Feb 17

Er wollte sie im Fluss ertränken: Teenager verstirbt nach Mordversuch an Ex-Freundin

Es lag bereits ein Haftbefehl gegen den jungen Mann vor. (Symbolbild)

Berlin – Am 19. Dezember versuchte ein 19-jähriger Afghane seine ehemalige Freundin in der Havel zu ertränken. Nun verstarb der junge Mann an den Folgen seiner eigenen Tat.

Wie die Polizei im Dezember nach dem Vorfall mitteilte, soll der Teenager gegen 11 Uhr die 17-Jährige am Spandauer Burgwall in die Havel gestoßen haben. Er sei ihr daraufhin hinterher gesprungen und habe mehrfach versucht, sie unter Wasser zu drücken.

Während die junge Frau sich ans Ufer retten konnte, musste die Wasserschutzpolizei den Afghanen aus dem Wasser bergen. Er musste reanimiert werden.

Beide Personen kamen daraufhin mit Unterkühlungen ins Krankenhaus. Die Mordkommission hatte die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen, der nun eine dramatische Wende erlebte.

Wie der Berliner Kurier berichtet, verstarb der 19-Jährige am 14. Februar im Berliner Virchow Klinikum. Seit seiner Tat lag der Mann im Koma und wachte nun nicht mehr auf.

Fotos: dpa (Symbolbild)

Quelle: Tag24

Feb 17

Hetze gegen Kinderbuch! AfD-Weidel befürchtet „islamische Eroberung“

In dem Kinderbuch wird gleich auf eine Moschee gezeigt.

Berlin – Ein Kinderbuch bereitet AfD-Politikerin Alice Weidel (39) großen Grund zur Sorge. Wie schon bei ihrer Forderung, den Kindersender Kika abzuschalten, fürchtet die 39-Jährige die Islamisierung.

„+++ Teilen Sie dieses Video und diskutieren Sie mit! +++,“, lautet die Aufforderung Weidels an das Facebook-Publikum. Auf ihrem Social-Media Account, hat die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion den Clip hochgeladen, der binnen kurzer Zeit viral gegangen ist.

Der Film, der professionell mit AfD-Logo versehen wurde, thematisiert ein Tip-Toi-Buch von Ravensburger, das auf den Titel „Entdecke den Flughafen“ hört. Eigentlich nichts anderes als ein multimediales Lern-Spielzeug für Kinder, doch in den Augen der AfD-Frontfrau eine Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland.

Zum Stein des Anstoßes wird das TipToi-Buch, weil „auf mehreren Seiten Moscheen“ abgebildet sind. „Tippt man diese mit dem Stift an, spielt dieser besagte Muezzin-Rufe ab“, beschwert sich der Facebook-Beitrag darüber, dass „Allahu-Akbar-Rufe aus dem Kinderbuch ertönen. Das Ganze wird zudem im Video mit dem entsprechenden Geräusch akustisch unterlegt.

AfD-Politikerin Alice Weidel (39) stört sich an der "Islamisierung".
AfD-Politikerin Alice Weidel (39) stört sich an der „Islamisierung“.

„Ist diese interaktive Lektüre für Kinder ab 4 Jahren geeignet? Oder erobert der Islam nun unsere Kinderzimmer? Ich freue mich auf ihre Meinung!“, möchte Weidel von der Facebook-Gemeinde wissen und bekommt reichlich Interaktionen geliefert.

So wurde der Clip fast 6000 mal geteilt. „Aus Glaubens- und Gewissensgruenden duerfen weder wir, noch unsere Kinder ein solches Gebaeude betreten. Ganz einfach. Jetzt versuche mich irgend jemand dazu zu zwingen. Viel Spass“, „Wer ist den[n] hier Paranoid? Ich bestimmt nicht. Nur ihr redet euch doch immer alles schön“, schreiben Leute, die die Ansichten Weidels teilen.

Doch manche User liefern sich auch eine wirkliche Erklärung über die Rolle der Kirche und der Religionen im Islam, aber auch allgemein und finden das Buch nicht anstößig.

Der Stern wollte vom Ravensburger-Verlag wissen, was sie von der Tiptioi-Geschichte halten. „Die Frage hat nichts mit unserem Kindersachbuch zu tun“, lautete die Antwort. Gleichzeitig soll der Verlag auch kaum negative Reaktionen auf das Buch erhalten haben, während auf Weidels-Facebook-Account der Shitstorm tobt.

Die in Gütersloh geborene Kritikerin hatte bereits vor einigen Tagen die KIKA-Dokumentation „Malvina Diaa und die Liebe“ kritisiert, weil sie die Liebes-Situation zwischen einem Syrer und einer minderjährigen Flüchtlingshelferin als unangemessen empfand (TAG24 berichtete).

Fotos: Facebook / Screenshot, DPA

Quelle: Tag24

Feb 17

Vor Unterkunft: Asylbewerber schmeißen Gegenstände auf Polizisten

Vor dem Asylheim auf der Hamburger Straße gingen die Bewohner auf die Polizei los (Bildmontage).

Dresden – In der Nacht zum Donnerstag kam es zu Angriffen von Asylbewerbern auf Polizisten an der Erstaufnahmerichtung auf der Hamburger Straße in Dresden.

Gegen Mitternacht sollen Polizeibeamte dem Sicherheitsdienst zu Hilfe geeilt sein, der gerade versuchte, einen 20-jährigen Bewohner in die Schranken zu weisen.

Dieser widersetzte sich dem Zugriff der Polizisten. Die Bewohner solidarisierten sich daraufhin mit dem 20 Jahre alten Mann und warfen mit Gegenständen auf die Beamten.

Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte, wurde dabei ein Polizist (37) verletzt. Der 20-jährige Libyer, der in die Aggression involviert war, hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte am Hals.

Zudem ermittelt die Polizei wegen Landfriedensbruch.

Fotos: Ove Landgraf / DPA (Symbolbild)

Quelle: Tag24

Feb 16

Mann gesteht in Video, dass er Esel bis zur Bewusstlosigkeit vergewaltigte

Gelassen demonstriert der Täter seine Grusel-Tat.

Simbabwe (Afrika) – Im afrikanischen Simbabwe wurde ein Mann mittleren Alters verhaftet, weil er einen Esel vergewaltigt haben soll. In den sozialen Netzwerken kursiert seitdem ein Video, in dem er seine Tat vor den Polizisten gesteht.

Mit Handschellen und ziemlich entspannt, schildert der Mann die Tat vor den Beamten, die man im Hintergrund Fragen stellen hört. Selbst für eine eindeutige Bewegung, mit der demonstriert, wie er sich an dem Tier verging, ist sich der Täter nicht zu Schade.

Wirklich schockiert reagierten die Polizisten, als der Mann ihnen erklärte, dass er den Esel solange vergewaltigte, bis dieser das Bewusstsein verlor und zusammenbrach. Diverse afrikanische Medien, wie zum Beispiel „My Zimbabwe“ berichten derzeit über den Fall.

Was nun aus dem Täter wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Fotos: YouTube/Screenshots

Quelle: Tag24

Feb 16

Ex-ZDF-Journalist: „Merkel hat nur Unheil angerichtet“

Wolfgang Herles‘ Kritik an Merkels Alleingang in der Flüchtlingspolitik ist der Aufreger des Abends. Es gebe einen „Merkelismus“ und die „Entpolitisierung durch Merkel“.

Berlin – Mittwochnacht in der ARD sehen über zwei Millionen Zuschauer, wie sich die eingeladenen Gäste über die eventuelle „GroKo“ äußern. Seinen Höhepunkt erreicht der Polittalk „Maischberger“, als sich der Ex-ZDF-Journalist Wolfgang Herles an Kanzlerin Angela Merkel abarbeitet.

Der Rückzug von Martin Schulz stürzte die SPD ins Chaos. Aber auch in der CDU brodelt es: Angela Merkel solle endlich ihre Nachfolge regeln, fordern viele in der CDU.

„Droht der SPD ein Niedergang?“, daher das Thema der Talk-Sendung. „Wird die Kanzlerin einknicken?“, fragt Moderatorin Sandra Maischberger am Mittwochabend ihre Gäste.

Der schärfste Merkel-Kritiker in der Runde ist der Journalist Wolfgang Herles, Buchautor und ehemaliger Leiter des ZDF-Studios in Bonn.

Es ist ausgerechnet ein Ex-ZDF-Journalist, der Angela Merkel direkt angreift! Wolfgang Herles (67) rechnete bei Sandra Maischberger (51) mit Merkels Flüchtlingspolitik ab. Seine Kritik war so umfassend und vernichtend, dass der relativ unbekannten CDU-Frau Güler der Atem stockte.

Herles‘ Abrechnung mit Angela Merkel bei Maischberger

Zu Gast bei Sandra Maischberger war auch Stephan Weil (59, SPD, Ministerpräsident Niedersachsen).
Zu Gast bei Sandra Maischberger war auch Stephan Weil (59, SPD, Ministerpräsident Niedersachsen).

Es sind Herles‘ Sätze wie dieser (in der Mediathek ab ca. Minute 45 zu sehen): „Die Methode Merkel haben die Deutschen der Frau Merkel abgenommen – bis zum Tag, an dem sie den Kontrollverlust an den Grenzen erzeugt hat. Auch aus einer Stimmung heraus – aus einer Willkommenskulturstimmung heraus. Das Hauptproblem ist ja nicht die Obergrenze, sondern was macht mit den Leuten, die gekommen sind? Was ist zumutbar? Das muss man diskutieren!“

Weiter kritisiert der Journalist Merkels Aussitzen von Debatten und Problemen: „Hat sie (A. Merkel) aber nicht gemacht! Sie hat an einem Tag beschlossen, die Grenzen zu öffnen. Man wird sagen, wenn Frau Merkel in Pension gehen wird: Sie hat ihre Partei beschädigt, sie hat dieses Land langfristig beschädigt und Europa hat sie auch noch kaputt gemacht. Sie hat das Land kaputt gemacht. Das ist doch klar.“

„Ich glaube, das sehen viele anders“, erwidert die ebenfalls geladene Serap Güler (CDU-Bundesvorstand) sichtlich fassungslos.

Herles reagiert prompt: „Die AfD reicht Ihnen das nicht als Argument?“ „Europafeindlich sind wir auch durch den deutschen Sonderweg – Frau Merkel hat nur Unheil angerichtet.“

Merkel habe demnach jede gesellschaftliche Diskussion der Folgen der Flüchtlingskrise abgeblockt, betont der Journalist noch.

Die "Methode Merkel" ist laut Herles (li.): "Aussitzen von Debatten und Problemen".
Die „Methode Merkel“ ist laut Herles (li.): „Aussitzen von Debatten und Problemen“.

Fotos: WDR/Max Kohr

Quelle: Tag24

Feb 16

Das Rätsel um einen Flüchtling, dem Deutschland Schutz gewährt, obwohl er ein Kind überfiel


Der Angeklagte Chalid M. neben seinem Verteidiger im Gerichtssaal in Tübingen
© Patrick Junker

Bei Tübingen ist eine Zehnjährige attackiert worden. Der Täter hatte kurz zuvor den Flüchtlingsstatus erhalten – trotz krimineller Vorgeschichte und Zweifeln an seiner Herkunft.

