Jul 31

Das erste Haus für Flüchtlinge ist fertig und kann demnächst bezogen werden


Bezugsfertig: Die BGW errichtete das dreigeschossige Haus Heeper Straße 125 in Holzbautechnik, die durch die graue Verkleidung verdeckt ist. Die Stadt wird die 15 Wohnungen ab August an Flüchtlinge vermieten. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld. Die Flüchtlingswelle ist abgeebbt – da ist in Bielefeld das erste extra für Flüchtlinge gebaute Wohnhaus fertig.

Die Wohnungsgesellschaft BGW als Eigentümerin und Bauherrin übergab das Gebäude Heeper Straße 125 jetzt dem Immobilienservicebetrieb der Stadt (ISB) als Mieter. Die ersten Flüchtlinge werden in zwei bis drei Wochen einziehen, so Sozialmanager Oliver Klingelberg.

Küche: Projektleiterin Christiane Prenneis und BGW-Chefin Sabine Kubitza zeigen die Räume, die unmöbliert vermietet werden. - © Wolfgang Rudolf
Küche: Projektleiterin Christiane Prenneis und BGW-Chefin Sabine Kubitza zeigen die Räume, die unmöbliert vermietet werden. | © Wolfgang Rudolf

Knapp zwei Jahre, nachdem der Flüchtlingsstrom die Stadt aufschreckte, zeigt das Ende 2015 von Baudezernent Gregor Moss (CDU) angeschobene Wohnungsbauprogramm erste Ergebnisse. Drei Listen mit je zehn Wohngebieten prüfte und prüft die Stadt. Über ihre Tochter Solion steigt sie sogar selbst in den Wohnungsbau ein. Doch das Ziel, schon 2016 erste bezugsfertige Wohnungen zu haben, war zu ehrgeizig. Planung, Finanzierung, Umsetzung waren schwieriger als erwartet.

Pilotprojekt Holzbau

Im Siekerfelde: Die Stadt-Tochter Solion hat mit dem umstrittenen Flüchtlingswohnprojekt in Sieker begonnen. - © Andreas Frücht
Im Siekerfelde: Die Stadt-Tochter Solion hat mit dem umstrittenen Flüchtlingswohnprojekt in Sieker begonnen. | © Andreas Frücht

Am schnellsten war die 75-Prozent-Stadttochter BGW mit zwei Wohnhäusern in Holzrahmenbauweise, die sich bei Kita-Bauten bewährt habe. Die Heeper Straße 125 mit 15 Wohnungen (40 und 62 Quadratmeter groß) ist fertig, das Haus Bisonweg in Senne mit acht Wohnungen folge in vier Wochen, so Geschäftsführerin Sabine Kubitza.

Die BGW testet die Holzbautechnik an Wohnhäusern als Pilotprojekt. Das habe Zeit gekostet, weil das System angepasst werden musste, erklärt Kubitza. Trotzdem war die BGW so schneller als beim konventionellen Hausbau. Die Hoffnung, dass es auch billiger wird, erfüllte sich nicht. Brand- und Schallschutz erforderten mehr Aufwand. Die BGW kalkulierte rund 1,3 Millionen Euro für die Heeper Straße 125. Eine Endabrechnung gebe es noch nicht.

Ohne Einrichtung

Eine grau-grüne Fassade verkleidet die Holzkonstruktion, die aus Fertigteilen um einen Betonkern herum errichtet wurde und so nicht erkennbar ist. Kubitza findet die Optik „schön“. Innen lässt die Akustik Holz als Baumaterial erahnen.

Die Flüchtlinge, die einziehen, müssen die Wohnung vollständig selbst einrichten. „Das soll die Eigenverantwortung stärken“, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger (SPD). Zielgruppe seien vor allem Flüchtlinge, die schon länger hier leben und gute Aussichten auf ein dauerhaftes Bleiberecht haben. Der Bedarf an Wohnungen sei groß, weil Flüchtlinge aus den Unterkünften eine feste Bleibe erhalten sollen. Nürnberger: „Der Druck bleibt hoch.“ Neben den Wohnungen der BGW sollen durch Solion 64 weitere entstehen: Im Bau sind Dorfstraße (Jöllenbeck) und Siekerfelde (Sieker), die im Frühjahr 2018 fertig sein sollen.

