Es erscheint bizarr, ist aber trotzdem Realität: Die derzeitigen Einreiseverbote an Deutschlands Grenzen aufgrund der Coronakrise gelten nicht für Asylbewerber. Das erfuhr die JUNGE FREIHEIT aus dem Bundesinnenministerium. Seit Anfang der Woche kontrolliert Deutschland seine Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Luxemburg. Ohne triftigen Grund darf kein Ausländer mehr einreisen. Ausnahmen gibt es für Warenverkehr …
In Deutschland fehlen Millionen Schutz-Masken, Ärzte behandeln Corona- Patienten gänzlich ohne Mundschutz. Der Gesundheitsminister verschenkt die fehlenden Masken aber an Italien. Auffällig: Ganz normale italienische Bürger verfügen über solche Masken. Keine Frage, die Seuche grassiert in Italien am stärksten, Hilfe ist angesagt und angebracht. Die Frage ist nur, wer die Hilfe leisten kann und woher …
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schlägt den Einsatz von Asylbewerbern auf deutschen Feldern vor. Sie sollen den Wegfall von Saisonarbeitskräften abfedern. Sie fordert, ihnen die Arbeitsaufnahme zu erlauben. Um den akuten Mangel an osteuropäischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft abzumildern, schlägt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) den Einsatz von Asylbewerbern vor. „Eine weitere Option zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe könnte […]
Lebenslange Haft: Ali K. (44) ist der Mörder von Georgine Krüger (14). Die Schülerin verschwand 2006 spurlos. Jetzt verurteilte das Landgericht nach 46 Prozesstagen ihren Nachbarn aus der Stendaler Straße in Moabit. Richter Michael Mattern: „Er hat Georgine vergewaltigt und sie erwürgt, um das zu verdecken.“ Ali K. zeigte keine Regung, kein Gefühl. Er schwieg in …
Der Tatort der blutigen Axtattacke in Schwabing: Die Kreuzung der Gernotstraße an der Ecke Burgunderstraße. Foto: Daniel von Loeper Am Sonntag hat ein Fußgänger einen Autofahrer mit einem Beil schwer verletzt. Zwei Tage später konnte die Polizei den Verdächtigen finden und festnehmen. Schwabing – Was für ein Horror. Ein Fußgänger läuft einem Autofahrer an einer Kreuzung …
Wieder eine unglaublich dreiste Ekeltat eines afrikanischen Armutsflüchtlings ereignete sich am FKK Badestrand eines Sees bei Esslingen
Nach Zeugen und Hinweisen zu einem Vorfall, der sich bereits am Dienstagabend am Aileswasensee ereignet hat, aber erst am Donnerstag angezeigt wurde, sucht das Polizeirevier Nürtingen. Eine 47-jährige Frau hielt sich zwischen 18.30 Uhr und 20.40 Uhr im FKK-Bereich des Aileswasensees auf. Während dieser Zeit musste sie mehrfach einen Unbekannten Schwarzafrikaner abweisen, der sie ständig belästigte und zu sexuellen Handlungen aufforderte.
Er forderte die Frau unablässig zum Geschlechtsverkehr auf, sie musste ihn zahlreich abwimmeln, der Armutsmigrant ließ aber nicht locker und verfolgte sie bis zum Auto
Als die Frau dann zu ihrem Wagen ging, folgte ihr der Mann, zog seine Hose herunter, setzte sich auf den Beifahrersitz und onanierte. Danach stieg er aus und ging weg. Wie sich herausstellte, war der Wirtschaftsmigrant bereits zuvor im Bereich der Männertoilette aufgefallen. Hier wusch er seine Badetasche aus, wobei er offensichtlich Kontakt zu anderen Badegästen suchte.
Der Afrikaner setzte sich nackt auf den Beifahrersitz und onanierte vor der armen Frau in deren Wagen, zuvor hatte er auf der Toilette zahlreiche Sexaufforderungen an Badegäste gestellt
Der Armutsmigrant wird als etwa 50 Jahre alt, 180 bis 185 cm groß und mit extrem gebräunter Haut beschrieben. Er hatte schwarze, kurze Haare und soll Akne-Narben auf den Wangen gehabt haben. Bekleidet war er mit Bluejeans und einem schwarzen T-Shirt. Er war mit einem silbernen Herrenrad unterwegs auf dessen Gepäckträger sich eine schwarze Tasche befand. Hinweise bitte an das Polizeirevier Nürtingen, Telefon 07022/9224-0.
Quelle: Truth24.net
Helfen
Ihnen hat unser Beitrag gefallen? Dann sagen sie unsere News weiter, auch über eine Unterstützung würden wir uns freuen.
Der Sänger bezieht in einem Interview erneut Stellung zu seinen Ansichten in Bezug auf Geschlechterrollen, Homosexualität und Gleichberechtigung.
