Aug 29

Dauerpfeifen und Protestplakate bei Merkel-Auftritt

Angela Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt

Ein Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Quedlinburg ist von teils lautstarken Protesten begleitet worden. Sie sah sich beim Wahlkampfauftakt des CDU-Landesverbandes Sachsen-Anhalt am Samstag mit einem Pfeifkonzert und Protestrufen konfrontiert.

Zu sehen waren AfD-Plakate sowie handgemalte Schilder mit Parolen wie „Merkel muss weg“ oder „Danke Merkel“ mit aufgemalten Blutspritzern. Nach CDU-Angaben waren rund 3000 Menschen auf den Marktplatz der Harz-Stadt gekommen.

Merkel reagierte auf die Proteste: „Manche glauben, dass man die Probleme der Menschen in Deutschland mit Schreien bewältigen und lösen kann. Ich glaube das nicht und gehe davon aus, die Mehrheit heute hier auf diesem Platz auch nicht.“

In ihrer Rede ging die CDU-Bundesvorsitzende unter anderem auf den aktuellen Diesel-Skandal ein. Sie sagte, die Fehler müssten aufgearbeitet werden, die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie erhalten bleiben. Sie wolle alles dafür tun, dass „Made in Germany“ auch künftig mit deutschen Autos verbunden sei. Auf der anderen Seite sollten die Menschen, die sich im treuen Glauben ein Diesel-Auto gekauft hätten, nicht die Zeche zahlen. „Wir werden alles tun, um Fahrverbote zu verhindern“, betonte die Kanzlerin.

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dpa

„Ein Jahr wie 2015 darf sich nicht wiederholen“

Merkel betonte, dass sie besonders für gleichwertige Lebensverhältnisse für die Menschen auf dem Land und in den Städten arbeite. Immerhin lebten in Deutschland 50 Prozent der Menschen im ländlichen Raum, in Sachsen-Anhalt sind es noch mehr. Die Kanzlerin sprach auch das Thema Migration an. „Wir wissen, dass sich ein Jahr wie 2015 nicht einfach wiederholen darf.“ Damals waren fast eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Merkel sagte in den kommenden Jahren sei die Aufgabe, die Flucht- und Vertreibungsursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen.

Die CDU Sachsen-Anhalt hat ihren Wahlkampf in Quedlinburg eröffnet, weil die Spitzenkandidatin des Landesverbandes, Heike Brehmer, im Harz ihren Wahlkreis hat. Brehmer nannte die Entwicklung des Tourismus am Samstag als einen ihrer Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

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Ihren Protest machten auf dem Quedlinburger Marktplatz auch Spitzenvertreter des ländlichen Raumes deutlich. Sie kritisieren die grüne Agrar- und Umweltministerin Sachsen-Anhalts, Claudia Dalbert. Die Land- und Forstwirte machten deutlich, dass aus ihrer Sicht das Bundesagrarministerium nach der Bundestagswahl nicht an Grüne gehen dürfe.

Merkel wird am kommenden Dienstag noch einmal zu einem Wahlkampfauftritt in Sachsen-Anhalt erwartet, er ist in Bitterfeld-Wolfen geplant.

Quelle: Focus

Aug 29

Denkverbote: Haben die Deutschen das Streiten verlernt?

Wer sich derzeit nicht nur still über anstehende Probleme beugt, sondern sie auch öffentlich ausspricht, riskiert den Beifall von falscher Seite. (Bild: Jörg Brüggemann / Ostkreuz)

Das Land steckt mitten in der grössten Krise der Nachkriegszeit – und es herrscht Friedhofsruhe. Wer die Probleme beim Namen nennt, wird schnell in die rechte Ecke gestellt. Ein Stimmungsbericht.

Ach, das sieht nur von aussen so aus. Bloss, weil Ralph Giordano und Günter Grass nichts mehr zur Lage der Zeit sagen können, schweigen «die Intellektuellen» ganz und gar nicht. Sie äussern sich nur überwiegend woanders als in den hergebrachten Medien, nämlich auf Blogs wie der «Achse des Guten» oder auf «Tichys Einblick». Immerhin haben Maxim Biller (in der «Zeit») und Wolfgang Streeck (in der «FAZ») nun die Stimme erhoben, der eine kein Linker, der andere kein Dummer. Beide beklagen, dass an die Stelle der nötigen nüchternen Betrachtung der Lage und des Abwägens der Optionen Moralisieren und Tabuieren getreten ist.

Die Krise infolge der Massenmigration stellt alles infrage, worauf man sich in den letzten Jahrzehnten verlassen hat. Das Schengen-Abkommen, auf dem die Reisefreiheit innerhalb der EU gründet? Rasiert, wie nicht wenige andere Regeln und Verträge. Souveränität in dem Sinn, dass ein Staat darüber bestimmen können sollte, wer dazugehört? Hat sich erledigt. Noch heute weiss niemand genau, wer warum gekommen und wo er abgeblieben ist. Er: Denn es sind nicht vor allem Frauen und Kinder mit Bedarf an Plüschtieren und Spielzeug gekommen, sondern überwiegend junge Männer. Oft handelt es sich dabei auch nicht um Syrer oder um mit jenen Qualifikationen ausgestattete Leute, die zu einer Industrienation wie Deutschland passen würden.

Immerhin darf mittlerweile darüber geredet werden, dass offene Grenzen auch Menschen anlocken, die den Islam als Aufforderung zu Terror verstehen.
Ganz zu schweigen von kulturellen Differenzen, womit ein anderes Verhältnis nicht nur zu Gewalt oder zu Frauen gemeint ist, sondern auch zu Arbeitsdisziplin und Rechtsstaatlichkeit. Mittlerweile macht sich die Ahnung breit, dass die Versorgung der Migranten über die nächsten Jahrzehnte hinweg laut realistischen Schätzungen in den kommenden Jahren Hunderte von Milliarden Euro kosten könnte. Immer vorausgesetzt, dass die Eingereisten auch bleiben, obwohl Asyl und Schutz eigentlich nur vorübergehend gewährt werden.

