Jul 25

Rückholung bis Dienstag: Gericht droht Stadt Bochum mit Zwangsgeld im Fall Sami A.

Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen

Der Islamist Sami A. soll illegal aus Deutschland abgeschoben worden sein. Weil die Ausländerbehörde in Bochum ihn noch nicht wieder zurückgeholt hat, hat ein Gericht nun eine Frist gesetzt.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bezeichnete die Abschiebung des mutmaßlichen Ex-Leibwächters des getöteten al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden nach Tunesien als „grob rechtswidrig“. Deshalb sei Sami A. unverzüglich auf Kosten der Ausländerbehörde nach Deutschland zurückzubringen – doch die Stadt Bochum ist dieser Aufforderung bislang nicht nachgekommen.

Deshalb hat das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen der Ausländerbehörde nun eine Frist zur Rückholung des Tunesiers gesetzt. Die Behörde habe bislang „nichts Substanzielles unternommen“, um Sami A. wieder nach Deutschland zu bringen, kritisierte das Gericht in seinem Beschluss. Es drohte der Stadt auf Antrag des Tunesiers ein Zwangsgeld in Höhe von 10.000 Euro an, sollte Sami A. nicht bis spätestens kommenden Dienstag zurückgeholt werden.

Die Stadt hatte beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster Beschwerde gegen die Anordnung der Rückholung eingelegt. Bevor das OVG urteilt, will es die Begründung des Verwaltungsgerichts aus Gelsenkirchen abwarten. Auch die Stadt Bochum muss die Beschwerde innerhalb eines Monats begründen, dafür endet die Frist am 13. August.

Nur Aufenthaltsort soll ermittelt worden sein

Diese Beschwerde entbindet die Behörde aus Sicht des Verwaltungsgerichts jedoch nicht von der Pflicht zur Rückholung des Salafisten. Da die Stadt Bochum bislang auch noch nicht ernsthaft versucht habe, Sami A. nach Deutschland zurückzubringen, könne sie sich „auch nicht auf eine tatsächliche Unmöglichkeit der Rückholung berufen“.

Bislang sollen mithilfe des Auswärtigen Amtes lediglich Anfragen zum Aufenthaltsort und zur aktuellen Situation Sami A.s an die tunesischen Behörden gestellt worden sein, bemängelte die Kammer. Das sei nicht genug. Laut einem Gelsenkirchener Gerichtssprecher hat die Stadt Bochum auf die aktuelle Entscheidung noch nicht reagiert, sie könne aber auch dagegen Beschwerde beim OVG einlegen.

action press

 

Sami A. war am 13. Juli aus Nordrhein-Westfalen abgeschoben worden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte am Abend zuvor entschieden, dass dies nicht zulässig sei. Der Beschluss war allerdings erst übermittelt worden, als das Flugzeug mit Sami A. bereits in der Luft war.

Quelle: Spiegel

Jul 25

Generalstabschef Brieger warnt: „Massenmigration größte Bedrohung“

Bild: APA/ERWIN SCHERIAU, APA/ROBERT JAEGER, krone.at-Grafik

Robert Brieger, seit Juli neuer Generalstabschef des Bundesheeres, hat am Mittwoch klare Worte zur Flüchtlingsproblematik gefunden und sieht „die Massenmigration als größte gegenwärtige Bedrohung“ für Österreichs Sicherheit. Im Ö1-„Morgenjournal“ sprach sich der Generalmajor am Mittwoch außerdem dafür aus, das Heeresbudget auf drei Milliarden Euro aufzustocken.

„Das Migrationsproblem hat sich so entwickelt ist, dass mittlerweile alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union betroffen sind. Solange der Außengrenzenschutz nicht im vollwertigen Umfang gewährleistet ist, besteht die Notwendigkeit, auf nationaler Ebene zu handeln“, erklärte Brieger weiter. Das schütze auch gegen terroristische Bedrohungen.

 

Kunasek fordert „bei allem Verständnis fürs Sparen“ mehr Geld
Hinsichtlich des Heereshaushalts gab auch Heeresminister Mario Kunasek (FPÖ) offen zu, dass das von ihm erst vor wenigen Monaten ausverhandelte Budget zu niedrig ist: „Unsere Mittel sind leider enden wollend. Das hat gerade auch unser Bundespräsident festgehalten. Mein Ziel ist daher, dass wir beim Budget drei Milliarden Euro oder ein Prozent des BIP erreichen – bei allem Verständnis fürs Sparen.“

 

Konkret soll die Erhöhung bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode – also bis 2022 – erreicht werden. Das Heeresbudget liegt aktuell bei 2,2 Milliarden Euro bzw. 0,58 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) und soll in den nächsten Jahren weiter steigen. Ein Prozent des BIP wären heuer 3,88 Milliarden Euro.

 

Brieger ist einer der profiliertesten Strategen des Heeres
Brieger (61) gilt als einer der erfahrensten und profiliertesten Strategen des Heeres. Nachdem General Othmar Commenda dem Heer in sieben stürmischen Jahren souverän vorangestanden ist, ehe er Ende Juni in Pension gegangen war, trat sein Nachfolger in große Fußstapfen.

Kunasek zeigte sich aber schon bei Briegers Amtsantritt von seinem neuen Generalstabschef überzeugt: „Mit Generalmajor Brieger habe ich einen ausgezeichneten Soldaten und Offizier mit langjähriger Truppenerfahrung im In- wie im Ausland bestellt. Er hat sich für bevorstehende Aufgaben mit seinem besonnenen und überlegten Führungsstil qualifiziert“, so der Minister.

Quelle: Kronenzeitung

Jul 25

Indischer Asylantenmob bietet Mädchen (13) Geld für Gruppensex | Rees

Symbolbild

Schon wieder glauben analphabetische Armutsasylanten in Deutschland könne man sich an Kindern bedienen wie im Porno- Sexshop, nur weil sie nicht vollverschleiert sind.