Der 22. Juni ist einer der heißesten Tage des vergangenen Sommers. Die Wiesen vor Tübingen sind frisch gemäht, Harald D., 71, macht eine Radtour nach Rottenburg. Beim Friedhof Hirschau biegt er um eine Kurve, als er ein Kreischen hört. Übermütige Kinder, denkt er, doch je näher er kommt, desto mehr irritiert ihn die Tonlage. „Da rief jemand in höchster Not“, wird er später sagen.

Hinter der nächsten Biegung sieht Harald D. einen Mann, der bäuchlings auf einem Heuhaufen am Wegrand liegt. Unter ihm windet sich ein schreiendes Kind. D. greift nach seinem schweren Fahrradschloss, er ruft: „Lass das Mädle in Ruhe!“ Im gleichen Moment biegt ein weiterer Radfahrer um die Kurve.

Joachim S., 51, ist Polizeibeamter, er überwältigt den Angreifer. Das Kind rappelt sich auf, es hat Schürfwunden und blaue Flecken an Armen und Beinen und wirkt völlig verstört. „Wie versteinert“, so beschreibt eine Kripobeamtin seinen Zustand später.

Die Attacke hat viele, weit über Tübingen hinaus, aufgebracht

Marie* ist zehn Jahre alt, sie besucht ein Gymnasium in Tübingen. Der Mann sei ihr auf dem Fahrrad entgegengekommen, habe sie gerammt und zu dem Heuhaufen gezerrt, sagt sie der Polizei. Er habe sich auf sie geworfen und sie an Brust und Unterleib berührt. Die beiden Radfahrer waren ihre Rettung.

Die Attacke auf Marie hat viele aufgebracht, weit über Tübingen hinaus. Weil es immer furchtbar ist, wenn so etwas passiert. Weil es am helllichten Tag geschah, an einem Weg, auf dem auch andere Kinder zur Schule fahren. Und weil der Täter einer ist, der trotz krimineller Vergangenheit und fragwürdiger Angaben als Flüchtling anerkannt wurde. Die Geschichte des Chalid M.*, so zeigt sich nach der Festnahme und später im Prozess, ist auch eine Geschichte über deutsche Behörden und Gerichte, über einen Mangel an Zeit und an Kommunikation, über Entscheidungen, die viele Bürger nicht nachvollziehen können und die der AfD die Wähler zutreiben.

Hier, am Rand des Radwegs zwischen Tübingen und Hirschau, ging Chalid M. im Juni 2017 auf das Mädchen los

Hier, am Rand des Radwegs zwischen Tübingen und Hirschau, ging Chalid M. im Juni 2017 auf das Mädchen los

Er stamme aus einer palästinensischen Familie, die im Flüchtlingsviertel Jarmuk am Rande von Damaskus gelebt habe, erzählte der 37-Jährige sechs Monate nach der Tat vor dem Tübinger Landgericht. Nach acht Jahren Schule habe er Stuckateur gelernt und seinen Militärdienst abgeleistet. 2010 sei er gemeinsam mit seiner palästinensischen Frau und den beiden Söhnen zu Verwandten nach Libyen gegangen, weil die Situation auch ein Jahr vor Ausbruch des Bürgerkriegs schon unsicher geworden sei. Überprüfbar ist das alles nicht.

2014 tauchte M. in Deutschland auf, allein und ohne Pass. Wo seine Papiere geblieben seien, dazu machte er widersprüchliche Angaben. Mal hieß es, sie seien bei einem Raketentreffer auf sein Haus vernichtet worden, dann wieder, man habe ihm den Pass bei seiner Einreise nach Libyen abgenommen – von wo aus er mit einem Schlepper über Italien nach Karlsruhe gekommen sein will. Sicher ist: Im März 2014 stellte er einen Asylantrag.

Chalid M. lebte in einer Flüchtlingsunterkunft in Rottenburg, bekam ein Bett sowie 330 Euro monatlich. Und war unzufrieden. Er habe Sicherheit und Arbeit gesucht, um seinen Kindern etwas bieten zu können, aber „niemand hat mir geholfen“, klagte er später vor Gericht. Von anderen syrischen Flüchtlingen sei er als Palästinenser diskriminiert worden, „alles Hunde“. Deutschland sei kalt, er fühle sich verloren, er vermisse seine Söhne.

Verurteilung wegen räuberischen Diebstahls und versuchten Raubes

Chalid M. begann einen Sprachkurs bei der Volkshochschule, brach ihn aber wieder ab. Sein aktiver Wortschatz beschränkte sich auf wenige deutsche Vokabeln, auf Wörter wie „Arbeit“ und den Satz „Ich liebe dich“. Im September 2014 wurde er in einem Kaufhaus in Rottenburg erstmals beim Stehlen erwischt. Ein Kopfhörer. Später waren es zwei MP3-Player, ein Haarschneideset. M. fiel auf, weil er betrunken die Gäste eines Restaurants anpöbelte, sich selbst der Polizei gegenüber aggressiv verhielt.