Bedarf weiter hoch

Baubeginn in Kürze erwartet Jürgen Bültmann, kaufmännischer Leiter des ISB, an der Dr.-Viktoria-Steinbiß-Straße (Mitte) und Walter-Werning-Straße (Stieghorst), die Ende 2018 bezogen würden. An der Brackweder Straße blockieren Klagen zwei Projekte. Weitere plant die Stadt aktuell nicht, weil es an angepeilten Standorten rechtliche und planerische Hürden gebe.

Zurückhaltend bleibt auch die BGW. Ob sie weitere Wohngebäude in der Technik realisiert, sei offen. Kubitza: „Wir werden die Erfahrungen des Pilotprojekts auswerten.“ Es fehle zudem an freien und verfügbaren Grundstücken.

Fünf Jahre lang muss die Stadt die Heeper Straße 125 aufgrund der genutzten Fördermittel für Flüchtlinge nutzen. Dann kann sie hier nach Bedarf auch normale Sozialwohnungen vermieten.

20 Jahre Bindung

Die Zweckbindung liegt bei 20 Jahren. Die Heeper Straße 125, die auf den Etagen barrierefrei ist, könnte mit Aufzug und Balkonen nachgerüstet werden. Jetzt sind nur fünf Parkplätze angelegt, bei Umnutzung wären 15 nötig. An der Stelle sind Rasen und Spielplatz mit Sandkasten geplant.

Familien ziehen nach

  • Die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge ist in Bielefeld aktuell mit 21 im Juli 2017 sehr niedrig, erklärt Sozialdezernent Ingo Nürnberger.
  • Aber Bielefeld registriert einen Anstieg beim Familiennachzug. Nürnberger erwartet 600 bis 700 Personen 2017 und ähnliche Zahlen 2018.
  • Insgesamt seien in Bielefeld derzeit 2.398 Flüchtlinge in Unterkünften oder Wohnungen untergebracht.
  • Städtische Unterkünfte sind: Pestalozzischule, früheres Handwerkerbildungszentrum und Ernst-Rein-Straße (alle Mitte), Rütli (Stieghorst), Tieplatzschule (Heepen), Herforder Straße 594 (Brake), Eisenbahnstraße (Brackwede) und Industriestraße (Sennestadt).

Quelle: nw

Jul 31

In der Uelzener Innenstadt: Mann mit Messer von Zeugen überwältigt

Passanten überwältigten gestern am späten Nachmittag einen Syrer, der in der Uelzener Innenstadt mit einem Brotmesser unterwegs war.

Der 32-Jährige war mehreren Zeugen gegen 18.30 Uhr in der Uelzener Innenstadt aufgefallen. Zwei Männer nahmen ihm daraufhin das Messer ab und hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Als Hintergrund für das aufbrausende Verhalten des Syrers ist nach Polizeiangaben vermutlich ein Streit mit drei Mitbewohnern über ein gekauftes Paar Turnschuhe am Nachmittag.

Die Polizei ermittelt parallel wegen Körperverletzung zum Nachteil des 32-Jährigen gegen die drei noch nicht namentlich bekannten Männer. Den Syrer nahmen die Beamten zur Verhinderung möglicher Straftaten vorläufig in Gewahrsam. Das Brotmesser stellten die Beamten sicher.

Quelle: AZ-online

Jul 31

In Sex-Falle gelockt: 22-Jährige vergewaltigt? Der Angeklagte schweigt

Der Angeklagte vor dem Prozess. Foto: jot

Prozess vor dem Landgericht München: Ein 24-Jähriger sitzt auf der Anklagebank. Er soll eine 22-Jährige vergewaltigt haben. So lief der erste Verhandlungstag.

Was hat sich am 25. Januar in dem Asylbewerberheim in Freiham zugetragen? Der Angeklagte schweigt. Weder zu den Vorwürfen noch zu seiner Person werde sich sein Mandant äußern, erklärt Verteidiger Maximilian Richter.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer Vergewaltigung aus. Der 24-jährige Metallbauer aus Äthiopien soll sein Opfer am Hauptbahnhof angesprochen und unter einem Vorwand in seine Asylbewerberunterkunft gelockt haben.

