Dez 07

Strafe für Untreue: Ehefrau heißes Öl ins Gesicht gekippt?

Mizanur K. mit Rechtsanwalt Jens Jörg Hoffmann (rechts) und Dolmetscher (links)
Foto: Jürgen Mahnke

Frankfurt – Wieviel kann eine Frau ertragen – und trotzdem verzeihen? Mizanur K. (53, Bangladescher) sitzt auf der Anklagebank des Landgerichts, wehklagt und weint. Seine Frau Shahin (36) hätte mehr Grund dazu.

► 8. April: Mizanur K. erhitzt laut Anklage in der Bornheimer Wohnung der Familie Speiseöl auf dem Herd, füllt es in eine Tasse. Dann soll er seine Frau an den Haaren gepackt haben, ihr das heiße Öl über die rechte Gesichtshälfte geschüttet haben – „als Strafe für ihre Untreue“. Sohn Sami (14) muss alles mit anschauen.

Mizanur K. werden die Handschellen abgenommen
Foto: Jürgen Mahnke

Im Prozess sagt sie: „Mein Mann hat einen Fehler gemacht. In Zukunft macht er keine mehr“. Die Wunden in ihrem Gesicht sind weitestgehend verheilt.

Mizanur K. sagt nichts, nur dass es ihm leid tue. Er hat ihr Briefe aus dem Gefängnis geschrieben, ihr klargemacht, dass sie ohne ihn nicht lebensfähig sei, weil nur er wisse, wie man Anträge stellt, Geld von der Bank abhebt. „Die Flammen der Hölle lodern ständig in meinem Herzen“, habe er geschrieben. Und dann „Dein unglücklicher Ehemann“.

Laut ihrem Anwalt wurde die Frau eingeschüchtert. Das Urteil soll am 7. Dezember fallen, fünf Tage vor Mizanurs Geburtstag. 

Quelle: BILD

 

Dez 06

Polizisten müssen im Dienst Deutsch sprechen

Erklärtes Ziel der Polizei ist es, bei den Einstellungen der Auszubildenden die Zusammensetzung der Großstadt-Bevölkerung widerzuspiegeln.

Berlin – Die Berliner Polizei will es nicht tolerieren, wenn sich Polizisten im Dienst untereinander in einer Fremdsprache unterhalten.

„Der Gebrauch einer Fremdsprache zwischen Dienstkräften während des Dienstes wurde durch Vorgesetzte vereinzelt festgestellt“, räumte der Senat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD ein.

Die gemeinsame behördliche Sprache sei Deutsch, und das sei den Polizisten auch bekannt, betonte die Senatsinnenverwaltung. Sie bilde „die Grundlage für eine gute, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ in der Behörde. „Sofern in Einzelfällen durch die Verwendung einer Fremdsprache diese Transparenz nicht gewährleistet ist, ist derartiges Verhalten offen durch Vorgesetzte oder Mitarbeitende anzusprechen und zu unterbinden.“

Ansonsten werde es begrüßt, wenn Polizisten Fremdsprachen beherrschten, weil sie gerade im Kontakt mit Touristen und anderen Ausländern hilfreich sein könnten.

Der Anteil von Polizisten aus Einwandererfamilien steigt seit Jahren. Unter den jüngeren Polizisten sind inzwischen viele Männer und Frauen mit türkischen, osteuropäischen, asiatischen und arabischen Wurzeln.

2015 hatten beim neu eingestellten Nachwuchs der uniformierten Schutzpolizei 29 Prozent einen ausländischen Hintergrund.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Dez 06

Kinderspielplatz eröffnet unter Polizeischutz

Unter Polizeischutz musste der Spielplatz „Ali Baba und die 40 Räuber“ am Mittwoch eröffnen.

Berlin – Der Untergang des Abendlandes – so meinen einige – nimmt im Sand gleich hinter dem Berliner S-Bahnhof Neukölln seinen Lauf. In einer Seitenstraße mit schmucklosen Mietskasernen ist ein hölzerner Kuppelbau mit gelbem Halbmond an der Spitze entstanden, der sich gleich zu einem Aufreger in der Hauptstadt entwickelt hat. Der Stein des Anstoßes: ein neuer Kinderspielplatz.

