Apr 11

Schiitisches Ritual in der Bonner Wenzelgasse: Selbstgeißelung im Gedenken an getöteten Imam

Hunderte Schiiten zogen am Sonntag durch die Wenzelgasse und trauerten um den von ihnen verehrten Imam Ali. Dabei schlugen sie sich auf die Brust und sangen Lieder.

Bonn. Sonntagnachmittag, Wenzelgasse: Hunderte Männer mit nackten Oberkörper stehen in einer großen Gruppe vor den Geschäften. Sie haben ihre Augen geschlossen, singen laut im Chor und schlagen sich zum Takt der Musik mit der flachen Hand heftig auf die Brust.

Einigen von ihnen treibt der Schmerz, den sie sich selbst zufügen, Tränen in die Augen. Schnell sind die Brustkörbe der Männer rot und angeschwollen. Über ihren Köpfen tragen sie einen leeren, reich verzierten Sarg.

Passanten beobachteten die Szene mit Verwunderung, teils mit Befremden. Eine von ihnen war die Bonner Studentin Laura Bessendorf. „Was tun die da?“, fragte sie. „Die Männer sind schiitische Muslime, die des Imams Ali gedenken“, erklärte Samina Haider von der „Schiitischen Gemeinde Deutschlands“ und Sprecherin der Prozession.

Hunderte Teilnehmer aus ganz Europa

In Imam Ali sehen die Schiiten den eigentlichen rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammed. „Ali wurde vor circa 1400 Jahren beim Morgengebet des 19. Ramadan in der Moschee mit einem Schwert ermordet“, so Haider.

Dem getöteten Imam zu Ehren finde deshalb jedes Jahr nach dem Fastenmonat eine solche Prozession statt, bei dem die Männer zuerst Vorträge anhörten, sich dann selbst mit Schlägen geißelten und im Anschluss weiße Tauben fliegen ließen. Dann würden sie gemeinsam essen. Laut Haider sollen in diesem Jahr fast 500 Teilnehmer aus ganz Europa nach Bonn gekommen sein. „Die Gläubigen sind aus Italien, Spanien, England oder Griechenland und zumeist pakistanischer Herkunft“, sagte Haider.

Es fiel auf, dass die Rücken vieler Männer mit Narben übersäht waren. „Das sind die Male einer anderen Form der Selbstgeißelung“, sagte ein Teilnehmer. „Dabei schlagen sich Gläubige mit einem kleinen Messer an einer Schnur auf den Rücken.“

Laura Bessendorf beobachtete das religiöse Spektakel lange: „Ich finde es sehr interessant. Dass die Schiiten das in der Öffentlichkeit tun dürfen, ist für mich vollkommen in Ordnung und ein Zeichen der Toleranz in Bonn – solange die Veranstaltung friedlich bleibt.“ Es gab auch einige wenige kritische Stimmen, die angesichts der Prozession ihr Unbehagen ausdrückten. Mehrere Wagen der Einsatzhundertschaft und Streifenbeamte der Bonner Polizei waren vor Ort.

Quelle: GA

Apr 11

Kirche: Neue Moschee wird nach langwierigem Bau feierlich eröffnet

Die Baitun Naseer Moschee in Augsburg.
dpa/Stefan Puchner

Fast acht Jahre musste die Ahmadiyya-Gemeinde in Augsburg auf die Fertigstellung ihrer Moschee warten. Erst gab es Proteste wegen des geplanten Minaretts, dann fehlte der Kanalanschluss. Und kurz vor der Fertigstellung kam ein Schmierfink.

Nach jahrelangen Verzögerungen will die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde am Dienstag in Augsburg ihre neue Moschee eröffnen. Der Grundstein für die Baitun Naseer Moschee war bereits im Jahr 2009 gelegt worden, allerdings konnte die islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) nicht gleich mit den Bauarbeiten beginnen. Ein Rechtsstreit mit der Nachbarschaft und ein fehlender Kanal sorgten dafür, dass die Handwerker erst Jahre später loslegen konnten. Wegen Protesten hatte die Gemeinschaft auch auf ein Minarett verzichtet, ein Turm wird bei dem Gebäude nun nur angedeutet.