Der Volksmusiker Andreas Gabalier (30) ist in der vergangenen Zeit öfter wegen seiner Aussagen zu Familie, Homosexualität und Geschlechterrollen in den Medien als mit neuen Liedern. Und mit jedem Versuch sich zu wehren, eckt er erneut an. In einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ erklärt er, dass er für Gleichberechtigung sei, relativiert seine Aussage kurz darauf: „Aber dass man in unserer genderverseuchten Zeit bald auf Ideen kommt, wie man im Privatleben vielleicht noch rechtlich festlegen könnte, dass der Mann einmal die Woche den Geschirrspüler ausräumt und die Wäsche aufhängt, das geht irgendwann zu weit.“
Kritik an seinen konservativen Vorstellungen vom Familienleben wies Gabalier zurück: „Gewisse Dinge von früher waren nicht immer nur schlecht.“ Er hoffe, „dass es noch ein Grundbedürfnis für Frauen ist, sich ein bissel um die kleinen Kinder zu kümmern, die ersten Schritte mit ihnen zu gehen, im ersten, auch zweiten Jahr, sofern es finanziell und familientechnisch möglich ist.“
Auf die Frage ob er etwas gegen Homosexuelle habe, antwortete er: „Überhaupt gar nicht. Ich kenne sogar drei schwule Pärchen, zwei beim Fernsehen, eins privat. Ich finde nur, dass man diese Sexualität nicht ganz so breit in der Öffentlichkeit austreten muss. Aus Respekt unseren kleinen Kindern gegenüber. Die sollten sich doch ihr eigenes Bild von Sexualität machen, wenn sie alt genug sind. Und nicht unbedingt auf dem Weg in den Kindergarten die Pudelnackerten auf den großen Plakatwänden sehen.“
Der Musiker steht zu seiner Meinung und sieht sich lieber mit Ecken und Kanten als, dass er mit „irgendwas mitschwimme, was gar nicht geht“
Auseinandersetzung zum Wochenendstart: Leopoldstraße in München
Drei Männer gehen Angestellte des Ordnungsamts massiv an. Ein Großaufgebot muss anrücken, um die Randalierer zu beruhigen. Mit einem Platzverweis werden sie entlassen. Doch die Nacht ist für die Beamten längst nicht vorbei.
Drei Männer haben bei einer Auseinandersetzung in München einem Medienbericht Dutzende Polizisten auf Trab gehalten. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, brauchte es 70 Polizisten, um die Randalierer unter Kontrolle zu bringen.
Laut Polizeimitteilung waren zwei Angestellte des Ordnungsamts am Freitagabend im Stadtteil Schwabing unterwegs, um gegen Falschparker vorzugehen. Plötzlich wurde aus einer nahe stehenden Gruppe von drei Personen ein Sektglas in ihre Richtung geworfen, das zwischen ihnen zu Bruch ging.
Als die beiden Frauen die drei Personen zur Rede stellen wollten, wurden sie dem Bericht nach massiv von den Personen angegangen. Die Angestellten riefen die Polizei.
Bei der anschließenden Personenkontrolle zeigten sie sich weiter gewaltbereit und verweigerten die Angabe ihrer Personalien. Daraufhin wurden Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos hinzugerufen.
Täter kehrt zurück
Durch das massive Aufgebot konnten die Personalien schließlich aufgenommen werden. Laut Polizei handelte es sich bei den Tätern um einen 31-jährigen Deutschiraner aus München, sowie einen 27-jährigen und einen 32-jährigen türkischen Staatsangehörigen aus Krailing.
Der 27-Jährige und der 32-Jährige wurden daraufhin mit einem Platzverweis entlassen. Der 31-Jährige musste mit auf die Wache kommen, da er bei einer Alkoholkontrolle 1,0 Promille aufwies. Zudem hatte er während der Personenkontrolle massiven Widerstand geleistet und einen Polizisten zur Seite gestoßen. Weil er sich auf der Wache beruhigt hatte, wurde er schließlich entlassen.
Kurz nach ein Uhr nachts ging bei der Polizei erneut ein Anruf ein. Es war der Inhaber der Bar. Er erzählte, dass die drei Männer zusammen mit anderen Personen wieder vor seinem Lokal stünden und sich aggressiv verhalten würden. Die Stimmung sei sehr aufgeheizt gewesen, hieß es in dem Polizeibericht weiter.
Wieder rückten etliche Streifenwagen sowie Beamte des Unterstützungskommandos an und umstellten die Gruppe. Zeugenaussagen zufolge soll er den Barbesitzer geschlagen und beleidigt haben. Diesmal wurde der 31-Jährige festgenommen und in Gewahrsam gebracht. Er verbrachte die Nacht in der Zelle.
