Jan 14

Afrikaner erschlägt 84-Jährige in ihrer Wohnung mit Trolley und legt sich schlafen

Der Angeklagte Bernhard N. am Freitag im Berliner Landgericht. Er versucht, sein Gesicht hinter einer leeren Aktenmappe zu verbergen.

Berlin. Am Morgen ein Sexualdelikt, am Abend dann ein Mord, das war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft der Tagesablauf eines 24-Jährigen am 2. Mai 2018.

Am Freitag begann am Berliner Landgericht in Moabit der Prozess gegen den aus Kamerun stammenden Bernhard N. Der Hauptvorwurf gegen ihn lautet heimtückischer Mord aus niederen Beweggründen.

Der Anklage zufolge klingelte N. in den Abendstunden des Tattages an der Wohnung der 84-jährigen Maria M. an der Wichertstraße in Prenzlauer Berg. Die Seniorin lebte allein und war Zeugenaussagen zufolge durchaus in der Lage, ihren Haushalt zu führen, kleine Einkäufe selbst zu erledigen und kurze Spaziergänge zu unternehmen. Gegen den Eindringling, der an diesem Tag vor ihrer Tür stand, hatte sie aber keine Chance. Kaum hatte die betagte Frau die Tür geöffnet, soll N. zu einem im Flur abgestellten Einkaufstrolley gegriffen und mit diesem schweren Gerät immer wieder auf die wehrlose, gerade einmal 1,50 Meter große Seniorin eingeschlagen haben, bis diese schließlich reglos am Boden lag.

Die Verletzungen, die dem Opfer durch den Eindringling zugefügt wurden, waren ein sichtbares Zeichen eines fast unvorstellbaren Gewaltausbruchs. Eine Gesichtshälfte war völlig zertrümmert, der Kehlkopf eingedrückt, hinzu kamen massive Schädelverletzungen, ergaben die Untersuchungen der Rechtsmedizin. Der wohnungslose Bernhard N. sei bei der Tatbegehung „frustriert über seine allgemeine Lebenssituation“ und zudem „sexuell stark angespannt“ gewesen, hieß es am Freitag wörtlich in der von der Vertreterin der Staatsanwaltschaft verlesenen Anklageschrift.

Die Ermittlungen durch eine Mordkommission ergaben, dass N. sich offenbar noch bis 5 Uhr am nächsten Morgen in der Wohnung des Opfers aufhielt. Dabei soll er mehrfach Schränke und Schubladen durchwühlt haben und sich zwischenzeitlich auch noch zum Schlafen in das Bett des Opfers gelegt haben, während die Seniorin tot im Flur der Wohnung lag. Hinweise auf einen sexuellen Hintergrund der Tat gibt es allerdings nicht. Florian M., der Sohn des Opfers, fand seine Mutter am Abend des nächsten Tages. Er hatte sie aufgesucht, weil er sie zuvor mehrfach telefonisch nicht erreichen konnte. Direkt nach dem Betreten der Wohnung bot sich ihm das furchtbare Bild seiner am Boden liegenden, toten Mutter.

Klinikmitarbeiterin kontert Belästigungen resolut

„Sexuell stark angespannt“ war der 24-Jährige offenbar auch schon Stunden vor dem Mord.

Am frühen Morgen des Tattages gegen 3.30 Uhr soll er in der Rettungsstation des Vivantes Klinikums im Friedrichshain eine Mitarbeiterin belästigt haben.

Zunächst soll er unter eindeutigen kreisenden Beckenbewegungen und weiteren Gesten immer wieder „Massage, Massage“ gestöhnt haben.

Die Mitarbeiterin reagierte professionell und fragte ihn, ob er an Nieren- oder Unterleibsschmerzen leide. Als einzige Reaktion auf die Frage kam weiterhin das lautstark gestöhnte „Massage, Massage“. Als sich die Klinikmitarbeiterin unbeeindruckt ihrem Rechner zuwandte, soll sie schließlich von dem Angeklagten wiederholt „unsittlich berührt“ worden sein, bis es der resoluten Frau schließlich gelang, den aufdringlichen Patienten loszuwerden.

Was Bernhard N. in den Stunden danach machte, ist noch unklar. Irgendwann tauchte er schließlich in Prenzlauer Berg auf. Möglicherweise bemerkte er die 84-Jährige, als sie wie so oft einen kurzen Spaziergang unternahm, und betrachtete sie als ideales Opfer. Aufschluss darüber erhofft sich die Schwurgerichtskammer, vor der der Prozess geführt wird, durch Zeugenaussagen an den nächsten Verhandlungstagen. Für einen Raubmord spricht bislang wenig. Die Bargeld­reserven, die Maria M. in ihrem Schlafzimmerschrank aufbewahrte, waren noch da. Auch an Wertsachen fehlte offenbar nichts, obwohl es für die Ermittler deutliche Hinweise gab, dass die Wohnung durchsucht wurde.

DNA-Spuren brachten die Mordkommission bald auf die Spur des vorbestraften Mannes. Zielfahnder nahmen Bernhard N. zwei Wochen nach den beiden Taten in einem Obdachlosenwohnheim in Brandenburg (Havel) fest. Seither sitzt N. in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte. Reglos und stoisch geradeaus starrend folgte er den Übersetzungen seines Dolmetschers. Hinweise auf eine psychische Störung des Angeklagten haben die Ermittlungen nicht ergeben, dennoch verfolgt eine psychiatrische Sachverständige die Verhandlung und wird zum Ende der Beweisaufnahme ihre Einschätzung zur Person des Kameruners vortragen. Der Prozess, für den fünf Verhandlungstage angesetzt sind, wird am Dienstag kommender Woche fortgesetzt.

Quelle: Morgenpost

Jan 14

Mit Kopf gegen Zugscheibe: Syrischer Schwarzfahrer mit Messer rastet im Zug völlig aus

Braunsbedra – Völlig ausgerastet ist am Samstag ein Schwarzfahrer auf einer Zugfahrt von Braunsbedra nach Merseburg. Der 19-Jährige Syrer war zusammen mit einem 22-jährigen Landsmann ohne Ticket von einer Zugbegleiterin erwischt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Während der ältere von beiden sich bereitwillig auswies, wurde der 19-Jährige aggressiv und schrie laut. Den nur widerwillig übergebenen Ausweis entriss der junge Mann den Beamten kurz darauf wieder und stürzte in Richtung Zugbegleiterin. Die Polizisten stoppten ihn, worauf er aus Wut mehrmals mit seinem Kopf gegen die Scheibe schlug. Der 19-Jährige wurde schließlich gefesselt, bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten auch ein verbotenes Springmesser.

Bei den Übergriffen wurde zum Glück niemand verletzt. Beide Männer müssen sich nun wegen Schwarzfahrens verantworten, gegen den Randalierer laufen zudem Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Quelle: mz

Jan 14

Facebook muss die Meinungsfreiheit achten | Verhandlung in Tübingen

Mobbing oder Meinungsäußerung? Foto: dpa/Stephan Jansen

Streit um rechtsextreme „Vollpfosten“: Sperrung eines Accounts durch das soziale Netzwerk rechtswidrig.

