Mrz 23

Bilk: Elfjährige von Migrant bedrängt und sexuell belästigt

(Symbolfoto: Christian Voigt/LokalKlick)

Düssseldorf. Das Kriminalkommissariat 12 der Düsseldorfer Polizei sucht Zeugen eines Geschehens, das sich am Freitagnachmittag in Bilk ereignet hat. Dabei wurde ein elfjähriges Mädchen leicht verletzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte das Kind am Freitagnachmittag, gegen 15 Uhr, die Haustür des Mehrfamilienhauses an der Elisabethstraße aufgeschlossen und war in den Flur gegangen. Ehe die Tür ins Schloss fiel, konnte ein unbekannter Mann ihr in den Flur folgen. Er ging das Mädchen sofort an, hielt es fest und drängte es in Richtung der dortigen Kellerräume. Nur durch ihre heftige Gegenwehr (schreien, treten, schlagen), konnte sich die Elfjährige schließlich losreißen. Das Kind rannte zu einer Nachbarwohnung. Währenddessen flüchtete der Täter aus dem Haus in Richtung Kirchplatz. Bei der Tat erlitt das Mädchen leichte Verletzungen.

Nachdem die Mutter die Polizei alarmiert hatte, wurde sofort eine Fahndung nach dem flüchtigen Täter eingeleitet. Diese verlief bislang ohne Ergebnis.

Die Elfjährige konnte noch am späten Freitagnachmittag im Beisein ihrer Mutter angehört werden. Die Kriminalbeamten bewerten die Tat nach jetzigem Erkenntnisstand als versuchten sexuellen Missbrauch. Die weiteren Ermittlungen, darunter auch die Prüfung, ob ein Zusammenhang mit zwei weiteren Taten (Ende Januar, wie bereits berichtet) besteht sowie die Suche nach dem Täter dauern an.

Täterbeschreibung: Circa 20 Jahre alt, asiatisches Aussehen, kurze schwarze Haare, helle Haut. Zur Tatzeit war der Mann mit einer blauen Jeanshose und einem Pullover bekleidet.

Zeugen werden gebeten, sich an das zuständige Kriminalkommissariat 12 der Düsseldorfer Polizei unter Telefon 0211-8700 zu wenden. (ots)

Quelle: Lokalklick

Mrz 22

Bürgermeister stoppte Angreifer: Angeklagter Afghane gesteht Messer-Attacke | Ravensburg

Ravensburgs Bürgermeister Daniel Rapp (46) stoppte den Messer-Mann, der drei Menschen niederstachFoto: picture alliance / dpa, Quelle: Youtube/Dr. Mormen

Ravensburg – Es waren Schockmomente, die Oberbürgermeister Daniel Rapp (46) wahrscheinlich sein Leben lang nicht vergessen wird.

Am 28. September, gegen 16 Uhr attackierte der afghanische Asylbewerber Janagha A. (22) auf dem Marienplatz in der Innenstadt zwei Schüler und einen Busfahrer (19, 20, 52). Seine Tatwaffe: ein 20 Zentimeter langes Küchenmesser. Der junge Mann stach auf die Passanten ein, verletzte sie dabei schwer, einen sogar lebensgefährlich.

Oberbürgermeister Rapp persönlich stellte sich dem Angreifer damals in den Weg, brachte ihn dazu, das blutige Fleischermesser fallen zu lassen. Er wird zum Helden einer Stadt.
Jetzt muss sich der Messermann vor Gericht verantworten, ist wegen versuchtem Mord in zwei Fällen und versuchtem Totschlag angeklagt. Ob der Asylbewerber aber voll schuldfähig ist, bleibt offen. Laut Gericht könnte er den Amoklauf vergangenen Sommer in einer schizophrenen Psychose begangen haben.

Kriminaltechniker am Ravensburger Marienplatz. Hier geschah die Messerattacke im September 2018
Kriminaltechniker am Ravensburger Marienplatz. Hier geschah die Messerattacke im September 2018Foto: Felix Kästle / dpa

Oberstaatsanwalt Alexander Boger (49) forderte deshalb in seiner Anklage: Der Afghane muss in einer Psychiatrie mit entsprechender Betreuung untergebracht werden. Grund: Janagha A. könnte wieder rechtswidrige Taten begehen, sei somit gefährlich für die Allgemeinheit. Zwei Tage vor seinem Attentat war er nämlich noch Patient im Zentrum für Psychiatrie. Dort war er schon zum vierten Mal untergebracht.