Das Opfer sagt aus: Der Täter lockte es in eine Falle

So beschreibt es auch die 22-Jährige als sie von der Vorsitzenden Richterin Nicole Selzam nach diesem Tag gefragt wird. „Ich habe ihn damals zum ersten Mal gesehen“, sagt die junge Frau. Sie habe Probleme mit einer Gruppe von Leuten am Hauptbahnhof gehabt. Laut Anklage wurde die Frau verfolgt, angespuckt und geschlagen. Als sie dies einem Bekannten schilderte, soll der Angeklagte das Gespräch gehört und die Frau angesprochen haben. Er kenne jemanden, der helfen könne, habe er zu ihr gesagt. Sie solle ihn zu diesem Zweck nach Pasing begleiten.

Doch stattdessen habe er sie nach Freiham in sein Zimmer gebracht und dort trotz heftiger Gegenwehr vergewaltigt. Der Prozess wird fortgesetzt. Mit einem Urteil wird am 4. August gerechnet.

Quelle: Abendzeitung München

Jul 30

Islamistischer Terrorist erschießt mit Maschinenpistole Diskothekbesucher | Kopfschuss

https://www.youtube.com/watch?v=pB3kujPQhQ4

Ein polizeibekannter irakischer Armutsflüchtling soll mit einer Maschinenpistole eine Diskothek gestürmt haben, dabei erschoss er einen Besucher und verletzte drei schwer. Polizei hält sich bedeckt, vermutlich möchte sie erst einmal schnell ein psychisches Gutachten erstellen um wieder eine „psychische Erkrankung“ vorzuschieben | Terrorattacke in Konstanz

Durch Schüsse eines 34-jährigen Irakers sind am heutigen frühen Sonntagmorgen, gegen 04.30 Uhr, in einer Konstanzer Diskothek in der Max-Stromeyer-Straße eine Person getötet und drei Personen schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde wenig später nach dem Verlassen der Diskothek bei einem Schusswechsel mit Polizeibeamten lebensgefährlich verletzt und erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Terrorist soll durch Kopfschuss gestoppt worden sein, wie das Video es nahelegt. Einer der Polizeibeamten erlitt bei dem Aufeinandertreffen mit dem Tatverdächtigen eine Schussverletzung, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Viele Gäste hatten nach den Schüssen das Gebäude panikartig verlassen oder sich versteckt.

Da zunächst nicht klar war, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Täter handelt, wurden vom Polizeipräsidium Konstanz auch Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber für mögliche Fahndungsmaßnahmen angefordert.

Offenbar sind alle islamistischen Terroristen plötzlich nur „psychisch krank“ – die Masche der groß angelegten Vertuschung zum Zwecke der Wiederwahl und Volksverblödung

„Natürlich sind diese Terroristen im westlichen Psychiatrieverständis „psychisch auffällig“, das gilt aber doch für jeden Mörder und auch Schwerverbrecher, deswegen kann aber doch ein terroristisches Motiv nicht ausgeschlossen werden. Was die Polizei und Politik dort machen ist eine groß angelegte Vertuschungskampagne“

Teilt Dr. M., ein als Gerichtsgutachter tätiger Arzt mit, der nicht erkannt werden will. In der Tat scheint es auffällig, wie die Polizeien herumtrucksen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein polizeibekannter Islamist in Hamburg Kunden eines Edekamarktes mit einem Messer angegriffen und einen ermordet, auch dort wurde das Wort „Terror“ tunlichst vermieden.

Die Polizei in Konstanz truckst ebenso herum. In einer Pressekonferenz um 17 Uhr wolle man mehr preis geben. Unmöglich. Sagen sie was los ist in Deutschland, Terroristen überfluten das Land, sie kamen als Armutsflüchtlinge im Rahmen der unkontrollierten Massenzuwanderung, die Staatskassen und Sicherheiten der Deutschen werden geplündert und für Analphabeten und Fundamentalisten zum Fenster hianusgeworfen, die zum Dank Deutsche ermorden.

Die Aussage der Polzei „es handele sich um keinen Asylbewerber, da er schon länger wohnhaft sei“ ist ebenso heuchlerisch, zumal fast jeder Armutsmigrant irgendwann einmal als Asylbewerber in das Land kam. Diese formale Floskelei dient ebenso der Verniedlichung. Aber das kennt man schon.