Ein 13-jähriges Mädchen aus Rees wurde am gestrigen Dienstagabend den 24. Juli 2018) gegen 19.30 Uhr in der Reeser Innenstadt von einem 25-jährigen Asyltouristen sexuell angegangen.

Das Kind hatte sich am Busbahnhof von einem Freund verabschiedet und lief anschließend über einen Fußweg durch ein Wäldchen in Richtung Sahler Straße. In diesem Wäldchen hielten sich drei Männer auf, von denen einer dem Mädchen folgte. Der Mann sprach das Mädchen in gebrochenem Deutsch und Englisch an und forderte es auf, stehenzubleiben.

Asylantenmob sendete einen Inder zum Kind, der hielt es fest und bot ihm Geld für Sex

Danach erfasste er die 13-Jährige am Arm und hielt sie fest. Im folgenden Gespräch bot er dem Mädchen unter anderem Geld für sexuelle Handlungen. Die junge Reeserin rief mehrmals „Stopp“ und lief davon, der Mann folgte ihr. Die 13-Jährige klingelte an mehreren Haustüren der Sahlerstraße, traf aber auf keine Anwohner.

Das Mädchen schrie mehrfach Stopp, klingelte an Haustüren um Hilfe zu suchen, doch der Armutsasylant verfolgte sie ständig weiter und wollte Sex

Das Mädchen lief nun in Richtung Innenstadt. Auf der Straße Vor dem Falltor traf die weinende 13-Jährige zunächst auf einen Bekannten und kurz darauf auf einen Onkel. Nachdem sie diesen vom Vorfall berichtet hatte, ging der Onkel auf den Mann zu, der lief allerdings davon. Auf der Empeler Straße in Höhe der Weseler Straße konnte der Onkel den Mann einholen und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten.

Ausgeprägte Vergewaltigungs und Mordkultur aus Indien importiert – immer wieder werden Frauen und Kinder vergewaltigt und verbrannt – Armutsasylanten sind vielfach krimineller als Deutsche – das belegen die Kriminalstatistiken

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 25-Jährigen mit indischer Staatsbürgerschaft aus Erftstadt, der sich nach eigenen Angaben derzeit in Rees aufhält. Der Mann wurde festgenommen, die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.

Quelle: Truth24.net

Helfen
Ihnen hat unser Beitrag gefallen? Dann sagen sie unsere News weiter, auch über eine Unterstützung würden wir uns freuen.

Jul 25

Plüderhäuser Festtage – Frau von Asylbewerber sexuell belästigt

Symbolbild Foto: Büttner/ZVW

Die Festtage verliefen friedlich, im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar weniger Straftaten. Allerdings kam es auch zu einer sexuellen Belästigung. Die Polizei zeigt sich dennoch zufrieden. 

„Wir sind insgesamt mit dem Festverlauf zufrieden“, sagt Ronald Krötz, Pressesprecher der Polizeidirektion Aalen. Die Anzahl der Straftaten sei im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig und im Vergleich zu anderen Festen „absolut im grünen Bereich“.

Gut sei auch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sicherheitsdienst im Vergnügungspark und vor dem Zelt gelungen. Dadurch hätten sich einige Spannungen und Streitigkeiten im Keim ersticken lassen, so Krötz.

Aber: „Nichts desto trotz gab es eine sexuelle Belästigung einer Frau.“ Es gibt zwei Tatverdächtige, beide sind identifiziert, aber es ist noch nicht klar, welcher von beiden die Tat verübt hat, so der Pressesprecher.

Beide sind Asylbewerber aus Eritrea. Außerdem kam es während der Festtage zu einigen Körperverletzungsdelikten, zu später Stunde. Glücklicherweise gab es dabei nur Leichtverletzte. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei Personen in Gewahrsam und erteilte auch Platzverweise. Schuld daran war meist zu viel Alkohol. In neun Fällen nahm die Polizei Jugendlichen Alkohol ab, zwei stark betrunkene Jugendliche hat sie den Eltern übergeben.

„Aus unserer Sicht waren das sehr gute Festtage“, bestätigt Bürgermeister Andreas Schaffer, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Plüderhäuser Festtage ist. Zwar sei an den ersten drei Tagen das Wetter ein bisschen wechselhaft, der Sonntag und Montag seien aber sehr gut gewesen.

„Das Wichtigste ist auch die Stimmung. Die war dieses Jahr absolut top. Die Leute waren fröhlich, entspannt, gut drauf. Ich bin sehr zufrieden.“ Besonders gut gefiel dem Bürgermeister auch die gute Stimmung und Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgemeinschaft. Vom Fall der sexuell belästigten Frau hat Schaffer natürlich gehört.

Quelle: Schorndorfer Nachrichten

Jul 25

Nigerianer vergewaltigt 10 Jähriges Mädchen in Lebacher Wohnung – nun droht ihr HIV

Symbolbild

Saarbrücken. Der 29 Jahre alte Armutsasylant hielt sich als Bekannter in der Wohnung der Familie des 10 Jahre alten Mädchens auf und fiel brutal über das Kind her.

Bereits am 08 Juni gegen 01:00 Uhr überraschte ihn die Mutter des Mädchens im Nebenzimmer, als er an ihrer Tochter sexuelle Handlungen vornahm.

Alle Beteiligten stammen aus Nigeria und wohnen zurzeit in der Landesaufnahmestelle in Lebach.

Der beschuldigte Afrikaner wurde durch die sofort alarmierte Polizei festgenommen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Antrag auf Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauches gestellt hatte, wurde der Beschuldigte dem Bereitschaftsrichter vorgeführt. Der Untersuchungshaftbefehl wurde verkündet. Der 29 jährige wurde der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken überstellt.

Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Das Mädchen konnte nach einer ärztlichen Untersuchung wieder in die Obhut seiner Eltern gegeben werden.

Ob sich das Mädchen mit HIV infiziert hat, oder bereits war, ist noch ungeklärt. Ein großteil der Subsahara Afrikaner ist mit der tödlichen Krankheit infiziert.