Kinder sollen dort in die Märchenwelt von Ali Baba und den 40 Räubern eintauchen können. Doch Verschwörungstheoretiker und vermeintliche Hüter des Abendlandes sehen in dem Projekt einen Beleg für den angeblichen Vormarsch des Islam in Deutschland. „Jetzt werden schon Spielplätze zu religiösen Einrichtungen“, schrieb die Berliner AfD-Fraktion auf Twitter – schon vor Wochen, als erste Bilder der Baustelle auftauchten. Hasserfüllte Kommentare machten in der Folge die Runde. So viele und so heftige, dass die Eröffnung des Spielplatzes am Mittwoch sicherheitshalber unter Polizeischutz stand.

Dabei hat die Gestaltung mit Religion gar nichts zu tun. „Die Debatte ist wirklich absurd“, sagt Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bei der Eröffnung. „Wir haben hier keine Moschee gebaut, sondern eine orientalische Burg.“ Ziel sei es, Geschichten zu erzählen, die Fantasie der Kinder anzuregen, sie in eine Märchenwelt eintauchen zu lassen. Neben dem fünf Meter hohen Kletterhaus mit Kuppel finden sich auch hölzerne Palmen, ein Basar, ein fliegender Teppich sowie Ali Baba und eine Schatztruhe auf dem Gelände.

Giffey: „Die Debatte ist absurd“

Der Spielplatz in Neukölln erregt die Gemüter.
Der Spielplatz in Neukölln erregt die Gemüter.

„Solche Themenspielplätze sind in Berlin und in Deutschland keine Seltenheit“, erläutert Spielplatzplaner Axel Kruse, der für die Umgestaltung des lange unansehnlichen Areals in der Neuköllner Walterstraße verantwortlich ist. „Sie liegen seit 20 Jahren im Trend.“ Ob mit Jim Knopf, Schneewittchen und den sieben Zwergen oder Bernd dem Brot – in Neukölln gibt es schon einige solcher Spielplätze. Seit 15 Jahren auch einen zu den Märchen aus 1001 Nacht. „Gestört hat sich daran bisher niemand“, sagt Kruse.

Bei dem neuen Spielplatz wollten die Verantwortlichen nun alles richtig machen. Sie befragten die Nachbarschaft, welches Märchen sie sich wünschten. Schließlich wurde es Ali Baba, weil die Kinder einer gleichnamige Kita um die Ecke das vorschlugen. „Wie man daraus eine politische und religiöse Diskussion machen kann, ist mir unbegreiflich“, sagt Kita-Leiterin Güldane Yilmaz. „Religion hat in der Kita nichts zu suchen.“ Allerdings, räumen die Beteiligten ein, habe es auch bei einigen Eltern Bedenken gegen das Projekt gegeben.

Die befürchteten Zwischenfälle bei der Eröffnung bleiben aber aus – sieht man von dem Trubel ab, den ein rot gekleideter Nikolaus mit Süßigkeiten bei den zahlreich anwesenden Kindern auslöst. Und den Kita-Knirpsen ist die politische Debatte bei der Eröffnungsfeier sowieso egal. Ungeduldig warten sie auf das „Sesam öffne dich“, dann stürmen sie ihren neuen Spielplatz mit lautem Geschrei. Das Kletterhaus mit Kuppel und Halbmond nehmen sie sofort in Beschlag.

Quelle: Tag24

Dez 06

Junge Männer liefern sich illegales Auto-Rennen und töten 19-Jährige

Einer der Angeklagten vor Gericht. Bei ihrem illegalen Rennen wurde 2015 eine Frau getötet.

Köln – Ein tödlicher Unfall bei einem illegalen Autorennen beschäftigt seit Mittwoch erneut das Kölner Landgericht.