Sonntag früh wurde an der Südseite der Alten Brücke bei einer schweren Gewaltattacke unter anderem ein 19-Jähriger schwer verletzt. Der Mob, bestehend aus 3 Osteuropäern ist flüchtig | Presse berichtet nicht
Etwa gegen 4.00 Uhr morgens kam es im Bereich des Abgangs zum Tiefkai an der Südseite der Alten Brücke zu einem Gewaltexzess zwischen einer zwei- und dreiköpfigen Gruppe. Begonnen haben soll es mit einem verbalen Streit, der plötzlich und aus unbekannter Ursache eskalierte. Einer der dreiköpfigen Gruppe griff einen der beiden 19-Jährigen vermutlich mit einer abgeschlagenen Glasflasche an und soll das Opfer mehrfach geschlagen und getreten haben. Dadurch erlitt der 19-Jährige mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Halses, nur wenige Millimeter von der Halsschlagader entfernt. Auch sein Begleiter wurde tätlich angegangen und am Kopf verletzt.
Mit abgebrochener Bierflasche Hals und Kopf zerstochen und fast Halsschlagader durchtrennt – Ermittlungen wegen versuchtem Tötungsdelikt
Die beiden 19-Jährigen konnten jeweils nach einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden.
Die Täter wurden wie folgt beschrieben:
1. Täter: Der Haupttäter soll männlich, etwa 170 cm groß und circa 30 Jahre alt sein. Er soll eine Glatze haben. Vermutlich ist er polnischer bzw. osteuropäischer Herkunft. Bekleidet sei er mit einer schwarzen Jacke und dunkler Jeans gewesen. Es ist nicht auszuschließen, dass er sich im Verlauf der Auseinandersetzung selbst eine Verletzung hinzugezogen hat.
2. Täter: Der zweite Täter soll männlich und vermutlich ebenfalls polnischer bzw. osteuropäischer Herkunft sein. Bekleidet sei er mit einem weißem T-Shirt bzw. Longsleeve gewesen.
3. Täter: Bei dem dritten Täter soll es sich ebenfalls um einen Mann polnischer bzw. osteuropäischer Herkunft handeln.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes und ist auf der Suche nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 069/755-53111 von dem Kriminaldauerdienst entgegen genommen.
Quelle: Truth24.net
Helfen
Ihnen hat unser Beitrag gefallen? Dann sagen sie unsere News weiter, auch über eine Unterstützung würden wir uns freuen.
Bei geöffnetem Fenster ist für Susanne Schreier keine Nachtruhe möglich. Im Gefängnis gegenüber wird gebrüllt, dass man an eine Revolte glaubt.
Gebrüll, Gepolter und Gitterrasseln: Wenn es Abend wird am Leipziger Gefängnis, machen einige der Insassen einen Höllenlärm. Die Anwohner rund um die Haftanstalt finden dann bis spät in die Nacht keine Ruhe, denn der ohrenbetäubende Krach geht nicht selten bis drei Uhr morgens.
Der Lärm terrorisiert die Nachbarn bereits seit Wochen. Und es gibt selten einen Tag, wo mal nach einer Stunde Schluss ist. Susanne Schreier wohnt etwa 100 Meter vom Hafthaus entfernt und ist mit den Nerven bald am Ende: „Es wird durch die Gitter gebrüllt und unablässig mit Gegenständen dagegen geschlagen.
An der Mauer stehen in der Nacht Besucher und brüllen zu den Gefangenen nach oben. Dauerhaftes Gegröle und Geschrei, teilweise äußerst aggressiv.“ Den Inhalt versteht die Anwohnerin nicht – gebrüllt wird wohl meist auf Arabisch.
Verschiedene Male riefen die Nachbarn wegen der Lärmbelästigung die Polizei. Das haben sie inzwischen aufgegeben, weil es nichts gebracht hat. Susanne Schreier: „Und als ich kurz vor Mitternacht bei der JVA anrief, sagte man mir, es sei grad Ramadan.“ Doch auch nach dessen Ende ging es weiter.
JVA-Direktor Rolf Jacob gesteht zu, dass die Anstalt aufgrund der angespannten Personalsituation und den Sprachbarrieren vor großen Herausforderungen steht: „Zur Eindämmung des Problems suchen wir nach administrativen, personellen und baulichen Lösungen.“ Bislang aber wohl noch nicht so erfolgreich.
Das Hafthaus ist derzeit mit 395 Gefangenen voll belegt, der Anteil der ausländischen Insassen beträgt 34 Prozent.
Blutige Szenen haben sich am Samstag in einer Flüchtlingsunterkunft im oberösterreichischen Bezirk Freistadt abgespielt: Ein 37 Jahre alter Afghane ging mit einem Messer auf seine 29- jährige Ehefrau, mit der er vier Kinder hat, los und fügte ihr mehrere Schnittwunden am Kopf zu. Er hatte auch einen mit Benzin gefüllten Kanister bei sich und drohte, damit die gesamte Familie auszulöschen.
