Mai 11

Messer-Asylanten bescheren Deutschen schärferes Waffengesetz: Bundesländer planen Messer-Verbot

Feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern dürfen nicht mehr in der Öffentlichkeit mitgeführt werdenFoto: Malte Christians / dpa

Die Bundesländer streben laut einem Medienbericht ein weitreichendes Messer-Verbot in Deutschland an.

Wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet, liegt dem Bundesrat schon ein Gesetzentwurf vor: Das Mitführen von Klingen in Einkaufszentren, an Bahnhöfen, Haltestellen und bei Großveranstaltungen soll verboten werden können.

Die Länder Bremen und Niedersachsen schreiben in ihrem Entwurf, dass Messerangriffe „weiterhin in hoher Zahl“ verübt werden, so die Zeitung. „Sie sind besonders gefährlich und beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.“

▶︎ Konkret sehe das Gesetz vor, dass Waffen-Verbotszonen auf Orte ausgeweitet werden sollen, „an denen sich besonders viele Menschen aufhalten“. Die Wahrscheinlichkeit sei „besonders hoch“, dass es an diesen Orten zu Übergriffen komme.

Die Verschärfung sieht demnach darüber hinaus vor, dass feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern nicht mehr in der Öffentlichkeit mitgeführt werden dürfen – bislang sind bis zu zwölf Zentimeter erlaubt.

Der Umgang mit Springmessern soll unabhängig von der Klingenlänge komplett verboten werden. Laut „Saarbrücker Zeitung“ wird mit der Zustimmung im Bundesrat gerechnet.

Quelle: BILD

Mai 11

Berliner Grüner will Polizisten Pistolen wegnehmen

Benedikt Lux: Der Berliner Grünen-Politiker hat mit seinem Vorschlag zur Verbreitung von Tasern anstelle von Schusswaffen bei Polizisten für Aufsehen gesorgt. (Quelle: imago images)

Benedikt Lux hat mit einem Vorschlag zur Ausstattung der Polizei für Aufsehen gesorgt: Der innenpolitische Sprecher der Grünen Berlin kann sich vorstellen, dass nicht alle Polizisten Schusswaffen tragen. Taser seien eine Option.

Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher der Grünen in Berlin, hat in einem Interview mit einem Fachblatt der Gewerkschaft der Polizei die Ausstattung aller Polizisten mit Schusswaffen infrage gestellt. Laut „Berliner Morgenpost“ sagte Lux: „Ich halte es für fraglich, ob alle Polizistinnen und Polizisten wie heute eine Schusswaffe tragen müssen.“ Taser, hinlänglich bekannt als Elektroschocker, seien für ihn eine denkbare Alternative.

Seit zwei Jahren werden sie etwa in Berlin in einigen Abschnitten im Einsatz erprobt. Lux argumentiert, dass Taser im Einsatz „vieles abdecken“ könnten. Meist sind bei den Elektroschusswaffen zwei Projektile durch isolierte Drähte mit der Waffe verbunden. Treffen sie die Zielperson, werden elektrische Impulse übertragen, die die Person immobilisieren. Es gibt auch drahtlose Modelle. Taser gelten als weniger tödlich und sind in anderen Ländern, etwa den USA oder Großbritannien, bei den Einsatzkräften weit verbreitet. 

Der „Berliner Morgenpost“ sagte Lux, dass er mit seinem Vorschlag nicht die Polizei entwaffnen sondern Alternativen für Beamte in örtlichen Abschnitten bieten wolle. Spezialeinsatzkommandos, die zur Unterstützung in Gefahrensituationen gerufen werden, sollen weiterhin bewaffnet sein. 

Gewerkschaft der Polizei: Vorschlag ist lächerlich

Die Gewerkschaft der Polizei selbst lehnt den Vorschlag des Grünen-Politikers ab. Sprecher Benjamin Jendro nannte die Idee lächerlich. Die Kollegen in Berlin etwa kämen immer wieder in Situationen, in denen eine Schusswaffe „ihr Leben und das der Bürger schützen kann“. Zwar seien in London Polizisten im Einzelfall ohne Schusswaffen im Einsatz, doch würde von dieser Praxis zunehmend abgerückt.  

Grüne dagegen, Linke gesprächsbereit

Auch der Koalitionspartner der Grünen in Berlin distanziert sich von dem Vorschlag. Der Berliner SPD-Innenexperte Frank Zimmermann sprach von einer abwegigen Idee. Er betonte die Fürsorgepflicht der Beamten, der sie nur mit einer vollständigen Ausstattung ausnahmslos nachkommen könnten. 