Eine Kammer des Gerichts hatte die beiden heute 24 Jahre alten Angeklagten bereits wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die in Deutschland geborenen Türken hatten sich laut Urteil im April 2015 mit ihren getunten Autos ein spontanes Rennen in Köln geliefert.

Einer der Wagen kam dabei mit hohem Tempo von der Straße ab und traf eine 19 Jahre alte Radfahrerin. Die junge Frau starb. Der Bundesgerichtshof (BGH) monierte später die Strafaussetzung zur Bewährung und hob das Urteil des Landgerichts teilweise auf.

Nach Auffassung des BGH hatten die Kölner Richter nicht ausreichend berücksichtigt, wie sich die Bewährungsstrafen auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirken würde.

Das Urteil hatte bei vielen Unverständnis hervorgerufen. Außerdem hätten die Richter außer Acht gelassen, dass die beiden Angeklagten die Gefahrenlage durch ihren aggressiven Fahrstil vorsätzlich herbeiführten, so der BGH.

Der Anwalt der Nebenkläger sagte vor dem neuen Prozess, die Familie hoffe nun auf „ein richtiges und gerechtes Urteil“.

Die Verhandlung wurde bereits kurz nach dem Beginn unterbrochen, weil ein Verteidiger die Besetzung der Kammer rügte. Der Antrag wurde aber abgewiesen.

Fotos: dpa/123RF

Quelle: Tag24

Dez 06

Hilflos ausgeliefert: Frau gefesselt und ausgeraubt

Die gefesselte Frau musste mitansehen, wie ihr Zuhause ausgeraubt wurde (Symbolbild).

Abtsteinach – Nach einem brutalen Raubüberfall fahndet die Kriminalpolizei nach zwei Tatverdächtigen.

Das Verbrechen ereignete sich am Dienstagabend gegen 17.20 Uhr in der Hardbergstraße. Wie das Polizeipräsidium Südhessen am Mittwoch mitteilte, drang ein maskierter Mann auf der Rückseite eines Hauses in die Wohnräume ein. Hier traf der Kriminelle auf die Bewohnerin des Hauses, die er sofort bedrohte und fesselte.

Hilflos ausgeliefert musste die Frau miterleben, wie der Mann nun die Wohnung durchsuchte. Mit einem Tresor floh der Täter schließlich durch die Haustür, wo ein Komplize auf ihn wartete. Zu zweit luden die Männer den geraubten Tresor auf ein Auto auf. Danach flohen sie mit ihrer Beute aus der südhessischen Gemeinde.

Die gefesselte Frau wurde gegen 19 Uhr von ihrem Ehemann entdeckt und befreit. Sie blieb laut Polizei zum Glück unverletzt.

Die Kriminalpolizei fahndet nach den Tätern. Laut ersten Ermittlungsmaßnahmen flohen die beiden Männer mit einem silberfarbenen Kombi aus Abtsteinach. Der Haupttäter, der die Frau überwältigte und fesselte, war schwarz gekleidet und trug einen Kapuzenpulli. Sein Komplize trug eine dunkle Hose, einen grauen Kapuzenpulli und helle Schuhe. Die beiden Männer unterhielten sich laut Mitteilung in „ausländischer Sprache“.

Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 062527060 bei der Polizei melden.

Fotos: 123Rf/Georgy Kopytin

Quelle: Tag24

Dez 05

Asylbewerber auf der Flucht: Er soll ein Mädchen vergewaltigt haben

Die Polizei fahndet nach dem Flüchtigen. (Symbolbild)

Freiburg – Wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Jugendlichen sucht die Polizei Freiburg einen Asylbewerber aus Gambia.

Nach Angaben vom Dienstag soll der 19-Jährige das Mädchen in seiner Unterkunft im östlichen Landkreis Waldshut in sein Zimmer gelockt und zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Das Alter des mutmaßlichen Opfers sowie weitere Details würden zum Schutz der Jugendlichen nicht mitgeteilt, sagte ein Polizeisprecher.

