Jul 16

Tritt in den Unterleib: Junge Göttingerin wehrt Sextäter auf Friedhof ab

Der Tatort: Der Bartholomäusfriedhof in Göttingen zwischen Weenderstraße und Maschmühlenweg.
© Herwig

Göttingen. Eine 24-Jährige hat sich am Dienstag mit einem Tritt in den Unterleib gegen den sexuellen Übergriff eines Unbekannten auf dem Bartholomäusfriedhof in Göttingen gewehrt.

Der Vorfall sei bisher unter anderem aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten worden, teilte die Polizei am Freitag auf HNA-Anfrage mit.

Die junge Frau war am Dienstag gegen 15.30 Uhr auf dem Hauptdurchgangsweg des Friedhofs zwischen Weender Landstraße und Maschmühlenweg unterwegs. Der Täter habe sie dort zunächst angesprochen, bedrängt und schließlich unsittlich berührt, schilderte die 24-Jährige die Situation der Polizei.

Tritt in Unterleib

Sie habe sich in einem günstigen Moment mit einem Tritt in die Genitalien des Mannes befreien können. Der abgewehrte Täter flüchtete, die Göttingerin rief die Polizei.

Die Frau sei körperlich unverletzt geblieben, habe aber bei der Befragung durch die Beamten noch sichtbar unter dem Eindruck der Ereignisse gestanden, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.

Die 24-Jährige beschreibt den Täter als etwa 1,80 Meter groß und in seinen Dreißigern. Er habe einen dunklen Teint und kurze, dunkle Haare. Zur Tatzeit trug er ein blaues T-Shirt, eine weiße Hose und auffällige, orangefarbene Turnschuhe.

Kontakt: Die Polizei ermittelt wegen sexueller Nötigung und bittet Zeugen um Hinweise unter Tel. 05 51/4 91 21 15

Quelle: HNA

Jul 16

Bamberger Aufnahmeeinrichtung: Platz für 3400 Flüchtlinge

dpa/Nicolas Armer Das Aufnahme- und Rückführungseinrichtung für Asylsuchende in Bamberg.

Wo einst US-Soldaten und ihre Familien in Bamberg wohnten, leben schon seit zwei Jahren Flüchtlinge. Bald könnten es bis zu 3400 sein – diese Dimension überfordere die Stadt, beklagt sich Oberbürgermeister Starke.

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Bamberg ist deutlich mehr Platz geschaffen worden – die Kapazität steigt von 1450 auf 3400 Plätze. In den vergangenen Monaten richtete die Regierung von Oberfranken neue Räumlichkeiten ein, um bei Bedarf deutlich mehr Flüchtlinge als bisher mit Essen, Medikamenten und Hygieneartikeln versorgen zu können. Die Unterkunftsgebäude selbst waren schon weitgehend vorhanden, denn die Aufnahmeeinrichtung befindet sich in einer ehemaligen US-Kaserne.

Die Erweiterung auf 3400 Plätze stieß in der Stadt Bamberg auf Kritik: „Das überfordert eine Stadt in einer Größenordnung von 73 000 Einwohnern“, sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). „Wir vermissen bei der Staatsregierung das vernünftige Augenmaß.“ Der Stadtrat habe sich für eine maximale Belegung mit 1500 Flüchtlinge ausgesprochen und werde weiterhin dafür kämpfen.

2015 zogen die ersten Flüchtlinge auf das ehemalige Kasernen-Areal – es war ursprünglich als Unterkunft für Menschen eingerichtet worden, deren Asylantrag sowieso kaum Chancen auf Erfolg hatte. Im September 2016 wurde auf dem früheren Militärgelände aber auch eine reguläre Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge untergebracht. Nach Angaben der Bezirksregierung fungiert die Bamberger Unterkunft somit als erste Anlaufstelle für Asylsuchende in Oberfranken.