Tübingen. Ausgangspunkt des Streits war ein Artikel über Rechtsextremisten der „Identitären Bewegung“. Die hatten 2017 das Schiff C-Star gechartert, um Flüchtlingsretter im Mittelmeer bei der Suche nach Schiffbrüchigen zu stören. Der Artikel wurde bei Facebook heftig diskutiert. Der User Stefan F. verteidigte die Crew der C-Star gegen die Einstufung als rechtsextrem. Sie sei nur „einige hundert Meter hinter einem Schiff hergefahren, das Schlepper unterstützt“. Die Nutzerin Magda Jörger (Name geändert) konterte: „Vollpfosten sind Vollpfosten und basta.“

Facebook löschte daraufhin nicht nur diesen Kommentar, sondern sperrte Jörgers Account für 30 Tage. Es sei gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstoßen worden, User Stefan F. sei gemobbt worden. Die 60-jährige Jörger argumentierte, dass sie auf den Kommentar von F. antwortete, mit „Vollpfosten“ habe sie aber die rechtsextreme C-Star-Schiffsbesatzung gemeint.

Dieser Sichtweise schloss sich das Amtsgericht Tübingen an, bei dem Jörger gegen die Sperrung ihres Accounts geklagt hatte. Ein unbeteiligter Leser hätte Jörgers Post wohl auch so verstanden, argumentierte Richterin Anja Häcker. Dies zeige schon der Plural der Formulierung „Vollpfosten sind Vollpfosten“. Es gehe um mehrere Personen, also nicht nur um Stefan F.

Mit der Sperrung des Accounts von Jörger habe Facebook seine Pflichten verletzt. Facebook habe sich vertraglich verpflichtet, eine Kommunikationsplattform bereitzustellen und Inhalte der Kunden zu veröffentlichen. Eine Sperrung sei nur möglich, wenn die Gemeinschaftsstandards verletzt wurden. Die Bezeichnung Vollpfosten sei zwar herabwürdigend, es handele sich aber nicht um Hassrede, sondern nur um einen „überspitzten, polemischen“ Kommentar. Dieser sei noch von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Facebook kann gegen das Urteil Berufung einlegen. Bisher kamen Klagen wegen zu Unrecht gelöschter Postings vor allem von Rechtsradikalen. Hier hatte wohl zum ersten Mal eine linke Aktivistin geklagt. Unterstützt wurde sie von der Würzburger Kanzlei Jun.

Quelle: Neckar Chronik

Jan 14

„Für jeden Kommentar bekommst du eins auf die Fresse“

Stefan Kretzschmar zu Besuch im Newsroom von t-online.de. (Quelle: t-online.de)

Stefan Kretzschmar ist der Inbegriff eines „Typen“. Ob als Spieler oder als Außenstehender, er eckt an, ist gerne provokant und hat keine Angst vor Gegenwind. Viele von seiner Art gibt es nicht mehr im Sport. 

Im Journalismus werden gerne Begriffe wie „Klartext“ oder „klare Kante“ verwendet, wenn eine Person eine Meinung hat, die sich nicht in Floskeln verliert und Aufsehen erregt. Stefan Kretzschmar ist einer, der immer „Klartext“ redet. Schon als Spieler war er alles andere als medienscheu und hielt seine Meinung nicht zurück.

Wer an ihn denkt, denkt automatisch an den Handball. Durch seine auffällige Art wurde er zum Gesicht des Sports, war für viele Fans eine Identifikationsfigur. Von „Kretzsches“ Art gibt es nicht mehr viele im deutschen Sport. Der Fehler dafür liegt aber nicht bei den Sportlern, meint Kretzschmar im Interview mit t-online.de und erklärt, warum es immer weniger Persönlichkeiten gibt und wie er den Handball noch attraktiver machen will.

t-online.de: Herr Kretzschmar, Sie sind WM-Botschafter für den Spielort Berlin. Was verbindet Sie mit der Hauptstadt?

Als ich fünf Jahre alt war, wurde ich von meinen Eltern nach Berlin verschleppt (grinst). Mein Papa wurde DDR-Nationaltrainer und als Nationaltrainer musstest du nach Berlin kommen, das war Pflicht. Deswegen hat meine sportliche Karriere beim SC Dynamo Berlin in Hohenschönhausen begonnen. Dort wurde ich auch eingeschult und dann fiel die Mauer. Berlin war der Schmelztiegel der Welt. Das war die abenteuerlichste Zeit, damals in dieser Stadt zu leben. Weil ich hier aufgewachsen bin und mich hier entwickelt habe, ist Berlin meine Heimatstadt. Im Alter von 19 bin ich dann auch nur weg, weil es in Berlin keinen Bundesliga-Handball gab.

Berliner sind bekannt für die „Berliner Schnauze“. Sie haben auch immer klar ihre Meinung gesagt.

Ich war da etwas anders unterwegs – zumindest was meine Sportart angeht. Andere Berliner Spieler hatten wenig Einfluss auf die Medien und haben nicht so direkt ihre Meinung gesagt. Mir kam entgegen, dass der Jargon der Stadt sehr frei und direkt war. Ich habe mich dazu in einer Szene bewegt, die auch nicht für ihre Schweigsamkeit bekannt war. Ich war nämlich in der linken Szene unterwegs und teilweise auch unter Hausbesetzern in Friedrichshain. Das hat meinen Charakter und meine politische Einstellung geprägt und es hat mich etwas vom Sport abgelenkt. Sagen wir es mal so: Ich hatte ein Leben abseits des Parketts und habe mich nicht nur auf den Sport fokussiert und dem alles andere untergeordnet. Ich habe über den Tellerrand geschaut, was mir später entgegenkam.

Fällt Ihnen noch eine Anekdote aus ihrer damaligen Zeit ein?

Man muss sich Ost-Berlin nach der Wende wie einen Stadtteil im Ausnahmezustand vorstellen. Es gab keine Regulierungen, keine Behörden, kein Bauordnungsamt, keine Polizei. Die Stadt wurde sich selbst überlassen. Ein Beispiel: Dein Nachbar in der vierten Etage im Wohnhaus gegenüber war der Meinung, er müsse eine Kneipe aufmachen. Dann hat er ein paar Spanplatten reingestellt, einen Tresen vor die Wand gemauert und jedes alkoholische Getränk für eine Mark verkauft. Ab dem Zeitpunkt war das eine Kneipe. Die Behörden waren schlichtweg überfordert mit der Situation.
Ich kann mich auch an eine Techno-Disco erinnern, da ist man durch eine Luke reingegangen, die 1×1-Meter groß war und man kam auch nur durch diese Luke wieder raus. Da gab es keine Fenster. Brandschutzbestimmung? Keine Chance.

Wie war das bei Hausbesetzungen?

In einem besetzten Haus in der Mainzer Straße gab es 40 Leute und 60 Hunde. Da fackelte in der Ecke ein Kamin und überall saßen Menschen herum und haben diskutiert. Du hast dir da für eine Mark ein Getränk genommen und dich irgendwo dazugesetzt. Überall wurde in dieser Stadt politisch gesprochen oder gefeiert. Es gab kaum Oberflächlichkeiten, es wurde intensiv in den Diskurs gegangen. Das war cool, weil jeder machen konnte, was er wollte. Für mich als 16-Jährigen war das sehr lässig.