Bisherigen Ermittlungen zufolge hatte das Mädchen vor einer Woche mit Freundinnen einen Bekannten in der Asylbewerberunterkunft besucht. Der Verdächtige, den sie zuvor nicht gekannt habe, habe sie unter einem Vorwand in sein Zimmer gebeten, es abgeschlossen und sie vergewaltigt.

Der 19-Jährige konnte zwar identifiziert werden, ist laut Polizei aber auf der Flucht. Nach ihm wird gefahndet.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Dez 05

Polizei entdeckt afrikanische Migranten in LKW

Die Bundespolizei holte die teilweise unterkühlten Migranten aus dem Auflieger.

Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Dienstag in Rosenheim in einem LKW 23 afrikanische Migranten entdeckt.

Die 20 Männer und drei Frauen hatten sich in einem Auflieger auf einem Güterzug versteckt.

„Nachdem die Besatzung eines Bundespolizeihubschraubers die aufgeschlitzte Plane des Sattelaufliegers gesehen hatte, stoppten die Beamten den Güterzug außerplanmäßig am Bahnhof Rosenheim“, teilte die Bundespolizei am Nachmittag mit.

Die Migranten waren offenbar durch die kaputte Plane in das Innere des LKW gelangt, um so unbemerkt nach Deutschland zu reisen.

Die teilweise unterkühlten Personen wurden am Bahnhof von der Bundespolizei versorgt und anschließend auf die Dienststelle gebracht.

Der Zug kam aus Verona und sollte über München nach Köln fahren.

Insgesamt 20 Männer und drei Frauen hatten sich in dem LKW versteckt.
Insgesamt 20 Männer und drei Frauen hatten sich in dem LKW versteckt.

Fotos: Bundespolizei

Quelle: Tag24

Dez 05

Flugzeug-Piloten weigern sich, Flüchtlinge mitzunehmen

Eine Sammelabschiebung von Flüchtlingen. Werden sie aber einzeln in normalen Flügen abgeschoben, weigern sich die Piloten oft, sie mitzunehmen.

Düsseldorf – Es wird immer wieder davon gesprochen, dass mehr abgelehnte Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben werden müssen.

Doch es hapert oft schon bei den angesetzten Abschiebungen. Denn in vielen Fällen weigern sich die Piloten der Maschinen, in denen die Flüchtlinge an Bord sind, überhaupt abzuheben.

Wie de Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) unter Berufung auf eine Linken-Anfrage an die Bundesregierung berichteten, wurden allein 2017 bisher 222 Abschiebungen von den Piloten gestoppt.

Denn die Abzuschiebenden werden wie normale Passagiere behandelt. Sie werden von der Polizei in den Flieger gebracht. Danach verlassen die Polizisten das Flugzeug wieder in die Crew nimmt Kontakt zu den Personen auf. Laut Lufthansa gäbe es in der Regel keine Probleme: . „Sie haben ein gültiges Ticket und werden natürlich wie normale Fluggäste behandelt. Die Bundespolizei verlässt vor dem Abflug das Flugzeug, sie begleitet die Abzuschiebenden nicht während des Fluges“, wird ein Sprecher von der WAZ zitiert.

Wenn die Piloten allerdings das Gefühl haben, der Abzuschiebende könnte einen Gefahr für die Flugsicherung werden, dann müssen sie es ablehnen, diese Person mitzunehmen. „Wenn er den Eindruck hat, dass die Flugsicherheit beeinträchtigt werden könnte, muss er den Transport eines Passagiers ablehnen“, so der Lufthansa-Sprecher.

Fotos: DPA

Quelle: Tag24

Dez 04

Nach sexueller Belästigung einer 17-Jährigen: Polizei sucht diese Männer

Diese drei Täter haben die 17-Jährige an der Konstablerwache bedrängt.

Frankfurt – Nachdem eine 17-Jährige während eines Events in der Frankfurter Innenstadt belästigt wurde, fahndet die Polizei nach drei Männern.