Quelle: Truth24.net

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Jul 30

Brutaler Überfall in Bohmsiel: Polizei fahndet nach den Tätern

Maskierte Räuber haben am Freitag ein Sportgeschäft im Gewerbegebiet Bohmsiel in Bremerhaven überfallen.

Bei dem Überfall auf ein Sportgeschäft im Gewerbegebiet Bohmsiel in Bremerhaven am Freitagabend wurden drei Angestellte verletzt. Die Polizei fahndet nun nach den Tätern.

Bewaffnete und maskierte Räuber

Die brutalen Räuber flohen gegen 19.15 Uhr mit den Tageseinnahmen des Sportgeschäfts in Bohmsiel. Kurz nachdem die Angestellten das Geschäft geschlossen hatten, standen plötzlich zwei Maskierte vor ihnen. Unter Androhung von Waffengewalt wurden die beiden Männer und eine Frau gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Dort wurden sie von den Tätern mit Kabelbindern gefesselt.

Sicherheitsmann entdeckt Angestellte in Bohmsiel

Nachdem die Räuber die Tageseinnahmen aus der Kasse in einem Beutel verstaut hatten, verließen sie über den Notausgang die Geschäftsräume. Ein Sicherheitsbeamter entdeckte auf seiner Runde die Mitarbeiter in ihrer misslichen Lage und befreite sie. Nach Erstversorgung durch die Rettungsdienste wurden die Frau und einer der Männer mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Räuber steigen ins Auto und flüchten

Auf dem angrenzenden Parkplatz beobachteten Zeugen, wie zwei maskierte Personen auf einen geparkten roten Kombi zueilten, diesen bestiegen und auf der Straße Am Lunedeich in Richtung Norden davonfuhren.

Die Zeugen beschreiben die Täter wie folgt:

  • 1. Person: Rund 175 cm groß, Alter Anfang bis Mitte zwanzig, Drei-Tage-Bart, südländisches Erscheinungsbild, graue Jacke und dunkle Hose.
  • 2. Person: Rund 165 cm groß, Alter Anfang bis Mitte zwanzig, südländisches Erscheinungsbild und komplett dunkle Bekleidung.
  • Beide Personen trugen einen weißen Gesichtsschutz und blaue Handschuhe.

Polizei sucht nun Zeugen

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nach einem weiteren Zeugen, der sich zur Tatzeit auf dem Parkplatz aufhielt und sich dann mit einem hellblauen Skoda Fabia Kombi in Richtung Kaufland entfernte. Zeugenhinweise an 0471/9534444.

Quelle: Nord24

Jul 30

Regenschirm-Attacke im Linienbus – Busfahrer bespuckt: Polizei sucht diesen Mann

Wer hat ihn gesehen? Ein etwa 25 Jahre alter Mann bespuckte einen Busfahrer und schlug ihn mit einem Regenschirm. Foto: Polizei München

Da ihn die Wartezeit verärgerte, bespuckte ein Unbekannter einen Busfahrer und prügelte mit einem Regenschirm auf ihn ein. Jetzt fahndet die Polizei öffentlich nach dem Täter.

Berg am Laim – Ihn ärgerte die Wartezeit auf den Bus an einer Haltestelle. Den Unmut ließ ein junger Mann anschließend an einem Busfahrer aus. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag, den 27. April, als ein 56-jähriger Busfahrer der Linie 190 zwischen dem Ostbahnhof und dem Haltepunkt St. Pius unterwegs war. Dabei wies er einen 38-jährigen irakischen Busfahrer in dessen Arbeit ein.

An einer Haltestelle kam es mit dem unzufriedenen Fahrgast zum Streit.

Der Täter, dessen Alter auf etwa 25 Jahre geschätzt wird, beleidigte den 38-jährigen Busfahrer mit fremdenfeindlichen Äußerungen, er bespuckte ihn und schlug ihm mit einem Regenschirm auf den Kopf.

Der Bus war inzwischen an der Endhaltestelle St. Pius angekommen. Dort verschwand der Täter. Das Opfer wurde bei der Attacke verletzt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.


