Dez 28

Messerattacke in Tölzer Flüchtlingsheim an Heiligabend

© picture alliance / dpa / Rene Ruprecht

In der Arrestzelle verbrachte ein junger Afghane die Weihnachtsnacht. Er war an Heiligabend mit einem Küchenmesser auf einen Mitbewohner losgegangen.

Bad Tölz – Zu unschönen Szenen kam es an Heiligabend in der Asylunterkunft an der Peter-Freisl-Straße in Bad Tölz: Ein junger Mann (21) aus Afghanistan ging gegen 22 Uhr mit einem Küchenmesser auf einen Mitbewohner, einen 29-jähriger Mann aus Tansania, los.

Warum die beiden aneinander gerieten, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Dank der Sicherheitskräfte passierte nichts Schlimmeres. Sie konnten den Afghanen in Schach halten, bis die Polizei eintraf.

Der Asylbewerber musste die Weihnachtsnacht in der Arrestzelle verbringen. Ihn erwartet ein Verfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung.

Quelle: merkur

Dez 27

Täter mit „ausländischem Akzent“ misshandelten und fesselten Ordensbrüder | Wien

Nach Angaben der Polizei haben die Räuber fünf Ordensbrüder (von 56 bis 68) der Schulbrüder bei dem Überfall verletzt. Der älteste Ordensbruder erlitt schwerere Blessuren am Kopf, er war aber ansprechbar. Die zumindest zwei Täter kamen gegen 13.30 Uhr in die Kirche, in der zu dem Zeitpunkt keine Messe stattfand.

Ein Geistlicher berichtet, dass die Verletzten in ihren eigenen Blutlachen lagen.

Ein etwa 1,80 Meter großer Täter, der mit ausländischem Akzent sprach, traf den 68-jährigen Ordensbruder an und misshandelte diesen schwer.

Dem Opfer kam ein weiteres Ordensmitglied zu Hilfe, das ebenfalls verletzt wurde. Gerüchte, wonach die Täter auch Schusswaffen einsetzten, bestätigte die Polizei nicht. Die Verletzungen entstanden durch stumpfe Gewalt, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Möglicherweise hatten die Täter Eisenstangen dabei.

Den beiden Misshandelten dürften weitere drei Ordensbrüder zu Hilfe gekommen sein, die ebenfalls verletzt wurden. Gegen 16.15 Uhr wurde die Polizei verständigt, welche die Verletzten fand. Bei den vier leichter Verletzten dürfte es um Prellungen gehen. Alle fünf wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Dez 27

Nach Bauchschuss: Verdächtiger Anatol W. stellt sich der Polizei

Mann trug zur Tatzeit schwarze Jacke und schwarze Hose

Der Tatverdächtige heißt Anatol W., ist 28 Jahre alt und kommt aus Offenbach. Er soll an Heiligabend im bayrischen Erlenbach einem 41-jährigen Mann in den Bauch geschossen haben. Mittlerweile hat er sich der Polizei in Aschaffenburg gestelllt, er wurde vorläufig festgenommen.

Fahndung läuft mit einem Großaufgebot

Die beiden – Täter und Opfer – sollen Bekannte sein. Die Polizei geht deshalb von einer Beziehungstat aus. Nach Zeugenaussagen sollen sich die Männer vor der Tat im Treppenhaus heftig gestritten haben. Die Hintergründe der Auseinandersetzung waren zunächst unklar.

Einsatzkräfte fanden den Verletzten am Dienstagabend vor dem Eingang eines Mehrfamilienhauses in Erlenbach am Main, wo dieser wohnte. Im Krankenhaus wurde er umgehend operiert. Laut Angaben der Polizei sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich.

Quelle: RTL

Dez 27

Deutschland: Kommt jetzt die ‚Moschee-Steuer‘?

© Symbolbild/Getty Images

Politiker der Großen Koalition in Deutschland haben sich für die Einführung einer „Moschee-Steuer“ analog zur Kirchensteuer ausgesprochen. Ziel müsse sein, „dass sich der Islam in Deutschland von der Einflussnahme ausländischer Staaten emanzipiert und eine stärkere Inlandsorientierung gewinnt“, sagte Thorsten Frei, der Vizechef der Unions-Fraktion im Bundestag, der Zeitung „Die Welt“ (online).

