Es erscheint bizarr, ist aber trotzdem Realität: Die derzeitigen Einreiseverbote an Deutschlands Grenzen aufgrund der Coronakrise gelten nicht für Asylbewerber. Das erfuhr die JUNGE FREIHEIT aus dem Bundesinnenministerium. Seit Anfang der Woche kontrolliert Deutschland seine Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Luxemburg. Ohne triftigen Grund darf kein Ausländer mehr einreisen. Ausnahmen gibt es für Warenverkehr …
In Deutschland fehlen Millionen Schutz-Masken, Ärzte behandeln Corona- Patienten gänzlich ohne Mundschutz. Der Gesundheitsminister verschenkt die fehlenden Masken aber an Italien. Auffällig: Ganz normale italienische Bürger verfügen über solche Masken. Keine Frage, die Seuche grassiert in Italien am stärksten, Hilfe ist angesagt und angebracht. Die Frage ist nur, wer die Hilfe leisten kann und woher …
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schlägt den Einsatz von Asylbewerbern auf deutschen Feldern vor. Sie sollen den Wegfall von Saisonarbeitskräften abfedern. Sie fordert, ihnen die Arbeitsaufnahme zu erlauben. Um den akuten Mangel an osteuropäischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft abzumildern, schlägt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) den Einsatz von Asylbewerbern vor. „Eine weitere Option zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe könnte […]
Lebenslange Haft: Ali K. (44) ist der Mörder von Georgine Krüger (14). Die Schülerin verschwand 2006 spurlos. Jetzt verurteilte das Landgericht nach 46 Prozesstagen ihren Nachbarn aus der Stendaler Straße in Moabit. Richter Michael Mattern: „Er hat Georgine vergewaltigt und sie erwürgt, um das zu verdecken.“ Ali K. zeigte keine Regung, kein Gefühl. Er schwieg in …
Der Tatort der blutigen Axtattacke in Schwabing: Die Kreuzung der Gernotstraße an der Ecke Burgunderstraße. Foto: Daniel von Loeper Am Sonntag hat ein Fußgänger einen Autofahrer mit einem Beil schwer verletzt. Zwei Tage später konnte die Polizei den Verdächtigen finden und festnehmen. Schwabing – Was für ein Horror. Ein Fußgänger läuft einem Autofahrer an einer Kreuzung …
Schwalbach: Das Opfer wurde unvorstellbar bestialisch durch einen 5- köpfigen Türkenmob vergewaltigt, die Regierung und Polizei versuchten alles um diesen Fall zu vertuschen
Die Hessische Regierung, Stadtverwaltung, Mitarbeiter der Jugendpflege und Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) wussten schon lange von dem Fall. Dies bestätigte sich durch Augsburgers Antwort auf die Anfrage der schwarz-grünen Koalition. Man habe sich „auf Bitten der Polizei“ zurückgehalten, so die Rechtfertigung gegenüber dem „Kreisblatt“, für mehr hatte und durfte es nicht reichen, bloß kein Aufsehen. Die muslimische Gemeinde sollte unter keinen Umständen in Verruf geraten, zu viele Parteimitglieder sind Muslime, von den Wählern ganz zu schweigen.
Oberste Vertuscherin, die Bürgermeisternin Augsburg
Doch damit nicht genug. Die oberste Vertuscherin im Amt der Stadt verhinderte zudem, dass das Thema auf die Tagesordnung des Präventionsrats gesetzt wurde und bezeichnete es lapidar als „Einzelfall“. Dabei war recht früh bekannt, nämlich ab 2011, dass es sich um Muslime, genauer „Türken“ handeln musste, dies zumindest hatten Zeugen und wohl auch das Opfer so berichtet.
Wie die Newsseite für Vergewaltigungen duch Muslime und Armutsflüchtlinge „Rapefugees.net“ uns gegenüber berichtet, war spätestens im Tatjahr 2011 die ethnische Herkunkt der Täter in diesem Ekelfall klar.
„Wir haben diesen Fall schon sehr früh auf dem Zeiger gehabt, er war einer der Fälle die uns am meisten beschäftigt haben, denn wir mussten hart recherchieren um überhaupt etwas zu finden“
Phantombild aus 2011, Quelle: Rapefugees.net
So Rainer Müller, Journalist des Platform.
„Sowas war selbst für 2011 schon erstaunlich, einfach totgeschwiegen wurde das“
Was war geschehen:
Mehrere junge Muslime fielen am frühen Abend des 21. September 2011 über eine damals 37 Jahre alte Frau her.
Sie schleiften die arme zierliche Frau bis zum Schiffspielplatz, dort hievte die Türkenhorde das Opfer wie ein Stück Vieh über das Tor und zerrte es in eine Hütte, „lass mich auch mal“ –die Muslime stritten sich wer als nächstes „ran darf“
Die Frau hielt sich gegen 19:30 Uhr kurzzeitig auf dem Schwalbacher Marktplatz auf. Als sie diesen wieder verließ, bemerkte sie bereits drei männliche Armutsmigranten, die ihr nachschauten.
Ein Muslim aus dieser Gruppe verfolgte das Opfer und sprach es an. Die Frau spürte plötzlich einen spitzen Gegenstand im Rücken und wurde von dem Täter gezwungen weiter geradeaus, Richtung des „Schiffsspielplatzes“ am Westring, am Sportgelände Europapark (dem späteren Tatort) zu gehen.
Nun kamen noch zwei weitere Armutsmigranten hinzu. Es handelte sich bei diesen Personen um die Türkengruppe, die sie zuvor auf dem Marktplatz gesehen hatte. Die Täter schleiften die Frau dann bis zum Spielplatz und hievten sie wie Vieh über das dortige Tor.