Die rund 600 000 Euro teure Moschee soll durch das spirituelle Oberhaupt der Gemeinschaft, Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, eröffnet werden, wie die Augsburger Ahmadiyya-Gemeinde ankündigte. Der in London lebende Kalif werde ein rituelles Gebet leiten und anschließend mit den Ehrengästen auf dem Gelände eine Baumpflanzung vornehmen.

Vor zwei Monaten hatte ein unbekannter Täter nachts die Außenwand der fast fertiggestellten Moschee großflächig mit dem islamfeindlichen Spruch „Wer baut Kirchen in der Türkei – Deutsche wacht auf“ besprüht. Nach Angaben der Polizei konnte bislang kein Verdächtiger ermittelt werden.

AMJ-Bundesvorsitzender Abdullah Uwe Wagishauser betonte aus Anlass der Eröffnung, dass seine Gemeinschaft ein Zeichen für den friedlichen Islam setzen wolle. Die weltweit 15 000 Moscheen der AMJ, davon mehr als 50 in Deutschland, stünden für ein „klares Bekenntnis gegen extremistische und fundamentalistische Auswüchse“. Angesichts von Meldungen über Terror im Namen des Islam trage der Bau von Moscheen zur Besänftigung von islamophoben Denken bei und fördere den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die AMJ ist einer der größten Islamverbände bundesweit und seit mehr als sechs Jahrzehnten in Deutschland vertreten. Die Gemeinschaft errichtete die ersten im Nachkriegsdeutschland erbauten Moscheen in Hamburg (1957) und Frankfurt am Main (1959). In der Bundesrepublik gehören der Gemeinschaft nach AMJ-Angaben rund 42 000 Muslime an.

Apr 10

Erstaufnahme Gießen: Algerier sticht Marokkaner Messer ins Gesicht

Landes Erstaufnahmestelle (EAE) in Gießen, Messer (Bildbestandteil rechts): Symbolbild

Streit unter Wirtschaftsflüchtlingen eskalierte: Was am Berliner Platz begann setzte sich in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (EAE) fort und mündete in einer Messerstecherei

Ein Streit einer Gruppe bestehend aus 3 Nafris geriet völlig außer Kontrolle. In der Erstaufnahmeeinrichtung endete eine Auseinandersetzung zwischen den drei Personen mit dem Einsatz eines Messers. Zunächst hatten ein 28 – Jähriger und ein 30 – Jähriger Marokkaner einen 44 – Jährigen Algerier am Donnerstag am Berliner Platz mit Schlägen verletzt. Der Streit setzte sich dann, knapp drei Stunden später in der Erstaufnahmeeinrichtung fort.

Die Streithähne verlagerten die Schlägerei in das Asylheim – 3 Stunden später gingen sie erneut aufeinander los

Hier soll der 44 – Jährige den 28 – jährigen Widersacher dann mit einem Messer in das Gesicht gestochen und verletzt haben.  Die Verletzungen sollen nicht bedrohlich gewesen sein. Hinweise bitte an die Polizeistation Gießen Nord unter der Rufnummer 0641 – 7006 3755.

Quelle: Truth24.net

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Apr 10

Raub, Vergewaltigung, Diebstähle und Drogen: 4000 verdächtige Nordafrikaner in Köln und Düsseldorf!

Die Polizei führt einen Verdächtigen nach einer Razzia im Düsseldorfer „Maghreb-Viertel“ ab
Foto: Gerhard Berger

Düsseldorf – Raub, Vergewaltigung, Diebstähle und immer wieder Drogen-Schmuggel: Über die Straftaten von Nordafrikanern in NRW liegen jetzt erstmals konkrete Zahlen vor: Allein in Düsseldorf wurden im vergangenen Jahr 1659 Angehörige der Maghreb-Staaten als Tatverdächtige geführt, in Köln sogar 2425!

Die Angaben stammen aus der noch nicht veröffentlichten Antwort von Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf eine Kleine Anfrage von Marc Lürbke (FPD).

In Düsseldorf sollen die Personen aus dem Maghreb innerhalb eines Jahres 2146 schwere Straftaten begangen haben, darunter 443 Körperverletzungen, 17 Sexualdelikte, 577 Fälle von Gewaltkriminalität, 679 Diebstähle und 54 räuberische Diebstähle.

In Köln (3039 schwere Straftaten) zählte man 63 mal Raub, 1148 mal Diebstahl, 619 Körperverletzungen und 64 Sexualdelikte.

