Apr 20

Junge Frau in Bayreuth auf Toilette sexuell bedrängt – Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagabend ist eine Frau in einer Gaststätte in Bayreuth bedrängt worden. Die Polizei bittet um Mithilfe auf der Suche nach dem Täter.

Bayreuth – Ein bislang Unbekannter bedrängte am Dienstagabend (18. April) eine junge Frau auf einer Gaststättentoilette im Kino-Komplex in der Hindenburgstraße, wie die Polizei mitteilt. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen wegen sexueller Nötigung aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter.

Zwischen 21.15 Uhr und 22.15 Uhr suchte die 22 Jahre alte Frau die Toilette im Untergeschoss des Kinokomplexes in der Hindenburgstraße auf. Als sie die Kabine verlassen wollte, schob der Täter die junge Frau wieder hinein und bedrängte sie dort sexuell. Die Frau wehrte sich aber und rief um Hilfe, so dass der Unbekannte kurz darauf von ihr abließ und über die Gaststätte in Richtung Kino flüchtete. Der Mann trug keine Jacke, hatte sich zuvor also möglichweise selbst als Gast in der Bar oder als Besucher im Kinobereich aufgehalten.

Die Kriminalpolizei Bayreuth bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Beamten bitten insbesondere eine etwa 30 Jahre alte Zeugin, die ihre braunen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden trug, sich bei der Polizei zu melden. Die Frau hatte die Toilette kurz vor der 22-Jährigen verlassen und könnte den Täter möglicherweise gesehen haben.

Von dem Unbekannten liegt folgende Beschreibung vor:

• etwa 30 Jahre alt
• etwa 180 bis 190 Zentimeter groß, kräftige Statur
• südländischer Typ, sprach deutsch mit ausländischem Akzent
• dunkle Haare, seitlich kürzer geschnitten als oben
• bekleidet mit weißem T-Shirt, schwarzer Hose und weißen Schuhen

Die Ermittler stellen insbesondere folgende Fragen:

• Wem ist zwischen 21.15 Uhr und 22.15 Uhr im Bereich des Kinos und der Gaststätte in der Hindenburgstraße ein Mann aufgefallen, auf den die Beschreibung passt?
• Wer kennt eine Person, auf die die Beschreibung passt und/oder kann Hinweise auf den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen geben?
• Wer hat sonst Beobachtungen gemacht, die in Zusammenhang mit dem Übergriff stehen könnten?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/50 60 entgegen.

Quelle: InFranken

Apr 20

Kriminalität | Gefährliche Zone: Dutzende Orte in NRW gelten als „verrufen“

Ein Brennpunkt, der in der Liste der Polizei als „verrufener Ort“ auftaucht ist der Viehofer Platz in der nördlichen Innenstadt von Essen.

DÜSSELDORF.   Die Polizei listet gefährliche Straßen und Plätze in NRW-Städten auf. Die Einstufung ermöglicht den Beamten die Überprüfung von Personen.

In NRW gibt es nach Polizeiangaben etwa zwei Dutzend „verrufene Orte“, wo sich oft Straftäter aufhalten oder sich häufig Menschen treffen, die gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen. Für Köln werden gleich 13 dieser Orte genannt, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine CDU-Anfrage hervorgeht. Die Einstufung von bestimmten Straßen und Plätzen als „verrufen“ oder „gefährlich“ ermöglicht es der Polizei, ohne konkreten Anlass Personen zu überprüfen.

In Dortmund gilt der erweiterte City- und Nordstadtbereich als „verrufen“, in Essen die nördliche Innenstadt um den Viehofer Platz sowie der Bereich Altendorfer-/Helenen­straße. Das Polizeipräsidium Hagen nennt auf Nachfrage den Bereich zwischen der Großraumdisco an der Dödterstraße und dem Hauptbahnhof. Zur Nachtzeit werde diese Zone als „verrufener Ort“ eingestuft.