Gegen den Verdächtigen hatte bereits ein aufrechtes Betretungsverbot bestanden, was ihn jedoch nicht davon abhielt, am späten Samstagabend gegen 23.30 Uhr in die Unterkunft einzudringen. Sofort ging er mit dem Messer auf seine Frau los und verletzte sie schwer.
Als er dann mit dem Benzinkanister drohte, konnte die 29- Jährige ihren Mann von seinem Vorhaben abbringen. Von den eintreffenden Polizisten ließ sich der Verdächtige widerstandslos festnehmen, er wurde in die Justizanstalt Linz überstellt. Seine schwer verletzte Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Foto: /Kreid, Frauen berichten über sexuelle Belästigungen auf der Donauinsel
Polizei reagiert auf Vorfälle und will kommende Woche die Überwachung intensivieren.
Vergangenes Wochenende hat eine versuchte Vergewaltigung das Donauinselfest überschattet. Auch abseits davon beklagen sich Frauen über Unwohlsein an gewissen Stellen der Donauinsel. Maja (Name geändert) hat schon öfters unangenehme Erfahrungen gemacht: „Ich liege gerne in den kleinen Buchten gegen Inselende, Richtung Klosterneuburg. Da ist eigentlich kein FKK-Bereich. Das letzte Mal ist ein Mann gekommen und hat sich unangenehm nahe zu mir gelegt, obwohl sonst niemand da war. Er hat sich dann ganz nackt ausgezogen und mich gefragt, ob er mich einschmieren soll oder ob ich es bei ihm machen kann.“Maja hat Angst bekommen und ihre Sachen gepackt. „Ich hab schon früher unangenehme Erfahrungen auf der Insel gemacht als jemand neben mir angefangen hat zu onanieren, daraus habe ich gelernt.“ Deswegen hat sie ihm laut gesagt, dass sie das für unangebracht hält und ist schnell weggegangen. „Schlussendlich bin ich weg und nicht er.“ Auch Kathrin hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Ich hab schon so oft auf der Insel jemanden gesehen, der öffentlich onaniert. Und ich will es einfach nicht sehen.“ Einmal hat sich jemand sogar anal mit einem Gegenstand befriedigt.
„Für den Täter ist sein Handeln eine Machtdemonstration. Für das Opfer ist es sehr erniedrigend, weil es nicht entscheiden kann, was es sieht“, erklärt Martina Steiner, stellvertretende Leiterin vom 24-Stunden-Frauennotruf.
Polizei reagiert
Ella meidet gewisse Abschnitte der Donauinsel beim Laufen, weil sie sich dort unwohl fühlt. „Orte, wo Lichtverhältnisse schwierig sind oder wenig los ist, was bei der Donauinsel definitiv der Fall ist, vermitteln immer ein subjektives Unsicherheitsgefühl“, sagt eine Sprecherin von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ).
Die Polizei fährt regelmäßig Streife. Nächste Woche wird sie an einem Tag die Insel noch intensiver als bisher überwachen. Genaue Statistiken zu den Vorfällen gibt es keine, weil kaum ein Opfer Anzeige erstattet. „Es muss wirklich die Polizei gerufen werden, damit wir konkret was tun können“, sagt Polizeisprecherin Irina Steirer.
2015 kamen in Deutschland 148.000 Babys von Müttern mit ausländischer Staatsangehörigkeit zur Welt. Damit hatte jedes fünfte Neugeborene eine ausländische Mutter – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Quelle: dpa
2015 kamen in Deutschland 148.000 Babys von Müttern mit ausländischer Staatsangehörigkeit zur Welt.
Damit hatte jedes fünfte Neugeborene eine ausländische Mutter – so viele wie nie in der Geschichte der Bundesrepublik.
Der Babyboom wird Kindergärten und Schulen im Land vor ganz neue Herausforderungen stellen.
Deutschlands Statistiker melden neue, ungewöhnliche Rekorde: 2015 kamen in Deutschland 148.000 Babys von Müttern mit ausländischer Staatsangehörigkeit zur Welt. Damit hatte jedes fünfte Neugeborene eine ausländische Mutter – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.
Der Kindersegen der Türkinnen, Polinnen, Rumäninnen oder Syrerinnen beflügelt die Geburtenraten, keine Frage. Er wird aber auch die Kindergärten und Schulen im Land vor ganz neue Herausforderungen stellen. Davon sind Bildungsforscher überzeugt und fordern mehr Geld und bessere Qualität vor allem für die frühkindliche Bildung.
Insgesamt wurden im Jahr 2015 nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden rund 738.000 Kinder in Deutschland geboren. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Plus von 22.650 Babys. Dazu trugen mit plus 17.000 Kindern vor allem die Ausländerinnen bei. Die Zahl der Geburten unter den deutschen Frauen dagegen stieg lediglich um 5370 auf insgesamt knapp 590.000.