Würde der Stefan Kretzschmar von damals heute genauso sein?

Keine Chance. Das wäre heute mit Social Media und allem nicht möglich. Damals war das Schlimmste an Überwachung für mich, dass ich bei einer Mai-Demo dabei war und die ganze Veranstaltung mit Kameras gefilmt wurde. Bei der Betrachtung der Aufnahmen erkannte mich der Polizeipräsident. Daraufhin ist er zu meinem Manager nach Spandau und hat ihm das Video vorgespielt. Mir wurde dann nahegelegt, als Profisportler nicht mehr an diesen Demonstrationen teilzunehmen.

Wie haben Sie reagiert?

Ich war schockiert. Ich habe sofort gesagt, dass ich das auf keinen Fall mehr machen würde. Es war aber irgendwie auch lustig. Eigentlich hätte ich das Video gerne mitgenommen und voller Stolz meinen Kumpels gezeigt. Inzwischen würde man das sofort bei Facebook hochladen (lacht). Heute machst du als Profisportler kaum noch einen Schritt in der Öffentlichkeit, ohne beobachtet zu werden. In meiner Generation war die größte Sorge, in der Hotellobby vom Trainer erwischt zu werden, wenn man noch mal raus wollte. Heute fangen da die Probleme erst an. In einer Kneipe oder in einem Klub hat jeder ein Handy dabei und würde sofort ein Foto online stellen. Das geht nicht.

Wie würden Sie denn heute die Situation eines Profisportlers in der Öffentlichkeit beschreiben? Warum ist es so schwer, seine Meinung zu sagen?

Dafür können die Spieler nichts, die spielen das Spiel nur mit. Für jeden Kommentar bekommst du eins auf die Fresse. Wenn du eine polarisierende Meinung hast, finden die 50 Prozent scheiße. Für alles, was dich von der Masse abhebt, erntest du einen Shitstorm. Dem setzt sich kein Profisportler aus. Alle gehen ihren gemütlichen Weg, keiner streckt den Kopf höher heraus, als er muss. Das würde ich genauso tun. Welcher Sportler äußert sich denn heute noch politisch? Es sei denn, es ist die Mainstream-Meinung, mit der man nichts falsch machen kann. Eine gesellschafts- oder regierungskritische Meinung darf man in diesem Land nicht mehr haben. Wir Sportler haben in Deutschland eine Meinungsfreiheit, für die man nicht in den Knast kommt. Wir haben aber keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne. Wir müssen immer mit Repressalien von unserem Arbeitgeber oder von Werbepartnern rechnen. Deswegen äußert sich heute keiner mehr kritisch.

Gibt es dann noch einen Weg dahin zurück, wie Sie es von früher kennen?

Nein, es entwickelt sich immer weiter nach vorne. Es wird nie zurückgehen, keine Chance. Das Phänomen der Influencer wird abebben und andere Charaktere werden nach vorne treten. Aber die Zeit, in der Zeitungen und Fernsehsender die wichtigsten Medien waren, ist vorbei. Mesut Özil hat mit seiner eigenen Facebook-Seite eine höhere Medienrelevanz als die „Bild“-Zeitung selbst. Die Sportler sind inzwischen alle eigene Marken. Überall Interviews zu geben, ist heute nicht mehr notwendig, um in der Öffentlichkeit stattzufinden. Das kontrollierst du heute über deine eigene Seite. Die Entwicklung der eigenen Medien, die wird weiter voranschreiten und sich professionalisieren. Das heißt aber auch, dass wir immer weniger „Real Content“ von Sportlern bekommen. Das wird alles von Marketing-Agenturen gesteuert und die „Verkünstlichung“ weiter zunehmen.

Immer auffällig auf dem Parkett: Stefan Kretzschmar bei einem Länderspiel 1999. (Quelle: imago/Camera 4)Immer auffällig auf dem Parkett: Stefan Kretzschmar bei einem Länderspiel 1999. (Quelle: Camera 4/imago)

Von Ihnen stammt auch das Zitat: „Wir haben im Handball hübsche Jungs. Aber es fehlt uns an Typen“.

Ja, aber das ist keine Handball-Diskussion. Die führen wir genauso im Eishockey oder im Fußball. Wäre Fußball medial nicht so präsent, würde die Entwicklung mit den Typen aus den 90ern heute so weitergehen. Deswegen will ich keinen aus meiner Sportart verurteilen, weil es einfach eine andere Zeit und eine andere Generation ist. Wenn wir über Persönlichkeiten reden, haben wir in Deutschland in den letzten 20 Jahren vielleicht zwei Hände voll davon. Zum Beispiel Dirk Nowitzki, Michael Schumacher oder Wladimir Klitschko.

Fehlen diese „Typen“ heute im Handball? Pascal Hens hat zuletzt auch bemängelt, dass es heute nur flache Hierarchien gibt.

Das fehlt mir auch, es ist nur nicht mehr umkehrbar. Diese „Typen“ kannst du dir nicht schnitzen. Im Handball gibt es auf der Welt vielleicht noch drei echte Anführer. Das sind Sander Sagosen, Nikola Karabatic und Kiril Lazarov. Das ist wie im Fußball. Flache Hierarchien setzen sich überall durch. Deswegen kann man sich die alten Zeiten nicht zurückwünschen oder sie einfordern. Man darf aber nicht vergessen: Wir haben gute Jungs mit einem guten Charakter, die zusammenhalten. Wenn die in ausverkauften Hallen attraktiven Handball spielen und gewinnen, dann können einzelne Typen hervorstechen. Aber wenn man zum Beispiel die Olympischen Winterspiele 2018 nimmt, da hat die deutsche Eishockey-Mannschaft sensationell Silber geholt. Aber wie viele Menschen in Deutschland kennen auch nur einen Nationalspieler? Das ist das Problem an flachen Hierarchien. Es ist schwierig, Einzelne zu Stars zu machen.

Die heutigen Spieler wirken rein optisch etwas braver. Kaum einer ist noch tätowiert oder hat eine auffällige Frisur, wie es noch vor zehn, fünfzehn Jahren der Fall war.

Das fällt mir auch jetzt erst auf, wo Sie es sagen (lacht). Darüber habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Aber es stimmt, damals war das etwas mehr en vogue und viele haben sich wenigstens ein kleines Tattoo machen lassen, nachdem sie gesehen haben, wie viel mediale Aufmerksamkeit ich damit bekomme. Aber ich sehe das nicht als Problem für die Jungs heute. Ich würde mir viel mehr wünschen, dass sie mehr Verantwortung für ihren Sport übernehmen, über den Tellerrand hinausblicken und sich auch mal in eine Talkshow setzen, die nichts mit Handball zu tun hat.