Vor Gericht machte der Angeklagte am Donnerstag bereitwillig Aussagen, gab alle Taten zu. Grund für seinen Ausraster und die anschließende Attacke soll ein Streit mit einem ehemaligen arabischen Arbeitskollegen aus dem Burgerladen gewesen sein. „Er hat mich oft geschimpft, zeigte keinen Respekt“, so der Angeklagte über den Kollegen. Deshalb plante er seine Rache! Außerdem habe eine Stimme zu ihm gesagt: „Mit den Arabern musst du Krieg machen“.

Gedacht – Getan! Am 28. September gegen zehn Uhr kaufte er deshalb ein Messer (49 Euro), schrieb seinem Arbeitskollegen eine Nachricht mit der Aufforderung, sich zu einer Schlägerei auf dem Marienplatz zu treffen. Aber der Kollege kam nicht. Dies brachte den jungen Afghanen so in Wallung, dass er ausflippte, einen Hass auf Araber bekam. Doch Opfer seiner Bluttat wurden letztlich Unschuldige!

„Ich kam vom Billardspielen, saß auf der Sitzbank, wartete auf den Bus“, erzählt Messeropfer Cihad A. (inzwischen 21). Plötzlich sei der Angeklagte vor ihm gestanden, habe „Ich bin Afghane“ gerufen, ein Messer aus der Hosentasche geholt. „Er stach sofort zu, erst in mein Bein, dann den Arm. Der dritte Stich traf meinen Oberschenkel.“ Beim Angriff wurden Sehnen durchtrennt, seitdem trägt Cihad A. eine Schiene am Bein, kann sowohl rechtes Bein und Arm nur noch eingeschränkt bewegen.

Oberstaatsanwalt Alexander Boger (49): „Warum sind sie auf die unschuldigen Männer losgegangen?“ Janagha A.: „Ich habe es einfach so gemacht, sie sahen eben arabisch aus.“

Quelle: BILD

Mrz 22

Afrikanischer MesserMann stellt sich mitten auf Kreuzung – dann geht er auf Bürger los

Messer-Mann stellt sich mitten auf Kreuzung – dann dreht er völlig durch
© Screenshot Google Maps/dpa

In Mainz spielen sich krasse Szenen ab: Ein Mann geht mit Messern wahllos auf Menschen los. Doch die machen ihm einen Strich durch die Rechnung.

Mainz – Am Montagabend (18. März) spielen sich in der Großen Bleiche in Mainz krasse Szenen ab: Ein Irrer geht mit mehreren Messern auf Menschen los. Doch was ist passiert?

Offenbar hat sich der 25-Jährige vorher im Allianzhaus in Mainz mit jemandem gestritten. Danach ging er auf die Straße und stellte sich plötzlich mitten auf die Kreuzung an der Großen Bleiche und der Bauhofstraße. Als ein Mann ihn ansprach, drehte er komplett durch. Kürzlich eskalierte bei Mainz ebenfalls eine Situation: Als ein Notruf bei der Polizei einging, rückten diese sofort mit Maschinengewehren aus.

Mann stellt sich mitten auf Kreuzung in Mainz – dann eskaliert es

Ein 23-jähriger Motorradfahrer sprach ihn an und forderte den 25-jährigen Sudanesen auf, zu gehen. Doch dieser dachte nicht daran und ging stattdessen auf den Biker mitten auf der Kreuzung in Mainz los. Es krachte so heftig, dass der 23-Jährige von seinem Motorrad fiel – und dann begann für ihn das Grauen.

Plötzlich zog der Wahnsinnige ein Messer und machte Stichbewegungen in seine Richtung. Ließ jedoch unvermittelt von dem Biker ab, nur um dann auf einen 35-jährigen Fahrradfahrer loszugehen. Auch hier versuchte der Aggressor auf den Oberkörper des Mannes einzustechen. Glücklicherweise ohne Erfolg, denn weder der Biker noch der Radler wurden bei dem Vorfall in Mainz laut einer Pressemitteilung der Polizei verletzt. Heftige Szenen spielten sich auch in einer Disco im hessischen Wetzlar ab: Eine junge Frau wurde angetanzt, doch dann wurde es richtig blutig.