Kurz darauf ging er einen Schritt weiter: Er attackierte eine Radfahrerin, versuchte, ihr das Handy wegzureißen. Als sich die 16-Jährige wehrte, biss er ihr in die Hand. Im Dezember 2014 hielt er eine junge Frau am Gepäckträger ihres Fahrrads fest. Sie floh in eine Tankstelle, M. wurde festgenommen. Einem Polizisten gegenüber sagte er: „Mir fehlte Sex, mir fehlte was weiß ich.“ Als er sich Anfang 2015 wegen der Überfälle und der Diebstähle vor dem Amtsgericht Tübingen verantworten musste, sprach er davon, dass er bei der zweiten Attacke betrunken gewesen sei. Die junge Frau wisse nun aber, „dass sie aufpassen muss“. Vor Leuten wie ihm. „Das war keine schlechte Lektion.“

Das Landgericht Tübingen, in dem der Fall verhandelt wurde

Das Landgericht Tübingen, in dem der Fall verhandelt wurde

Das Gericht beauftragte damals den Gutachter Hannes Moser, M. zu untersuchen. Er fragte nach M.s Fluchtgeschichte, kam zu dem Schluss, sie wirke „sehr allgemein“ und „wenig nachvollziehbar“. Auch bei der Schilderung seiner Kinder weiche Chalid M. aus. Es könne sein, so der Psychiater, dass er die Existenz der Kinder nur vortäusche, um mehr Verständnis zu bekommen. M. sei psychisch auffällig. Er zeige sich wenig betroffen und sehe keine Notwendigkeit, an sich zu arbeiten. Angesichts dieser Uneinsichtigkeit und seines Alkoholkonsums bestehe die Gefahr „weiterer vergleichbarer Taten“.

Das Amtsgericht verurteilte Chalid M. wegen räuberischen Diebstahls und versuchten Raubes im Mai 2015 zu 18 Monaten Haft, die er in voller Länge absitzen musste. Und schrieb zudem deutliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Mannes ins Urteil: Chalid M. sei möglicherweise „nicht die Person, für die er sich im Asylverfahren ausgibt“.

Sein Antrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) war zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden.

Erst ein Jahr später, am 4. Mai 2016, befragte ihn ein Entscheider des Amts fast zwei Stunden lang. Auch da blieb Chalid M. bei seiner Vorgeschichte vage. Einige Fragen konnte er beantworten. Aber als er die Flagge von Syrien zeichnen sollte, wurde es die von Palästina. Von der syrischen Nationalhymne kannte er nur die erste Zeile.

Eine frühere Übersendung hätte nichts am Aufenthaltsstatus geändert

Der Entscheider wusste zu diesem Zeitpunkt nichts von der Vorstrafe des Bewerbers. Das zuständige Regierungspräsidium Tübingen informierte das BAMF erst am 17. Juni 2016 – ohne Details aus den Gerichtsakten, sondern nur mit einem Formular. Das sei so üblich, heißt es gegenüber dem stern. Eine frühere Übersendung der Unterlagen hätte nichts am Aufenthaltsstatus des Mannes geändert, so der Sprecher des Regierungspräsidiums, denn Chalid M. hätte als Syrer ohnehin nicht abgeschoben werden können.

Doch war er wirklich ein Syrer? Am 22. Juni 2016 lehnte der Entscheider den Asylantrag ab. Chalid M. bekam aber wie viele Syrer „subsidiären Schutz“. Er hatte damit die Möglichkeit, zu bleiben, solange der Krieg tobt, bekam jedoch kein darüber hinausgehendes Aufenthaltsrecht und durfte die Familie vorläufig nicht nachkommen lassen.

Das BAMF stützte sich dabei unter anderem auf die Einschätzung eines Dolmetschers, dass M. ein Palästinenser sei, der in Syrien gelebt habe. Ob der Entscheider vor seinem Votum die Gerichtsakten angefordert und gelesen hatte, ob ihm die Zweifel des Gutachters an M.s Identität bekannt waren – dazu macht das BAMF keine Angaben. Aber es ist unwahrscheinlich.

Sieben Tage nach der Entscheidung der Behörde reichte M. eine Klage gegen seinen Bescheid ein. Und wieder ging viel Zeit ins Land. Ein paar Monate später hörte er von einer anderen deutschen Stelle, dem Regierungspräsidium. Das kam noch einmal auf seine Verurteilung von 2015 zurück und erteilte ihm deshalb eine „strenge ausländerrechtliche Verwarnung“. Die hinderte M. nicht daran, wiederum einige Monate später, am 27. März 2017, angetrunken im Flüchtlingsheim zu randalieren. Er riss einen Rollladenkasten heraus und bespuckte Polizisten.

Am 12. April 2017 schließlich erteilte das Verwaltungsgericht Sigmaringen Chalid M. die ersehnte Anerkennung als Flüchtling mit unbefristetem Schutz und dem Recht, seine Familie nachzuholen. Die Begründung des Richters: Als Mann im wehrfähigen Alter und als Palästinenser sei er unkontrollierbaren Risiken und besonderer Willkür des syrischen Regimes ausgesetzt.

Kein Hinweis auf eine frühere Verurteilung

Es war eine Entscheidung von sehr vielen, die das Verwaltungsgericht Sigmaringen damals zu treffen hatte. Im Durchschnitt hat ein Richter dort täglich zwölf Asylklagen auf dem Tisch. Zwölf Schicksale, denen es gerecht zu werden gilt. Und Sigmaringen ist keine Ausnahme. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden 273.000 Klagen gegen BAMF-Entscheidungen eingereicht und 100.000 Urteile gesprochen. Knapp die Hälfte der Kläger hatte Erfolg, unter ihnen wiederum viele, die sich, so wie Chalid M., nicht mit dem subsidiären Schutz ohne Recht auf Familiennachzug zufriedengeben wollten.