Stefan Kretzschmar als 21-jährige Nachwuchshoffnung der deutschen Nationalmannschaft. (Quelle: imago/Sven Simon)Stefan Kretzschmar als 21-jährige Nachwuchshoffnung der deutschen Nationalmannschaft. (Quelle: Sven Simon/imago)

Könnte man damit nicht auch den Sport attraktiver gestalten? Der Standard Deutschland-Fan im Handball kennt wahrscheinlich immer noch Namen wie Pascal Hens, Christian Schwarzer oder Henning Fritz. Bei vielen hört es heute leider nach Andreas Wolff oder Uwe Gensheimer auf.

Das wäre gut, wenn sie Uwe Gensheimer kennen (lacht). Das ist ein Thema, mit dem wir uns seit vielen Jahren auseinandersetzen. Wie können wir den Sport noch attraktiver machen und welche Typen können dafür sorgen? Uwe ist der beste Linksaußen der Welt, einer der wenigen Spieler im deutschen Team mit absolutem Top-Format. Charakterlich ist er aber eher introvertiert und hat kein großes Interesse daran, sich in die Öffentlichkeit zu begeben. Und da sind wir wieder bei dem Punkt von vorhin. Keiner will sich heute mehr in Situationen begeben, die er nicht kontrollieren kann. Bekomme ich eine unangenehme Frage gestellt? Und was ist, wenn es eine Live-Show ist? Werde ich von einem Moderator wie Stefan Raab runtergemacht? All diese Fragen führen dazu, dass man das Risiko nicht eingeht. Außerdem können die Jungs heute vom Handball gut leben, sodass es nicht nötig ist, nebenbei noch etwas zu machen.

Welche Spieler könnten in diese Rolle schlüpfen? Vielleicht Finn Lemke?

Das ist ein super Beispiel. Auf dem Platz ist er sehr emotional und lautstark. Er hat ein tollen Charakter und auch einiges in der Birne. Finn setzt sich viel für Charity-Organisationen ein. Den könnte man problemlos in jede Talkshow setzen, weil er eloquent ist und was zu sagen hat. Andreas Wolff und Silvio Heinevetter passen zu irgendwelchen Spielformaten auf ProSieben. Da sind die wie die Terrier und kämpfen. Dazu sind sie auch schlau und können sich ausdrücken. Uwe Gensheimer ist sportlich der wichtigste Mann im Team, der auch sportlich viel zu sagen hat. Der passt dann ins „Aktuelle Sportstudio“. Man hat aber nicht den einen Spieler, der in all diese Formate passt und auch mal einen raushaut und aneckt.

Hat immerhin ein bisschen TV-Erfahrung: Andreas Wolff (r.) 2016 im "Aktuellen Sportstudio" nach dem Gewinn der Europameisterschaft. (Quelle: imago/Martin Hoffmann)Hat immerhin ein bisschen TV-Erfahrung: Andreas Wolff (r.) 2016 im „Aktuellen Sportstudio“ nach dem Gewinn der Europameisterschaft. (Quelle: Martin Hoffmann/imago)

Wie bekommt man sonst den Sport noch attraktiver gemacht?

Wir müssen all unsere Ressourcen bündeln und zu EA gehen, um ein Konsolenspiel zu entwickeln. Wir brauchen ein cooles Spiel wie FIFA, Madden oder NBA2k. Eins, was grafisch super ist und die Kids überzeugt. Das haben alle Sportarten außer wir. Sogar der Eishockey hat eins. Offensichtlich will das der Markt aktuell nicht, also will es auch keine Firma. Das heißt, wir müssen auf die Firma zugehen und Geld investieren, um so ein Spiel zu produzieren. Das ist unbedingt notwendig, um bei den Kids stattzufinden.

Wenn wir mal vom Idealfall ausgehen und Deutschland wird Weltmeister, was muss dann passieren, damit langfristig etwas vom Erfolg übrig bleibt?

Unsere große Herausforderung ist es, die Euphorie von der Nationalmannschaft auf die Liga zu transportieren. Nach der EM 2016 waren auch die Hallen voll und Kinder wollten plötzlich mit dem Handballspielen anfangen. Aber das mediale Interesse rüberzubringen, ist schwer. Durch Sky können ja die Fans alle Spiele der Bundesliga gucken, aber das ist Pay-TV. Wir sind froh, dass wir die Zuschauerzahlen für die Liga verdoppeln konnten, aber das hängt jetzt auch stark von der Nationalmannschaft ab. Die ist ein Katalysator für die Entwicklung.

Stefan Kretzschmar ist als Handball-Experte für Sky tätig. (Quelle: imago/Eibner)Stefan Kretzschmar ist als Handball-Experte für Sky tätig. (Quelle: Eibner/imago)

Nennen Sie doch mal drei Gründe, warum die Kinder von heute mit Handball und nicht mit Fußball anfangen sollten.

Zum einen können wir in der aktuellen Jahreszeit schön in der warmen Halle spielen, während die Kicker raus müssen (lacht). Außerdem ist Handball für mich der ehrlichere Sport. Es ist kein Ticket aus der Gosse, aber wir schreiben Zusammenhalt und Fairness groß. Wenn man dazu auf Schnelligkeit und Härte steht, ist Handball der passende Sport. Fußball ist für mich eher langweilig, ein 0:0 ist einfach nicht telegen. Der Nachteil des Handballs ist, dass du als Zuschauer keine Zeit hast, um dir während des Spiels ein Bier zu holen. Dafür passiert zu viel und das ist für den Deutschen natürlich ein Problem. Da schafft man es nicht rechtzeitig zum Kühlschrank (lacht).

Bei der WM wird es an Zuschauern auf keinen Fall mangeln. Wie ist denn Ihr Gefühl für das anstehende Turnier? Die letzten beiden Turniere liefen eher enttäuschend.

Wir müssen das relativieren. Bei der EM 2016 war Deutschland der größte Überraschungs-Europameister aller Zeiten mit einer Truppe, die keiner auf der Rechnung hatte und extrem über sich hinausgewachsen ist. Aber auch da standen wir in der Hauptrunde gegen Dänemark kurz vor dem Aus. Ein Jahr später haben wir in der Vorrunde souverän alles weggehauen und galten als Favorit. Dann nehmen wir uns im Achtelfinale eine Auszeit und spielen unser schlechtestes Spiel im Turnier und scheiden aus – „Katastrophe“.

Bei der EM letztes Jahr haben wir durchwachsen gespielt, aber hätten noch im letzten Spiel der Hauptrunde das Halbfinale erreichen können. Durch drei technische Fehler haben wir das Ding verloren und sind ausgeschieden. An diesen drei Jahren sieht man, wie eng es im Handball ist. Das gilt auch für dieses Jahr. Natürlich können wir ins Halbfinale kommen, aber es können acht Teams Weltmeister werden. Wir können ja mal den Turnierverlauf durchgehen.

Sehr gerne.

Wir haben eine harte Vorrunde und werden vielleicht gegen Frankreich verlieren, gegen den Rest gewinnen. Dann gehst du in die Hauptrunde und darfst dir keine Niederlage mehr erlauben, weil Frankreich wahrscheinlich durchgehen wird. Gegen Spanien, Kroatien und Mazedonien oder Island dürftest du nicht verlieren, wenn du ins Halbfinale willst. Das ist schwer, aber möglich, wenn du das Selbstvertrauen aus der Vorrunde in die Köln-Arena mitnimmst. Und die ist bekanntlich das Wohnzimmer der Deutschen.