Der Vorfall geschah bereits am 16.07.2017.!!! Gegen 22.00 Uhr, während eines Konzerts auf dem Plateau der Konstablerwache, hatten die Unbekannten das Mädchen bedrängt und unsittlich berührt.

Da bis zum heutigen Tag die Täter noch nicht gefasst werden konnten, bittet die Frankfurter Polizei nun die Bevölkerung um Mithilfe.

Wer kennt die drei Männer und kann bei den Ermittlungen helfen?

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 069-75553111 entgegen.

Quelle: Tag24

Dez 04

Reporter decken sexuellen Missbrauch von Kindern in Moscheen auf

Eine gute besuchte Predigt in einer Berliner Moschee.

Berlin – In deutschen Moscheen herrschen unschöne Zustände. Das enthüllt eine Mdr-Dokumentation. Reporter der Sendung „Exakt“ decken sexuellen Missbrauch in islamischen Gotteshäusern auf und haben mit Betroffenen direkt gesprochen.

Zu Beginn des Beitrags berichtet ein Sechsjähriger über seine Erlebnisse. Als er mit Verletzungen nach Hause kehrte, wurde seine Mutter misstrauisch. „Der Koranlehrer hat mich auf die Toilette mitgenommen, weil er dort Kekse und Saft versteckt hatte“, berichtet das Kind, das anonym bleiben möchte, über den Ablauf des Unterrichts.

Dort wurde der Junge den eigenen Schilderungen zufolge ausgezogen. Der Mund wurde ihm zu gehalten und der Lehrer nahm schließlich eine Toilettenbürste in die Hand. Beim anschließenden Arztbesuch lautete „versuchte Vergewaltigung“ die schreckliche Diagnose.

Noch trauriger macht die Geschichte, dass das Kind den Pädagogen eigentlich als seinen Lieblingslehrer bezeichnete. Ein muslimischer Mediziner verdeutlicht, dass es sich hier nicht um einen Einzelfall handelt. Es sei häufiger vorgekommen, dass Patienten ihm Geschichten über sexuellen Missbrauch anvertrauen, sich aber nicht wagen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen und deshalb lieber schweigen.

Über die sexuellen Übergriffe in Moscheen und anderen Gotteshäusern wird der Mantel des Schweigens gelegt

Betende Gläubige in einer Moschee.
Betende Gläubige in einer Moschee.

Dieses Verhalten hätte er sowohl bei deutschen Moschee-Besuchern als auch bei Flüchtlingen beobachtet, die ganz ähnliche Begebenheiten aus ihren Heimatländern Preis gaben.

Ein solches Schicksal musste auch ein Mann aus Leipzig erleiden. Er besuchte die Koranschule seit er fünf Jahre alt war und wurde dort mehrfach missbraucht. Die sexuellen Übergriffe fanden auf der Toilette statt, wo er beobachten konnten, dass auch andere Kinder Opfer von Vergewaltigung wurden.

Dass über diese Vorfälle der Mantel des Schweigens gelegt werde, überrascht Johannes-Wilhelm Rörig, den Unabängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs nicht. Er begründet dies damit, dass Kirchen-Skandale auch im christlichen Kontext lange Zeit verschwiegen worden wären.

„Noch kein Psalm, keine Sure hat jemals ein Kind wirksam vor sexueller Gewalt geschützt“, so Rörig, der angeregt hat, dass die Kirchen, ganz gleich welcher Religion sexuellem Missbrauch vorbeugen und mit anderen Institutionen kooperieren.

Dass es wichtig ist, dass auf das Thema aufmerksam gemacht wird, zeigen die Folgen, mit denen der eingangs der Dokumentation zitierte Sechsjährige nach wie vor zu kämpfen hat. So hätte er schreckliche Angst, wenn er ausgezogen werde, könne nicht mehr allein die Toilette aufsuchen und würde manchmal im Schlaf sogar füchterlich schreien, berichtet seine Mutter.

Fotos: dpa (Symbolbild), DPA

 

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