Der Richter, der in M.s Sache nach Aktenlage zu entscheiden hatte, kannte nicht die gesamte Vorgeschichte des Klägers. In den Unterlagen, die das BAMF übersandt habe, sei kein Hinweis auf eine frühere Verurteilung enthalten gewesen, sagt ein Sprecher der Gerichts. Somit auch kein psychiatrisches Gutachten mit Zweifeln an Chalid M.s Vita. Er könne sich nicht spekulativ dazu äußern, was gewesen wäre, wenn, lässt der Gerichtssprecher wissen. Aber bei begründeten Zweifeln an der Herkunft und Staatsangehörigkeit des Herrn M. wäre der Fall wohl anders bewertet worden.

Acht Monate nach der für ihn so günstigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts war Chalid M. zum vorerst letzten Mal ein Fall für die deutsche Justiz. Nach der Attacke auf die zehnjährige Marie musste er sich wegen sexueller Nötigung und Missbrauch eines Kindes verantworten. Der Tübinger Psychiater Peter Winckler hatte ein zweites Gutachten über ihn angefertigt. Einen Probanden wie diesen habe er selten gehabt, so Winckler. M. sehe sich außerhalb jeder sozialen Gemeinschaft, sei dissozial, massiv gestört, vielleicht sogar „ein klassischer Psychopath“. Um Letzteres sicher sagen zu können, müsse er allerdings M.s Geschichte kennen, sagte Winckler. Und die bleibe auch für den Gutachter „im Grunde eine Blackbox“.

Verurteilung wegen schwerer sexueller Nötigung und Kindesmissbrauchs

Fest stehe nur, dass M. seit seiner Ankunft in Deutschland jede Regel missachtet habe und sich ohne Skrupel nehme, was er wolle. Die Prognose des Experten: So lange der Mann sich nicht mit sich selbst auseinandersetze, bleibe er sehr gefährlich. Und dass er zur Selbstreflexion bislang nicht neigt, konnten auch weniger Fachkundige während des Prozesses erleben. Etwa als M. die Mutter von Marie während ihrer Zeugenaussage belehrte: „Das Mädchen hätte besser mit dem Bus in die Schule fahren sollen.“

Am Ende hat auch das Landgericht Tübingen das Rätsel Chalid M. nicht lösen können. Die Staatsanwältin sagte in ihrem Plädoyer, er sei womöglich „eine gefakte Existenz“: „Ich weiß nicht, wer er ist, woher er kommt und was er wirklich für eine Geschichte hat.“ In der vergangenen Woche wurde M. wegen schwerer sexueller Nötigung und Kindesmissbrauchs zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die Haft folgt möglicherweise die Sicherungsverwahrung.

*Namen von Opfer und Täter geändert

Quelle: stern

Feb 16

Sie sollten noch ausgeliefert werden: Polizei findet Gammel-Dönerspieße

Beinahe wären die Fleischhappen in Restaurants gelandet. (Symbolbild)

Wittenberg – Bei einer Kontrolle fand die Polizei etliche ungenießbare Dönerspieße in einem Transporter. Das Fleisch sollte noch ausgeliefert werden.

Der Wagen war den Beamten gegen 14 Uhr auf der B2 bei Pratau aufgefallen. Die Lieferung war unterwegs nach Wittenberg. Insgesamt fanden die Einsatzkräfte 34 ungekühlte Dönerspieße auf der Ladefläche. Bei manchen war die Verpackung teilweise schon aufgerissen.

Außerdem soll der 34-jährige Fahrer vorher bereits 16 Spieße ausgeliefert haben. Allerdings waren die Ladepapiere unvollständig, sodass die genaue Anzahl nicht exakt nachvollziehbar war. Auch das Kühlaggregat des Transporters wurde als zu schwach eingestuft.

Das Veterinäramt wurde eingeschaltet. Die Beamten stellten eine Temperatur von deutlich über Minus 10 Grad Celsius in den Fleisch-Spießen fest. Die gesamte Ladung wurde weggeworfen und die bereits belieferten Restaurants informiert.

Nun wird wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz ermittelt.

Fotos: 123RF

Quelle: Tag24

Feb 15

Gruppenvergewaltigung Essen | Vertuscht: Lauenburger Gang ist ein großer Muslimclan

Der Flüchtige, sowie Fotomontage

Vergewaltigungskultur: Schon wieder vergewaltigt eine Horde Muslime auf niederträchtigste Weise in der ganzen Gruppe junge deutsche Mädchen und alle verschweigen den Migrationshintegrund  der Täter ganz absichtlich

Schon wieder müssen wir ran, nachdem die restliche Presse offenbar dabei mithilft, einen weiteren großen Gruppenvergewaltigungsskandal durch eine Muslimgang zu vertuschen. Wir von Rapefugees werden ja bekannter Maßen nur dann aktiv, wenn die Vergewaltigung entweder sehr abscheulich ist und die Berichterstattung zu zögerlich, oder aber wenn die Tatumstände massiv vertuscht werden. Beide Tatbestände sind hier erfüllt.

Nach mehreren Gruppenvergewaltigungen in 2017 und 2018 sitzen drei mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Nach einem weiteren dringend tatverdächtigen 18-Jährigen fahndet die Polizei mit einem Lichtbild.

In einer Pressekonferenz berichteten Ermittler des Essener Kriminalkommissariats 12 gestern über die brutalen Taten. Mehrere junge Männer hatten jugendliche deutsche Mädchen unter einem Vorwand in abgelegene Gegenden gelockt, massiv unter Druck gesetzt und in der Gruppe vergewaltigt.

Was die Bevölkerung aber nicht wissen darf: 
Bei den brutalen Serienvergewaltigern handelt es sich sehr sicher um Muslime, die bereits in Haft befindlichen sind wohl teilweise Familienangehörige des Flüchtigen Dean Lauenburger.