Finanziell auf eigenen Füßen

Eine Moschee-Steuer würde es Muslimen erlauben, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen, betonte Frei. „Der Weg zur Erhebung einer solchen Steuer ist bereits heute grundsätzlich offen.“
Innenstaatssekretär Markus Kerber (CDU), zuständig für die Islamkonferenz, äußerte sich zustimmend. Ziel einer solchen Steuer müsse sein, dass Moscheen nicht von Finanzhilfen im Ausland abhängig seien, sagte er der „Welt“. „Diese Abhängigkeit sorgt nämlich unter anderem dafür, dass Imame aus dem Ausland in deutsche Moscheen geschickt werden und so der Einfluss zum Beispiel aus der Türkei groß bleibt.“
In Österreich sind Zuwendungen aus dem Ausland inzwischen verboten. Auf Basis des 2015 beschlossenen Islamgesetzes muss die Finanzierung muslimischer Geistlicher aus dem Inland erfolgen.
Der SPD-Innenexperte Burkhard Lischka sagte der Zeitung, mit einer Moschee-Steuer ließe sich die Gefahr des Einflusses von außen und einer möglichen Radikalisierung verringern. „Bis zu einem fertigen Konzept dürfte es aber noch ein weiter Weg sein, den wir nur mit den Ländern gemeinsam gehen können, denn Kirchensteuern sind Ländersache.“

Offene Fragen

Kerber betonte, Voraussetzung wäre zunächst, dass die Moscheen in Deutschland die Anforderungen des Religionsverfassungsrechts an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts erfüllen müssten. Damit verbunden ist das Recht des Steuereinzugs bei Mitgliedern. „Die Debatten über solche wichtigen Fragen wollen wir im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz ermöglichen und begleiten, aber nicht die Ergebnisse vorgeben“ kündigte Kerber an.
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt begrüßte die Debatte. „Es wäre klug und höchste Zeit, dass wir für die muslimischen Gemeinden in Deutschland unabhängige Finanzierungsquellen finden und damit den schädlichen Einfluss durch politische gesteuerte Gelder und radikale Prediger aus der Türkei oder den Golfstaaten endlich unterbinden“, erklärte sie in Berlin. Stünden die Moscheen und muslimische Einrichtungen finanziell auf eigenen Füßen, könnten sie sich „endlich unabhängig den komplexen Herausforderungen der Integrations- und Gemeindearbeit widmen“.
Die Unabhängigkeit des in Deutschland tätigen Moschee-Verbands Ditib wird immer wieder infrage gestellt. Formal ist die Türkisch-Islamische Union (Ditib) ein unabhängiger deutscher Verein, doch werden die Imame in den Ditib-Moscheen von der türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt und bezahlt. Kritiker werfen Ditib vor, der verlängerte Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu sein.
Die Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, sagte der „Welt“, mit einer Moschee-Steuer könnten Muslime die Finanzierung ihrer Gemeinden verstärkt selbst organisieren. „Alles, was die Gemeinden brauchen, kann in Zukunft von den Mitgliedern selbst aufgebracht werden.“ Ates ist Initiatorin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee im Stadtteil Moabit, die für einen liberalen Islam steht und für eine geschlechtergerechte Auslegung des Korans eintritt.

Dez 27

Oettinger bringt Merz als Kanzlerkandidaten ins Spiel

Friedrich Merz hat knapp den CDU-Vorsitz verpasst. Wird er trotzdem Kanzlerkandidat der Union? EU-Haushaltskommissar Oettinger sieht jedenfalls keinen Automatismus für Kramp-Karrenbauer – und bringt Merz ins Spiel.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) kann sich den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten vorstellen. Fast die Hälfte der Parteitagsdelegierten hätten Merz als CDU-Vorsitzenden gewählt – „und ein CDU-Vorsitzender ist immer auch ein möglicher Kanzlerkandidat“, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (online: Mittwoch, print: Donnerstag).

Zuallererst liege die Entscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur bei der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die das erste Zugriffsrecht habe. Doch es gebe dabei „keinen Automatismus“.

Kramp-Karrenbauer hatte sich in einer Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag in Hamburg nur knapp gegen Merz durchgesetzt, der für den konservativen und wirtschaftsliberalen Flügel der Partei steht. Merz zeigte sich hinterher offen für ein Ministeramt in der Bundesregierung – mit einem Wechsel in die Bundesregierung von Angela Merkel (CDU) kann er allerdings derzeit nicht rechnen.