Die Polizei sucht nach diesem Mann, der im April auf einen Busfahrer eingeschlagen und ihn bespuckt haben soll. (Foto: Polizeipräsidium München)


Täterbeschreibung:

Der Mann ist etwa 25 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Er trug einen hellgrauen Kapuzenpullover, eine hellgraue Hose und ein Basecap. Wer der Polizei sachdienliche Hinweise geben kann, sollte sich mit dem Polizeipräsidium, 089/29100, in Verbindung setzen.

Quelle: Abendzeitung München

Jul 30

Jugendliche quälen Rentner zu Tode

Die Angeklagten Hasrit S. (l), Madonna R. (hintere Reihe, r), Murat C. (4.v.l) und Meto K. (2.vr) warten mit ihren Anwälten am 10. Mai in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) auf den Beginn des Prozesses.

Krefeld – Nach dem qualvollen Tod eines 81-jährigen Rentners im nordrhein-westfälischen Tönisvorst hat das Krefelder Landgericht vier Angeklagte wegen Raubes mit Todesfolge verurteilt.

Es handele sich um eine „extrem niederträchtige Tat von hoher krimineller Energie“, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag.

Das Gericht verhängte Jugendstrafen zwischen sechseinhalb sowie sieben Jahren und neun Monaten Haft. Der älteste Angeklagte wurde als Erwachsener wegen schweren Raubes zu sechs Jahren verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft wollte vier der Angeklagten wegen Mordes hinter Gitter bringen. Die Beschuldigten saßen nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank.

Ihre erste Verurteilung wegen Raubes mit Todesfolge hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben und Anzeichen für einen Mord gesehen. Das Landgericht blieb nach der fälligen Neuauflage aber bei seiner grundsätzlichen Einschätzung.

Die Tötung des Rentners sei nicht geplant gewesen. Der Rentner war 2014 schwer verletzt gefunden worden und kurz darauf in einer Klinik gestorben.

Quelle: Tag24

Jul 30

Messerangreifer von Hamburg sitzt jetzt in U-Haft

Blumen legt Hamburgs Innensenator Andy Grote (49, SPD) neben dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz (59, SPD, r) in Hamburg-Barmbek vor dem Supermarkt ab, in dem am 28. Juli ein Mann einen Menschen mit einem Messer getötet und sechs weitere verletzt hat.

Hamburg – Gegen den Messer-Angreifer von Hamburg ist Haftbefehl erlassen worden. Der 26-jährige abgelehnte Asylbewerber sitzt nun wegen des Verdachts auf vollendeten Mord sowie fünffachen versuchten Mord in Untersuchungshaft.

Teilte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, am Samstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zum Tathergang oder seinem Motiv habe der Mann keine Angaben gemacht, wohl aber zu seiner Person. Für eine verminderte Schuldfähigkeit hätten sich „keine belastbaren Hinweise“ ergeben, sagte sie.

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte zuvor gesagt, bei dem Mann gebe es Hinweise auf religiöse Beweggründe und islamistische Motive, aber auch auf eine „psychische Labilität“.

Der 26-jährige Palästinenser, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde und 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam, hatte am Freitag im Stadtteil Barmbek unvermittelt auf Menschen eingestochen.

Ein 50-Jähriger starb. Sieben weitere Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Alle waren am Samstag außer Lebensgefahr.

Frombach sagte weiter, der Mann sei in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg inhaftiert und bekomme nun einen Anwalt zur Seite gestellt. Ihre Behörde sei mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in Kontakt.

Anfang der Woche werde darüber beraten, ob die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich zieht.

Die Staatsanwaltschaft des Bundes beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe verfolgt Straftaten gegen die innere und äußere Sicherheit, also etwa Landesverrat oder Terrorismus.