Zum Abschluss eine These: Nach der enttäuschenden Fußball-WM sorgen die Handballer für große Freude bei der Heim-WM. Ihr Kommentar?

Sehr gerne! Ich habe die Fußballer natürlich auch verfolgt und das war skandalös für uns alle (grinst). Das gleiche Schicksal wie Jogi Löw hat Christian Prokop. Wir haben bei der WM Millionen Handball-Bundestrainer vor dem Fernseher, die sich alle eine Meinung bilden.

Quelle: t-online

Jan 13

Bekannte Afghanenhorde versucht 13-Jährige im Badeland Wolfsburg zu vergewaltigen

Ein 13-jähriges Mädchen ist im Badeland von mehreren Männern belästigt worden. (Archivbild)
Foto: dpa

Wolfsburg. Im Badeland in Wolfsburg ist eine 13-Jährige von mehreren Männern belästigt worden. Das berichten die „Wolfsburger Nachrichten“.

Demnach wollte das junge Mädchen am 28. Dezember mit ihren Freunden einen Tag im Badeland verbringen. Dort wurde sie dann jedoch von mehreren jungen Männern sexuell belästigt.

Mädchen im Krankenhaus behandelt

Laut Angaben der Zeitung sollen die Täter zwischen 18 und 21 Jahren alt sein und aus Afghanistan kommen. Einige Täter sollen bereits bekannt sein, von anderen fehle noch jede Spur.

Quelle: News38

Jan 13

Berlin baut weitere Flüchtlingsheime – trotz Kritik

Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) und Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) stehen bei ihrem Besuch in einem Wohnraum der neuen Flüchtlingsunterkunft in Neukölln.

Berlin. Es empfängt eine ehemalige Ministerin. Bilkay Kadem, früher Öney, leitet seit November allein den landeseigenen Flüchtlingsheimbetreiber mit dem wenig eingängigen Namen LFG – Betriebsteil B. Die Sozialdemokratin und frühere Grüne saß lange im Berliner Abgeordnetenhaus, ehe sie in Baden-Württemberg Integrationsministerin wurde.

Nun ist sie wieder an der Front der Flüchtlingspolitik, führt 87 Sozialarbeiter, Hausmeister, Betreuer und Psychologen. Am Donnerstag wurde das erste modular errichtete Vorzeigeheim für besonders schutzbedürftige Menschen an der Neuköllner Kiefholzstraße mit Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) und Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) vorgestellt.

Noch sind viele Plätze frei im Haus an der Kiefholzstraße

Ein sachlicher Bau in Grau, drei Aufgänge, drei Stockwerke, zwischen Wagenburg und Kleingartenkolonie. Vor der Tür ein Spielplatz für die vielen Kinder im Haus, Rampen für Rollstuhlfahrer und barrierefreie Wohnungen im Erdgeschoss. Innen Zweibettzimmer, verbunden durch eine Tür, sodass Familien unterkommen können. Regale, Spinde, ein Kühlschrank. Gekocht und gegessen wird in Gemeinschaftsküchen und Nebenräumen. 115 der 215 Plätze sind zwei Monate nach Eröffnung belegt.

Wer hier wohnen darf, entscheidet das Flüchtlingsamt. Nur Geflüchtete dürfen in das 11,8 Millionen Euro teure Bauwerk ziehen. Denn es wurde ohne Bebauungsplan errichtet, nach Flüchtlingsbaurecht, mit dem der Bund die Kommunen in der Krise von langwierigen Planungen entlasten wollte. Um diese und die meisten anderen der sogenannten MUFs (Modulare Unterkunft für Flüchtlinge) auch für andere Wohnungslose nutzen zu können, müssten in den nächsten drei Jahren normale Bebauungspläne die Errichtung legalisieren. „Das müssen die Bezirke machen“, sagte Sozialsenatorin Breitenbach. Nur in einzelnen Unterkünften, die nicht nach Flüchtlingsbaurecht entstanden sind, dürfen schon jetzt auch andere Wohnungslose einziehen, so an der Haarlemer Straße in Neukölln.

Für die meisten MUFs ist das auch mittelfristig vorgesehen: „Das Ziel ist, dass diese Häuser lange stehen bleiben“, sagte Finanzsenator Kollatz. Denn nur wenn sie über 20 Jahre oder mehr für die Unterbringung von Wohnungslosen genutzt werden, amortisieren sich die Investitionen in die Neuköllner MUF und die weiteren geplanten landeseigenen Gebäude. Und nur im mehrjährigen Betrieb seien Kosten von um die fünf Euro pro Kopf und Tag zu erreichen, sagte Finanzsenator Kollatz. Die Sozialsenatorin setzt darauf, Häuser wie das an der Kiefholzstraße später für Behinderte oder als Domizile für Wohnungslose nutzen zu können: „Wir haben viel zu wenige Trägerwohnungen.“ Die Botschaft der beiden Politiker ist klar: Sie wehren Anliegen von Kritikern ab, die angesichts von vielen leer stehenden Betten den Verzicht auf den Bau weiterer MUFs verlangen.

Dass 3300 Plätze derzeit nicht belegt sind, habe verschiedene Ursachen. Oft werde saniert. Dann sei es eben nicht immer möglich, alle Betten zu verteilen, wenn etwa eine dreiköpfige Familie in zwei verbundenen Doppelzimmern wohne. „Wir wissen ja nicht, wer kommt“, sagte Breitenbach. Außerdem benötige Berlin eine Reserve für Menschen, die etwa durch Familiennachzug oder als humanitäre „Kontingentflüchtlinge“ neu in die Stadt kämen.

Landesbetrieb dient als Reserve für Heimbetrieb

Der Finanzsenator verteidigte die schon in der letzten Legislaturperiode vorbereitete Entscheidung, als Land selbst Flüchtlingsunterkünfte zu bauen. Nur so komme man aus der Abhängigkeit von privaten Betreibern heraus, die gleichzeitig auch Immobilienbesitzer sind. Bisweilen hätten solche Firmen 50 Euro pro Tag und Person aufgerufen.

Kollatz und Breitenbach präsentierten in Neukölln aber nicht nur den neuen Typ MUF, sondern auch den neuen Landesbetrieb, der nach Hamburger Vorbild entstand. Neben dem Betrieb von jetzt fünf Heimen stellen Bilkay Kadems Mitarbeiter eine Reserve, mit der Berlin tätig werden kann, sollten sich Betreiberverträge mit Privaten verzögern.

Das geschieht relativ oft. Denn das Flüchtlingsamt LAF hat immer noch Schwierigkeiten mit seinen Ausschreibungen. Wenn ein unterlegener Bieter klagt, verzögert sich die Vergabe. „Es ist nicht spaßig, wenn eine Unterkunft technisch fertig ist und wir sie ein halbes Jahr nicht belegen können“, schilderte Kollatz das bisherige Dilemma. Künftig soll in solchen Fällen das landeseigene Personal eingreifen, das Haus öffnen und es nach Abschluss des Rechtsstreits an einen privaten Betreiber übergeben.