Aus Oettingers Sicht sollte Merz „ein Aktivposten“ in der CDU bleiben. „Er sollte zunächst einmal bei einem Parteiprojekt mitwirken – in einer Programmkommission oder in einem ranghohen Beirat“, sagte der EU-Kommissar den Funke-Zeitungen. „Daneben könnte er in der privaten Wirtschaft tätig bleiben.“

Oettinger begrüßte es, dass Merz bereit bleibe, „seine Sachkompetenz einzubringen“. Zwar könne dafür nicht sofort die Regierung umgebildet werden. „Es wird aber zu Veränderungen in der Bundesregierung kommen – spätestens 2021 mit der nächsten regulären Bundestagswahl, vielleicht auch früher.“

Quelle: faz

Dez 26

Rechtsstaat: Politiker als Richter?

Stephan Harbarth bei der Vereidigung zum Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts © Britta Pedersen/dpa

Wenn Politiker vom Bundestag in die Wirtschaft wechseln, erweckt das Misstrauen. Ebenso ein Wechsel zum Bundesverfassungsgericht, wie der Fall Stephan Harbarth zeigt.

Immer wieder erzeugen schnelle Wechsel von Spitzenpolitikern in andere Ämter Misstrauen, vor allem wenn es um die Wirtschaft geht. Aber wie sieht es bei einem Wechsel an ein Gericht aus? Der Fall des CDU-Bundestagsabgeordneten Stephan Harbath zeigt: Viele Bürgerinnen und Bürger zweifeln daran, ob jemand so schnell vom parteiischen Politiker zum unparteiischen Richter werden kann. Der Rechtswissenschaftler Volker Böhme-Neßler kann den Argwohn nachvollziehen. Im Gastbeitrag erklärt er, warum so ein Wechsel kritisch für die Demokratie und den Rechtsstaat ist.

Vom Bundestag direkt nach Karlsruhe ans Bundesverfassungsgericht? Wie das geht, zeigt Stephan Harbarth. Bundestag und Bundesrat haben ihn Ende November zum Verfassungsrichter gewählt. Eine gute Wahl? Er ist ein hoch qualifizierter Jurist, Rechtsanwalt, Honorarprofessor an der Universität Heidelberg – und ein langjähriger aktiver Spitzenpolitiker. Zuletzt war er CDU-Fraktionsvize im Bundestag und Mitglied im Bundesvorstand der Partei. Ist dieser Wechsel von der Politik direkt in die Verfassungsrechtsprechung problematisch?

Für den Politiker sprechen gute fachliche Gründe. Er ist ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt. Lange Jahre hat er Vorlesungen an der Uni Heidelberg gehalten. Inzwischen ist er dort Honorarprofessor. Das Bundesverfassungsgericht muss die ganze Breite des deutschen Rechts bearbeiten. Und versierte Anwälte erweitern die Kompetenz des Gerichts ganz sicher. Aber Harbarth ist eben nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch lange schon Politiker. Seit früher Jugend ist er parteipolitisch aktiv. Er hat viele (Partei)Ämter bekleidet. Seine politische Karriere hat ihn bis an die Spitze der CDU und der Bundestagsfraktion geführt. Er weiß, wie Politik funktioniert. Ist das nicht ein Vorteil?

Das Bundesverfassungsgericht ist ein Gericht. Es ist aber gleichzeitig auch ein Akteur auf der politischen Bühne. Es agiert an der Grenze von (Verfassungs)Recht und Politik. Seine Urteile betreffen nicht selten hoch politische, heftig umstrittene Problemfälle. Und es kann Gesetze, die das Parlament nach politischen Debatten mit politischen Mehrheiten verabschiedet hat, wieder aufheben, wenn es sie für verfassungswidrig hält. Die Karlsruher Richter sind zwar Juristen. Sie müssen aber immer die politischen Aspekte und Auswirkungen ihrer Entscheidung im Auge haben. Sie dürfen dennoch nicht politisch entscheiden. Ihre Urteile müssen immer verfassungsrechtlich korrekt sein. Das ist ein schwieriger Spagat. Völlig unpolitische Juristen, die sich in rechtlichen Details verlieren, schaffen diesen Balanceakt zwischen Recht und Politik nicht. Ein Minimum an politischem Gespür und Verständnis müssen Verfassungsrichter mitbringen. Politische Erfahrung, wie sie Stephan Harbarth hat, könnte deshalb ein großer Vorteil sein.