Immer wieder Gruppenvergewaltigungen, Kindervergewaltigungen, Morde und Totschlag durch Afrikanische und moslemische Armutsmigranten – Statistik belegt die Vergewaltigungs- und Mordkultur – 80% HIV Durchseuchung bei Subsahara Afrikanern

Die nach Deutschland immernoch massenhaft einströmende Araberflut bringt eine ausgeprägte Mord und Vergewaltigungskultur nach Deutschland und Österreich. Die verrohten analphabetischen Afrikaner sind statistisch ein vielfaches krimineller als die Deutsche Bevölkerung, das belegen Landes und Bundeskriminalstatistiken. Zudem bringen die Subsahara- Afrikaner Seuchen mit, insbesondere sind in der Subsahara ganze Regionen mit über 80% mit HIV durchseucht, diese tödliche und unheilbare Sexualkrankheit importieren sie natürlich auch nach Europa.

Quelle: Truth24.net

Helfen
Ihnen hat unser Beitrag gefallen? Dann sagen sie unsere News weiter, auch über eine Unterstützung würden wir uns freuen.

Afrikanischer Mob bietet Mädchen (12) im Kloster Lehnin Geld für Gruppensex

Jul 24

Ägypter -13 Frauen sexuell belästigt: „Keiner hat mir hier gesagt, dass das falsch ist“

Aly E. (29) soll 13 Frauen in Berliner U-Bahnen und an Bahnhöfen sexuell belästigt haben. Nun muss er sich vor Gericht verantworten und gibt Drogen, Satan und dem Dolmetscher die Schuld.

„Etwas in mir zwang mich, die Hose zu öffnen“, sagt der Angeklagte: „Satan hat mir das eingeflüstert.“ Aly E. (29) gesteht vor Gericht, mehr als ein Dutzend Frauen in Berliner U-Bahnen und auf Bahnhöfen sexuell belästigt zu haben. Nach ihm wurde öffentlich gefahndet. Am 4. März 2018 stellte er sich.

„Der Dolmetscher war rassistisch“

Ermittlern gegenüber soll er der deutschen Politik die Schuld an seinen Straftaten gegeben haben. Wo er herkomme, seien solche Taten gegenüber Frauen an der Tagesordnung und würden nicht bestraft. Keiner habe ihm gesagt, dass es in Deutschland anders sei.

Vor Gericht stellt er das als Übersetzungsfehler dar: „Der Dolmetscher war rassistisch.“

13 Frauen fielen ihm zwischen April 2015 und Februar 2018 auf der U6 zum Opfer. Geschlechtsteil rausgeholt, onaniert, zum Sex aufgefordert, ans Gesäß und zwischen die Beine gegrapscht. Eine Frau soll er sogar vergewaltigt haben: Am 17. Februar 2018 gegen 2.35 griff er laut Anklage auf dem U-Bahnhof Kaiserin-Augusta-Straße einer Frau „von hinten unter das Kleid und drang mit mindestens einem Finger in die nicht durch Kleidung geschützte Vagina ein, wobei er sich währenddessen selbst befriedigte.“

 

Mit diesem Bild fahndete die Berliner Polizei im Februar nach dem Mann (Foto: Polizei Berlin)
Mit diesem Bild fahndete die Berliner Polizei im Februar 2018 nach dem Mann (Foto: Polizei Berlin)

„Keiner sagte mir hier, dass das hier falsch ist“

Vor 15 Jahren verließ der Ägypter die Heimat. Er arbeitet als Teilzeit-Koch in einem Schöneberger Restaurant. Er ist verheiratet, hat einen Sohn. Er sagt: „In Ägypten kommt so was des Öfteren vor, wird nicht bestraft. Ich kenne mich mit Gesetzen nicht aus. In meinem Dorf gab es keine Polizei. Keiner sagte mir hier, dass das hier falsch ist.“

Richterin: „Sie meinen also, so etwas darf man machen hier in Deutschland? Frauen zwischen die Beine greifen und sich öffentlich entblößen sei hier erlaubt?“

Aly E.: „Das hat das Heroin gemacht. Nachts feierte ich durch in Klubs.“ Sein angeblicher Drogenkosum gleicht einem „Märchen aus Tausendundeiner Nacht“: Heroin, Kokain, Ecstasy, Alkohol, blaue Tabletten. Aly E.: „Ich wusste nicht, dass das Potenzmittel sind, Deutsch kann ich nicht lesen.“

Aber die Vorwürfe aus der Anklage gibt er zu: „Ich kann mich an alle meine Taten erinnern!“

Drogen und Satan sollen Schuld an seinem Verhalten sein

Silke B. (43) fuhr im April 2015 ab 20.40 Uhr mit der U6 von Friedrichstraße bis Paradestraße. „Er machte komische Bewegungen unter der Jacke“, erinnert sie sich. „Ich merkte, dass er sich einen runterholt. Als ich ausstieg, folgte er mir. An der Haustür war er plötzlich neben mir, wollte meine Nummer. Ich konnte gerade noch die Tür vor ihm zudrücken. Er hatte sich einen runtergeholt und seine DNA da gelassen.“

Aly E.: „Erinnere mich an die Frau. Ist nicht so, dass sie mir gefallen hat. Das war so ein Drang. Etwas in mir zwang mich, die Hose zu öffnen. Satan hat mir das eingeflüstert!“

Der Prozess geht am 26. Juli weiter, das Urteil wird am 2. August erwartet.

Quelle: bz

Jul 24

In Hessen droht der SPD die Demütigung – Landtagswahl im Herbst


Im Herbst wählen die Hessen. Von einem Wahlkampf ist wenig zu spüren. Vielleicht weil gerade Sommerferien sind und die Bürger an Main, Fulda und Eder sogar erst nach den Herbstschulferien wählen gehen. Quelle: WELT/ Laura Fritsch

In drei Monaten wählen die Hessen. Von Wahlkampf ist bei Schwarz-Grün wenig zu spüren – anders als bei der SPD. Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel steht unter Druck. Am Ende könnte er sich zu einem schmerzvollen Schritt gezwungen

Viel bekommen die Deutschen derzeit von der Nervosität der CSU mit: Am 14. Oktober ist Landtagswahl – längst tobt in Bayern der Wahlkampf, und die schlechten Umfragewerte der Christsozialen sind bundesweit Thema.