In die rechte Ecke gestellt

Immerhin darf mittlerweile darüber geredet werden, dass offene Grenzen auch Menschen anlocken, die den Islam als Aufforderung zu Terror verstehen. Hätte man das nicht ahnen können? Natürlich. Doch diejenigen, die schon im Herbst der Euphorie gewagt haben, Wasser in den Wein zu giessen, dürfen nicht darauf hoffen, im Nachhinein für ihre Weitsicht gewürdigt zu werden. Kritische Stimmen wurden von vornherein dahin gestellt, wo es in Deutschland kein Entrinnen gibt: in die rechte Ecke.
Eine aktuelle Studie der Hamburg Media School, in der 34 000 Pressebeiträge aus den Jahren 2009 bis 2015 über Flüchtlingspolitik ausgewertet wurden, kommt zum Schluss, dass insgesamt 82 Prozent aller Beiträge zum Thema positiv gewesen seien; nur 6 Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert. Die tonangebenden Medien hätten «übersehen», dass die Aufnahme von Migranten «in grosser Zahl und die Politik der offenen Grenzen die Gesellschaft vor neue Probleme stellen würden». Sie haben sich, um es mit Wolfgang Streeck zu sagen, «als Cheerleader einer karitativen Begeisterungswelle» aufgeführt.
Warum? Hat, wie Maxim Biller meint, ein Kollektiv aus 68ern und ihren 70er Nachfolgern hier seinen «totalitären, undemokratischen Idealismus» ausgetobt? Wer sich noch an die siebziger Jahre und die Zeit der kommunistischen Sekten in Deutschland erinnert, der kennt ihn noch, den gnadenlos ausgefochtenen Kampf gegen jede Abweichung von der richtigen Linie. Oberste Priorität: niemals den «Beifall von der falschen Seite» provozieren! Das gilt heute wieder verschärft: Wer etwas sagt, was auch der AfD gefallen könnte, ist schon ein Klassenfeind, egal, ob sein Argument triftig ist.
Denn als Hauptlosung ist hierzulande der «Kampf gegen Rechts» ausgegeben, eine etwas unklare Zielrichtung, die jedenfalls eher weisse deutsche Männer und Frauen einschliesst. Dass insbesondere Menschen aus dem arabischen Raum zu fanatischem Judenhass neigen, wird als «kulturelle Eigenart» abgehakt. Die Vorliebe deutscher Linker für die «Palästinenser» und ihr Ressentiment gegen die «Zionisten» hat ja Tradition.
Der «Kampf gegen Rechts» treibt seltsame Blüten. Eine der schillerndsten ist die Amadeu-Antonio-Stiftung, finanziert unter anderem vom deutschen Familienministerium. Dort wird mit staatlichem Geld und regierungsamtlicher Billigung gegen alles vorgegangen, was nicht auf Linie ist. «Melden» ist die oberste Bürgerpflicht. Wer die unappetitliche Broschüre der Stiftung liest, wird mit Erstaunen feststellen: Schon ein Gespräch unter Frauen über Kinder und Sexualität kann ein Anwerbeversuch von rechts sein.
In Deutschland führt der Vorwurf, rechts oder rechtsradikal zu sein, zum gesellschaftlichen Ausschluss.
Auch der Gebrauch bestimmter Vokabeln wie «Wirtschaftsflüchtlinge» oder die Rede von «wir und sie» entlarve das Gegenüber als «rechts» und gebietet Meldung. Ein ganz besonders untrügliches Kennzeichen rechter Gesinnung: Satire. Damit ist die Stiftung durchaus auf Regierungslinie. Das Bundesinnenministerium assistiert auf Twitter: «Wir sprechen uns gegen Hatespeech aus, egal ob strafbar oder nicht. Jeder darf seine Meinung äussern, aber sachlich & ohne Angriffe.» Satiriker, packt eure spitze Feder ein! Der Arm der Volkspädagogen reicht weit. Nieder mit Karl Kraus!
Der Kampf gegen Rechts beschränkt sich schon längst nicht mehr auf jene altbekannten stiernackigen Neonazis in ihren Springerstiefeln, die in deutschen Provinzen vermutet werden, vor allem natürlich in Sachsen, dem Landstrich, der notorisch unter «Generalverdacht» steht. Sie bieten nicht genug Stoff. Denn wenn man sämtliche Propagandadelikte abzieht – Hakenkreuzschmierereien oder Ähnliches –, ist der Rechtsextremismus in Deutschland nicht auffälliger und gewalttätiger als der Linksextremismus. Den aber finden viele prima und sagen «Danke, liebe Antifa», wenn sich autonome Gewalt gegen die «Richtigen» entlädt: «Denn wäre die Antifa nicht da, gäbe es viel mehr Nazis in meinem Leben.»

Gesellschaftlicher Ausschluss

Das alles, das «Entlarven», «Überführen», «Stellen», begünstigt nicht gerade den freien Austausch der Meinungen. Woher kommt das? Wohin führt das?
Ich schwanke noch zwischen den sich jeweils anbietenden Verschwörungstheorien. Eines scheint mir naheliegend: In Deutschland führt der Vorwurf, rechts oder rechtsradikal zu sein, zum gesellschaftlichen Ausschluss. Den politischen Gegner wie etwa die AfD als rechts zu denunzieren (wobei die Partei selbst ja durchaus mithilft), ist daher auf jeden Fall empfehlenswert, die beiden ehemaligen Volksparteien CDU und SPD fürchten sich zu Recht vor der neuen Konkurrenz.
Was die Linke betrifft, die Maxim Biller so bissig karikiert: Für das linke Justemilieu mag der «Flüchtling» Ersatz für das längst fahnenflüchtig gewordene Proletariat geworden sein. Oder sagen wir besser: für jene Unterklasse, die von Politikern gern als Pöbel oder Pack bezeichnet wird. Es ist nun einmal kein Privileg mehr, sich öffentlich zu äussern. Jeder kann im Netz die Klappe aufreissen, auch die weniger gut Gescheitelten.
Auch auf der Spur des Geldes wird man fündig. Für die Hilfsindustrie, eine der Wachstumsbranchen des Landes, ist der Migrantenstrom ein wahrer Segen. Ja, die Einwandernden schaffen neue Arbeitsplätze, bei Sozialarbeitern und Dolmetschern, Sprachlehrern und Betreuern, Psychologen und Sicherheitsdiensten. Allein die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Einreisender, 42 000 waren es letztes Jahr, in Kleingruppen oder Heimen kostet zwischen 40 000 und 60 000 Euro im Jahr pro Nase. Wobei etwa 40 Prozent gar nicht minderjährig seien, schätzt die Münchner Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD). Die grosszügigen Angebote des Sozialstaates locken eben.
Niemand soll geschmäht werden, der Verdienstvolles tut. Doch es hiesse, die Klarsicht der Regierenden zu unterschätzen, wenn sie nicht mit der Loyalität all derer rechneten, die ihren Arbeitsplatz dem Staat verdanken.

Steuern und Schulden

Und wer soll das bezahlen? Die Steuereinnahmen «sprudeln», heisst es gern, als ob das Geld aus einem Brunnen käme, dabei stammt es von denen, die Arbeit haben und Steuern zahlen. Man wird die Steuerbürger also wieder einmal zur Kasse bitten müssen, in Zeiten billiger Kredite bietet sich das Schuldenmachen an. Darin gehört Deutschland schon seit langem zur Weltspitze. Doch auch dieser Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht. Wachstum auf Pump schafft sozialen Unfrieden.
Das alles geht nicht nur Deutschland an.
In der Gesamtschau schaukelt sich das alles zu einer einzigen grossen Überforderung hoch, die an die Textur des Gemeinwesens geht. Warum gelingt das Einfachste nicht – «nachdenken und diskutieren und dann ein bisschen etwas falsch und ein bisschen etwas richtig machen» (Maxim Biller)?
Das alles geht nicht nur Deutschland an. Und deshalb sollten wir «im Interesse guter Nachbarschaft an einer nachhaltigen Erweiterung des thematischen und argumentativen Spektrums der deutschen politischen Öffentlichkeit (. . .) arbeiten, unter entschiedener Missachtung der von den Hoflieferanten der Milch der frommen Denkungsart verhängten Denkverbote und der zu ihrer Verteidigung eingesetzten Diffamierung. Das Risiko, das man sich damit einhandelt (. . .), muss uns Europa wert sein.» So Wolfgang Streeck, ein eher linker Geist, der das Denken nicht eingestellt hat. Es schweigen, gottlob, nicht alle Intellektuellen.