Mann geht mit Messern in Mainz auf Menschen los – diese wehren sich

Dabei hatte der Täter nicht nur ein, sondern gleich zwei Messer in den Händen! Doch dann wurde ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht: Verschiedene Gäste und Passanten in Mainz wehrten sich gegen den Irren heftig und gingen mit Stühlen auf ihn los. Schließlich konnten sie ihn auch überwältigen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Der Messer-Mann wurde zunächst in einer Psychiatrie untergebracht.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Mittlerweile haben die Beamten sogar einHandyvideo als Beweismittel sichergestellt. Die Polizei Mainz bittet auch, keine Videos oder Fotos des Vorfalls in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, sondern den Ermittlungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Auch Zeugen sollten sich unter 06131 654110 melden.

Quelle: owl24

Mrz 22

Asylanten attackieren Mann mit Messer – Polizei bittet um Hinweise

Symbolfoto dpa

In Deggendorf ist am Donnerstag ein Mann von zwei Angreifern mit einem Messer bedroht und leicht an der Hand verletzt worden. Die Kripo Deggendorf sucht nun nach Zeugen des Vorfalls.

Laut Polizeiangaben meldete gegen 16.25 Uhr ein 62 Jahre alter Mann, dass er bei den Bushaltestellen am Bahnhof von Unbekannten mit einem Messer verletzt wurde. Die Männer forderten zuvor Medikamente von dem 62-Jährigen. Einer der Angreifer gestikulierte dabei mit dem Messern und verletzte dabei den 62-Jährigen.

Der Mann gab den beiden Angreifern keine Medikamente. Die Unbekannten flüchteten. Nun sucht die Polizei nach den beiden Tatverdächtigen. Der erste ist ca. 25 Jahre alt und etwa 175 cm groß. Er sieht südländisch aus und hatte eine schwarze Lederjacke sowie eine schwarze Jeans an. Der zweite Tatverdächtige ist zwischen 20 und 30 Jahren, dunkelhäutig und schlank.

Die Kripo Deggendorf hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen sich unter der Nummer 0991-38960 zu melden.

Quelle: pnp

Mrz 22

Elf Festnahmen bei Anti-Terror-Razzia in Rhein-Main

In mehreren Städten in Hessen und Rheinland-Pfalz durchsuchte das SEK WohnungenFoto: picture alliance / Boris Roessle

Frankfurt – Schlag gegen die Salafisten-Szene in Rhein-Main! Vermutlich konnten Ermittler in letzter Sekunde einen Terror-Anschlag in Rhein-Main verhindern!

Zeitgleich schlugen 200 LKA-Fahnder, Landespolizisten und SEK-Kommandos heute früh zu: Sie stürmten mehrere Wohnungen in Hessen und Rheinland-Pfalz, nahmen elf Verdächtige (20–42) fest.

!

Die Haupttäter sollen ein Offenbacher (21) und zwei Brüder (beide 31) aus Wiesbaden sein – aus der salafistischen Szene.

Nach Einschätzung der Terror-Ermittler sollen sie geplant haben, einen „islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag unter Einsatz eines Fahrzeugs und Schusswaffen zu verüben und dabei so viele Ungläubige wie möglich zu töten“. Die mutmaßliche Terror-Bande soll bereits Kontakt zu Waffenhändlern aufgenommen, Geld gesammelt und ein großes Fahrzeug angemietet haben.

Sichergestellt: 20 000 Euro in bar, Messer, Drogen, Datenträger, Beweismaterial. Die Festgenommenen wurden dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: BILD

Mrz 21

Stadt braucht Platz für Flüchtlinge: Rentner muss Wohnung räumen!

In Neckartailfingen (Baden-Württemberg) soll ein 74-jähriger Mann seine Wohnung räumen. Die Gemeinde möchte in der 150 Quadratmeter großen Wohnung Flüchtlinge unterbringen. Der Fall sorgt für Empörung. Sputnik hat mit Peter Keck, dem Pressesprecher des Landkreises Esslingen, gesprochen.

