Es erscheint bizarr, ist aber trotzdem Realität: Die derzeitigen Einreiseverbote an Deutschlands Grenzen aufgrund der Coronakrise gelten nicht für Asylbewerber. Das erfuhr die JUNGE FREIHEIT aus dem Bundesinnenministerium. Seit Anfang der Woche kontrolliert Deutschland seine Grenzen zu Frankreich, der Schweiz und Luxemburg. Ohne triftigen Grund darf kein Ausländer mehr einreisen. Ausnahmen gibt es für Warenverkehr …
In Deutschland fehlen Millionen Schutz-Masken, Ärzte behandeln Corona- Patienten gänzlich ohne Mundschutz. Der Gesundheitsminister verschenkt die fehlenden Masken aber an Italien. Auffällig: Ganz normale italienische Bürger verfügen über solche Masken. Keine Frage, die Seuche grassiert in Italien am stärksten, Hilfe ist angesagt und angebracht. Die Frage ist nur, wer die Hilfe leisten kann und woher …
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schlägt den Einsatz von Asylbewerbern auf deutschen Feldern vor. Sie sollen den Wegfall von Saisonarbeitskräften abfedern. Sie fordert, ihnen die Arbeitsaufnahme zu erlauben. Um den akuten Mangel an osteuropäischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft abzumildern, schlägt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) den Einsatz von Asylbewerbern vor. „Eine weitere Option zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe könnte […]
Lebenslange Haft: Ali K. (44) ist der Mörder von Georgine Krüger (14). Die Schülerin verschwand 2006 spurlos. Jetzt verurteilte das Landgericht nach 46 Prozesstagen ihren Nachbarn aus der Stendaler Straße in Moabit. Richter Michael Mattern: „Er hat Georgine vergewaltigt und sie erwürgt, um das zu verdecken.“ Ali K. zeigte keine Regung, kein Gefühl. Er schwieg in …
Der Tatort der blutigen Axtattacke in Schwabing: Die Kreuzung der Gernotstraße an der Ecke Burgunderstraße. Foto: Daniel von Loeper Am Sonntag hat ein Fußgänger einen Autofahrer mit einem Beil schwer verletzt. Zwei Tage später konnte die Polizei den Verdächtigen finden und festnehmen. Schwabing – Was für ein Horror. Ein Fußgänger läuft einem Autofahrer an einer Kreuzung …
Ein Unbekannter lag in Vöhringen regungslos auf dem Boden. Als ein Jogger ihm helfen wollte, attackierte er ihn mit einem Messer und flüchtete. Foto: Jens Büttner/Symbolbild (dpa)
Ein 25-jähriger Jogger wollte einem Mann helfen, der regungslos am Boden lag. Als er ihn schüttelte, ging der mit einem Messer auf ihn los und rannte davon.
Ein 25-jähriger Jogger, der helfen wollte, ist in Vöhringen selbst zum Opfer geworden. DiePolizeiteilte mit, dass der Mann am Mittwochabend gegen 22.20 Uhr neben dem Radweg an der Kreisstraße NU14 einen offensichtlich leblosen Mann am Boden liegen sah. Der Jogger hielt an und rüttelte den Unbekannten.
Nach Angaben der Polizei bewegte sich dieser urplötzlich und attackierte den Jogger mit einem Messer. Der Mann konnte unerkannt entkommen. Der verletzte Jogger hielt ein Auto an der Kreisstraße an und ließ sich ins Krankenhaus fahren.
Obwohl die Polizei auch mit einem Hubschrauber nach dem Täter suchte, konnte sie ihn nicht mehr finden. Deshalb suchen die Ermittler nun Zeugen, die am Mittwochabend etwas Verdächtiges beobachtet haben.
Der Unbekannte soll etwa 1,90 Meter groß, schlank und dunkelhäutig sein. Er war nach Angaben der Polizei mit einer grauen Hose und einem grauen Kapuzenpulli bekleidet. Die Kleidung des Mannes dürfte blutverschmiert sein.AZ
Quelle: Augsburger-Allgemeine
Das soziale Netzwerk Facebook hat 30.000 französische Profile im Vorfeld der kommenden Präsidentschaftswahlen gesperrt. Das teilte die Nachrichtenagentur Associated Press mit. Der Zweck dieser Maßnahme sei, die Verbreitung von falschen Informationen zu verhindern, hieß es aus der Facebook-Verwaltung.