Ministerium: Es gibt keine No-Go-Areas

Das Polizeipräsidium Recklinghausen hat 2016 und 2017 sechs Orte zumindest vorübergehend als „gefährlich“ eingestuft, um Personen kontrollieren zu können. „Es handelte sich um größere Wohngebäude in Marl, Bottrop und Recklinghausen, in denen Menschen gemeldet waren, die bundesweit Straftaten begangen haben“, erklärte ein Polizeisprecher. Diese Häuser seien aber nicht öffentlich zugänglich gewesen.

„Es handelt sich hier keineswegs um No-Go-Areas. Die gibt es in NRW sowieso nicht“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Einordnung als „verrufen“ diene allein der leichteren Identitätsfeststellung durch die Polizeibeamten.

Arnold Plickert, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht von „kriminogenen Orten“, an denen die Polizei die Möglichkeit hat, schnell Razzien durchzuführen. Es gebe in NRW keine Bereiche, in die sich die Polizei nicht hineintraue. Aber mancherorts reiche eine Streife von zwei Beamten erfahrungsgemäß nicht aus. „Und es gibt Bürger, die einfach Angst haben, zu bestimmten Zeiten in bestimmte Gegenden zu gehen“, so Plickert. Dafür müsse man Verständnis haben.

Quelle: WAZ

Apr 20

Massenschlägerei auf Prager Straße in Dresden

(Symbolbild: Blaulichtmeldung Mitteldeutschland)

Auf der Prager Straße in Dresden sind am Mittwochabend etwa 20 Menschen aufeinander losgegangen. Vier Männer wurden verletzt. Die Polizei rückte mit einem größeren Aufgebot gegen 21:00 Uhr am Karstadt an, um die Gruppen zu trennen.

Es handelte sich um Männer aus Syrien, Afghanistan und Deutsche mit Migrationshintergrund, sagte Polizeisprecher Marko Laske. Vor der Massenschlägerei soll es Anfeindungen und Beleidigungen per WhatsApp gegeben haben.

Nach verbalen Anfeindungen kam es dann zu einer tätlichen Auseinandersetzung, teilte die Polizei mit. Die alarmierten Polizeibeamte konnten beide Lager trennen und weitere Tätlichkeiten unterbinden, hieß es.

Vier Jugendliche (15/17/18/18) wurden zur Behandlung ihrer leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Desweiteren stellte die Polizei die Identität von weiteren neun Personen fest, die am Ort angetroffen und mutmaßlich in die Auseinandersetzung involviert waren. Sie sind im Alter von 15 bis 22 Jahren und stammen aus Syrien, Afghanistan, Südafrika sowie Deutschland, teilte die Polizei in einer schriftlichen Mitteilung mit.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen. Insbesondere der Grund der Auseinandersetzung sowie der eigentliche Tatablauf sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Festgenommen wurde niemand, hieß es.

Quelle: Radiodresden

Apr 20

Aufklärung bei Flüchtlingen in Stuttgart: Manchmal fehlen selbst Dolmetschern die Worte

Dolmetscher entwerfen eine Aufklärungsstunde zum Thema Schwangerschaft und Geburt.
Foto: Pro Familia

Stuttgart – Nach mehreren Fällen von sexueller Belästigung kamen die Anfragen massenhaft: Ob Pro Familia nicht auch einmal in eine Flüchtlingsunterkunft kommen könnte? Dort säßen viele junge entwurzelte Männer, konfrontiert mit fremden, europäischen Sicht- und Lebensweisen. Die Familienberatungsstelle sandte Mitarbeiter des sexualpädagogischen Teams aus und begann mit der Arbeit. „Wir hörten erst mal genau hin“, sagt Michael Hirsch, einer der Mitarbeiter. Sein Fazit: Die Verunsicherung bei den jungen Männern ist groß. Sie wissen nicht, ob ein schulterfreies Top, das ein Mädchen trägt, eine Einladung zum Sex ist.“