Aug 28

Augen zu, CDU – Angela Merkels Wohlfühldeutschland

Merkels Konzept ist sonnenklar: Fehler unter den Tisch kehren, allen ein gutes Gefühl geben, Zufriedenheit verbreiten. – Spreeufer-Idylle beim Berliner Dom. (Bild: bna.)

Das Herrschaftsprinzip von Angela Merkel ist simpel. Sie wird nicht von einer grossen Idee angetrieben. Sie hat keine. Merkel wird Deutschland weiter verwalten. Ohne jeglichen Veränderungswillen.

In der Nachkriegszeit kursierten in Deutschland Anti-Nazi-Witze, zum Beispiel dieser: Der Enkel fragt seinen Grossvater: «Du hast mir doch immer erzählt, dass du gegen die Nazis warst.» Der Opa: «Richtig.» Der Enkel: «Aber nun habe ich im Album ein Bild gesehen, da fährt Hitler an einer jubelnden Menschenmenge vorbei, und mittendrin stehst du und machst den Hitlergruss. Wie soll ich denn das verstehen?» Der Grossvater: «Um mich herum standen Hunderte, die jubelten. Ich war der Einzige, der die ganze Zeit rief: ‹Moment mal, Herr Hitler, Moment mal.› Leider hat keiner auf mich gehört.»
Die Botschaft: Irgendwie sind wir doch alle dabei gewesen, der eine mehr, der andere weniger verstrickt, wir ahnen es doch voneinander, und deswegen wollen wir es hinterher so genau gar nicht mehr wissen. Das war 1945 so und 1990, beim Untergang der DDR, genauso. Man kannte sich, man wusste voneinander, man war Nachbar, später verbunden im Schweigen über einen Staat, den es glücklicherweise nicht mehr gab.

Merkel zum Vierten

Womit wir bei Angela Merkel wären, die am 24. September – 27 Jahre nach dem Verschwinden ihres Heimatlandes DDR – ihre vierte Bundestagswahl gewinnen und danach weiter Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland sein wird. In welcher Konstellation auch immer, mit Rot, Grün oder Gelb, an Merkel führt kein Weg vorbei.
Keine Experimente – warum auch? Die Wirtschaft boomt, die Sonne scheint, der Gegenkandidat Martin Schulz ist Realsatire. Während die Welt aus den Fugen fällt, gondelt Frau Merkel in den Alpen mit der Seilbahn, und der Kandidat aus Würselen besucht in Eckernförde eine Fischfabrik. Die Bilder mit Brille, Bart und Plastic-Haube machen die Runde. Schulz kämpft. Vor allem mit sich selber. «Ich werde Bundeskanzler», sagte er dieser Tage im Fernsehen. Welches Jahr er meinte, sagte er nicht. Die Wahl ist entschieden, die Deutschen haben sich entschlossen: Augen zu, CDU!
Schulz kämpft. Vor allem mit sich selber.
Und das, obwohl weder im Umgang mit Erdogan noch der Migrantenfrage, noch den Stromtrassen durch herrliche Landschaften, noch mit Griechenland irgendetwas wirklich gelöst ist. Gar nichts ist gelöst in Deutschland – vor allem nicht die Zukunftsfragen: Maschinenintelligenz, Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Arbeitsmarkt, Elektromobilität, Digitalisierung – alles aufgeschoben auf irgendwann. Die vergangenen zwölf Merkel-Jahre sind einfach so dahingeplätschert. Ein Volk hat sich entpolitisiert. «Mutti» (Merkel) richtet das schon – das ist die Stimmung im Land.
Die SPD wird nicht gebraucht, und Martin Schulz schon gar nicht. Leidet der Mann an Selbstüberschätzung? Selten hatte ein Kanzlerkandidat eine derart geringe Kompetenz. Sigmar Gabriel hat Schulz rechtzeitig das Feld überlassen. Der ist als Tiger gesprungen – und als Bettvorleger gelandet. Jetzt schimpft er sich über die Marktplätze und durch die Hallen, Frau Merkel beschuldigt er eines «Anschlags auf die Demokratie». Anschlag? Wie bitte? – Verwundert reiben sich viele die Augen.
Die Identität von etwa 50 000 Menschen, die fälschlich vorgeben, Flüchtlinge zu sein, ist in Deutschland ungeklärt. Von vielen dieser Personen droht die Gefahr eines Anschlags auf die Demokratie, vor allem auf Menschen, Hunderte sind brandgefährlich. Aber um wen genau handelt es sich?
Deutschland hat sich mit Fragen wie diesen abgefunden, Antworten gibt es nicht, und wenn, dann solche: «Ich sage dazu jetzt weiter nichts mehr, ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern» – Innenminister de Maizière. Bizarre Realität: Wer heute nach Deutschland kommt, braucht keine Papiere, aber ohne Papiere kann er nicht abgeschoben werden. Über ein neues Asylrecht – dringend erforderlich – wird (noch) nicht gesprochen, obwohl breite Mehrheiten dafür sind.

Aus dem Nichts gekommen

Ich habe Angela Merkel das erste Mal 1990 getroffen, da war sie stellvertretende Regierungssprecherin des DDR-Bestatters Lothar de Maizière. Die Gesichter der damaligen SED-Resteverwerter sind mir noch gut in Erinnerung: Gregor Gysi, Wolfgang Berghofer, Lothar Bisky, Sabine Bergmann-Pohl, Wolfgang Schnur, Hans-Joachim Böhme, Rainer Eppelmann, Markus Meckel. Sie nahmen unterschiedliche Wege. Merkel kam aus dem Nichts. Sie nahm den Weg in die CDU, mehr oder minder zufällig.
Bizarre Realität: Wer heute nach Deutschland kommt, braucht keine Papiere, aber ohne Papiere kann er nicht abgeschoben werden.
Man hat das später einen Irrtum genannt oder einen Fehler. Die Frau, die fünfzehn Jahre später die Christlichdemokratische Union Adenauers und Kohls entgräten sollte, wurde nicht als Camouflage mit einer fragwürdigen Vita erkannt. Sie wurde einfach durchgewunken, ohne dass man sie gescannt hätte. Der damalige Kanzler, Helmut Kohl, war bei Personen mit DDR-Vergangenheit sehr grosszügig. Vergangenheit interessierte ihn besonders im Hinblick auf die Frage, was man künftig besser machen könne.
Angela Merkel, heute 63, war zur Zeit der Wende, 1989, genau 35 Jahre alt. Sie arbeitete in der DDR am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. Sie war nicht in der SED, sie hatte mit der Stasi nichts zu tun. Sie war nur Sekretärin für Agitation und Propaganda der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Die FDJ war der einzig zugelassene Jugendverband in der DDR, und er war kommunistisch.
Was hat sie da gemacht? «Kulturbeauftragte» sei sie gewesen, sagte sie später, sie habe Theaterkarten beschafft oder Buchvorlesungen organisiert. Die Biografie der Autoren Günther Lachmann und Ralf Georg Reuth behauptet jedoch, sie sei Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen. Merkel bestreitet dies. Merkel wäre somit zuständig für die Beeinflussung der jüngeren Menschen im Sinne des Staates DDR gewesen: die Bundesrepublik der Klassenfeind, der Kapitalismus als Ideologie der Ausbeutung, die DDR als friedliebend, fortschrittlich, der Zukunft zugewandt.