Dass zwei Wochen später die Bürger eines weiteren Bundeslandes über die Zusammensetzung ihres Parlamentes entscheiden werden, ist hingegen weniger bekannt: Am 28. Oktober wählt Hessen seinen neuen Landtag. Von einem Wahlkampf ist wenig zu spüren. Vielleicht weil gerade Sommerferien sind und die Bürger an Main, Fulda und Eder sogar erst nach den Herbstschulferien wählen gehen.

Die schwarz-grüne Koalition in Wiesbaden jedenfalls macht wenig von sich reden, setzt auf geräuschloses Regieren. Gewiss, das 2013 geschlossene Bündnis hat in den vergangenen Jahren wenig geglänzt – allerdings hat es immerhin gehalten. Das ist eine Premiere im deutschen Föderalismus, wo Schwarz-Grün (Hamburg) oder Jamaika (Saarland) frühzeitig krachend auseinanderbrachen. Geht es nach Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), so würde er mit den Grünen, angeführt von Vizeregierungschef und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, als Juniorpartner nach der Wahl weiter regieren.

Der Grüne Tarek Al-Wazir (l.) ist Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie Vize von Regierungschef Bouffier
Der Grüne Tarek Al-Wazir (l.) ist Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie Vize von Regierungschef Bouffier

Quelle: pa/dpa/Fredrik von Erichsen

Die Umfragen aber sprechen eine andere Sprache, zumal die – im hessischen Taunus gegründete – AfD mit einem respektablen Ergebnis erstmals in den Landtag von Wiesbaden einziehen dürfte. Nach der jüngsten Erhebung, erstellt von Infratest Dimap für den Hessischen Rundfunk, reicht es weder zu Schwarz-Grün noch zu einer von der SPD geführten Ampel mit Grünen und FDP. Auch Rot-Rot-Grün hat keine Mehrheit. Realistischstes Szenario, Stand jetzt: Ein Sechs-Fraktionen-Landtag inklusive AfD, FDP und Linkspartei.

Die CDU rangiert in der Umfrage bei 31 Prozent (Landtagswahl 2013: 38,3 Prozent), die Sozialdemokraten bei 22 Prozent (30,7 Prozent). Die AfD wird bei 15 Prozent taxiert, bei der letzten Wahl hatte sie mit 4,1 Prozent die Sperrklausel verfehlt. Die Grünen liegen bei 14 Prozent (11,1 Prozent), die FDP und die Linke je bei sieben Prozent (fünf beziehungsweise 5,2 Prozent).

Quelle: Infografik WELT

Das alles deutet darauf hin, dass in Wiesbaden eine große Koalition gebildet werden könnte. Der schwarz-rote Block im Bundesrat – bisher ohne Mehrheit – könnte damit an Einfluss gewinnen. Für die Hessen-SPD wäre ein solch ungeliebtes Bündnis unter Führung der CDU aber eine echte Demütigung. Ihr Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel tritt bereits das dritte Mal an. Wacker zieht er durch das Land. Er braucht einen Erfolg – leidet aber unter der bundesweiten Schwächephase seiner Partei.

Der vorige Dienstag, Limburg an der Lahn, Friedrich-Ebert-Straße 22: Schäfer-Gümbel trifft Mieter vor ihrem 1974 gebauten Haus, das die Landesregierung an einen privaten Immobilienfonds verkauft hat. „Schauen Sie mal“, sagt eine Bewohnerin, und deutet auf den Hauseingang, dessen Beton kräftig bröckelt, „hier wird seit einem Jahr nichts getan.“ Der nächste Stolper-Unfall scheint in der Tat eine Frage der Zeit zu sein. „Wir haben hier keine Wasseruhr“, sagt eine ältere Dame, „die Nebenkosten für Wasser und Müll werden auf die Quadratmeter umgerechnet.“ Gut für Familien, schlecht für Alleinstehende.

Direkter Bürgerkontakt im Wahlkampf: Schäfer-Gümbel (r.) in Limburg
Direkter Bürgerkontakt im Wahlkampf: Schäfer-Gümbel (r.) in Limburg

Quelle: Daniel Friedrich Sturm

Schäfer-Gümbel hört sich die Klagen an, verspricht, sich brieflich an den Eigentümer zu wenden. „Uns antworten die nicht“, sagt die ältere Dame. „Wir nehmen mal die Herrschaften unter Beobachtung“, kontert Schäfer-Gümbel, „Sie müssen mir nur Ihre Nebenkostenabrechnung zusenden.“

Die SPD setzt während des Landtagswahlkampfes auf das Thema Wohnen. Längst könnten Bezieher mittlerer Einkommen ihre Mieten nicht mehr zahlen, sagt Schäfer-Gümbel, das gelte für die Banken-Metropole Frankfurt allemal, aber auch für die Peripherie. „Wir werden nicht jeden Tag ein neues Thema setzen.“ Hessen brauchte „lange Linien“ – bei Bildung, bezahlbarem Wohnen, Mobilität und dem Streben nach gleichen Lebensverhältnissen in Stadt und Land.

Die zunehmende Kluft zwischen Stadt und Land, das Gefühl vieler Menschen, in der Fläche „abgehängt“ zu sein, spricht Schäfer-Gümbel an. So auch am Dienstagmittag in Runkel, Landkreis Limburg-Weilburg, 9450 Einwohner, verteilt auf neun Stadtteile. „Grüß dich“, ruft Schäfer-Gümbel, Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) zu, während der aus seinem Backsteinrathaus tritt.

Vergesst die Menschen auf dem Lande nicht“, mahnt Bender, seit elf Jahren Bürgermeister, davor 36 Jahre lang Polizist. Ausführlich stellt er seinem Genossen das Projekt der vier Kleinbusse vor, mit denen Kinder, Rentner, Kranke, zu Schule, Arzt und Supermarkt gebracht werden. Sie alle zahlen dafür ein paar Euro, die Gemeinde subventioniert’s.