Das für die Flüchtlingsunterbringung verantwortliche Sozialministerium wies die Kritik aus Bamberg am Ausbau zurück. 2015 seien sogar 4500 Plätze vereinbart worden. Der Stadt Bamberg seien im Gegenzug viele Zugeständnisse gemacht worden, wie beispielsweise der rasche Erwerb anderer Flächen auf dem früheren Militärgelände. „Im letzten Jahr haben wir die geplante Kapazität von 4500 Plätzen bereits auf 3400 Plätze reduziert“, sagte eine Sprecherin. Der aktuelle Bedarf und aktuelle Kapazitäten würden laufend überprüft.

Derzeit leben knapp 1200 Asylbewerber in Bamberg. Der Ausbau auf 3400 Plätze bedeute nicht, dass mit einem Schlag plötzlich so viele Menschen dort untergebracht würden, betonte ein Regierungssprecher. Aber: „Wir wappnen uns mit Augenmaß für alle Eventualitäten.“ Die Logistik in der Aufnahmeeinrichtung sei nun so ausgelegt, dass 3400 Menschen versorgt werden könnten. Zudem liege der Regierung viel an Transparenz: Man stehe im Austausch mit der Kommune und auch der Polizei. „Hier findet nichts hinter verschlossenen Türen statt.“

Quelle: Focus

Jul 16

Unterstützung für homosexuelle Flüchtlinge in Großstädten

Symbolbild

Die Stadt Hannover hat im vergangenen Jahr die erste Wohngemeinschaft für schwule Flüchtlinge eingerichtet – die neun Plätze sind mittlerweile voll ausgelastet.

In Niedersachsen nahm vor einem Jahr auch eine Vernetzungsstelle für die Belange von homosexuellen Flüchtlingen ihre Arbeit auf, der türkischstämmige Soziologe Kadir Özdemir sensibilisiert seitdem Asyl-Entscheider und Unterkünfte für die Belange der Menschen, außerdem werden Betroffene und Organisationen vernetzt. Der Soziologe schätzt, dass mehr als zehn Prozent der Geflüchteten homosexuell sind. Für viele sei die sexuelle Orientierung ihr Fluchtgrund gewesen. Im vergangenen halben Jahr sei zu beobachten gewesen, dass immer mehr dieser Asylanträge abgelehnt worden seien.

Die größte Baustelle sei der Wunsch der Menschen, einen anderen Wohnort zu bekommen, erzählt Özdemir. „Die meisten Geflüchteten wollen in größere Städte. Bei Homosexuellen ist dieses Bedürfnis noch dringender.“ Niedersachsen habe mit der Vernetzungsstelle eine Vorreiterrolle, sagte René Mertens vom Lesben- und Schwulenverband. Lediglich in Sachsen gebe es eine ähnliche Koordinierungsstelle.

Quelle: Focus

Jul 16

Polizeipräsidium Mannheim: Joggerin sexuell belästigt – Zeugen gesucht

dpa/Patrick Seeger Ein Polizist weist Haltekelle zum Anfahren einer Polizeikontrollstelle an.

Wegen des Verdachts, bereits am Montagabend (10.07.) ein Sexualdelikt begangen zu haben, ermittelt das Dezernat Sexualdeliktes der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg gegen einen bislang unbekannten Mann.

Eine 27-jährige Frau joggte gegen 23.30 Uhr auf dem Radweg in der Speyerer Straße von Kirchheim in Richtung Heidelberg. An der Bushaltestelle Speyerer Straße/Diebsweg wurde sie von einem unbekannten Mann in französischer Sprache angesprochen und schließlich mehrfach begrapscht.

Die Frau konnte den Aufdringling wegstoßen und auf ein nahegelegenes Tankstellengelände flüchten. Sie verständigte schließlich von zuhause aus die Polizei. Eine Fahndung nach dem Unbekannten verlief ohne Ergebnis.