Quelle: Tag24

Jul 29

„Es riecht nach Kuhfladen“ – Flüchtlingsrat erhebt falsche Rassismusvorwürfe

Fotos: Miriam Rommel

Störender Geruch von Kuhfladen, mangelnde Mobilität, Langeweile und insgesamt unzumutbare Verhältnisse für Flüchtlinge in Tann: der von der Uno-Flüchtlingshilfe geförderte hessische Flüchtlingsrat möchte auf schlimmste Zustände in Flüchtlingsunterkünften hinweisen. Man wolle denen eine Stimme geben, „die andere Sorgen und Nöte haben als Einheimische“, erklärt uns ein Mitarbeiter des Projektes „Lagertour“. Aus diesem Grund habe die Organisation unter anderem auch eine Flüchtlingsunterkunft in Tann/Rhön besucht und die dortigen Lebensumstände anschließend äußerst kritisch bewertet. Dass sie mit dem entstandenen Bericht, „Einsamkeit in der Idylle“ erheblichen Schaden anrichten, war den Verantwortlichen aber offenbar nicht klar.

Elisabeth W. ist schockiert. Die rüstige Rentnerin engagiert sich seit knapp zwei Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe in Tann. Ein- bis zweimal in der Woche, je nachdem wie es ihre Zeit zulässt, besucht sie die neuen Bewohner der Rhönstadt. Aus eigenen Mitteln hat sie ein paar einfache Deutschbücher gekauft und setzt viel Ehrgeiz und Liebe in den Versuch, den Flüchtlingen die deutsche Sprache näherzubringen. Regelmäßig bietet sich Elisabeth außerdem als Fahrdienst an und begleitet Asylsuchende bei Arzt- oder Behördengängen. Damit könnte nun Schluss sein.

Ein wundervoller Ausblick

Denn in dem kürzlich veröffentlichten Artikel hessischen Flüchtlings-rats mit dem Titel „Isolation in der Idylle“ wird wahrheitswidrig be-hauptet, dass es in Tann überhaupt keine ehrenamtlichen Unterstützer gebe. Schlimmer sei aber noch, dass dort rassistische Anfeindungen im Alltagsleben an der Tagesordnung seien. Asylsuchende würden mit Flaschen beworfen und beschimpft werden. Außerdem passiere es häufig, dass Auto- oder Motorradfahrer versuchten, die Flüchtlinge anzufahren. Generell seien die Tanner den Neuankömmlingen gegenüber unfreundlich, heißt es in dem Bericht. Als Beweis für diese unglaublichen Aussagen dient der Projektgruppe ein eigener kurzer Aufenthalt in der Unterkunft sowie Aussagen von Asylsuchenden.

Die Strecke in die Innenstadt

„Ein Schlag ins Gesicht“

Mit diesen Vorwürfen konfrontiert, bricht die ehrenamtliche Helferin Elisabeth W. in Tränen aus. Sichtlich schockiert über die haltlosen Anschuldigungen stellt die Seniorin ihre weitere Tätigkeit für die Flüchtlinge in Frage. In Tann, das bestätigt auch Bürgermeister Mario Dänner, gibt es nachweislich zahlreiche Menschen, die wie Elisabeth ihre freie Zeit ehrenamtlich nutzen, um die Asylsuchenden zu unterstützen. „Der Artikel der Projektgruppe dürfte für diese Leute ein echter Schlag ins Gesicht sein“, erklärt Dänner. Die meisten Tanner Bürger stünden dem Flüchtlingszuzug offen gegenüber. „Dass sie nun unter Generealverdacht gestellt werden, allesamt rassistisch zu sein, ist eine bodenlose Frechheit“, sagt der Bürgermeister.

„Kein Flüchtling muss Nebenkosten oder Putzmittel bezahlen“

Auch Jürgen Stelzer vom Landkreis Fulda widerlegt Vorwürfe des Artikels, der von einer Frankfurter Psychologin verfasst wurde. Im Text wird die Aussage mehrerer Flüchtlinge aufgegriffen, die sich darüber beschweren, monatlich rund 50 Euro an Stromkosten sowie für Putzmittel in der Unterkunft bezahlen zu müssen. „Das ist schlicht und einfach gelogen“, erklärt Stelzer. „Der Betreiber kommt für die Strom- sowie für sämtliche Nebenkosten auf.“ In den meisten Flüchtlingsunterkünften im Landkreis, so sagt er, sorgten angestellte Putzkräfte für Ordnung und die Putzmittel werden vom Betreiber kostenlos gestellt.