Doch darüber zu reden, womöglich noch über sogenannte Frauensachen und Geschlechtsmerkmale, das brachte die begleitenden Dolmetscher an den Rand der Verzweiflung. „Was übersetzen die eigentlich, haben wir uns anfangs gefragt, wenn es fünf Minuten dauerte, bis die einen einzigen Satz übersetzt hatten“, sagt Marion Janke, Ärztin und Geschäftsführerin bei Pro Familia. Heute weiß sie: Es lag nicht an blumigen Umschreibungen, die der arabischen Sprache eigen sind. Die Dolmetscher scheuten sich, gewisse Worte in den Mund zu nehmen.

Eigener Wertekanon floss in Übersetzung ein

Marion Janke hat dafür Verständnis: „Auch die Dolmetscher haben Tabus, auch ihnen fehlt beim Thema Aufklärung und Sexualität der Wortschatz, sie schämen sich oder sie übersetzen die Dinge gefärbt, wenn sie etwas nicht angemessen finden.“ Besonders augenfällig sei das Defizit geworden, als mit den Jesidinnen junge Frauen in größeren Gruppen aus IS-Gefangenschaft im Nordirak nach Baden-Württemberg kamen. Sie waren von der Terrormiliz missbraucht worden und entsprechend traumatisiert. „Ein Mann als Dolmetscher ist beschämend für sie, wenn es zum Beispiel um Geburtenkontrolle, Kinderwunsch, um ihren Körper und um Frauengesundheit geht“, so Janke. Es sei jedenfalls immer deutlicher geworden: „Wir brauchen Sprach- und Kulturdolmetscher.“ In dieser Woche haben die ersten zwölf Männer und Frauen einen Kurs abgeschlossen und sind nun zertifizierte „Sprach- und Kulturübersetzer-Innen“.

Auch Streitgespräche dienen der Aufklärung

Die Kulturdolmetscher unterschiedlichsten Alters sind selbst Einwanderer, sind Studenten oder kommen aus Kultur- und Fluchthelfervereinen. Beim ersten Kennenlerngespräch räumte Pro Familia gleich mal damit auf, dass mit Sexualität nur eine Handlung gemeint sei. „Wir haben dargelegt, dass Sexualität mit Rechten verknüpft ist, dass es dabei auch um die Gesundheit geht“, sagt Janke. Das hätte gleich großes Interesse geweckt bei den Teilnehmern, die ja ihre eigenen Vorstellungen und Werte aus ihrer Heimat mitgebracht hätten. „Sie profitieren von ihrem neuen Wissen, sie reflektieren, und manchmal führen wir auch heftige Diskussionen, zum Beispiel über die Tauglichkeit von Verhütungsmitteln aus dem arabischen Raum oder die selbstbestimmte Sexualität“, schildert Mitarbeiter Michael Hirsch. Jedenfalls habe es viele Verständnisfragen gegeben.

Lehrmaterial aus der Behindertenaufklärung

Jetzt könnten die Kulturdolmetscher die Fragen der Neuankömmlinge beantworten – in deren Muttersprache, „denn in der fühlt man sich heimisch“, sagt Janke. Die Ärztin spricht von großen Defiziten, die sich bei den Gesprächen in den Unterkünften offenbaren. „Die Leute haben kein Körperwissen. Was Eierstöcke sind oder eine Gebärmutter. Deshalb benutzen wir Hilfsmittel aus der Behindertenaufklärung.“ Die Nachfrage nach der Kulturvermittlung durch Pro Familia ist groß: 16 Veranstaltungen sind schon geplant, fünf Anfragen kommen aus großen Unterkünften. Nur die Finanzierung ist langfristig nicht gesichert.