Es gibt auch Präzedenzfälle. Zwei Ministerpräsidenten wechselten direkt aus ihren politischen Ämtern an das Verfassungsgericht in Karlsruhe. Gebhardt Müller kam 1959 aus Stuttgart, Peter Müller 2011 aus Saarbrücken. Auch der frühere Bundesinnenminister Ernst Benda, Jutta Limbach, die Justizsenatorin von Berlin und der Innenminister von Thüringen, Peter Michael Huber, gelangten aus politischen Spitzenpositionen an das Gericht in Karlsruhe. Alle waren und sind geachtete Richter. Also kein Problem? Doch. Aber das Problem liegt tiefer.

Misstrauen ist Gift für die Demokratie

Eine Demokratie braucht das Vertrauen ihrer Bürger wie die Luft zum Atmen. Sie funktioniert nur, wenn die Bürger darauf vertrauen, dass die staatlichen Institutionen für das Wohl der Allgemeinheit arbeiten. Schwindet dieses Vertrauen, entsteht Politikverdrossenheit und sogar Demokratieverdrossenheit. Misstrauen und Argwohn der Bürger sind Gift für die Demokratie. In repräsentativen Umfragen wird seit Jahrzehnten ermittelt, wie hoch das Vertrauen der Deutschen in ihren Staat und die Politiker ist. Erschreckend groß ist das Misstrauen gegenüber den Parteipolitikern und den Parlamenten. Das Bundesverfassungsgericht dagegen genießt seit Jahrzehnten ungebrochen das höchste Vertrauen in der Bevölkerung. Der Grund dafür ist klar: Es gilt weithin als objektiv und unabhängig von der (Partei)Politik. Es ist ein wichtiges Symbol für den funktionierenden Rechtsstaat. Das ist auch die Grundlage seiner Autorität. Seine Urteile können nicht mit Gewalt durchgesetzt werden. Sie werden befolgt, weil man ihm vertraut. Seine Urteile werden als vernünftig, objektiv und gerecht wahrgenommen.

Dieses Urvertrauen in das Verfassungsgericht darf nicht beschädigt werden. Sonst leidet nicht nur die Funktionsfähigkeit des Gerichts. Auch das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Gerichte und den Rechtsstaat insgesamt wird beschädigt. Ganz offen und ungeschminkt lässt sich das zurzeit in Polen und Ungarn beobachten. Die Regierungsmehrheiten dort beseitigen die Unabhängigkeit der obersten Gerichte und beschädigen den Rechtsstaat. Mit guten Gründen versucht die EU, diese Entwicklung aufzuhalten.

Hier liegt das Problem, wenn aktive Partei-Politiker unmittelbar aus einem politischen Amt ans Verfassungsgericht wechseln. Ob berechtigt oder nicht: In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck, dass die Parteipolitik das unparteiische Bundesverfassungsgericht infiltriert. Das Vertrauen in das oberste Gericht wird beschädigt. Seine Autorität leidet. Erschwerend kommt hinzu: Das Verfahren, in dem neue Verfassungsrichter gewählt werden, ist völlig intransparent. Einige wenige Spezialisten aus Bundestag und Bundesrat machen das unter sich aus. Die Öffentlichkeit bleibt völlig außen vor. Die völlig fehlende Transparenz bei der Auswahl der Richter ist undemokratisch – und sie schürt Misstrauen. Vielleicht werden die Richter ja nach parteipolitischen Kriterien ausgewählt, um ein gefügiges Gericht zu bekommen? Wer wollte den Bürgern dieses (Vor)Urteil verdenken?

Schon der bloße Anschein, dass das Gericht parteipolitisch instrumentalisiert wird, ist fatal. Der Schaden für den Rechtsstaat ist groß. Deshalb ist es falsch, aktive Spitzenpolitiker zu Verfassungsrichtern zu machen.

Quelle: Zeit

Dez 26

23-Jährige tot: Syrischer Ehemann geständig

Im Flüchtlingsheim im Innsbrucker Stadtteil Reichenau kam es zu der Bluttat

Nach der tödlichen Bluttat am Stefanitag in Innsbruck hat sich der 37-jährige Verdächtige geständig gezeigt. Er soll seine 23-jährige Frau so schwer verletzt haben, dass sie wenig später starb. Das Motiv dürfte Eifersucht gewesen sein.

Kurz nach 1.00 Uhr war es in einer Innsbrucker Flüchtlingsunterkunft zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mann und seiner Frau gekommen. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei soll der Mann mit massiver Gewalt auf sie losgegangen sein. Sie erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen im Kopfbereich. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde die Frau noch in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo sie in den Morgenstunden aber ihren Verletzungen erlag.