Mitgeschwommen im Strom der Zeit

Zeitzeugen erinnern sich immerhin, dass sie Michael Gorbatschow als Hoffnung empfand. Die DDR nahm Angela Merkel damals wahrscheinlich als alternativlos wahr. Sie ist mitgeschwommen im Strom der Zeit. Mimikry? Versteckte Gegnerschaft? Davon hat aus ihrer Umgebung niemand etwas bemerkt. Es gibt keine Zeugnisse dafür, nicht die geringsten, nicht einmal ein Schnipsel Papier. Wann hat sie sich von ihrem Staat entfremdet? Keine Erklärung, bis heute. Als dann die DDR unterging, war Merkel selbst wahrscheinlich am meisten davon überrascht, wie sehr sie eigentlich schon immer dagegen gewesen war.
Als Merkel noch Mitläuferin war, riskierte Orban schon Kopf und Kragen.
Zum Vergleich Viktor Orban, Ungarns Ministerpräsident, von Merkel wegen seiner Migrantenabwehrpolitik in Europa unter Druck gesetzt. Orban war im Abendlicht des zerfallenden Ostblocks in Ungarn Vorsitzender der Jugendorganisation der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (Kommunistischer Jugendbund). 1988 hielt er, und das war eine Sensation, eine öffentliche Rede, in der er die UdSSR aufforderte, umgehend ihre Truppen aus Ungarn abzuziehen.
Als Merkel noch Mitläuferin war, riskierte Orban schon Kopf und Kragen. Warum dieser Vergleich? Orban wurde über Nacht bekannt, ein Held in Ungarn. Merkel blieb lange im Schatten. Der Rest der Geschichte ist bekannt. 1990 kam sie in den Bundestag, 1991 wurde sie Familienministerin, dann Umweltministerin, dann – zum Erstaunen aller – die Erbin Helmut Kohls. Den Altkanzler erledigte sie über die «FAZ»: Er habe der Partei «Schaden zugefügt» (Spendenaffäre). Vor dem Hintergrund ihres eigenen Lebenslaufes war der Umgang mit Helmut Kohl, dem Kanzler der Einheit, schon ein starkes Stück. Kohl ist tot. Seit 2005 sitzt sie nun in Deutschland an den Hebeln der Macht.
Wer aber ist diese Angela Merkel wirklich oder wie viel wovon? Fest steht ihr Hintergrund als Kind einer sozialistischen Pfarrersfamilie. Wie schön, dass so eine Frau den Absprung aus der grauen DDR-Welt an die Spitze der Bundesrepublik geschafft hat, könnte man meinen. Aber niemand lebt ohne Herkunft und eigene Geschichte, sie beeinflussen Denken und Handeln.
Pro bono, contra malum. Merkels Kampagne 2017. «Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.» Wer wollte dem widersprechen? Dass das Land, zum Beispiel in der Flüchtlingsfrage, in zwei Lager (zwei Drittel dagegen, ein Drittel dafür) gespalten ist, kann man getrost ausklammern, so-lange nicht der nächste unregistriert eingereiste Islamist ein Attentat begeht.
Wer freilich an diese Aussicht erinnert, stört den vorgegebenen öffentlichen Frieden, verkörpert durch Merkel, und stellt sich ins Aus. Die für ihre Politik wichtigen Medien und das Juste Milieu sind genau auf dieser Linie. An der Stelle sei auch die CSU zur Vorsicht gemahnt. Merkel wird nicht zögern, Seehofer und seine Freunde in die rechte Ecke zu stellen, wenn ihr das nutzt. Was Gegenkandidat Schulz meint, ist belanglos. Er hat die falschen Themen, kommt damit meist zu spät und wirkt wie ein Mann von vorgestern.

Wohlfühldeutschland

Wohlfühldeutschland – was hat Angela Merkel persönlich dazu beigetragen? Sehr viel, vor allem in der Innenpolitik. Sie hat strittige Fragen meist auf Kosten ihrer eigenen Partei aus dem Weg geräumt (Mindestlohn, AKW, Ehe für alle). Sie hat den Spielraum der SPD eingeengt, indem sie die CDU zur zweiten Sozialdemokratie transformierte. Ihre Europapolitik hat die Vorbehalte gegenüber Deutschland befördert – das wäre Vorgänger Kohl nicht passiert. Wahrscheinlich hat sie auch den Brexit mitverursacht, so wie sie den Grexit zulasten des deutschen Steuerzahlers abgesagt hat.Merkel hofft darauf, dass die Menschen ihre Fehlleistungen vergessen – und damit ist sie gut gefahren.
Sie hat in ihren zwölf Jahren Kanzlerschaft manches unterlassen, was die deutsche Wirtschaft zukunftsfester gemacht hätte. Sie ist weder Thatcher noch Schröder, noch Kohl.
Ihr Herrschaftsprinzip ist ganz simpel. Merkel wird nicht angetrieben von einer grossen Idee. Sie hat keine. Europa, deutsche Einheit, Marktwirtschaft – das alles war schon erledigt, bevor sie kam. Sie hofft darauf, dass die Menschen ihre Fehlleistungen vergessen – und damit ist sie gut gefahren.
Aber verantwortliche zukunftsorientierte Staatsführung geht anders. Man hätte gerne gewusst, wie sie das Thema Migration lösen will. Millionen von Menschen nehmen in Afrika Anlauf, um nach Europa zu gelangen, insbesondere ins gelobte Deutschland, das seit Merkels Selfies bei Flüchtlingen, Schutzsuchenden, Asylbetrügern, echten und falschen Migranten und anderen Eindringlingen das allererste Ziel ist.
Das Paradoxon: Merkel bekämpft jetzt aktiv den Schaden, den sie selber Deutschland 2015 zugefügt hat. «Die Situation von 2015 darf sich nie wiederholen», sagt sie heute. Das ist etwa so, wie wenn der Technikchef von VW erklärte: «Diese Herumschraubereien am Diesel dürfen sich nie wiederholen.» Aber die Deutschen, die schon an ihrer Kanzlerin zweifelten, hören es gern.