Fünf Heime

Das jüngste Mitglied in den Reihen der städtischen Unternehmen widmet sich der Flüchtlingsunterbringung. Der Landesbetrieb für Gebäudebewirtschaftung – Betriebsteil B mit 87 Mitarbeitern verfügt über fünf Heime mit zusammen 1500 Plätzen. In Buch und Neukölln sind es neu gebaute Modularbauten, in Hellersdorf eine ehemalige Schule, in Grünau ein altes Bürohaus und in Altglienicke ein Containerdorf. Geleitet wird der Betrieb von Bilkay Kadem.

Quelle: Morgenpost

Jan 13

Libyscher Serienbetrüger gibt sich als Fake- Arzt aus und fliegt nur durch Zufall auf

Der Libyer gab sich als Arzt aus, obwohl er nie ein arztstudium abgeschlossen hatte. (Symbolbild)

Krankenschwester bemerkt, wie Arzt Bluttransfusion vorbereitet und schlägt Alarm. Kassel – Der hohen Aufmerksamkeit einer Krankenpflegerin ist es zu verdanken, dass einige Patienten in einem Krankenhaus in Kassel nichts Schlimmeres passiert ist.

Wie „HNA“ berichtet, konnte sie einen Mann entlarven, der sich als falscher Arzt ausgab.

Der Beschuldigte ist libyscher Abstammung und hatte sich im Frühjahr bei der Klinik beworben. Er bekam eine Stelle als Aushilfe für Bereitschaftsdienste.

Einer der Ärzte berichtet gegenüber HNA, dass der 38-Jährige an einem Probetag offenbar nachgewiesen hatte, dass er medizinische Erfahrung habe. Deswegen hatte sich die Leitung schließlich auch entschlossen, den Mann einzustellen.

Der falsche Mediziner sei über die Arbeitszeit nicht weiter groß aufgefallen. Er hätte Diagnosen erstellt und Blutuntersuchungen und Röntgenbilder angeordnet.

Nach einigen solcher Dienste erkannte eine Krankenschwester allerdings, dass bei dem Mann irgendwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Demnach habe er eine Bluttransfusion vorbereitet und dabei keinesfalls auf die standardisierten Richtlinien geachtet. Er hatte die Blutkonserve wohl bereits angehängt, obwohl er weder das System entlüftet noch die Blutgruppe mit der des Patienten abgeglichen hatte.

Die Krankenschwester bemerkte die Inkompetenz und meldete den Libyer sofort.

Bei einer Bluttransfusion bemerkte eine Schwester den Betrüger. (Symbolbild)
Bei einer Bluttransfusion bemerkte eine Schwester den Betrüger. (Symbolbild)

In der Folge wurden die Bewerbungsunterlagen des Mannes eingehend gecheckt. Die Verantwortlichen bemerkten, dass die Nachweise gefälscht waren. Zudem war es nicht das erste Mal, dass der 38-Jährige negativ aufgefallen war.

Wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung in elf Fällen und gewerbsmäßigen Betrugs wurde er vor ein paar Jahren bereits zu einer Haftstrafe verurteilt.

Zudem wurde der ganze Umfang seines Betruges bekannt: Der Mann hat noch nie ein Medizinstudium abgeschlossen. Gemeinsam mit seiner Frau, die eine Fortbildung als Fachärztin im gleichen Klinikum absolvierte, hatte er Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beantragt und im Jahr 2014 circa 6500 Euro an Leistungen bezogen.

Zudem soll er Wohnungen vermietet haben, die ihm gar nicht gehörten. Dafür kassierte er von Mietern und dem Jobcenter weiterhin knapp 4000 Euro.

Die Polizei wird nun weitere Ermittlungen zu dem Fall einleiten. Der 38-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, ihm soll bald der Prozess gemacht werden.

Quelle: Tag24

Jan 13

Rentnerin (87) in Jena getötet – „Nichtdeutscher“ festgenommen

Die Polizei nahm in Erfurt diesen Tatverdächtigen fest. Der Mann soll in Jena eine Rentnerin umgebracht haben. Foto: Vesselin Georgiev

Jena – Schrecklicher Fund in einem Keller in Jena-Winzerla! Gegen 2 Uhr am Sonnabend entdecken Polizeibeamte dort die Leiche einer 87-jährigen Rentnerin.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die alte Frau getötet wurde, leiteten sofort die Fahndung nach dem namentlich bekannten Tatverdächtigen ein. Offenbar mit Erfolg!

Zwölf Stunden nach dem grausamen Fund klicken vor einem Erfurter Einkaufszentrum die Handschellen bei einem „Tatverdächtigen nichtdeutscher Herkunft“, so die Polizei.

Sie lebten im selben Wohnblock in der Max-Steenbeck-Straße. Wie die Ermittler dem Tatverdächtigen auf die Spur kamen, wollte ein Sprecher bisher nicht verraten. Die Fahnder hatten jedoch „konkrete Hinweise zu seinem Aufenthaltsort“, heißt es.

In weißem Overall wurde der Mann am Nachmittag nahe des Erfurter Einkaufszentrums F1, 46 Kilometer vom Tatort entfernt, in ein Polizeiauto gebracht und anschließend zur Vernehmung nach Jena gefahren.

Polizeisprecher Patrick Martin zu BILD: „Die Art und Weise, wie die Frau zu Tode kam, wird derzeit in einer Sektion festgestellt. Auch muss geklärt werden, ob und welche Tatbeteiligung der Tatverdächtige an dem Tötungsdelikt hat.“

Die Rentnerin galt seit zwei Tagen als vermisst. Verwandte hatten sich besorgt an die Polizei gewandt, die bei der Absuche der Wohnanschrift der Vermissten die schreckliche Entdeckung machte.

Quelle: BILD

Jan 12

Die Libanesen haben genug von den syrischen Flüchtlingen

Eine syrische Familie wartet in der libanesischen Kleinstadt Arsal in ihrem Auto darauf, in einem Konvoi in ihre Heimat zurückgeschafft zu werden. (Bild: Nabil Mounzer / EPA)

Libanon hat gemessen an der Bevölkerung mehr Syrer aufgenommen als jedes andere Land der Welt. Doch nach fast acht Jahren wächst der Druck auf sie, das Land zu verlassen.

Wenn es regnet, tropft es so stark durch das Dach des Hauses von Ridwan Raad, dass er Wassereimer aufstellen muss. Die Gassen in dem syrischen Flüchtlingscamp, in dem Raad mit seiner Familie lebt, versinken im Schlamm und drohen, die Kanalisation zum Bersten zu bringen. Und das bedeutet Ärger mit den Einheimischen. So wie neulich, als das Abwasser nach heftigem Regen in Bächen vom Camp auf die Hauptstrasse lief. Sofort hätten sich Anwohner versammelt, die Syrer beschimpft und mit Dreck beworfen, sagt Raad. «Wir besorgten eine Baumaschine, die wir aus eigener Tasche bezahlten, und behoben den Schaden.» Danach kehrte wieder Ruhe ein, zumindest oberflächlich. Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.