Quelle: Infografik Die Welt
Im Jahr 2015 waren die Türkinnen diejenigen Ausländerinnen, die in Deutschland die meisten Babys bekamen. Insgesamt waren das über 21.000 Kinder. Rund 11.000 Neugeborene hatten eine polnische Mutter, 8000 eine rumänische und 7000 eine bulgarische Mutter.
Kindergartenpflicht ab dem 3. Lebensjahr
„Die steigende Anzahl von Kindern ausländischer Eltern und von Eltern mit Migrationshintergrund stellt unsere Kindergärten und Schulen vor ganz neue Herausforderungen“, sagte Bildungsforscher Ludger Wößmann vom Münchner Ifo-Institut der „Welt“. „Das können wir nur durch mehr Qualität bei Erziehern und Lehrern bewältigen.“
Konkret forderte Wößmann regelmäßige Fortbildungen, die speziell die Integration von Nicht-Muttersprachlern in den Fokus nehmen. Auch sollten die Kita-Gruppen und Schulklassen möglichst gut mit deutschen und nicht deutschen Kindern durchmischt werden. „Aus verschiedenen Studien wissen wir: Kinder integrieren sich besonders gut durch den täglichen sprachlichen Austausch. Je früher im Leben, desto besser.“
Anzeige
Wößmann plädiert daher für eine Kindergartenpflicht ab dem 3. Lebensjahr. Jüngsten Zahlen der OECD zufolge besuchen inzwischen in Deutschland zwar rund 94 Prozent aller Dreijährigen eine Kita. Unter den fehlenden sechs Prozent sind aber zu oft auch Kinder aus bildungsfernen Schichten und mit Migrationshintergrund. Genau die sind es aber, die von früher Interaktion mit deutschsprachigen Kindern und Erziehern besonders profitieren können.
Den von der Politik derzeit angestrebten Ausbau der Krippenplätze für Ein- bis Zweijährige bewertet Wößmann dagegen vor allem als „arbeitspolitische Maßnahme“. „Sie hilft, dass Mütter früher wieder arbeiten gehen können. So wie sie gestaltet ist, trägt sie aber zur Integration und Entwicklung der Kinder vergleichsweise wenig bei.“
Verhältnisse bei der Finanzierung stehen auf dem Kopf
Dass Deutschland vor allem an der Qualität seiner Kindergärten arbeiten muss, hatte zuletzt der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, gefordert. Pro Kita-Kind gebe Deutschland nur etwa halb so viel Geld aus wie zum Beispiel Norwegen. Überhaupt stünden hierzulande die Verhältnisse bei der Finanzierung der Bildung auf dem Kopf. So tragen die privaten Haushalte etwa ein Viertel der Kosten für die frühkindliche Bildung. Im OECD-Durchschnitt dagegen sind es nur 19 Prozent.
Das Studium an den Hochschulen, das für viele Kinder aus bildungsfernen Haushalten noch immer unerreichbar bleibt, ist dagegen häufig gebührenfrei. Hier liegt der Finanzierungsanteil der privaten Haushalte gerade einmal bei 14 Prozent. Im OECD-Durchschnitt dagegen sind es mehr als doppelt so viel. „In Deutschland bittet man die Jüngsten zur Kasse“, kritisierte Schleicher. Das sei genau dort, wo Nachteile aufgrund von bildungsfernen Elternhäusern am ehesten ausgeglichen werden könnten.
Die deutsche Bevölkerung jedenfalls ist jüngsten Umfragen zufolge bereit, mehr Geld für die Integration der Jüngsten in die Hand zu nehmen. In einer repräsentativen Befragung des Ifo-Instituts aus dem Frühsommer sprachen sich 56 Prozent der Deutschen für eine Kindergartenpflicht für alle Flüchtlinge ab einem Alter von drei Jahren aus. Die Kosten dafür solle der Staat mit Steuergeldern übernehmen.
Die große Mehrheit der über 4000 von INS Infratest Befragten (61 Prozent) wünscht sich zudem mehr Geld vom Bund für die Schulen, die ja grundsätzlich aus den Landesetats finanziert werden. Der Bund solle Sozialarbeiter, Sprachlehrer und Psychologen für die Betreuung der Flüchtlingskinder bezahlen. Das würde im Idealfall zu einer Steigerung der Qualität der Betreuung führen, von der sämtliche Kinder mit Migrationshintergrund profitieren könnten.
Zahl der Geburten von deutschen Müttern steigt
Wie viele Kinder „mit Migrationshintergrund“ genau in Deutschland geboren werden, darüber gibt die offizielle Statistik keine Auskunft. Migrationshintergrund hat ein Kind dann, wenn mindestens ein Elternteil im Ausland geboren wurde. Die Statistiker erfassen jedoch bei den Geburten nur die Staatsangehörigkeiten der Eltern.