Bisher bezahlt Pro Familia die Dolmetscher mit 18 Euro pro Stunde und 27 Euro pro Einsatz aus eigener Tasche. Das Geld vom Land, 1000 Euro, floss nur einmalig in die Kasse. „Dabei könnten wir gut eine halbe Stelle dafür gebrauchen, zwei Dolmetschergruppen auszubilden und nachzuqualifizieren. Ein Geldtopf dafür wäre auf lange Sicht sicher gut“, meint Marion Janke. Das Programm könnte sogar erweitert werden um Themen zum Kinderschutz, zur Erziehung, zum Umgang mit Babys. Vor kurzem hat Marion Janke es Oberbürgermeister Fritz Kuhn vorgestellt. „Er war sehr interessiert“, sagt Janke. Eventuell hat sie in ihm einen Fürsprecher für eine verlässliche Finanzierung gefunden.

Quelle: StZ

Apr 20

Neu gebaute Erstaufnahme-Einrichtung wird gerade abgebaut – Der Asyl-Wahnsinn von Dresden

Die Erstaufnahme-Einrichtung Ecke Blasewitzer- und Fetscherstraße: Vor eineinhalb Jahren wurde sie für 700 Flüchtlinge gebaut. Es zog aber nie jemand ein
Foto: Juergen Maennel

Dresden – Ein Spielplatz, separate Küchen- und Sanitärtrakte sowie Schlafplätze für 700 Flüchtlinge. Seit eineinhalb Jahren steht in der Dresdner Johannstadt eine Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung (EAE). Doch eingezogen ist hier niemand – kein Bedarf. Jetzt wird die Unterkunft wieder abgebaut.

DER ASYL-WAHNSINN VON DRESDEN!

Die Container-Anlage wurde hektisch aus dem Boden gestampft als die Flüchtlingskrise auf dem Höhepunkt war. Eigentlich sollte die Einrichtung am 1. April 2016 in Betrieb gegen, doch die Asylbewerber fehlten. Trotzdem wurde die Anlage mindestens ein Jahr voll bewirtschaftet. Aller zwei Tage wurden die Wasserhähne für mehrere Minuten geöffnet, Lampen an- und ausgeschalten und Klimaanlagen in Betrieb genommen – um Schäden vorzubeugen, wie es heißt.

Die Kosten – auch für den Auf- und Abbau – will der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) nicht offen legen. Es gehe um privatrechtliche Verträge, „bei denen sich beide Mietvertragsparteien zur Vertraulichkeit verpflichtet haben“, so eine Sprecherin. Container und Einrichtungen wurden bis Mitte 2018 von einer privaten Firma angemietet.

Bauarbeiter
Bauarbeiter zerlegen gerade den ehemaligen Küchentrakt der Asyl-UnterkunftFoto: Juergen Maennel
Küche
Die Kücheneinrichtung stand über ein Jahr im Container – unbenutzt. Wurde jetzt aber verkauftFoto: Privat
Wachmann
Der Wachschutz für die leere Anlage kostet monatlich über 60 000 EuroFoto: Juergen Maennel

Auf Anfrage der AfD-Landtagsfraktion räumte die Regierung ein, dass allein der Wachschutz monatlich 60 024 Euro verschlingt. „Ein Skandal! Hier wird das von Sachsens Bürgern hart erwirtschaftete Steuergeld verschleudert“, wettert AfD-Mann Carsten Hütter (52).

AfD-Mann Carsten Hütter
AfD-Mann Carsten Hütter (52) machte den Skandal durch eine Anfrage im Landtag öffentlich Foto: imago/Jens Jeske

Kleiner Lichtblick: Wenigstens den Küchentrakt ist man losgeworden.

Quelle: BILD

Apr 19

„Deutschland ist Einwanderungsland“ | Arbeitgeber-Chef fordert mehr Zuwanderung

Ein junger Flüchtling aus Somalia wird in Hessen zum Industriemechaniker ausgebildet. (Quelle: dpa)

Bis 2030 fehlen in Deutschland sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, so die Arbeitgeber. Verbandschef Kramer fordert deshalb ein eindeutiges Bekenntnis der Politik zur Einwanderung.