Arsal ist eine Kleinstadt von rund 30 000 Einwohnern hoch in den Bergen im Nordosten Libanons, eine sunnitische Enklave in der mehrheitlich schiitischen Region. Bis zur syrischen Grenze sind es nur wenige Kilometer. Nachdem der Krieg im Nachbarland ausgebrochen war, lebten in der Stadt zeitweise dreimal so viele Flüchtlinge wie Einheimische, auch heute sind es nach Angaben der Behörden immer noch eineinhalb Mal so viele. Die Flüchtlinge leben in kleinen Siedlungen wie der von Raad rund um die Stadt. Anfangs sei alles noch gut gewesen, sagt der 45-Jährige, der vor sechs Jahren aus dem zentralsyrischen Kusair nach Arsal floh. Eine libanesische Familie nahm ihn, seine Frau und die vier Kinder auf.

Unmut unter Einheimischen

Doch dann geriet Arsal zwischen die Fronten im Krieg im Nachbarland. Nachdem Kämpfer des libanesischen Hizbullah in Syrien interveniert hatten, schwappte der Konflikt auf Libanon über. Sunnitische Rebellen setzten sich in der Gegend um Arsal fest und griffen Hizbullah-Stellungen und schiitische Dörfer an. In dem Masse, wie sich der Aufstand im Nachbarland radikalisierte, setzten sich in Arsal Extremisten der Nusra-Front, des syrischen Kaida-Ablegers (heute Teil von Hayat Tahrir al-Sham) und schliesslich des Islamischen Staats (IS) fest. Wie überall, wo sie auftauchten, verübten die IS-Extremisten auch in Libanon Anschläge mit Autobomben und Selbstmordattentätern.

Die Kämpfe forderten aufseiten der libanesischen Armee, des Hizbullah und der Extremisten, aber auch unter der Zivilbevölkerung Dutzende von Toten. Erst im vergangenen Jahr gelang es der Armee, die letzte Extremistenhochburg zurückzuerobern. Mehrere hundert Extremisten wurden zusammen mit ihren Familien nach Syrien ausgeschafft. Checkpoints säumen heute die Zufahrts- und Ausfallstrassen rund um Arsal. Um sie zu passieren, braucht es eine Genehmigung der obersten Sicherheitsbehörde. Hatten viele Sunniten in Arsal mit dem Aufstand ihrer Glaubensbrüder im Nachbarland sympathisiert, änderte sich das schlagartig mit dem Unwesen der Extremisten. Das Mitgefühl für die Flüchtlinge schlug in offene Ablehnung um. Zusätzlich befeuert wird sie sie durch die wirtschaftliche Not in der historisch ohnehin benachteiligten Region.

Wenige hundert Meter von Raads Flüchtlingssiedlung entfernt schimpft Mohammed Izzeddin wie ein Rohrspatz über die Syrer. Unruhestifter, Diebe und Lügner seien sie. Der rundliche 55-Jährige betreibt einen Krämerladen, die Auslage ist spärlich: ein wenig Gemüse, ein paar Dosen, Nudeln, Reis und Süssigkeiten ist alles, was er zu bieten hat. An die Flüchtlinge verkaufe er aber nur noch, wenn sie bar bezahlen könnten. Zu oft habe er am Ende sein Geld nicht bekommen. Und überhaupt: «Seit den Kämpfen mit der Armee traue ich ihnen nicht mehr», sagt er. «Keiner traut ihnen mehr.» Heftig nickt ein Kunde. «Sie haben uns kaputt gemacht», mischt er sich ein. Während der Kämpfe hätten Syrer die Felder niedergebrannt, und sie hätten die Preise versaut. Als Fliesenleger bekomme er kaum noch Aufträge, weil die Flüchtlinge die gleiche Arbeit zum halben Preis machen würden. «Es ist an der Zeit, dass sie gehen», sagt er. «Umso schneller sie wieder weg sind, umso besser», wirft Izzeddin ein. Ähnlich äussern sich viele am Ort. Diese Stimmung können auch Politiker nicht ignorieren, sie machen Druck, dass die Flüchtlinge wieder zurückkehren.

Rührige Bürgermeisterin

In ihrem Büro hält die stellvertretende Bürgermeisterin Rima Kronbi ein Schreiben unter die Nase, in dem sich Quartier- und Ortsvorsteher über die Flüchtlinge beschweren. «Sechzig haben es unterschrieben!», sagt sie und wedelt mit dem Papier. «Wir hatten hier nie ein Drogenproblem, inzwischen haben wir eines. Die Lage ist untragbar geworden.» Vor einem Jahr haben libanesische Sicherheitsvertreter Gespräche mit ihren syrischen Kollegen über die Rückkehr von Flüchtlingen begonnen. Seitdem kann sich, wer will, in Listen eintragen, die dann von beiden Seiten überprüft werden. Theoretisch garantieren die sogenannten Versöhnungsvereinbarungen den Rückkehrern Schutz und den Männern für ein halbes Jahr die Freistellung vom Militärdienst. Im Rahmen solcher Vereinbarungen wurden laut der Bürgermeisterin in den letzten Monaten 3500 Flüchtlinge repatriiert. Darüber hinaus seien rund 20 000 Syrer zurückgekehrt, die einfach ihre Sachen packten und über die Grenze fuhren. Nach Angaben der Generaldirektion für Sicherheit verliessen landesweit gar mehr als 80 000 Flüchtlinge zurück.

Beobachter halten diese Zahlen allerdings für übertrieben, und das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) kann sie nicht bestätigten. Nach Angaben des UNHCR, das seine Zahlen von der Generaldirektion für Sicherheit erhält, kehrten zwischen Januar und Mitte November lediglich knapp 7000 Personen in offiziell organisierten Konvois nach Syrien zurück. Menschenrechtler kritisieren, dass die Rückkehrer nicht sicher vor Repressalien durch das Regime von Bashar al-Asad sind. Das sorgt auch für Streit innerhalb der libanesischen Regierung. Der Minister für Flüchtlingsfragen, Muin Merhebi, selbst Sunnit und ein scharfer Kritiker des syrischen Regimes, wirft Damaskus Morde und Verhaftungen von Rückkehrern vor. Knapp 20 Flüchtlinge seien nach ihrer Rückkehr ermordet worden, sagte er kürzlich. Libanon müsse die Syrer schützen und ihnen helfen, so lange es im Nachbarland keinen Frieden gebe.

Kronbi, die rührige Bürgermeisterin von Arsal, widerspricht. Sie habe die ersten beiden Konvois begleitet, um sicherzustellen, dass den Flüchtlingen kein Haar gekrümmt wird. Zwar räumt Kronbi ein, dass es später zu Festnahmen kam. Inzwischen habe sie jedoch gute Kontakte im syrischen Sicherheitsapparat. «Wenn etwas passiert, rufe ich sofort an», sagt sie. «Syrien ist sicher, zumindest im Grenzgebiet. Wie es weiter innen im Land aussieht, weiss ich nicht.» Im Sommer eroberten syrische Soldaten und Hizbullah-Kämpfer die letzten Gebiete entlang der gemeinsamen Grenze zwischen Syrien und Libanon. Die Kalamun-Berge östlich von Arsal werden nach Angaben von Kennern der Region vom Hizbullah kontrolliert.