Er wird wie folgt beschrieben: ca. 20-25 Jahre; ca. 170-172 cm; schmächtige Figur; dunkle, gebräunte Haut; schwarze, große Lippen; ovales Gesicht mit spitzem Kinn. Er war bekleidet mit einem weißen T-Shirt und einer locker sitzenden Stoffhose.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst, Tel.: 06217174-5555 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Focus

Jul 16

Schul Erfolg: Zwei Flüchtlinge meistern Hauptschulabschluss an der VHS


Freuen sich über ihren Hauptschulabschluss: Ronahy Sano und Jihad Haji. Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Ronahy Sano und Jihad Haji flohen vor drei Jahren aus Syrien. Nun sind sie die ersten Flüchtlinge, die in Gladbeck den Abschluss gemacht haben.

Die beiden jungen Leute können stolz auf sich sein: Ronahy Sano und Jihad Haji haben als erste Flüchtlinge aus Syrien bei der VHS ihren Hauptschulabschluss nach Klasse 10 geschafft.

Die 22-jährige Ronahy und der 29 Jahre alte Jihad sind 2014 vor dem Krieg aus ihrer Heimat geflohen. Fachbereichsleiterin Martina Galla überreichte ihnen und den anderen erfolgreichen Kurs-Absolventen jetzt die Zeugnisse.

Ein „Befriedigend“ in Deutsch, ansonsten Zweien

Die besten Zensuren aller Teilnehmer stehen auf Ronahy Sanos Zeugnis: ein „Befriedigend“ in Deutsch, ansonsten ausnahmslos Zweien. Es ist ihr erster Schulabschluss überhaupt. In ihrer Heimat war die Schulzeit wegen der Kriegswirren nach ein paar Jahren beendet.

Als die Lage immer unerträglicher wurde, flüchtete die junge Frau mit ihrem Mann Dyar nach Deutschland, ließ Eltern, Geschwister und Freunde zurück, um in Frieden und Sicherheit leben zu können. Über Dortmund und Hamburg kam das Paar – inzwischen mit Söhnchen Alex – nach Gladbeck, fand nach einem kurzen Aufenthalt in einem Übergangsheim eine Wohnung.

Ronahy fiel schon im Sprachkurs durch besonders gute Leistungen auf. Fachbereichsleiterin Karin Hornig-Bilo empfahl ihr, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Ein Jahr ging die junge Frau 35 Stunden pro Woche zur „Schule“, büffelte zu Hause Deutsch, Mathe, Englisch, Geschichte, Biologie und Informatik – und freut sich jetzt riesig, dass sie es geschafft hat. Beim Hauptschulabschluss will sie es allerdings nicht bewenden lassen. Jetzt folgt der Kurs zur Erlangung des mittleren Schulabschlusses, der ihr sogar den Weg zum Abitur ebnet. „Es wäre toll, wenn ich es so weit schaffen würde“, sagt die junge Frau. „Ich habe da so ein paar Träume . . .“ Reden will sie darüber noch nicht. „Erst mal den nächsten Abschluss schaffen!“

Jihad hat in Syrien schon bei einem Friseur gearbeitet

Jihad Haji hat sehr konkrete Pläne. Er möchte Friseur werden, hat schon etliche Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz abgeschickt – bisher vergeblich. Dabei bringt der junge Mann, der in seiner Heimat die Schule schon nach sechs Jahren verlassen musste, sogar schon ein paar Vorkenntnisse mit: „Ich habe in Syrien nicht nur im kleinen Geschäft meines Vaters mitgearbeitet, sondern auch sechs Monate bei einem Friseur. Das hat mir Spaß gemacht.“

Und er sei ausgesprochen gewissenhaft, attestiert ihm Sozialpädagogin Patrizia Breitfeld von der Arbeitsförderungsgesellschft rebeq. Sie hat sich in dem VHS-Kurs zur Erlangung des Hauptschulabschlusses besonders intensiv um die beiden Syrer gekümmert, denn deren Lernpensum war noch größer als das der Anderen. Schließlich hatten sie erst im Sprachkurs ersten Kontakt zu den lateinischen Schriftzeichen.

„Beide waren immer ales erste da“

Jihad hat keinen Tag gefehlt und ist nie zu spät gekommen“, lobt sie den Einsatz des Syrers. Und: „Beide waren immer als erste da und sind auch nach dem Unterricht länger geblieben, um zu lernen.“

Beste Voraussetzungen also, dass die Wünsche der jungen Syrer in ihrer neuen Heimat in Erfüllung gehen.