Bildungsexperten gehen davon aus, dass schon heute rund ein Drittel der Schüler an deutschen Schulen einen Migrationshintergrund hat. In vielen Ballungszentren gibt es Schulen, in denen Kinder nicht deutscher Herkunft die große Mehrheit der Schüler stellen. Deshalb sind Konzepte zur Integration von Kindern ohne deutsche Muttersprache besonders dringlich.
Die jüngsten Zahlen der Statistiker machen allerdings Hoffnung, dass sich auch wieder mehr Inländerinnen für Kinder entscheiden. Die Zahl der Geburten von Müttern deutscher Staatsangehörigkeit stieg das vierte Jahr in Folge. Das Allzeithoch von 1964 mit über 1.000.000 Geburten allein im früheren Bundesgebiet freilich bleibt in weiter Ferne.
Auch das Nachwende-Zwischenhoch aus dem Jahr 1997 ist weiter unerreicht. Damals wurden in Deutschland mehr als 812.000 Kinder geboren. 136.000 von ihnen hatten eine ausländische Mutter.
Das Freiburger Damenbad ist sehr charmant. Doch Musliminnen, die in Gruppen angereist kamen und die Regeln missachteten, brachten jede Menge Ärger ins Idyll. Foto: Regio Bäder GmbH
Im beschaulichen Freiburger Lorretobad fliegen die Fetzen: Immer mehr strenggläubige Musliminnen beanspruchen die Hoheit über der Wasseroberfläche für sich. Das führt zu Konflikten mit altgedienten Besucherinnen. Ein echter Kulturkampf.
Freiburg – Vor der Strafe Allahs hilft nur Abtauchen. Mit einem tiefen Atemzug drückt sich die Schwimmerin unter Wasser, sekundenlang, bis ihr die Luft ausgeht. Sie wünscht sich, unsichtbar zu sein für die Blicke des fremden Mannes am Beckenrand. „Das darf nicht sein, er ist immer noch da“, sagt Djamila, die ihren richtigen Namen nicht nennen will. „Ich muss raus, sofort.“ Schnell vorwärts zu kommen ist schwierig für die 41-Jährige. Sie hat sich das Schwimmen mühsam beigebracht, in dem Dorf im Libanon, wo sie herkommt, haben sie andere Sorgen als Schwimmunterricht.
Kein Fremder hat sie je gesehen ohne Kopftuch. Keiner darf ihre pink gefärbten Haare bewundern, erstaunt sein über das Tattoo auf ihrer Brust. Nur ihr Ehemann hat das Privileg, ihre Söhne, ihr Onkel können sie im Privaten betrachten. Aber niemals ein angehender Bademeister. Djamila stemmt sich an der Leiter aus dem Becken, das Wasser tropft von ihrem Bikini. So nackt und hilflos hat sie sich schon lange nicht mehr gefühlt, ihr Freiraum im einzigen Damenfreibad Deutschlands ist ihr genommen. Neuerdings sind männliche Aufseher im Freiburger Lorettobad erlaubt, so steht es in großer Schrift an der Holztür am Eingang. „Wir sind alles andere als ausländerfeindlich“, sagt Oliver Heintz, der Freiburger Bäderchef, „aber wir mussten handeln.“
Streit und Grill-Gelage
Es ist ein politisch wenig korrekter Versuch, wieder Ruhe in das Paradies für Frauen zu bringen, eine Ruhe, die von Streitigkeiten unter Musliminnen, Polizeieinsätzen und Regelbrüchen gestört wurde. Selbst Freiburgs grüner Oberbürgermeister Dieter Salomon wagte sich vergangenen September im Anzug in die Oben-ohne-Zone, um sich vor Ort erklären zu lassen, was gar nicht geht und alle Stammgäste ärgert: Baden in Jeans oder anderer Straßenkleidung, ausgedehnte Grillgelage auf der Wiese oder eben handfeste Streite unter den Besucherinnen.
An ihrem Handtuch angekommen, zündet sich Djamila eine Zigarette an, sie versteckt sie hinter den Liegen ihrer Freundinnen. „Seit 20 Jahren komme ich hierher“, sagt sie, sechs Kinder habe sie großgezogen, in Sprachkursen Deutsch gelernt, mit viel Ausdauer versucht, sich ein wenig fit zu halten in dem kleinen Becken. Bei all ihren Kilos keine einfach Sache. „Ich will die Sonne genießen, ganz ohne Kopftuch“, sagt Djamila und kann es nicht fassen, dass der Ärger aus der vergangenen Saison solch drastische Folgen hat.