Es klingt dramatisch: Ein Rentner muss seine Wohnung, in der er 24 Jahre gewohnt hat räumen, weil die Gemeinde keinen anderen Raum hat, bis zu zehn Flüchtlinge unterzubringen. Mehrere Zeitungen haben darüber berichtet, die Empörung ist erwartungsgemäß groß. Wo ist das Land nur hingekommen, wenn Deutsche ihre Wohnungen für Flüchtlinge räumen müssen? Man kennt das.

Wir haben versucht, sowohl den Rentner als auch die Gemeinde Neckartailfingen zu erreichen – bis jetzt vergebens. Wen wir aber erreicht haben, ist der Landkreis Esslingen. Das ist die übergeordnete Kommune, die ihrer Gemeinde – also Neckartailfingen – zusätzlich Flüchtlinge aufs Auge drückt und somit mitverantwortlich ist, dass der 74-jährige Rentner vor die Tür gesetzt wird. Das denkt man zumindest.

Landkreis: Gemeinde wusste frühzeitig Bescheid

Peter Keck, der Pressesprecher des Landkreises Esslingen, stellt den Fall etwas anders dar. Er sagt, die Landkreise in Baden-Württemberg verteilen die Geflüchteten aus den Erstaufnahmestellen nach der Größe der Kommunen. Sie hielten sich dabei an die rechtlichen Vorgaben und die kommunale Solidarität. So gibt es laut Keck eine 4.000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis, die in der Spitzenzeit 250 Flüchtlinge aufgenommen und damit andere entlasstet hat.

Außerdem, betonte der Sprecher, werden Städte und Gemeinden frühzeitig über die Anzahl der Menschen, die sie unterbringen müssen, informiert. „Die Gemeinde Neckartailfingen weiß wahrscheinlich schon über ein Jahr, wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen muss.“

Wohnungen sind knapp, aber Flüchtlingszahlen sinken

Angesprochen auf den konkreten Fall des Rentners, der nach 24 Jahren seine Wohnung räumen muss, sagte Keck: „Diese Entscheidung hat der Gemeinderat gefällt.“ Die Gemeinde hätte allerdings genug Zeit gehabt, eine Unterkunft für die Geflüchteten zu finden. Allerdings betonte er auch, dass Wohnraum knapp ist: „Jede Gemeinde in unserem Landkreis könnte Wohnungsnot geltend machen.“

Wenig Verständnis hat Keck für den Aufschrei der Empörung über die angeblich unhaltbaren Zustände in Deutschland, die mit diesem Fall laut werden. „Das ist doch Kokolores.“ Er verweist auf die Entwicklung der Flüchtlingszahlen im Landkreis Esslingen:

„2018 haben wir insgesamt 2.300 Geflüchtete aufgenommen. 2019 werden es 800 Menschen sein und für 2020 gehen wir derzeit von 500 Flüchtlingen aus, die wir unterbringen müssen.“

Der Anteil von Neckartailfingen an den Aufnahmen ist laut Keck sehr gering. Im laufenden Jahr ist die Gemeinde dazu verpflichtet, 0,2 Prozent der Bevölkerung aufzunehmen. Bei 4.000 Einwohnern bedeutet das acht Geflüchtete. 2020 wird die Zahl voraussichtlich bei 0,1 Prozent der Bevölkerung liegen. Das wären dann vier Geflüchtete. Zum Vergleich: Im Landkreis leben derzeit etwa 530.000 Menschen. Jährlich wächst die Kommune um ein Prozent. Das normale Bevölkerungswachstum liegt nach Angaben des Landkreises bei etwa einem Prozent im Jahr.

Härtefälle auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise

Wie die Sache für den Rentner aus Neckartailfingen ausgehen wird, ist offen. In der Vergangenheit gab es eine Reihe unterschiedlicher Meldungen über Menschen, die ihre Wohnungen für Geflüchtete räumen mussten. Viele davon waren falsch. Über Facebook verbreitete sich im Herbst 2015 auf dem Höhepunkt der Einwanderung die Meldung, dass die Bewohner eines Altenheims auf die Straße gesetzt werden, weil in dem Gebäude Flüchtlinge untergebracht werden müssen. Die Wahrheit war, dass die Schließung des Heims schon vorher feststand und einfach Stimmung gemacht wurde.