Laut Innenminister Jäger war es in der Kürze der für die Beantwortung der Frage nötigen Zeit nicht möglich, nach Mehrfachidentitäten (wie im Fall Anis Amri) zu suchen. FDP-Mann Lürbke: „Die Zahl der Straftaten ist alarmierend hoch.“

Quelle: BILD

Apr 10

Arabermob wütet auf der Rheintreppe | in vielen Städten das gleiche Bild

Wirtschaftsflüchtlinge außer Rand und Band: muslimische Männerhorden treffen sich und attackieren Frauen, pöbeln und liefern sich Messerstechereien, hier machen sie den schönen Kölner Rheinboulevard zur NoGo Area für Deutsche

https://www.youtube.com/watch?v=_wGDjt9lBPI

Quelle: Truth24.net

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Apr 10

Kölner Rheinboulevard: Stadt erlässt Shisha-Verbot und droht mit hohen Bußgeldern

Verbotsschild Rheinboulevard

Dieses Verbotsschild stellt die Stadt Köln am Deutzer Rheinboulevard auf.

Foto: Stadt Köln

Köln –Das Rauchen von Wasserpfeifen („Shishas“) auf dem Kölner Rheinboulevard ist bereits ab Samstag (8. April) verboten! So hat es Stadtdirektor Dr. Stephan Keller jetzt  verfügt. Ein Verbotsschild weist alle Besucher darauf hin.

Knöllchen bis 150 Euro

Verstöße gegen das Shisha-Verbot werden mit einem Bußgeld ab 75 bis 150 Euro geahndet. Hintergrund für das Verbot seien Verschmutzungen und Verunreinigungen sowie Beschädigungen der steinernen Treppe am Rheinboulevard.

„Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln, die für die Reinigung des Reinboulevards zuständig sind, hatten in letzter Zeit fast täglich erhebliche und teils auch mit hohem Reinigungsaufwand nicht mehr zu beseitigende Verschmutzungen und andere Verunreinigungen sowie Beschädigungen der steinernen Treppe am Rheinboulevard festgestellt“, teilte die Stadt Köln mit.

Die Stadt Köln erlässt ein Shisha-Verbot auf dem Deutzer Rheinboulevard.
Foto: Weiser

Treppe schwer beschädigt

Die Sitzstufen wiesen schollenartige Abplatzungen, Oberflächenveränderungen und dauerhafte, nicht mehr zu entfernende Verfärbungen des Betons durch die heiße Kohle und den Tabak der Shisha-Rauchenden auf. Der Rheinboulevard wird vor allem an Sommertagen von der Öffentlichkeit als Freizeit- und Aufenthaltsfläche rege genutzt.

Ziel der Stadt Köln sei es, den Rheinboulevard in der vorhandenen hochwertigen Qualität und in einem dauerhaft guten Erscheinungsbild allen Nutzern als Aufenthaltsfläche zur Verfügung zu stellen.

Mehr Licht am Rheinboulevard

Zudem solle die Beleuchtungssituation am Rheinboulevard verbessert werden. Provisorisch werden zunächst vier Baustellenbeleuchtungen oberhalb der Sitzstufen sowie zehn zusätzliche Scheinwerfer an bestehenden Laternen im Bereich zwischen Hyatt und der Deutzer Brücke angebracht.

Eine dauerhafte Lösung werde derzeit von der Verwaltung erarbeitet.

 

Apr 10

Ärger mit Flüchtlingen in Ellwangen: Stadt schaltet kostenloses WLAN ab

Kein freies Internet mehr in der Ellwanger Innenstadt – Verwaltung reagiert auf Beschwerden

Flüchtlinge, die in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen untergebracht sind, sorgen in der Innenstadt für Ärger. Nachdem sich die Beschwerden häuften, reagiert die Stadtverwaltung.

Der öffentliche, kostenlose Internetzugang in der Innenstadt ist vorübergehend, zunächst für zwei Wochen, abgeschaltet worden. Das hat der Ellwanger Oberbürgermeister Karl Hilsenbek angeordnet, nachdem sich immer mehr Passanten über das Verhalten einiger Flüchtlinge auf dem Marktplatz beschwerten.