Kein Flüchtling, nirgendwo

Ein Blick in die aktuelle Wahlkampagne der CDU zeigt: Das Grossthema Flüchtlinge, das die nächsten Jahre bestimmen wird, kommt überhaupt nicht vor. Kein Flüchtling, nirgendwo. Es hätte ja schon das Versprechen gereicht, vor den weiteren anstehenden Migrationswellen einmal anzukündigen, den Bundestag zu fragen. Nichts, nirgendwo. Kein Wort auch zur «Obergrenze» der Schwesterpartei CSU.
Jeder Konflikt wird ausgeklammert oder verschwiegen. Die Vorlage dieser Politik war Armenien. Da hatte sich die Parteivorsitzende Merkel im Bundesvorstand der CDU für eine Armenienresolution des Bundestages ausgesprochen, um dann bei der Sitzung zu fehlen und hinterher mitteilen zu lassen, sie habe ja nicht dafür gestimmt – nur um ihren Hals gegenüber Erdogan zu retten. So geht Politik heute.
Augen zu, CDU! Martin Schulz hat schon recht, wenn er Merkels Entpolitisierungspolitik beklagt. Dem Land tut das nicht gut. Aber Schulz ist der falsche Herausforderer. Sein Amtsvorgänger Gabriel, der den Absprung ins Aussenministerium nahm, ist viel facettenreicher und interessanter als Schulz in seiner Eindimensionalität. Einen Wahlkampf «Gabriel gegen Merkel» hätte man gern erlebt.
Merkel verwaltet das Land, ohne Veränderungswillen. Sie lobt Amtsvorgänger Schröder für die Agenda 2010, die ihr eine solide Wirtschaftslage beschert hat. Das hört sich gut an, aber in diesem Zusammenhang ist es hilfreich, nachzulesen, was Angela Merkel 2003 als Oppositionsführerin Schröder entgegenschleuderte, als dieser die Agenda auf den Weg brachte: «Trippelschritte.» – «Stückwerk.» – «Gift für das, was Deutschland jetzt braucht.»
Einen Rückschluss auf Merkels innere Verfassung liefert auch das Personal, mit dem sie sich umgibt. Statt wie einst Gerhard Schröder mit Schwergewichten (Steinmeier, Eichel, Clement, Müntefering, Steinbrück) die Politik umzugestalten, pflegt sie an ihrer Seite Personen, die vor allem die Eigenschaft der Willfährigkeit haben: die gescheiterte Verteidigungsministerin von der Leyen, der Schönredner Altmeier, der hilflose Innenministerdarsteller de Maizière und Fraktionschef Kauder, eine Art Vollzugsbeamter. Der einzige andere Hauptdarsteller im Grossformat ist Wolfgang Schäuble, aber der wird demnächst 75 und ist, so ein CDU-Grande, «leider zu loyal».

Allen ein gutes Gefühl

Merkels Hoffnung liegt sonnenklar zutage: Fehler und Versäumnisse unter den Tisch kehren, allen ein gutes Gefühl geben, Zufriedenheit verbreiten, Sedativa verteilen und darauf hoffen, dass Schulz sich wund schimpft. Sie wird auch die Fernsehdiskussion Anfang September mit ihm gut überstehen, eben weil er nicht die Alternative ist. Die Leute lechzen ja nach einem Sheriff, gegebenenfalls auch nach einem roten, der den Staat säubert, Kriminelle hinauswirft und die Ordnung verteidigt. Aber diesen Staat will Schulz selber nicht – stattdessen predigt er, Migranten über Europa zu verteilen. Kopfschütteln. Wo die Bevölkerung Schutz einfordert, zum Beispiel in Form von Registrier- und Aufnahmezentren in Nordafrika, da verlangt Schulz, ein Gesicht des Brüsseler Europas, Gerechtigkeit. Sein Wahlkampf liegt völlig neben der Sache.
Die Leute lechzen ja nach einem Sheriff, gegebenenfalls auch nach einem roten.
Und was passiert nach dem 24. September? Gefahrlos kann man prognostizieren: Aus No-Bail-Out wird die Vergemeinschaftung der Schulden Europas mit Deutschland als Schuldenpatron, alles für die Bevölkerung natürlich eingepackt in eine Sprache aus Watte. Die Lösung von Problemen durch Fassadenmalerei – das ist der eigentliche Kern des Merkelismus, den ihre Partei mit geballter Faust in der Tasche mitträgt, weil sie nur so an den Töpfen der Macht verbleibt.
Schon Talleyrand wusste: «Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.» Wann Merkel den einleitet, liegt nicht nur an ihr, sondern auch an der Partei. Sicher ist nur: Wer zu spät aufhört, den bestraft das Leben. Frei nach Gorbatschow, ihrem früheren Idol.
Quelle: nzz

Aug 28

Massenvergewaltigung in Rimini: Polin vor Freund durch Schwarzafrikaner geschändet

Symbolbild

Deutsche Medien vertuschen: Horde Armutsflüchtlinge schlägt Freund bewusstlos und vergewaltigt dessen Partnerin gemeinschaftlich am Strand, dann zieht sie weiter und greift sich das nächste Opfer | Italien

Wieder eine bestialische Gruppenvergewaltigung bei der sich die Armutsflüchtlinge eine Frau greifen wie Vieh. Am Strand in Rimini, einem Touristen Hot Spot, haben am Samstag mehrere Schwarzafrikaner ein polnisches Pärchen atackiert, den Freund mit Kopfschlägen zeitweise bewusstlos geprügelt und dessen Partnerin mehrfach in seinem Beisein vergewaltigt. Passanten fanden das blutverschmierte Pärchen am Boden liegend und verständigten die Behörden. Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Die polnische Regierung hat sich eingeschaltet und steht dem Pärchen zur Seite.

Die Afrikanerhorde zog nach der Massenvergewaltigung weiter, greift sich eine peruanische Transsexuelle und vergewaltigt auch diese mehrfach

Unglaublich, nach der Tat zieht die Afrikanerhorde einfach weiter und vergewaltigte laut der Nachrichtenagentur Ansa gleich wieder ein Opfer, diesmal eine peruanische Transsexuelle, auch diese ließen sie nach der Gruppenvergewaltigunge einfach am Boden liegen.

Italienische Polizei nennt es bestialisch, deutsche Presse verschweigt, dass die Täter Schwarzafrikaner sind

Die Polizei in Italien nennt die Tat „brutal und bestialisch“, laut Ansa und dem Daily Express, soll es sich bei den Tätern um Schwarzafrikaner handeln. Deutsche Medien verschweigen diesen Teil jedoch.

Parallelen zu Deutschland – auch dort ereignen sich ständig Gruppenvergewaltigungen durch Muslime und Afrikaner, auch dort mussten schon Partner zusehen

Das Schweigen der deutschsprachigen Medien ist unentschuldbar, denn auch in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz ereignen sich täglich Vergewaltigungen durch muslimische insbesondere afrikanische Wirtschaftsmigranten, vor einigen Monaten ereignete sich ein ganz ähnlicher Fall in der Siegaue bei Hennef / Bonn.

Quelle: Truth24.net

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Brutaler Säge- Vergewaltiger gefasst: Der Freund sah zu ohne zu verteidigen | die Hintergünde

Ekelhaft! Schwarzafrikaner vergewaltigt Frau vor den Augen ihres Partners auf Zeltplatz

In Ghana brachte er einen Menschen um: Campingplatz-Vergewaltiger ist auch ein Killer!