Busladungsweise seien die Musliminnen aus Frankreich angekommen, erinnern sich die Freundinnen. Sie hätten ihre teils tobenden Kinder mitgebracht. Manche halb verschleiert, manche ganz, erpicht darauf die Hüllen fallen zu lassen und ihre Freiheit zu leben. „Verständlich, dass sie die Zeit hier genießen“, sagt Hiba. Die dreifache Mutter mit den Glitzerfingernägeln und dem knappen Bikini trägt zwar selbst kein Kopftuch, würde sich aber niemals so freizügig wie sie es im Damenbad gewohnt ist, vor Männern zeigen. Leider hätten die Neuen gestresst, sagt Hiba und erzählt, wie die drei begehrten Warmduschen immer wieder ewig blockiert waren. „Da lotste die eine die andere rein“, erinnert sich die Libanesin, „das hat Zoff gegeben.“ Er mündete in einer ersten Ohrfeige, angeblich habe eine genervte Französin eine Libanesin geschlagen. Was danach kam, ist aktenkundig, eine Prügelei, ein Gezerfe, gegenseitige Anzeigen.
Die Kinder tobten und schrien
„Schade, dass jetzt alle büßen müssen“, sagt Hiba und hat einiges auszusetzen an der überarbeiteten Badeordnung. Schlimm genug mit den Männer, die Aufsicht machen, aber künftig dürfe auch ihr sechsjähriger Sohn nicht mehr mit. Galt bisher die Regel, dass Kinder bis sechs erlaubt sind, wurde das Alter auf drei beschränkt. Zu wild hatten die Kinder gespielt und geschrien, zu wenig hatten die Musliminnen ihren Nachwuchs im Griff.
Mit strengeren Regeln soll die männerlose Welt vom Zickenkrieg befreit werden. Im Lollo, wie die Stammdamen ihr Bad liebevoll nennen, soll wieder Frieden unter den Frauen einkehren. Ist das Bad doch ein einziges Idyll: Die Liegewiese ist umrahmt von historischen Kabinen mit Blumenkästen, in denen seit Jahr und Tag Geranien gepflanzt werden. Schattenspender ist ein Walnussbaum, unter dessen Ästen sich die Familien ausbreiten. Und am Rande des gerade mal 23 Meter langen Beckens tratschen die Barbusigen und legen sich nach der Abkühlung mit spitzen Nippeln zum Aufwärmen in die Sonne. Kein Gegrapsche, keine sexuellen Belästigungen, ohne Männer ist das Nacktsein so viel entspannter.
Stammgäste wollen ihre Ruhe
Einem Jurastudenten ging die Emanzipation zu weit, er wollte unbedingt hinein in das nicht einmal fußballfeldgroße Busenparadies und klagte 1980 gegen das Herrenverbot. Erfolglos. Schließlich grenzt an den Damentrakt ein Familienbad an. Vor 175 Jahren erbaut, das älteste in Deutschland und anfangs nur den Männern vorbehalten. Der Extratrakt für die Frauen kam gegen den Widerstand der katholischen Kirche, die eine Verlotterung der Sitten befürchtete, erst gut vier Jahrzehnte später dazu.
Froh über die geänderte Badeordnung ist Helga Jeske-Knoell, hellblau lackierte Fußnägel und den Badenanzug zum Sonnen bis zum Bauchnabel heruntergerollt. „Wenn die Musliminnen sich an die Regeln halten, ist alles kein Problem“, sagt die 79-Jährige, die auf einer Bank neben dem Becken sitzt und sich eincremt. „Aber Toleranz darf nicht einseitig sein.“ Die frühere Rechtsanwältin lässt sommers keinen Lollo-Tag aus, die halbe Stunde im Wasser täglich hält sie fit. Das Schwimmbad ist ihr zweites Wohnzimmer, sie grüßt ihre Cousine, tauscht mit einer anderen Dauerbesucherin Radiotipps aus.
Die Musliminnen waren kaum belehrbar
Als vergangenen Sommer die Schwarzverhüllten in großen Gruppen kamen, da sei die Stille dahin gewesen, bedauert die Freiburgerin. „Im Grunde ist es ein Integrationserfolg, dass sie da sind“, urteilt Jeske-Knoell und würde sich wünschen, dass die Musliminnen im Bad nicht nur den Tschador ablegen, sondern auch ihre Aggressionen. Die Studentinnen, die gelegentlich im Bad Aufsicht führten, seien vom Ansturm überfordert und die fremdsprachigen Besucherinnen wenig belehrbar gewesen. Dass jetzt Männer ab und an nach dem Rechten schauen, findet die Seniorin gut, seither habe es keine Auseinandersetzungen mehr gegeben.