Quelle: t-online

Mai 10

Mit der Frühstücks-Frage überführt die Richterin einen Asyl-Kläger der Lüge


Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Bayern.

Ein 23-jähriger Flüchtling aus Afghanistan schildert vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt am Main, was ihm in der Heimat angeblich widerfahren ist. Als er von Todesdrohungen gegen ihn spricht, macht er einen winzigen, aber verhängnisvollen Fehler. Plötzlich wird klar: Seine Darstellung kann nicht stimmen.

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat die Asylklage eines 23-jährigen Mannes aus Afghanistan abgewiesen, nachdem sich dessen Fluchtgeschichte in entscheidenden Punkten als unwahr erwiesen hatte. In der Verhandlung deckte die Richterin auf, dass der Kläger eine bestimmte afghanische Sprache gar nicht beherrscht, in der er angeblich mit dem Tod bedroht worden war.

Farid B. (Name von der Redaktion geändert) hatte 2016 in Deutschland Asyl beantragt und wollte als Flüchtling anerkannt werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) lehnte dies ab, weswegen er vor das Verwaltungsgericht zog. Nach einer mündlichen Verhandlung, bei der FOCUS Online anwesend war, wurde seine Klage Anfang Mai 2019 abgelehnt (Aktenzeichen: 10 K 4384/17.F.A)

Asyl-Verfahren: Flüchtling berichtet über Bestellung von Uniformen

Sowohl bei seiner Anhörung durch das Bamf im Januar 2017 als auch in der Verhandlung stellte sich der Mann als politisch Verfolgter dar, der in Afghanistan seine Ermordung fürchten müsse.

Demnach habe er in seiner Heimat eine Schneiderei mit 35 Angestellten geführt. Eines Tages seien zwei Männer in seinen Betrieb gekommen und hätten die Anfertigung von 100 Polizei-Uniformen verlangt, so Farid B. Da die Kunden sich nicht als Vertreter des Innenministeriums oder der Regierung ausweisen konnten und ihm stattdessen Bestechungsgeld anboten, habe er den Auftrag abgelehnt: „Ich wollte nichts Illegales machen.“

Er sei sogar zur Polizei gegangen und habe den Vorfall gemeldet. Bei den Männern handelte es sich seiner Meinung nach um eine „regierungsfeindliche Gruppe“, die Uniformen als Tarnung brauchte, um Anschläge zu verüben.

Täter riefen angeblich mehrmals an und bedrohten ihn

In der Folgezeit hätten ihn die Männer massiv bedrängt. „Sie haben mich sieben bis acht Mal am Tag angerufen und mit dem Tod bedroht“, erklärte Farid B. vor Gericht. Deshalb habe er den Auftrag zum Schein angenommen, in Wahrheit jedoch sein Geschäft innerhalb von zehn Tagen aufgelöst, alle Nähmaschinen verkauft und die Mitarbeiter entlassen. Schließlich sei er über den Iran nach Deutschland geflüchtet.

Bei seiner Aussage vor Gericht erwähnte Farid B., dass ihn die angeblichen Täter in der Sprache Paschtu bedroht hätten, die allgemein als Afghanisch bekannt ist. Er selbst äußerte sich während der Verhandlung jedoch in der zweiten offiziellen Landessprache Dari.

Als der Dolmetscher die Sprache wechselt, kippt Stimmung

Um zu überprüfen, ob der Kläger überhaupt Paschtu verstehen und sprechen kann, forderte die Richterin den anwesenden Dolmetscher auf, Farid B. einige Fragen auf Paschtu zu stellen, was dieser auch tat.

So fragte der Übersetzer, womit die Täter am Telefon konkret gedroht hätten. Außerdem wollte er von Farid B. wissen, welche seiner Familienmitglieder in Afghanistan lebten und was er heute Morgen zum Frühstück gegessen habe.

Keine einzige Frage konnte der Kläger beantworten. Er senkte den Kopf und schwieg. Am Ende musste er eingestehen: „Ich kann kein Paschtu.“

Kläger reagiert laut Gerichtsprotokoll „sichtlich verlegen“

Die Richterin protokollierte, dass der Kläger „sichtlich verlegen“ auf die Fragen in Paschtu reagiert habe. Seine Angaben, wonach er in dieser Sprache mit dem Tod bedroht worden sein soll, seien damit „unglaubhaft“.

In seiner schriftlichen Begründung wies das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main die Anträge des Afghanen auf Asyl und Anerkennung als Flüchtling zurück. Auch die Anträge auf subsidiären Schutz und Abschiebungsverbot lehnte die Kammer ab.