Aug 28

Europa versucht das Mittelmeer zu schließen

Quelle: dpa

Tripolis/Rom – Das Mittelmeer liegt ruhig in diesen Sommertagen, es gibt kaum Wellen zwischen der libyschen Küste und Italien. Die Wetterlage ist stabil. Normalerweise müssten jetzt täglich überfüllte Gummiboote mit Migranten ablegen – aber in Italien kommen derzeit kaum Flüchtlinge an.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen im August um knapp 90 Prozent zurückgegangen. Während die libysche Küstenwache und die europäische Grenzschutzagentur Frontex die Zahlen vor allem als Erfolg der Behörden auf See verkaufen, sehen Experten die Gründe an der libyschen Küste selbst: Eine neue Miliz soll die Seiten gewechselt haben. Über die Gründe und die Rolle Italiens wird spekuliert.

«Wir wissen aktuell nicht, was die Gründe für den Rückgang sind», sagt Christine Petré, Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) für Libyen. Aber vor allem im Juli seien die Zahlen derjenigen Flüchtlinge, die in libyschen Gewässern von der Küstenwache aufgegriffen und zurückgebracht worden seien, stark zurückgegangen. «Es muss damit zu tun haben, dass weniger Flüchtlinge von der libyschen Küste ablegen.»

Die Kleinstadt Sabratha ist einer der Hauptausgangspunkte für Flüchtlinge in Libyen. Die Stadt liegt rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis in Richtung der tunesischen Grenze. Italien und Europa sind hier besonders nah. Die Kulisse eines monumentalen, antiken Theaters prägt die Küstenlinie.

«Seit einiger Zeit gibt es eine neue bewaffnete Gruppe in der Stadt, die offenbar dafür sorgt, dass die Schmuggler nicht mehr ablegen», sagt Mattia Toaldo, Libyenexperte des European Council for Foreign Relations (ECFR), einer europäischen Denkfabrik. Es gebe Hinweise darauf, dass ein in der Region mächtige Milizen- und Schmuggelchef die Seiten gewechselt habe, sagt Toaldo. «Vielleicht hofft er, mehr Einfluss zu bekommen, wenn er dafür sorgt, dass die Flüchtlinge nicht mehr ablegen.» Ähnliche Entwicklungen gab es im vergangenen Jahr bereits in Sabrathas Nachbarstadt Suwara, als eine Art Bürgermiliz die Kontrolle in der Stadt übernahm und die Stadt so weit es ging von Menschenschmugglern befreite.

In Italien freut sich die sozialdemokratische Regierung über die aktuellen Zahlen – auch vor dem Hintergrund, dass bis spätestens im kommenden Frühjahr gewählt werden muss. Und Migration ist dabei das Topthema, das rechten und ausländerfeindlichen Parteien Zulauf bringt. «Wir sind noch in einem langen Tunnel. Aber zum ersten Mal habe ich begonnen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen», sagte Innenminister Marco Minniti Mitte August. Er warnte jedoch zugleich, dass das «epochale» Migrationsphänomen nicht gelöst sei.

Der Rückgang der Flüchtlingszahlen wird auch auf das Engagement Italiens an Land zurückgeführt. Es sei sehr wichtig gewesen, auf «der anderen Seite» des Mittelmeers zu intervenieren, sagte Minniti. «Wir haben uns auf Libyen konzentriert, es schien sehr schwierig, aber heute scheint es, als würde sich etwas bewegen.»

Unter anderem unterstützt Italien libysche Kommunen. Immer wieder werden in Rom Delegationen mit Bürgermeistern und lokalen Politikern aus allen Regionen Libyens empfangen. Auch Minniti war deshalb schon in Libyen. Den Kommunen soll mehr finanzielle Hilfe zukommen. Man wolle vor dem Hintergrund von Schlepperei Alternativen für Wachstum und Entwicklung bieten, hieß es jetzt in einer Erklärung.

Ein Ansatz, dessen grundsätzliche Überlegung in Europa Schule macht, wie ein Migrationsgipfel europäischer und afrikanischer Staaten in Paris zeigte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte schon zuvor betont, es müssten etwa alternative Einkommensquellen für Schleuser in der nigrischen Stadt Agadez gesucht werden, um gegen illegale Migration vorzugehen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte auch die Regierungschefs Italiens und Spaniens eingeladen. Aus Afrika waren die Staatschefs des Nigers und des Tschads dabei, die ebenfalls an der Migrationsroute nach Europa liegen – und der Chef der international anerkannten libyschen Übergangsregierung, Fajis al-Sarradsch. Das Ziel: illegale Migration nach Europa eindämmen – mit einer engeren Zusammenarbeit mit den Transitländern.

Vor einigen Tagen berichtete der Gemeinderat der Küstenstadt Sabratha stolz über neue Hilfslieferungen aus Italien. Ein C-130 Transporter der Luftwaffe stand mit geöffneter Ladeluke auf einem Flugfeld in Libyen, davor Vertreter des Gemeinderates. In der Ladeluke stapelten sich Kartons, in denen Medikamente für das Krankenhaus sein sollen. Auch der Fernsehsender der Nachbarstadt Suwara berichtete vor einigen Tagen über neue Hilfslieferungen aus Italien.

«Das ist schon länger die Strategie Italiens, die Kommunen dadurch zu unterstützen», sagt Libyen-Experte Mattia Toaldo vom ECFR. «Traditionell hat Italien gute Geheimdienstnetzwerke in Libyen mit guten Kontakten zu Bürgermeistern.» Wenn das bedeute, dass weniger Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, halte er diese Strategie für sinnvoll. «Die Frage ist aber, was mit den Schmugglern passiert und ob sie nicht – wie schon einmal – andere Startpunkte suchen.»

Die Entwicklung bedeutet aber auch, dass die Migranten im Chaos des Bürgerkriegslandes und in teils unmenschlichen Zuständen festsitzen. Zwei Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen schlugen angesichts der Entwicklungen kürzlich Alarm: «Die Lösung kann nicht sein, den Zugang zu internationalen Gewässern zu verhindern», kritisierten Felipe González Morales und Nils Melzer in einem Bericht. Die beiden Sonderberichterstatter drückten ihre Sorgen aus, dass die EU versuche, die europäischen Grenzen nach Libyen zu verlagern.

Ein Expertengremium des UN-Sicherheitsrates legte ebenfalls vor kurzem einen fast 300 Seiten starken Bericht vor und zeigte darin auch die Verwicklungen zwischen Milizen, Schmugglern und der von europäischen Staaten unterstützten libyschen Küstenwache auf.

«Italien und die EU dürfen sich an Menschenrechtsverletzungen nicht mitschuldig machen», sagt die Fraktionsvorsitzende und migrationspolitische Sprecherin der Grünen im Europäischen Parlament, Ska Keller. «Italien muss offen legen, ob es Milizen unterstützt, die das Auslaufen von Flüchtlingsbooten verhindern, und ob EU-Gelder dabei im Spiel sind.»

