigeverhalten hat sich verändert

Sarah W. gelang schließlich die Flucht, sie rannte nach Hause. Eine Überwachungskamera an der Uni zeichnete die dramatische Szene auf. „Die Polizei hat mir nie das Gefühl gegeben, mir nicht zu glauben, aber ich war trotzdem erleichtert, als sie mir erzählt haben, dass sie mich auf den Kameraaufnahmen gesehen haben“, sagt Sarah W.

Nach der Kölner Silvesternacht und durch die „Me too“-Debatte hat sich das Anzeigeverhalten verändert, nach einer Sexualstraftat wagen mehr Frauen den Schritt, zur Polizei zu gehen. „Aber das Ermittlungsverfahren und der Prozess werden von vielen als sehr belastend empfunden“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Irmgard Kopetzky. „Man muss einigermaßen stabil sein, um das durchzustehen.“ Kopetzky berät beim Kölner Verein „Frauen gegen Gewalt“ vergewaltigte Frauen. Sie und ihre Kolleginnen begleiten Frauen auch zur Polizei oder zum Gericht. Kopetzky weiß, dass es nicht immer so schnell zum Prozess kommt wie im Fall von Sarah W. Und sie kennt das Unverständnis der Opfer, wenn das Ermittlungsverfahren eingestellt oder ein Beschuldigter freigesprochen wird.

Angeklagter schwieg im Prozess

Ende 2016 verurteilte das Kölner Landgericht einen BWL-Studenten für die Vergewaltigung von Sarah W. Der 24-Jährige hatte den ganzen Prozess über geschwiegen. Doch Ermittler hatten seine DNA am Tatort auf dem Uni-Campus sichern können, er hatte Fingerabdrücke auf der Kondomverpackung und an der Jacke von Sarah W. hinterlassen. Eine Auswertung seines Handys zeigte, dass er sich nach der Vergewaltigung im Netz darüber informiert hatte, wie sich Spuren der Tat am besten verwischen lassen.

Wegen besonders schwerer Vergewaltigung und besonders schwerer räuberischer Erpressung wurde er zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre gefordert.

Sarah W. ist froh darüber, wie es gelaufen ist. Auch wenn die Aussage vor Gericht sie gequält hat – wenn der Täter gestanden hätte, hätte das Gericht vermutlich auf ihre Vernehmung verzichtet. „Es war schon unangenehm, die ganzen Details erzählen zu müssen“, sagt sie. „Am schlimmsten war für mich, dass ich ihn einmal anschauen und sagen sollte, ob ich ihn wiedererkenne – das hab ich aber nicht. Ich hatte sein Gesicht ja nie gesehen.“ Auch die Frage zur Größe des Messers konnte sie nicht beantworten. „Das hatte ich verdrängt.“

Spuren werden anonymisiert gelagert

Kopetzky und ihre Kolleginnen, die alle ehrenamtlich arbeiten, versuchen, den Frauen klar zu machen, dass es nicht an ihnen liegt, wenn ein Beschuldigter freigesprochen wird. „Es gibt oft keine Zeugen bei Sexualstraftaten“, sagt sie.

Kopetzky: „Es ist deshalb so wichtig, dass die Frauen so bald wie möglich nach der Tat zum Arzt gehen und Spuren dokumentieren lassen.“ In Köln geht das seit 2011 anonym. Ist eine Frau erst einmal nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie den Täter anzeigen will oder nicht, kann sie in eine von fünf Kölner Kliniken gehen und sich untersuchen lassen. Die Ärzte dokumentieren Verletzungen und nehmen Blut- oder Urinproben, wenn der Verdacht besteht, dass der Täter dem Opfer K.o.-Tropfen gegeben hat. Die Spuren werden anonymisiert im Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik gelagert und zehn Jahre aufbewahrt. Mit Hilfe einer Chiffrenummer können sie bei einer späteren Anzeige zugeordnet werden und im Prozess wichtige Beweise sein. Eine Vergewaltigung verjährt erst nach 20 Jahren.

„Mein Grundvertrauen war erschüttert“

Dass eine Frau aus dem Nichts überfallen wird wie Sarah W. ist bei Sexualdelikten eher selten. „Die meisten Frauen haben die Täter gekannt, manchmal sind es die Partner oder jemand aus dem Freundes- oder Kollegenkreis“, sagt Kopetzky. „Je näher der Täter einem ist, desto schwieriger wird es, ihn anzuzeigen.“ Sie hat viele Frauen erlebt, die erst Jahre nach der Tat Hilfe suchten, weil sie es nicht schafften, allein damit klarzukommen. „Sie bekommen Schlafstörungen, Panikattacken, werden krank und merken, dass es nicht gelingt, alles zu verdrängen und die Fassade aufrecht zu erhalten.“

Sarah W. hat von Anfang an dagegen angekämpft, dass die Tat ihr Leben zu sehr beeinflusst. Gleich am nächsten Tag ist sie mit ihrem Freund und ihren Eltern zurück zum Campus, weil sie keine Angst vor dem Ort haben wollte. „Mein Grundvertrauen war erschüttert, das kann ich sagen, aber sobald ich in meiner Wohnung war, hab ich mich sicher gefühlt.“ Die weltoffene Studentin fand besonders schlimm, dass sie auf einmal zusammenzuckte, wenn ihr ein dunkelhäutiger Mann begegnete, weil auch der Täter dunkelhäutig ist. „Das fand ich wirklich schlimm, das wollte ich nicht“, sagt sie.