Damit müsste Farid B. eigentlich zurück nach Afghanistan. Ob er gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegt und damit seinen Aufenthalt in Deutschland verlängert, steht noch nicht fest.

Pro Asyl: Lügende Flüchtlinge „kein Massenphänomen“

Die deutschen Behörden führen keine Statistik darüber, wie viele Asylbewerber mit geschönten oder erfundenen Angaben versuchen, einer Abschiebung zu entgehen. In diesem Zusammenhang wird lediglich die Zahl der gefälschten Ausweise erfasst: 2018 überprüfte die Polizei rund 192.000 Dokumente von Asylbewerbern. Nur in knapp 3300 Fällen (1,7 Prozent) erwiesen sich die Papiere als unecht oder manipuliert. Allerdings reist eine nicht unerhebliche Zahl von Flüchtlingen ganz ohne Papiere ein.

Für den Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, steht fest, dass ein Fall wie der von Farid B. eher die Ausnahme darstellt: „Wenn lügende Flüchtlinge ein Massenphänomen wären, gäbe es nicht so viele Anerkennungen durch das Bamf und keine so hohe Erfolgsquote vor Gericht.“

2018 entschied das Bamf über rund 217.000 Asylanträge. In mehr als 66.000 Fällen (31 Prozent) wurden die Ausländer nach eingehender Prüfung als Flüchtlinge bzw. Asylberechtigte anerkannt oder erhielten subsidiären Schutz. Etwa 75.000 Anträge (35 Prozent) lehnte die Behörde ab, wobei viele Betroffene die Entscheidung vor Gericht anfochten. Die Erfolgsquote der Kläger lag vergangenes Jahr bei rund 17 Prozent. Von 173.400 Gerichtsurteilen fielen 29.700 positiv für die Antragsteller aus.

Professorin: „Natürlicher Reflex“ von Leuten, die Angst haben

Widersprüche, Unklarheiten, missverständliche Angaben, vage Erzählungen, Notlügen, glatte Lügen – es gibt viele Gründe für deutsche Stellen, Flucht-Schilderungen von Asylbewerbern als „nicht glaubhaft“ einzustufen. Allerdings müsse jeder Fall einzeln betrachtet und bewertet werden, mahnt Anna Lübbe, Professorin für Öffentliches Recht an der Hochschule Fulda.

„Flüchtlinge, die gegenüber deutschen Behörden und Gerichten unwahre Angaben machen, tun dies mitunter nicht aus böser Absicht oder Berechnung“, sagt die Expertin für Asylrecht zu FOCUS Online. Es könne sich auch um „einen natürlichen Reflex von Leuten handeln, die Angst haben“. Lübbe: „In ihrer Heimat haben die Betroffenen oft kein Vertrauen in die Institutionen gehabt. Für sie ist es nicht selbstverständlich, sich gegenüber staatlichen Vertretern lückenlos zu offenbaren.“

Quelle: Focus

Mai 10

Neue Regel im Görlitzer – Park Platzanweiser für Dealer


Ein Mann kauft am helllichten Tag Drogen bei einem Dealer. 
Foto: Eric Richard

Mit einer neuen Idee für den Görlitzer Park macht Kreuzberg von sich reden. Die Dealer bekommen jetzt Standplätze zugewiesen, damit sich die vorbeilaufenden Parkbesucher nicht bedrängt fühlen.

Der vom Bezirk eingesetzte Parkmanager hat am Eingang und im Park mit rosa Farbe Rechtecke auf den Boden gesprüht. Diese Stellen markieren, wo die Rauschgifthändler stehen sollen. „Das ist keine Legalisierung des Verkaufs“, sagte Parkmanager Cengiz Demirci der RBB-Abendschau. „Die Menschen sollen nicht an einem Spalier von Dealern vorbei gehen“, sagte Demirci.

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Hier stehen KEINE Dealer sondern Parkbesucher. Die Dealer meiden die ihnen zugewiesenen Plätze. Foto: Eric Richard

Seit zwei Jahren sind sogenannte Parkläufer im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg in der Grünanlage unterwegs. Sie sind Ansprechpartner für die Dealer und sollen allen ein friedliches Nebeneinander ermöglichen und die Dealer eventuell in ehrliche Arbeit zu vermitteln.

April: 39 Polizeieinsätze im Görlitzer Park

Allerdings werden auch auf diese Weise weder der Bezirk noch die Polizei des Drogenproblems Herr. Eine Null-Toleranz-Strategie des früheren CDU-Innensenators fand ihr Ende mit dessen Abwahl 2016. Von den regelmäßigen Polizeikontrollen – im April gab es 39 – lassen sich die Dealer, überwiegend Flüchtlinge aus Afrika, nicht beeindrucken.