Angesichts des Chaos in Libyen und der hunderten rivalisierenden Milizen fragen sich sowohl Experten als auch EU-Institutionen, wie lange die Überfahrten Richtung Europa noch auf solch einem niedrigen Stand bleiben.

Quelle: welt

Aug 28

Landgericht verurteilt zwei Männer zu Haftstrafen wegen bandenmäßigen Menschenhandels

Die beiden Männer wurden am Donnerstag zu Haft verurteilt – aber kamen erstmal frei, Foto: dpa

Menschenhandel, Einschleusen von Ausländern, Urkundenfälschung: Zu Haftstrafen hat das Landgericht Freiburg zwei Männer verurteilt, die Prostituierte aus Osteuropa vermittelten. Nach dem Urteil durften sie erst mal nach Hause.

Es war ein Mammutprozess mit 30 Verhandlungstagen, der am Donnerstag zu Ende ging. Die beiden Angeklagten, 38 und 31 Jahre alt, sitzen seit rund 20 Monaten in Untersuchungshaft. Das Verfahren habe die „erhebliche kriminelle Energie einer professionellen Organisation“ zutage gefördert, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Besonders perfide sei, dass das Duo die Frauen aus der Ukraine und Moldawien von Anfang an in die Illegalität gedrängt habe, zum Beispiel durch Einschleusen und gefälschte Papiere. Die Angeklagten hätten einen hohen Aufwand betrieben, damit sich die Frauen strafbar und dadurch abhängig machten.

Die Männer brachten Frauen dazu, illegal einzureisen

Für das Landgericht ist das Duo ein Teil eines Systems. Kopf der Bande sei ein Kasache gewesen, der in Freiburg lebte. Er selbst hatte sich als „Kern des Business“ bezeichnet und wurde im vergangenen März nach einem Geständnis im Rahmen eines Deals zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der 38-Jährige aus Freiburg und der 31-Jährige aus der Nähe von Spaichingen hätten tatkräftig mitgeholfen. Sie hätten die jungen Frauen veranlasst, illegal einzureisen, und gefälschte Visa organisiert. Sie hätten die Frauen zum Teil an der Grenze abgeholt, ihnen die Originalpapiere abgenommen und falsche Dokumente überlassen. Sie hätten Geld entgegen genommen und transferiert.

Während der Ältere der beiden Angeklagten eine Art Buchhalter gewesen sei, war der Jüngere nach Ansicht des Gerichts für die Verteilung auf die verschiedenen Bordelle zuständig. Aufgeflogen ist die Bande bei Polizeikontrollen Ende 2015. Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter den Frauen, die zumeist in ihren Heimatländern bereits als Prostituierte tätig waren, viel zu hohe Verdienstmöglichkeiten in Aussicht gestellt hatten. Angekommen in Deutschland, mussten sie zwischen 1000 und 1500 Euro pro Monat abliefern. Und noch einmal 75 Euro pro Tag an die Bordellbetreiber. Dem stand eine Investition der Band von einmalig 700 bis 1000 Euro für Transport und Dokumente gegenüber.

Keine Gewalt – aber Kontrolle

Die Gruppe, so Richter Wiemann, habe die Frauen nicht mit Gewalt gezwungen, aber sehr wohl gedrängt und kontrolliert. Anders als die Verteidiger im Prozess sieht das Gericht den Tatbestand des Menschenhandels erfüllt. Die Bande habe die Hilflosigkeit der Frauen ausgenutzt, die so gut wie kein Deutsch sprachen. Deren Arbeit in den Bordellen habe mit Schulden und deren Rückzahlung begonnen. Sie hatten keine Kontakte nach außen und überhaupt keine Ortskenntnis.

Zugunsten der Angeklagten legte das Gericht die lange U-Haft und die lange Verfahrensdauer aus. Außerdem hätten die Frauen gewusst, auf was sie sich einlassen. Einige reisten sogar aus und wieder ein. „Sie haben sich freiwillig in die Abhängigkeit begeben.“ Die Angeklagten hätten keine physische Gewalt angewendet. Die Frauen seien sogar Beziehungen zu ihnen eingegangen.

Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, Einschleusens von Ausländern und Urkundenfälschung wurde der 38-Jährige zu vier Jahren Haft verurteilt, der Jüngere zu drei Jahren. Die Haftbefehle setzte das Gericht außer Vollzug. Das heißt: Die beiden Männer sind auf freiem Fuß, müssen ihre Pässe abgeben und sich dreimal pro Woche bei der Polizei in Freiburg beziehungsweise in Spaichingen melden. Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass sie Revision vor dem Bundesgerichtshof einlegen werden. Anwalt Kristian Frank wollte dazu noch keine Prognose abgeben. Die Mandanten hätten eine Woche Bedenkzeit. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, dauert es noch Monate, bis sie die Haftstrafe antreten müssen. Die U-Haft wird angerechnet.

Quelle: Badische Zeitung

Aug 27

Kirchen gewähren in NRW derzeit rund 100 Flüchtlingen Asyl

In NRW gewähren die Kirchen derzeit rund 100 Flüchtlingen Schutz.
Foto: dpa

Nordrhein-Westfalen – Die Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen gewähren derzeit rund einhundert Flüchtlingen Kirchenasyl, um sie vor der Abschiebung zu schützen.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, befinden sich mindestens 98 Asylbewerber in der Obhut der Kirchen, bei der Evangelischen Kirche im Rheinland ist der Andrang mit 66 Flüchtlingen besonders hoch.

„Seit 2015 haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt“, sagte ein Sprecher der Kirche Rheinland. Gründe für die steigenden Fallzahlen seien unter anderem eine immer striktere Abschiebepolitik sowie die prekäre Situation in anderen EU-Staaten wie Italien, Ungarn oder Bulgarien.

Auch im Bistum Paderborn lässt sich nach Auskunft der Kirche in diesem Jahr ein Anstieg bei den Asylfällen feststellen. „Anfragen zu Beratungen von Kirchengemeinden zum Thema Kirchenasyl sind, analog der steigenden Zahl drohender Rückführungen, aktuell steigend“, bestätigte auch ein Sprecher des Erzbistums Köln.

Unterschiede je nach Gemeinde erheblich

Die Zahl der Flüchtlinge, die tatsächlich ins Kirchenasyl aufgenommen wurden, habe sich in Köln seit 2015 allerdings nicht deutlich verändert. Ohnehin sind die Unterschiede in NRW je nach Kirchengemeinde und Region erheblich. So befindet sich im Bistum Essen derzeit niemand im Kirchenasyl, im Bistum Aachen ist es nur ein Asylbewerber.

Zwar gibt es für die Gewährung des Kirchenasyls keine gesetzliche Grundlage. „Asyl zu gewähren obliegt ausschließlich dem Staat“, betonte das Integrationsministerium NRW.

Dennoch werden Kirchenasyle von der Polizei und anderen staatlichen Stellen respektiert. Abschiebemaßnahmen werden dann solange ausgesetzt, bis der Asylantrag erneut überprüft wurde.