Quelle: WAZ

Hinweis der Pressespiegel Redaktion:

Den Autoren der WAZ scheint zu entgehen, dass der angebliche „Musterschüler“ Jihad, also heiliger Krieg heisst. Irrsinniger kann eine Integration kaum dargestellt werden. Soll der Leser hier also stolz sein, dass ein Schüler namens „Heiliger Krieg“ den niedrigsten Schulabschluss erreicht hat, den es in Deutschland überhaupt gibt?

Bravo. Wir empfehlen:

 

Jul 16

Jeder Flüchtling sollte vom deutschen Staat ein Smartphone bekommen

Migrants charge and use their smartphones in a temporary refugee shelter inside a hall of Berlin’s fairground ‚Messe Berlin‘, Germany, December 8, 2015. REUTERS/Fabrizio Bensch

Smartphones bieten uns Flüchtlingen viele Möglichkeiten. Mit Maps finden wir unseren Weg schneller, zum Beispiel zum Jobcenter, zu Ärzten oder zum Supermarkt. Über WhatsApp oder Facebook können wir Kontakt mit Freunden und Familie halten. Sogar Videoanrufe tätigen.

Mit einem Smartphone ist es ist viel leichter, ein Netzwerk aufzubauen. Das ist für eine erfolgreiche Integration extrem wichtig.

Die Google Übersetzer App ermöglicht das Übersetzen von Briefen, Schildern, Büchern und Hausaufgaben. Das erleichtert unseren Alltag immens.

Smartphones bieten uns Flüchtlingen viele Möglichkeiten. Mit Maps finden wir unseren Weg schneller, zum Beispiel zum Jobcenter, zu Ärzten oder zum Supermarkt. Über WhatsApp oder Facebook können wir Kontakt mit Freunden und Familie halten. Sogar Videoanrufe tätigen.

Mit einem Smartphone ist es ist viel leichter, ein Netzwerk aufzubauen. Das ist für eine erfolgreiche Integration extrem wichtig.

Die Google Übersetzer App ermöglicht das Übersetzen von Briefen, Schildern, Büchern und Hausaufgaben. Das erleichtert unseren Alltag immens.

Neu ankommenden Migranten erleichtert ein Smartphone die Integration in Deutschland. Die Handys werden zu wegweisenden kleinen Robotern, die ihnen in alltäglichen Situationen helfen.

Jeder Flüchtling sollte vom deutschen Staat ein Smartphone bekommen

Fast jeder in Deutschland besitzt ein Smartphone. Ich finde, dass Flüchtlinge vom deutschen Staat ein Smartphone bekommen sollten. Es ist unfair, dass sich viele Migranten keines leisten können. Wobei es für die Integration so wichtig wäre.

Viele andere Flüchtlinge haben mich darum gebeten, einen Beitrag darüber zu veröffentlichen. Wie ein Leser damals sagte: „Der Berliner Flughafen macht Deutschland ärmer“. Da hat er recht. Das Geld sollte man lieber Flüchtlingen spenden und ihnen damit helfen, hier ihr Leben zu starten.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Hier ist keiner arm. Jeder Flüchtling hat das Recht auf ein Smartphone.

Quelle: Huffington Post

Autor auf Facebook

 

Jeder Deutsche sollte Flüchtlingen Geld spenden

Jul 16

Frau attackiert | Wien: Streit um Hunde endete im Spital

Ingrid T. hat eine lange Genesungszeit vor sich. Foto: Privat, Zwefo

Zu einem schockierenden Übergriff ist es am helllichten Tag in Wien gekommen: Ingrid T. (54) liegt nach einer brutalen Attacke im Spital. Motiv: ihre beiden Hunde! „Die Tiere sind unrein“, so die Begründung der Angreiferin, einer somalischen Asylberechtigten.