Nach internen Polizeiunterlagen, die der Berliner Zeitung vorliegen, geht die zwischenzeitlich gesunkene Zahl der mit dem Drogenhandel verbundenen Straftaten im Görlitzer Park wieder hoch. Demnach erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 182 Körperverletzungen – das sind 36 mehr als im Jahr 2017. Auch bei Raubtaten gibt es eine steigende Tendenz.

Die Idee mit den Zonen stößt auf heftige Kritik

Umso mehr stößt die Idee des Parkmanagers für den Umgang mit den Rauschgiftverkäufern auf heftige Kritik. Von Kapitulation vor den Dealern ist allenthalben die Rede.

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Ein Polizeiwagen im Görlitzer Park.  Foto: eric Richard

Wer mit Drogen handelt, begehe eine Straftat, sagt Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Die politisch Verantwortlichen müssen langsam aber sicher entscheiden, was für einen Park sie wollen. Wenn er Drogen- und damit Kriminalitätsfrei werden soll, braucht es dauerhaften polizeilichen Druck, juristische Entschlossenheit und politische Rückendeckung. Wenn man Kriminelle als Nutzer des Parks neben spielenden Kindern integrieren möchte, sind rosafarbene Striche zur genauen Positionierung, um Cannabis, Heroin und andere Drogen zu verticken, sicher eine gute Beihilfe.“

Von juristischer Entschlossenheit, wie von der GdP gewünscht, ist nach Angaben von Fahndern jedoch keine Rede. „Es gibt nicht mal einen Haftbefehl, wenn Dealer mit 20 oder 30 Gramm Cannabis erwischt werden“, sagt ein Polizist.

„Das Bezirksamt unterstützt den Drogenhandel im Görlitzer Park“ 

Drastische Worte kommen auch von der CDU. „Die Standflächen-Zuweisung für Drogendealer im Görli durch den Parkmanager ist eine Einladung zum Rechtsbruch und ein Verrat der Anwohner-Interessen des Grünen-Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Burkard Dregger. „Mit der Zuweisungs-Praxis wandelt das Bezirksamt den Görlitzer Park jetzt offiziell in einen Drogenmarkt um. Es unterstützt den Drogenhandel der organisierten Kriminalität.“ Das müsse strafrechtliche und politische Folgen haben.

Der Kreuzberger CDU-Abgeordnete Kurt Wansner erklärte: „Es ist völlig absurd und nicht hinnehmbar, wenn der Bezirk nunmehr selbst auf diese Weise mit seinen Parkmanagern den Drogenverkauf und den Konsum im Görlitzer Park fördert. Damit ignoriert er den Gesundheitsschutz und torpediert alle Bemühungen, das Drogenproblem dort in den Griff zu bekommen.“

Der FDP-Politiker Marcel Luthe befindet: „Einmal mehr offenbart sich die Farce, wenn dieser Senat von der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität spricht, aber gleichzeitig die bekannte Geldquelle der Clans in einem öffentlichen Park wissentlich duldet.“ Wer Organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen wolle, müsse ihre finanzielle Macht brechen – und diese liege auch im offenen Drogenhandel.

Ausweitung vom Görlitzer Park bis in den Wrangelkiez

Das Bezirksamt wusste nach eigenen Angaben nichts von der Idee seines Parkmanagers. „So lange Konsumenten und Kunden in den Park kommen, wird es auch Verkäufer geben“, sagt Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne). „Den Drogenverkauf können wir als Kommune nicht eindämmen. Er wird also höchstens in andere Gegenden verdrängt. Im Görlitzer Park müssen wir mit den bestehenden Realitäten umgehen. Kriminalitätsbekämpfung ist Aufgabe der Polizei.“

Seit Jahren ist der Görlitzer Park eine bei Partygängern und Touristen international bekannte Adresse, weil bekannt ist, dass man dort Marihuana, Cannabis und inzwischen auch harte Drogen wie Crystal Meth und Heroin kaufen kann. Allerdings machen sich Dealer offenbar auch in den benachbarten Straßen breit. Polizisten berichten davon, dass sich die Dealerszene inzwischen in den angrenzenden Wrangelkiez ausgedehnt habe.

Quelle: BZ

Mehr Körperverletzungen

Der Görlitzer Park ist laut Polizei ein „kriminalitätsbelasteter Ort. Einer internen Auswertung zufolge erfasste die Polizei dort 182 Körperverletzungen – 35 mehr als 2017. Seit Jahresbeginn gab es bis 6. Mai 57 Körperverletzungen – sechs mehr als im Vergleichszeitraum 2018.