Nach Angaben des Integrationsministeriums wurde diese Regelung zuletzt durch einen Erlass im Juni 2017 bekräftigt.
„Dennoch ist jeder Fall auch eine große Belastung für diejenigen, die über ein solches Kirchenasyl entscheiden“, sagte Peter Iven von der Evangelischen Landeskirche im Rheinland. „Immerhin ist es ein Akt zivilen Ungehorsams und dafür muss man im Zweifel auch grade stehen.“

Meiste Kirchenasyle sind Dublin-Fälle

Aktuell zählt die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ bundesweit 351 Fälle mit 551 Asylbewerbern.

Die meisten Kirchenasyle sind sogenannte Dublin-Fälle, bei denen die Abschiebung in ein anderes EU-Land geprüft wird. In vielen Fällen führe die erneute Prüfung zu einem dauerhaften Aufenthalt, sagte Iven von der Landeskirche im Rheinland. „Die Erfolgsquote liegt bei 80 bis 90 Prozent.“ (dpa)

Quelle: ksta

Aug 27

Alice Weidel: Angela Merkel gehört vor ein Gericht gestellt

Alice Weidel sprach in Braunschweig auf dem Schlossplatz deutliche Worte in Richtung Kanzlerin. Foto: Bosse

Die AfD-Spitzenkandidatin im Bund sagte in Braunschweig, die Kanzlerin hätte sich in der Flüchtlingskrise strafbar gemacht.

Kurz und bündig: So lässt sich der Auftritt von Alice Weidel, Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Bundestagswahl, beschreiben. Gerade mal zehn Minuten sprach sie vor den knapp hundert AfD-Anhängern auf dem Braunschweiger Schlossplatz.

Zuvor sollten aber Mirco Hanker, Fraktionsgeschäftsführer der AfD in Braunschweig, und der niedersächsische AfD-Chef Paul Hampel die Stimmung anheizen. Dieses Unterfangen gestaltete sich allerdings problematisch, denn die Redner auf der spartanischen Bühne waren kaum zu verstehen. Das Problem: Die Zahl der Gegendemonstranten überstieg die der AfD-Sympathisanten um mindestens das Doppelte. Immer wieder unterbrachen Pfiffe, Hau-ab-Rufe und sogar Vuvuzelas die Reden der Politiker.

Drang aber doch mal ein Wort zu Gehör, handelte es sich zumeist um AfD-typische Parolen, die den Untergang des Abendlandes thematisierten: „Unsere Kultur ist stark bedroht“, mahnte Hanker. Die Schuld liege bei Angela Merkel, die Deutschland zerstören wolle. Das Publikum, zum Großteil jenseits der 50 Jahre, stimmten ihm applaudierend zu

Die Aufgabe von Paul Hampel war es zunächst, seine Partei ins richtige Licht zu rücken und auf zurückliegende Erfolge zu verweisen. Aber die AfD will mehr: Bei der kommenden Bundestagswahl reiche der Partei zwar der Einzug in den Bundestag, aber „wir wollen keine Oppositionspartei werden. Wir wollen das Handwerk lernen und 2021 die Regierung bilden“, versprach Hampel vollmundig. Anschließend widmete er sich den etablierten Parteien, oder, wie er sie nennt, „Kartellparteien“: „Die Grüne und die FDP sind politische Nutten, die für einen Firmenwagen mit jedem ins Bett gehen.“ Während die AfD-Gefolgschaft klatschend beipflichtete, quittierten die Gegendemonstranten diese Äußerung mit „Hampelmann“-Rufen.

Tatsächlich sprach Hampel aber auch sachlich über die Gründe der Flüchtlingskrise und wie diese vermeidbar gewesen wäre. Für den Großteil der Anhänger schienen diese Sachverhalte allerdings zu komplex – der Applaus blieb aus. Also wieder zurück zum Abgesang des deutschen Vaterlandes und somit zum Express-Auftritt der Spitzenkandidatin Alice Weidel.

Die 38-Jährige hatte sich für den Beginn ihres Auftritts eine kleine Showeinlage überlegt: „Wissen Sie, was einem bei Google angezeigt wird, wenn man Mann und Messer eingibt? Ich lese es Ihnen mal vor.“ Sie las zehn Beispiele über Messerattacken durch Asylbewerber in Europa von ihrem Handy ab und beklagte, dass „die Regierung ihre Bürger mit der unkontrollierten Zuwanderung zu Freiwild macht“. Auch sie suchte die Schuld dafür bei der Kanzlerin, ging aber noch einen Schritt weiter als ihre Vorredner und forderte, Angela Merkel vor ein Gericht zu stellen: „Aufgrund der Rechtsbrüche in der Flüchtlingspolitik hat sich die Kanzlerin strafbar gemacht.“ Außerdem enteigne der Staat seine Bürger durch die hohen Steuern. Das wolle sie ändern, vergaß aber zu erklären, wie das funktionieren soll. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde die Nationalhymne gespielt.

Die Polizei sicherte die Veranstaltung vor Ort und sprach anschließend von einem „lautstarken Protest und friedlichem Verlauf.“

Quelle: Gifhorner Rundschau

Aug 27

In Ghana brachte er einen Menschen um: Campingplatz-Vergewaltiger ist auch ein Killer!

Die brutale Vergewaltigung einer Camperin in Bonn im April sorgte für Entsetzen. Der Täter war vor den Augen ihres Freundes über sie hergefallen, hatte das Paar mit einer Astsäge bedroht.

Jetzt kam raus: Der Ghanaer Erik X. (32) hat in seiner Heimat auch einen Menschen getötet!

Wie es dazu kam und ob er überhaupt schuldfähig ist, lesen Sie hier mit BILDplus.

Brutaler Säge- Vergewaltiger gefasst: Der Freund sah zu ohne zu verteidigen | die Hintergünde

Ekelhaft! Schwarzafrikaner vergewaltigt Frau vor den Augen ihres Partners auf Zeltplatz

Aug 27

20-Jähriger bekommt keine Jugendstrafe für sexuelle Nötigung

Am Landgericht Freiburg wurde der Fall des 20-Jährigen am Dienstag verhandelt. Foto: Ingo Schneider

Acht Monate Jugendstrafe lautete das Urteil des Amtsgerichts Freiburg für einen 20-Jährigen wegen sexueller Nötigung. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht bekam er nun ein milderes Urteil.

Ein 20-Jähriger ist im Berufungsverfahren vor der Jugendkammer des Landgericht Freiburg wegen sexueller Nötigung zu 50 Arbeitsstunden, 500 Euro Geldauflage für eine Beratungsstelle und drei Gesprächsterminen bei Pro Familia verurteilt worden. Im erstinstanzlichen Verfahren am Amtsgericht hatte das Urteil acht Monate Jugendstrafe, 70 Arbeitsstunden und drei Beratungen gelautet.

Amadou S. akzeptierte die Verurteilung wegen sexueller Nötigung
Die Berufung von Amadou S. (Name von der Redaktion geändert) bezog sich nur auf …

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