Er sagt, mit Bouffier verbinde ihn „nicht viel“

Während Schäfer-Gümbel durchs Land tingelt, ist von der Landesregierung wenig zu hören. Sie wolle „nicht auffallen, will am liebsten keinen Wahlkampf machen“, klagt der Landeschef der SPD. Die CDU wolle „im Schlafwagen an der Macht bleiben“. Das könnte ihr, trotz Stimmenverlusten gelingen – und das im einst roten Hessen, in dem die SPD aber seit 1999 in der Opposition dümpelt. Die Sozialdemokraten würden die CDU „in die Auseinandersetzung zwingen“, sagt Schäfer-Gümbel. Er werde das Land nach der Wahl regieren, „und zwar von vorn, mit mir als Ministerpräsidenten“.

Damit rechnen aber selbst Optimisten in der SPD kaum – und das, obwohl Regierungschef Bouffier eine weit blassere Figur abgibt als einst sein Vorgänger Roland Koch (CDU). „Hessen spielt in Berlin keine Rolle, der Ministerpräsident verkauft das Land unter Wert“, kritisiert Schäfer-Gümbel. Kein Land enthalte sich im Bundesrat so oft wie Hessen. „Schwarz-Grün steht für nichts.“

Sollte Schäfer-Gümbel nach der Landtagswahl womöglich Minister in einem Kabinett Bouffier werden? Die beiden Männer kennen sich lange, kandidieren seit 2003 beide im Wahlkreis Gießen II. Bouffier holte den 2013, lag knapp acht Prozentpunkte vor dem Oppositionsführer. Lange habe es zwischen ihnen keine Kommunikation gegeben, sagt Schäfer-Gümbel: „Uns verbindet nicht viel.“

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 habe er, Schäfer-Gümbel, Bouffier angerufen und „ihm gesagt, die SPD werde sich bei diesem Thema nicht mit den Schwächen der Landesregierung profilieren – auch wenn uns das Profil kostet“. Bouffier habe „diese Solidarität gerne mitgenommen und anschließend wacker ignoriert“. Eine vertrauensvolle Basis für ein gemeinsames Regieren sieht anders aus.

Schäfer-Gümbel schließt keine Koalition aus – außer mit der AfD. Doch Rot-Rot-Grün oder Rot-Gelb-Grün sind derzeit mathematisch nicht möglich. Schäfer-Gümbel aber braucht eine Machtperspektive. „Unser Verhältnis zu allen Landtagsparteien ist belastbar, mit den Oppositionskollegen sogar kollegial“, sagt Schäfer-Gümbel, Spitzname TSG, der nach dem Chaos seiner Vorgängerin Andrea Ypsilanti vor zehn Jahren seine Partei wieder geordnet und konsolidiert hat.

Sein größtes Problem aber ist die strukturelle Schwäche der eigenen Partei, der Gegenwind aus Berlin. „Die SPD kann in der großen Koalition gerne noch dynamischer und mit mehr Profil auftreten“, fordert Schäfer-Gümbel im Gespräch mit WELT. Die Bundes-SPD müsse an „ihrer eigenen Erkennbarkeit stärker arbeiten“, sie sei „nicht der Reparaturbetrieb für die Schäden“, die zum Beispiel Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit „seinen Rempeleien“ hinterlasse.

Der Druck, der auf Schäfer-Gümbel lastet, ist gewaltig. Könnte er gar ein viertes Mal als Spitzenmann in Hessen antreten? „Natürlich kann ich ein viertes Mal als Spitzenkandidat antreten“, sagt er – und gibt sich zweckoptimistisch: „Es wäre ja komisch, nach einer Amtszeit als Ministerpräsident nicht noch einmal zu kandidieren.“

Quelle: welt

Jul 24

Studie: Mehrheit der Deutschtürken fühlt sich stark der Türkei zugehörig

Wahlparty in Berlin nach einem Referendum über eine Verfassungsänderung zugunsten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ©Sebastian Willnow/dpa

Laut einer neuen Studie fühlen sich 61 Prozent sehr stark mit der Türkei verbunden. Gründe seien das Werben der türkischen Regierung und Diskriminierungserfahrungen.

Immer mehr Deutsche mit türkischen Wurzeln fühlen sich laut einer Studie sehr stark mit der Türkei verbunden – weniger von ihnen sagten das über Deutschland. Charakteristisch sei ein sogenanntes Integrationsparadoxon, sagte Hacı-Halil Uslucan bei der Vorstellung einer neuen Studie des Zentrums für Türkeistudien in Essen.

Demnach empfinden sich gerade die objektiv besser Integrierten häufig als nicht zugehörig, weil sie besonders sensibel für gesellschaftliche Diskriminierung seien. Problematisch sei, dass jeder zweite Türkeistämmige die türkische Regierung und Migrantenorganisationen als Interessenvertreter wahrnehme. Von der Bundesregierung hingegen fühlen sich lediglich 37 Prozent vertreten.

Die Zahl der Türkischstämmigen, die sich eher der Türkei denn Deutschland verbunden fühlen, steige laut dem Wissenschaftler seit 2010. In der jüngsten repräsentativen Befragung gaben 61 Prozent an, sich sehr stark der Türkei zugehörig zu fühlen, nur 38 Prozent sagten das über Deutschland.

Auch in der Nachfolgegeneration sei die Verbundenheit zur Türkei noch stark. Uslucan führt das unter anderem auf überhitzte Türkei-Debatten in Deutschland, das Werben der türkischen Regierung sowie Diskriminierungserfahrungen von Menschen zurück, die sich häufig als „Pass-Deutsche“ abgelehnt fühlten.