Die Armutsmigranten vergewaltigten die arme Frau abwechselnd, doch damit nicht genug, zwischendurch telefonierten die Türken noch und luden weitere Muslime zur Gruppenvergewaltigung ein
Selim G. (22), Filippo D.S. (21), Mehmet K. (24), Efekan K. (22) und Christopher D. (24) (Alter heute) waren nun komplett. Jetzt schändeten sie die nur 1,55 Meter kleine Frau mit zierlicher Figur, und langen braunen welligen Haaren ab sofort sogar zu fünft.
Als sie dann endlich mit ihr fertig waren, klaute Mehmet noch eben den MP3 Player
Der Türkenbande sind die Ermittler mittels DNA Spuren und Handyortung auf die Schliche gekommen, sie werteten die Zelle des Mobilfunkanbieters aus.
Die dreisten Muslime streiten alles ab und wirken trotzig vor Gericht – damit zwingen sie das seither psychisch erkrankte Opfer auszusagen und drohen es zu retraumatisieren
Unfassbar dreist geben sich die Muslime nun vor Gericht. Statt strafmildernd zu gestehen und dem Opfer dadurch weiteren psychischen Schaden zu ersparen, der durch eine Konfrontation mit den Peinigern zu erwarten wäre, streiten sie alles ab und zwingen das Opfer damit zur Aussage vor Gericht. Im April soll es dann soweit sein, das psychisch erkrankte Opfer muss wohl aussagen.
Zu erwarten hat die Muslimhorde recht wenig, mit Bewährungsstrafen und sozialer Arbeit dürfte ein Großteil der Massenvergewaltiger aufgrund der Anwendung des Jugendstrafrechts schnell wieder unter die Bevölkerung dürfen, als sei nichts passiert.
Immer wieder vergewaltigen und ermorden Muslime Kinder, Frauen, Männer sogar bettlägrige Rentner im Schlaf, die BKA Statistik belegt es
Laut BKA Statistik sind es fast ausschließlich Muslime und Afrikaner, die solche massiven Schandtaten verüben. Oft zeigen die Täter nicht einmal Reue, denn im muslimischen Glauben ist die Unterwerfung (Islam bedeutet übersetzt Unterwerfung) und Versklavung von Christen eine wahre Tugend. Zumindest unter den strenger gläubigen Muslimen wird das zahlreich so gesehen.
Quelle: Truth24.net
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Für den Angriff auf deutsche Moscheen ist laut türkischer Regierung die PKK verantwortlich. Die Türkei fordert ein energisches Eingreifen.
Istanbul/Berlin. Nach Brandanschlägen auf Moscheen in Berlin und im baden-württembergischen Lauffen fordert die türkische Regierung die deutschen Behörden zur Aufklärung der Taten auf. „Wir beobachten mit Sorge, dass Angriffe auf türkische Moscheen in Deutschland durch rassistische und anti-islamische Gruppen sowie die Terrororganisation PKK zuletzt zugenommen haben“, teilte das Außenministerium in Ankara in der Nacht zum Montag mit. „Wir erwarten von den deutschen Behörden, dass sie die Verantwortlichen für diese Angriffe sobald wie möglich aufspüren und bestrafen und dass sie alle Maßnahmen ergreifen, damit keine ähnlichen Angriffe stattfinden.“
In der Mitteilung hieß es, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK habe den Brandanschlag in Lauffen für sich reklamiert. Weder auf der Internetseite der PKK noch bei der PKK-nahen Agentur Firat war ein solches Bekenntnis zu finden. Die kurdische Internetseite „Nuce Ciwan“ („Jugend-Nachrichten“) hatte berichtet, es habe sich in Lauffen um eine Aktion kurdischer Jugendlicher „gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des faschistischen, türkischen Staates“ im syrischen Afrin gehandelt.
In der Region Afrin geht die türkische Armee seit dem 20. Januar mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG vor. Die Türkei stuft die YPG wegen ihrer Verbindungen zur PKK als Terrororganisation ein. Der türkische Moscheeverband Ditib hatte nach dem Brandanschlag auf die Ditib-Moschee in Berlin-Reinickendorf ebenfalls einen „besseren Schutz der Moscheen und schnelle Aufklärung“ gefordert.
„Nuce Ciwan“ hatte am Wochenende eine Erklärung einer „Kurdischen Jugendinitiative“ verbreitet, in der es hieß: „Wenn uns niemand zuhören will, werden wir jede Innenstadt Europas in Schutt und Asche legen. Egal wie und egal was an diesem Tag brennt, Europa muss verstehen, das wir nicht zulassen werden, dass Afrin fällt.“ In der Erklärung wurden „radikale Aktionen“ am Montagabend angekündigt.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin teilte am Sonntag mit: „Die örtlich zuständigen Behörden beobachten die Situation und treffen falls erforderlich notwendige Vorkehrungen.“ Die bisherige Sicherheitsbewertung habe sich nicht geändert. Neben den beiden Moscheen waren in den vergangenen Tagen auch ein deutsch-türkischer Verein und ein türkischer Gemüseladen angegriffen worden.
Respektlosigkeit: Wüste Pöbeleien nehmen Krankenschwestern und Ärzte nicht mehr wahr. Aber handfeste Attacken nehmen zu. In Bethel soll das Personal jetzt Deeskalation und Selbstverteidigung trainieren
Bielefeld. In Herford erleiden eine Klinik-Ärztin und eine Krankenpflegerin nach der Attacke eines Patienten schwere Verletzungen (4. März), im Bielefelder Klösterchen rufen Ärzte und Pfleger die Polizei, weil sie sich von Angehörigen massiv bedroht fühlen (23. Januar), auch in der Notaufnahme von Gilead I wird eine Ärztin verletzt. Die Gewalt gegen Klinikpersonal nimmt zu. Darüber sind sich die Betroffenen einig. Doch was kann man tun, um sich wieder sicher zu fühlen?