Ein Blick in die Familienliste des Facebook Profils gibt interessanten Aufschluss. Dort tauchen klar türkische und muslimische Namen auf, wie etwa Aybike, Yasin, Kadir.

Familienangehörige mit muslimischen Namen, Polizei antwortet zurückhaltend, offenbar haben die Inhaftierten falsche Angaben gemacht

Die Polizei Essen antwortet auf unsere Anfrage zum Migrationshintergrund zurückhaltend. Einer der Tatverdächtigen hätte behauptet der Gruppe der „Sinti“ an zu gehören. Laut ARD war beiläufig am Mittag bekannt geworden, dass die Inhaftierten einem Familienclan angehören. Zudem könne man nicht ausschließen, dass diese Inhaftierten mit dem Flüchtigen Lauenburger verwand seien, so kommentiert die Polizei weiter.

Ob es sich tatsächlich um muslimische Sinti handelt, darf allerdings durchaus bezweifelt werden. Wir haben nachgeforscht. Offenbar liegt die Herkunft der Familie des Flüchtigen in der Türkei.

 

Facebook Profil: Angehöriger Mehmet Lauenburger aus der Türkei

Facebook-Profil: M. Lauenburger, laut Facebook der Bruder des Flüchtigen

Immer wieder Gruppenvergewaltigungen durch Muslime und Afrikaner, die BKA Statistik belegt es, bislang fast nie Deutsche unter den Tätern

Wie die Kriminalstatistik belegt, sind für Schändungen aller Art, wie etwa Vergewaltigung, Menschenhandel, Mord, Totschlag, Tierschändung und viele weitere schwere Straftaten vor allem Muslime und Afrikaner aus Schwarzafrika verantwortlich. Dort gibt es eine ausgeprägte und lebhafte Vergewaltigungs- und Mordkultur, die im Rahmen der ungebremsten Masseneinwanderung aus Afrika in 2015 massiv mit nach Deutschland importiert wurde. Aber Vergewaltigungen dieser Art gab es schon davor, etwa begangen durch Kosovo Albaner, Muslime aus den ehemaligen Sowietgebieten, sowie natürlich aus der Türkei.

Keiner ist mehr sicher, Muslime vergewaltigen am Uni Campus, in den Schultoiletten, in nächtlichen Parks und Grünflächen, sogar im Schwimmbad oder in der Sauna

Die schweren und niederträchtigen Taten auf unserer Seite aber auch in den übrigen Medien zeigen es ganz klar: Niemand ist mehr sicher, an vielen Orten die früher unbedenklich besucht werden konnten, lauern nun muslimische Gaffer, Exhibitionisten und Vergewaltiger, Opfer sind meist kleine Kinder und Jugendliche, jedoch sehr oft sogar Rentner und selbst ausgewachsene Männer und Säuglinge. Sie werden einfach in der Gruppe attackiert, ausgezogen und dann im Gebüsch oder in einer dunklen Ecke brutal vergewaltigt.

Weitere Geschädigte Kinder vermutet – Polizei bittet um Hinweise

Etwaige weitere Geschädigte könnten aus dem sozialen Umfeld der 16-23-Jährigen, aber auch in sozialen Netzwerken ausgewählt worden sein. Betroffene Frauen werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Hinweise nehmen die Beamten des Kriminalkommissariats 12 unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen.

Helfen:
Vergewaltigungen melden und unsere News anderen weitersagen, auch über eine Unterstützung würden wir uns freuen.

Opfer:
Melden Sie sich weiterhin bei uns, wir berichten über Ihren Fall und wimmeln Sie nicht ab, wir leiten Sie bei Bedarf zu Fernseredaktionen weiter die wir kennen und machen den Behörden mit unangenehmen Fragen richtig Druck.

Quelle: Rapefugees

Feb 15

Entsetzen über Vergewaltigung in Viersen

Der Tatort: An diesem unbeleuchteten Stichweg vom Willy-Brandt-Ring zum Friedhof Löh wurde in der Nacht zu Montag eine 65-jährige Viersenerin vergewaltigt. Passanten hörten das Opfer um Hilfe rufen. FOTO: Martin Röse

Viersen. Die genauen Tatumstände liegen noch im Dunkeln. Ein 20-jähriger Mann aus Westafrika soll Montagnacht eine 65-jährige Viersenerin vergewaltigt haben. Studien zufolge werden Seniorinnen nur selten Opfer sexueller Gewalttaten. 

Die Tat löste bei vielen Viersenern Bestürzung aus: In der Nacht zu Rosenmontag vergewaltigte ein 20-Jähriger eine 65-jährige Frau auf dem Weg, der zwischen Petersstraße und Krankenhaus zum Friedhof an der Löh führt. Laut Polizei stammt der Täter aus Westafrika, wohnte aber in Viersen. Er war der Polizei Viersen bekannt, weil er im Verdacht stand, illegal eingereist zu sein. Die Polizei im Landkreis Lippe soll ihn einmal wegen Körperverletzung aufgegriffen haben. Zu den weiteren Umständen der Vergewaltigung konnte die Polizei am Dienstag nichts sagen. So ist weiter unklar, warum die 65-Jährige um 0.30 Uhr in der Nähe des Friedhofs unterwegs war.