Das jüngste Beispiel für Integrationshürden und heimatliche Zerrissenheit der Deutschtürken sei der Fußballer Mesut Özil, sagte Uslucan. Özil ist nach massiver Kritik an einem Foto, das ihn mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in London kurz vor der Weltmeisterschaft in Russland zeigte, aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Er wies auf seine Verbundenheit zum Land seiner Vorfahren hin – und darauf, dass er in Deutschland im Zuge der Kritik von einem großen Teil der Gesellschaft rassistisch behandelt wurde.

Quelle: zeit

Jul 24

Mutmaßliche Vergewaltigung in Flüchtlingsunterkunft | Landshut

c Funkhaus Landshut

Es passiert in einer Novembernacht im Jahr 2015. Die Angestellte eines Security-Diensts hört Schreie aus einem Zimmer in einer Freisinger Flüchtlingsunterkunft. Sie verschafft sich Zugang zu dem Raum. Was sie dann sieht ist schockierend:

Ein 39-Jähriger aus Nigeria würgt eine 30-jährige Frau, ebenfalls aus Nigeria.
Dabei ist er vollkommen nackt. Gestern sagt die Angestellte des Security-Diensts vor dem Landgericht Landshut aus. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor:
Er soll die 30-jährige Nigerianerin gewürgt, vergewaltigt und beklaut haben.
Nach der Nacht verschwindet der Angeklagte und kann erst im letzten Jahr in der Schweiz gefasst werden.

Quelle: Radio Trausnitz

Jul 24

Nach Rücktritt und Abrechnung: Erdogan telefonierte mit Özil „Ich küsse seine Augen“

Özil und Erdogan.
© dpa / Uncredited

Selten ist der Rücktritt eines DFB-Kickers zu solch einem Politikum geworden. Der Rückzug Mesut Özils beschäftigt sogar mehrere Kabinettsmitglieder, die Kanzlerin und nun auch Erdogan.

München/Berlin – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte bereits mit Mesut Özil und begrüßt offenbar dessen Rücktritt. Das berichtet die Nachrichtenagentur afp. Erdogan sagte am Dienstag nach einer Fraktionssitzung seiner AKP in Ankara laut türkischen Medien, er habe Özil angerufen und stehe hinter dessen Erklärung, in welcher der Fußballer am Sonntag seinen Rücktritt erklärt und schwere Vorwürfe gegen deutsche Fußballfunktionäre, Medien und Sponsoren erhoben hatte. Die Bild zitiert Erdogan folgendermaßen: „Ich habe mit ihm heute Nacht telefoniert. Seine Haltung ist national und einheimisch. Ich küsse seine Augen. Sie können unser gemeinsame Foto nicht hinnehmen. Ich stehe hinter Mesut aufgrund seiner Äußerungen.“

Laut dem Staatssender TRT Haber sagte Erdogan: „Gestern Nacht habe ich mit Mesut gesprochen. Seine Haltung in der Erklärung ist komplett patriotisch“. Wobei zunächst offen blieb, welche Art Patriotismus der türkische Staatschef meinte.

Die Deutschen könnten nicht akzeptieren, dass Özil für ein Foto mit ihm posiert habe, sagte Erdogan. „Man kann diese rassistische Haltung gegenüber diesem jungen Mann nicht hinnehmen, der so viel Schweiß für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft vergossen hat“, sagte der türkische Präsident.

„Nur Verlierer“: Seehofer über den Fall Özil

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts wurde Seehofer auch zu Mesut Özil befragt. Was sagt er dazu als Sportminister? „In diesem Fall gibt es nur Verlierer“, sagt er nur. Er habe sich vorgenommen, dass er sich bei der Vielzahl an Äußerungen nicht äußern werde. Die Kanzlerin habe sich geäußert, da gebe es keinen Raum mehr.

„Peinlich!“ Todenhöfers Rundumschlag gegen Özil-Kritiker

Auch Buchautor und Journalist Jürgen Todenhöfer meldet sich zu Wort und zwar mit einem Facebook-Post, der bis zum Mittag über 37.000 Menschen zu Reaktionen animiert hat, für mehr als 6.000 Kommentare gesorgt hat und beinahe 10.000 Mal geteilt wurde. Dabei stärkt er Mesut Özil den Rücken: „Özil hat Rückgrat. Sein Rücktritt ist konsequent. Özil ist vor und nach der WM tausendfach rassistisch angegriffen worden. Es ist sein gutes Recht, darauf hart zu reagieren. Auch Özil hat ein Recht auf Meinungsfreiheit. Davon hat er mit klaren Worten Gebrauch gemacht“, schreibt er an seine Follower gewandt.

Doch das ist längst nicht alles: Allen „notorischen Anti-Türken, die weiter auf Özil rumhacken wollen, sage er: „Lasst diesen weltweit bewunderten, brillanten Fußballer endlich in Ruhe! Er hat vor vier Jahren entscheidend mitgeholfen, dass Deutschland Weltmeister wurde. Dafür verdient er Dank, kein Nachtreten.

Und hört auf, unser sonst so weltoffenes Land zu blamieren! Euer anti-türkischer Rassismus ist von vorgestern, provinziell und peinlich. Er schadet dem Ansehen Deutschlands mehr als jede verlorene Fußball-Weltmeisterschaft.“

Deftige Worte, denen er ein Özil-Foto hinzufügte. Darauf steht der Text: „Özil hat Recht: Wäre er christlicher Deutsch-Italiener und nicht muslimischer Deutsch-Türke, hätte er all diese Probleme nicht mitbekommen. Seine Fototermine hätten niemanden interessiert.“

Zentralrat der Muslime fordert Grindel-Rücktritt

In der Debatte um den Fußballer Mesut Özil hat die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), die Art und Weise kritisiert, in der dieser seinen von Rassismus-Vorwürfen begleiteten Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Sie finde es „schwierig“, dass sich Özil erst so spät und dann über den Kurzbotschaftendienst Twitter geäußert habe, sagte Freitag dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag.