Allerdings gab es auch echte Fälle, in denen Städte ihren Mietern die Wohnungen kündigten, um Flüchtlinge aufnehmen zu können, so etwa im Jahr 2016 in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, als die Kommune unter dem Druck der Flüchtlingskrise und der geringen Zeit keine andere Unterbringung finden konnte.

Quelle: Sputniknews

Mrz 21

Länderchefs vereint gegen Kürzungen bei Flüchtlingsgeldern

Flüchtlingskinder im Patrick-Henry-Village in Heidelberg vor einem ehemaligen Kasernengebäude. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Berlin (dpa) – Im Streit um den Bundeszuschuss für die Flüchtlingskosten wollen die Länder zur Not direkt mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen. Das sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach einer Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin.

Alle 16 Länderchefs stimmten bei dem Treffen gegen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geplante Kürzungen. «Wenn die Bundeskanzlerin gesagt hat „Wir schaffen das“, darf aus diesem Satz jetzt nicht werden „Ihr werdet das schon hinbekommen, ohne uns», betonte Tschentscher. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte: «Der Integration in Deutschland darf nicht die Luft ausgehen.» Durch die Pläne drohe bei einer Generationenaufgabe ein Kahlschlag, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. «So kann das nicht bleiben.»

Zugleich forderten die Ministerpräsidenten alle Spitzen der Bundesregierung auf, eine klare Integrationsstrategie des Bundes mit einer soliden Finanzierung aufzulegen.

Ende 2019 laufen mehrere Regelungen aus: die 670-Euro-Pauschale für Ausländer im Asylverfahren, die Integrationspauschale und die Übernahme der Unterkunftskosten für anerkannte Flüchtlinge. Stattdessen plant das Finanzministerium eine Pauschale pro Flüchtling für die ersten fünf Jahre nach der Ankunft. Im ersten Jahr sollen 16.000 Euro gezahlt werden, später weniger. Damit würde der Bund seine Unterstützung nach Berechnung der Hamburger Senatskanzlei von derzeit 4,7 Milliarden auf rund 1,3 Milliarden Euro pro Jahr senken. Scholz hatte am Vortag betont, dass wie im Koalitionsvertrag vereinbart für die gesamte Legislaturperiode 8 Milliarden Euro zur Verfügung stünden.

Was die Länder vom Bund an Zuschüssen künftig genau fordern, wurde zunächst nicht erläutert. Tschentscher sagte, die Länder erwarteten auf jeden Fall, dass die bisher gezahlten 1,8 Milliarden Euro für die Unterkünfte der Flüchtlinge vom Bund weiter übernommen werden. Dazu solle noch eine Integrationspauschale kommen, die er nicht genauer bezifferte und die sich bisher auf 2,4 Milliarden Euro belief.

Der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) sprach von einem «Schlag ins Gesicht» der Menschen, die sich vor Ort für Flüchtlinge engagierten. Er fügte hinzu, man erwarte nicht, dass die Länder weiterhin das gleiche Volumen wie 2019 bekämen. Aber das jetzige Angebot müsse nachverhandelt werden. «Wir wollen uns nicht bereichern am Bund», sagte er. «An dieser Stelle lassen wir in gar keinem Fall locker.»

Die Ministerpräsidenten bekräftigten zudem einen Beschluss vom Dezember. Demnach sollen bestimmte ausreisepflichtige Ausländer, gegen die ein Ermittlungsverfahren läuft, die aber nicht in Haft genommen werden können, abgeschoben werden können. Aktuell ist das schwierig. Die Länder wollen nun erst einmal abwarten, was bei den Verhandlungen über Gesetzesvorschläge von Innenminister Horst Seehofer (CSU) zu leichteren Abschiebungen herauskommt.

Quelle: Siegener Zeitung

Mrz 21

Wohnungen für Asylanten: Vermittlung statt teurer Neubauten

Die Stadt Gerlingen sucht Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen. Eine neue Mitarbeiterin soll nun leerstehende Immobilien ausfindig machen und Überzeugungsarbeit bei potenziellen Vermietern leisten.