Die Franzosen wählen am 23. April den Nachfolger von Staatschef François Hollande, der nicht mehr antritt. In der entscheidenden Stichwahl am 7. Mai dürften sich laut Prognosen Le Pen und Macron gegenüberstehen. Ihnen werden in der ersten Runde jeweils knapp 25 Prozent der Stimmen zugetraut.
Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon könnte laut einer Befragung für die Zeitung «Le Figaro» und andere Medien auf 18 Prozent der Stimmen kommen. Er würde damit besser abschneiden als der konservative Bewerber François Fillon, der von einer Affäre um Scheinbeschäftigung von Familienangehörigen belastet wird.
Mitarbeiter der Baufirma haben am Mittwoch um 12 Uhr vier Koteletts auf Fensterbänken an der Rückseite des Flüchtlingswohnheims an der Hannoverschen Straße entdeckt. Sie informierten die Polizei.
Barsinghausen. Das Schweinefleisch könnte als Zeichen gegen die muslimischen Flüchtlinge gemeint sein, die dort einziehen werden. Das Kommissariat Barsinghausen hat daher auch die Staatsschutzstelle eingeschaltet.
Mit Ermittlungsergebnissen rechnet allerdings niemand. Es handle sich weder um eine Straftat noch um eine Ordnungswidrigkeit. Beschädigt wurde an dem Bau, auf den im Januar ein Brandanschlag verübt worden ist, nichts. Bei der Polizei wird der Vorfall als „sonstiges Ereignis“ geführt. Sie war da, hat das unverdorbene Schweinefleisch mitgenommen und wird es entsorgen, da die Ermittlungsmöglichkeiten begrenzt seien. Bürgermeister Marc Lahmann bezeichnet den Vorfall als „unschön“. 100-prozentige Sicherheit gebe es nicht. Die Verursacher seien allerdings ein großes Risiko eingegangen entdeckt zu werden, auf Grund der Sicherheitsmaßnahmen.
In Bautzen wurde aus einem ehemaligen Vier-Sterne-Hotel ein Flüchtlingsheim. Seitdem ist der Frieden in dem Örtchen dahin – der Direktor wurde monatelang von Rechtsextremisten angefeindet.
Hoteldirektor Peter Killian Rausch schwirrt durch die Küche des „Spreehotels“ in Bautzen (Sachsen), schaut in Töpfe und Pfannen. Früher war er Gastronomiemanager im Londoner „Tower Hotel“. Doch in der Küche des „Spreehotels“ gilt es nicht, die Qualität des Essens zu überwachen. Die Gäste kochen selbst. Das ehemalige Vier-Sterne-Hotel, das Rausch über 15 Jahre geleitet hat, dient seit Juli als Flüchtlingsheim. Jetzt bereiten Asylbewerber sich in der Küche ihre täglichen Mahlzeiten zu.
Rausch fragt einen Inder, der in der Hotelküche Teig knetet, mit britischem Akzent: „What are you cooking?“ Der Mann antwortet „Chapati“ und gibt Rausch eines der Fladenbrote zum Kosten. „Ah, Chapati. Des isch ja interessant“, sagt der gebürtige Schwarzwälder. Gleich darauf wechselt er ins Französische und hält einem Tunesier eine ordentliche Standpauke: keine Zigaretten in der Küche! Da versteht er keinen Spaß.
Rausch ist viel herumgekommen, hat in Syrien, Jordanien, Frankreich und England gearbeitet. Aber der wohl wichtigste Wendepunkt seines Lebens fand hier statt: in Bautzen, einer 40.000-Einwohner-Stadt in der Oberlausitz.
Tägliche Demos von Radikalen
Der Neustart als Flüchtlingsheim ist eine unkonventionelle Lösung der wirtschaftlichen Probleme des Hotels am Bautzener Stausee. Weil zu lange die Gäste wegblieben, bewarb sich Rausch im Februar auf eine Ausschreibung des Landratsamtes Bautzen – als Einziger. Damit machte er sich viele Feinde: Bürgerinitiativen liefen vor dem Umbau des in die Jahre gekommenen Vier-Sterne-Hotels Sturm. Als Mitte Juli die ersten Flüchtlinge einzogen, demonstrierten Rechtsradikale nahezu täglich vor dem neu hochgezogenen Zaun.