Die Zahl gefährlicher und schwerer Körperverletzungen (etwa mit Messern) summierte sich von Januar bis 6. Mai auf 27 – das sind neun mehr als im Vergleichszeitraum 2018. Von Januar bis 6. Mai wurden 17 Raubtaten e registriert. 2018 waren es 55 und 2017 nur 30.

Die Polizei war von Januar bis 6. Mai 118 Mal im „Görli“ im Einsatz, überprüfte 978 Personen und verwies 625 Personen des Parks und stellte 150 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest. Bei den Einsätzen wurden 13 Beamte angegriffen, von denen acht verletzt wurden.

Mai 10

Messerstecherei unter Asylanten in Görlitzer Park – Polizei schnappt Verdächtigen


Eine Ermittlerin sucht nach Spuren.
Foto: Morris Pudwell

Berlin –Nach einer blutigen Auseinandersetzung im Görlitzer Park hat die Polizei einen Tatverdächtigen (21) festgenommen. Nach Polizeiangaben soll der mutmaßliche Messerstecher nun einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Hinter der Minigolf-Anlage an der Görlitzer Straße war der Mann in der Nacht zu Freitag mit einem 22-Jährigen in Streit darüber geraten, wer an dieser Stelle stehen dürfe. Dabei zog der 21-Jährige ein Messer und stach seinen aus Guinea stammenden Widersacher nieder.

Blutige Auseinandersetzungen im Drogen-Milieu

Zeugen alarmierten Polizei und Feuerwehr. Die Rettungskräfte brachten den an der Wade verletzten Mann in ein Krankenhaus. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der spätere Täter sein Opfer zunächst aufgefordert haben, seinen Standplatz zu verlassen. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam, soll der Unbekannte zunächst weggegangen sein. Allerdings soll er laut Polizei wenig später zurückgekommen sein – dieses Mal mit einem Messer bewaffnet.

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An dieser Stelle wurde der Verletzte gefunden.  Foto: Morris Pudwell

Dann soll er auf den 22-Jährigen losgegangen sein. Als dieser flüchtete, rannte ihm der mit dem Messer bewaffnete Angreifer hinterher und stach ihn schließlich in die Wade. Anschließend sei der Mann geflüchtet. Der Niedergestochene kam in ein Krankenhaus und wurde hier behandelt. Noch in der Nacht konnte er die Klinik wieder verlassen. 

Immer wieder kommt es im Görlitzer Park zu teils blutigen Auseinandersetzungen, fast immer spielen Streitigkeiten im Drogenmilieu dabei eine Rolle. Oftmals geht es dabei auch darum, welcher Dealer an welche Stelle stehen darf, um seine Drogen zu verkaufen. Um diese Standplätze gibt es derzeit auch einen bizarren Streit in der Politik. 

Streit um Dealer-Zonen

Der Grund: Der vom Bezirk eingesetzte Parkmanager hat am Eingang und im Park mit rosa Farbe Rechtecke auf den Boden gesprüht. Diese Stellen markieren, wo die Rauschgifthändler stehen sollen. „Das ist keine Legalisierung des Verkaufs“, sagte Parkmanager Cengiz Demirci der RBB-Abendschau. „Wir wollen nur sagen, dass die Menschen nicht an einem Spalier von Dealern vorbeigehen.“ 

„Die Standflächen-Zuweisung für Drogendealer im Görli durch den Parkmanager ist eine Einladung zum Rechtsbruch und ein Verrat der Anwohner-Interessen des Grünen-Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Burkard Dregger. „Mit der Zuweisungs-Praxis wandelt das Bezirksamt den Görlitzer Park jetzt offiziell in einen Drogenmarkt um. Es unterstützt den Drogenhandel der organisierten Kriminalität.“ Das müsse strafrechtliche und politische Folgen haben.

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Polizisten am Tatort im Görlitzer Park.  Foto: Morris Pudwell

Seit zwei Jahren sind sogenannte Parkläufer im Auftrag des Bezirksamtes in der Grünanlage unterwegs. Sie sind Ansprechpartner für die Dealer und sollen allen ein friedliches Nebeneinander mit den Besuchern ermöglichen. Denn von den Polizeikontrollen – allein im April gab es 39 – lassen sich die Dealer, meist Flüchtlinge aus Afrika, nicht beeindrucken.

Zahl der Straftaten steigt

Nach internen Polizeiunterlagen, die dieser Zeitung vorliegen, steigt die zwischenzeitlich gesunkene Zahl der mit dem Drogenhandel verbundenen Straftaten wieder. So erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 182 Körperverletzungen – das sind 36 mehr als 2017. Auch bei Raub gibt es eine steigende Tendenz.