GERLINGEN. Bauen ist bekanntlich teuer im Großraum Stuttgart, die Mietkosten sind in den vergangenen Jahren explodiert. Für viele Menschen mit geringem Einkommen ist es unerschwinglich und faktisch auch aussichtslos, eine Wohnung auf dem freien Markt zu finden. Auf der anderen Seite gibt es nach Einschätzung der Stadtverwaltung viele Gerlinger, die gerne leerstehenden Wohnraum vermieten würden. Auch an Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende, Hartz-IV-Empfänger oder Flüchtlinge. Beispielsweise ältere Menschen, die in eine barrierefreie Seniorenresidenz oder in ein Pflegeheim ziehen, aber unsicher sind, ob sie ihr Haus vermieten sollen.

An diesem Punkt kommt die Verwaltung ins Spiel. Seit Anfang Februar arbeitet die neue Mitarbeiterin Gabriella Loreck im Rathaus. Die 30-Jährige soll leerstehende Wohnungen ausfindig machen und Überzeugungsarbeit bei potenziellen Vermietern leisten. Die Stadt tritt dabei lediglich als Vermittlerin auf, nicht als Vermieterin.

Im vergangenen Jahr seien schon eine Handvoll entsprechender Anfragen bei der Verwaltung eingegangen, sagt Stefan Fritzsche, der den Fachbereich Jugend, Familie und Senioren leitet. „Wir wollen diesen potenziellen Vermietern helfen, indem wir die Fakten abklären, den Zustand der Wohnung feststellen und Empfehlungen zur angemessenen Miethöhe geben.“

Eingebunden ist dieses Angebot in das von Städtetag und Land Baden-Württemberg initiierte Projekt „Raumteiler“, an dem sich bislang 16 Kommunen im Südwesten beteiligen. Diese Plattform bietet die Möglichkeit zum Austausch, stellt Werbematerial zur Verfügung, unterstützt bei Vor-Ort-Terminen.

Zudem schult „Raumteiler“ Ehrenamtliche, die vor Ort eingebunden werden. Schließlich will die Stadt Gerlingen den Vermietern geeignete Mieter vorschlagen. Da können beispielsweise Mitglieder des Arbeitskreises Asyl wichtige Unterstützung leisten, denn sie kennen viele Asylbewerber persönlich. Koordinatorin Loreck soll das Projekt auch Vereinen und dem Eigentümerverband Haus und Grund vorstellen.

Amtsleiter Fritzsche ist zuversichtlich, dass diese Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen werden. Die Mietzahlungen etwa seien bei Wohngeldempfängern garantiert. Und auf ältere Menschen könne sich eine Familie im eigenen Haus auch belebend auswirken. „Da kann man sich gegenseitig unterstützen, zum Beispiel beim Kochen oder beim Einkaufen.“ Viele Leute seien einfach unsicher, sagt Fritzsche, verzichteten wegen des Aufwands lieber auf Mieteinnahmen. „Wir wollen ihnen diese Unsicherheit nehmen, indem wir sie begleiten.“

Nicht zuletzt trage das Projekt dazu bei, Flüchtlinge oder Menschen mit geringem Einkommen nicht in zentralen Sammelunterkünften, sondern dezentral im gesamten Stadtgebiet unterzubringen. Ein neues Gebäude für drei oder vier Familien koste etwa eine Million Euro. Deshalb sei das Projekt nicht nur unter sozialen, sondern auch unter finanziellen Gesichtspunkten interessant. „Wir wollen vorhandenen Wohnraum aktivieren, um Investitionen zu sparen“, so Fritzsche.

Natürlich basiere das Konzept auf Freiwilligkeit, betont die Beigeordnete Martina Koch-Haßdenteufel. Kein Vermieter werde gedrängt oder gar gezwungen, seine Immobilie zu vermieten. Auch die Beigeordnete ist zuversichtlich, dass die Kommune mit ihrer Kampagne zusätzlichen Wohnraum vermitteln kann. „Es gibt in Gerlingen potenzielle Vermieter, die das soziale Miteinander fördern wollen. Jetzt brauchen wir, möglichst gleich am Anfang, positive Beispiele, die Mut machen.“

Quelle: lkz

Mrz 21

Haus Waldhof soll neue Unterkunft für Flüchtlinge in Oerlinghausen werden

Am Rand der Zentralen Unterbringungseinrichtung stehen zwei Gebäudeteile, die zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden können. (© Knut Dinter)

Oerlinghausen. Wenn die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) im Oktober geschlossen wird, muss die Stadt Oerlinghausen eigene Unterkünfte für Asylbewerber betreiben. Der Rat hat sich bereits vor geraumer Zeit mit dem Thema befasst. Gefunden wurde eine Lösung, die nach den Worten von Bürgermeister Dirk Becker in mehrfacher Hinsicht Vorteile biete.