23. Januar, 23.30 Uhr, Franziskus-Hospital: Mehrere Streifenwagen eilen zur Kiskerstraße, weil dort zwölf Mitglieder einer kurdischen Familie nach dem Tod ihres Angehörigen (83) das Personal bedrohen. „Unser Pfleger ist sehr robust und erfahren“, erklärt Franziskus-Chef Georg Rüter. „Wenn der die Polizei ruft, dann war es sehr brenzlig.“
Ihm zufolge hatten zuvor zwei Brüder versucht, ihren dementen und herzkranken Vater von der Intensivstation mitzunehmen. „Aus medizinischer Sicht war das völlig undenkbar“, erklärt Rüter. „Der Mann hätte es nicht bis nach Hause geschafft.“ In diesem Trubel erlitt der Patient einen Herzstillstand, die Ärzte versuchten ihn wiederzubeleben und wurden dafür bedrängt und bedroht.
Aufgebrachte Angehörige werfen den Ärzten Mord vor
Schließlich starb der Patient und die Familie spricht seitdem von Mord. Die angeordnete Obduktion zeigte später, dass der Mann an seinen Vorerkrankungen gestorben war. Möglicherweise habe die Familie die Reanimation als Misshandlung empfunden, versucht Rüter, die Vorgänge besonnen zu erklären.
Er betont: „Wir sind so etwas leider inzwischen gewohnt. Eine Anzeige werde das Krankenhaus nicht stellen.“ Er spricht davon, dass die Hemmschwellen abnehmen. „Körperliche Übergriffe und Raufereien nehmen zu.“ Und damit seien nicht nur Betrunkene und Drogenkonsumenten gemeint.
„Leider seien oft Bürger mit Migrationshintergrund besonders aggressiv“,
sagt Rüter. „Die spielen oft die Karte der Ausländerfeindlichkeit. Das weise ich aber sofort zurück. Wir sind ein Haus aller Nationalitäten.“ Auch eine dunkelhäutige Ärztin sei bereits angegriffen worden, so Rüter.
„Es ist das enorme Anspruchsdenken der Patienten und ihrer Verwandten“
Auch Hans-Werner Kottkamp, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in der Evangelischen Klinik Bethel (EvKB), kann von solchen Vorfällen ein Lied singen. Er selbst sei vom Ehemann einer Patientin angegriffen und gewürgt worden, weil diesem die Behandlung nicht schnell genug ging. Zuletzt wurde in Gilead I eine seiner Kolleginnen verletzt.
„Meistens sind es die Angehörigen und nicht die Patienten, die Probleme machen“, betont Kottkamp. Dass Patienten im Drogenrausch ausrasten, komme vor. Ein Patient hat kürzlich ein ganzes Behandlungszimmer auseinandergenommen. „Der befindet sich aber in einer psychischen Ausnahmesituation. Dem kann ich keinen Vorwurf machen.“ Was Kottkamp kritisiert, ist das enorme Anspruchsdenken vieler Patienten und Angehörigen.
Er könne verstehen, dass die Notfallsituation für die Betroffenen Stress bedeute. „Zumal viele Abläufe im Hintergrund geschehen und für die Wartenden nicht zu erkennen sind“, so Kottkamp. Der Chefarzt denke oft über eine Infotafel nach, die mitteilt: „Wir behandeln derzeit fünf schwer verletzte Unfallpatienten, bitte haben Sie Verständnis, wenn es länger dauert.“ Behandelt werde nach Dringlichkeit, nicht nach Ankunft.
Neues Deeskalationsprogramm in Bethel
Seit Januar erfasst das EvKB intern jede Gewalttat. Zudem habe die Klinikleitung ein Deeskalationsprogramm für die Angestellten gestartet. Das Personal lerne in den Fortbildungen, Gestik und Mimik zu lesen, nach Rückzugsräumen für den Ernstfall zu suchen, und es werde über Notwehr aufgeklärt.
„Wir denken auch über Notfallknöpfe und Selbstverteidigungskurse nach“, bestätigt Kottkamp. Die Mitarbeiter haben das begrüßt. Hier sollen die Kollegen der Psychiatrie mit ihrer Erfahrung weiterhelfen.
Denn die zunehmende Gewalt verbreitet Angst. Auch die Verarbeitung verbaler Aggressionen und Drohungen sei nicht zu unterschätzen, betont Kottkamp. Dabei betonen viele, die nachts in der Notaufnahme arbeiten, dass sie die wüsten Pöbeleien schon gar nicht mehr wahrnehmen.
„Wir werden bespuckt und mit einem Skalpell bedroht“
Ein Krankenhauspfleger (27), der anonym bleiben möchte, hat gerade die Abteilung gewechselt: „Auch wegen der Übergriffe im Nachtdienst“, sagt er. „Wir werden bespuckt, man droht uns Schläge an. Ein Junkie hat uns mit einem Skalpell bedroht.“ Er wollte nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden und schrie: „Ich stech dich ab.“ Nachts sei so etwas inzwischen Standard.