Quelle: BZ

Mai 10

Marokkaner erschießt Frau im Vorbeifahren, als sie ihr Kind abholte | Offenbach

Der tödliche Schuss von Offenbach – offenbar war es eine heimtückische Beziehungstat!

Aus einem grauen Audi A4 heraus soll der Mann (42), ein Marokkaner, kurz vor 19 Uhr einen Schuss auf den geparkten Porsche Panamera der Deutsch-Marokkanerin (44) abgefeuert haben. Den Wagen hatte er zuvor gemietet. Der Schuss durchschlug die Scheibe an der Fahrerseite, traf die Frau.

Gegen Mitternacht wurde der Leichnam der Frau vom Tatort zur Gerichtsmedizin gebracht
Gegen Mitternacht wurde der Leichnam der Frau vom Tatort zur Gerichtsmedizin gebrachtFoto: Jürgen Mahnke

Der Schütze wusste offenbar genau, dass er die 44-Jährige an diesem Ort zu dieser Zeit antreffen würde. BILD erfuhr: Sie wartete im Porsche vor einer Kampfsportschule auf ihr Kind!

Die alarmierten Rettungskräfte kämpften noch um das Leben der Frau, doch sie starb wenig später im Rettungswagen.

Ein einziges Einschussloch ist im Porsche Panamera zu sehen
Ein einziges Einschussloch ist im Porsche Panamera zu sehenFoto: dpa

Der Mann ist weiterhin auf der Flucht – möglich ist, dass er die Waffe weiterhin bei sich trägt! Ob er alleine im Auto saß oder einen Komplizen auf der Beifahrerseite sitzen hatte, wird derzeit ermittelt.

Polizeisprecher Rudi Neu: „Es besteht keine Gefahr, es war eine gezielte Tat.“ Die Tote wird derzeit in der Frankfurter Gerichtsmedizin obduziert.

Der Tatort ist abgesperrt, Notärzte und Polizisten sind im Einsatz
Der Tatort ist abgesperrt, Notärzte und Polizisten sind im EinsatzFoto: Jürgen Mahnke

Quelle: BILD

Mai 09

Asylantenattacke: Prozess um Prügeltod verschoben


Foto: privat/Karsten Hempel

Wittenberg – Im Herbst 2017 wurde Markus H. (†30) am helllichten Tag auf dem Vorplatz eines Wittenberger Einkaufszentrums mit einem Schlag niedergestreckt. Er erlag einer schweren Schädelverletzung. Seither kämpft Markus Vater darum, endlich die Wahrheit über den Tod seines Sohnes zu erfahren. Er wird weiter warten müssen.

DER PROZESS GEGEN DEN MUTMASSLICHEN TOTPRÜGLER VOM ARSENALPLATZ RÜCKT IN DIE FERNE.

Karsten H. will endlich die Wahrheit über den Tod seines Sohnes erfahren
Karsten H. will endlich die Wahrheit über den Tod seines Sohnes erfahrenFoto: Holger John / VIADATA

Der Wittenberger starb am 29. September 2017 nach einer Auseinandersetzung mit vier jungen Flüchtlingen. Die Bilder einer Überwachungskamera des Einkaufszentrums zeigen, wie Markus H. und seine Begleiterin Agapi H. (24) auf ihren Rädern am Einkaufszentrum „Arsenal“ vorfahren. Ein Syrer (17) – der inzwischen wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt ist – reckt in Richtung der Ankömmlinge die Hand empor – zeigt den Stinkefinger.

„Warum der Stinkefinger, wenn er Markus doch nicht gekannt haben soll?“, fragt sich Karsten H. (54), der Vater des Getöteten, im Gespräch mit den BILD-Reportern. Die vier Flüchtlinge kehren um. Dann gehen auch Markus und Agapi zurück. Am Fahrradständer kommt es einer ersten Auseinandersetzung. Markus erleidet schwere Schädelverletzungen, an deren Folgen er verstirbt.

Der Vater tritt im Prozess gegen den Syrer als Nebenkläger auf. Er erwartet Antworten auf viele ungeklärte Fragen, die er bisher von den Ermittlungsbehörden nicht erhielt. Denn die Videosequenz zeigt, dass der angeklagte Syrer Sabri H. (20) mindestens drei, vier Mal hart zuschlug. Für den Vater des Opfers alles andere als Notwehr, von der der Staatsanwalt spricht.

Nächsten Monat hätte am Landgericht Magdeburg der Prozess gegen den Syrer beginnen sollen. Jetzt wurde er Verhandlungsbeginn aufgehoben. Die offizielle Begründung: Terminschwierigkeiten.