Trotz des tragischen Ereignisses sieht Psychiater David Strahl, Chefarzt der Forensik II an der LVR-Klinik, ältere Frauen nicht generell gefährdet. „Studien zufolge sind 90 Prozent der Vergewaltigungsopfer zwischen 14 und 21 Jahren alt und nur 0,5 Prozent sind über 60 Jahre alt“, sagt Strahl. „In meiner Praxis hatte ich mal einen ähnlich gelagerten Fall. Der Täter war ein in der Entwicklung zurückgebliebener junger Mann.“

Täter und Opfer kennen sich oft

In 77 Prozent der Fälle kennen sich Opfer und Täter. „Das heißt, der Täter kommt aus dem sozialen Nahfeld: Familie, Arbeit oder Bekanntenkreis“, erläutert der Psychiater. In 23 Prozent der Fälle war der Täter der Statistik zufolge ein Fremder.

Zu den Täter-Typen wird viel geforscht. „Da gibt es als erste Gruppe die retardierten Täter, die ihr Bedürfnis nach Sexualität ausleben und meist wahllos ein Opfer suchen. Dann gibt es als zweite Gruppe die Täter, die wenig soziale Kontakte haben und deren Triebspannung hoch ist. Als dritte Gruppe gibt es Männer, die ihre Aggressionen über die Sexualität ausleben“, erklärt Strahl. Als vierten Typen gebe es die „symbolisch agierenden Täter“, die in ihrer Entwicklung negative Erfahrungen beispielsweise mit einer übermächtigen Mutter gemacht haben. Bei ihnen spiele Wut und Ohnmacht gegenüber Frauen eine große Rolle.

„Entscheidend ist, dass der Täter eine Gelegenheit sieht“

Zuwanderer und Flüchtlinge lebten ebenfalls häufig am Rande der Gesellschaft. „Oft sind es junge Männer, bei denen sich eine hohe Triebspannung aufbaut. In Kombination mit exzessivem Alkoholgenuss und einer zufälligen Gelegenheit kann es da zu Übergriffen kommen“, sagt Strahl. Darüber hinaus gebe es Geflüchtete, die selbst im Krieg oder auf der Flucht Gewalt erlebt haben und das besonders unter Alkoholeinfluss reinszenierten.

Das Erscheinungsbild des Opfers – ob jung, alt, modisch gekleidet oder eher unauffällig – spielt nach Strahls Kenntnissen eine untergeordnete Rolle. „Entscheidend ist meistens, dass der Täter eine Gelegenheit sieht.“

Quelle: rp-online

Feb 15

Gruppe von Flüchtlingen sorgt in Sigmaringen für Ärger – Bürgermeister fordert schärfere Sanktionsmöglichkeiten

Die Schalterhalle des Bahnhofes Sigmaringen ist seit 12. Februar, werktags nur noch von 6 bis 17.30 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 17.30 Uhr. Bild: Siegfried Volk | Bild: Siegfried Volk

Eine kleine Gruppe von auffälligen Flüchtlingen sorgt in Sigmaringen zunehmend für schlechte Stimmung. Immer wieder kommt es rund um den Bahnhof zu Pöbeleien und Drogendelikten. Bürgermeister Schärer fordert von der Landes-und Bundespolitik nun schärfere Sanktionen.

Die Stadt Sigmaringen kommt nicht zur Ruhe. In den vergangenen Monaten kam es rund um den Bahnhof und in der Bahnhofshalle zu Problemen. Immer wieder sorgten betrunkene und pöbelnde Männer, darunter viele erkennbar mit Migrationshintergrund, für Ärger. Rund um den Bahnhof, und besonders im angrenzenden „Prinzengarten“, kam es gleichfalls zu Vorkommnissen, besonders was Drogen angeht. Immer wieder wurden auf dem Areal Drogendealer von der Polizei dingfest gemacht.

Inzwischen hat die Deutsche Bahn reagiert und die Öffnungszeiten der Bahnhofshalle reduziert. Neuerdings schließt die Halle werktags sowie an Sonn- und Feiertagen jeweils um 17.30 Uhr. Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigte ein Bahnsprecher in Stuttgart, dass mittags in der Halle Gruppen zusammenkommen und mit zunehmendem Alkoholkonsum die Stimmung gegen Abend aggressiver würde. Die Problematik habe man in einem Gespräch Anfang Februar mit Teilnehmern von Kommune, Landes-, Bundespolizei, Streetworkern und der Deutschen Bahn erörtert. Als erste Maßnahme wurde die Reduzierung der Öffnungszeiten beschlossen, bis eine Lösung gefunden werde. Wer nach 17.30 Uhr einen Fahrschein braucht, ist auf den Automaten auf Bahnsteig 1 angewiesen.

Bürgermeister Thomas Schärer nimmt inzwischen eine veränderte Grundstimmung unter den 17.000 Bürgern Sigmaringens wahr, die sich gegenüber den Migranten zunehmend verschlechtere. Die Ursache dafür seien auffällige Flüchtlinge, die durch Pöbeleien, Beleidigungen sowie Diebstähle auffallen und auch Passanten bedrohen, ohne dafür Sanktionen fürchten zu müssen. Nachdem Sigmaringen während des großen Flüchtlingszustroms 2016 zeitweise mehr als 2500 Asylbewerber in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) in der ehemaligen Kaserne aufgenommen hat, leben derzeit auf dem Kasernengelände noch 500 Menschen – weitere 120 Flüchtlinge beherbergt eine Gemeinschaftsunterkunft, weitere 200 die kommunale Anschlussunterbringung.