Gelernt haben die Freiburger von Basel. Dort haben strenggläubige Musliminnen aus dem Elsass im Frauenbad Eglisee einige Sommer lang Ärger provoziert. Sie wurden in Kleinbussen von ihren Männern vor dem Eingang abgesetzt und erwarteten ein Bad nach muslimischen Regeln – männerfrei und keine halb nackten Frauen. Ihr Unmut ging so weit, dass sie einen Bademeister angriffen. Das Sportamt musste reagieren. Die Behörde engagierte eine Mediatorin zur Vermittlung und schaltete die Muslim-Kommission ein. Trotz Hausverboten und mehr Sicherheitspersonal entspannte sich die Lage erst mit der Badeordnung, die vergangene Saison eingeführt wurde. Straßenkleidung ist verboten, Mütter dürfen nur noch Säuglinge mitbringen, die Kinderplanschbecken wurden zu Sonnendecks. Polizeieinsätze sind nicht mehr nötig.
Ihrem Mann darf Djamila nichts erzählen
Für Djamila ist es höchste Zeit zu gehen. „Warum können wir Frauen nicht unter uns bleiben“, fragt sie frustriert und begrüßt eine Online-Petition gegen männliche Bademeister im Lollo. Sie zieht sich Schicht für Schicht an. Erst das T-Shirt, eine dünne Weste, dann der schwarze Schleier, mit Nadeln festgesteckt. Sie sammelt die Zigarettenkippen aus dem Gras, ruft ihren Mann auf dem Handy an, damit er sie abholt. „Ich hoffe, die Stadt Freiburg findet eine Lösung“, sagt sie, „sonst kann ich nicht mehr kommen.“ Zu groß sei das Risiko, unverschleiert gesehen zu werden. Ihrem Mann will sie von dem Vorfall im Becken nichts erzählen. Aber der göttlichen Strafe werde sie nicht entgehen, glaubt Djamila. Allah habe genau gesehen, was passiert ist.
Mit seinem Buch „Die Alternative oder: Macht endlich Politik!“ könnte Münchens Alt-OB Christian Ude so manche Anhänger verstören. (Foto: Stephan Rumpf)
Der ehemalige SPD-Politiker Christian Ude hat ein Buch geschrieben, das manchem Parteimitglied den Atem stocken lassen wird – vor allem im Kapitel über Flüchtlinge.
Mehr als zwei Jahrzehnte kannten die Münchner ihren Oberbürgermeister Christian Ude als Verkörperung liberaler Gedanken, als weltoffenen Großstädter, als Mann der Menschlichkeit und Kultur. Nun hat der vor drei Jahren aus dem Amt geschiedene SPD-Politiker ein Buch geschrieben, in dem Sätze stehen, mit denen er viele Weggefährten verstören könnte. „Die Alternative oder: Macht endlich Politik!“ heißt das Werk, das am Montag erscheint. Ude versteht es als Aufforderung, in Parteien und Gesellschaft wieder die politischen Kernfragen zu debattieren, einen Diskurs zu führen, der diesen Namen verdient. Und so schreibt der Alt-OB über viele bundes- und weltpolitischen Fragen.
Aufsehen freilich wird vor allem das Kapitel über Flüchtlinge und Migration erregen. Es sind Sätze, bei denen nicht nur manchem SPD-Mitglied der Atem stocken wird, wegen des Inhalts und wegen der Diktion: „Niemand erwartet, dass alle Merkelianer in CDU, SPD und FDP sowie bei den Grünen und Linken sich bei Viktor Orbán (dem rechtspopulistischen ungarischen Ministerpräsidenten) bedanken“, ätzt Ude unter Bezug auf die gesunkenen Flüchtlingszahlen in Deutschland nach der Schließung der Balkanroute. „Aber sie könnten doch wenigstens so ehrlich sein, insgeheim zu bedenken, dass sie da Schwein gehabt haben und dass ohne die von ihnen verachteten und gebrandmarkten Maßnahmen die eigene Hütte längst brennen würde.“
So rechnet Ude auf vielen Seiten ab mit den „einschlägigen Parolen gutmeinender Repräsentanten der Willkommenskultur“ und mit „den trauten Runden moralischer Überlegenheit“. Aus seiner Sicht haben in der deutschen Öffentlichkeit zu viele „postfaktische“, zu positive Einschätzungen über Migration die Runde gemacht. Auch die europäische Kritik an US-Präsident Donald Trump missfällt Ude. Er findet sie überheblich. Trump sei zwar ein „Brechmittel“, meint der frühere Oberbürgermeister. Aber: „Es wird lange dauern, bis an der mexikanischen Mauer mehr Menschen gestorben als im Mittelmeer ertrunken sind.“
Ude selbst sieht bei sich keinen politischen Wandel, in der Tat schreibt er in seinem Buch auch vieles über Menschlichkeit, über Versäumnisse bei der Integration, über die deutsche Lebenslüge, dass man viel zu lange kein Einwanderungsland sein wollte. Sein Buch will er am Montag in München und im Anschluss auf einer Lesereise durch Deutschland vorstellen.