Es ist verrückt: Bautzen hat einen Ausländeranteil von gerade einmal 1,29 Prozent; niedriger ist er fast nirgendwo in der Republik. Von einer drohenden Überfremdung der Stadt kann kaum die Rede sein. Trotzdem fürchten sich viele Bautzener vor den „Asylanten“. Es kursieren wilde Gerüchte. Auf Facebook fragt eine Mutter: „Stimmt es das eine junge Familie am Stausee von Asylanten angepöbelt wurde?“ „Die haben im Marktkauf in das Gemüse gepinkelt“, sagt ein Taxifahrer, der hier geboren und aufgewachsen ist.
Da sind nur Männer, und viele kommen aus Ländern, in denen gar kein Krieg herrscht
Eine junge Frau in der Innenstadt behauptet: „Da sind nur Männer, und viele kommen aus Ländern, in denen gar kein Krieg herrscht.“ Ein älterer Herr am Busbahnhof sagt: „Seitdem die Ausländer da sind, machen die nur Radau, klauen und prügeln sich.“ Woher diese Gerüchte kommen, weiß niemand. Aber sie halten sich hartnäckig.
Die Daten der Polizeidirektion sprechen eine andere Sprache. Die offizielle Statistik für 2014 ist zwar noch nicht erschienen, doch eine Tendenz lässt sich schon jetzt erkennen. Von Mai bis September 2013 gab es 620 Diebstahlfälle und 148 Körperverletzungsdelikte. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres sind die Fälle um 20 respektive 15 Prozent gesunken. Doch rationale Argumente scheinen hier, wo Vorurteile so tief sitzen, zu versagen.
Morddrohungen und vulgäre Beschimpfungen
Das 80-Betten-Haus beherbergt mittlerweile 200 Flüchtlinge. Dass sie nicht wirklich zahlende Gäste sind – darauf lässt Rauschs Umgang mit ihnen nicht schließen. „Für mich sind es einfach nur Gäste. Ich möchte, dass sie sich, so gut es geht, hier wohlfühlen“, sagt er.
Die Schicksal der Bewohner geht Rausch nahe. Da ist der Syrer Abdel-Elah Albukaay, 39, der kurz nach seiner Ankunft im „Spreehotel“ an Krebs erkrankte und sechs Wochen auf einer onkologischen Station in Dresden verbrachte. Albukaays Frau und seine vier Kinder sind derzeit auf der Flucht aus Syrien in den Libanon. Er will sie zu sich holen. Ob und wann das gelingt, ist ungewiss. „Er hat so viel Leid erlebt. Aber jedes Mal, wenn ich ihn in die Klinik fahre, strahlt er mich an“, sagt Rausch.
Vielleicht ist es diese Dankbarkeit, die Rausch hilft, trotz der vielen Angriffe auf seine Person nicht zu verbittern. „Dass ich mir keine Freunde damit mache, wenn ich in Bautzen ein Flüchtlingsheim eröffne, war mir schon klar“, sagt der 56-jährige Hotelier. „Aber dass die Anfeindungen so harsch sind und so lange anhalten, das schockiert mich.“ Rausch hat seit Juli zwei Morddrohungen erhalten. Bei den Nazi-Demos vor dem Heim wurde er unter anderem als „schwule Drecksau“ beschimpft.
Angst vor Asylbewerbern ist in der Mitte angekommen
Die Angst vor Flüchtlingsströmen und Asylbewerbern und der daraus resultierende Hass auf alle, die hierherkommen: Das Thema lebt nicht ausschließlich am rechten Rand. Es scheint, als sei es in Deutschland in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Es sind nicht nur die Neonazis, die Rausch Sorge bereiten. Als er im Juli vor dem Einzug der Bewohner im Heim zum Tag der offenen Tür lud, monierten einige Bürger die Tatsache, dass noch Bilder an den Wänden hingen – das sei ja keine zwingend nötige Ausstattung für ein Flüchtlingsheim. „Was denken die denn? Hätte ich die Bilder etwa wegschmeißen sollen?“, sagt er und ist fassungslos.