Das nächste größere Wohngebiet liegt …

Der Bus fährt täglich und …

Die Bushaltestelle ist direkt vor …

„Es ist eine Flüchtlingsunterkunft, kein Hotel“

Die Verfasserin behauptet in dem im Internet verbreiteten Artikel weiter, dass Besucher der Asylbewerber 40 Euro Besucherpauschale entrichten müssten, sollten sie in der Unterkunft übernachten wollen. „Auch das ist nicht richtig“, erklärt Stelzer. „Die beiden Häuser sind nach wie vor eine Flüchtlingsunterkunft. Hier dürfen, schon aus versicherungstechnischen Gründen, überhaupt keine Besucher übernachten.“ Dass sich der Betreiber an die gesetzlichen Vorgaben hält, davon ist Stelzer überzeugt.

Viele Bewohner halten sich Haustiere

Weiter steht im Bericht des Flüchtlingsrates, dass die Männer in der Unterkunft nun den Führerschein erwerben und ein Gemeinschaftsauto anschaffen möchten, da sie aufgrund fehlender Busverbindungen weder Deutsch- noch Integrationskurse besuchen könnten. Die Strecke bis zur Bushaltestelle sei außerdem nicht hinnehmbar weit entfernt, erklärt uns auf Anfrage ein Mitarbeiter in Frankfurt. Auch diese Behauptung ist falsch. Fakt ist nämlich, dass bereits vor rund zwei Jahren eine Bushaltestelle direkt vor der Unterkunft errichtet wurde. Die Betreiber der Flüchtlingsunterkunft haben außerdem, um den Bewohnern mehr Unabhängigkeit von den Fahrzeiten zu bieten, einen Kleinbus angeschafft. Mit diesem können sich die Asylsuchenden täglich und nach Bedarf fahren lassen.

Ihr Geruch stört…

„Es riecht im Sommer nach Kuhfladen“


Über die Sauberkeit in der Unterkunft beklagen sich die dort wohnenden jungen Männer nicht. Viel mehr ist es der Geruch von Kuhfladen auf einer nahegelegenen Weide, den die Flüchtlinge nicht weiter hinnehmen wollen. Der Flüchtlingsrat berichtet, die Bewohner seien sich aus den genannten Gründen sicher, dass die Unterkunft nicht zur Unterbringung von Geflüchteten geeignet wäre. „Um das Los anderen Asylsuchenden zu ersparen“, heißt es im Text der Projektgruppe, und um weiteren Zuzug zu verhindern, würden sich die Bewohner nun weigern, Neuankömmlinge in den vorhandenen Zimmern aufzunehmen.

Die beiden Wohnhäuser, in denen derzeit Flüchtlinge untergebracht sind, wurden in den 60er Jahren gebaut. Erst lebten dort Zollbeamte samt Familien, später wurde das gesamte Anwesen mehrfach renoviert und als Appartements an ortsansässige Bewohner und an Dauerurlaubsgäste als Zweitwohnung vermietet. Das weitläufige Grundstück ist umzäunt, Kinder haben hier unzählige Möglichkeiten zum Toben und Spielen. Für die Erwachsenen gibt es eine Sitzecke unter altem Baumbestand. Viele der Flüchtlinge halten sich Haustiere, Blumen blühen in großen Töpfen vor den Fenstern.

Als wir den hessischen Flüchtlingsrat jetzt mit der Realität und der Tatsache konfrontieren, dass der Bericht „Isolation in der Idylle“ offenbar lediglich das subjektive Empfinden Einzelner widerspiegelt und in keinem Punkt zutrifft, gibt sich die Projektgruppe überrascht. „Das wird alles so stimmen, wenn es da steht“, wird uns gesagt. Man sei ja immerhin ein paar Stunden vor Ort gewesen, hätte beispielsweise in dieser Zeit keine ehrenamtlichen Helfer gesehen, also sei man davon ausgegangen, dass es diese dort auch nicht gebe. Der Mitarbeiter fordert dann von uns, wir sollten in unserem Artikel doch erwähnen, dass sich die Freiwilligen mehr um die Flüchtlinge bemühen sollten, weil deren Engagement nicht ausreichend sei. Wir konfrontieren ihn dagegen mit dem Vorwurf, dass in der Bewertung des Flüchtlingsrates eine gesamte Bevölkerungsgruppe, nämlich die Tanner, unter Generalverdacht gestellt würde, rechtsradikal zu sein. „Dies wurde uns so mitgeteilt, also ist es so“, lautet die Antwort.