Verdächtiger kletterte nach Tat durchs Fenster

Die genauen Umstände der Bluttat waren vorerst noch unklar. Der 37-jährige Syrer war danach auf das Außensims des Zimmers geklettert. Ein Großaufgebot der Polizei stand im Einsatz, auch das Einsatzkommando Cobra wurde zu der Flüchtlingsunterkunft gerufen. Dort wurde der Verdächtige festgenommen.

Von Zeugen schwer belastet worden

Der Mann gestand die Tat bei der Einvernahme. Auch ein Zeuge sei am Vormittag einvernommen worden, der den Mann schwer belastet habe, sagte Katja Tersch vom Landeskriminalamt. Das Motiv dürfte Eifersucht gewesen sein.

„Derzeit gehen wir nur von körperlicher Gewalt aus“, sagte Tersch. Es gebe keinen Hinweis, dass bei der Tat eine Waffe benutzt wurde. „Genaueres wird aber erst die Obduktion ergeben“, so die Kriminalbeamtin.

Quelle: orf

Dez 25

Damit Besucher nicht vergewaltigt werden: Besuchsregeln für Asylheim verschärft

Minderjährige dürfen ein Augsburger Asylheim nicht mehr ohne Erlaubnis ihrer Eltern besuchen.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Augsburg. Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung eines 15 Jahre alten Mädchens gibt es in einem Asylheim strengere Regeln für Besucher – vor allem für Minderjährige.

Als Reaktion auf die mutmaßliche Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens im Asylheim in der Augsburger Proviantbachstraße sind dort die Besuchsregeln verschärft worden. Minderjährige dürfen sich inzwischen nicht mehr ohne Erlaubnis der Eltern in der Unterkunft aufhalten. Das habe man nach Bekanntwerden des Verdachts so entschieden, sagte Karl-Heinz Meyer, der Sprecher der Regierung von Schwaben, unserer Redaktion.

Sicherheitsdienst bekam von der mutmaßlichen Vergewaltigung nichts mit

Die Vergewaltigung der Schülerin soll sich im Juli abgespielt haben. Zwei Afghanen im Alter von 17 und 20 Jahren kamen damals in Untersuchungshaft. Als die Ermittler auf der Suche nach weiteren Verdächtigen im September reihenweise Bewohnern des Heimes DNA-Proben abnahmen, ging die Polizei mit dem Fall an die Öffentlichkeit. Die 15-Jährige hatte in dem Heim einen Joint geraucht und gibt an, vom Geschehen danach nichts mehr mitbekommen zu haben. Als sie später in verwirrtem Zustand auf der Straße aufgegriffen und in die Kinderklinik gebracht wurde, ergab sich dort der Verdacht auf einen Missbrauch. Die Männer konnten die Jugendliche offenbar vergewaltigen, obwohl die Unterkunft rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht wird. Zwei Mitarbeiter seien stets in dem Heim anwesend, teilt die Regierung von Schwaben mit.

Die Sicherheitsleute sollen auch kontrollieren, wer das Heim besucht. Grundsätzlich sind Besuche zwischen 8 und 22 Uhr möglich. Der Sicherheitsdienst sei angewiesen, von Besuchern einen Ausweis zu verlangen und die Daten aufzunehmen. Außerhalb der Besuchszeit kontrolliere der Dienst, ob sich fremde Personen im Gebäude aufhalten. Allerdings: Die beiden Mitarbeiter können in dem mehrstöckigen Gebäude nicht überall gleichzeitig sein. Das räumt man auch bei der Regierung von Schwaben ein. So ist es auch möglich, dass der Sicherheitsdienst die Eingangstür zeitweise nicht im Blick hat. Zum Beispiel, wenn er wegen eines Streits in eines der Zimmer gerufen wird. Ganz verboten ist es für Minderjährige nach wie vor nicht, in das Heim zu gehen. Sie dürfen das aber nur noch, wenn sie von Erziehungsberechtigten begleitet werden. Oder sie benötigen zumindest deren schriftliche Erlaubnis und müssen sich vorab bei der Heimleitung anmelden.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Dez 25

Mordversuch an Weihnachten im Asylheim Großburgwedel | Messer in Hals Attacke

Symbolbild

Schon wieder kam es im Asylantenheim Großburgwedel zu mörderischen Auseinandersetzungen, selbst an Weihnachten wird dort zum Langmesser gegriffen – bislang keine Berichterstattung der Medien

Am heutigen Weihnachts- Vormittag, den 25.12.2018, ist es in einer Unterkunft an der Laher Feldstraße (Altwarmbüchen) zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 22 und 25 Jahre alten Bewohnern gekommen. Der Jüngere ist wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes festgenommen worden.