Ruft einer der Kollegen in solchen Fällen um Hilfe, lassen Pfleger und Ärzte inzwischen alles stehen und liegen und greifen ein: „Wenn einer völlig ausrastet, halten ihn oft vier oder mehr Leute fest. Wir bitten Patienten, uns zu helfen.“
Wenn der Randalierer fixiert ist, werde er dann sediert und komme auf die Intensivstation. Wir müssen ja auch all die anderen Patienten schützen.“
Manche kommen mit Grippe und werden laut, wenn es zu lange dauert
Doch es sind nicht nur Drogen und Alkohol die Ursache für die Übergriffe: „Es kommen immer wieder südländische Patienten mit Husten und Grippe ins Krankenhaus, weil die nie zum Hausarzt gehen“, sagt der 27-Jährige. „Und wenn die dann nicht sofort behandelt werden, werden sie laut.“
Viele kämen inzwischen mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit, besonders die Krankenschwestern, so der Pfleger. Gerade nachts, wenn die Ärzte schlafen, sind sie allein. Kottkamp bestätigt: „Die Krankenschwestern sind oft der erste Wutableiter. Viele von ihnen sind zierlich und zart. Sie haben ihren Beruf erlernt, weil sie einfach nur helfen wollen.“
Krankenschwestern berichten von dauernden Respektlosigkeiten und ihrem großen Wunsch nach mehr Sicherheit:“Sind wir nicht schnell genug, dann sind wir ‚Miststücke‘ und ‚Schlampen'“
Sie hoffen auf ein Umdenken in den Notaufnahmen und auf den Stationen. Wie berichtet, hat die Evangelische Klinik Bethel jetzt ein Deeskalationsprogramm gestartet und denkt über Selbstverteidigung und Notknöpfe nach. In anderen Großstädten gehören Wachdienste in der Notaufnahme zum Alltag.
Eine junge Krankenschwester (alle berichten anonym) berichtet, dass die Zunahme der verbalen und körperlichen Gewalt schon lange spürbar sei.
„Beleidigungen seien mittlerweile an der Tagesordnung, gerade von südländischen Patienten und Angehörigen“,
erklärt sie:
„Die Bedrohungen, die wir uns täglich gefallen lassen müssen, machen fertig.“
Mann mit Husten spuckt vor Schwester, die Patienten wiederbeleben möchte
So berichtet sie von einem schockierenden Fall, bei dem sie im Nachtdienst mit einer Ärztin einen Patienten reanimieren musste. „Als ich den Raum kurz verlassen habe, um Medikamente zu holen, wurde ich von einem Patienten mit Husten angepöbelt, wie lange es noch dauert.“
Als sie ihm berichtete, dass gerade ein lebensbedrohlicher Notfall die volle Aufmerksamkeit des Personals benötige, „hat er mir vor die Füße gespuckt“. Dann rief er erbost: „Muss man sich also auf den Boden werfen, damit man hier behandelt wird.“
Unmut und Unzufriedenheit vieler Patienten über sehr lange Wartezeiten können Schwestern und Pfleger nachvollziehen: „Jede Schwester, jeder Pfleger, jeder Arzt in den Notaufnahmen versteht, dass niemand Lust hat vier oder fünf Stunden in einem Wartezimmer zu sitzen, ohne dass aus Patientensicht etwas passiert“, schreibt eine Krankenschwester aus Bielefeld. „Auch uns ist es oft unangenehm, Patienten so lange warten zu lassen.“
Während man im Wartezimmer sitzt, geht es anderen erheblich schlechter
Was den Betroffenen jedoch bewusst werden müsse: „Wenn man im Wartezimmer sitzt, geht es anderen Menschen gerade erheblich schlechter“, erklärt sie. „Auch wenn das viele Patienten mit Schmerzen oft nicht wahrhaben möchten: Niemand möchte hören, dass es einem anderen schlechter geht, aber es ist so.“ Und das müsse einem bewusst sein, wenn man in eine Notaufnahme geht. „Wir tun, was wir können und das tun wir gerne.“
Oft sei zu hören, das Klinikpersonal schenke dem Pizzataxi mehr Aufmerksamkeit als seinen Patienten. Die Wahrheit sei: „Viele von uns können nicht einmal ihre festgelegte Pausenzeit von 30 Minuten einhalten, weil zu viel zu tun ist. Wir beißen schnell mal von unserer kalt gewordenen Pizza ab, damit die Patienten weiter versorgt werden können.“ Oft könnten sie stundenlang gar nichts essen.
Und nun kommt die Angst dazu, insbesondere nachts: „Ich arbeite als Krankenschwester in der Notaufnahme eines Bielefelder Krankenhauses. Den Nachtdienst besetzen wir allein. Schlafen alle Ärzte, sind nur wir – teilweise junge, zierliche Schwestern – in der Notaufnahme“, sagt sie.
„Geht es nicht schnell genug, sind wir Miststücke oder Schlampen“
Eine Kollegin sei mit einer Schere attackiert worden, als sie gerade die Wunde eines Patienten versorgen wollte. „Geht es nicht schnell genug, sind wir ‚Miststücke‘, ‚Schlampen‘ und ‚unfähig‘.“ Auch Backpfeifen habe es schon gesetzt – von einer türkischen Mutter, die ihren Sohn begleitet hatte.
„Wir können so den Nachtdienst alleine nicht bewältigen“, betont eine Krankenpflegerin. „Schon gar nicht mit diesem respektlosen Verhalten. Dabei wollen wir alle nur Menschen helfen.“ Viele ihrer Kolleginnen hätten bereits gekündigt, weil sie sich nicht kaputtmachen wollten.
Aber auch Männer reagierten auf die Berichterstattung: „Ich bin selbst Krankenpfleger in Bielefeld und was ich tagtäglich erleben darf, ist absolut nicht mehr gesellschaftsfähig. Ich werde bespuckt, angeschrien, beleidigt und sogar mit Mord wurde mir einmal gedroht. Leider muss wahrscheinlich erst etwas passieren. Traurig, traurig.“
In der Kneipe im Bahnhofsviertel ereignete sich der tragische Vorfall (Symbolfoto).
Frankfurt – Nach einer blutigen Schlägerei in einer Pilsstube im Frankfurter Bahnhofsviertel ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.
Die Richter gingen am Mittwoch von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus.
Der 30 Jahre alte Kosovare hatte im Februar vergangenen Jahres in dem Lokal nach einer Unterhaltung seinen Trinkpartner plötzlich mit einem Schlagstock angegriffen und ihm mindestens 18 Schläge auf den Kopf und den Oberkörper verpasst.