Die Arbeitgeber verlangen von einer neuen Regierung nach der Bundestagswahl eine Zuwanderungspolitik, die sich am Arbeitsmarkt orientiert. „Damit meine ich nicht allein Zuwanderung aus fernen Drittstaaten, die Fachkräfte können auch aus den europäischen Nachbarstaaten kommen – dort wo die Arbeitslosigkeit erheblich höher ist als bei uns“, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes BDA, Ingo Kramer.

ZUWANDERUNG WIE IN DEN FÜNFZIGERN

Der Politik müsse schnell klar werden, dass Deutschland Zuwanderung brauche, so wie in den 50er und 60er Jahren. Denn bis zum Jahr 2030 fehlten sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter.

„Deutschland ist ein Einwanderungsland. Und Deutschland muss sich dieser Situation bewusst sein“, sagte Kramer. Er räumte aber ein, dass dies nicht leicht sei in einer Zeit, „wo zumindest am rechten Rand noch politisches Missbehagen wegen der zurückliegende Flüchtlingskrise“ bestehe. Die Alternative wäre, mit weniger Menschen die wirtschaftliche Leistungskraft von heute 44 Millionen Erwerbstätigen halten zu wollen.

BESSERE KINDERBETREUUNG NÖTIG

Um diese Leistungskraft zu bewahren, müsse das Erwerbspotenzial von Frauen besser ausgeschöpft werden. Das bedeute auch, die Kinderbetreuung besser zu organisieren – mehr Kitas, mehr Ganztagsbetreuung, mehr Ganztagsschulen. „Denn nur dann haben die Frauen die Möglichkeit, ihre beruflichen Möglichkeiten auszuschöpfen“, sagte Kramer.

Zudem sollten für Menschen im Alter Anreize geschaffen werden, länger zu arbeiten. Die Langzeitarbeitslosigkeit sollte durch bessere Bildung reduziert werden. „Über die Hälfte der Menschen, die langzeitarbeitslos sind, sind ohne Berufsausbildung“, unterstrich der BDA-Chef.

WIRTSCHAFT MUSS DIGITALISIERUNG VORANTREIBEN

Kramer rief Politik und Wirtschaft dazu auf, die Digitalisierung in Deutschland nicht zu verschlafen. „Wenn wir hier nichts tun, wird uns das auf die Füße fallen.“ Man müsse dazu die Akzeptanz in der Gesellschaft stärken und den Menschen Ängste und Sorgen nehmen.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (Quelle: dpa)Ingo Kramer hat genaue Vorstellung von der Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. (Quelle: dpa)

Dazu seien auch entsprechende bildungspolitische Maßnahmen nötig. „Wie immer sich die Digitalisierung entwickeln wird, was wir im Letzten noch gar nicht wissen können, wir müssen rechtzeitig darauf vorbereitet sein“, mahnte Kramer.

Quelle: T-Online

Apr 19

Hamburg: Streit um laute Musik im Bus – Fahrgast sticht plötzlich zu

Der 25-Jährige wurde in einem Linienbus niedergestochen
Quelle: DPA

Während einer Auseinandersetzung in einem Bus ist ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Nur eine Notoperation konnte ihn retten. Jetzt hat die Hamburger Polizei einen 16-Jährigen festgenommen.

Dieser Streit in einem Linienbus eskalierte völlig – am Ende wurde ein 25-Jähriger niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Nun hat die Polizei einen 16-jährigen Deutsch-Afghanen festgenommen.

Rückblick: Während der Busfahrt am 7. April auf der Fuhlsbüttler Straße hatte der Polizei zufolge das spätere Opfer gegen 19.30 Uhr mit einer Gruppe von drei weiteren Leuten über einen Lautsprecher Musik gehört. „Da die abgespielte Musik zu laut war, beschwerten sich einige Fahrgäste des Busses“, hieß es von der Polizei. Eine Gruppe von Jugendlichen habe wegen der Musik gepöbelt.