Der Hizbullah braucht einen Erfolg

Selbst wenn die Soldaten und Milizionäre die Rückkehr in Ruhe lassen, erwartet sie in Syrien eine ungewisse Zukunft. Von ihren Häusern sind oft nur noch Trümmer übrig, die Infrastruktur wurde schwer beschädigt. «Von unserem Haus steht nur noch ein Gerippe», sagt Umm Hamid, deren wahren Namen wir nicht schreiben sollen. Trotzdem will sie heim in ihr Dorf in den Kalamun-Bergen. «Es reicht hier», sagt sie. In der Flüchtlingssiedlung am Ortsrand von Arsal ist es eng, wie die anderen Familien muss sich Umm Hamid mit ihrem Mann und den drei Kindern ein Häuschen von gerade einmal rund zwanzig Quadratmetern teilen. Wie viele Frauen hat sie die Siedlung seit Monaten nicht mehr verlassen. «Genug ist genug.» Schon zwei Mal hat sich die Familie in die Rückkehrerlisten eingetragen, doch beide Male lehnte Damaskus ihren Mann ab. Damit ist sie keineswegs die einzige.

«Aus Sicht des syrischen Regimes sind die Flüchtlinge nur eine Belastung», sagt Bente Scheller, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut. «Es will sie überhaupt nicht.» Doch Russland – und auch der Hizbullah – machen Druck. Beide wollen damit Normalität signalisieren. Der Hizbullah hat in dem Krieg Hunderte von Kämpfern verloren, Tausende wurden verletzt. Er müsse beweisen, dass sich der hohe Preis gelohnt habe, sagt Scheller. Doch solange Asad an der Macht sei, werde es in Syrien auch keine Lösung, und damit auch keine Rückkehr von Flüchtlingen im grossen Stil geben. «Wenn man akzeptiert, dass Asad an der Macht bleibt, muss man über die Zukunft der Flüchtlinge diskutieren.» Dazu zähle auch die Aufnahme in Drittländern. «Ich weiss, das ist in Europa unpopulär.»

Was für Europa gilt, gilt für Libanon erst recht. Gemessen an der Bevölkerungszahl hat der Zedernstaat mehr syrische Flüchtlinge aufgenommen als jedes andere Land der Welt. Doch der Druck auf sie wächst. Seit geraumer Zeit stellen die Behörden keine Sicherheitsausweise mehr aus, ohne die sich Flüchtlinge weder im Land bewegen noch Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen haben. Darüber hinaus habe ihre Organisation Verschleppungen, unbegründete Festnahmen und Ausgangssperren dokumentiert, sagt Lama Fakih, stellvertretende Leiterin der Nahostabteilung von Human Rights Watch in Beirut. Aus Angst vor Ausschaffungen würden Flüchtlinge oft auf eine Anzeige solcher Verstösse verzichten. «Flüchtlinge haben uns erzählt, dass sie deswegen zur Rückkehr entschlossen haben.»

Zerstörte Landschaften

Im Oktober durchkämmte die Armee die Hüttensiedlungen rund um Arsal, mehr als 150 Männer wurden festgenommen. 2017 misshandelten Soldaten vier Flüchtlinge so schwer, dass sie starben. Nach den Festnahmen vom Oktober kamen die meisten zwar wieder frei, doch Ende November folgte die nächste Razzia. Diesmal nahmen die Soldaten fast 400 Syrer fest, mehr als drei von ihnen wegen abgelaufener Papiere. Aus dem gleichen Grund stoppten die Soldaten Raad und einige andere Männer jüngst an einem Checkpoint und hinderten sie daran, ins nächste Dorf zu fahren, wo sie für ein paar Tage einen Job ergattert hatten. Der Syrer mit der gegerbten Haut würde seinen Sicherheitsausweis gerne verlängern. Doch dazu braucht er neuerdings einen einheimischen Bürgen, und den findet er nicht. Trotzdem will er auf keinen Fall zurück nach Kusair, wo er einst ein Haus besass und mit einem Busunternehmen gut verdiente.

«Schau dir das an. So sieht Kusair aus.» Auf seinem Handy zeigt er uns ein Video: Bilder einer Geisterstadt aus ausgebombten Häusern, Betontrümmern und kaputten Strassen. «Hier müssen wir uns Beschimpfungen anhören, werden gegängelt, und es ist eng», sagt er. Die älteste Tochter ist inzwischen 14 Jahre alt und brauchte ein eigenes Zimmer, woran in der kleinen Hütte nicht zu denken ist. Schon jetzt hat er kein Geld, um Kerosin für den Ofen zu kaufen. Doch all das sei immer noch besser als das, was ihn in Syrien erwartet. «Wir sind hier Vertriebene und wären es dort», sagt Raad. «Hier habe ich wenigstens ein Dach über dem Kopf, auch wenn es rein regnet.»

Quelle: nzz

Jan 12

Intensivtäter: „Die Knastzelle ist jetzt meine Wohnung“ – JVA Beamte attackiert

Der Asylantrag von Zied T. (30) aus Libyen wurde Ende 2016 abgelehntFoto: Jürgen Männel

Dresden – Intensivtäter Zied T. (30) sitzt u.a. wegen Betruges, Körperverletzung und räuberischer Erpressung und gewerbsmäßigen Diebstahls ab. Seine Strafakte ist prall. Nun stand er wieder vor Gericht – weil er einen Justizbeamten im Knast attackiert. Seine Erklärung dafür klingt bizarr.

„Er kam ohne Erlaubnis in meine Zelle. Dazu hat er kein Recht, das ist wie eine Wohnung“, tönt der Libyer vor Gericht.

Der Bauhelfer war 2015 nach Deutschland gekommen, Ende 2016 war sein Asylantrag abgelehnt worden. August 2017 wurde er zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, sitzt seitdem in der JVA Dresden.

Und auch hier führt er sich auf, als wäre er der Größte. „Der Angeklagte hatte als Disziplinarmaßnahme vormittags nur eine halbe Stunde Aufschluss auf der Station, um duschen zu können“, so Justizbeamter Frank S. (41) im Prozess.

„Als die Zeit, die er auf dem Bett liegend verbrachte um war, schloss ich ihn wieder ein und er rastete völlig aus.“

Er warf seinen Zellenstuhl gegen das Fenster. „Ich bin in die Zelle, um ihn von weiteren Zerstörungen abzuhalten“, so der Beamte. „Da warf er den Stuhl nach mir.“

Der JVA- Bedienstete trug eine Prellung, einen Muskelfaserriss und ein schweres Hämatom am Unterarm davon, wo ihn der hölzerne Stuhl mit Metallrahmen getroffen hatte.

Und was sagt der Libyer dazu? „Er hatte kein Recht in meine Zelle zu kommen, das war ein Angriff auf mich“, tönte der Zied T. vor Gericht. Dann jammert , dass er nur 28 Euro Taschengeld bekommt.

Für die Attacke gab‘s am Ende acht Monate Haft oben drauf. Seine Anwältin Uta Modschiedler: „Mein Mandant möchte zurück in sein Heimatland. Er hat gemerkt, dass die Strafen in Deutschland hart und das Vollzugsinteresse hoch ist.“

Quelle: BILD

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Close