„Von der Entwicklung in der ZUE waren wir in Oerlinghausen alle überrascht“, bekannte Becker. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Unterkunft auch über 2019 hinaus betrieben wird.“ Im vergangenen August gab die Bezirksregierung Detmold bekannt, dass der Standort nach insgesamt vier Jahren aufgegeben wird, weil der Eigentümer, das Evangelische Johanneswerk in Bielefeld, den Mietvertrag nicht verlängern will.

Wegen der ZUE war die Aufnahmequote in Oerlinghausen erfüllt. „Doch wenn die Einrichtung nicht mehr vorhanden ist, entfällt auch die Anrechnung der Flüchtlinge“, sagte Becker. Wie allen anderen Kommunen werden dann auch der Bergstadt Geflüchtete zugewiesen. „Wir gehen davon aus, dass etwa 80 Personen kommen könnten.“ Genaue Prognosen seien kaum möglich. Der Plan, die Notunterkunft am Stukenbrocker Weg 42 zu renovieren und um einen Pavillon zu erweitern, wurde schnell wieder fallengelassen. Becker: „Die Baracke wird ganz aufgegeben, sie ist deutlich in die Jahre gekommen.“

Im Gespräch mit dem Johanneswerk habe sich dann eine Perspektive eröffnet. Das gemeinnützige Unternehmen will sich offenkundig von seiner gesamten Liegenschaft an der Robert-Kronfeld-Straße trennen. Die Geschäftsleitung war jedoch bereit, auch einen Teil zu veräußern. In der Folge konnte die Stadt Oerlinghausen das Haus Waldhof zum 1. November 2019 erwerben.

Es habe zahlreiche Vorteile, argumentierte der Bürgermeister. Das Haus ist räumlich von den anderen Gebäuden abgegrenzt, es ist bereits als Unterkunft für Asylbewerber zugelassen und entsprechend ausgestattet. Außerdem sei der Kaufpreis deutlich günstiger als ein Neubau, erklärte Becker, ohne Summen zu nennen. Das Haus Waldhof umfasst zwei Gebäudeteile, die nach Geschlechtern getrennt belegt werden könnten. „Damit werden mögliche Konflikte schon im Vorfeld verhindert“, sagte Becker. Bis zu 100 Plätze seien vorhanden. „Wahrscheinlich werden wir die Vier-Bett-Zimmer nicht voll belegen, um möglichst viel Privatsphäre zu bieten.“

„Die Menschen, die uns zugewiesen werden, haben eine relativ hohe Bleibeperspektive“, hob der Bürgermeister hervor. „Sie werden dauerhaft zu Einwohnern unserer Stadt und sind deshalb zu integrieren – in der Kita, in der Schule, im Arbeitsmarkt.“ Zur Betreuung dieser Personen werde noch im Laufe des Jahres eine Sozialarbeiterstelle eingerichtet. Dennoch bedeute die neue Situation eine große Herausforderung für die Verwaltung.

„Ich setze deshalb wieder auf die Unterstützung durch das Ehrenamt“, sagte Becker. „Wir brauchen die Vereine und Initiativen sowie den Runden Tisch Asyl.“ In einem Beirat sollen sich alle Akteure, einschließlich der Geflüchteten, zusammensetzen. „Wir wollen den regelmäßigen Austausch zwischen Ehrenamt, den Behörden und den Menschen, die zu uns kommen.“ Dieses Miteinander habe sich früher schon bezahlt gemacht.

„Ich wünsche mir, dass die Integration vom ersten Tag an gelingt, dass die Menschen gleich das Gefühl haben, sie gehören dazu“, sagte der Bürgermeister.

Johanneswerk plant noch

Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz sind die 396 Städte und Gemeinden in NRW verpflichtet, ausländische Geflüchtete aufzunehmen und unterzubringen. Für anerkannte Geflüchtete hat das Land NRW eine Ausländer-Wohnsitzregelungsverordnung erlassen. Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) Oerlinghausen kann 600 Bewohner aufnehmen, die Kapazität ist jedoch auf 300 beschränkt. Derzeit leben hier etwa 200 Menschen. Wie die Liegenschaft künftig genutzt wird, ist noch nicht bekannt. Nach Auskunft des Evangelischen Johanneswerks läuft der Planungsprozess noch.