Der 25-Jährige sei aufgesprungen und in Richtung der Jugendlichen gegangen. Während des Streits kam es laut Polizei zu einem Gerangel. Dabei soll der nun festgenommene 16-Jährige dem 25-Jährigen mehrere Stichverletzungen zugefügt haben. Der lebensgefährlich Verletzte habe der Polizei zufolge kurz danach an der Haltestelle Hartzloh den Bus verlassen und sei auf dem Gehweg zusammengebrochen.

Der Mann wurde nach dem Messerangriff im Stadtteil Barmbek am Freitagabend notoperiert, wie ein Polizeisprecher sagte. Inzwischen sei sein Zustand stabil. „Durch umfangreiche Ermittlungen der Mordkommission konnte der 16-Jährige als Tatverdächtiger identifiziert werden“, heißt es nun von der Polizei. Ein Haftbefehl gegen den Jugendlichen wurde bereits vollstreckt.

Quelle: Welt

Apr 19

„Ich bekomme ihn nicht in Abschiebehaft“: Mehrfach straffälliger Asylbewerber muss entlassen werden

Stacheldrahtzaun umgibt die Abschiebehaftanstalt in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree). Foto: Matthias Balk

Mehrfach straffälliger Asylbewerber, der abgelehnt ist, musste entlassen werden, weil kein Haftplatz frei war

Erfurt/Eisenhüttenstadt. Die Mail der Sachbearbeiterin klingt alarmierend: „Ich bekomme ihn nicht in Abschiebehaft. Es ist zum Verzweifeln.“

Es geht um einen abgelehnten und ausreisepflichtigen Asylbewerber, der mit Beschluss des Amtsgerichtes Gotha abgeschoben werden sollte. Offenbar hatte sich der Mann der Abschiebung entzogen, denn er wurde in Leverkusen aufgegriffen von der dortigen Ausländerbehörde.

Von dort erging die Mitteilung an eine Ausländerbehörde in Thüringen, dass der Mann in den umliegenden Abschiebehafteinrichtungen nicht in Gewahrsam genommen werden kann, weil die Anstalten restlos belegt sind. Im 300 Kilometer von Leverkusen entfernten Pforzheim hätte der Mann indes aufgenommen werden können – wenn die Zentrale Schubeinheit den Transport hätte absichern können. Weil das aber – davon erfuhr das Thüringer Landesverwaltungsamt in einer Mail Anfang April, die dieser Zeitung vorliegt – nicht realisierbar war, musste der Mann aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden; die Sachbearbeiterin, die das Landesverwaltungsamt darüber informierte, verweist in ihrer Mail noch darauf, dass es sich bei dem Albaner um einen Mehrfachstraftäter handelt, der sich bereits einmal einer Abschiebung entzogen hatte.

Wie aus weiteren Mails hervorgeht, die dieser Zeitung vorliegen, handelt es sich bei dem Mann um einen Sexualstraftäter, der Deutschland bereits einmal verlassen hatte, nachdem er fünf Jahre in Haft gesessen hatte. Unmittelbar danach sei er abgeschoben worden, heißt es in den Dokumenten. Jetzt, da er illegal zurückgekehrt ist, gestaltet sich seine Abschiebung schwierig. „Da es in Deutschland unmöglich ist, ausreisepflichtige Ausländer und Straftäter in Abschiebehaft zu bekommen, müssen diese wieder auf freien Fuß gesetzt werden“, heißt es in der Kommunikation wörtlich. Solle in Deutschland abgeschoben werden, dann müssten auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Über den geschilderten Fall ist das Thüringer Migrationsministerium indes nicht informiert. „Die Unterbringung einer Person in der Abschiebehaft ist immer von einer richterlichen Entscheidung abhängig. Diese wird jedoch nicht im Ministerium angezeigt“, sagte ein Sprecher auf Anfrage der TLZ. Deshalb gebe es im Hause von Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) auch keine Kenntnis über die Fälle, in denen Abschiebehaft nicht angeordnet wurde.