Die Attacke endete erst, als ihm der Wirt den Stock entrissen und die Polizei verständigt hatte.
Das Gericht ging im Urteil von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Der Angeklagte hätte wissen müssen, dass eine solche Vielzahl schwerer Schläge auf den Kopf möglicherweise den Tod des Opfers verursachen könne.
Der Angeklagte hatte vor Gericht die Tat eingeräumt.
Nach Beratungen mit Oberbürgermeister Holger Kelch wurde im Januar beschlossen, dass der Jugendliche die Stadt verlassen muss.
Cottbus – Anfang des Jahres sollen drei Syrer im Alter von 14, 15 und 17 in der Cottbuser Innenstadt ein Ehepaar mit einem Messer bedroht haben. Das hatte Konsequenzen. Der 15-Jährige sollte zusammen mit seinem Vater die Stadt verlassen. Der Stadtverweis galt nicht nur für Cottbus, sondern auch für den Spree-Neiße-Kreis.
Jetzt fand offenbar ein Umdenken statt: Der syrische Jugendliche und sein Vater dürfen bleiben. Die Stadt hat die negative Wohnsitzauflage ausgesetzt, wie der rbb berichtet.
Das bestätigte der Leiter der Ausländerbehörde, Carsten Konzack bei einer Pressekonferenz. Weil er sich zuletzt vorbildlich verhalten habe, wurde die Wohnsitzauflage neu ausgesetzt.
Allzu sicher kann er sich aber noch nicht sein. Konzack warnt: Sollte sich am Integrationsverhalten der Männer etwas ändern, käme die negative Wohnsitzauflage wieder ins Spiel.
Der 15-jährige Syrer war zuvor schon mehrfach negativ aufgefallen. Mitte Dezember wurden er und sein Vater bei einer sogenannten Gefährderansprache auf mögliche Konsequenzen hingewiesen.
Es war das erste Mal, dass die Kommune einen Stadtverweis aussprach. Jetzt haben sie noch eine Chance bekommen.
Mit einem Vortrag des Islam- und Politikwissenschaftlers Muhammad Sameer Murtaza startet das muslimische Bildungswerk heute in Erlangen. Das Bildungswerk soll einzigartig in Deutschland sein und Muslimen zu mehr gesellschaftlicher Partizipation helfen.
Um 19.00 Uhr hält der Islam- und Politikwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza den Vortrag „Vom Islam als Abrahamitische Religion lernen“. Die Auftaktveranstaltung des muslimischen Bildungswerks findet im Pacelli-Haus in Erlangen statt.
Seminare, Vorträge und Filmabende
Das Ziel des neugegründeten Bildungswerks: Muslime sollen mehr Möglichkeiten zur Partizipation in der Gesellschafft erhalten. In Seminaren und Studientagen, die alle zwei Monate stattfinden, werden Themen zwischen Religion und Gesellschaft besprochen. Es geht vor allem um Alltagsbereiche, wie etwa Familie, Erziehung oder Engagement im Ehrenamt. Aber auch Grill- und Filmabende sind geplant.
Ein Angebot für alle Erlanger
Bisher gibt es für Alltagsfragen muslimischer Familien jenseits der Moscheen keine Anlaufstellen. Das Muslimische Bildungswerk Erlangen will den inner-islamischen Dialog führen zu umstrittenen Themen wie dem Kopftuch oder islamisch-korrekten Bankgeschäften. Für Muslime ist es zum Beispiel nicht erlaubt, Zinsen zu verlangen. Das Bildungszentrum sieht sich als Bildungswerk, das seine Angebote auf Basis der islamisch-ethischen Werte an alle Bürger der Stadt richtet, heißt es.
5.000 Muslime leben in Erlangen
Laut dem Konzept des muslimischen Bildungswerks sollen sich „interessierte Muslime mit ihrem Glauben innerhalb des Wertesystems der deutschen Gesellschaft auseinandersetzen“. In Erlangen leben rund 5.000 Muslime. Fachlich unterstützt wird das muslimische Bildungswerk vom Department für Islamisch-Religiöse Studien der Universität Erlangen. Das Projekt bezeichnet Erlangens Bürgermeisterin Elisabeth Preuß (FDP) als einzigartig in Deutschland.
Verweile nicht. Durch den Bahnhof Neukölln hasten die Massen bloß.Foto: Mike Wolff
Der Syrer Firat verachtet Frauen. Und Roma. Litauer auch. Auf Afghanen prügelt er ein. Den Hipstern wiederum ist das egal. Ihnen allen begegnet Firat am S- und U-Bahnhof Neukölln – ein „Nicht-Ort“ in Berlin?
Als Firat am vergangenen Samstag um 16.33 Uhr aus der U 7 steigt, die Strähnen, die ihm in die Stirn hängen, nach hinten streicht, die Red-Bull-Dose so geschickt mit nur einer Hand öffnet, als drehe jemand ein Werbevideo mit ihm, da könnte man Firat für einen arglosen Mann halten. Auf dem Bahnsteig grinst er zwei Mädchen an, die ihn entschlossen ignorieren, was Firat nicht zu kümmern scheint. Er läuft zum Zwischendeck, wo dieser staubige Wind weht, um am Bankautomaten zu warten.Der S- und U-Bahnhof Neukölln befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Berliner Bezirks. Jener Stadtteil, der in öffentlichen Debatten seit Jahren für allerlei Versäumnisse in der Einwanderergesellschaft herhalten muss. Jenes Neukölln, über das auch derzeit debattiert wird: Es geht um Frauenverachtung, Überfälle, Drogendealer, um Parallelgesellschaft, Flüchtlinge, Islam. Sozialarbeiter, Polizisten – Lehrkräfte berichten, es gebe so was wie Deutschenfeindlichkeit. Berlins Innensenator Andreas Geisel, SPD, sprach von Verwahrlosung.