Verarbeitung der Tat brauchte Zeit

Doch die Verarbeitung brauchte Zeit. Sarah W. wollte so schnell wie möglich zurück in ihren Alltag und wurde dann doch ausgebremst. „Zwei oder drei Wochen nach der Tat hatte ich einen Zusammenbruch an der Uni. Ich musste weinen, konnte tagelang nichts essen, musste mich übergeben“, sagt sie. In einer Beratung lernte sie, dass sie sich Zeit zur Verarbeitung geben muss, sie ließ Klausuren ausfallen und versuchte, sich einen schönen Sommer zu machen. Sie ging für ein Semester ins Ausland, reiste zum Prozess im Herbst an.

In einer Selbsthilfegruppe lernte sie, dass sie nicht die Einzige ist, dass sie normal reagiert. „Ich weiß noch, dass ich vor dem Prozess Angst hatte, dass er mich angrinst, verhöhnt“, sagt sie. Doch im Zeugenstand spürte sie, dass man ihr zuhört, dass sie im Recht ist. Der Täter habe die ganze Zeit vor sich auf den Tisch gestarrt. „Das war ein gutes Gefühl. Ich wusste: Jetzt rede ich, und du wirst für das bestraft, was du mir angetan hast.“

Quelle: General Anzeiger Bonn

Apr 19

Junkie- Armutsasylantin spritzt Polizist aus Heroinspritze Blutheroingemisch ins Gesicht!

Symbolhafte Verwendung. Eine Frau attackiert einen Mann mit einer Spritze, Credits: Polizei Dandenong

Nürnberg. Was müssen diese Polizeibeamten doch alles von diesen Armutsasylanten aus Afrika oder dem Zigeuinermilieu ertragen, sie werden angepinkelt, bespuckt, mit Kot beworfen, oder wie hier aus einer Heroinspritze mit Blut bespritzt. Nun droht dem Beamten HIV und Hepatitis C

Am Mittwochabend (17.04.2019) wurde eine Nürnberger Polizeistreife im Bereich des Hauptbahnhofs von einer 19-jährigen Frau mit einer Heroinspritze bedroht. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag.

Gegen 19:45 Uhr bemerkte eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte eine abgesperrte Toilette in der Nürnberger Königstorpassage. Die Beamten öffneten die Tür, da sie feststellten, dass sich am Boden ein zurechtgelegtes Spritzbesteck befand. In der Toilette war eine 19-jährige Frau zugegen, welche sich gerade eine Spritze mit Heroin verabreichen wollte. Die Frau bedrohte die Beamten zunächst mit der Spritze und drohte den Beamten sie damit zu attackieren.

Nachdem die Polizeibeamten unter Vorhalt der Dienstwaffe das Ablegen der Spritze forderten, entleerte die 19-Jährige den Inhalt der Spritze (Heroin-Blutgemisch) in das Gesicht eines Beamten. Danach warf sie zudem die Spritze auf dessen Streifenpartnerin.

Die Frau konnte überwältigt und festgenommen werden. Gegen die 19-Jährige, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen kann, wurden unter anderem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, der gefährlichen Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Der Beamte wurde zur Abklärung einer möglichen Infektion durch den Inhalt der Spritze vorsorglich medizinisch versorgt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wird die 19-Jährige dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Quelle: Truth24.net

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Apr 19

Streit um Sex-Besuch: Messer-Stecherei im Asylheim

Der angeklagte Afghane (23, links) mit seinem Verteidiger Clemens AngerFoto: Mirko Voltmer

Hannover – Er stach zu, weil sich sein Mitbewohner über Sextreffen im gemeinsamen Zimmer in der Asylunterkunft in Lahe beschwert hatte.

Jetzt Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung. Laut Anklage soll sich Afghane Hafiz R. (23) mit seinem Landsmann (25) am 1. Weihnachtstag in die Wolle bekommen haben. Hafiz R. empfing regelmäßig seine Freundin (25, Afghanin) im Container – die blieb auch über Nacht.

In der Asylunterkunft in Lahe kam es zum Angriff
In der Asylunterkunft in Lahe kam es zum AngriffFoto: Georg Moritz

Zum Ärger seines Zimmergenossen. Der Streit eskalierte. Der Angeklagte griff zum Messer, nahm seinen Kontrahenten in den Schwitzkasten, rief: „Ich bringe dich um!“ Dann stach er zu.

Im Prozess schwieg Hafiz R. zum Vorwurf. Urteil: 15 Monate Haft auf Bewährung.

Quelle: BILD

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