Eisenhüttenstadt nach wie vor dicht

Im Jahr 2015 gab es zwölf, im Jahr 2016 19 Personen, für die Abschiebehaft vollzogen wurde. „Das Ministerium wird weiterhin sicherstellen, dass für solche Fälle Lösungen gefunden werden. Die Zusammenarbeit über die Bundesländer hinweg erscheint dazu als praktikable und bislang bewährte Lösung“, so der Ministeriumssprecher.

Nach wie vor steht Thüringen die Abschiebehafteinrichtung in Eisenhüttenstadt indes nicht zur Verfügung. In der vom Land Brandenburg geführten Einrichtung, die Thüringen im Rahmen einer Kooperation im Bedarfsfall mit nutzen kann, weil es hierzulande keine eigene Abschiebehaftanstalt gibt, wurde schon vor Wochen ein Aufnahmestopp ausgegeben – bauliche Mängel und personelle Engpässe sollen dafür der Grund sein. In Thüringen war man von der Entscheidung überrascht worden, muss nun bundesweit nach Abschiebehaftplätzen suchen, wenn der Bedarf da ist. „Daher kann Thüringen in einem solchen Fall Kapazitäten in anderen Ländern nutzen. Es wird keine Abschiebehaft ausgesetzt, weil es in Eisenhüttenstadt keinen Platz dafür gibt.“

Kurzzeitige Belegungen

Seit Bekanntgabe des Aufnahmestopps ist der Rückgriff auf Kapazitäten anderer Bundesländer einmal notwendig geworden, heißt es aus dem Ministerium. Allerdings habe es sich dabei um eine Person gehandelt, die aufgrund ihrer Einschätzung durch die Sicherheitsbehörden sowieso nicht in Eisenhüttenstadt hätte untergebracht werden können. „In diesem Fall wurde eine Einrichtung in Rheinland-Pfalz genutzt.“ Dass es sich dabei um den vor einigen Wochen aus Weimar abgeschobenen Marokkaner handelt, der von den Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder eingestuft wurde, ist wahrscheinlich.

Aus dem Ministerium wird noch darauf verwiesen, dass Abschiebehaftplätze in der Regel nur bis zu drei Wochen belegt seien. „So kann eine Einrichtung kurzfristig ausgelastet sein, in der Folgewoche aber annähernd leer stehen. Auch deshalb ist die Kooperation mit anderen Bundesländern sinnvoll.“

Quelle: Thüringer Allgemeine

Apr 19

Mordserie in Hannover: 25 Jähriger ersticht Mann (23) im Park | Hintergründe

Symbolbild

Wer ist der brutale Messermörder? Die Staatsanwaltschaft gab uns neue Details bekannt, auch zur Nationalität des mutmaßlichen Messerstechers | Kleefeld

Die grausame Mordserie in Hannover will nicht abreissen. Am gestrigen Dienstagabend, 18.04.2017, ist es in einer Grünanlage an der Helstorfer Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern (23 und 25 Jahre alt) gekommen, bei der der 23-Jährige tödliche Stichverletzungen erlitten hat. Sein Kontrahent, ein Wirtschaftsflüchtling, ist kurze Zeit später in seiner Wohnung in Kleefeld festgenommen worden.