Nach ersten Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes Hannover waren die beiden Männer gegen 11:15 Uhr wegen einer Lappalie in Streit geraten.

Im Verlauf der daraus resultierenden Auseinandersetzung griff der junge Mann seinen Widersacher in der gemeinsamen Küche mit einem Messer an und versuchte ihm gezielt in den Hals zu stechen. Dem 25-Jährigen gelang es den Angriff abzuwehren, er erlitt dabei jedoch eine Schnittverletzung an der Schulter.

Wegen einer Lapalie versuchte der Armustasylant umgehend sein Messer ein den Hals zu rammen

Ein auf den Tumult aufmerksam gewordener 32 Jahre alter Bewohner eilte dem Opfer zur Hilfe und verhinderte weitere Attacken durch den Tatverdächtigen.

Der Angreifer ließ sich durch die zwischenzeitlich alarmierten Polizeibeamten widerstandslos festnehmen.

Sein schwerverletztes Opfer wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Der 22-Jährige muss sich nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes verantworten und soll nach aktuellem Stand einem Haftrichter vorgeführt werden.

Quelle: Truth24.net

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Dez 25

Oberleitung in Berlin beschädigt: Bahn-Angreifer hinterließen ISIS-Flagge

Ermittler suchen am Dienstag die Bahnstrecke nach Beweismitteln ab. Hier wurde am Sonntag eine zerstörte Oberleitung festgestellt Foto: Olaf Selchow

Berlin – In Berlin ist Sonntagmittag eine beschädigte Oberleitung auf dem Fernbahngleis Richtung Hauptbahnhof festgestellt worden. Offenbar wurde ein Anschlag auf die Deutsche Bahn verübt. Nach BILD-Informationen wurden ganz in der Nähe Flugblätter und eine ISIS-Flagge gefunden.

Sonntag, gegen 11.50 Uhr, informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei über den Schaden zwischen den S-Bahnhöfen Wuhlheide und Karlshorst. Die Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel fest.

Auch neben der Trasse wurde gesucht
Auch neben der Trasse wurde gesucht Foto: Olaf Selchow

Der Zugverkehr musste auf dem Gleis gestoppt werden. Laut einem Polizeisprecher waren die Strecken von S-Bahn und Regionalbahn betroffen. Drei Regionalbahnen wurden demnach über umgeleitet. Auch der Fernverkehr konnte offenbar umgeleitet werden.Nach knapp anderthalb Stunden war die Strecke wieder frei.

Ob und welche Spuren am Dienstag gesichert wurden, war nicht bekannt
Ob und welche Spuren am Dienstag gesichert wurden, war nicht bekannt Foto: Olaf Selchow
Mit Tüte und Koffer ging es auf die Trasse
Mit Tüte und Koffer ging es auf die Trasse Foto: Olaf Selchow

Beamte der Polizei Berlin übernahmen die weiteren Ermittlungen am Ort. Kriminaltechniker sicherten Spuren und fertigten Fotos vom Ort zum Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Darüber hinaus wurden Beweismittel gefunden.

Flugblätter und ISIS-Flagge entdeckt

Wie BILD erfuhr, soll auch ein Wurfanker aufgefunden worden sein. UND: Bundespolizisten sollen im Umkreis von 300 Metern etwa 60 Flugblätter mit arabischen Zeichen und eine ISIS-Flagge entdeckt haben. Die Berliner Polizei wollte sich dazu nicht äußern.

▶︎ Der Fall erinnert an einen Anschlag auf einen ICE in Bayern. Dort gab es am 7. Oktober eine Attacke auf einer ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München. Nach BILD-Informationen wurden auf der Strecke im mittelfränkischen Allersberg ein Stahlseil über die Gleise gespannt und Holzkeile auf die Schienen montiert. Der ICE raste durch, der Lokführer hatte ein verdächtiges Geräusch bemerkt. Zunächst ging man von einem Kurzschluss aus.

Die Ermittler fanden anschließend ein „Drohschreiben in arabischer Schrift“, sowie ein arabisches Graffito an einem Brückenpfeiler. Nach BILD-Informationen wurde in dem Schreiben auch mit weiteren Anschlägen gedroht – allerdings ohne konkrete Ziele zu nennen.

Im aktuellen Fall dauert die Auswertung der Spuren noch an. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin prüft das Vorliegen eines politischen Tatmotivs.

Quelle: BILD

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