Viele behaupten, dass er, der Pleite-Hotelier, sich jetzt auf Kosten der Steuerzahler bereichern wolle. „Ich bestreite nicht, dass ich gut davon leben kann“, sagt Rausch. Für die Unterbringung bekommt er pro Person 13 Euro pro Nacht, davon muss er Strom, Wasser und Heizkosten abdecken. Rausch bekommt vom Landratsamt nach eigenen Angaben pro Jahr rund 700.000 Euro. Dennoch ist das „Spreehotel“ für den Landkreis die günstigste Variante: Ein Containerbau mit vergleichbarer Kapazität hätte 3,5 Millionen Euro gekostet.
Die NPD bekam 10,7 Prozent
Auch bei Sachsens Landtagswahl im August spielte das Thema eine große Rolle. „Asylmissbrauch stoppen“, forderte die NPD auf ihren Plakaten. Sie kam hier in Bautzen auf 10,7 Prozent der Stimmen. Die CDU brachte es auf 42 Prozent – und verlor damit im Vergleich zu 2009 rund sieben Prozent der Wählerschaft. Zieht man die Stimmen für die AfD mit in Betracht, wählte jeder vierte Bautzener eine Partei rechts von der CDU.
CDU-Landrat Michael Harig, er ist hier in Bautzen für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig, ist es gewohnt, sich durchzubeißen. Zu DDR-Zeiten verwehrte man ihm die weiterführende Schule, weil er sich geweigert hatte, der FDJ beizutreten. Er machte eine Lehre zum Zerspanungsmechaniker und holte nach der Wende sein Studium nach. Wie man den Bürgern die Angst vor den Flüchtlingen nehmen kann? „Das Wichtigste ist es, sie zu informieren“, sagt Harig.
Auf der Website des Landratsamts hat seine Presseabteilung einen Infobereich zum Thema Asyl eingerichtet. Darunter sind Fragen wie „Warum kommen so viele Menschen zu uns nach Deutschland?“ und „Verliert mein Grundstück an Wert, wenn sich in der Nähe ein Asylbewerberheim befindet?“. Die angesprochenen Sorgen zeugen davon, wie tief verwurzelt die Angst vor Fremden bei vielen hier ist.
Dass das nicht immer so war, ist Harig wichtig. „Unsere Region hat allein durch das Zusammenleben von Sorben und Deutschen sowie durch die Grenzlage eine lange Tradition, was Toleranz anbetrifft“, sagt er. In der Vergangenheit sorgte diese Toleranz dafür, dass verfolgte Protestanten aus dem böhmischen Kaiserreich in die Oberlausitz flohen, wo sie ihren Glauben frei praktizieren konnten. Ihr Fleiß brachte der Region wirtschaftlichen Aufschwung. Es scheint fast, als hätten es Flüchtlinge hier zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges leichter gehabt als heute.
Im Jahr 2014 ist es selbst für gut ausgebildete Asylberechtigte extrem schwer, in Deutschland Arbeit zu finden. Rausch könnte darüber stundenlang schimpfen. „Viele von denen sind hoch qualifizierte Menschen, die wir hier dringend brauchen“, sagt er und gestikuliert mit seinem Chapati-Brot. In seinem Haus wohnen unter anderem ein Arzt, ein Architekt, ein Maler, ein Konditor, mehrere Schneider und Steinmetze.
Auch die Bürokratie macht ihn wütend
Bisher mussten Asylbewerber in Deutschland neun Monate warten, bis sie eine Arbeitserlaubnis bekamen. Nach dem Asylkompromiss von Bund und Ländern können Asylbewerber zwar bereits nach drei Monaten in Deutschland arbeiten, und auch die Vorrangprüfung wurde für Engpassberufe abgeschafft. Doch ob und wann Rauschs Gäste in Deutschland eine Arbeit finden, kann keiner sagen
Es sind nicht nur die fremdenfeindlichen Bürger, die Rausch wütend machen. Es sind vor allem die Bürokratie und eine Flüchtlingspolitik ohne gute Lösungen. „Mir war nicht klar, dass man die Menschen vonseiten der Behörden dermaßen im Regen stehen lässt.“
So käme es zum Beispiel durchaus vor, dass ein rückdatierter Einstellungsbescheid der Ausländerbehörde dazu führt, dass ein dreifacher Familienvater aus Syrien 20 Tage ohne Krankenversicherung in Deutschland lebt und das erst beim Arztbesuch herausfindet. Rausch versucht dann, kreative Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme zu finden. In einem früheren Leben kämpfte er an stressigen Abenden als Gastronomiemanager oftmals gegen die Zeit. „Jetzt habe ich manchmal das Gefühl, ich kämpfe gegen Windmühlen.“
„Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Flüchtlingen so gut wie möglich zu helfen“, sagte Andreas Geisel. dpa/Sebastian Schachel
In Berlin hat der Bau der ersten Fertighäuser zur Unterbringung von Flüchtlingen begonnen.
Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) informierte sich am Donnerstag auf der Baustelle im Bezirk Marzahn-Hellersdorf über den Fortschritt. „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Flüchtlingen so gut wie möglich zu helfen“, sagte er. „Im Herbst war die Idee da, heute stehen wir im Rohbau – das geht schon zügig.“
Die ersten der zehn in Verantwortung des Senats errichteten Unterkünfte sollen im ersten Quartal 2017 bezogen werden, alle bis Ende 2017 fertig sein. Hier werden sowohl Wohnungen für Familien wie auch Gemeinschaftsunterkünfte eingerichtet. Dazu kommen Spielzimmer, Gemeinschaftsräume, Arztzimmer, Waschküchen, Spiel- und Sportplätze.
Wohnraum für 35.000 Menschen
Ein fünfgeschossiges Haus kann etwa 75 Flüchtlinge aufnehmen, pro Standort sollen sechs Häuser gebaut werden. Nach zehn Jahren, wenn es genügend andere Wohnungen für Flüchtlinge gebe, sollen die Unterkünfte zu Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen für Studenten oder Senioren umgewandelt werden, wie Geisel sagte.
Weitere Fertighäuser errichten die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und die Berlinovo. Insgesamt werde in zweieinhalb Jahren Wohnraum für 35.000 Menschen geschaffen, betonte Geisel. „Wir stampfen eine ganze Stadt aus dem Boden.“ Das geschehe zusätzlich zum normalen Wohnungsbau. Flüchtlinge würden gegenüber Wohnungslosen und anderen Bedürftigen nicht bevorzugt.
Berlin erarbeitet Konzepte, um bei einem neuerlichen Massenandrang die Flüchtlinge schnell in Notunterkünften unterbringen zu können.
Berlin – Was passiert, wenn sich die Flüchtlingszahlen wieder so erhöhen, wie es 2015 der Fall war. Damals strömten so viele in die Stadt, dass sie eilig in Notunterkünften, Turnhallen, im Terminal von Tempelhof untergebracht wurden.
Um bei einer möglichen Wiederholung besser vorbereitet zu sein, arbeitet die Senatsverwaltung an einen Konzept, welches sowohl Wohnplätze als auch zusätzliche Mitarbeiter für einen etwaige neuer Fluchtwelle einplant.
Nach aktuellem Stand stehen in der Stadt 2000 Notfallplätze bereits dauerhaft zur Verfügung. Dennoch wird daran gearbeitet, noch mehr Plätze für den Erstfall in Reserve zu haben.
„Darüber hinaus gibt es die entsprechenden Planungen zum Ausbau bestehender Unterkünfte sowie für den Neubau von Unterkünften“, teilte die Senatsverwaltung auf Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) mit.
Wie viele dies sein werden, wurde nicht erwähnt. Darüber hinaus werden Strukturen aufgebaut und geprüft, welche im Falle eine sich abzeichnenden Notfallsituation eine schnelle Beschaffung von zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten ermöglichen.
Das Terminal im Flughafen Tempelhof als Notunterkunft für Flüchtlinge.
Vertreter von Stadtverwaltung, Politik und beteiligten Baufirmen sowie die Architektin begingen das Richtfest an den Flüchtlingshäusern. FOTO: Kaiser
Stadt Willich. Man war größtenteils unter sich. Viele Handwerker, Kommunalpolitiker und Beschäftigte der Stadtverwaltung waren da, als jetzt in den neuen Flüchtlingsunterkünften an Niers-/Mutschenweg das Richtfest gefeiert wurde. Die lange gegen diesen Standort protestierenden Anwohner ließen sich nicht blicken.
Einige wenige trauten sich doch. So sie 84-jährige Gislinde Sprenger, sie sagte: „Die Flüchtlinge brauchen aber doch eine normale Unterkunft.“ Willichs Beigeordneter Willy Kerbusch rechnet damit, dass nach den Sommerferien zwei der vier Häuser dort bezugsfertig sind; bei den beiden anderen Häusern soll es bis Ende des Jahres soweit sein. Insgesamt sollen in den vier nicht unterkellerten dreigeschossigen Häusern 24 Wohnungen entstehen, sechs in jedem Trakt. Am Bau beteiligt sind etliche Unternehmen aus Willich, so unter anderem das Bauunternehmen Siebes. Architektin ist Stefanie Käding (Neersen). Die Fachfirmen und die Architektin arbeiten im Auftrag der Stadt.