Alkohol und Aggressivität

Die Asylbewerber halten sich dort auf, um ihre Smartphones nutzen zu können. Dabei bleibe es aber nicht, erklärte Hilsenbek dem SWR. Ein großes Problem sei der Alkohol, eine Gruppe von etwa 50 bis 60 der derzeitigen Flüchtlinge würden zu viel trinken und seien deshalb aggressiv. Sie würden außerdem extrem laut mit ihren Handys telefonieren und überlaut Musik hören. Neben der Abschaltung des WLAN sollen Polizisten und Beschäftigte des Ordnungsamtes öfter Streife laufen.

Quelle: SWR

Apr 10

Attacke mit Messer: Aus für Liezener Asylwerberklasse nach blutigem Streit

Einsatz in der HAK Liezen © Martin Mandl

Auslöser für Streit unter afghanischen Schülern war ein Referat über die Volksgruppe der Paschtunen gewesen. Opfer kam glimpflich davon. Direktor kündigte das Ende der Übergangsklasse an.

Nach der blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei afghanischen Asylwerbern der so genannten „Übergangsklasse“ an der HAK Liezen am Donnerstag wird diese im Vorjahr eingerichtete Klasse geschlossen. „Es tut mir leid für die anderen Schüler Das sind gute, liebe und gescheite junge Leute“, sagte ein hörbar bedrückter Direktor Josef Ahornegger der Kleinen Zeitung.

Was war passiert? Gegen 12.30 Uhr kam es unter einer Gruppe von jungen Asylwerbern auf dem Areal des ehemaligen Lutz-Möbelhauses in der Nähe der Handelsschule Liezen zu einem heftigen Streit. Auslöser dürfte ein Referat über die Volksgruppe der Paschtunen gewesen sein, das ein 20-jähriger afghanischer Schüler in der Übergangsklasse für Asylwerber gehalten hatte. Offenbar durch unterschiedliche Religionsauffassungen und Stammesansichten kam es laut Polizei danach im Freien zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Da zog der 20-Jährige plötzlich ein Messer und verletzte seinen 17-jährigen Kontrahenten damit im Bereich des Hinterkopfes und des Unterarmes. Der Verdächtige wurde kurz darauf festgenommen und die Tatwaffe – ein Küchenmesser mit elf Zentimetern Klingenlänge – sichergestellt.

Spital wieder verlassen

Das Rote Kreuz, das mit einem Notarztfahrzeug vor Ort war, brachte das Opfer ins LKH Rottenmann. Der 17-Jährige hatte nur oberflächliche Schnittverletzungen erlitten und konnte noch am Nachmittag das Spital wieder verlassen. Die Einvernahme der beteiligten Personen, bei der ein Dolmetscher übersetzen muss, dauern unterdessen weiter an.

Quelle: Kleinezeitung

Apr 10

Asylbewerber aus Borsdorf soll Anschlag in Berlin geplant haben

In dieser Flüchtlingsunterkunft in Borsdorf bei Leipzig gab es in der Nacht zu Samstag einen Anti-Terror-Einsatz. Ein Bewohner wurde festgenommen. Quelle LVZ

Bei einem Anti-Terror-Einsatz am Samstag in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf bei Leipzig ist ein etwa 25-jähriger Asylbewerber festgenommen worden. Der Marokkaner soll einen Anschlag in Berlin geplant haben – und auch für eine Bombendrohung im Februar verantwortlich sein.

Borsdorf/Leipzig. Die sächsischen Sicherheitsbehörden haben möglicherweise einen geplanten Anschlag in Berlin im letzten Moment verhindert. Bei einem Anti-Terror-Einsatz am Samstagmorgen in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf (Kreis Leipzig) nahmen Spezialeinsatzkräfte einen unter Terrorverdacht stehenden Bewohner fest. Nach Informationen der LVZ soll der Festgenommene ein etwa 25-jähriger Marokkaner sein, der am Samstag eine Gewalttat in der Hauptstadt verüben wollte. Der Nordafrikaner stehe unter dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdete Straftat vorbereitet zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag gegenüber LVZ.de – ohne Details zu bestätigen.