„Ismail – immer Geld. Englischmänner kaufen alles“
Firat ist einer jener Männer, halbe Jungen noch, die die Debatte dominieren. In einem Mix aus gedehntem Deutsch und syrischem Arabisch spricht Firat, 19 Jahre alt, 2015 aus Zentralsyrien geflohener Sunnit, erst über seine Heimat: „Die Kreuzritter haben Syrien zerstört, dafür werden sie büßen.“ Dann, kurz nach 17 Uhr, redet er darüber, dass er sich oft mit Afghanen prügele, was Risse auf seinem Handrücken bezeugen sollen. Darüber, dass Berlin voll von „Perversen“ sei; dass er nie geahnt hätte, dass hier Homosexuelle rumliefen. Und dass er heute zum Bahnhof gekommen sei, um seinen Freund Ismail zu treffen, der Gras, manchmal Kokain verkaufe: „Ismail – immer Geld. Englischmänner kaufen alles.“
Selbst in Neukölln sind Bahnhöfe noch mal eine besondere polizeiliche Herausforderung. „Das gilt für viele Stationen“, sagt Dirk Daube. „Aber für den S- und U-Bahnhof Neukölln ganz sicher.“ Daube – das Hemd hellblau, die zwei Sterne auf den Schultern golden, die Stimme klar – ist Vize-Leiter des Polizeiabschnitts Rollbergstraße: Die 230 Beamten, von denen jeder fünfte aus einer Einwandererfamilie stammt, kümmern sich auch um den Bahnhof Neukölln.
Im Bahnhof wurden 2017 mehr als 500 Straftaten erfasst
Vor einigen Wochen zündete hier jemand das Schlaflager zweier Obdachloser an – es gab eine meterhohe Flamme. Nur Tage vorher ist ein 51-jähriger Mann ausgeraubt worden – mittags, vor lauter Zeugen. Im September stachen zwei Afghanen einen Mann nieder – weil er als Christ eine Kette mit Kreuz trug. Im Juli begrapschten vier Männer auf dem U-Bahnsteig eine Frau – und schlugen ihren Mann. Allein im Bahnhof, also nicht in all den Ecken drumherum, wurden 2017 mehr als 500 Straftaten erfasst. Er wird als kriminalitätsbelasteter Ort geführt, was Polizisten mehr Eingriffsrechte gibt.
Vom Bahnhof Neukölln, 1871 fast am Stadtrand erbaut, sind es fünf Fußminuten zu den Altbauten im Norden, in die der Kreuzberger Bildungsbürgerkosmos importiert wurde. Auch zu den Einfamilienhäusern im Süden, wo der designierte Bezirksbürgermeister, Martin Hikel von der SPD, aufwuchs, braucht man nur ein paar Minuten mit der Bahn.
Durch den Bahnhof selbst aber hasten die Massen bloß, laufen die uringelb gefliesten Gänge entlang. Wer keine Drogendeals macht, den Blumenladen nicht braucht, McDonald’s meidet, der verlässt diesen Ort zügiger als andere Stationen. Der Bahnhof ist allenfalls Transitzone.
Am Ost-Ausgang liegen Spritzen
Nur für Firat nicht. Über die Neulinge wie ihn, die seit ein, zwei Jahren hier den Tag, manchmal die Nacht verbringen, heißt es, sie brächten vor allem: mehr Probleme. So sehen es ein paar Daimler-Arbeiter, in den Siebzigern aus der Türkei gekommen, in der nahen Silbersteinstraße. So sehen es Kinder der einst aus Jugoslawien eingewanderten Neuköllner. So sehen es Hertha-Fans, die in den nur noch wenigen in Holz gehaltenen Eckkneipen sitzen. Und, jetzt, um 17.41 Uhr, wird die Stimmung hier nicht besser.
Vor dem Döner-Stand schreit jemand auf Arabisch. Und als wäre es ihre Antwort, stürmen zwei Jungs auf – wohl – Bulgarisch fluchend dem Schreier entgegen. Dem sofort zwei Männer zur Seite springen, bis sich die Front argwöhnisch, gerade noch friedlich auflöst.
Ordnungshüter. Dirk Daube und seine Polizeikollegen erhöhen den Druck. Es gibt zum Beispiel mehr Kontrollen.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Die Marken der preiswerten Bierflaschen auf den Simsen des Matratzenladens auf der anderen Straßenseite kennen die hippen Berliner in der Innenstadt nicht mal dem Namen nach. Ein Mann sammelt Zigarettenstummel ein, die Tabakreste brauche er noch. Am Ost-Ausgang des Bahnhofs liegen Spritzen.
Firat weiß nichts von der Verwahrlosungsdebatte. Als er an diesem Tag in der Schöneberger Wohnung eines syrischen Bekannten aufgestanden ist, hat er im Netz ein paar Videos angeschaut, einen Döner gegessen, sich auf den Weg nach Neukölln gemacht, weil Ismail hier schon irgendwo rumliefe. Was immer Firat sagt, lässt sich nicht überprüfen, aber unplausibel ist es nicht. Firat sagt, er sei anderswo in Deutschland in einem Heim gemeldet, fahre dort aber nur hin, um sich die 100 Euro Monatstaschengeld abzuholen.
Die Deutschen sind komisch. Überall laufen Frauen herum, allein!
Auf dem Zwischendeck wird Firat langweilig. Er möchte, 18.05 Uhr, in einem der Spielcasino-Cafés auf Ismail warten. Drinnen riecht es nach Rauch, Nässe, Kaffee: Die dreisprachige Tresenkraft – Bulgarisch, Türkisch, Romanes – serviert gleich eine Tasse. Im Halbdunkel starren drei Einsame auf die Automaten. Als Ismail aus dem Rauch auftaucht, zischt er Firat an: Russen?! Als klar ist, dass Firat mit Deutschen spricht, sagt er höflich, fast überrascht: „Ah, Deutsche gut!“
Wisst ihr, dass viele Berliner sagen, sie fürchteten sich vor Männern wie euch, sagen, dass ihr Deutsche hasst?