Zuständig ist dort Joachim Stukenberg, Leiter des stadteigenen Betriebes „Objekt und Wohnungsbau“. Bevor Zimmermann Markus Käding den Richtspruch sprach, stellte Stukenberg in einem der Häuser kurz die Planung vor: „Auch hier sind die Wohnungen zwischen 60 und 88 Quadratmeter groß“, sagte er. Im Erdgeschoss sind die Wohnungen etwas kleiner, da dort auch noch Platz für die Technik, für Wasch- und Trockenraum geschaffen werden muss.
„Es bleibt unser Ziel, dass dort Flüchtlingsfamilien eine Unterkunft erhalten“, sagte Susanne Kamp, die den Geschäftsbereich „Jugend und Soziales“ bei der Stadtverwaltung leitet. Sie hat auch bereits für das Erdgeschoss eines Hauses zwei Familien ausgewählt, die behinderte Kinder haben und dort barrierefrei leben könnten. Die genaue Aufteilung folge aber erst in den nächsten Monaten, erklärte sie.
„Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1600 Euro je Quadratmeter“, sagte Willy Kerbusch. Und da jedes Haus eine Fläche von 470 Quadratmetern hat, kommt man auf einen Gesamtbetrag von etwas mehr als drei Millionen Euro. Für den technischen Betrieb werde, so Kerbusch weiter, die Stadt bald einen Hausmeister einstellen, der dann auch die neuen Flüchtlingshäuser an der Nell-Breuning-Straße (Neersen, fünf Wohnungen) und Fontanestraße (Schiefbahn, neun Einheiten) betreuen soll. Außerdem baut die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Viersen gerade eine Unterkunft mit elf Wohnungen am Rubensweg in Schiefbahn.
„Noch haben wir einen kleinen Puffer“, sagte Bürgermeister Josef Heyes. Er hofft, dass dies auch künftig so bleibt.
Genaue Zahlen gibt es zwar nicht, doch die Schätzung ist laut Innenministerium realistisch: Rund 700.000 Muslime leben derzeit in Österreich – und ihre Zahl wächst rasant. Mittlerweile acht Prozent der österreichischen Bevölkerung sind damit bereits muslimischen Glaubens. Weiterhin stärkste Religionsgemeinschaft ist die römisch- katholische Kirche mit 5,16 Millionen Mitgliedern.
Von den insgesamt 8.774.786 in Österreich lebenden Menschen – hierzu zählen In- sowie Ausländer – sind damit knapp 59 Prozent katholisch. Die orthodoxen Christen, mit all ihren Kirchen, haben insgesamt etwa 500.000 Zugehörige, während die evangelische Kirche zuletzt rund 303.000 Mitglieder hatte. Mit etwa 15.000 Glaubensanhängern leben indes nur wenig Juden in Österreich.
2001 noch 346.000 Muslime in Österreich
Was die muslimische Glaubensrichtung betrifft, war das Innenministerium zuletzt noch von bis zu 600.000 Zugehörigen ausgegangen. Durch Migranten, Geburten sowie Flüchtlinge aus dem arabischen Raum dürfte die Zahl aber bereits um mehr als 100.000 gestiegen sein, heißt es beim Integrationsfonds. Allerdings: Konkrete Zahlen fehlen, die letzte Volkszählung, bei der auch die Religionszugehörigkeit erhoben wurde, hatte 2001 stattgefunden – damals lebten noch rund 346.000 Muslime in Österreich.
Foto: APA-Grafik
Islamische Glaubensgemeinschaft hat 500.000 Mitglieder
Auch die Islamische Glaubensgemeinschaft, kurz IGGiÖ, kann in puncto konkrete Zahlen nicht helfen, da es sich bei der Religionsvertretung nicht um eine Kirche mit verpflichtender Zugehörigkeit handelt. Die IGGiÖ habe derzeit etwa 500.000 Mitglieder, so deren Präsident Ibrahim Olgun auf Anfrage. Aleviten allerdings zählen nicht dazu, sie sind als eigene Religionsgemeinschaft anerkannt.