Sie hatte beim Gartentor mit Nachbarn getratscht der taube, fast blinde, nur dreibeinige Collie- Mischling „Panda“ saß friedlich dabei, der zehn Monate alte „Poco“ marschierte auf der Gasse Richtung Ingrid T.s Elternhaus. „Da hab ich eine hübsche Frau mit Schleier heranspazieren gesehen. Ich wusste, dass einige Menschen aus diesen Ländern keine Hunde mögen, also bin ich zu ‚Poco‘ gegangen und wollte ihn zurückholen“, erzählt Ingrid T. am Spitalsbett.

„Sie hat mich umschlungen, gedreht und gekratzt“

Dann hätten sich die Ereignisse überschlagen, wie die Wienerin erzählt: Die Somalierin (18 Jahre alt, offizieller Aufenthaltstitel in Österreich) habe sie attackiert. „Sie hat mich umschlungen, gedreht, gekratzt “ bis beide zu Boden gegangen seien. Erst drei Männer hätten die Frau von der 54- Jährigen zerren können. „Ich habe meine Beine nicht mehr gespürt“, erinnert sich Ingrid T.

Ingrid T. musste zweimal am Knie operiert werden.
Foto: Zwefo

„Wir wollen keine Hunde, die sind schmutzig“

Zweimal wurde sie daraufhin im Wilhelminenspital operiert das Knie ist zertrümmert, „Fremdkörper- Implantate“ wurden eingesetzt. Warum das alles? Weil es hier um die Kultur gehe, soll der somalische Ehemann im Spital gesagt haben, als er Ingrid T. zur Rede stellen wollte: „Wir wollen keine Hunde, die sind schmutzig!“

Ingrid T. hat eine lange Genesungszeit vor sich. Wer das alles bezahlen wird? Ihr Anwalt Manfred Ainedter weiß es nicht. Haftpflicht der Somalierin gibt es offenbar keine: „Das wird wohl ein Präzedenzfall.“

Quelle: Krone

Jul 15

Tourismus: Merkel empfiehlt mehr Reisen in arabische Länder

Angela Merkel auf dem Tourismusgipfel

Tourismus kann für viele Länder eine Chance sein, meint Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie motiviert Urlauber, auch in die arabische Welt sowie in Entwicklungs- und Schwellenländer zu reisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfahl anlässlich des Tourismusgipfels zu mehr Reisen in die arabische Welt sowie in Entwicklungs- und Schwellenländer. „Die Zunahme von Tourismus birgt eine Vielzahl von Chancen“, sagte Merkel, dies müsse aber nachhaltig geschehen.

„Es ist wichtig, auch im Tourismusbereich noch mehr auf lokale Kultur und lokale Produkte und Dienstleistungen zu setzen, um daraus wirklich echte Entwicklungschancen zu machen“, sagte Merkel auf dem Treffen des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin.

In ihrem im Vorfeld veröffentlichten Video-Podcast motivierte sie Urlauber, sich bei Aufenthalten in der Region näher mit der Geschichte und Entwicklung der Länder zu befassen. Man erfahre so mehr über die Zusammenhänge zwischen den arabischen Staaten und Europa – während man zugleich den wirtschaftlich wichtigen Fremdenverkehr im Nahen Osten fördere.

Zu Sorgen um Terroranschläge meinte die CDU-Chefin, die deutschen Botschaften beobachteten die Lage sehr genau. Urlauber sollten vor ihrer Reise aber die Hinweise des Auswärtigen Amtes sehr gut lesen.

Der Generalsekretär der Uno-Welttourismusorganisation, Taleb Rifai, zeigte sich „sehr beeindruckt“ von Merkels Aufruf zu Reisen in die arabische Welt. Die Antwort auf den Terror müsse Einheit sein, nicht Isolation. „Wir sollten unsere Welt weiter öffnen.“

Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive bieten

Deutschland muss nach Merkels Ansicht seine Ausgaben für Entwicklungshilfe erhöhen und neue Wege der Unterstützung prüfen. „Es ist wichtig, den afrikanischen Ländern Perspektiven zu geben“, sagte sie auf dem Tourismusgipfel in Berlin. Auch um große Flüchtlingsströme zu vermeiden, sei es wichtig, den Ländern unter die Arme zu greifen.