Forderungskatalog mit Sanktionsmaßnahmen

In einem Brief an die zuständigen Politiker auf Bundes- und Landesebene forderte Schärer jetzt schärfere Sanktionen für auffällige Migranten und listete mehrere Maßnahmen auf. In einem Pressegespräch machte der Rathauschef deutlich, dass es sich nur um eine kleine Gruppe handele, die für Unfrieden sorgt. Nach seiner Wahrnehmung seien dafür vorwiegend junge Männer aus Marokko und Gambia verantwortlich. Sein Forderungskatalog wendet sich an die Gesetzgeber von Bund und Land. Er beinhaltet unter anderem Hausarrest für auffällige Asylbewerber, vorübergehenden Handy-Entzug, Verschärfung des Tatbestands der Beleidigung und eine Ausweitung der Integrationspauschale zur Unterstützung kommunaler Ordnungsdienste.

Allerdings sei die Situation in der Stadt in den vergangenen Wochen immer kritischer geworden, sorgt sich Schärer. Er habe erschütternde Berichte von jungen Frauen gehört, die von einem regelrechten Spießrutenlaufen beim Bahnhof erzählten, denen sie durch Flüchtlinge ausgesetzt waren. Händler berichteten von Ladendiebstählen, insgesamt sei bei vielen Bürgern ein latentes Unsicherheitsgefühl entstanden. Als Beleg sieht Schärer die Entwicklung der Strafanzeigen je 100¦000 Einwohner, die er bereits im März 2017 auch Polizeipräsident Ekkehard Falk vorlegt hat. Für Sigmaringen werden darin 9825 Fälle aufgelistet, gegenüber 5287 in Baden-Württemberg. Schärer bemängelt, dass entgegen der Vereinbarung mit dem Land viele Flüchtlinge länger als sechs Monate in der Lea leben, weil ihre Asylverfahren noch nicht entschieden wurden. Der Bürgermeister, der sich am 1. Juli zur Wiederwahl stellt, sieht seinen Brief als „Diskussionsgrundlage“, einschließlich des Vorschlags, bei auffälligen Asylbewerbern auch Leistungskürzungen zu prüfen. Ob die Stadt beispielsweise selbst einen teuren Security-Dienst einrichtet, werde von Verwaltung und Gemeinderat geprüft und im zweiten Quartal entschieden.

Auf Anfrage des SÜDKURIER äußerte sich Annika Schaefer, Mitglied der vor zwei Jahren gegründeten Bürgerinitiative „Gemeinsam für Sigmaringen“, in einem persönlichen Statement zum Vorstoß von Schärer und seinem Forderungskatalog. Die BI hatte immer wieder auf Missstände und das aus ihrer Sicht schwindende Sicherheitsgefühl vieler Sigmaringer hingewiesen. „Dass Herr Schärer sich für Problemlösungen einsetzen und hier auch das Land in die Pflicht nehmen will, begrüße ich natürlich prinzipiell“, so das BI-Mitglied. Sie erwarte aber keine einfache und schnelle Lösung.

Bahnhofshalle wird früher geschlossen und Reisezentrum dicht gemacht

Sigmaringen (siv) In den vergangenen Monaten kam es rund um den Bahnhof und in der Bahnhofshalle zu großen Problemen. Immer wieder sorgten betrunkene und pöbelende Männer, darunter viele erkennbar mit Migrationshintergrund, für Ärger. Bürgermeister Thomas Schärer schilderte aus eigener Erfahrung, dass es für Reisende in der Bahnhofshalle höchst unangenehm sei. Rund um den Bahnhof, und besonders im angrenzenden „Prinzengarten“, kam es gleichfalls zu Vorkommnissen, besonders was Drogen angeht. Immer wieder wurden auf dem Areal Drogendealer von der Polizei dingfest gemacht.

Nun hat die Deutsche Bahn reagiert und die Öffnungszeiten der Bahnhofshalle reduziert. Seit vergangenem Montag schließt die Halle werktags sowie an Sonn- und Feiertagen jeweils um 17.30 Uhr. Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigte ein Bahnsprecher aus Stuttgart, dass sich in den Mittagsstunden in der Bahnhofshalle größere Personengruppen zusammen gekommen seien und mit zunehmenden Alkoholkonsum die Stimmung gegen Abend aggressiver wurde. Die Problematik habe man in einem Gespräch Anfang Februar mit Teilnehmern von Kommune, Landes-, Bundespolizei, Streetworkern und der Deutschen Bahn erörtert. Als erste Maßnahme wurde die Reduzierung der Öffnungszeiten beschlossen. „Zudem ist die DB mit der Bundespolizei, die für die Sicherheit an und in Bahnanlagen zuständig ist, im Gespräch“, ergänzt der Bahnsprecher, dass auch das Reisezentrum ab dem 19. Februar geschlossen werde, bis eine Lösung gefunden sei. „Ein Fahrscheinautomat befindet sich am Bahnsteig 1“, macht der Sprecher klar, dass diese Maßnahmen bis auf weiteres gelten.

Auch in der Stadt Friedrichshafen gab es vor etwa 15 Monaten Ärger rund um den Bahnhof mit Flüchtlingen, bestätigte Andrea Kreuzer von der Abteilung Kommunikation und Medien der Stadt auf Anfrage des SÜDKURIER. Diese Problematik konnte zwischenzeitlich dadurch gelöst werden, indem sich die Stadt mit Polizei, Bahnhofspolizei, Streetworkern sowie Ordnungsamt eine gemeinsame Strategie überlegten, die ordnungsrechtliche wie sozialpädagogische Überlegungen beinhaltete. „Die zum Teil problematischen Situationen haben wir durch zwei Fachkräfte für Integration und einem Hausmeister sukzessive in den Griff bekommen“, erläutert Kreuzer, dass sich eine Sozialarbeiterin für die pädagogischen Belange der Männer verantwortlich zeigt und eine männliche Fachkraft als Kontrollinstanz eingesetzt wurde, und als eine Art „Heimleiter“ fungierte.

 

Quelle: suedkurier

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