Özil wolle offenbar keine Nachfragen beantworten. „Vielleicht hätte er sich eher und offener äußern sollen, dann hätte man diskutieren können“, sagte die SPD-Politikerin. „So findet keine wirkliche Diskussion mit dem Betroffenen statt, sondern nur eine Diskussion über ihn.“

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland.
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, erneuerte seine frühere Forderung eines Rücktritts von DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. „Wer als Mannschaft und mit so einer langen Karriere – und beide haben das – meint, er müsse jetzt eine Debatte anstoßen, die da heißt „Özil ist der Schuldige an dem Desaster der Fußball-Nationalmannschaft, der hat jedes Recht verwirkt, denke ich, diesen großartigen Verband zu führen“, sagte er. Möglicherweise gebe es noch eine Chance, dass der DFB sich entschuldige.

Maas äußert sich erneut zu Özil

„Unabhängig vom Fall Özil ist völlig klar: Wir müssen uns jeder Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sehr entschlossen entgegenstellen“, sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). „Es bleibt eine Aufgabe für uns alle, einzustehen für die Werte, die unser Land ausmachen: Toleranz, Vielfalt und Freiheit.“

Die Zahl der fremdenfeindlichen Straftaten bleibe beschämend hoch, erklärte Maas. Es gebe bedauerlicherweise noch immer sehr viele Menschen in Deutschland, die in ihrem Alltag Rassismus erführen. „Vielfalt ist keine Bedrohung und nichts, was uns Angst machen muss.“

Das waren die News vom 23. Juli 2018:

„Der hat doch einen Dreck gespielt, einen Dreck seit vielen Jahren.“ Wie tz.de* berichtet, rechnet Uli Hoeneß knallhart mit Mesut Özil ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Mesut Özil Respekt für seine Leistung in der Nationalmannschaft gezollt. Özil sei ein „toller Spieler“, der für die deutsche Mannschaft viel geleistet habe, sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. „Er hat eine Entscheidung getroffen, die zu respektieren ist.“

Zurückhaltend reagierte Demmer auf die von Özil erhobenen Rassismus-Vorwürfe. „Deutschland ist ein weltoffenes Land“, in dem Menschen mit Migrationshintergrund „herzlich willkommen sind“, sagte sie. Für die Bundesregierung sei Integration eine „Schlüsselaufgabe“, bei der alle gesellschaftlichen Gruppen gefragt seien. Dem Sport komme hier eine wichtige Bedeutung zu.

DFB weist Vorwürfe von sich

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Rassismusvorwürfe des zurückgetretenen Nationalspielers Mesut Özil „in aller Deutlichkeit“ zurückgewiesen. „Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland“, heißt es in einer nach einer Telefonkonferenz des Präsidiums am Montag in Frankfurt am Main verbreiteten Erklärung.

Darin verweist die Verbandsspitze auf eine Reihe von Aktionen und Kampagnen, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden. „Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.“ Auch der Abschied Özils aus der Nationalmannschaft ändere nichts an der „Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen“.

Özil-Rücktritt: Ministerin sieht „Alarmzeichen“ – Türkei bejubelt „Tor gegen Faschismus“

Die Entscheidung Özils zum Ausscheiden aus der deutschen Nationalmannschaft hat eine Diskussion über Rassismus entfacht: „Es ist ein Alarmzeichen, wenn sich ein großer, deutscher Fußballer wie Mesut Özil in seinem Land wegen Rassismus nicht mehr gewollt und vom DFB nicht repräsentiert fühlt“, schrieb Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sagte der Berliner Zeitung, Özils Rücktritt „tut weh“.

Katarina Barley
Katarina Barley

Maas schützt Özil und lässt dann mit Aussage aufhorchen

Bundesaußenminister Heiko Maas bemühte sich, die Debatte einzudampfen – und gab Özil gleichzeitig einen heftigen Seitenhieb mit auf den Weg. Er glaube nicht, „dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt, über die Integrationsfähigkeit in Deutschland“, sagte der Minister bei einer Pressekonferenz.

Aus der Türkei kamen unterdessen ganz andere Töne: Die Regierung in Ankara reagierte mit großer Zustimmung auf den Rücktritt. Özil habe mit seinem Ausstieg ein „wunderschönes Tor gegen das Virus des Faschismus“ geschossen, lobte Justizminister Abdulhamit Gül den Mittelfeldspieler des FC Arsenal am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der türkische Sportminister Mehmet Kasapoglu twitterte ein Foto des lächelnden Özil mit Erdogan und schrieb dazu: „Wir unterstützen aufrichtig die ehrenhafte Haltung, die unser Bruder Özil gezeigt hat.“

 

Özil hatte sich am Sonntag zu seinem umstrittenen Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan im Mai geäußert und anschließend erklärt, er trete aus der deutschen Nationalmannschaft aus. Er prangerte einen weit verbreiteten Rassismus gegen ihn als Deutschtürken an und erhob insbesondere schwere Vorwürfe gegen DFB-Chef Reinhard Grindel.

„Schweren Herzens und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr auf internationaler Ebene für Deutschland spielen, da ich dieses Gefühl des Rassismus und der Respektlosigkeit habe“, schrieb Özil in der auf Englisch verfassten zweiseitigen Erklärung.

Özdemir nimmt sowohl Özil als auch den DFB in die Kritik

Özdemir hatte Özil nach dessen ersten Äußerungen zunächst scharf kritisiert. „Mit dem Alleinherrscher Erdogan zu posieren empfinde ich als respektlos denen gegenüber, die in der Türkei gegängelt werden oder willkürlich im Gefängnis sitzen“, erklärte der frühere Parteichef am Sonntag. Özil sei „seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden“.

Der Berliner Zeitung vom Montag sagte Özdemir, die „unmöglichen Fotos“ mit Erdogan seien „die eine Seite der Medaille“. Die andere Seite sei „das katastrophale Krisenmanagement der DFB-Spitze vor, während und nach der WM“. Das „peinliche Agieren“ von Grindel und Team-Manager Oliver Bierhoff habe „Raum gelassen für eine unsägliche Debatte von rechts“. Es sei „fatal, wenn junge Deutsch-Türken jetzt den Eindruck bekommen, sie hätten keinen Platz in der deutschen Nationalelf“. Bereits zuvor hatten Politiker verschiedener Parteien Kritik am Krisenmanagement des DFB geäußert.