Firat sieht selbst im Halbdunkel verblüfft aus. Na ja, sagt er dann, die Deutschen seien komisch: Überall liefen Frauen allein herum, sähen wie Huren aus! Und jeder trinke einfach Bier, Wein, Schnaps! Und diese vielen Läden, für Lampen, Bücher, sogar für Katzen!
Und was sagen die Deutschen so zu ihm? Tja, eigentlich hat er nur einmal mit Deutschen gesprochen. Bei seiner Ankunft sei das gewesen, in Thüringen.
Spezielle Deutschenfeindlichkeit? Eher nicht
Zwischen plärrenden Daddelautomaten erzählt Firat, er treffe oft Männer, seltener Frauen, die auch neu im Land sind. Am schlimmsten seien die Roma, deren Frauen machten alles. Schreien, Prügeln, Sex auf der Straße: „Wie Hunde.“ Auch die Litauer, die sich Spritzen setzten, verachte er: Mit „würdelos“ lässt sich seine arabische Bezeichnung übersetzen. Schlimm finde er auch Afghanen, zu denen sich manchmal Pakistaner gesellten: „Kreaturen.“ Firat sagt das so, dass man ihm sofort glaubt, dass er bei sich bietender Gelegenheit zuschlägt.
Während Firat plaudert, kommen Männer an den Tisch, heftig gestikulierend, unmöglich sich all die Namen, Aufenthaltsstatus, Herkunftsländer zu merken. Ab und zu verschwindet Ismail mit einem von ihnen nach draußen. Drogenhandel, milieubedingte Wuselei?
„Wir erwischen seit ein, zwei Jahren öfter Syrer, Afghanen, Iraker mit Drogen“, sagt Abschnittsleiter Daube. „Das war früher anders.“ Vielleicht ist Daube nicht nur deshalb der Richtige für den Job, weil er nüchtern über die Lage berichtet: spezielle Deutschenfeindlichkeit? Eher nicht. Allgemeine Verwahrlosung? Sicher. Probleme durch Masseneinwanderung? Klar, gibt es. Ist Einwanderung auch Bereicherung? Selbstverständlich. Vielleicht ist Daube auch deshalb geeignet, weil er sich keine Illusionen über allzu rasche Verbesserungen macht: „Es geht um Teilhabe, die Menschen kommen nach Deutschland, um etwas vom Wohlstand abzubekommen.“
Kurz vor 21 Uhr möchte Firat nach draußen. Irgendwo zerschellen ein paar Flaschen auf dem Boden. Ein Mann ruft in gebrochenem Deutsch einer Frau mit auffallend weißem Schal „Ficki?!” hinterher. Syrer, die Firat vom Sehen kennt, treten nach einem Mann mit speckiger Pudelmütze, der sich aus einer Litauer-Kolonie auf der Südseite der S-Bahnbrücke vorgewagt hat, erwischen ihn nicht.
Die „Schwarzköpfe“ jagen ihn oft
Firat muss kurz weg. Ob stattdessen der Litauer mit der Mütze, ein Bier möchte? Die Drinks in der mit Spielautomaten ausgestatteten, als „Cocktail-Bar“ ausgewiesenen Örtlichkeit gegenüber werden auf der Getränkekarte als „Alkohol Mix“ bezeichnet. Der Litauer erzählt, dass die „Schwarzköpfe“ ihn oft jagten. Er habe sich das in Berlin anders vorgestellt. Als Maler wollte er arbeiten, in Charlottenburg. „Da wohnt ein Freund.“ Nun – das Bier ist nach einer Minute leer – sitze er mit anderen Balten am Bahnhof rum. Das sei fast nach Stämmen aufgeteilt.
Da sind nicht nur Männer aus Litauen, Polen, Russland, von denen viele ohne Obdach sind, einige Heroin nehmen.
Da sind Roma-Familien vom Balkan. Sie leben nun in maroden Wohnungen, Firat beobachten sie vorsichtig.
Da sind Syrer, Iraker, Tunesier. Manche kamen erst 2017 nach Berlin.
Da sind Söhne, Cousins, Onkel alteingesessener Clans. Am Bahnhof sind sie seltener zu sehen, seit Straßenhändler wie Ismail ihre Ware verkaufen.
Da sind diejenigen Berliner, die als Spießer, öfter als Trinker verhöhnt werden. Sie kennen Neukölln aus Zeiten, die sie als „ruhiger“ beschreiben.
Und da sind die Hipster, die sorglos an allen anderen vorbei in die Bars nach Norden strömen. Dazu Holländer, Italiener, Briten aus dem nahen Großhostel. Manche kaufen vorher bei Ismail ein.
Neuköllns Ex-Bürgermeisterin Franziska Giffey, SPD, hatte sich um eigens für ihren Kiez abgestellte Staatsanwälte bemüht. Sie sollen die Clans in den Griff zu bekommen: jene Großfamilien, die sich junger Flüchtlinge, deren Sprache sie sprechen, deren Gefühle sie erahnen, zu bedienen wissen. Auch Daubes Beamte haben den Druck erhöht. Mehr Kontrollen, bei Pöbeleien sofort Verstärkung holen, denn oft standen zwei Kollegen einem Mob gegenüber. In bestimmten Kreisen gebe es eine Rücksichtslosigkeit, sagt Daube, einen Drang zum Niedermachen, den es vor wenigen Jahren so nicht gegeben habe. Dass betreffe aber öfter in Berlin geborene Sprösslinge einschlägiger Clans als abgehängte Jungs an den Bahnhöfen.