Christian Löffler, Richter am Landgericht Magdeburg, erklärt: „Grund für die Aufhebung ist die Auslastung der Kammer mit vorranig zu verhandelnden Haftsachen. In Haftsachen gilt das besondere Beschleunigungsgebot, da sich hier Beschuldigte ohne Urteil in Untersuchungshaft befinden.“

Sabri H. dagegen befindet sich seit der tödlichen Schlägerei in Freiheit, er kam nie in U-Haft. Inzwischen ist er mit seiner Familie von Wittenberg nach Magdeburg verzogen. Deshalb findet der Prozess für den Jugendlichen am Landgericht der Landeshauptstadt statt.

Ein genauen Termin für den verschobenen Prozess gibt es noch nicht. Gerichtssprecher Löffler: „Voraussichtlich startet das Verfahrne im Herbst.“

Quelle: BILD

Mai 09

Darmstadt : Umbenennung von acht Straßen wegen NS-Bezugs

In Darmstadt sollen acht Straßen neue Namen bekommen. Grund dafür ist der Bezug zum NS-Regime der jetzigen Namensgeber. Darunter sind auch prominente Vertreter.

Acht Straßen sollen in Darmstadt umbenannt werden, weil ihre Namensgeber einen Bezug zum NS-Regime hatten. In sieben Fällen habe ein eingesetzter Fachbeirat einstimmig für neue Straßennamen plädiert, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Beim früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg sei es nicht einstimmig gewesen. Aber auch die Hindenburgstraße werde umbenannt. Hierfür würden alle historischen und politischen Argumente sprechen. Hindenburg hatte Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt.

Der Magistrat war im Februar 2013 von der Stadtverordnetenversammlung aufgefordert worden, alle Namensgeber von Straßen daraufhin zu prüfen, ob das Leben und die politische Einstellung mit den Werten einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft vereinbar sind. Neue Namen sollen nun mit Bürgerbeteiligung gefunden werden.

In einer ersten Reaktion begrüßte die TU Darmstadt unter anderem die geplante Umbenennung in den Fällen der Wissenschaftler Alarich Weiss (1925-1995) und Walter Georgii (1888-1968). Der frühere Professor der Physikalischen Chemie Weiss habe umfassenden Recherchen zufolge seine freiwillige Mitgliedschaft in der Waffen-SS verschwiegen. Unter Georgii sei eine Forschungsstelle für Segelflug in der NS-Diktatur zu einer Schaltstelle der Luftfahrtforschung für das Regime geworden.

Quelle: FAZ

Mai 09

Linke wollen Hindenburg als Ehrenbürger loswerden


Bild: imago/Joachim Schulz

Aus den Reihen der Berliner Linken gibt es erneut einen Vorstoß, den umstrittenen früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847 – 1934) von der Ehrenbürgerliste der Stadt zu streichen. In der Vergangenheit waren solche Anläufe in der Hauptstadt gescheitert. Von Hindenburg hatte Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt.

Am Samstag will der Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf auf dem Linken-Landesparteitag nach aktuellem Stand einen Antrag stellen. Demnach soll sich die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus dafür einsetzen, dass von Hindenburgs Name von der Liste der Ehrenbürger gestrichen wird.

Der Antrag wird unter anderem damit begründet, dass Hindenburg vielen Bürgern als „Türöffner des deutschen Faschismus“ in Erinnerung sei. In mehreren Städten Deutschlands wurde von Hindenburg bereits von Ehrenbürgerlisten gestrichen. In jüngster Zeit hatten Städte wie Kiel, Rostock und Tübingen von Hindenburg von der Ehrenbürgerliste gestrichen. Andere wie München taten das schon nach dem Zweiten Weltkrieg.

Paul von Hindenburg (1847 – 1934) war Generalfeldmarschall und Chef der Heeresleitung im Ersten Weltkrieg. 1925 wurde er zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Am 30. Januar 1933 ernannte er Adolf Hitler zum Reichskanzler.  

Quelle: rbb

Mai 09

Darmstadt Gerichtsstreit wegen Hindenburg


Die Hindenburgstraße in Darmstadt. 
© Claudia Kabel

Darmstädter Rentner schreiten zur Tat: Statt des ehemaligen Reichspräsidenten heißt ein Straße kurzfristig nach dem NSU-Opfer „Halit-Yozgat-Straße“. 