Enormer Schaden

Der Flüchtlingsrat möchte mit dem Projekt „Lagertour“ laut Aussagen auf der eigenen Homepage darauf hinweisen, unter welchen Umständen  Asylbewerber in Hessen leben müssten. „Thematisch fokussieren wir uns vor allem auf Lagerzwang und Massenunterbringung“, heißt es hier. Außerdem wolle man die Verbindung zwischen Betroffenen und Unterstützern stärken. Diese Absicht ist aber definitiv gründlich misslungen. Stattdessen schadet dieser völlig falsche Rundumschlag sowohl den Flüchtlingen als auch den Helfern – und auch dem Ruf des Flüchtlingsrates. Die Ehrenamtlichen in Tann, die Menschen, denen Rassismus vorgeworfen wird, der Bürgermeister sowie der Landkreis, der für die Unterbringung zuständig ist, sind mit Recht verärgert. Rechtliche Schritte einzuleiten, so wird uns von einer Stelle mitgeteilt, „behalten wir uns definitiv vor.“

Quelle: Osthessen News

Jul 29

Frau im Halb-Burkini wurde aus Freizeitbad geworfen | Revierpark Wischlingen

Erturul und Menzi Turgut zeigen hier den Halb-Burkini. Der modische Zweiteiler sorgte in dieser Woche für Irritationen im Solebad Wischlingen. Foto Stephan Schuetze

Wischlingen Weil sie einen Halb-Burkini mit Badekappe trug, wurde Menzi Turgut im Beisein ihrer Familie aus dem Freizeitbad Wischlingen geworfen. Der moderne Zweiteiler entspreche nicht den Baderegeln, hieß es. Wütend verließ die Familie das Bad. Der Leiter des Revierparks Wischlingen spricht von einer internen Kommunikationspanne.

„Wir wurden am Mittwoch nach circa einer Stunde darauf aufmerksam gemacht, dass meine Frau nicht mehr in die Schwimmbecken gehen dürfe. Auf meine Nachfrage nach dem Grund, konnte mir der Schwimmmeister keine plausible Erklärung geben“, berichtet Erturul Turgut. Vom Schichtleiter sei er schließlich auf hygienische Gründe, die Hausordnung und die darin aufgeführte „übliche Badekleidung“ hingewiesen worden.

„Wir waren unerwünschte Personen“

Erturul Turgut blieb nichts anderes übrig, als sich mit seiner Familie anzuziehen, sich zum Ausgang zu begeben, sich dort das gezahlte Eintrittsgeld erstatten zu lassen und nach Hause zu fahren. „Wir waren unerwünschte Personen“, sagt Turgut. Später beschwerte er sich schriftlich bei der Badleitung.

Carsten Grimpe, der Leiter des Revierparks Wischlingen, bekam den Fall auf den Tisch und erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Der Fehler liegt bei uns. Herr Turgut und seine Familie sind bei uns natürlich willkommene Gäste. Lediglich im Solebad-Becken sind Burkinis nicht gestattet, da das Salzwasser extrem kreislauf-belastend ist und es so zu einem Hitzestau und Gesundheitsproblemen kommen kann.“

Entschuldigung nach einer Kommunikationspanne

Es habe also eine interne Kommunikationspanne gegeben. „In allen anderen Becken“, betont der Parkleiter, „ist bei uns das Baden in Burkinis oder Halb-Burkinis aus synthetischem Material erlaubt.“ Man habe dies leider innerhalb des Betriebs nicht gut genug kommuniziert. Es seien nicht alle Beschäftigten ausreichend informiert worden. „Jetzt wird eine schriftliche Anweisung für alle Badbeschäftigten formuliert‘“, sagt Grimpe. Bei Erturul Turgut will er sich persönlich entschuldigen.

„Ich hatte meiner Frau diesen modischen Zweiteiler extra gekauft. Der ist aus Badeanzugstoff und eigentlich nicht zu beanstanden. Dann so behandelt zu werden, das war keine schöne Situation“, sagt der Familienvater auch zwei Tage später noch.

Quelle: Ruhrnachrichten

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