„Wir werden mehr für Entwicklungshilfe ausgeben“, sagte Merkel. „Aber wir müssen auch die Mechanismen durchdenken, mit denen wir Erfolge erzielen.“ Entwicklungshilfe sei viel zu lange als staatliche und karitative Angelegenheit angesehen worden. Gerade die Tourismusbranche zeige aber, dass es wichtig sei, den Menschen in ihrer Heimat eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten.

Die Kanzlerin hatte bereits im Juni darauf verwiesen, dass Afrika mit seinen 1,2 Milliarden Menschen das „zentrale Problem“ bei Migrationsfragen sei. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Niger, durch das zurzeit 90 Prozent der afrikanischen Flüchtlingen in die EU kämen, liege bei 15,2 Jahren. Alle 20 Jahre verdoppele sich dort die Bevölkerung.

Quelle: Spiegel

Jul 15

Mittelmeer: „Identitäre Bewegung“ will Migranten stoppen

Flüchtlinge warten in einem überfüllten Schlauchboot vor der libyschen Küste auf ihre Rettung aus dem Mittelmeer.(AFP/Abdullah ELGAMOUDI)

Die vom Verfassungsschutz beobachtete „Identitäre Bewegung“ will im Mittelmeer Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa stoppen.

Eine Gruppe, die sich „Defend Europe“ nennt, hat nach eigenen Angaben mithilfe von Spendengeldern ein Schiff gechartert. Es befinde sich derzeit auf dem Weg nach Sizilien und solle einige Wochen lang in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste unterwegs sein.

Ziel sei es, mit der dortigen Küstenwache zu kooperieren, um Migranten wieder zurück nach Libyen zu bringen.

Die „Identitäre Bewegung“ wird wegen völkischer Ideologie vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet. Zu „Defend Europe“ gehören Aktivisten vor allem aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien.

Quelle: DLF

 

Jul 15

Kaum Interesse: Keine Deutschkurse mehr für Flüchtlinge

Obwohl hier, in der Gemeinschaftsunterkunft an der Tachinger Straße, der größte Teil der Traunreuter Asylbewerber lebt, ist die Nachfrage nach Sprachkursen inzwischen zu gering.
© xe

Traunreut – Knapp 200 Flüchtlinge leben in der Traunreuter Gemeinschaftsunterkunft – doch der Erhalt des dortigen Deutschkurses geht sich nicht mehr aus. Der Grund: Die Nachfrage ist zu gering.

Die Deutschkurse in der Gemeinschaftsunterkunft an der Tachinger Straße in Traunreut werden vorerst eingestellt, das berichtet das Traunsteiner Tagblatt in seiner Mittwochsausgabe. Fakt ist, dass die Nachfrage inzwischen zu gering ist. Im Frühjahr habe es noch rund 15 bis 20 Lernwillige gegeben, zuletzt seien es gerade mal zwei oder drei gewesen, so der Sprecher der Deutschlehrer Wolfgang Hägele gegenüber der Zeitung: „Für die wenigen können wir uns nicht hinstellen.“

Bei den Hintergründen kann Hägele nur rätseln: Früher fanden die Kurse im Mehrgenerationenhaus statt, wurden dort dann abrupt beendet und in die Gemeinschaftsunterkunft verlegt. Womöglich wussten das einige der Flüchtlinge nicht. Auch der Ramadan oder geringe Bleibeperspektiven haben vielleicht ihren Teil zur geringen Motivation beigetragen, so das Traunsteiner Tagblatt.

In der Gemeinschaftsunterkunft leben knapp 200 Flüchtlinge, in der ganzen Stadt insgesamt 270. Damit ist Traunreut die Stadt mit den meisten Asylbewerbern im Landkreis Traunstein. Sprachkurse beim Verein „Integrative Sozialpädagogische Gruppenarbeit“ in Traunreut werden von den Flüchtlingen dagegen weiterhin angenommen.

Quelle: Chiemgau24

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