Weil sie rund 30 Schilder der umstrittenen Hindenburgstraße in Darmstadt mit dem Namen des NSU-Opfers als „Halit-Yozgat-Straße“ überklebt haben, müssen sich drei Rentner demnächst vor Gericht verantworten. Amtsanmaßung und gemeinschädliche Sachbeschädigung lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Die Stadt hatte nach der Aktion in der Nacht des 29. Januar 2018 sämtliche Schilder erneuern müssen, „da die Folie nicht rückstandslos hatte entfernt werden können“, sagte der städtische Pressesprecher Daniel Klose. Dies habe Kosten von 1297 Euro verursacht.

Noch hat das Amtsgericht keinen Verhandlungstermin bestimmt, wie Oberstaatsanwalt Robert Hartmann mitteilte. Das Angebot, das Verfahren gegen eine Zahlung von 200 Euro je Person einzustellen, hatte das Trio ausgeschlagen. Auch eine erkennungsdienstliche Behandlung, zu der sie das Polizeipräsidium Darmstadt vor wenigen Wochen einbestellt hatte, weil damit zu rechnen sei, dass sie auch in Zukunft in polizeiliche Ermittlungen einzubeziehen sein würden, verweigerten Renate Dreesen, Peter Friedl und Angelika Schröder: „Wir betrachten das als einen nicht hinzunehmenden Versuch der Kriminalisierung und haben dagegen Widerspruch eingelegt“, erklärten sie. Die ehemalige Lehrerin, der Sozialwissenschaftler und die frühere Darmstädter Anwältin gehören zum Bündnis „Darmstadt gegen rechts“, Friedl zur Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, und setzen sich seit Jahren unter anderem für die Umbenennung der Hindenburgstraße ein. Ein Prozess käme ihnen gerade recht: „Wir wollen die Verhandlung und wollen freigesprochen werden“, sagte Friedl der FR.

Der Ex-Reichspräsident gilt vielen als umstritten, weil er 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. In Darmstadt, wo seit über 20 Jahren darüber gestritten wird, wurde die zu den Hauptverkehrsachsen gehörende Straße nach dem „Held von Tannenberg“ 1915 benannt, wie Holger Köhn vom Büro für Erinnerungskultur in Babenhausen der FR sagte. Der Historiker hat im Auftrag der Stadt ein Gutachten erstellt und Recherchen nicht nur zu Paul von Hindenburg, sondern zu 110 Personen angestellt, die in der NS-Zeit lebten und nach denen in Darmstadt Straßen benannt sind. Über den Inhalt der 2018 beendeten Studie darf Köhn nichts sagen, außer dass von den untersuchten Personen „nur ein Bruchteil strittig“ sei.

Ein Fachbeirat beschäftigt sich seit 2015 mit dem Thema, hat auch Köhns Arbeit ausgewertet und Empfehlungen ausgesprochen. In der nächsten Woche wolle der Magistrat eine Vorlage erarbeiten, über die in der Stadtverordnetenversammlung am 16. Mai abgestimmt werden soll, so Klose. Über deren Inhalt kann derzeit nur spekuliert werden. Auf die Frage, warum sich die Stadt mit der Umbenennung so schwer tue, ließ Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) ausrichten: „Wir tun uns nicht schwer. Wir wollen es von der fachlichen Seite aufarbeiten und keine Schnellschüsse machen.“

2013 forderte die SPD die Umbenennung, die Linken versuchten zuletzt 2018, die Anbringung von Zusatzschildern „Kriegsherr, Reichspräsident und Wegbereiter Hitlers“ durchzusetzen. Alle Anträge scheiterten an der grün-schwarzen Mehrheit. Im Januar schlug die SPD vor, die Straße nach der in Darmstadt geborenen jüdischen Übersetzerin der Anne-Frank-Tagebücher, Mirjam Pressler, zu benennen.

2006 hatte die damals noch SPD-geführte Stadt beschlossen, die Straße in Marion-von-Dönhoff-Straße umzutaufen, wenn dies nicht von mehr als der Hälfte der Anwohner abgelehnt würde. Von den 154 Betroffenen, die sich äußerten, stimmten jedoch nur zwei dafür.

Streitfalle

In Bad Homburg scheiterte die Umbenennung 2016 an den Stimmen von CDU, FDP und AfD.

In Mainz heißt eine Prachtstraße nach Hindenburg. Als dort 2008 der Grundstein für eine Synagoge gelegt wurde, gab man ihr eine andere Adresse und beließ den Namen bei Hindenburg.

SPD und Grüne in Schleswig-Holstein wollen die Bahnstrecke „Hindenburgdamm“ nach Sylt umtaufen. Da Bahnbauwerke keinen offiziellen Namen erhalten, wird dies schwierig. (cka)

Quelle: fr

https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/gerichtsstreit-wegen-hindenburg-12243700.html

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