Er beschimpft sie als „Ziege“, als Schlampe
Leider, sagt Polizeioberrat Daube, seien selbst Betroffene den Beamten gegenüber oft verschlossen. „Jeder bleibt für sich allein.“ Als „Nicht-Orte“ beschrieb der Pariser Sozialwissenschaftler Marc Augé die identitätsarmen Raststätten, Bahnhöfe und Flughäfen der Postmoderne, sie seien Orte kommunikativer Verwahrlosung.
Damit sich das ändert, damit der Kiez durch die Sogkraft seiner Minigesellschaften, durch seine Problemjungen nicht auseinanderfällt, gibt es Funda Peker. Die Neuköllnerin leitet so etwas wie eine sozialpädagogische Feuerwehr. Ihre Einrichtung am Rathaus Neukölln heißt „Soziale Task Force für offensive Pädagogik“ und setzt auf interkulturellen Zugang zu minderjährigen Tätern.
Sie, 34, vermittelt Hilfe für die Jugendlichen in Praxen, Ämtern, Betrieben, Schulen, und das möglichst schnell. Peker – volles Haar, volle Stimme, voller Schwung – macht Eindruck, auch auf prügelnde Macker. Vor ein paar Wochen sitzen einer ihrer Mitarbeiter und ein Jugendlicher aus Syrien in einem Lokal in der Sonnenallee. Der Laden wird ebenfalls von Syrern betrieben und ist über Neukölln hinaus beliebt. Dem Jugendlichen passt die Dame am Nebentisch nicht, zu freizügig, zu herzlich lachend, nicht keusch genug. Er beschimpft sie als „Ziege“, Schlampe. Der Betreiber des Lokals schmeißt ihn raus. Der junge Syrer schlägt ans Fenster, spuckt, droht.
„Ungläubige, wie sprichst du!?“ – „Benimm dich mal!“
„Was glaubt der, wo er ist!?“ Funda Peker sitzt in ihrem Büro und lacht, kurz, aber entschlossen: „Kuschelpädagogik hilft da nicht.“ Sie habe dem Syrer unter vier Augen klargemacht, dass hier nicht seine Regeln gelten, dass er sich so verbaue, was Deutschland ihm bieten könne. „Hart, aber Angebote machen“, sagt Peker. „Wir sagen: ,Ich helfe dir, einen Job zu finden, wenn du dich entschuldigst – und zwar vor Ort in dem Restaurant.’“ Bei gebührender Strenge seien im Zwiegespräch recht viele einsichtig. Ihnen gehe es eher darum, den Schein des unerbittlichen Mannes zu wahren. Ein Fahnder berichtete, arabische Männer weinten nach Festnahmen zuweilen – wenn ihre Clique nicht dabei sei.
Kurz nach 1 Uhr, ein zügiger, nun jüngerer Menschenstrom fließt durch die Bahnhofsgänge. Firat verabschiedet sich, verschwindet in der Vorhalle.
Vor der Rolltreppe zur S-Bahn, 2.10 Uhr, lehnt sich ein Mann so merkwürdig an, dass er es tatsächlich schafft, mit seinen Beinen den Weg zu versperren. Eine Frau mit cremefarbener Ledertasche bleibt stehen: „Können Sie bitte die Treppe freimachen?“ – „Ungläubige, wie sprichst du!?“ – „Benimm dich mal! Schaff’ ich doch auch.“ Der Mann kneift die Augen zusammen. Und macht Platz.
Um das Alter zu bestimmen, soll auch ein Ultraschall-Handscanner getestet werden. (Symbolbild)
Stuttgart – Das Land prüft, ob es künftig mit Hilfe anderer Mittel als Röntgenstrahlen das Alter von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bestimmen kann.
Das Landeskriminalamt suche derzeit nach nicht invasiven – also nicht die körperliche Unversehrtheit verletzenden – Methoden zur Altersfeststellung, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag in Stuttgart und bestätigte damit einen Bericht der Stuttgarter Nachrichten.
Zur Auswahl stehe dabei auch der Prototyp eines mobilen Ultraschall-Handscanners des Fraunhofer-Instituts. Dieser wurde entwickelt, um etwa im Bereich des Menschenhandels und der Zwangsprostitution das Alter von Prostituierten zu untersuchen. Nach der Sichtung des Marktes für solche Geräte werde über die Anschaffung entschieden.
Ausländerbehörden können die Altersbestimmung junger Flüchtlinge durch einen Arzt anordnen lassen. In diesem Rahmen ist auch die Röntgenuntersuchung möglich. Bundesweit sei das Röntgen derzeit noch Stand der Technik, so der Sprecher.
Alle 16 hoffen nun auf Asyl in Deutschland. (Symbolbild)
Lörrach – In einem Güterzug in Weil am Rhein bei Lörrach an der deutsch-schweizerischen Grenze haben Bahnarbeiter beim Verladen von Containern mehrere Flüchtlinge entdeckt.
Die 14 Männer und 2 Frauen aus den afrikanischen Ländern Nigeria und Guinea waren auf den Zug geklettert und hatten sich in drei Containern versteckt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug fuhr von Norditalien über die Schweiz nach Deutschland. Im Güterbahnhof in Weil am Rhein wurden die Container am Dienstag abgeladen.
Die Flüchtlinge hatten den Angaben zufolge längere Zeit bei Minusgraden in den Containern ausgeharrt. Das sei äußert gefährlich. Den Angaben zufolge handelte es sich um Container, die statt fester Seitenwände Planen haben, die sich leicht zur Seite schieben lassen.
Die Polizei versorgte die Flüchtlinge mit Essen und Trinken. Alle von ihnen hoffen demnach auf Asyl in Deutschland.