Quelle: LZ

Mrz 20

Ehepaar kannte sich nur wenige Tage: Iraker soll Frau nach Hochzeit vergewaltigt haben

35-Jähriger auf der Anklagebank: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Iraker vor, seine Frau bedroht, geschlagen und vergewaltigt zu haben.
© Swen Pförtner/dpa

Prozess in Göttingen: Einem 35-Jährigen wird vorgeworfen, seine Frau kurz nach der Ehe geschlagen, bedroht und vergewaltigt zu haben.

Am zweiten Verhandlungstag eines Vergewaltigungsprozesses vor dem Landgericht Göttingen hat die Ex-Frau des Angeklagten ausgesagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen vor, die 29-Jährige im November 2016 geschlagen, mit dem Tode bedroht und vergewaltigt zu haben.

Die Tat soll wenige Wochen nach ihrer nach islamischem Recht vollzogenen Eheschließung passiert sein. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten.

Prozess in Göttingen: Angeklagter und Opfer stammen aus Irak

Sowohl der Angeklagte als auch seine Ex-Frau stammen aus dem kurdischen Teil des Irak. Im Herbst 2016 lernte sie den Angeklagten über die Vermittlung eines Bekannten kennen, dem sie erzählt hatte, dass sie Geld für den Geburtstag ihrer zweijährigen Tochter benötige.

Der Bekannte habe den ihr bis dahin völlig unbekannten Landsmann gebeten, ihr 150 Euro zu übergeben. Der 35-Jährige sei von seinem Wohnort in Bayern mit dem Zug nach Göttingen gekommen, habe ihr am Bahnhof das Geld gegeben, in ihrer Wohnung übernachtet und sei dann am nächsten Tag zurück nach Bayern gefahren.

Drei Tage später habe er ihr am Telefon einen Heiratsantrag gemacht. Sie sei überrascht gewesen, habe aber kurz darauf eingewilligt, berichtete die 29-Jährige. Sie habe den Eindruck gehabt, dass er gut zu ihrer Tochter sei. Verliebt sei sie nicht gewesen. Für sie sei nicht wichtig gewesen, „dass wir uns lieben, sondern dass er gut zu meinem Kind ist.“ Auch ihren ersten Mann habe sie nicht aus Liebe geheiratet, die damalige Ehe hätte die Familie arrangiert.

Alkohol und Streit: Angeklagter drohte Frau, sie umzubringen

Wenige Wochen nach dem ersten Treffen habe sie dann den 35-Jährigen im Beisein von drei Zeugen in ihrer Wohnung in Göttingen geheiratet. Als der Angeklagte das dritte Mal über das Wochenende nach Göttingen kam, habe er angefangen, eine Flasche Whiskey zu leeren. Es sei zum Streit gekommen. Der 35-Jährige habe sie beleidigt und damit gedroht, sie umzubringen, wenn sie nicht schweige. Er habe ihr mit der Hand ins Gesicht geschlagen.

Sie habe sich wehren wollen, dann aber aus Sorge um ihre Tochter versucht, ihn zu beruhigen. Er habe jedoch weiter auf sie eingeschlagen. Als sie ihm die Füße küssen wollte, „damit er aufhört“, habe er sie getreten, sagte die Zeugin unter Tränen.

Später habe er erklärt, dass er sie „haben“ wolle. Sie habe dann den Geschlechtsverkehr aus Sorge um ihre Tochter über sich ergehen lassen: „Ich wollte nur, dass er aufhört.“ Danach habe sie lange geweint, sich gewaschen und bis zum Morgen am Bett ihrer Tochter gesessen.

Am Folgetag habe sie einer Freundin erzählt, dass ihr Mann sie geschlagen habe. Sie seien zu ihrem Trauzeugen gegangen, weil sie sich scheiden lassen wollte. Dort trafen sie eine deutsche Frau. Diese habe gefragt, wo ihre Verletzungen herkämen, und umgehend die Polizei verständigt.

Quelle: hna

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Close