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen Ausländer gehandelt haben, Staatsanwaltschaft sei angehalten, keine weiteren Details zur Nationalität herauszugeben

Der Tatverdächtige stamme nicht aus Deutschland, weitere Details wollte der zuständige Staatsanwalt Klinge uns gegenüber nicht machen. Er sei angehalten hierzu keine weiteren Angaben zu machen, die seiner Meinung nach auch nicht zur Sachverhaltsdarstellung beitragen würden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren die beiden Männer kurz vor 20:00 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in der Grünanlage in Streit geraten. Bei der anschließenden Auseinandersetzung wurde der 23-Jährige von seinem Kontrahenten mit einem Messer angegriffen und verletzt. Ein 44-jähriger Zeuge wurde auf die Situation aufmerksam und alarmierte die Rettungskräfte. Der 25-jährige Tatverdächtige entfernte sich daraufhin zu Fuß aus der Grünanlage. Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Mann mit einem Krankenwagen in eine Klinik. Dort erlag er jedoch kurze Zeit später seinen Verletzungen.

Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen noch in dessen Wohnung in Kleefeld festnehmen. Gegen ihn ermittelt die Polizei nun wegen eines Tötungsdeliktes. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar, die weiteren Ermittlungen dauern an.

Quelle: Truth24.net

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Apr 19

Prozess um Vergewaltigung in Kassel: Weiteres mutmaßliches Opfer meldet sich

Muss sich nun wegen einer weiteren Vergewaltigung auf der Anklagebank verantworten: ein 22-Jähriger aus Nigeria. Zeichnung:  Reinckens

Kassel. In dem Vergewaltigungs-Prozess zu dem Übergriff auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel hat sich ein weiteres mutmaßliches Opfer des Angeklagten bei der Polizei gemeldet.

Die Bombe platzte am Dienstagmittag vor der 10. Großen Jugendkammer des Kasseler Landgerichts. Dort muss sich derzeit ein 22-jähriger Flüchtling aus Nigeria wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer 29-jährigen Frau verantworten. Eine heute 18-Jährige hat sich jetzt bei der Polizei gemeldet und behauptet, von dem Mann im Mai 2015 auf der Bunsenstraße in der Kasseler Nordstadt vergewaltigt worden zu sein.

Oberstaatsanwältin Andrea Boesken beantragte in einer Nachtragsanklage, dass dieser Fall in dem laufenden Prozess mitverhandelt wird. Nachdem der Angeklagte sich damit einverstanden erklärte, stimmte die Strafkammer dem Antrag zu.

Die Oberstaatsanwältin erklärte, dass sich die 18-Jährige nach dem letzten HNA-Artikel über den Vergewaltigungsprozess bei der Polizei gemeldet und dort Anzeige gegen den Nigerianer erstattet habe. Die Ermittlungen seien sofort aufgenommen worden.

Laut Staatsanwaltschaft hielt sich die damals 16-Jährige am 14. Mai 2015 mit Freunden in der Kneipe „Mutter“ (Nordstadt) auf. Gegen 1 Uhr sei das junge Mädchen mit dem Angeklagten nach draußen gegangen, um vor der Tür eine Zigarette zu rauchen. Diese Situation habe der Angeklagte genutzt, um ihr in den Intimbereich zu greifen. Zudem habe er den Oberkörper des Mädchens gegen die Motorhaube eines geparkten Wagens gedrückt und habe sie dann vaginal und anal mit einem Finger penetriert.

Laut Anklage wehrte sich die 16-Jährige gegen ihren Peiniger und habe ihn schließlich in den Genitalbereich getreten. Dadurch habe das Opfer entkommen können.

Warum die junge Frau nicht direkt nach der Tat, also vor knapp zwei Jahren, Anzeige bei der Polizei erstattete, darüber kann sie am kommenden Verhandlungstag, am 2. Mai, etwas sagen.

Bislang wurde der Mann beschuldigt, am 23. Juli vergangenen Jahres eine 28-jährige Frau nach einer Partynacht auf der Friedrich-Ebert-Straße vergewaltigt zu haben. Zudem soll er bereits im Jahr 2015 in drei Fällen junge Mädchen begrapscht und beleidigt haben. Diese Taten hat er vor Gericht bestritten.

Quelle: HNA

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