CDU-Vize Strobl wünscht sich „klares Bekenntnis“ von Özil

Unionspolitiker forderten nach Özils Rückzug ein Bekenntnis zur freiheitlichen Ordnung. „Niemand muss oder soll Wurzeln verleugnen, freilich wünsche ich mir schon auch ein deutliches Bekenntnis für das neue Heimatland“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) der Bild-Zeitung vom Montag. Er wünsche sich „ein klares Bekenntnis zu unseren Werten“, „gerade gegenüber jemandem“ wie Erdogan.

NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU), die selbst türkische Wurzeln hat, sagte dem Blatt, Verbundenheit mit dem Heimatland der Eltern und Kritik an der Regierung würden sich nicht ausschließen. „Man kann ja auch bei uns kritisch gegenüber der Bundesregierung sein und Deutschland trotzdem lieben.“ Diesen Punkt scheine Özil aber „nicht verstanden zu haben“. „Die Einladung eines Autokraten auszuschlagen wäre nicht respektlos gewesen. Es hätte Haltung gezeigt“, sagte sie mit Blick auf das Treffen mit Erdogan. Özils Rechtfertigung zeige, „wie nötig eine echte Wertedebatte ist“.

Erdogan-Foto „naive“ Aktion?

Paul Ziemiak (CDU), Vorsitzender der Jungen Union, warf Özil vor allem politische Naivität vor. „Niemand vernünftiges will, dass Mesut Özil seine Herkunft verleugnet. Aber zu behaupten, dass ein Foto mit Erdogan – mitten im türkischen Wahlkampf – ohne politische Absichten entstanden sei, ist naiv“, sagte er der Bild.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), sagte der „Bild“, es sei „gut, dass sich Özil endlich erklärt hat“. „Bei allem Verständnis für die familiären Wurzeln“, müssten sich Spieler der Fußballnationalmannschaft aber „Kritik gefallen lassen, wenn Sie sich für Wahlkampfzwecke hergeben“. Diese berechtigte Kritik dürfe aber „nicht in eine pauschale Abwertung von Spielern mit Migrationshintergrund umschlagen“.

Türkische Gemeinde sieht Vielfalt beim DFB bedroht – Journalistenverband weist „Medienschelte“ zurück

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hält nach dem Rücktritt von Fußballnationalspieler Mesut Özil die Bedeutung der Nationalmannschaft für die Integration von Migranten für gefährdet. „Vielfalt in der Nationalmannschaft war ein tolles Vorzeigeprojekt, was durch unfähige Führungskräfte nun zu scheitern droht“, schrieb Sofuoglu am Montag bei Twitter. Junge Talente mit Migrationshintergrund seien nun weniger motiviert.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat eine „pauschale Medienschelte“ von Fußballnationalspieler Mesut Özil zurückgewiesen. In seiner Begründung für seiner Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft habe Özil nicht näher genannten Zeitungen vorgeworfen, ihn wegen seiner türkischen Herkunft und nicht wegen sportlicher Leistungen kritisiert zu haben, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall am Montag. „Wenn Mesut Özil Rassismus in deutschen Zeitungsredaktionen am Werk sieht, soll er Ross und Reiter nennen.“ Dann müsse darüber diskutiert werden.

Richtig sei, dass die deutschen Medien kritisch hinterfragt hätten, warum sich Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan habe ablichten lassen. „Anders als Özil behauptet, ist ein gemeinsames Foto mit dem für die Abschaffung der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei gefürchteten Autokraten politisch“, erklärte Überall: „Und natürlich musste das kritische Fragen aufwerfen.“

Die türkische Regierungspartei AKP hat den Umgang in Deutschland mit dem Fußballspieler Mesut Özil als Beweis für den zunehmenden Rassismus in Europa gewertet. „Was Mesut Özil, der sein Team mit zur Weltmeisterschaft gebracht hat und einer der führenden Fußballer der Welt ist, erlebt hat, zeigt das Ausmaß, das Faschismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa erreicht haben“, schrieb der AKP-Sprecher Mahir Ünal am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Er gratuliere Özil zu seiner „aufrechten und ehrenhaften Haltung“.

Zentralrat der Muslime stellt sich hinter Özil

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich hinter Mesut Özil gestellt. „Was da jetzt an Respektlosigkeit, Vorurteilen und auch an Rassismus über ihn (…) sich ergoss, das ist beispiellos und furchterregend“, sagte der Ratsvorsitzende Aiman Mazyek am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es werde immer nur Özil kritisiert, während der DFB außen vor gelassen werde. „Ich denke, das kann man nicht machen.“

Mazyek betonte, wer vor dem Hintergrund einer aufkeimenden Rassismus-Debatte Özil herauspicke, der habe nicht verstanden, „was das Amt eigentlich von einem erwartet“. Der Fußballer hatte am Sonntag seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt. Er kritisierte Rassismus-Erfahrungen und beklagte, DFB-Funktionäre hätten seine türkischen Wurzeln nicht respektiert. Vor der Fußball-WM in Russland hatte Özil viel Gegenwind bekommen, weil er sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte fotografieren lassen.

Sportausschuss-Vorsitzende kritisiert Özils Rücktritt über Twitter

In der Debatte um den Fußballer Mesut Özil hat die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), die Art und Weise kritisiert, in der dieser seinen von Rassismus-Vorwürfen begleiteten Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Sie finde es „schwierig“, dass sich Özil erst so spät und dann über den Kurzbotschaftendienst Twitter geäußert habe, sagte Freitag dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag.

Özil wolle offenbar keine Nachfragen beantworten. „Vielleicht hätte er sich eher und offener äußern sollen, dann hätte man diskutieren können“, sagte die SPD-Politikerin. „So findet keine wirkliche Diskussion mit dem Betroffenen statt, sondern nur eine Diskussion über ihn.“

Quelle: merkur

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Close