 

In der Nacht zu Samstag gab es in Borsdorf bei Leipzig einen Anti-Terror-Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft. Fotos: LVZ

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Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) hatte nach eigenen Angaben bereits am Freitagabend „Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat und deren Ausführenden“ erhalten. Noch in der Nacht zum Samstag wurde bei der Polizeidirektion Leipzig deshalb eine Sondereinheit gebildet, die den Fall übernahm. „In den frühen Morgenstunden konnte der Tatverdächtige durch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes festgenommen werden“, berichtete LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Zu Zwischenfällen kam es bei dem Einsatz laut LKA nicht.

Verdächtiger soll auch für Bombendrohung verantwortlich sein

Wie aus informierten Kreisen verlautet, soll es sich bei dem Festgenommenen um denselben jungen Mann handeln, der am 8. Februar mit einer Bombendrohung einen Polizeigroßeinsatz am Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ausgelöst hatte. Offenbar war er es, der zwei Schüler vor dem Gebäude gegen 8.15 Uhr angesprochen und diese gewarnt hatte, in die Schule zu gehen, weil sich in seinem Rucksack eine Bombe befinde. Die Schüler informierten daraufhin die Schulleitung, die das Gelände räumen ließ. Beschrieben wurde der Unbekannte als südländischer, etwa 1,80 Meter großer Typ zwischen 30 und 35 Jahren, mit dunklen Haaren und dunklem Bart. Die Polizei fand damals weder den Tatverdächtigen noch Sprengstoff.

Polizisten sicherten am Samstag das Gebäude in Borsdorf ab. Vor Ort wurden weitere Beweise sichergestellt.

Polizisten sicherten am Samstag das Gebäude in Borsdorf ab. Vor Ort wurden weitere Beweise sichergestellt.

Quelle: Frank Schmidt

Der Anti-Terror-Einsatz in der Nacht zum Samstag riss Bewohner der 8000-Einwohner-Gemeinde aus dem Schlaf. Laut Augenzeugenberichten rückte die Polizei gegen drei Uhr mit einem Großaufgebot vor der Containerunterkunft für Asylbewerber in der Leipziger Straße an. Die Straße wurde teilweise gesperrt. Die Polizei hielt sich zunächst bedeckt. Sprecher Alexander Bertram ließ wissen: „Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.“ Erst am Nachmittag äußerte sich das LKA zu den Hintergründen. Einzelheiten zur geplanten Tat und wie weit fortgeschritten die Pläne bereits waren, blieben auch am Sonntag offen. Erst im Laufe der kommenden Woche will sich die Staatsanwaltschaft Leipzig dazu äußern. Ob der Mann bereits einem Haftrichter vorgeführt wurde, war am Sonntagmittag noch unklar. Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz sagte am Sonntag gegeüber LVZ.de lediglich, dass der Tatverdächtige „sich derzeit nicht auf freiem Fuß befindet“. Dies werde auch bis mindestens Montag so bleiben.

Bürgermeister: „Genugtuung, dass solche Leute gefasst werden“

Borsdorfs Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) erfuhr von dem Polizeieinsatz in Italien, wohin ihn und andere Vertreter seiner Kreistagsfraktion die CDU-Partnerfraktion des Bodenseekreises eingeladen hatte. „Am Montag bin ich zurück in Borsdorf und werde mir einen Überblick verschaffen“, kündigte er an. Auch nach seiner Kenntnis handelt es sich bei dem Festgenommenen um jenen Mann, der für die Bombendrohung am 4. Februar im Bildungs- und Technologiezentrum verantwortlich gemacht wird. „Das kann ich zwar noch nicht verifizieren. Aber wenn dem so ist, empfinde ich Genugtuung, dass solche Leute gefasst werden“, sagte er. „Ich danke der Polizei, die schon damals gute Arbeit geleistet hat.“

Die Gemeinschaftsunterkunft in der Leipziger Straße hat nach Angaben der Gemeinde eine Kapazität für bis zu 120 Asylbewerber, war zuletzt aber nicht voll belegt. In Borsdorf befindet sich seit Ende Januar zudem eine Einrichtung für minderjährige Asylbewerber, in der zuletzt etwa 20 Flüchtlinge untergebracht waren.

Die Flüchtlingsunterkunft, so Bürgermeister Martin, stehe für ihn wegen des Vorfalls nicht in Frage. „Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun“, erklärte er. „Es gibt bei den Ausländern und bei Deutschen Kriminelle.“ Die Asylbewerber würden in Borsdorf sehr gut durch die Kirche, Vereine und Einzelpersonen betreut. „Kinder gehen in unsere kommunale Kita in Panitzsch. Wir wollen Hilfe geben, wo sie nötig ist“, betonte der Bürgermeister.