Christliche Kirchen feiern Ostern heuer zum gleichen Termin
Übrigens kommt es im heurigen Jahr zu Ostern zu einer Besonderheit: 2017 feiern katholische, evangelische und orthodoxe Christen zum gleichen Termin. Im 20. Jahrhundert war dies nur 26 Mal der Fall, im 21. Jahrhundert wird es 31 Mal sein, errechnete der ORF. Der Ruf nach einem ständigen gemeinsamen Ostertermin aller christlichen Kirchen wird dabei immer lauter.
In Emden verwehrt ein Busfahrer einer Nikab-Trägerin mehrfach die Mitfahrt. „Aus Sicherheitsgründen“, wie er ihr wohl sagte. Für den Fahrer könnte das Konsequenzen haben.
Ein Busfahrer im ostfriesischen Emden hat einer verschleierten Frau mehrfach die Mitnahme verweigert und muss nun mit einer Strafe rechnen. Gegen den Mann sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Leer. Zuvor hatte dies die „Emder Zeitung“ berichtet.
Danach trug die schwangere Frau aus religiösen Gründen einen schwarzen Schleier mit Sehschlitz (Nikab) zu einem traditionell langen Kleid. Der Ehemann der Frau sagte dem Blatt, der Fahrer habe sie „aus Sicherheitsgründen“ nicht einsteigen lassen.
Fahrer und Busunternehmen würden angehört, kündigte Stadtsprecher Eduard Dinkela an. Die Strafe für den Fahrer könnte eine Geldbuße von maximal 10.000 Euro bedeuten.
Ob es aber dazu komme und wie hoch die Strafe ausfalle, hänge von der Verhältnismäßigkeit des Falles ab. Nach Polizeiangaben hat außerdem der Mann der betroffenen Frau den Busfahrer angezeigt.
Das von den Stadtwerken beauftragte private Busunternehmen habe in einer Stellungnahme bereits ein Fehlverhalten eingeräumt, sagte Geschäftsführer Temmo Poppenga von der kommunalen Stadtverkehrsgesellschaft. Danach habe der Fahrer offenbar aus Unkenntnis gehandelt. „Aber so etwas darf nicht passieren und sich auch nicht wiederholen“, sagte Poppen.
Zwei mit Drogen vollgepumpte Asylwerber aus dem Irak waren am 26. März auf dem Weg ins Bordell, prügelten plötzlich aufeinander ein. Schließlich landen sie nicht im Lusthaus, sondern bei der Polizei.
Die beiden 27-Jährigen Iraker waren am Sonntag gegen 3 Uhr mit einem Pkw-Lenker unterwegs Richtung Bad Leonfelden, wollten weiter nach Tschechien, um ein Bordell zu besuchen. Doch noch während der Fahrt kam es zum Streit. Der Fahrer musste den Pkw im Bereich Bad Leonfelden auf einen Firmenparkplatz lenken.
Dort eskalierte die Lage dann völlig: Die beiden Asylwerber schlugen aufeinander ein, ließen sich offenbar gar nicht mehr bändigen. Der Pkw-Lenker verständigte die Polizei!
Sparschwein geschlachtet?
Beide Kontrahenten wurden einem Drogentest unterzogen – er verlief jeweils positiv. Auch der Lenker erwies sich als fahruntauglich, ihm wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen. Woher Asylwerber, die in der Regel Mindestsicherung beziehen, das Geld für einen Bordellbesuch und Drogen haben, bleibt indes unklar. Gegner der Asyl-Mindestsicherungs-Kürzung in Oberösterreich hatten im vergangenen Jahr – vor der Kürzung – noch bemängelt, es lasse sich mit monatlich 520 Euro für Asylwerber nicht menschenwürdig leben.
Das eventuelle Schlachten des Sparschweins hat sich für die Asylwerber jedenfalls nicht gelohnt: Mit viel Pech könnten sie jetzt sogar eine Strafe zahlen müssen. Beide wurden wegen mehrerer Delikte angezeigt.
Gerüchte um Gratis-Bordellbesuche für Asylwerber
Bereits seit längerem spekulieren Nutzer im Netz wild, ob es Gratis-Bordellbesuche für Asylwerber geben könnte. Solche Fälle freilich erschienen wie Wasser auf den Mühlen der hartnäckigen Gerüchte-Streuer!