Quelle: LVZ

Apr 10

Ein Täter in Haft: Sexuelle Belästigungen im Regener Einkaufspark

Im Regener Einkaufspark kam es gleich zu mehreren sexuellen Belästigungen durch Asylbewerber. Ein Täter sitzt mittlerweile in Haft.

Am 31. März zwischen 16.30 Uhr und 17.40 Uhr kam es im Einkaufspark Regen zu einer sexuellen Belästigung sowie zu einer sexuellen Nötigung durch einen 19-jährigen Asylbewerber.

Wie die Ermittlungen ergaben, bedrängte der junge Mann zunächst zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren in einem Drogeriemarkt des Einkaufsparks. Hierzu berührte er eines der beiden Mädchen mit seiner Hand an Schultern und Gesäß und machte mit seiner Zunge eine obszöne Geste in Richtung der beiden.
Nach diesem Vorfall suchte der Mann die Nähe zweier weiterer Mädchen im Alter von 15 und 13 Jahren. Diese verständigten aber, noch bevor es zu etwaigen Straftaten kommen konnte, die Mitarbeiterin eines Drogeriemarktes, woraufhin der Täter in unbekannte Richtung flüchtete.

Gegen 17.40 Uhr ereignete sich ein weiterer Vorfall im Einkaufspark. Eine 49-jährige Frau war mit der Rolltreppe zum Haupteingang an der Zwieseler Straße gefahren und ging anschließend zu Fuß weiter in das Treppenhaus zu den Arztpraxen. Hier folgte der zuvor geflüchtete Täter der Frau bis in das Treppenhaus und wurde dort zudringlich. Er packte diese und hielt sie gegen ihren Willen fest. Dann berührte er die 49-jährige unsittlich und küsste sie mehrmals auf die Wange.

Geistesgegenwärtig gelang es der Frau sich loszureißen und in eine nahegelegene Arztpraxis zu flüchten. Nach Verständigung der Polizei wurden sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die allerdings erfolglos blieben.

Am 4. April nachmittags konnte der bis dato Unbekannte aufgrund des Zeugenhinweises der Beschäftigten eines Drogeriemarktes des Einkaufsparks schließlich im Einkaufspark Regen vorläufig festgenommen werden.
Nachdem der Festgenommene noch am selben Tag eindeutig als der Täter vom 31. März identifiziert werden konnte, wurde dieser nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf in der Arrestzelle der PI Regen untergebracht und am nächsten Tag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, weshalb der 19-jährige in eine umliegende Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

Da nicht auszuschließen ist, dass der Tatverdächtige in den letzten Tagen im Stadtgebiet Regen oder auch im Einkaufspark Regen noch mehrere Frauen zumindest sexuell belästigt hat, werden etwaige weitere Geschädigte gebeten, sich bei der PI Regen zwecks Anzeigenerstattung unter der Rufnummer 09921/9408-0 zu melden. Der Täter wurde zum Tatzeitpunkt am 31. März wie folgt beschrieben: 20 bis 25 Jahre alt, circa 180 cm groß, etwa 70 kg, schlank, dunkelhäutiger orientalischer Typ, nackenlange schwarze Haare, welche die Ohren zur Hälfte verdeckten und Mittelscheitel. Bekleidet war der Mann mit einer dunkelblauen Steppjacke, einer schwarzen Hose, einem roten T-Shirt und roten Turnschuhen. Er sprach gebrochen Deutsch und Englisch.

In diesem Zusammenhang wurde eine weitere sexuelle Belästigung bekannt, die bereits vor rund drei Wochen von einem 54-jährigen Asylbewerber, ebenfalls in einem Drogeriemarkt im Einkaufspark, begangen wurde. Hier wurde eine 24-jährige Mitarbeiterin des Marktes von dem Täter ohne deren Einverständnis auf die Wange geküsst und an der Hand genommen.

Diesbezüglich wurde ebenfalls ein Strafverfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung eingeleitet. Auch in diesem Fall werden etwaige weitere Geschädigte gebeten, sich bei der PI Regen zu melden. 001118179 / 001159172

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